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Engines fürs Format II

von Deckcreator16 am 08.09.2017 um 15:50 Uhr
Ich habe gerade meine alten Artikel durchstöbert und gesehen, dass ich seit Januar keinen weiteren Artikel zu dieser Reihe mehr geschrieben habe. Doch schon bei der Recherche ist mir mal wieder klar geworden, warum ich es so lange habe schleifen lassen: es gab nicht wirklich viele Engines die ins Spiel dazugekommen sind. Zudem würden viele Engines für das jetzige Format wohl bald nicht mehr existieren, da die Banned Liste ansteht[1]. Aber da ich gerne mal wieder ein solchen Artikel präsentieren wollte, habe ich mir einige Ideen rausgesucht, welche man eben bevorzugt im nächsten Format verwenden könnte, oder an die man auch dann noch nachdenken kann:
Rückkehr des Grünzeugs

Zuerst möchte ich mich mit einer Engine beschäftigen, die wir zuletzt im Jahre 2011 wirklich aktiv gesehen haben. Ich spreche hier von einer Engine bestehend aus drei Einzelfeuerblüten, einen Löwenzahn-Löwe sowie eine Aufblühende Blumenzwiebel. Früher nutzte man diese Engine in Kombination mit beispielsweise Wiedergeborener Tengu um spielend leicht massenhaft Synchromonster zu beschwören. Letzteres hat sich zwar mit dem erscheinen von den Link Monstern erledigt, doch sorgen sie zugleich auch für ein Revival der Engine. Da die neue Mechanik anders als XYZ Monster wenig auf die Stufe der Materialien achten, kann man die Pflanzen nun sehr schön dafür verwenden, Link Monster zu beschwören. Zudem unterstützt es Löwenzahn-Löwe sehr, dass man ihn nicht nur für eine Linkbeschwörung verwenden kann, sondern dass die damit generierten Spielmarken zugleich auch nutzen kann, weitere Link Monster zu beschwören. Zudem ist es sehr hilfreich, dass Löwenzahn-Löwe und Aufblühende Blumenzwiebel beide vom Attribut Erde sind, was die Beschwörung von Missus-Strahler sehr stark erleichtert.
Aber die Engine kann man auch noch weiter ausdehnen: Einerseits kann man sich dafür entscheiden, die früher gern gespielte Spore erneut zu benutzen. Diese kann man zwar nicht für einen Missus-Strahler verwenden, weil dessen Attribut Wind und nicht Erde ist, aber eignet es sich immer noch perfekt, um Firewall-Drache oder Dekodier-Sprecher zu beschwören. Und mit dem kommenden Linkuriboh wird die Spore auch wieder um einiges besser. Leider benötigt sie, anders als Aufblühende Blumenzwiebel schon etwas Setup im Friedhof, was zwar einfach durch eine Einzelfeuerblüte gemacht wäre, doch nicht immer zur Verfügung steht.
Eine ander Erweiterung stellen Raubpflanze Ragwurzskorpion und Raubpflanze Lilienkobra dar. Diese können ähnlich wie auch schon die Geschwindigkeitsroids einiges an Abhilfe schaffen, wenn es darum geht Materialien für eine Rang 3 XYZ oder zukünftig Link Monster darzustellen. Aber auch Kombinationen über MX-Säbel Beschwörer, welcher eine Heroischer Herausforderer - Tausend Klingen beschwört und in einen Missus-Strahler endet, um so Setup für eine Brilliant Fusion mit anschließenden Mill eines Künstlerzauberer Trick-Clowns zu erschaffen, ist sehr gut möglich. Da man außerdem bis zu sechs Kopien des Skorpions im Deck besitzt(drei Raubpflanze Ragwurzskorpion und drei Einzelfeuerblüte), und im Vergleich nur einen bis zwei Raubpflanze Lilienkobra im Deck erfordert macht diese Kombinationen sehr sehr stark, aber auch sehr anfällig gegenüber Ascheblüte und freudiger Frühling.
Eine inzwischen andere Methode stellt aber auch die Nutzung von Pavianbrotbaum dar, welcher bei seiner Zerstörung im Kampf oder durch einen Karteneffekt dafür sorgt, zwei weitere Kopien von sich selber aus dem Deck zu suchen. So bekommt man nicht nur ähnlich leicht zwei Monster aufs Feld, sondern erhält auch einige Vorteile durch den Hände Reparierenden Effekt des Affenhinterns. Als wäre dies nicht schon genug, erfreut sich die Pflanze sehr daran, dass sie auch ihren Beschwörungseffekt triggern lässt, wenn man sie von der Hand durch die inzwischen schier endlose Masse an Karten zerstören kann.
Doch bleibt bei der ganzen Pflanzen-Engine ein Nachteil besonders im Vordergrund: Neben der Engine einzigst bestehend aus Pavianbrotbaum benötigen alle Varianten die Normalbeschwörung, welche zu einem unvorstellbar wichtigen Gut geworden ist. Somit sollte man schon beim Deckbau versuchen, um das Problem herumzuspielen(beispielsweise durch die Pendelbeschwörung), bevor man sich an diesem Fakt die Zähne ausbeißt.
Wiedergeburt war doch von Vorgestern

...und trotzdem würde man sie spielen, wenn sie nicht verboten wäre. Doch ähnlich wie es Mystischer Raum-Taifun in den letzten Jahren erfahren hat, so kamen auch neue Versionen von Ruf der Gejagten oder Wiedergeburt ins Spiel. Hierbei möchte ich aber den Fokus auf insbesondere zwei Karten legen:
Die erste stellt hierbei Zurück an die Front dar. Anders als den Ur-Vater Ruf der Gejagten liegt hier der besondere Vorteil darin, dass sie immun gegenüber der Zerstörung bei der Auflösung ist. Denn während ein einfacher Mystischer Raum-Taifun ausgereicht hätte, um einen sich frisch aktivierten Ruf der Gejagten aufzuhalten, da dieser sich komplett auflösen muss um sich zu aktivieren, so kann diese Karte nur gestoppt werden, wenn der Gegner aktiv etwas dagegen unternimmt. Zudem wird der Effekt des beschworenen Monsters nicht annulliert, weshalb Karten wie Denglong, erster der Yang Zing nicht nur wegen seiner hohen defensive ein grandioses Ziel darstellt, sondern auch dadurch, dass sich sein erster Effekt so auch innerhalb des gegnerischen Zuges aktivieren lässt. Ähnliches gilt auch für jeden Verwandten von Elementar-HELD Stratos, wie zum Beispiel Seelenfressender Oviraptor oder Elementar-HELD Schattennebel.
Aber Konami ist ja nicht ganz doof. Anders als es zum Beispiel mit Ruf der Gejagten möglich war, können die Monster nur in Verteidigungsposition beschworen werden, was es einen verbietet, Link-Monster zu beschwören. Somit ist die Karte nur in Formaten gut, wo Link Monster nicht alleinherrschend über das Format walten werden. Aber da uns so schnell kein Link-Only Format erwarten dürfte, sollte dies weniger einschränkend sein. Ein anderes, weniger großes Problem, liegt darin, dass man die Zerstörung nicht so einfach erzwingen kann. Inzwischen ist es ja Gang und gebe, dass Monster Vorteile davon erfahren, wenn man sie durch eigene Karteneffekte zerstört. Somit konnte man ein mit Ruf der gejagten wiederbelebten Babycerasaurus triggern, indem man den Ruf der Gejagten zerstört hat. Dies ist mit dieser Karte nicht mehr möglich, was aber bei der großen Auswahl an selbst-zerstörenden Karten eigentlich kein wirkliches Hindernis mehr sein sollte.

Die andere Karte hingegen gibt es schon länger in unserem Kartenspiel, bekam aber erst auf der Europameisterschaft eine Menge Prestige. Die Rede ist natürlich von Mischwiedergeburt, welche eine größere Ähnlichkeit zu Wiedergeburt aufweist, als man denken mag. Den anders als Zurück an die Front oder Ruf der Gejagten handelt es sich hier wieder um eine Zauberkarte, weshalb man sie auch im ersten Spielzug verwenden kann. Dies wird meist dann interessant, wenn es sich um ein Format voll von Geisteroger und Schneehase handelt, und wo man anschließend keine weiteren Monster mehr auf dem Feld hat. So kann man nämlich die durch den Oger zerstörte Schlüsselkarte direkt wieder aufs Feld befördern.
Außerdem hat die Karte den Vorteil, dass man die Beschwörungsposition frei wählen kann. Somit ließe sich auch ein frisch beschworenes Link-Monster wiederbeleben um anschließend davon zu profitieren, dass man es auch in der Main Monster Zone verwenden kann.
Ein weiterer Bonus liegt außerdem im zweiten Effekt der Zauberkarte. Dieser ist zwar auf einmal pro Spielzug beschränkt[2], aber dafür kann man tote Karten wieder zu sinnvollen umwandeln. Alternativ kann man Schlüsselkarten, die man lieber im Deck haben will, wie beispielsweise Edelstein-Ritter Granat, wieder zurückmischen und zugleich die eigene Hand ausbessern. Oder man klaut sich mit zum Beispiel Gedankenkontrolle ein gegnerisches Monster und mischt dieses anschließend wieder zurück in das gegnerische Deck, während man doppelt Vorteil aus der Sache zieht. Wichtig ist es nur, dass man am Ende des Spielzugs wieder eine leere Hand hat, um vom Negativ-Effekt der Karte verschont zu bleiben.
Auffälligster Nachteil sollte wohl darin liegen, dass man nur wenig mit dieser Karte anfangen kann, wenn man im Feldvorteil ist. Wobei man sie auch dann mit zum Beispiel Zwillings-Twister abwerfen könnte, um vom zweiten Effekt zu profitieren.
Spielen wir mit dem Spielzeug

Eine andere schöne Engine sehe ich in den allseits geliebten Kuscheltier-Karten. Insbesondere die Kombination aus Spielzeugspender, Kuscheltier Flügel und Kuscheltier Bär ist eine der schönsten. Hier kann man nämlich einiges an Draw-Power durch den Spender erhalten, während man zugleich einiges an Ressourcen für den Friedhof generieren kann. Zugleich ist es möglich, den Spielzeugspender über den Bären zu suchen, während der Spender wiederum den Bären suchen kann, wenn sie das Feld verlassen würde. Dies würde unter anderem mit den Monstern der Wahre Drachos harmonieren, die diese für eine Tributbeschwörung verwenden können, um anschließend Karten suchen zu dürfen.
Zudem lässt sich die Engine auch noch um beispielsweise Kuscheltier Hund erweitern, um dessen Zieh-Wahrscheinlichkeit anzuheben und noch mehr Such-Möglichkeiten dem Deck hinzuzufügen.
Aber auch für Fusionsdecks stellt die Engine einiges bereit. Nicht nur da einige Kuscheltiere triggern, wenn man sie für eine Fusion verwendet, sondern auch durch Kuscheltier Eule, welche als Sucherkarte für Polymerisation herhalten kann sondern da sie auch die Fusionszauberkarte selbst ersetzen kann.
Doch mit all diesen Vorteilen kommen auch ein paar Nachteile einher:
Zuerst haben wir da wieder die Normalbeschwörung. Denn je nach Größe der Engine ist es vonnöten Kuscheltier-Monster normal zu beschwören, was einem selbige rauben dürfte. Somit müsste man auch dieses schon während des Deckbaus beachten. Nun stelle man sich aber vor, genau das hätten wir getan und entscheiden uns deshalb für ein "Wahre Dracho"-Deck. Dieses brauch dank seiner beiden permanenten Zauberkarten nur selten die richtige Normalbeschwörung um ins Spiel zu kommen. Doch ist es in diesem Deck etwas unschön, wenn man durch den Spielzeugspender Karten wegwerfen oder millen muss, die man nicht verlieren will. Somit ist der Spielraum an Decks, die das komplette Potenzial dieser Engine ausnutzen können, verschwindend gering.
Antiker Motor

Eine andere Engine, welche sich aber bisher noch nicht wirklich aufzeigen konnte ist die Engine rund um die neuen Antiker Antrieb-Karten, insbesondere Antikes Antriebskatapult. Hier nutze ich, um es zu verdeutlichen die neuen Pendelmagier-Karten:
Größtes Problem bei den Magiern ist es, dass man den meisten Vorteil daraus generieren kann, wenn man sie durch ihre Effekte zerstören kann. Doch gerade im ersten Zug ist dies nicht möglich, da für alle Effekte vonnöten ist, dass der Gegner ein Monster kontrolliert und/oder man eine Battle Phase hat. Nun könnte man aber einen Doppeliris-Magier in seine Pendelskala platzieren, um anschließend mithilfe von Antikes Antriebskatapult die Skala zu zerstören. Daraufhin beschwört man Antiker Antriebswyvern und kann sich mit dem Effekt des Wyverns ein Stufe Vier Antiker Antrieb--Monster auf die Hand suchen, während der Magier einen die essentielle Stern-Pendelgraf-Karte suchen kann. Das gesuchte Antiker Antrieb-Monster, in diesem Beispiel einfach mal die Antike Antriebskiste, erlaubt uns anschließend noch eine weitere Karte, wie beispielsweise Antiker Antriebsapparat zu suchen. Nun normalbeschwört man eines der beiden Monster und kann daraus direkt einen Missus-Strahler bauen, welcher dem Pendeldeck dabei hilft, mehr vom Extradeck beschwören zu dürfen. Somit konnte man aus einer Kombination von zwei Karten ein Kartenvorteil von +2 erwirtschaftet, ohne dabei die Pendelbeschwörung verwendet zu haben, welche anschließend noch mehr Vorteil erwirtschaften kann.
Nachteil ist hier hingegen klar die relativ große Engine die verwendet werden muss, und die bisher nur winzige Nutzungsspanne. Aber ich denke sowas sollte man im Auge behalten, da dies für die Zukunft interessant werden könnte.
Cyberse - Comming Soon

Vielleicht ist es nur eine verzweifelte Hoffnung, oder die Erinnerung an das PePe-Deck, aber ich würde behaupten, dass auch die Cyberse-Monster eine große Zukunft vor sich haben werden. Dabei zeigen schon einige Karten eine Menge Potenzial:
Stapel-Wiederbeleber ist eine Karte, die ähnlich wie Aufblühende Blumenzwiebel funktionierende Karte, und RAM-Clouder ist eine stark abgeschwächte Form von Meister der Gedanken, während zukünftige Karten wie Dot Scaper die Funktion von Riesen-Rex einnimmt oder ROM Cloudia, welcher schwer an Zoodiak-Rammbock erinnert[3].
Hier möchte ich auch nicht groß ins Detail gehen[4]. Der größte Vorteil liegt hier insbesondere darin, dass die meisten Link Monster vom Typ Cyberse sind, und somit in ferner Zukunft jederzeit ein Cyberse-Monster auf dem Feld oder Friedhof liegen dürfte, welches dann wieder von der Engine supportet wird. Zugleich muss man halt sagen, dass der aktuelle Nachteil eben der ist, dass noch das "gewisse Etwas" fehlt, ähnlich wie es auch bei Trickstar, Gouki oder Vullet der Fall ist, um die Themen ins Meta zu katapultieren. Aus diesem Grund sollte man die Karten auch im Auge behalten.
Performapal Engine - Back in the Game

Ja, ich weiß, schon wieder eine Engine die nur für Pendel wirklich interessant ist. Aber da speziell diese Sorte von Themen so schwer von Link "gebeutelt" wurde, hat es meiner Meinung nach eine besondere Beachtung[5]. Aber kommen wir lieber zur Engine:
der interessanteste Faktor liegt wohl im Topf der Gier, also der Kombination von Künstlerkumpel Ziehechse und Künstlerkumpel Gitarröte, welche beide nicht nur über Künstlerkumpel Pendelzauberer und Künstlerkumpel Schädelkrobat-Clown suchbar sind, sondern zusammen noch eine sehr starke Skala von eins bis sechs besitzt, und so die Beschwörung von Monstern der Stufe Zwei bis Fünf erlaubt. Zudem profitieren speziell die Künstlerkumpel stark von der neuen Link Mechanik. Weil selbst ein einzeln gependelter Künstlerkumpel Ziehechse kann enormen Druck in unserem so Schusslastigen Format auslösen, da er nicht direkt die Problemmonster zerstören kann, sondern zuvor noch die Echse entsorgen muss. Aber auch für Link Monster im allgemeinen haben die Künstler eine Menge synergien. So sind doch Künstlerkumpel Pendelzauberer und Künstlerkumpel Ziehechse beides Monster vom Attribut Erde und ermöglichen so auch "tote" Echsen zu Missus-Strahler weiterzuverarbeiten. Und auch zukünftiger Support sollte dem ganzen in die Hände spielen, da sie doch viele verschiedene Typen, Stufen und Attribute besitzen.
Aber es gibt auch hier wieder Schattenseiten: so kosten einzelne Monster wie Künstlerkumpel Schädelkrobat-Clown oder Künstlerkumpel Pendelzauberer nicht nur die Normal- und/oder die Pendelbeschwörung um im vollen Umfang zu wirken, sondern verbrauchen Künstlerkumpel immer einen großen Platz im Main Deck. Auch lösen/schwächen sie nicht die allgemeinen Probleme der Pendelbeschwörung wie es beispielsweise die Pendelmagier tun, sondern sind häufiger ein "Win-More".
Millen bis die Gottheit kommt

Wir alle wissen wohl zu genüge, wie gut es inzwischen ist, Karten vom Deck gezielt in den Friedhof zu werfen. Und bei manchen Decks muss es nichtmal mehr gezielt passieren, wenn dafür dann die pure Masse in den Friedhof fällt. Nicht umsonst gehören die Karten des Lichtverpflichtet-Themas seit anbeginn der Zeitrechnung zu einem der beliebtesten Engines, wenn es darum geht, Karten in dem Friedhof zu befördern. Einzige Hürde war dann meist eher, dass die Lichtverpflichteten für ihr volles Potenzial Normalbeschworen werden mussten, welche nicht umsonst sehr essentiell ist. Dies hat sich aber schon seit Duelist Alliance geändert, da man dort Dante, Reisender des Brennenden Abgrunds bekam, und nun auch die Integration aus dem Extradeck gekommen war. So war nur noch die einzige Hürde dazu geworden, eine genügende Zahl an Monstern der Stufe drei zu besitzen, um das Optimum aus diesem Vorteil ziehen zu können.
Doch seit Battles of Legend hat sich auch dies geändert: nun hat nicht nur die 2.-stärkste Stufe (Stufe drei) Zugriff auf einen universellen Mill, sondern durch Minerva, die erhabene Lichtverpflichtete auch die Spielstärkste Stufe (Stufe vier).
Hierbei kann man leider auch nicht mehr viel weiter sagen, als dass die Nachteile nicht wirklich nennenswert sind. Und da kann man noch so schlecht millen...
Nicht genug Mill? Millen wir doch einfach mal anders

Vielleicht unterhalte ich mich zu viel mit Lichtverpflichtet-Spielern, aber wenn man denen Glauben schenken darf, gibt es nicht zu viel Mill, sondern nur zu wenig. Aber auch da wurde über Umwege für Abhilfe geschaffen: ob man nun eine Vielzahl an Licht-Monstern spielt, oder gar leicht eine Armada von Ungeheuer-Krieger-Monstern aufs Feld platzieren kann, beide eignen sich hervorragend um Effektiv mehr Mill- und/oder Draw-Power zu erhalten.
Starten wir den Gedankengang einfach mit dem beliebtesten Beispiel: zwei Monster vom Typ Ungeheuer-Krieger. Man überlagert beide zu Bujintei Kagutsuchi und darf anschließend die obersten fünf Karten des Decks in den Friedhof werfen. Anschließend nutzt man den zuvor oder jetzt erst in die Pendel-Skala platzierte Bujin Hiruko, welcher mit seinem Effekt ein "Rank-Up" des Bujin-Monsters erlaubt. Nun hat man drei mögliche Wege die man je nach Main Deck, Extra Deck und Situation einschlagen kann:
1. Man beschwört Bujintei Tsukuyomi und bekommt damit die Möglichkeit, zwei neue Karten zu ziehen und zugleich den Friedhof mit Karten aufzufüllen.
2. Man beschwört Bujinki Amaterasu und hat so die Möglichkeit, im eigenen Zug den frisch verbannten Bujin Hiruko direkt aufs Spielfeld zu beschwören. Anschließend kann man ähnlich wie es PSI-Hüllenlord Omega macht, im gegnerischen Zug Karten aus der verbannten Zone zu recyclen. Oder man stellt sofort andere Sachen mit dem beschworenen Monster an, wie es beispielsweise eine Linkbeschwörung darstellen würde.
3. Man beschwört Bujintei Susanowo und kann sich einen neuen Bujin Hiruko aus dem Deck suchen. Anschließend kann man entweder das gegnerische Spielfeld von einer Menge Kleinvieh befreien oder nutzt den Hiruko sofort um die anderen beiden Optionen oder einen weiteren Bujintei Kagutsuchi zu beschwören.
Und selbst wenn man mit Bujintei Tsukuyomi startet, kommt man auf eine ähnliche Kette wie diese hier, bloß mit einer anderen Reihenfolge. Und auch wenn man jetzt denken mag, dass diese Kombo nur funktioniert, wenn man doch einen Bujin Hiruko schon auf der Hand habe, so sollte man nicht vergessen, dass wir immer noch Zoodiak Breitbulle besitzen. Und selbst wenn auch dieser früher oder später das zeitliche der Liste der verbotenen und limitierten Karten segnet, so sollte man die drei Kopien von Feuerformation - Tenki nicht außer acht lassen. Der einzigst wirkliche Nachteil liegt eher darin, dass nur ein sehr kleiner Kreis an Themendecks auf diese Kombo konstant zugreifen kann, und sie sehr viel Platz im Extradeck verbraucht. Somit muss man sich auch hier schon im vorneherein viele Gedanken machen, ob es den Platz wirklich Wert ist.
Zurück ans metallische Reißbrett

Nein, dieser Artikel ist erst zuende, wenn ich jedes alte Pendel-Deck abgegrast habe. Und diesmal geht es an ein Thema, welches selber gerne zu einer Engine verkommt: Metallfose. Doch anstatt diesmal zur Engine umgebaut zu werden, zähle ich stattdessen eine Engine auf, die man mit diesem Themendeck spielen kann: Büroboter.
Kommen wir direkt zum grundsätzlichen Ablauf:
Alles was wir zum Start brauchen ist ein Büroboter 003. Dieser kann, wenn man ihn normalbeschworen hat, ein Büroboter aus dem Deck spezialbeschwören. Deshalb beschwört man im Regelfall Büroboter 002, welcher anschließend eine Büroboter-Karte suchen darf. Hier nehme man einfach Büroboter 005 auf die Hand. Aus den beiden nun auf dem Feld befindlichen Robotern macht man anschließend einen Missus-Strahler und schaltet so zwei Zonen frei. Nun kann man den Büroboter 005 in die Skala legen und anschließend mit einem beliebigen Metallfose zerstören. Denn nun aktiviert sich der Effekt von Büroboter 005 und belebt Büroboter 002 wieder, welcher eine weitere Kopie von Büroboter 005 sucht. Anschließend kann man in weiteren Link- und Zerstörungs-Kombos gehen, um weitere Zonen freizuschalten, oder man geht ab diesem Punkt direkt in eine Pendelbeschwörung. Da Büroboter 005 Maschinen-Monster mit Stufe Fünf sind, kann man so auch auf Cyber Drache Nova sowie Cyber Drache Unendlichkeit gehen.
Aber wozu sollte ich diese Engine statt der Qliphort-Engine spielen? Sie ist doch offensichtlich sehr viel Anfälliger gegenüber schlechten Händen? Hier liegt der Vorteil primär darin, dass man so zwei verlinkte Zonen erhält, und sich mit einem offenen Cyber Drache Unendlichkeit nicht selber blockiert. Außerdem kann man so wieder gute Spielfelder aus Vollmetallfose Alkahest und Cyber Drache Unendlichkeit aufbauen, welche einen enormen Druck auf den Gegner ausüben können.
Der FTK Drache

Als aller letzte "Engine" möchte ich noch kurz auf Firewall-Drache zu sprechen können. Ich weiß nicht wie weit die Information voranschreiten konnte, aber wie einige wissen scheinen sich immer mehr Konstante Loops um den allseits gehassliebten Drachen zu entwickeln. Schon auf der letzten YCS Toronto konnte man in den Top 32 ein Dinosaurier-Deck sehen, welches mithilfe von drei Kopien des Firewall-Drachen und Grandsoil der Elementarherrscher einen Deckout-Loop über die Phantomfestung Enterblathnir aufbauen konnte. Aber auch die ersten Ewig-Infernal-FTKs scheinen immer größere Beliebtheit zu erfahren[6]. Zwar ist die Gefahr im Moment nicht wirklich trivial, da die Kombos relativ unkonstant und die Anzahl der Handtraps immer noch groß ist, aber könnte sich dieses in nächster Zeit ändern, oder sollte man durch zufall mal gegen ein solches Deck spielen, sollte man vorbereitet sein. Denn aus dem jetzigen Stand wäre es übertrieben zu sagen, dass der Firewall-Drache auf die Liste der verbotenen und limitierten Karten gehört. Bloß wann ist der Punkt erreicht wo es zu spät oder zu kritisch ist?
Abschließende Worte
Und damit sind wir auch schon am Ende unseres kleinen Exkurses angekommen. Wieder einmal sollte klar sein, dass viele der hier vorgestellten Engines vermutlich nie eine Meta-Relevanz bekommen, dafür andere umso mehr Inspiration für andere Decks darstellen dürften. Somit liegt es mal wieder an euch, den Spielern, wie ihr diese Informationen verwendet und weiterverarbeitet.
Falls ihr nochmal in den alten Artikel vorbeischauen wollt, könnt ihr dahin gelangen, indem ihr hier klickt. Ich habe es nämlich vermieden, Engines doppelt zu nennen.
Habt ihr noch Engines die ihr gerne im Artikel gesehen hättet oder andere Gedanken die ihr hierzu teilen wollt? Dann schreibt es doch einfach in den Diskussionsthread.




[1]Ich will hier nochmal kurz erwähnen, dass in dem Moment, wo ich den Artikel schreibe, noch keine neue Liste der verbotenen und limitierten Karten erschienen ist. Wenn sich dies innerhalb der Zeit bis zur Veröffentlichung geändert hat, bitte ich darüber hinwegzusehen, wenn einige Formulierungen immer noch von einer "kommenden" Liste sprechen.

[2]Hier werden die Ohren wieder hellhörig. Wobei da eine Besonderheit drinne liegt: der Einmal Pro Spielzug beschränkt sich nur auf den zweiten Effekt. Somit ist es möglich, wenn man auch das wiedergeborene Monster sofort wieder verliert(beispielsweise durch einen Reißender Tribut), man es mit einer zweiten Kopie von Mischwiedergeburt wiederbeleben zu können.

[3]Bestimmt wird man mich dafür meucheln, wie wenig doch all diese Beispiele passen. Aber ich hoffe, dass die Botschaft angekommen ist. Denn es handelt sich alles um Karten, die man in irgend einer Art und Weise schonmal gesehen hat, und die mehr oder weniger auch schon einige Zeit auf der Liste der verbotenen und limitierten Karten gefristet hat oder haben sollen.

[4]Auch weil ich mich noch nicht ausgiebig genug damit beschäftigt habe...

[5]Auch wenn ich sagen muss, dass die Pendeldecks gar nicht so tot sind, wie einige es behaupten. Man sieht es teils am OCG wo immer mal wieder Pendel-Decks in den Tops sind. Zwar muss man jetzt enorm umdenken, aber auf welches andere Deck, was stark an die alte Mechanik gewöhnt ist, betrifft das nicht?

[6]Bei diesem geht es darum, Ewig infernales Trugbild möglichst häufig mit neuen Firewall-Drachen auf die Hand zu nehmen und ihn von dort spezial zu beschwören. Da er ähnlich wie auch Rettungskaninchen zwar eine spezialbeschwörungs-Einschränkung, ausgenommen von der Hand, besitzt, kann man dies relativ gut machen. Dies wiederholt man dann solange, bis man über zwei Ewig Infernaler Totenbeschwörer einen M-X-Säbel-Beschwörer ausspielt, welcher anschließend die Amazonische Bogenschützin aus dem Deck beschwört.