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Schwarzgeld-Format 2.0

von Deckcreator16 am 16.06.2017 um 19:14 Uhr
Es gibt wohl nichts spannenderes als die letzten zwei bis drei Wochen vor dem Release eines neuen Hauptsets oder auch die letzten Tage vor dem Release eines Spezialproduktes oder Structure Decks. Jeder ist gespannt darauf, welche Raritäten die einzelnen Karten erhalten und mit welchen Preisen man bei diesen rechnen kann. Meist ist die Enttäuschung dann groß, wenn es "die eine Karte" oder "das eine Deck" trifft, welche dann sehr viele Plätze auf den höheren Treppchen der Raritäts-Skala bekommen, oder wenn es wieder endlos viele Short Prints[1] gibt. Und eine änliche Enttäuschung ist dann zu verspüren, wenn es die ersten Vorverkaufspreise genannter Karten gibt und sie wie erwartet überteuert wird.

Heute möchte ich genau dieses Thema mal detaillierter analysieren, da nicht nur mir dieses Problem insbesondere in diesem Jahr aufgefallen ist, sondern auch meinen Spielern in meiner Umgebung.
Wie weit noch bis zum Schwarzgeld?
Ich ziehe hier mal eine Deckliste[2] heran, welche wohl eines der stärksten und zugleich teuersten Decks dieses Formates darstellen sollte, das Zoodiak-Wahrer-Dracho-Deck:
Monster: 22
3x Zoodiak-Schweifpeitsche
2x Zoodiak-Rattpier
2x Zoodiak-Rammbock
1x Zoodiak-Rasseklinge
2x Meister-Peace, der Wahre Drachoschlacht-König ~25€ = 50€
3x Geschwindigkeitsroid Terrorkreisel ~5€ = 15€
1x Geschwindigkeitsroid Taketomborg ~5€
3x Aschenblüte & freudiger Frühling ~60€ = 180€
3x Geisteroger und Schneehase ~4€ = 12€
1x Maxx "C" ~4€
1x Lunalicht Schwarzes Schaf

Zauber: 15
3x Zoodiak-Sperrfeuer ~30€ = 90€
3x Feuerformation - Tenki
1x Fusionsersatz
1x Instant Fusion ~3€
2x Landformen
3x Dragonische Darstellung ~80€ = 240€
2x Verbotener Kelch

Fallen: 3
2x Ein Wahrer König kehrt Zurück ~2€ = 4€
1x Kaiserlicher Befehl ~6€

Extradeck: 15
1x M-X-Säbel-Beschwörer ~12€
1x Totemvogel ~2€
2x Zoodiak-Drachzack ~15€ = 30€
2x Zoodiak-Breitbulle ~15€ = 30€
2x Zoodiak-Chakanine ~3€ = 6€
2x Zoodiak-Tigermörser ~2€ = 4€
1x Zoodiak-Hammerkong
1x Zoodiak-Eberbogen
2x Daigusto Emeral ~20€ = 40€
1x Tornadodrache ~12€

Gesamt: ~745€, mit allem Kleinkram und ggf. noch Side Deck kommt man selbst im Low-Budget auf ~800€. Hat man sich die meisten Karten immer zu ihrem Release-Zeitpunkt geholt, so kommt man auch schnell auf 1000€.

Nehmen wir zum Vergleichen das so genannte Kin-Tele-DAD[3] oder wie man es auch früher nannte "Schwarzgeld-Deck". Die Preise sind angelehnt an ihr zugehöriges Format, und da ich dieses Format nicht selber gespielt habe, kann ich nur von Spieler-Berichten antworten:

Monster: 19
2x Finsterer Bewaffneter Drache ~180€ = 360€
1x Finsterer Grepher ~40€ (Und das obwohl es eine Sneak-Promo war...)
2x Kartenkavallerist ~15€ = 30€
2x Krebons ~3€ = 6€ (Hier sei gesagt, dass sie in Amerika, obwohl sie nur eine Common war Zeitweise ~5$ ging, laut Berichten)
1x Seuchenverbreitender Zombie ~15€
1x Sangan
1x Todeswache
1x Brecher, Magischer Krieger
1x Caius der Schattenmonarch
3x Schicksals-HELD - Malicious ~15€ = 45€
2x Schicksals-HELD - Diamond Dude
1x Mystische Tomate
1x Elementar-HELD Stratos

Zauber: 14
3x Verlockung der Finsternis ~15€ = 45€
1x Schwerer Sturm
2x Verstärkung für die Armee
3x Schicksalsziehen 15€ = 45€
1x Wiedergeburt
1x Gehirnkontrolle
1x Mystischer Raum-Taifun
2x Notfallteleport ~25€ = 50€

Falle: 7
3x Feierliches Urteil ~30€ = 90€
2x Unterdrückungsherrschaft
1x Kartenvernichtungsvirus ~200€
1x Bodenklappenfalle

Extradeck: 15
3x Sternenstaubdrache ~15€ = 45€
3x Gedankenherrscher-Erzunterweltler
2x Rotdrachen-Erzunterweltler
1x Psi-Lebenstrancer
1x Schwarzer Rosendrache ~10€
2x Goyowächter ~10€ = 20€
1x Magischer Android
2x Kolossaler Kämpfer

Gesamt: ~1001, wobei hier noch viele einzelne Karten nicht berechnet wurden.

Schaut man sich also den Preis ganz grob an, so sieht man schnell, dass uns für die Preisspanne des Schwarzgeld-Decks nicht mehr viel fehlt.
Einige weitere relativ Teure Decks/Formate fallen mir ebenso noch ein, wobei ich hier eher die ungefähren Gesamtpreise aufzählen werde:
-Dino Rabbit (2012): ~900€
-Drachenherrscher (2013): ~500€
-Künstlerkumpel-Künstlerzauberer(PEPE)(Januar 2016): ~1000€

Schaut man sich also grob die Preise an, wird man schnell merken, dass wir schon häufiger Formate hatten, die sich mit dem Schwarzgeld-Format in Sachen Preise messen konnte. Somit ist diese Preisentwicklung nicht gerade etwas besonderes, sondern etwas, was immer mal wieder auftritt.

Doch wenn ich das Yugioh-Spiel schon innerhalb seiner Formate vergleiche, so sollte ich das selbe auch bei anderen TCGs tun. Hier ziehe ich nur Pokemon und Magic: the Gathering heran, welche mit Yugioh nicht umsonst zu den "Großen Drei" gehört, die die Szene der "Trading Card Games" dominieren und unter sich aufteilen.

Die Preise eines guten Pokemon-Decks dreht sich im Moment zwischen 300 und 500€. Hier hat man im Format häufig mal ein oder zwei Karten, welche ähnlich wie Aschenblüte & freudiger Frühling einen großen Nutzen in einer Vielzahl von Decks besitzen. Zugleich ist der Rest des Decks meist sehr sehr günstig, wenn man es in seiner niedrigsten Rarität spielt.

Bei Magic:The Gathering betrachte ich hier nur das Standard Format(alle Karten des aktuellen Blocks + Hauptsets), welches momentan überraschend günstig ist. Die teuersten Karten drehen sich hierbei bei ~10€, und der größte Anteil bleibt bei ~5€. Dies liegt aber mitunter daran, dass es jede Karte auch als Low Budget version gibt, und somit das Spiel auch in einem sehr günstigen Rahmen gibt. Deshalb ging ein Meta Deck im Mai 2017 nur ungefähr 275€.

Wobei man nicht vergessen darf, dass der höhere Preis bei Yugioh dadurch belohnt wird, dass man von einzelnen Karten länger etwas hat, als bei Pokemon oder Magic. Denn während die letzten beiden jeweils maximal 1 Jahr spielbar sind, kann man Karten von Yugioh immer wieder verwenden. Wenn man also einen gewissen Kartenstamm aufgebaut hat, die häufiger zurückkehren(und die man sich so nahezu bedenkenlos aufhübschen kann), so ist Yugioh ähnlich teuer wie zum Beispiel Pokemon Und Magic[4].
Eigenschaften eines Schwarzgeld-Formats
Schaut man sich diese ganzen Formate an, so sieht man einige Gemeinsamkeiten.
Eine davon wäre Beispielsweise die Zahl der teuren Karten aus dem Main im Vergleich zum Side Deck. Dabei fällt besonders auf, dass in teuren Formaten die Main-Karten meist die teureren Karten als die Extradeck-Karten darstellen. Dies liegt unter anderem daran, dass Karten, die im Main Deck gespielt werden meist in höchster erlaubter Menge gespielt werden, während man im Extra Deck auch mit einer oder Zwei Kopien gut auskommen kann. Zudem hat man meist von einer Karte, die man im Extra Deck spielt etwas länger, als für Karten die man im Main Deck spielen kann, da das Extra Deck hier seine Funktion als Toolbox gerecht wird. Ausnahmen dieser Regel existieren nur dann, wenn die notwendigen Extra Deck Monster frisch erschienen sind und im vollen Playset gespielt werden müssen, wobei diese dann meist schnell im Preis fallen.

Auch fällt sehr schnell auf, dass ein Deck sehr teuer ist, wenn die Menge an Gegnern gering ist. Im Schwarzgeld-Format gab es im Prinzip nur Kin-Tele-DAD und Gladiatorungeheuer, während es zum Kernzeitpunkt von Dino Rabbit nur Tengu-Plant gab(Erst mit Order Of Chaos kamen dann Aufzieh und Insektor dazu). Drachenherrscher bot neben sich nur Magiebuch als Kontrahent und PePe konnte während seiner stärksten Zeit nur Monarchen als ernsthaften Gegner akzeptieren.
Die andere Seite der Medaille
Neben den sehr teuren Formaten gibt es natürlich auch immer wieder Zeiten, wo die Decks ungemein günstig sind. Besonders hervorheben kann man hier Monarchen, welches man bedenkenlos ein drei-viertel Jahr ohne Einbussen spielen konnte, und bei welchem man im Prinzip nur drei Structure Decks brauchte[5].

Allgemein sind es Themen aus Structure Decks, die immer wieder für ein günstiges Meta-Erlebnis sorgen, was im Prinzip auch nicht falsch ist. Monarchen, ABC und Dinosaurier halfen insbesondere Neulingen sehr gut ins Spiel zu starten, ohne direkt riesige Unkosten aufzubauen und davon gegebenenfalls wieder verscheucht zu werden.

Probleme entstehen nur in zwei Fällen:
1. Ich persönlich unterteile Locals immer in ihre verschiedenen Power-Klassen. Dort gibt es zum Beispiel die "Hardcore Locals", welche mehrere mal die Woche verschiedenste Turniere anbieten und auf denen sich meist eine große Zahl an Spielern zusammenfinden, wovon logischerweise ein sehr hoher Meta-Anteil anwesend ist und als Gegenstück die "ländlicheren Locals", welche meist nur ein (OTS-)Turnier pro Monat anbieten, und wo meist Spaßspieler zusammenkommen um sich mit Dunkler Magier und Blauäugiger weißer Drache gegenseitig um die Ohren zu prügeln[6].
Während es auf den größeren Locals für positive Spielerzahlen sorgt, so leiden insbesondere die kleineren Locals darunter, wenn ein neues Structure Deck mit viel Potential erscheint. Ich selber war früher häufiger auf solch kleineren Turnieren gewesen und man konnte immer wieder sehen, dass nach Erscheinen eines solchen Produktes die Spielerzahl rapide herunterging. Dabei muss dieses Deck nichtmal groß vertreten sein, es reicht den meisten Spielern einfach schon die Gewissheit, dass einzelne davon rumlaufen könnten.

2. Außerdem haben Structure Decks seit einigen Jahren enorme Auswirkungen auf den Preis vereinzelter, vorher billiger Karten. Man ziehe einfach das ABC Structure Deck heran, wo die Karten Photonendrescher und Bujintei Tsukuyomi von günstigen "Cent-Karten" zu horrenden Preisen ansteigen. Zwar geschieht dies auch immer wieder gerne bei Ankündigung einzelner Karten im OCG aus normalen Sets, welche sehr gut mit alten Karten harmonieren, doch sind es meist die Karten aus Structure Decks, die diese Preishypes lange und auch meist nach Release anhalten. Und selbst wenn dann irgendwann Reprints angekündigt werden, so bleiben selbst die reprinteten Karten meist um längen teurer als Die Karte in ihrer Originalfassung hatte.
Dies liegt daran, dass ein Structure Deck viel mehr Spielern zugänglich ist(aus Sicht der Kosten), als es ein gleichstarkes Deck aus einem Boosterset. Somit gönnt sich auch jemand das Deck, der es gar nicht auf Turnieren spielen will, sondern einfach nur darum auspackt, um zu verstehen, wie man es am besten kontern kann.
Wie kann ich nun solch teure Formate gut überstehen und trotzdem etwas gutes spielen?
Dieser Punkt ist etwas schwer, da man nicht alles 100% übernehmen kann, weshalb ich versuchen werde, möglichst allgemeingültige Tipps zu nennen:
1. Vorbereitung: Speziell bei Decks, welche keinen großen Kern an Pflichtkarten haben, oder die schon erschienene Karten spielen, welche ziemlich alt und selten Reprintet wurden, ist es besonders wichtig diese schon früh anzutesten und sich früh zu entscheiden sie ranzuholen. Beispielsweise war dies sehr gut möglich mit PePe, welches direkt nach dem erscheinen von Künstlerzauberer Plüschfeuer in Dimension of Chaos spielbar wurde, und wo der Lüster-Pendel, der Drachobezwinger verhältnismäßig garnichts ging. Ähnliches hatten wir auch letztens mit den Wahrer König Monstern. Während Wahrer König Agnimazud, der Verschwindende bei Release noch für wenige Euros zu bekommen war so war er mit dem Release vom Dinosaurier Structure Deck unvorstellbar teuer geworden, obwohl man schon Monate lang im Voraus sehen konnte, wie das Dinosaurier-Deck mit den Wahrer König-Karten sehr präsent war.
Allgemein eignet es sich ein Format schon ein halbes Jahr im vorraus zu planen, um die alten Karten noch günstig zu ergattern. Zwar geht diese Planung dann nicht ins Detail(Techs etc.), sondern kann man nur grobe Umrisse planen, aber hilft dies schon einiges wenn man sparen will.

2. Warten: Es klingt wohl ziemlich komisch, wenn ich zuvor von Vorbereitungen spreche und im nächsten Satz direkt davon, zu warten. Aber hier wird es interessant. Schaut man sich die Preise frisch releaster und überteuerter Karten wie Künstlerkumpel Pendelzauberer oder Zoodiak-Sperrfeuer als auch die jüngst erschienene Dragonische Darstellung oder Aschenblüte & freudiger Frühling, so sieht man meist sehr schnell, dass die einzelnen Karten schnell im Preis sinken, wenn die zugehörigen Special Editions releast wurden. Auch eine Liste der verbotenen und limitierten Karten hat meist enorme Auswirkungen auf die Preise frisch erschienener Karten, im Gegensatz zu dessen Spielbarkeit. Denn meist sind die Decks nach ihrer ersten oder zweiten Begegnung mit der Bannedliste noch immer sehr gut und insbesondere vereinzelte Karten die zuvor viel zu teuer waren werden rasant günstiger.

3. Über den Tellerrand schauen: Die meisten spielbaren Themendecks sind bis auf zwei oder drei Karten relativ günstig. Und wenn man sich nicht gerade zum Ziel setzt, der nächste YCS-Sieger zu sein, so kann es sich manchmal lohnen, diese einzelnen Karten in ihrer Wichtigkeit für das Deck zu analysieren. So ist beispielsweise ein Zoodiak-Deck ohne Zoodiak-Sperrfeuer immer noch sehr gut spielbar, auch wenn man dafür einbussen in der Konstanz sowie der Topdeck-Qualität bekommt. Ähnlich sieht es auch aus, wenn Wahrer Dracho ohne Dragonische Darstellung gespielt wird, da im reinen Deck die meiste Spielbarkeit aus den kleinen wahren Drachos gewonnen wird und die Darstellung nur Konstanz und bessere Qualität für die Rückkehr ins Spiel bringt[7]]. Es ist nicht wichtig für die Win-Option, oben genannte Karten zu spielen.
Ähnliches habe ich damals auch im Nekroz-Format gemacht: Bevor die erste Liste erschien lag der Fokus aller Nekroz-Decks nur auf den Dschinn[8]], weshalb Nekroz von Valkyrus nicht wichtig war, um seine Sieǵesoption durchzubekommen, sondern nur um die Konstanz zu verbessern. Auch konnte man sehr gut Nekroz von Brionac durch andere Sucher ersetzen. Prinzipiell kann man in jedem Deck Alternativen finden, solange man sich nur genug mit den jeweiligen Themen beschäftigt.

4. Das eine Deck finden: Dieser Punkt ist mMn. der am schwersten Umzusetzende. Mit dem einen Deck stelle ich mir hier Decks vor, die wir seit Duelist Alliance scheinbar immer wieder erhalten: günstige Dauerbrenner-Decks. Dies fängt mit den Karten des Brennender Abgrund an, welche man effektiv die ganze Pendel-Ära hätte spielen können, wenn man immer wieder kleinere Themen und Engines ausgewechselt hätte. In ein ähnliches Näpfchen fällt nun auch Paleozoisch. Lässt man Krötellig Umwerfend außer acht, so ist das Deck sehr sehr günstig und kann trotzdem enorme Erfolge feiern.
Nachteil hierbei ist aber, dass es nur sehr schwer zu erahnen ist, welches dieses "eine Deck" im Format ist und wie lange es noch spielbar bleibt. Insbesondere Paleozoisch kann sich im heutigen Meta nur halten, weil es ein guter Konter gegen Zoodiak ist und somit solange erhalten bleiben wird, bis letzteres endgültig aus dem Meta verschwindet.
Schaut man sich aber die beiden Decks an, so fällt eines sehr schnell auf: beide Decks haben ein sehr gutes Spiel im ersten oder zweiten Spielzug und beschränken sich auf Konstanz und einfache Aktionen für einfachen Vorteil. Beide Decks sind nicht gerade dafür bekannt viele Kombos zu besitzen und sind beide einem sehr defensiven Spielstil angelehnt.
Wenn man hingegen ein solches Deck auswählt, ist es weniger schmerzhaft wenn man sich direkt vom Tag 1 die teuren Karten für ihre (aus Sicht späterer Releases)überteuerten Preise besorgt. Denn dadurch, dass man länger was von dem Deck hat rechnet sich das meist mehr, als wenn man innerhalb des selben Zeitraums zwei oder drei "Mittelklassedecks" spielt.
Fazit
Schlussendlich sollte man sich wohl nicht zu sehr an den einzelnen Kartenpreisen aufhängen und das Spielen, worauf man lust hat. Wenn also jemand tatsächlich Spaß an zum Beispiel den Zoodiak-Karten hat, so wäre es keine Schande sich diese schon zum Release alle geholt zu haben. Denn wenn man an seinem Hobby keinen Spaß empfindet, dann läuft definitiv etwas falsch.
Andererseits kann man auch um einzelne teure Karten herumkommen, wie ich es beispielsweise bei meinem dritten Tipp erwähnt habe. Wobei man sich auch daran gewöhnen muss, dass es auch Karten gibt, die man nicht umgehen kann, da sie essentiell für die Win-Option ist(Ein schönes Beispiel ist hier Krötellig Umwerfend im Paleozoisch. Wobei man hier gegebenenfalls nur eine Kröte spielen könnte).
Wie hat euch der Artikel gefallen und wie steht ihr zu dem etwas kontroversen Thema? Denn scheinbar ist es immer wieder die Geldfrage, die man absichtlich nicht erwähnen mag. Deshalb fand ich es umso wichtiger auch hierzu mal wieder einen Artikel zu verfassen.




[1] Für die, die es nicht wissen: Short Prints sind im allgemeinen Karten, welche trotz ihrer Seltenheit eine sehr viel geringere Anzahl je einzelner oder mehrerer Display haben. In einem Hauptset sind die Short Prints immer genau vier Commons, wovon man im Schnitt nur einen der Vier in einem Display ziehen wird und somit meist Preise von rund 1€ das Stück erreichen(sobald sie spielbar sind). Hingegen sind Short Prints in Spezialsets meist Karten höchster Rarität oder sich sonst großer Beliebtheit erfreuen, weshalb man sie dann meist nur einmal unter 12 oder noch mehr Displays finden wird. Solche Karten erreichen dann auch schnell mal utopisch hohe Preise

[2] Die Deckliste und auch die Preise orientieren sich an die Zeit vor Bekanntgabe der neuen BannedListe und bei vielen Preisen nutze ich Schätzwerte wie teuer sie da noch wahren. Somit solle man mir verzeihen, wenn die Preise nicht 100% passen. Zudem dient dieses nur zur Veranschaulichung.

[3] Für die, die es nicht wissen: Das Kin-Tele-DAD war eines der ersten Meta-Decks zu Beginn der Synchro-Ära. Es war im Prinzip eine Erweiterung des zu dem Zeitpunkt bekannten "Schicksals-Held-DAD" um die neuen Synchromonster sowie der Psi-Karten. Die Zeitspanne des Decks war von September 2008 bis März 2009. Die meisten Karten stammten aus dem Set "Phantom Darknes" und seine Lebzeiten hatte es mit den Sets "The Duelist Genesis", "Crossroads of Chaos" und "Crimson Crisis". Die Beispielliste orientiert sich hierbei nach dem Release von "Crossroads of Chaos"

[4] Hier darf man aber nicht außer acht lassen, dass in Pokemon und Magic häufiger Karten durch Reprints zurück ins Spiel kommen. Wobei dies meist dadurch gelöst wird, dass man Kartennamen ändert(Zum Beispiel bei Pokemon "Prof. Esche" und "Prof. Platan"), oder die Effekte aufbessert(Zum Beispiel die Karte "Trank" bei Pokemon hat früher nur 20KP geheilt. Inzwischen heilt sie 30KP). Ob es Regeln dazu gibt, dass man diese Karten trotzdem spielen kann(wie z.b. bei Yugioh mit den Erratas), weiß ich nicht.

[5] Ich lasse in diesem Moment bewusst außer acht, dass man während dieser Zeit häufig zwischen Domain- und Extradeck-Monarch hin- und her-geswitcht ist und speziell letzteres einiges an Zusatzinvestition gekostet hat, wenn man die selten genutzten Rang 5 und 6 XYZ-Monster nicht besaß. Denn prinzipiell war es auch während dieser Zeit möglich weiterhin den "günstigen Weg" einzuschlagen und Erfolge zu erzielen

[6] Okay, dass war jetzt ein wenig Überspitzt geschrieben. Eigentlich sind es alles Decks, welche mindestens ein oder zwei Jahre hinter dem aktuellen Powerlevel hängen. Darunter auch neuere Decks wie zum Beispiel Büroboter, welche zwar neuerer sind, aber ein faireres Spielerlebnis als die aktuell herumlaufenden Decks besitzen.

[7] Wobei man hier neben der Darstellung auch noch Karten wie Topf der Begierde oder Karte des Untergangs abwegen muss. Diese lassen sich zwar auch ersetzen, aber wird es dann schon kniffliger

[8] Wie fair und gut die Engine damals war kann man an anderer Stelle ausdiskutieren.

[1]




[1] Text