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Card Rating: Aleister der Beschwörer

von Leseleff am 02.03.2017 um 09:17 Uhr
Hallo alle zusammen und willkommen zu einem weiteren Card Rating! Seit letzter Woche ist das Set „Fusion Enforcers“ im Handel erhältlich, welches sich, nachdem „High-Speed Riders“ und „Wing Raiders“ Synchro- und Xyz-Monster in den Fokus gerückt haben, auf Fusionsmonster konzentriert.
Die für das competitive Play interessanteste Karte des Sets dürfte wohl „Aleister der Beschwörer“ sein, weshalb ich mich im heutigen Card Rating mit ihm auseinandersetzen werde.
Zwar gehört er streng genommen zu einem Themendeck, stellt aber das einzige im Main Deck unterzubringende Monster dieses Themas dar und lässt sich mit ein paar anderen Karten problemlos in jedes Deck unterbringen, weshalb ich ihn als generisch genug für ein Card Rating angesehen habe.


Werte und Support:


Fangen wir wie üblich mit den Werten an. Aleister der Beschwörer ist ein Finsternis-Monster vom Typ Hexer der Stufe 4 mit 1000 Angriffs- und 1800 Verteidigungspunkten. 1000 ATK sind nicht der Rede wert, zum Angreifen ist er also eher nicht gedacht. 1800 DEF sind hingegen okay, aber auch nicht überragend.
Ausgezeichnet ist hingegen der Support für Monster, die seiner Kombination von Attribut und Typ entsprechen. So kann Aleister beispielsweise für Verlockung der Finsternis aus dem Spiel entfernt werden, mit Schleichende Finsternis gesucht, mit Finsterer Ausbruch vom Friedhof auf die Hand geholt, oder mit Flucht aus der finsteren Dimension von den aus dem Spiel entfernten Karten zurück geholt werden. Auch ist es möglich, ihn als Tribut anzubieten, um Kartenvernichtungsvirus zu aktivieren.
Der Hexer-Typ bietet insbesondere viele Möglichkeiten, das Monster als Spezialbeschwörung zu beschwören. So kann man ihn mit Magieartige Dimension von der Hand beschwören und zusätzlich ein Monster zerstören, mit Kreis der Magier[[, [[Dunkle Erneuerung, Dunkler Horizont und Magiernavigation kann man ihn sogar vom Deck beschwören. Leider bringt das nicht sehr viel, weil sein Effekt nur bei der Normalbeschwörung aktiviert werden kann, aber dazu später mehr.
Weitere Hexer-Supportkarten, von denen man mit Aleister profitieren kann, wären z.B. Geheime Stadt der Hexer, die den Gegner daran hindert, Zauberkarten zu aktivieren, wenn man selbst einen Hexer kontrolliert, und Zauberstab der Wunder. Schickt man Aleister, solange er mit diesem ausgerüstet ist, auf den Friedhof, kann man zwei Karten ziehen. Warum gerade diese Supportkarte besonders beliebt ist, auch dazu später mehr.
Zu guter Letzt sollte auch noch erwähnt werden, dass Aleister, da er auf jedem Fusionsmonster des Invoked-Decks namentlich erwähnt wird, auch mit Fusionsreserve und Fusionseinberufung gesucht werden kann. Er besitzt mit „Magische Schmelze“ sogar einen ganz eigenen Sucher, der auch zusätzlichen Schutz für die Fusionsmonster bedeutet. Als Feldzauberkarte ist sie sogar mit Landformen suchbar, was es statistisch gesehen ermöglicht, sechs direkte Such-Zauberkarten für den Beschwörer im Deck zu spielen.

Effekt:


Kommen wir als nächstes auf seinen Effekt zu sprechen. Davon besitzt Aleister der Beschwörer zweierlei.
Der erste wirkt von der Hand aus. Im Spielzug eines beliebigen Spielers kann man ihn von dort abwerfen, um die ATK und DEF eines Fusionsmonsters auf der eigenen Spielfeldseite bis zur End Phase um 1000 zu erhöhen. Dieser Effekt ist durchaus praktisch, weil es sich um einen kleinen Aufrichtig für Fusionsmonster handelt (dessen Nützlichkeit bereits mehrfach bewiesen wurde), der dabei helfen kann, gegnerische Monster zu überrennen. Letztendlich ist Aufrichtig aber besser, da bei diesem der ATK-Boost vom gegnerischen Monster abhängt, weshalb garantiert jedes Monster von jedem überrannt werden kann. 1000 Punkte können jedoch auch zu wenig sein.
Letztendlich gehört der erste Effekt zu der Kategorie „nice to have“ und stellt für sich keinen Grund dar, die Karte zu spielen, macht einen Invoked-Splash jedoch interessanter für andere Fusions-Decks, die dadurch eine Möglichkeit bekommen, Aleisters zu verwerten, die auf der Hand bleiben, weil die Normalbeschwörung für ein anderes Monster gebraucht wird.
Deutlich wichtiger ist der zweite Effekt. Bei seiner Normal- oder Flippbeschwörung kann Aleister einem die Zauberkarte mit dem kreativen deutschen Namen „Beschwörung“ auf die Hand suchen. Dabei handelt es sich um die Fusionszauberkarte des Themendecks. Das macht Fusionsbeschwörungen natürlich sehr einfach, wenn es eines der Materialien den passenden Fusionszauber direkt bei seiner Normalbeschwörung sucht. Praktischerweise kann diese Zauberkarte auch nicht nur „Invoked-Monster“ beschwören, sondern jedes beliebige Fusionsmonster, solange alle Materialien von der Hand der stammen. Das macht die Invoked-Karten als Splash in anderen Fusionsdecks noch einmal interessanter.
Doch natürlich bietet „Beschwörung“ im eigenen Thema eingesetzt einige Vorteile. Beschwört man ein „Invoked“-Fusionsmonster, können Monster von Feld oder Friedhof als Material verwendet werden, die Karte ist also eine Wunderfusion für das Themendeck. Niemandem, der schon einmal Spiegel der Drachen aktiviert hat, um aus dem Nichts Der erste Drache oder Fünfköpfiger Drache zu beschwören, muss ich erklären, wie gut dieser Effekt sein kann, da er die Minusorgie, die eine gewöhnliche Fusionsbeschwörung über Polymerisation bedeutet, in einen 1:1-Austausch verwandelt. Diese Möglichkeit, vom Friedhof zu fusionieren, ist auch der Grund, weshalb Zauberstab der Wunder so einen guten Support für Aleister darstellt. Denn wenn man Aleister, nachdem er normal beschworen wurde, mit dem Zauberstand ausrüstet und anschließend auf den Friedhof schickt, um zwei Karten zu ziehen, kann man ihn immer noch vom Friedhof verbannen und als Fusionsmaterial für die gesuchte „Beschwörung“ verwenden. Man hat also zwei Karten gezogen, ohne dass es irgendeinen Unterschied gemacht hätte, mit anderen Worten ein einfaches +1.
Doch es wird noch besser: Ebenfalls bei der Beschwörung eines Invoked-Monsters können nicht nut Monster vom eigenen, sondern auch vom gegnerischen Friedhof zu verwendet werden, was schon fast an Superpolymerisation erinnert und natürlich ein sehr starker Effekt ist. Aus zwei Gründen. Zum Einen natürlich kann es einen Nachteil für den Gegner darstellen, wenn man dessen Monster aus dem Spiel entfernt, bevor dieser sie erneut verwenden kann. Jedoch handelt es sich bei „Beschwörung“ nicht um einen Schnellzauber, sie kann also nur im eigenen Spielzug aktiviert werden, was verhindert, dass die Karte als Reaktion auf gegnerische Aktionen eingesetzt wird, wie etwa D.D. Krähe. Das Verbannen der gegnerischen Monster, um diesem zu schaden, kann also nur präventiv eingesetzt werden.
Das was den Effekt, gegnerische Monster vom Friedhof zu verwenden, wirklich mächtig macht ist eher die Tatsache, dass es sich bei diesen einfach um Ressourcen handelt, die man selbst nicht erst selbst aufbringen musste. So ist es beispielsweise möglich, wenn man selbst als zweites am Zug ist, ein Fusionsmonster buchstäblich aus dem Nichts zu beschwören, nur indem man Aleister beschwört und ihn sowie ein Monster vom Friedhof des Gegners als Material verwendet. Denn da es ein „Invoked“-Fusionsmonster für jedes Attribut gibt, die jeweils neben Aleister ein Monster ihres jeweiligen Attributs als Material benötigen, kann man mit jedem beliebigen Monster, sofern es nicht gerade eine ägyptische Götterkarte ist, zusammen mit Aleister eine Fusionsbeschwörung durchführen, vorausgesetzt, man hat das passende Fusionsmonster im Extra Deck.
Einen dritten Effekt hat „Beschwörung“ noch. Mit diesem kann man sie, wenn sie im Friedhof liegt, ins Deck zurückmischen, um seiner Hand eine der verbannten Kopien von Aleister vom Friedhof hinzu zu fügen. Was das bedeutet ist im Prinzip einfach erzählt: Ein kompletter Reset der Engine. Die Zauberkarte wird ins Deck zurück gemischt und Aleister kommt auf die Hand, das heißt, man kann ihn erneut als Normalbeschwörung beschwören, um sich die gleiche Zauberkarte erneut vom Deck hinzuzufügen, woraufhin man erneut eine Fusionsbeschwörung durchführen kann. Es handelt sich also um eine Engine, die sich beliebig oft selbst zurücksetzen und wiederholen kann, was einen sehr langen Atem bezüglich Ressourcen bedeuten kann.

Die Fusionsmonster:


Entscheidend für die Stärke eines Fusionsmaterialmonsters sind natürlich die Fusionsmonster, die man aus ihm beschwören kann. Insgesamt gibt es sieben „Invoked“-Fusionsmonster, wovon sechs Aleister als Material verlangen. Das Monster zweithöchster Stufe ist Beschworener Mechaba, der neben Aleister ein Licht-Monster als Material benötigt und ähnlich wie Ultimative Vorhersehung wirkt. Während des Spielzugs eines beliebigen Spielers kann man einen Karteneffekt (Monster, Zauber oder Falle) annullieren und die Karte darüber hinaus aus dem Spiel entfernen, indem man eine Karte gleichen Typs von der Hand abwirft. Zwar ist dies natürlich stark davon abhängig, welche Karten man in der Hand hält und man will nicht immer Karten von seiner Hand abzuwerfen, dennoch handelt es sich bei Mechaba wahrscheinlich um das beste Fusionsmonster des Themas, das nebenbei bemerkt aufgrund seines Maschinen-Typs theoretisch auch mit Cyber Drache Nova oder Kraftbündnis beschworen werden könnte.
Praktischerweise ist Licht auch eines der häufigsten Monsterattribute im aktuellen Format. Im Windwitch-Invoked-Artifacts-Deck wird der Part der Lichtmonster zum Beschwören von Mechaba durch Artefakt-Monster übernommen. Außerdem gibt es das komplette ABC- und Blue-Eyes-Deck und Großteile des Kozmo-Decks. Hinzu kommen Geisteroger und Schneehase als absolute Staple und die aktuell weniger weit verbreitete Effektverschleierin sowie Nummer 39: Utopia und Nummer S39: Utopia der Blitz. Es sollte also oft genug vorkommen, dass entweder man selbst oder der Gegner ein Licht-Monster im Friedhof hat, das man mithilfe von „Beschwörung“ zu Beschworener Mechaba fusionieren kann.
Das häufigste Attribut im aktuellen Format dürfte aber der Zoodiak-Engine und Maxx "C" sei Dank Erde sein. Das entsprechende Invoked-Monster ist Beschworener Magellanica. Dieser hat jedoch keinen Effekt, dafür aber mit 3000 ATK und 3300 DEF exzellente Werte, stellt also „nur“ einen starken Beatstick dar.
Das vom Effekt her zweitbeste Fusionsmonster des Themas dürfte Beschworener Raidjin sein, der ein Wind-Monster benötigt. Auch dessen Effekt kann im Spielzug eines beliebigen Spielers aktiviert werden und wirkt wie Buch des Mondes, sprich, man kann ein Monster auf einer beliebigen Spielfeldseite in die verdeckte Verteidigungsposition ändern. So lässt sich beispielsweise verhindern, dass gegnerische Monster angreifen, ihre Effekte nutzen oder als Material für eine Synchro- oder Xyz-Beschwörung verwendet werden, auch, wenn bereits aktivierte Effekte nicht annulliert werden können.
Der Effekt ist auch auf eigene Monster anwendbar, was beispielsweise im Subterror-Deck von Interesse ist oder aber verwendet werden kann, um eigene Monster vor Effekten des Gegners zu bewahren, die sich nur auf offene Monster oder solche im Angriffsmodus beziehen.
Auch Wind-Monster sind im aktuellen Format recht häufig. Im Windwitch-Invoked-Artifacts-Deck werden Windhexen gespielt, um Raidjin zu beschwören, außerdem ist die Speedroid-Engine, bestehend aus Geschwindigkeitsroid Terrorkreisel und Geschwindigkeitsroid Taketomborg in sehr vielen Decks zu finden, darunter auch in den meisten Zoodiak-Varianten, und Monster wie Castel, der Himmelssprenger-Musketier, Daigusto-Emeral und Kristallflügel-Synchrodrache werden in vielen Extra Decks gespielt.
Darüber hinaus besitzt er noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Als Fusionsmonster der Stufe 5 kann Raidjin mittels Instantfusion gerufen werden. So kann er seinen Effekt benutzen, ein Monster des Gegners zudecken und anschließend weiter als Material für Synchro- oder Xyz-Beschwörungen genutzt werden. Auch kann schnell und kostengünstig ein „Invoked“-Monster aufs Feld gezaubert werden, um Beschworener Elysium, das Bossmonster des Themas, einfacher zu beschwören.
Die übrigen Invoked-Monster sind nicht ganz so nützlich, passenderweise gehören sie auch den weniger häufig anzutreffenden Attributen an.
Beschworener Purgatrio vom Attribut Feuer besitzt einen sehr offensiven Effekt. Er erhält 200 ATK für jede Karte des Gegners hinzu, kann jedes seiner Monster einmal angreifen und fügt zusätzlich durchschlagenden Kampfschaden zu, wenn er ein Monster im Verteidigungsmodus angreift. Natürlich kann er dadurch massiven Schaden anrichten, aber er ist auch empfindlich gegen jede Art von Removal und kann außer durch Kampf keinen Vorteil erwirtschaften. Einigermaßen häufige Feuer-Monster, die man im gegnerischen Friedhof verwerten könnte, sind im aktuellen Format nur die Infernoid-Monster sowie vielleicht noch Roter Resonator.
Im Gegensatz dazu ist das Wasser-Monster Beschworener Cocytus eher defensiv ausgerichtet. Es besitzt stattliche 2900 Verteidigungspunkte, aus denen er auch angreifen kann, wobei für die Schadensberechnung jedoch seine eher mageren 1800 ATK verwendet werden. Außerdem kann es nicht als Ziel für gegnerische Karteneffekte gewählt oder von diesen zerstört werden. Dennoch wird es für den Gegner nicht schwer sein, ihn als Tribut für die Beschwörung eines Kaiju-Monsters zu verwenden, mit Nummer S39: Utopia der Blitz zu überrennen oder durch nicht-zielende oder zerstörende Removals wie Kozmojo zu entsorgen. Wasser-Monster, auf die man im aktuellen Format treffen könnte, sind vor allem Ältestes Wesen Norden, oder aber Elementarheld Bubbleman, Seemonster von Theseus, Frosch-Monster in Paleozoic-Decks und natürlich Bahamut-Hai und Krötelig umwerfend.
Beschworener Caliga schließlich als letztes Attribut-spezifisches Fusionsmonster besitzt eine Art Floodgate-Effekt. Einfach ausgedrückt bewirkt er, dass jeder Spieler nur einmal pro Spielzug dazu im Stande ist, einen Monstereffekt zu aktivieren, da weitere Effektaktivierungen verhindert werden. Auch kann jeder Spieler, solange er auf dem Feld liegt, in jedem Spielzug nur mit einem Monster angreifen.
Er besitzt jedoch grottige Werte (sie sind identisch mit denen Aleisters), was dazu führt, dass sogar Elfenzwillinge ein Out darstellen würden. Auch sonst ist es nicht schwer, die Karte zu überrennen, mit dem einen Monstereffekt, den man aktivieren kann, zu entsorgen oder das Monster durch irgendeine Zauber- oder Fallenkarte aufzuhalten. Es lohnt sich also nicht wirklich, dieses Monster zu spielen. Man kann es höchstens per Instantfusion rufen, zu einem Rang-4-Xyz-Monster überlagern, abhängen und dann im Friedhof mittels „Beschwörung“ verbannen, um Beschworener Elysium zu rufen.
Dieser ist das Bossmonster des Themas und verfügt über mächtige 3200 ATK und noch mächtigere 4000 DEF. Beschworen werden kann er mit einem „Invoked“-Monster, also einem themeneigenen Fusionsmonster, und einem beliebigen, vom Extra Deck beschworenen Monster. Ärgerlicherweise muss zumindest das Letztere vom Feld stammen, da Synchro-, Xyz- und Fusionsmonster im Friedhof nicht mehr als vom Extra Deck beschworen zählen.
Sein Effekt bewirkt, dass man ein „Invoked“-Monster vom Friedhof verbannen kann, um dafür alle Monster des Gegners zu verbannen, die das gleiche Attribut haben wie das verbannte „Invoked“-Monster. Dies kann zwar ein durchaus mächtiger Effekt sein, jedoch bezweifle ich, dass er sich wirklich oft entfalten wird, da man ein passendes Invoked-Monster im Friedhof benötigt.

Nachteile:


Zwei der Nachteile, auf die ich zu sprechen kommen möchte, habe ich im Prinzip damit schon genannt. Der eine ist die unterschiedliche Stärke der Fusionsmonster. Man kann nicht mit jedem immer etwas anfangen, aber man kann sich nicht immer aussuchen, welches man beschwören will. Es ist nicht wie beispielsweise mit Xyz-Monstern vom Rang 4, wo man aus den selben Materialien diverse verschiedene Monster beschwören kann, um auf die jeweilige Situation zu reagieren. Denkt man sich jedoch als Invoked-Spieler „Jetzt brauche ich aber Raidjin“, hat aber zu dem Zeitpunkt nur Licht-Monster als Fusionsmaterial zur Verfügung, kann man nichts machen.
Gleichzeitig wird dadurch die Nutzbarkeit der Engine in Decks eingeschränkt, die aus Attributen bestehen, deren Invoked-Monster eher schwach sind. In Wasser- oder Finsternis-Decks ist sie beispielsweise nur recht schlecht nutzbar. Man könnte zwar Buch des Gesetzes verwenden, um seine Fusionsmonster gewissermaßen gegeneinander auszutauschen und sich ein Passenderes für die Situation auszusuchen, aber auch diese Karte kann tot kommen und man muss sie erst einmal ziehen. Sie könnte aber interessant in Kombination mit Instantfusion sein.
Im Gegensatz dazu sind Licht- und Wind-Decks klar im Vorteil, da die passenden Fusionsmonster so stark sind. Gerade in solchen Decks sollte man über die Engine nachdenken.
Der zweite und mit Abstand größte Nachteil ist gleichzeitig auch der simpelste: Aleister der Beschwörer kann seinen Effekt nur bei der Normalbeschwörung aktivieren und ist deshalb auf diese angewiesen.
Und gerade aktuell, wo das Spiel so unglaublich schnell ist und oft nur wenige Züge andauert, ist die Normalbeschwörung eine unglaublich wichtige Ressource. Diese Abhängigkeit schränkt die Nutzbarkeit der Engine weiter ein. Denn Decks, die nicht oder nur sehr schlecht auf ihre Normalbeschwörung verzichten können, müssen es sich dreimal überlegen, ob sie eine Invoked-Engine integrieren.
Der letzte Nachteil ist Platz. Aleister und Anhang sind eine sehr platzraubende Engine, sowohl im Main- als auch im Extra Deck. Im Main Deck braucht man neben Aleister selbst auch noch „Beschwörung“, auf drei Kopien des Beschwörers sollten wahrscheinlich zwei eingeplant werden. Auch können ein paar Kopien von Magische Schmelze nicht schaden, ggf. sogar mit Landformen. Im Extra Deck braucht man mehrere verschiedene Fusionsmonster. Solche, die man besonders häufig beschwören wird, besser sogar mehrfach. Gerade im Extra Deck, wo mehr-Karten-Engines wie Nummer S39: Utopia der Blitz, Ulitmaya Tzolkin, Kristallflügel-Synchrodrache und allen voran natürlich die Zoodiaks beliebt sind, ist Platz mitunter extrem eng. Auch deshalb sollte gut durchdacht werden, ob man die Engine spielen will.

Fazit:


Aleister der Beschwörer und die zugehörigen Karten sind eine starke Engine, die prinzipiell in jedes Deck integriert werden kann. Er verfügt über exzellenten Support und kann bei seiner Normalbeschwörung seinen eigenen Fusionszauber suchen, mit dem man, da man auch Monster vom Friedhof eines beliebigen Spielers als Material verwenden kann, meist sofort ein „Invoked“-Fusionsmonster beschwören kann. Dies lässt sich dem letzten Effekt von „Beschwörung“ sei dank beliebig oft ohne weiteres Setup wiederholen.
Die tatsächliche Stärke hängt aber stark davon ab, welche Monsterattribute man im eigenen und gegnerischen Deck vorfindet, da die verschiedenen Fusionsmonster sich stark in ihrer Stärke unterscheiden. Außerdem ist die Engine sehr platzraubend und kann nur in Decks untergebracht werden, die nicht zwingend auf ihre Normalbeschwörung angewiesen sind.
Weitere Möglichkeiten bieten sich als Splash in anderen Fusionsdecks. Denn mit „Beschwörung“ kann man auch jedes beliebige Fusionsmonster rufen, dabei aber nur Monster von der Hand verwenden. Außerdem können Aleisters, sollte man die Normalbeschwörung für ein anderes Monster verwendet haben, hier auch als Handtrap ähnlich wie Aufrichtig eingesetzt werden.
Von mir bekommt die Karte dafür 7 von 10 möglichen Sternen.

So, das war’s erstmal wieder von mir. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, das Card Rating hat euch gefallen. Was haltet ihr von Aleister und der Invoked-Engine? Glaubt ihr, sie wird in vielen Decks zu finden sein, oder sogar ganze Decks um sich scharren? Wo werdet ihr sie ausprobieren? Ich bin schon gespannt, eure Meinungen im ->Diskussionsthreadzu lesen! Ansonsten bis zum nächsten Mal.

- Leseleff -