Angepinnt Neueinsteigerhilfe - Wie verbessere ich mein Deck?

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    Neueinsteigerhilfe - Wie verbessere ich mein Deck?

    Dieser Thread soll Neulingen dabei helfen, ihre ersten Schritte zur Deckverbesserung zu beschreiten. Lest euch die angesprochenen Punkte durch und guckt, welche ihr auf euer eigenes Deck beziehen könnt.

    1. Spielt 40 Karten
    Eine sehr wichtige Regel, denn so kommt ihr besser an eure Schlüsselkarten und Kombos. Mehr als 40 Karten (41 sind wirklich nicht das Problem, aber 43 aufwärts wird kritisch) wirken sich schon negativ auf die prozentuale Wahrscheinlichkeit beim Ziehen aus. Also je weniger Karten ihr spielt, desto mehr gute Karten zieht ihr.

    Wenn ihr ein Deck spielt, das extrem auf eine einzelne Schlüsselkarte angewiesen ist, könnt ihr auch Karten spielen, die euch möglichst schon im ersten Zug mehr Karten ziehen lassen. (z.B. Emporkömmling Goblin / Hemmungen!)
    Wenn ihr ein Deck, bestehend aus 40 Karten, mit 3 Kopien von Emporkömmling Goblin bestückt, spielt ihr so gesehen zwar immer noch 40 Karten, aber der Goblin lässt euch sofort eine neue ziehen. Euer Deck besteht dann quasi nur aus 37 spielrelevanten Karten, da der Goblin euch immer die nächste Karte auf die Hand gibt.

    2. Wichtige Karten so oft spielen wie möglich
    Gute Karten will man immer ziehen, also sollte man sie dreimal spielen (sofern sie nicht limitiert sind). Dafür kann man schlechtere Karten rausschmeißen oder kürzen. Achtet auch darauf, dass ihr ein ausgewogenes Verhältnis von Monster-, Zauber- und Fallenkarten herstellt. In bestimmten Decks wird man weniger Monser benötigen, in anderen mehr, hier müsst ihr euch einlesen und abwägen, ob noch mehr Monster eurem Deck gut tun.

    3. Woran erkenne ich gute Karten?
    Gute Karten erkennt man in der Regel daran, dass man nach der Aktivierung mehr Karten hat als der Gegner. Dies können Karten sein, die bei der Normalbeschwörung Karten vom Deck der Hand hinzufügen (Bsp.: Fallenstellerin Myrmeleo), Karten, die Monster vom Deck oder Friedhof spezialbeschwören (Bsp.: Fremdenführerin aus der Unterwelt / Fixsternritter Altair / Coachsoldat Bellwolf / Seelenlast) oder Karten, die Karten des Gegners vom Spielfeld entfernen (Bsp.: Raigeki). Auch Karten, die den Spielaufbau des Gegners blockieren, können gut sein (Bsp.: Majestätsunterweltler).
    Viele sehr gute Karten stehen auch auf der Banned List, weil sie so gut sind. (Aber nicht alle, einige andere Karten stehen aus anderen Gründen dort.) Deshalb lohnt es sich immer einen Blick auf die aktuelle Liste zu werfen. Diese findet ihr HIER.

    4. Woran erkenne ich schlechte Karten?
    Karten, die Handkarten als Kosten fordern und maximal 1 Karte des Gegners beseitigen (z.B. Ehrung der Verdammten). Ausnahmen sind gegeben, wenn die abgeworfenen Karten sich durch ihren eigenen Effekt ersetzen können (z.B. Schicksals-HELD Malicious / Graff, Grimmetatze des Brennenden Abgrunds)
    Der Gegner verliert eine Karte, wohingegen man selbst zwei Karten verliert. (Das bedeutet, dass man eine Karte weniger besitzt, mit der man den Gegner unter Druck setzen kann.) Wenn der Gegner nächste Runde wieder ein sehr starkes Monster beschwört, steht man wieder vor dem gleichen Problem. Man möchte immer mehr Hand- und Feldkarten als der Gegner besitzen, um auf seine Spielzüge die richtigen Antworten zu haben und um selber de Gegner unter Druck zu setzen. Wenn man nur eine oder zwei Karten auf der Hand hat, ist die Wahrscheinlichkeit einen guten Zug machen zu können, weitaus geringer, als wenn man fünf Handkarten hält.

    Folgende Kartentypen sind oft in Anfängerdecks vertreten, aber im Spiel selbst sind sie (fast immer) nicht gut. Ich erläutere diese Typen kurz an ein paar Beispielen, und warum ihr sie nicht spielen solltet.

    - Ausrüstungszauberkarten: Ein Monster, das mit einer Ausrüstungszauberkarte in eine Falle läuft, ist verloren und du machst doppelt Verlust - die Zauberkarte und das Monster. Fast alle Ausrüstungszauberkarten sind deshalb nicht gerade gut. Ausnahmen sind Karten wie Schnappstahl oder themeneigene Zauberkarten, die starke Effekte innerhalb eines bestimmten Decks haben.

    - Burn-Karten (Karten, die Schaden an den Lebenspunkten des Gegners machen): Auch Karten wie Gift des Alten Mannes sind einfach schlecht. Du verlierst eine Karte und verteilst nur ein wenig Schaden, auf lange Sicht gerätst du in Kartennachteil (man selbst verliert Karten, aber der Gegner nicht). Karten wie Raigeki hingegen erwirtschaften Vorteile, da du mehrere Karten deines Gegners zerstören kannst.

    - Normale Monster: Wenn man kein Deck spielt, welches ein Normales Monster für irgendeinen Effekt benötigt (Genex-Monster brauchen z.B. oft Genex-Überwacher), sind diese Monster immer schlecht. Monster mit 2000 ATK, aber ohne Effekt, werden einfach überrollt.

    Beispiel zur Unterscheidung von guten und von schlechten Karten:
    Magischer Zylinder und Entkräftungsschild sind schlecht (solange man nicht das Aroma-Themendeck spielt), da man bei beiden Karten eine Karte verliert und der Unterschied an den Lebenspunkten im späteren Spielverlauf in der Regel unbedeutend ist. Gute Karten wie z.B. Spiegelkraft zerstören alle Monster des Gegners in Angriffsmodus, somit schützt Spiegelkraft deine Monster und deine Lebenspunkte, außerdem sollte der Gegner nach der Aktivierung von Spiegelkraft weniger Karten auf dem Feld haben als du.

    Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. So ist z.B. Gagaga-Cowboy ein sehr beliebtes Xyz-Monster, da es den Gegner besiegen kann, wenn dieser nur noch 800 oder weniger LP übrig hat. Der Cowboy ist deshalb besser als Ookazi (diese Zauberkarte macht ebenfalls 800 Punkte Schaden), weil man sie nicht erst ziehen muss. Sie nimmt keinen Deckplatz weg und ist im Extra Deck immer griffbereit.
    Normale Monster werden in einem Deck mit Rettungskaninchen auf einmal viel brauchbarer als vorher, und auch Ausrüstungszauberkarten (die generell selten gut sind, da man zwei sofort Karten verliert, wenn das ausgerüstete Monster zerstört wird) wie Schnappstahl oder Edler-Ritter-Ausrüstungszauberkarten (in ihrem Themendeck) können nützlich sein.

    5. Baut euch Themendecks
    Es ist als Anfänger immer leichter sich ein Themendeck wie HELDen, Lichtverpflichtet, Brennender Abgrund, Fixsternritter, Schattenpuppen, Getriebria oder dergleichen zu bauen. Themendecks weisen in sich eine Grundstrategie auf, nach der sich das Deck ausrichtet. Deshalb sind diese Decks nicht nur einfacher zu bauen, sondern auch für Einsteiger einfacher zu spielen. Ihr habt eine große Auswahl an Themen, welche ihr in unserem Strategiebereich für Themendecks schön aufgelistet vorfindet.

    6. Decklistenbeschaffung und Einkauf
    Kauft euch bitte keine oder nur selten Booster, sondern geht eher gezielt auf Einzelkarten oder Structure Decks. Ihr spart so jede Menge Geld.
    Zuerst solltet ihr eine gute Liste finden und diese zum Großteil nachbauen. Dazu zählen auch gute Side- und Extra Deck Karten. Xyz-Monster gibt es viele gute, angefangen von Abyss-Bewohner, über Castel, der Himmelssprenger-Musketier, bis hin zu spezielleren Monstern wie Cyber Drache Nova. Ihr solltet die 15 Plätze mit bedacht wählen und starke Karten spielen, auch wenn die eine oder andere teurer werden könnte.

    Decklisten bekommt ihr von vielen Usern, hier kann man sich bei Problemen ebenfalls melden:
    Der Deckbauthread für Neulinge, Wiedereinsteiger und ratsuchende Spieler Vol.9 - Deckanfragen

    7. Lasst euch helfen!
    Ein wichtiger Grundsatz. Viele wollen euch helfen und werden euch auch erst mal sagen, wenn eure Karten (teilweise) Schrott sind. Nicht eingeschnappt sein, sondern die Tipps aufnehmen und an Verbesserungen arbeiten. Wenn ihr irgendwann richtig drin seid, kommt ihr sicher auch ohne Hilfe klar, aber am Anfang sollte man sich nicht stur stellen und unbedingt schlechtere Karten bevorzugen. Jeder von uns hat ja mal klein angefangen und sich helfen lassen ;)

    Vor allem die eTCG Deckbauer, erkennbar an ihren drei violetten Sternen, geben immer nützliche und inhaltlich gute Tipps. Wenn ihr auf sie hört, könnt ihr grundsätzlich erstmal nichts falsch machen, da sie über einiges an Wissen verfügen sollten.

    8. Hilfreiche Artikel
    Hier sind noch mal ein paar sehr hilfreiche Artikel für Neueinsteiger:
    Verschiedene Decktypen in Yu-Gi-Oh!
    Stochastik - Wie viel Deckkarten sollte ich spielen?
    Worauf man beim Deckbau achten sollte
    How to Play Yu-Gi-Oh! #2 – Fortgeschrittene Deckbaustrategien
    Wie baut man ein (gutes) Side Deck?

    MfG
    ~Pfannkuchen~


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