Frohes Neues // Artikelschreiber-Contest 2009
von soulwarrior am 23.01.2009 um 16:18 Uhr
Der ein oder andere User hat wohl schon gedacht, dass sich meine Kolumne stillschweigend in die ewigen Artikelabgründe verabschiedet hat (und sich dort der Gesellschaft einiger RockSahne Texte erfreut). Tatsächlich ist ja schon über einen Monat keine Ausgabe mehr erschienen. Klar, in der Zwischenzeit ist viel passiert – die Kontrolle über das Yu-Gi-Oh! TCG hat mehr oder weniger mehrfach gewechselt, es wurde offiziell angekündigt, dass alle Kolumnen eingestellt werden und dann gingen sie plötzlich doch wieder weiter – ebenfalls mehr oder weniger. Denn die turbulenten Ereignisse, gepaart mit einigen stressigen Entwicklungen im Privatleben einiger Kolumnisten sorgten für ausreichend viel Unmut, um eben nicht die Ärmel hochzukrempeln und hier jede Woche einen Artikel online zu stellen. Durchaus verständlich, wenn man mich fragt. [1]

Glücklicherweise haben sich die Wogen jetzt wieder geglättet; die Generalprobe für das Projekt "Organized Play auch 2009" in Stuttgart konnte ebenfalls gut über die Runden gebracht werden und es herrscht sogar noch so einiges an Klarheit darüber, wie es jetzt insgesamt weitergeht. Nachdem wir also das Tal der Trübseligkeit durchschritten haben, ist die Richtung vollkommen klar, denn es kann eigentlich nur aufwärts gehen. Grund genug für mich, eine kleine Standortanalyse zu bringen [2] sowie einen Ausblick, was wir uns denn von den kommenden Monaten erwarten dürfen. [3]


Die derzeitige Situation


In Europa stehen wir nun auf relativ sicherem Boden. Per Gerichtsentscheid wurden die bestehenden Verträge zwischen Konami und Upper Deck als weiterhin gültig erklärt, so dass Upper Deck bis zum regulären Ablauf des Vertrags (und dieser dauert noch länger als 1 Jahr an), für alle YGO Belange in unseren Gefilden zuständig ist. Das heißt, sowohl die Booster, die zum Verkauf an die Händler geschickt werden als auch die OP Programme, an denen ihr euch in eurem Lieblings-Hobby-Store beteiligen könnt, werden von Upper Deck organisiert.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand, denn dadurch, dass wir dies schon seit mehrern Jahren in unserer Hand haben, könnt ihr davon ausgehen, dass alles "wie immer" seinen gewohnten und guten Gang nimmt.

In Amerika wiederum gab das Gericht Konami Recht und die dortige Vertragsauflösung hat somit Bestand. Daraus folgt, dass Upper Deck zukünftig keine Möglichkeit mehr haben wird, YGO Produkt zu verkaufen, bzw. Turniere auszurichten. Zukünftig ist hier das Stichwort, denn ein weiteres Gericht hat Upper Deck das Recht zugesprochen, weiterhin YGO Produkt zu verkaufen. Heißt im Klartext, dass alle Booster, die Upper Deck Amerika noch hat, auch ganz normal verkauft werden können. Dafür wird aber kein neues Produkt mehr von Konami an Upper Deck geliefert werden, was beispielsweise den Auslieferungs-Stopp von Champion Packs oder die Absage der Sneak von Seiten Upper Decks zur Folge hatte. Wie gesagt, dies betrifft nur Amerika.

Wer jetzt meint, dass der amerikanische Markt sofort schlagartig wegfällt, ist erneut schief gewickelt. Denn tatsächlich hat Konami schon auf die neuen Umstände reagiert und richtet beispielsweise die Crimson Crisis Sneak Ende Februar / Anfang März aus. [4] Wenn ihr euch die Ankündigung dazu näher anseht, werdet ihr zum Einen bemerken, dass in Amerika jetzt jeder Hobby Store (ähnlich wie in Deutschland) eine Sneak ausrichten darf – und nicht nur ausschließlich die Premier TOs wie zuvor – und zum Anderen, dass es dort weniger Preis-Support pro Spieler gibt. Folglich dürft ihr euch tatsächlich mal darüber freuen, in Europa zu leben und nicht in Amerika. Ich weiß, ihr habt das morgen wieder vergessen, aber ihr könnt uns gerne mal den Gefallen für einen Tag tun.

So weit mal zur Standortanalyse. Gehen wir jetzt ein wenig auf die kommenden Monate ein.


Wie geht's weiter?


Zunächst einmal läuft die Road to Nationals bereits und dieses Programm wird auch bis zum krönenden Höhepunkt – der Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg, bzw. der Österreichischen Meisterschaft in Schwechat – regulär durchgeführt werden. Also auf zu den vielen Local und Grand Qualifiern, holt euch dort das Ticket und rockt die Nationals!

Im Sommer werden wir dann den Synchrocup haben, der das Nachfolgeprogramm des Summer Cups darstellt. Ihr könnt das problemlos mit der Fortune Tour vergleichen, die auch schon einer auf den neusten Stand gebrachten Pharaoh Tour entsprach. Im Großen und Ganzen ändert sich also nichts, das Programm hat eben einen neuen Namen, der besser zu Yu-Gi-Oh! 5D's passt, einige Preise sind geringfügig anders und das war's. Darauf könnt ihr euch also auch schon freuen, denn da dieses Programm nunmehr in die fünfte Auflage geht, wird auch hier aller Erwartung nach nichts schief gehen.

Im letzten Drittel des Jahres versüßt uns dann erneut die Fortune Tour die etwas kühleren Monate. Dazu brauche ich quasi gar nichts zu sagen, die haben wir ja jetzt erst wieder erfolgreich hinter uns gebracht und wir können uns alle problemlos ausmalen, wie das dann erneut aussehen wird.

Zum Metagame hat Toby gestern schon ein paar Worte verloren und grundsätzlich sieht es auch hier nicht unendlich schlecht aus. Es gibt mal wieder Hoffnung für so etwas wie Abwechslungsreichtum, aber nach wie vor liegt das in den Händen der Spieler, also euren Händen und wir wissen ja alle, wie viele von euch extrem gerne mit kreativen Decks auf Turnieren antreten.

Bleibt uns also zuletzt noch die Situation auf eTCG.de ins Auge zu fassen. Toby hat die Ehre der Kolumnisten in den letzten Wochen mehr oder weniger im Alleingang gerettet. Huy hat sich endgültig verabschiedet, da ihm die schulische Belastung gemeinsam mit asozialen Foren-Kommentaren die Lust nahmen. Wieder einmal verständlich, wenn man mich fragt, sogar verständlicher, als wenn jemand in seinem Urlaub... sogar Urlaub macht. Aber nun ja...
Harti hat sich eine Pause gegönnt und wird uns frühestens ab Februar wieder den Mittwoch versüßen. Bazil wiederum will es wohl nur noch auf 10 Artikel schaffen, da es ihm zum Einen wenig Spaß macht, eine Kolumne zu schreiben, zum Anderen fehlt ihm auch das Material, regelmäßig was abzuliefern. Ich sage es direkt mal: Dies bedeutet nicht, dass ich wieder mehr schreibe, denn ich werde wohl auch weiterhin ab und an Urlaub machen.


Artikelschreiber-Contest


Jetzt kommt es aber mal zu einer neuen Entwicklung, denn – wie auch schon im Allgemeine Fragen, Vorschläge und Kritiken Part gepostet – wir starten mal wieder einen Artikelschreiber-Contest! Jede Woche wird der beste Artikel gekürt und auf eTCG.de veröffentlicht und ihr könnt dafür auch noch Booster abgreifen!

Darüber hinaus gibt es für euch noch die Chance auf eine regelmäßige Kolumne auf eTCG.de! Bevor sich jetzt drölftausend User (ungerechtfertigte) Hoffnungen machen, möchte ich die Erwartungen ein wenig bremsen. Denn um sich hier als Kolumnist zu etablieren, muss man sehr selbstständig arbeiten können. Das heißt, eure Rechtschreibung und Grammatik sollten wirklich gut sein und es sollte insbesondere nicht erforderlich sein, dass noch ein weiterer Mitarbeiter von eTCG.de jeden Artikel 4mal überarbeitet. Benutzt folglich ein Programm wie Word, das zumindest einige Fehler findet und uns so die Korrektur erleichtert. Wie viele Kolumnisten wir wählen, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher sagen, das hängt von der Qualität der Schreiber ab.

Die Jury besteht wie immer aus erfahrenen Artikelschreibern von eTCG.de, so dass es uns nicht allzu schwer fallen wird, besonders gute Artikel und Artikelschreiber ausfindig zu machen.

Die Regeln im Überblick:

  • Pro Woche kann 1 Schreiber immer nur 1 Artikel einschicken – es ist also grundsätzlich möglich, mehr als 1 Artikel einzuschicken
  • Jede Woche gewinnt 1 Artikel
  • Artikel, die nicht gewonnen haben, werden für die folgenden Wochen weiterhin in Erwägung gezogen – insbesondere ist es daher NICHT sinnvoll, ein und denselben Artikel in unveränderter Form mehrfach einzuschicken (wenn ein Artikel grundlegend überarbeitet wird, ist dies durchaus denkbar)
  • Für jeden veröffentlichten Artikel gibt es 6 Booster
  • Die Mindestlänge für einen Artikel sind 800 Wörter, die Maximalgrenze sind 1500 Wörter
  • Artikelformat bitte Word (.doc) oder Rich Text (.rtf). Nach Möglichkeit KEIN Open Office (.odt)
  • Artikel, die man nicht selbst geschrieben hat, dürfen nicht eingeschickt werden
  • Dies gilt auch für Artikel, die ihr zwar selbst verfasst habt, die allerdings bereits auf anderen Internetseiten veröffentlicht worden sind
  • Alle Artikel bitte an meine E-Mail Adresse schicken


Das sollte es erstmal gewesen sein. Ich muss mir leider die Möglichkeit offen halten, die Regeln noch geringfügig abzuändern, da bei jeder Auflage des Artikelschreiber-Contests Leute auf neue, lächerliche Ideen kommen, um auf ungerechtfertigte Weise Booster abzugreifen.

Gleichzeitig war es das auch für die heutige Kolumne. Möglicherweise hört ihr schon nächste Woche wieder von mir, möglicherweise auch nicht. Ich habe ja (noch) die Notausrede, ich habe damit gerechnet, dass Bazil was online stellt und er hat versagt, die muss ich daher mindestens noch einmal nutzen.


soul


Trends der Woche


Gosus



Endlich hat mir jemand (der im heutigen Artikel sogar namentlich erwähnt wird) mal eine Definition von Gosu gegeben, mit der ich was anfangen kann:

A sub-human who sacrifices his or her social and sex life in exchange for ungodly Starcraft or Warcraft (or Yu-Gi-Oh!) abilities. There have been actual cases where many 'gosu' players had starved to death because of playing Starcraft for too long.


Oha, ich mache mir plötzlich ernsthafte Sorgen um das ein oder andere Mitglied des deutschen Elite-Teams.

Achim Günzel



Eine Umfrage in der Card Master fragte nach dem besten Spieler. Unter den Vorschlägen wurde neben Claudio Kirchmair, David Dursun, Michel Grüner und Vittorio Wiktor auch Achim Günzel aufgezählt. Das sollte eigentlich ein Scherz innerhalb der Redaktion sein, doch jetzt begann man mit dem Auswerten der Umfrage und tatsächlich haben einige der Leser für Achim gestimmt. Erschreckend dabei ist, dass er schon mehr Stimmen als Tolga Erkoc hat...

Schwache Restarts



Ich nehme mir ja immer vor, schwach zu starten, um mich dann konstant steigern zu können. Die heutige Kolumne musste jetzt mal wieder locker von der Hand gehen, da ich auch diese Woche wieder 2 Tage frei hatte und folglich ist da auf jeden Fall noch Potential vorhanden, um sich zu steigern.




[1] Aber mich fragt ja niemand.

Denn bei Upper Deck im Allgemeinen und in meinem Fall im Speziellen wird immer direkt davon ausgegangen, dass man seinen Job hinschmeißen will, wenn man in seinem Urlaub tatsächlich auch mal Urlaub macht. Das heißt, wenn ich 4 Wochen am Stück frei habe und in denen keine Kolumne schreibe, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ich die Firma verlassen will.


[2] Das ist die Stelle, an der die ersten Leser entnervt aufstöhnen dürfen. Denn es interessiert ja niemanden, was heute gerade so los ist und viel wichtiger ist, was morgen geschieht.

...und diese Einstellung herrscht in einem Land, das nach über 50 Jahren immer noch versucht, seine Vergangenheit zu bewältigen. Paradox, nicht?


[3] So, jetzt bitte wieder freuen. Zumindest ein wenig.


[4] Hier im deutschen Büro sprechen wir auch gerne von der Sneak "Ende Februar / Anfang Januar". Der Hintergrund dazu ist, dass Dirk die Veranstalter angeschrieben hatte und tatsächlich diesen Wortlaut verwendete, was für einige Konfusion sorgte. Wobei natürlich klar war, dass er 28.02. / 01.03. meinte.

Mir zumindest. Falls ihr demnächst beim Herrn Waske anruft, fragt ihn mal, ob ihr eure Sneak auf den 1. Januar verschieben könnt. Er freut sich dann, dass ihr seine Mails so aufmerksam lest!
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