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Wenig beachtete Anti-Karten
von soulwarrior am 09.07.2010 um 00:22 Uhr
Ich hatte ja eine Zeit lang überlegt, ob ich den heutigen Artikel einfach "Love is in the Air" nenne. Dann hätte ich im Artikel schön darauf anspielen können, dass ja Yu-Gi-Oh! Spieler sonst häufig den Eindruck verbreiten, nichts ist wichtiger als der Sieg. Das lässt wiederum den Schluss zu, sie wären ganz halsabschneiderische Grobiane und entsprechend müssten sie alles tun, um ihre Gegner zur Weißglut zu treiben. Komischerweise sieht das in der Realität ganz anders aus, denn niemand spielt „Hass-Karten“. Irgendwo muss also der Standard-Yu-Gi-Oh! Spieler doch ein Herz für Gegner™ haben, sonst würde er halt auch mal Karten spielen, bei denen sich der Gegner mitunter denkt: "FU!" [1]
Warum also der eindeutigere Titel? Na ja, ich muss hier mal dick die Hits abgreifen, weil ja viele Spieler doch nur in einen Artikel klicken, wenn sie zumindest ansatzweise den Eindruck haben, dieser würde sich mit Deckstrategien beschäftigen. Und das tut der heutige ja ausnahmsweise mal. [2]
Wir erinnern uns zurück: Pitai zieht erneut in seine fünfte Handkarte. Unter diesen befindet sich Finsterer Bewaffneter Drache, Kalte Welle, Begräbnis aus einer anderen Dimension und Finsterer Grepher. Doch die nützen ihm alle nichts, solange er kein weiteres Finsternis-Monster hat. “Hätte ich jetzt was, wärst du jetzt tot”, kündigt Pitai das auch an. Vinzent meint nur: “So ist das meist”, dann erklärt Pitai laut, dass sich das für ein Finale nicht gehört und so muss er noch ein wenig nachdenken. Er blickt mal in sein Extra Deck, dann meint er selbst “Alles oder nichts…” Er könnte nun Finsterer Bewaffneter Drache für Finsterer Grepher abwerfen und so auch Schwarzflügel - Vayu das Symbol der Ehre in den Friedhof bekommen, aber da anschließend noch keine Synchrobeschwörung möglich ist bin ich mir nicht ganz sicher, was ich übersehe… Schließlich spielt Pitai Kalte Welle. Er beschwört Finsterer Grepher, wirft Finsterer Bewaffneter Drache ab, der ihm Seuchenverbreitender Zombie in den Friedhof bringt – das habe ich also übersehen. Pitai meint dann zu mir: “Vorbei wegen… schlechter Draw.” Er bringt den Zombie über seinen Effekt aufs Feld zurück. Doch Vinzent hat D.D. Krähe! Pitai hätte hier im Finale der Deutschen Meisterschaft fast noch das Spiel mit einem OTK beendet. Doch selbst bei etwas (viel besser ging ja nicht) besserer Hand von Pitai hätte Vinzents D.D. Krähe den Unterschied gemacht. Hate Karten, also Karten, die primär die Aufgabe haben, eine gegnerische Strategie zu stören, können schnell zu Match Winnern werden. Unter ihnen ist D.D. Krähe wohl derzeit der Superstar – kaum eine andere reaktive Karte, die nicht das eigene Spiel unterstützt, sondern vielmehr das gegnerische Spiel stört, wird momentan so häufig gemaindeckt. [3] Zwar erkennen so einige Spieler das Potenzial solcher Karten, die im Alleingang den Unterschied machen können. Doch nur wenige trauen sich, ganz bewusst auf die potenziellen Death Draws zu setzen, um sich so noch ein Ass in den Ärmel zu packen. Klar muss man nicht den äußerst extremen Ansatz von Gaetano "Whizzy" Garofalo wählen und die Deckwahl davon abhängig machen, wo man mühelos die meisten Kopien einer Hate Karte rein bekommt (seine Begründung dafür, dass er auf der Deutschen Meisterschaft Blackwings gespielt hat), aber 1 – 2 Kopien schaden nur in wenigen Fällen. Schauen wir uns ein paar solcher Hate Karten etwas genauer an und beginnen wir am besten direkt mit:
Das soll es mit meiner kleinen Aufzählung auch schon wieder gewesen sein. Das soll nicht heißen, dass es keine anderen Karten da draußen gibt, die effektiv ein Deck haten können, doch ich möchte euch nicht alles vorkauen. [6] Vielmehr soll euch der Artikel einfach ein klein wenig auf die Sprünge geholfen haben, um euch selbst kreative Ideen einfallen zu lassen, wie ihr dem Metagame die Stirn bieten könnt. Es muss ja nicht immer gleich ein komplettes Anti-Deck sein, manchmal reichen eben auch ein paar wenige Hate Karten. soul
Erkältung im SommerDas ist wirklich eine unerfreuliche Situation... da ist es ständig übermäßig heiß, einen Tag mal nicht, man schläft trotzdem mit der dünnen Decke, weil man sich denkt, sonst wacht man ja doch wieder schweißgebadet auf und am nächsten Tag wacht man dann mit einer Erkältung auf. Die Alternative – und zumindest in gewissen Kreisen – sehr viel sicherere Ausrede ist die "Klimaanlagen-Ausrede", die mittlerweile schon als Klassiker gilt. Einfach behaupten, man wäre irgendwie zu lange Auto mit Klima gefahren und hat sich dann so die Erkältung geholt und man ist fein raus mit der Erkältung im Sommer. Sachen anständig zu Ende bringenSo wie ich mich trotz Krankheit dazu durchgerungen habe, diesen Artikel bis zum Ende fertig zu stellen, wird das hoffentlich auch die deutsche Elf machen und am Samstag noch mal schön Uruguay mit 4 Toren heim schicken (2 davon natürlich von Klose). Unqualifizierte WM KommentareSchon hart, was man als Fußball-Fan so teilweise ertragen muss... "Hau den doch mal einer um!!!", war da noch einer der harmloseren Sprüche, die ich beim Spiel gegen Spanien ins Ohr gebrüllt bekam. Und noch schlimmer: Der Moderator war genauso schlecht. Ich denke, ich muss echt noch mal beim Radio oder von mir aus auch beim Fernsehen anlernen und denen mal zeigen, wie man ein Spiel richtig kommentiert. [1] Das steht natürlich für: Fantastisch Umspielt! Man kommentiert also die tolle gegnerische Antwort anerkennend. [2] Man könnte also sagen, ich bewege mich auf fremdem Terrain. Man könnte auch sagen, ich übe ein wenig für die Europameisterschaft. Ach ja, habe ich erwähnt, dass ich es irgendwie geschafft habe, verschnupft zu sein?! Ich kämpfe hier gegen die Krankheit an, während ich den Artikel für euch schreibe! [3] Ja, das ist jetzt ein Verb. Gewöhnt euch schon mal dran, wenn nämlich die Coverage der Europameisterschaft online geht, wird wieder aus jedem dritten Hauptwort ein Verb gemacht. Im Englischen ist das sogar "cool", während es im Deutschen nach wie vor etwas seltsam anmutet... Ich will mich aber mal nicht in dieser Diskussion verlieren und geh mal weiter artikeln (= "Artikel schreiben" als Verb). [4] Übrigens ein schrecklicher deutscher Name... ich überlege jedes Mal, ob sie nicht doch "Geistzersetzung" oder "Gedankenzersetzung" oder sonst irgendwie so ähnlich heißt. Da ist "Mind Crush" schon leichter zu merken – insbesondere auch durch die Yu-Gi-Oh! Abriged Series (das zu googeln, das Video anzusehen und anschließend noch 5 weitere Clips aus Abriged anzusehen hat mich eben mal gute 15 Minuten gekostet... so viel zum Thema effizientes Arbeiten). [5] Das ist so wie wenn ihr selbst Maschine spielt und euer Gegner euch Cyber Drache hinlegt – eine Karte, die ihr früher wohl selbst in einem Maschine-Deck gespielt hättet. Daraufhin packt er Chimeratech Fortress Dragon aus und schon hat euch eine eurer "eigenen Karten" besiegt. Ziemlich deprimierend. [6] Außerdem bin ich krank, habe Kopfschmerzen und muss noch was vom Abend haben!
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