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Top 10 MACR - Die besten Karten aus Maximum Crisis

von Leseleff am 03.05.2017 um 17:12 Uhr

Hallo alle zusammen! Sie haben inzwischen Tradition: Die Top 10-Artikel zu jedem neuen Hauptset. So natürlich auch in diesem Mai, wo die neue Erweiterung Maximum Crisis, die letzte der Arc-V-Ära, die Spieler beglückt.
Wisst ihr noch, wie ich den Vorgänger Raging Tempest als bestes Set seit Breakers of Shadow bezeichnet habe? Nun, selten musste ich eine Behauptung so schnell zurücknehmen. Obwohl, ob MACR nun wirklich besser ist als RATE, muss jeder selbst wissen, aber es ist, wie ich finde, eindeutig vielseitiger. Da ist wirklich für jeden was dabei und deshalb freue ich mich, euch wieder meine persönliche Top 10 vorstellen zu können!

Platz 10 – Unterterror-Unterweltlerin




Zum wahrscheinlich letzten Mal bekommen die aktuell TCG-exklusiven Themendecks Unterterror und SPIORAL in MACR Support. Insgesamt fallen diese beiden Themendecks deutlich schwächer aus als vor ihnen Burning Abyss und Kozmo, die zu ihrer jeweiligen Zeit eigentlich immer sicher mit einer Karte in den Top 10 vertreten waren, während es Unterterror und SPIORAL bisher nicht ein einziges Mal geschafft haben.
Bisher! Denn auch, wenn der finale SPIORAL-Support leider wieder relativ ernüchternd ausfiel, ist derjenige für die Unterterror-Karten diesmal ausgesprochen gut gelungen. Die Unterweltlerin zum Beispiel, für die ich mich als Repräsentantin entschieden habe, bringt das Deck um ein gutes Stück weiter. Ihr erster Effekt ist der einer Handtrap, die einen beliebigen Effekt des Gegners annullieren kann. Das ist schon einmal sehr stark, hat aber zwei Haken. Der eine ist, dass „nur“ der Effekt der gegnerischen Karte annulliert wird, die Karte selbst aber nicht zerstört. Der andere ist, dass man ein offenes Unterterror-Monster kontrollieren muss, um dieses im Anschluss in die verdeckte Verteidigungsposition zu ändern, was aber auch ein großer Vorteil sein kann, da sich so die Flipp-Effekte der Monster mehrfach benutzen lassen.
Für den zweiten Effekt muss die als Unterweltler getarnte Hexerin offen auf dem Feld liegen. Indem man dann abermals ein offenes Monster in die verdeckte Verteidigungsposition bringt, kann man ein Unterterror-Monster von der Hand oder dem Friedhof als Spezialbeschwörung beschwören. Natürlich lassen sich so ebenfalls Flipp-Effekte resetten, zur Not ist aber auch Unterterror-Unterweltlerin selbst ein legitimes Ziel, sodass sie auch als Standalone-Karte nützlich ist. Dazu ist sie Stufe 1, wodurch man sie hervorragend mit Einer für Einen kombinieren kann.
Alles in allem also eine sehr mächtige Karte, die zusammen mit den anderen, durchweg brauchbaren, neuen Unterterror-Karten einen enormen Push für das Deck bedeutet!

Platz 9: B.E.F. Zelos




Platz 9 geht an eine Karte, über die ich mich ganz besonders freue. Eine Karte, bei der selbst der verbittertste und pessimistischste Nostalgie-Spieler nicht anders kann, als einen Moment lang aufzuhören, sauer auf Konami, diese kapitalistische Drecksfirma, zu sein.
Denn im neuen Set kommt allen ernstes B.E.S.-Support! Kennt ihr die noch? Das sind diese eigenartigen Raumschiffe, die nie auch nur ansatzweise spielbar waren.
Und dabei handelt es sich sogar um richtig fetten Support!
„B.E.F. Zelos“, wie der neue Feldzauber heißt, hat eine ganze Stange Effekte. Zunächst einmal verschafft sie den B.E.S.-Monstern neben den fast schon für Feldzauber obligatorischen 500 zusätzlichen ATK und DEF eine Resistenz gegen, na ja… eigentlich alles. Sie können vom Gegner nicht mehr angezielt oder durch Karteneffekte zerstört werden. Da sie außerdem „von Natur aus“ nicht durch Kampf zerstört werden können, bleibt dem Gegner nicht mehr viel übrig, womit er ihnen zu Leibe rücken könnte, außer natürlich ein Kaiju, das ja gegen so gut wie alles wirkt.
Doch das waren nur die weniger starken Effekte, die übrigen beiden sind noch viel besser. Wenn B.E.F. Zelos beispielsweise aktiviert wird, kann man seiner Hand eine Bosshetze vom Deck hinzufügen. Die ehemalige Schlüsselkarte des Decks erlaubt es einem in der End Phase, wenn im entsprechenden Zug ein B.E.S.-Monster zerstört wurde (das passiert automatisch, wenn eines von ihnen ohne die Zähler, die sie bei ihrer Beschwörung bekommen, kämpft), dieses durch ein Neues vom Deck zu ersetzen. Es ist dabei auch problemlos möglich, eine neue B.E.F. Zelos, die durch Landformen 3x suchbar ist, zu aktivieren, um die alte zu ersetzen und eine weitere Bosshetze zu suchen. Mit mehreren dieser Zauber kann man dann sogar ein einziges B.E.S.-Monster in der End Phase durch zwei oder drei neue ersetzen und das Feld so regelrecht fluten.
Leider verbietet Bosshetze es einem, Monster als Normalbeschwörung zu beschwören, aber auch dafür hat Zelos den passenden Effekt parat. Denn einmal pro Spielzug kann man einfach ein B.E.S.-Monster als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören, was natürlich besonders praktisch ist, da diese allesamt Stufe 5 oder höher sind.
Zu guter Letzt stellt B.E.F. Zelos auch noch jedem neu beschworene B.E.S.-Monster einen Zähler zur Verfügung, wodurch es mindestens einen Kampf überstehen oder im Falle von B.E.S. Tetran seinen Effekt ein Mal benutzen kann.
Insgesamt also eine etwas überfrachtete und extrem gute Karte, die das Raumschiff-Themendeck um Lichtjahre voran bringt und viele Spielereien ermöglicht.
Und übrigens: Mit B.E.S. Großer Kern MK-3 erscheint in MACR auch ein Monster für das Thema. Dieses bringt nicht nur saftige 2700 ATK mit, sondern ist auch ein generischer Cyber Drache der Stufe 8 und hat einen Effekt, mit dem sich alle B.E.S.-Monster vom Friedhof ins Deck zurückmischen lassen, damit einem auch nie die Monster ausgehen!

Platz 8: Tornadodrache




Die Setnummer 81, traditionell eine World Premier Card (besser bekannt als „TCG-Only“) ohne Themenzugehörigkeit, war dieses Mal besonders rätselhaft. Lange gab es Gerüchte, es handele sich um ein Pendel-Xyz-Monster, was sich jedoch letztendlich nicht bewahrheitet hat, nachdem klar war, dass es nur ein „normales“ Xyz-Monster ist.
Wobei „nur“ wohl der falsche Ausdruck ist. Denn schließlich ist Tornadodrache wahrscheinlich nicht mehr und nicht weniger als das beste, generische Rang-4-Xyz-Monster seit Castel, der Himmelssprenger-Musketier.
Sein Effekt ist simpel und schnell erklärt. Karten, die mit Sturm und Stürmen zu tun haben, heißen sie nun Staubtornado, Twister oder Schwerer Sturm, haben erfahrungsgemäß oft Effekte, die Zauber- und Fallenkarten zerstören können. So auch Tornadodrache, der durch Abhängen eines Xyz-Materials genau das tut. Das Ganze geht im Spielzug eines beliebigen Spielers. Womit wir es hier also zu tun haben ist ein Mystischer Raum-Taifun auf Beinen, ein Schnellzauber, der aufgrund seiner Flexibilität nicht ohne Grund eine der langlebigsten und etabliertesten Staples im gesamten Spiel ist. Denn je nach Bedarf kann man damit die gegnerische Backrow ausdünnen, um die eigenen Plays abzusichern, Floodgates entsorgen oder auch eigene Karten anwählen, um Effekte wie den von Antriebsstadt zu aktivieren.
All das kann Tornadodrache auch und hat dabei den Vorteil, dass er seinen Effekt bis zu zwei Mal aktivieren kann, dass er 2100 ATK mitbringt und dass man jederzeit, sofern man ihn beschwören kann, vom Extra Deck auf ihn zugreifen kann.
Dafür benötigt er lediglich zwei Monster der Stufe 4, was so ziemlich die einfachste Xyz-Beschwörung überhaupt ist. Extrem viele Decks können sie bewerkstelligen und entsprechend werden auch viele Decks auf den Drachen zugreifen und er wird seinen festen Platz in vielen Extra Decks finden, nicht zuletzt, weil er, was ihn von reaktiven Karten wie Castel, der Himmelssprenger-Musketier oder Nummer S39: Utopia der Blitz abhebt, auch sinnvoll im ersten Spielzug beschworen werden kann.

Platz 7: Zoodiak-Chakanine




Ein weiteres Xyz-Monster des Rangs 4 hat es auf Platz 7 geschafft, auch wenn dieses alles andere als generisch ist, aber der milden, jüngsten TCG-Banlist sei Dank ist das Zoodiak-Deck hierzulande immer noch hervorragend spielbar und wird nach wie vor eines der besten Decks des Formats sein.
Das ist zum Teil auch dem neuen Support aus MACR zu verdanken, allen voran Zoodiak-Chakanine.
Auf die Spielweise und Mechaniken des Decks werde ich jetzt nicht weiter eingehen, stattdessen zeige ich nur kurz auf, wofür ausgerechnet Zoodiak-Chakanine gut ist.
Die Dame besitzt einen Effekt, mit dem man zum Preis eines Xyz-Materials ein anderes Zoodiak-Monster vom Friedhof als Spezialbeschwörung beschwören kann. Dieses kann dafür leider nicht mehr als Xyz-Material benutzt werden, was eine themeninterne Weiterverwendung weitestgehend ausschließt, jedoch haben findige Deckbauer auch hier eine Möglichkeit gefunden, die Karte trotzdem für lange Kombos zu missbrauchen.
Denn wenn Ältestes Wesen Norden mit einer regulären Fusionsbeschwörung (also ohne Instantfusion) beschworen wird, hat das eigentlich noch nie etwas Gutes bedeutet, so auch hier nicht. Eine einfache Kombo sieht etwa so aus: Man beschwört irgendwie Zoodiak-Rattpier, was bekanntlich kein großes Kunststück ist, dann beschwört man mit einer Zwischenstufe (z.B. Eberbogen) Zoodiak-Breitbulle. Dieser hängt seine beiden Xyz-Materialien ab, um zum einen das zweite Rattpier vom Deck zu beschwören und zum Anderen Lunalicht Schwarzes Schaf vom Deck zu suchen. Anschließend beschwört man Zoodiak-Drachzack und Zoodiak-Chakanine, indem man seine beiden Monster als Materialien verwendet. Chakanine aktiviert ihren Effekt, um ein Xyz-Monster, z.B. Zoodiak-Breitbulle vom Friedhof zu beschwören. Anschließend wirft man Lunalicht Schwarzes Schaf von der Hand ab, um Fusionsersatz vom Deck zu suchen. Mit diesem fusioniert man Zoodiak-Chakanine und das Monster, das diese zuvor beschworen hat, um Ältestes Wesen Norden zu beschwören, das ein weiteres Stufe-4-Monster vom Friedhof beschwört, mit dem man dann machen kann, was einem so einfällt. Letztendlich läuft das Ganze auf Zoodiak-Drachzack + ein beliebiges Rang-4-Xyz hinaus, was auch das Ergebnis der letzten Zoodiak-Standardkombo war, mit dem Bonus, dass man Norden, sobald man ihn in den Friedhof bekommt, dank Fusionsersatz von dort ins Extra Deck zurücklegen und eine Karte ziehen kann, wodurch man das Ganze theoretisch einfach nochmal machen kann. Das alles wohl gemerkt aus einer einzigen Karte! Und indem man beispielsweise Daigusto-Emeral beschwört und mit diesem eine Kopie von Zoodiak-Rattpier ins Deck zurückmischt, lässt sich das Ganze sicher noch beliebig komplexer machen, aber das überlasse ich dann denen, die das Deck besser kennen. Möglichkeiten gibt es jedenfalls genug.
Doch Ältestes Wesen Norden ist nicht die einzige Möglichkeit, ein Monster, dass durch den Effekt von Zoodiak-Chakanine beschworen wurde, zu verwenden. Hat man z.B. Zoodiak-Ramram zur Hand, kann man diesen beschwören, dann beispielsweise mit Zoodiak-Sperrfeuer zerstören und mit seinem Effekt ein anderes Zoodiak-Monster vom Friedhof beschwören, mit dem man dann machen kann, was man will.
Nicht einmal Synchro-Plays sind mehr undenkbar. Schrottgoblin ist beispielsweise ein Empfänger, der mit Zoodiak-Breitbulle oder Feuerformation – Tenki gesucht werden kann und der mit einem Themenmonster ein Synchromonster der Stufe 7 ergibt. Andere Möglichkeiten wären z.B. eine Zombie- oder Pflanzen-Engine (Mit Aufblühende Blumenzwiebel lässt sich Naturia-Ungeheuer beschwören, außerdem ist Löwenzahn-Löwe eine starke Karte zum Beschwören von Link-Monstern) oder Resonatoren. Roter Resonator wäre eine gute Karte zum Starten einer Kombo und kann später zu einem Synchromonster der Stufe 6 gemacht werden. Und hat man gerade Synkronresonator zur Hand, kann man Schrottgoblin nutzen, um ein Synchromonster der Stufe 7 zu beschwören und es anschließend in Kristallflügel-Synchrodrache zu verwandeln. Oder man nimmt einfach Geisteroger & Schneehase oder Aschenblüte & Freudiger Frühling als Empfänger, die sich eh höchstwahrscheinlich im Deck befinden. Wie gesagt: Die Mögichkeiten sind groß.

Platz 6: Duellantenallianz




Mit Maximum Crisis wird die Arc-V-Ära zu Ende gehen, und damit auch die der Pendelmonster. Klar, dass da nochmal ein bisschen krasser, letzter Support herauskommt, bevor die Mechanik im Sommer von den neuen Link-Monstern abgelöst wird. Tatsächlich werden sogar die Grenzen der Mechanik gesprengt. Denn während Zefraath eine zweite Pendelbeschwörung im selben Zug ermöglichen kann, erscheinen mit Oberster König Tor Null und Oberster König Tor Unendlichkeit Pendelmonster mit astronomischen Scales von 0 und 13, womit endlich theoretisch jede existierende Stufe von 1-12 pendelbar wird.
Und dann gibt es noch Duellantenallianz, eine Art Verstärkung für die Armee für diverse Pendeldecks.
Und da braucht man gar nicht lange zu diskutieren: Zauberkarten, die andere Karten vom Deck auf die Hand suchen, sind einfach gut.
Die Bedingung, an die Duellantenallianz gebunden ist, ist lediglich, dass sich eine Karte in der Pendelzone (eines beliebigen Spielers) befinden muss, was in einem Deck, dass gut und gerne mal aus 20 oder mehr Pendelmonstern besteht, die alle zu jeder Zeit in die Pendelzone gelegt werden können, nicht allzu schwierig sein sollte. Suchen kann man dann Pendelmonster, Zauber- oder Fallenkarten, die das Wort „Pendel“ im Namen tragen.
Und da gibt es durchaus ein paar lukrative Ziele. Bei den Monstern ist wohl insbesondere Künstlerkumpel Pendelzauberer zu erwähnen, die wichtigste Schlüsselkarte des Performapal-Decks, aber auch Lüster-Pendel, der Drachobewzinger ist nicht zu verachten, der Tor und Tür für die Dracho-Engine öffnet und mit dem man den mächtigen Zündster-Prominence, der sprengende Drachobezwinger beschwören kann. Vergessen werden sollte außerdem nicht Pendelumucho, der ebenfalls neu heraus kommt und neben Oberster König Tor Null das derzeit einzige Pendelmonster mit dem Pendelbereich 0 ist und praktischerweise keine weiteren Einschränkungen besitzt.
Was die Ziele unter den Zauber- und Fallenkarten angeht, so ist Pendelruf wohl Ziel Nummer 1, immerhin kann diese Zauberkarte zum Preis von einer Handkarte zwei „Magier“-Pendelmonster auf einmal suchen und somit nach Belieben den Pendelbereich füllen, aber mit Pendelfusion ist auch ein Fusionszauber suchbar, mit dem man Monster vom Feld oder aus den Pendelzonen verschmelzen kann, wobei letzteres insbesondere dafür praktisch ist, nicht-optimale Scales effektiv aus der Pendelzone zu bekommen.
Was Fallen angeht, so könnte Zurückschwingendes Pendel nützlich sein, welches ähnlich wie Reparieren funktioniert. Oder aber man probiert etwas ganz anderes, und setzt Duellantenallianz gegen Pendeldecks ein, um starke Konter-Karten wie Pendelsturm (so etwas wie den Nachfolger von Wirre Augen) oder Pendelloch zu suchen.

Platz 5: Räuberpflanze Ophrysskorpion




Bevor die neue Banlist erschien, war die Diskussion groß, ob Geschwindigkeitsroid Terrorkreisel limitiert werden sollte. Der Grund: Mit dieser Karte lässt sich leicht M-X-Säbel-Beschwörer aus einer Karte beschwören, womöglich, ohne dafür die Normalbeschwörung zu benötigen, was ein schnelles Zoodiak-Rattpier bedeutete. Letztendlich blieb die Karte unberührt, was im Grunde auch Sinn macht, wo doch schon im nächsten Hauptset, MACR, zwei absolut vergleichbare Alternativen erscheinen, bei denen es sich interessanterweise jeweils um Finsternis-Monster vom Typ Pflanze handelt.
Die eine ist Pavianbrotbaum. Dieser muss zwar erst durch eine Karte wie Dragonisches Diagramm zerstört werden, dafür kann man dann aber auch zwei Handkarten gegen neue austauschen.
Die andere ist unser Platz 5: Räuberpflanze Ophrysskorpion. Dabei handelt es sich genau genommen um eine Engine aus zwei Karten zusammen mit der ebenfalls neuen Räuberpflanze Darlingtonkobra, die üblicherweise wie die Speedroids im 3:1-Verhältnis gespielt werden, weil die eine durch die andere vom Deck beschworen werden kann.
Die Engine bietet dabei zwei Nachteile: Zum einen benötigt besitzt der Skorpion anders als Geschwindigkeitsroid Terrorkreisel keinen eingebauten Spezialbeschwörungsmechanismus, benötigt also in aller Regel die Normalbeschwörung. Zum Anderen muss man, um seinen Effekt zu aktivieren, ein anderes Monster abwerfen. Dafür besitzt Räuberpflanze Darlingtonkobra einen entscheidenden Vorteil gegenüber Geschwindigkeitsroid Taketomborg, nämlich den, dass sie, wenn sie durch den Effekt eines anderen Räuberpflanze-Monsters beschworen wird, seiner Hand eine Polymerisation- oder „Fusion“-Zauberkarte von seinem Deck hinzufügen.
Im Competitive Play gibt es dabei insbesondere zwei interessante Ziele: Instantfusion und Brillante Fusion. Erstere ist Seeungeheuer von Theseus, vor allem aber Ältestes Wesen Norden sei Dank immer noch extrem beliebt, da diese beiden Karten es leicht ermöglichen, Ultimaya Tzolkin oder ein Xyz-Monster des Rangs 4, darunter potenziell auch Bahamut-Hai und Cheeleader-Fee, zu beschwören.
Letztere ist hingegen ein Beliebter Engine-Bildner, mit der man aus einer einzigen Zauberkarte zwei Normalbeschwörungen auf dem Konto sowie ein Monster der Stufe 5 auf dem Feld bekommt und gezielt ein Licht-Monster vom Deck in den Friedhof legen kann, indem man Edelsteinritter Seraphnit beschwört. Allein schon die Suchbarkeit dieser beiden Zauberkarten wäre ein Argument, die Räuber-Engine zu spielen, dabei gerät die Tatsache, dass man auch ein beliebiges Rang-3-Xyz beschwören kann, fast schon in den Hintergrund, aber natürlich ist auch das weiterhin der Fall.
Insofern eine sehr vielseitige und starke Engine, insbesondere für Fusions-Decks, und ein hochverdienter Platz 5!

Platz 4: Meister-Peace, der wahre, drachobezwingende König




Bereits ein paar Top 10-Artikel zuvor habe ich eine Version von Master Peace unter die besten Karten seines Hauptsets gereiht, damals ging es um Meister-Frieden, der wahre Drachobezwinger. Es waren unschuldige Zeiten, wie ich gerade feststelle, in denen es eine solche Karte in die Top 10 schaffen konnte.
Gemein haben beide, dass ihr Status als „Meisterstück“ designtechnisch angezweifelt werden darf. Aber ansonsten ist seine neue Verkörperung dem alten Kollegen nicht nur eine Nasenlänge voraus. Das bezieht sich nicht bloß darauf, dass sein Name ein noch schönerer Zungenbrecher ist, sondern vor allem auch auf seine Spielstärke.
Ein populärer Yugituber bezeichnete den kleinen Schlawiner bereits als „Towers 4.0“, eine klare Anspielung auf Apoqliphort-Türme, mit denen er tatsächlich einige Gemeinsamkeiten teilt. So müssen etwa beide als Tributbeschwörung beschworen werden, wofür Meister-Peace, der wahre, drachobezwingende König gemäß seiner Stufe von 8 jedoch nur zwei Tribute benötigt. Zwar hat er in der Regel keine Pendelmechanik zur Verfügung, die das Ganze einfacher macht, dafür können aber auch permanente Zauber- und Fallenkarten als Tribut für seine Beschwörung angeboten werden, was die Sache insofern erleichtert, als dass man zumindest permanente Zauber einfach von der Hand aktivieren und noch im selben Zug als Tribut verwenden kann.
Ein entscheidendes Merkmal sämtlicher Towers-Verschnitte ist ein absurdes Aufgebot von Immunitäten. Im Falle unseres Drachokönigs ist dieser immun gegen die Effekte aller Kartentypen, die genutzt wurden, um ihn als Tributbeschwörung zu beschwören. Nehmen wir den wahrscheinlich häufigsten Fall an, nämlich, dass ein Monster und eine permanente Zauberkarte als Tribut benutzt wurden, so wäre er immun gegen die Effekte sämtlicher Monster- und Zauberkarten, wodurch Klassiker wie Castel, der Himmelssprenger-Musketier, Geisteroger und Schneehase, Raigeki und Unterbrochener Kaiju-Schlummer schonmal keine Chance mehr haben. Folglich wird der Gegner es schwierig haben, ihn vom Feld zu fegen.
Aber er kann, ebenfalls ganz ähnlich wie Apoqliphort-Türme, neben hohen ATK und diversen Immunitäten noch weiteren Ärger machen. Indem man eine permanente Zauber- oder Fallenkarte vom Friedhof aus dem Spiel entfernt (gehen wir weiter von unserem ein Zauber, ein Monster-Beispiel aus, liegt davon mindestens eine vor), kann man eine andere Karte vom Feld wählen und zerstören. Das geht im Spielzug eines beliebigen Spielers, was also quasi genau einem Tornadodrachen entspricht, der auch Monster zerstören kann.
Im OCG sind True King-Decks, die auf Master Peace, Handtraps, Karte des Untergangs und massenhaft Backrow basieren, aktuell eines der stärksten Metadecks. Wem’s gefällt…

Platz 3: Nie endender Albtraum




…Genau das ist mein Platz 3 für Pendeldecks und andere, die auf offene Zauber- und Fallenkarten vertrauen. Zu tun haben wir es erneut mit einem generischen Removal für Zauber- und Fallenkarten, dieses Mal in Form einer permanenten Fallenkarte. Damit kann man einmal pro Kette, das heißt im Grunde beliebig oft pro (eigenen) Spielzug und auf jede gegnerische Aktion in dessen Spielzug hin, zum Preis von 1000 Lebenspunkten eine offene Zauber- oder Fallenkarte auf dem Feld zerstören. Aber natürlich ist auch diese Karte mit einigen Nachteilen verbunden. So muss sie erst eine Runde lang verdeckt gesetzt werden und ist außerdem als permanente Karte, anders als es beispielsweise bei einer normalen Fallenkarte der Fall wäre, an ihre Existenz auf dem Feld gebunden. Soll heißen, wenn sie zerstört wird, selbst, nachdem ihr Effekt in dieser Kette bereits aktiviert wurde, wird er nicht ausgeführt. Sie kann also relativ leicht durch einen Mystischer Raum-Taifun oder auch schlicht durch eine gegnerische Kopie ihrer selbst aufgehalten werden.
Dennoch wird sie noch lange Zeit eine Karte bleiben, die man je nach Meta wieder heraus holen kann und die immer eine gewisse Grundstärke besitzen wird. Und allein dafür, auch wenn sie für das aktuelle oder kommende Meta wenig relevant sein mag, hat sie eine hohe Platzierung verdient! Und, das kann man auch ruhig mal sagen: Sie hat einfach ein cooles Artwork und einen noch cooleren Namen.

Platz 2: Dragonisches Diagramm




Wer meine vergangenen Top 10-Artikel verfolgt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass ich bei diesen ganzen Dracho-Karten geringfügig zu Sarkasmus neige. Grund dafür ist, dass ich für diese Decks bzw. Engines nie besonders viel übrig hatte, schon damals, als Lüster-Pendel, der Drachobezwinger eine große Nummer war.
Aber für Dragonisches Diagramm will ich mal eine Ausnahme machen, denn diese Karte finde ich sogar ganz cool.
Denn bei dem Feldzauber handelt es sich um einen Segen für alle Decks, die damit arbeiten, ihre eigenen Monster zu zerstören. Mit ihrem Effekt kann ein Monster vom eigenen Feld oder, was die Karte so besonders macht, vor der Hand zerstört werden, um ebendieser eine „Wahrer König“ oder „Wahrer Dracho“-Karte von seinem Deck hinzuzufügen. Als solche kann man beispielsweise einen der wahren Stufe-9-Könige nehmen, mit denen die Zerstörungsorgie gleich weiter gehen kann.
Die Möglichkeit, von der Hand zu zerstören, war bisher kaum vorhanden und hilft vielen Decks weiter, beispielsweise dem Kozmo-Deck. Die Karte ist dabei im Vorteil gegenüber Insel der Feuerkönige, weil man im Gegensatz zu einer Feuerkönig-Karte meist wirklich etwas mit einer Drachokarte anfangen kann, außerdem werden die eigenen Monster nicht alle zerstört, wenn es das Spielfeld verlässt, was man ja nicht unbedingt möchte, und man kann den Effekt, sofern man den Feldzauber vorher durch eine neue Kopie ersetzt, theoretisch sogar mehrfach benutzen, was das Abuse-Potenzial noch einmal deutlich erhöht. Außerdem teilen beide den Vorteil, durch Landformen suchbar zu sein.
Aber natürlich ist die Karte auch für das Meta relevant. So kann beispielsweise Meister-Peace, der wahre, drachobezwingende König, gesucht werden, der durch die eher weniger bemerkenswerten Effekte des Feldzaubers auch noch 300 ATK und DEF hinzu erhält und einmal pro Spielzug nicht durch Kampf zerstört werden kann. Er ist außerdem eine der wichtigsten Karten im „True King Dinosaur“-Deck, derzeit das beste Metadeck im OCG, wo er als Starter für allerlei dreiste Kombos genutzt wird. Doch wer mehr darüber erfahren will, dem empfehle ich meinen letzten Artikel, der sich intensiv mit dem neuen Dinosaurier-Support beschäftigte.

Platz 1: Aschenblüte & Freudiger Frühling




Welche Karte besser als Platz 1 des diesjährigen Frühjahrssets geeignet, als diese Kollegin, der jüngste Spross (Botanikerwitz, lol) einer kleinen Reihe von Empfängern mit wohlklingenden Namen der Stufe 3 mit 0 ATK und 1800 DEF, die jedoch hauptberuflich als mächtige Handtraps tätig sind. Schließlich sind ihr schon große Namen wie Geisteroger & Schneehase und Geisterschnitter & Winterkirschblüten voran gegangen.
Aschenblüte & Freudiger Frühling, wie mein Platz 1 heißt, besitzt einen Effekt, der dort greift, wo früher Fehler und vielleicht Kauz & Schlossvogel tätig waren. Nur leider betrifft Fehler beide Spieler und muss zunächst gesetzt werden und der Schlossvogel hat den Nachteil, dass der Gegner bereits mindestens eine Karte erfolgreich suchen kann, ehe sein Effekt greift.
Das alles trifft auf unseren Platz 1 nicht zu. Man kann die Kleine einfach an einen Sucheffekt anketten, um diesen zu annullieren und so den Plan des Gegners zu durchkreuzen. Der Effekt beschränkt sich sogar nicht einmal auf Effekte, die Karten vom Deck der Hand hinzu fügen, sondern auch auf solche, die sie von dort als Spezialbeschwörung beschwören oder in den Friedhof legen, wodurch beispielsweise auch Törichte Begräbnisbeigaben und, derzeit weit wichtiger, Karten wie Zoodiak-Sperrfeuer oder M-X-Säbel-Beschwörer annulliert werden können. Und Effekte aller drei Kategorien zusammen genommen sind im Meta wie auch in den gerne so genannten „Rogue“-Decks extrem häufig und wichtig. Deshalb kann die Aschenblüte auch problemlos im Main Deck gespielt werden. Der einzige Nachteil ist eigentlich, dass die negierte Karte weiterhin auf dem Feld bleiben darf, was vor allem bei Monstern relevant ist, die man beispielsweise noch zu Xyz-Monstern weiterverarbeiten kann.
Nicht vergessen werden sollte außerdem, dass sie immer noch ein Empfänger ist. Einmal abgeworfen kann sie beispielsweise mit Ältestes Wesen Norden wiederbelebt werden, um im Anschluss ein Synchromonster der Stufe 7 zu beschwören. Hierbei kommt auch ihr Typ Zombie zur Geltung, da diese über eine große Vielfalt von Möglichkeiten verfügen, Monster vom Friedhof zu beschwören, weshalb die Karte in diesem Deck sicher eine besondere Rolle einnehmen wird.
Insgesamt also eine Staple von so hoher Relevanz, wie sie lange nicht von einer themenübergreifenden, neuen Karte gesehen wurde und ein verdienter Platz 1!

Honorable Mentions:


Zum Schluss wie inzwischen üblich noch einmal einen kurzen Überblick über weitere Interessante Karten, die es leider nicht in die Top 10 geschafft haben.
Pendelumucho und Pavianbrotbaum habe ich ja schon versucht, am Rande anderer Platzierungen kurz vorzustellen, aber eine eigene Position hätte ich ihnen trotzdem gegönnt. Auch Zefraath, der extrem mächtigen Support für sein Deck darstellt, habe ich so nur am Rande erwähnen können.
Einige gute Karten halten auch die OCG-Importe bereit. Mit Bujin-Hiruko und Sylvanische Prinzessinnensprosse erscheinen zum Beispiel zwei mächtige Supportkarten für ältere Themendecks im TCG. Ersteres ist ein Pendelmonster, das mit seinem Pendeleffekt ein Bujin-Xyz-Monster gegen ein anderes austauschen kann. Die Prinzessinnensprosse hingegen ist zusätzlich ein generisches Xyz-Monster des Rangs 1 und traurigerweise der einzige wirklich gute SPIORAL-Support im Set. Der restliche fiel nämlich, wie ich im Abschnitt über Unterterror-Unterweltlerin erwähnt habe, eher mager aus. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist höchstens SPIORAL-Schläfer, der immerhin ein mächtiges Bossmonster darstellt, wenn auch ein sehr schwer zu beschwörendes.
Weitere Interessante Karten sind beispielsweise Märchenschweif – Luna, mit der Märchenschweif – Schnee suchbar wird, Rechte Hand des Magiers, die ähnlich funktioniert wie Geheimes Dorf der Hexer, dabei zwar nur eine Zauberaktivierung verhindert, dafür aber den Spieler, der sie kontrolliert, nicht einschränkt, wenn er keinen Hexer kontrolliert, und Setzrotation (nicht zu verwechseln mit einer Setrotation), einer mächtigen Karte in True King Kozmo Decks und eine Antikarte gegen Decks, die stark auf ihren Feldzauber angewiesen sind.

Schlusswort:


So, das war’s erstmal wieder. Wie immer vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was sind eure Favoriten aus dem neuen Set? Seid ihr mit meiner Top 10 einverstanden, und, falls nicht, was hättet ihr anders gemacht? Ich bin gespannt, eure Meinung im Diskussionsthread zu lesen.
Ansonsten bis zum nächsten Mal.

- Leseleff -