Nun hab ich endlich die Gelegenheit gehabt mir das WoW TCG live anzgucken. Ich staunte nicht schlecht über die großen Heldenkarten die an der Seite das Feld verzierten. Die Gelegenheit live dabei zu sein nahm ich gerne war und so konnte ich erste Eindrücke vorallem vom Handling und den strategischen Möglichkeiten sammeln.
Angefangen habe ich damit, dass ich Jemandem half. So sollte jmd eine Demo bekommen der kein Englisch konnte und da Ben nur Englisch kann sprang ich kurzerhand als Übersetzer ein und war damit fast ins Spiel selber integriert. Mein Schützling spielte gegen einen anderen Gewinner der Verlosung von www.Gamona.de. Er hatte jedoch noch nie TCGs gespielt und so wurde die ganze Sache sehr ausführlich und intensiv erklärt. Ben begann den Beiden(und mir) einzelne Details zu erklären und baute uns einen Rahmenplan auf, den man sich im Regelbuch bereits selber erarbeiten kann. Das Grundprinzip war schnell erklärt und somit konnte das Spiel beginnen. Mein Schützling bekam die Allianz mit Warrax(30HP) und sein Gegner die Horde mit Ta'zo(25HP). Hier fand ich es besonders toll das Ben den Beiden die Wahl gelassen hatte mit welchem Chara sie spielen wollte und ihnen Hilfe gab indem er den Bezug zum Onlinespiel aufbaute.
Die Starthand war mehr als göttlich so hatte er 2 Quests und Allys mit Kosten von 1-3. Nach kurzer Erklärung das es natürlich praktisch wäre eben diese Quests als Ressourcen zu spielen und dann jede Runde einen Ally zu spielen, die sich hier ja aufzwängten begriffen beide schnell das Prinzip. Mir fiel hierbei das enorm wichtige Early Game auf. So dachte ich nach Runde 2 bereits, dass das Spiel bereits entschieden sei. Der Hordler konnte nur 2 Ressourcen (2 Quests) spielen und war sonst ohne Aktion geblieben. Auf meiner Seite hingegen gab es dann schon 2 Kreaturen die Ta'zo ordentlich einheizten, welcher ja keinen Angriff hat und somit nie Schaden austeilte. Die Erkenntnis war klar. Das focusieren des Heldens war mehr als nur effektiv auch als der Gegner dann doch mal eine Kreatur draußen hatte. Protector dachte ich nur und genau das wärs auch gewesen, hier fehlte oft die Option die Angriffe abzuwehren oder den Schaden heilen zu können. Dies wäre für ein Starter durchaus zu komplex und somit passte das schnelle Voranschreiten wunderbar zur Lernkurve, was mir mehr als nur gut gefallen hat. Beide kamen mit eben jener Lernkurve wunderbar klar und für mich erschloß sich alles ebenfalls da ich mich ordentlich vorbereitet hatte und bereits alle Infos vorher studiert hatte. Ben machte seine Sache gut und half den Spielern bei der Wahl der Karten und hatte stets einen guten Überblick über die Karten.
Kommen wir zurück zum Spiel. Der Hordler kam langsam aber sicher ins Spiel zurück und aktivierte geschickt seine Quests um so den Gegner unter Druck zu setzen. Hierbei entwickelte sich "The Princess Trapped" zu einer echten Schlüsselkarte. Jene brachte ihm 2 Mal die nötigen Karten um zurück ins Spiel zu kommen. Spannend war die Nutzung von den LP der Kreaturen. Durch die Tatsache das Blocker fehlten wurde die wahre Stärke der Allys offenbart. So zeigte sich das im Lategame die LP unwichtiger werden. Denn eine Kreatur mit 3 ATK interessiert sich logischer Weise nicht dafür ob der Gegner nun 1 oder 3 HP hat. Die ATK jedoch waren stets wichtiger, da angegriffene Allys ja auch noch zurückhauen. Diese Tatsache war den beiden Spielern natürlich nicht wichtig da sie einfach einen Schlagabtausch machten, welcher in Runde 6 dann seinen Höhepunkt schaffte, nachdem in Runde 5 eine "Frost Nova" den Großangriff aufhalten konnte.
Erstaunlich waren für mich eben jene Tatsachen, selbst mit wenig Aufwand (hier also Ressourcenverbrauch) kann man zurück ins Spiel finden und ist nicht direkt chancenlos unterlegen.
Ich musste jedoch schnell merken, dass ich das Earlygame überschätzt hatte. Der Hordler schaffte das Comeback in Runde 4 mit guten Zügen und geschickten Angriffen. Der Schaden den Ta'zo bis dahin eingesteckt hatte blieb jedoch. Ich hoffe ich kann morgen beurteilen wie man das Early Game gestalten sollte, bzw. Beurteilen wie die Gestaltung sein kann. Hier scheinen mir jedoch alle taktischen Varianten möglich zu sein. So sah es Anfangs so aus als wenn ein schnelles Beatdown sehr effektiv wäre und bei ausreichendem Druck scheint dies gerade gegen einen Magier der deutlich weniger HP hatte effektiv zu sein. Eine defensive Variante ist ebenso denkbar und auch das Erfüllen von Quests als Priorität scheint denkbar. Diese Taktiken sind wie ein Schere-Stein-Papier Prinzip angeordnet und bedingen sich natürlich gegenseitig.
Das Spiel ging locker weiter und beide Spieler bekamen so langsam einen Durchblick. Der Hordler verstand es auch schnell im gegnerischen Zug viel machen zu können. Da dies ein taktischer Vorzug ist der in vielen TCGs fehlt ist dieses direkte eingreifen hier wunderbar geeignet und so war das beenden das Zuges mit ~6 ungenutzen Ressourcen keineswegs schlecht, da sowohl Instant Abillitys, Quests, Waffen und Fähigkeiten hier effektiv genutzt werden können.
Das Ressourcensystem hat mich beeindruckt und mich schon bei der Vorstellung des Systems zu einer zentralen Frage geführt: Was bringen Quests und sind sie von elementarer Bedeutung im Spiel? Natürlich sollen sie mir Vorteile bringen, aber das ist ja nicht die Frage sondern was bringt mir eine Quest im Vergleich zu einer anderen Karte. Kann also die Tatsache eine Quest zu spielen den Nachteil keine weitere Option gezogen zu haben aufwiegen. Hier scheint gerade die Tatsache das ich hohe Kosten zum erfüllen bezahlen muss im Weg zu stehen. Dies scheint gerade anfangs einfach nicht möglich zu sein, da sie einfach zu teuer sind. Denn so kostet die Benutzung der Waffe Ressourcen und auch das Ausspielen von weiteren Karten. Hier blieb auf unserer Seite oft nichts mehr für die Quests übrig. Dies änderte sich aber ab Runde 7. Bis dato spielten beide jeweils 1 Ressource pro Runde. Der Hordler hatte noch 6 Handkarten aber der Spieler der Allianz nurnoch 3. So fehlte ihm die Option Karten auszuspielen und er hatte die ideale Situation um Quests zu erfüllen. Dadurch schaffte er es diesen Zug ebenfalls effektiv zu nutzen. Nun mag diese Demo nicht repräsentativ sein für das spätere Spiel, aber es zeigte mir das die Quests eine wunderbare Möglichkeit sind stets alle Ressourcen nutzen zu können. Der böse Tokenproduzent "Are we there, Yeti?" hätte das Spiel für den Allianzler zu seinen Gunsten beenden können. Da es aber spannend bleiben sollte aktivierte er diese bereits in seinem Zug und so konnte sein Gegner 2 der Token ausschalten und überlebte beim folgenden Angriff mit 1 HP. Leider mussten wir die Demo dann abbrechen da wir schon eine halbe Stunde spielten und die Nächsten an der Reihe waren.
Ich sprach anschließend noch mit dem Spieler der Ta'zo spielte. Er war begeistert und zeigte großes Interesse an dem Spiel. So sprachen wir noch über die Ausgewogenheit der Starterdecks und er meinte, dass das Allianzstarter ein wenig stärker sei. Dies kam in seinem Spiel natürlich so rüber
Über die Frost Nova dachte ich lange nach. Für 4 Ressourcen bekommt jede gegnerische Einheit 1 Schaden und diese können nicht angreifen. Durch die flexiblen Aktionsmöglichkeiten könnte man jedoch dann noch Kreaturen mit Fearocity spielen und mit diesen angreifen. Jedoch half die Karte hier über einen Zug hinauszukommen, eine große Armee aufzuhalten und auch noch Schaden auszuteilen, was gerade die häufig vertretenen Einheiten mit 1 HP hart traf. Man sieht hier wunderbar das die Karten nicht sofort in Klassen wie: effektiv / schlecht / mittelmäßig einteilen lassen.
Lasst mich zu etwas anderem kommen. Das Artwork war mehr als göttlich. Ich staunte sowohl über die Vielfalt an verschiedenen Stilen als auch über die Treue zum Originalspiel. Ein Freund sah das Bild einer Karte und meinte: "Wieso hat der denn diese Waffe und nicht diese(ich weiß die Namen natürlich nicht)?" Das zeigte mir, dass das Spiel sowohl für mich der schon viele TCGs gesehen hat optisch wunderbar ist. Und natürlich auch für all die Spieler die WoW spielen, der Wiedererkennungsfaktor ist wunderbar angelegt und im Vergleich zu Yu-Gi-Oh! z.B. auch stark im Vordergrund. Als wunderbares Beispiel lässt sich schon jene erwähnte Karte: "Are we there, Yeti?" anbieten.
Ich konnte nicht an mich halten und fragte Ben direkt ob es auch Möglichkeiten gibt die Helden zu heilen. Das Ja das ich nun bekam machte mich glücklich, da somit die einzelnen Spielabschnitte mehr Tiefe bekommen. Ich bin gespannt wie hier der Kosten/Nutzenfaktor ausfällt.
Ihr seht also, dass das Spiel noch viele zu erforschende Tiefen für uns bereit hält. So z.B. die Frage ob das Spiel stets nach ~8 Runden sich dem Ende entgegensetzt.
Davon gibt es dann aber erst morgen mehr da ich ja nicht alles Vorwegnehmen will. Morgen wird es dann noch einen Bericht von meiner Demo geben und auch ein paar Interviews mit Spielern die ebenfalls Demos bekommen haben die dann direkt im Anschluß ihre Meinungen offenbarten.
Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht meinen Gedanken zu folgen und ihr seit auch morgen wieder dabei wenn die nächsten Berichte und ein Haufen Bilder online kommen.
Edgar Block
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