Yu-Gi-Oh! GX AU RP: Schattenreiter Version

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      Tara hob ihre Hand...und senkte sie danach wieder. Sie machte das ein paar Mal. Sie stand vor einer Zimmertür und konnte sich nicht entscheiden, ob sie klopfen sollte oder nicht. Sie hatten Tara gesagt, dass sie sie besuchen könnte, wenn sie jemals Probleme hätte oder einfach nur jemanden zum Reden bräuchte. Trotzdem zögerte Tara immer noch. Es war schließlich sehr früh am Morgen. Es war unhöflich. Sie hob erneut ihre Hand. Aber sie brauchte jetzt wirklich einen Gesprächspartner. Sie seufzte und wollte gerade anklopfen, als sich die Tür öffnete. Ein Mann mit langen blauen Haaren stand im Türrahmen und lächelte sie an.

      "Tara, ich hatte das Gefühl, du würdest bald kommen." sagte er.

      "Sartorius." sagte Tara und biss sich auf die Unterlippe. "Es tut mir leid, dich um diese Uhrzeit zu stören, aber ich brauche deinen Ratschlag. Du hast gesagt, ich könnte herkommen, wenn ich einen Rat brauche."

      "Natürlich, komm doch rein, Tara." sagte er und trat zur Seite, damit sie hineingehen konnte. "Ich hab schon geahnt, dass du früher oder später hier auftauchen würdest." Tara sah ihn an und setzte sich an einen Tisch. Sie war schon öfters hier gewesen.

      "Weil du es vorhergesehen hast?" fragte sie. Sartorius lächelte ein wenig.

      "Nein, es ist pures Wissen. Du warst in letzter Zeit so distanziert." antwortete er. "Möchtest du etwas trinken? Tee oder Kaffee? Aster hat mir neulich etwas vom Schwarzmarkt besorgt, zu einem guten Preis."

      "Eine Tasse Tee wäre sehr schön, wenn es okay ist." sagte sie. "Es ist schließlich nichts, was du so einfach jeden Tag bekommen kannst."

      "Mach dir darüber mal keine Sorgen, etwas zusammen zu Essen und zu Trinken ist die Freude des Lebens." sagte Sartorius, ging hinüber und erhitzte etwas Wasser in einem Kessel.

      Er hatte eine kleine Küchenzeile hier drin. Daneben befanden sich zwei Betten, einige Stühle und der Tisch. Tara wusste, dass das Badezimmer am Ende vom Flur lag. Tara schaute sich um.

      "Ist Sarina nicht hier?" fragte sie. Sartorius hatte gerade zwei Tassen auf den Küchentisch gestellt und goss das Wasser zusammen mit dem Tee hinein.

      "Noch nicht, sie ist bei deinem Vater." sagte er und kam mit dem Tee zu ihr. "In der Kommandozentrale. Irgendwas mit dem Standort des Hauptquartiers schnell wechseln. Anstatt ein paar Monate zu warten, bevor man es versetzt."

      Tara nickte. Sie hatten schon lange darüber gesprochen. Sartorius setzte sich auf einen Stuhl vor ihr. Er neigte seinen Kopf ein wenig und sah sie genau an.

      "Du siehst nicht glücklich darüber aus, Tara." sagte er. "Du weißt, dass es zu riskant ist, zu lange an einem Ort zu bleiben. Kagemaru und seine Anhänger könnten uns finden. Die Villa, die Aster zur Verfügung hatte, ist der einzige Ort, an dem wir völlig sicher sein können. Alles dank deinem Vater und meiner Schwester." Tara seufzte. Sie wusste das alles. Sie war es jedoch leid, sich zu verstecken.

      "Lass mich raten, dein Problem hat etwas damit zu tun, das wir gerade in Asien sind, richtig?" fragte Sartorius langsam. "In der Nähe von ihm und Camulas Schloss, sowie einer Horde von Vampiren." Tara seufzte. Es überraschte sie immer wieder, wie aufmerksam Sartorius sein konnte. Mit oder ohne seine Tarotkarten. Sie nickte langsam.

      "Ach ja, die Liebe, die geheimnisvollste Kraft auf der Welt." sagte Sartorius und lächelte. Tara wurde dadurch ein wenig rot. Sie wusste, dass er wusste, dass sie immer noch in einen bestimmten Vampir verliebt war. Das wusste er schon eine ganze Weile.

      "Also, brauchst du meine volle Führung oder nur meinen Rat?" fragte er und legte seine Tarotkarten auf den Tisch. "Schließlich kann nicht alles vorausgesagt werden. Du entscheidest selbst, was zu tun ist." Tara seufzte etwas.

      "Ich...ich möchte wirklich alles erfahren. Du siehst, dass es mehr als nur Liebe in meinem Leben gibt." sagte sie. Sartorius kicherte ein wenig, nahm die Tarotkarten und fing an zu mischen.

      "Außer das die Welt dem Untergang geweiht ist?" fragte er und lächelte. "Willst du es von mir hören oder von den Tarotkarten?" Tara biss sich ein wenig auf die Lippe.

      "Jaden." flüsterte sie. Sartorius schloss für eine Minute die Augen.

      "Ich tu mal so, als hätte ich das nicht gehört." sagte er. "Dein Vater wäre alles andere als begeistert, wenn ich dir jemals zu viel über ihn verraten würde. Es würde ihm bestimmt nicht gefallen."

      "Dann sag bitte Vater nichts davon." sagte Tara und sah ihn mit diesem Hundeblick an. "Das ist mir wirklich wichtig, Sartorius." Der Wahrsager seufzte. "Hmmm, ich kann dich einfach nicht davon abhalten, oder?" fragte er und gab ihr die Karten. "Wähle 5 und lege sie in beliebiger Reihenfolge auf den Tisch."

      Tara nickte und legte 5 Karten verdeckt hin. Eine in die Mitte und die 4 anderen drum herum. Sartorius nahm die restlichen Karten zurück und zeigte auf die entsprechenden Karten auf dem Tisch. Er fragte, wieviele Karten er auf sie legen sollte. Die Zahlen ergaben sich so: Zwei Stapeln mit 5 Karten, ein Stapel mit 3 Karten, ein Stapel mit 2 Karten und zu guter Letzt ein Stapel mit nur 1 Karte. Er legte die restlichen Karten neben die entsprechenden Karten und drehte alle Karten um. Die mittlere Karte war "Der Narr" auf der 5 Karten lagen. Die Karte darüber war die "Sternschnuppen" Karte mit nur einer Karte. Die Karte links war die "Die Magd" Karte mit 2 Karten. Die rechte Karte war "Der Dämon" auch mit 5 Karten. Darunter lag die "Der Bogenschütze" Karte. Tara und Sartorius schauten auf die Karten. Besonders auf die Dämonen-Karte.

      "Nun, das ist keine Überraschung, dass der Narr und die Sternschnuppe da sind." sagte Sartorius. "Sie symbolisieren dich und Jaden. Andererseits bin ich mir bei den anderen Karten nicht ganz sicher." Tara nickte. Nicht alles war vorhersehbar.

      "Könnte der Dämon Camula sein?" fragte Tara. "Sie ist ziemlich verachtenswert, denke ich."

      "Könnte sein, aber ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Immerhin ist sie weiblich. Der Dämon bedeutet, dass etwas Schlimmes passieren wird oder wenn es eine Person ist, dann vielleicht aus Titans Königreich. Er macht Experimente mit Dämonen." meinte Sartorius. "Aber mit welcher Karte möchtest du anfangen?" Tara zeigte auf ihre und dann auf Jadens Karte. Sartorius lächelte.

      "Das dachte ich mir, Tara." sagt er und drehte die eine Karte um. Es war der Seelenschnitter.

      Sartorius runzelte die Stirn und wendete die Karten auf Jadens Karten. Er tat das mit allen Karten auf dem Tisch. Tara schaute den Wahrsager an. Er sah verwirrt aus. Tara hoffte, dass es zumindest eine gute Nachricht gab.

      "Du und Jaden, ihr habt euch schon einmal getroffen." sagte Sartorius und starrte auf die Karten. "Nachdem die Welt schwarz wurde. Ich vermute ein geheimes Treffen. Oder ein zufälliges."

      Tara biss sich auf die Lippe. Dann nickte sie. Das stimmte. Das war teilweise auch der Grund, warum sie Sartorius's Führung brauchte. So konnte sie herausfinden, was sie tun sollte. Sie hatten sich zufällig getroffen. Aber Jaden hatte sich verändert! Wie alles auf der Welt hatte er sich verändert, aber Tara wusste, dass sie sich ebenfalls verändert hatte. Es war eigentlich unmöglich, aber Jaden erkannte sie und sie erkannte ihn. Er hatte sein Versprechen gehalten. Bevor sich die Welt veränderte, hatte Jaden versprochen, dass, was immer auch geschah, er sie niemals vergessen würde. Tara hatte viele ihrer alten Freunde gesehen, aber Jaden hatte sich an sie erinnert. Sie war so glücklich. Aber er diente ihnen und sie war ein Teil des Widerstands. In gewisser Weise waren sie jetzt Erzfeinde. Sie und die anderen wurden von den Königreichen gesucht. Ehrlich gesagt hätte Jaden sie auf der Stelle töten sollen. Oder sie gefangen nehmen, aber das konnte er nicht. Sie erinnerte sich immer noch an Jaden's Worte aus dieser Zeit.

      "Lauf, Tara! Verschwinde von hier! JETZT! Oh, ich kann nicht glauben, dass ich dich beinahe getötet hätte! Kannst du mir vergeben?"

      Tara hatte ihm verziehen. Sie war Sekunden später geflüchtet. Sie musste, wegen des anderen Verfolgers, aber sie hatte nie vergessen, dass er sie entkommen ließ. Sie wollte ihm auch helfen, aber wusste, dass es nicht möglich war.

      "Ich werde keine Fragen dazu stellen." sagte Sartorius. "Ein jeder hat seine Geheimnisse und je weniger ich weiß, desto weniger kann ich den anderen erzählen. Aber lass uns mal sehen, was die anderen Karten uns sagen. Es sieht so aus, als läge der Dämon und der Bogenschütze dir näher als der Narr. Keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist. Die Magd Karte...hmmm...diese Karte könnte Teilung bedeuten. Entweder gibt es zwei Mägde oder diese Magd hat zwei unbestimmte Schicksale. Eine von ihnen sieht jedoch so aus, als wäre sie dem Narren näher als du." Tara sah ihn verwirrt an.

      "Und das bedeutet...?" fragte sie. Sartorius seufzte.

      "Es bedeutet, dass du einige großartige Schicksale hast, Tara." sagt er. "Du kennst eine Regel des Widerstands. Sei wachsam und beobachte deine Umgebung. Was auch immer du in der Zukunft entscheidest, du wirst es nicht bereuen, Tara." Tara runzelte die Stirn.

      "Was für ein Ratschlag ist denn das?" fragte sie. Sartorius seufzte.

      "Ich kann dir wirklich nicht mehr sagen, Tara. Ich will deine Zukunft einfach nicht beeinflussen." sagte er seufzend. "Bitte versteh das." Tara biss sich auf die Lippe. Sie wollte etwas sagen, als ein Klopfen an der Tür zu hören war.

      "Sartorius, Sir." konnten sie Atticus von der anderen Seite der Tür sagen hören. "Das Frühstück ist fast fertig, Sir." Sartorius nickte und stand vom Tisch auf.

      "Ich komme." rief er zurück. "Oh...und Tara ist hier bei mir, du brauchst sie also nicht wecken zu gehen."

      "Gut das zu wissen." konnten sie Atticus murmeln hören. "Dann hab ich Zeit, Aster aufzuwecken. Er ist kein Morgenmensch." Tara lächelte. Das war sowas von wahr.

      "Sartorius." sagte sie. Sie musste noch mal mit ihm reden, bevor er aus dem Zimmer ging. "Um noch mal auf die Karten zurück zu kommen. Werde ich Jaden jemals wiedersehen?" Sartorius seufzte.

      "Tara, ich weiß nicht, ob..." Tara unterbrach ihn jedoch.

      "Antworte mir, ich muss es wissen. Werde ich ihn wiedersehen?" fragte sie entschlossen.

      "Du lässt wirklich nicht locker." sagte Sartorius und seufzte wieder. "Na schön. Die Karten sagen, dass du dich höchstwahrscheinlich wieder mit ihm treffen wirst." Tara's Augen leuchteten auf und sie umarmte den Wahrsager stürmisch, was ihn sehr überraschte.

      "Oh, vielen vielen Dank." sagte sie und ließ ihn los. "Jetzt fühle ich mich besser. Frühstück, hier komme ich."

      Und noch bevor Sartorius sie aufhalten konnte, eilte sie schon aus dem Zimmer und den Gang hinunter in Richtung der Versammlungshalle. Der Wahrsager seufzte und blickte auf die Karten auf dem Tisch. Eine Karte erregte besonders seine Aufmerksamkeit. Die "Seelenschnitter" Karte. Sie könnte zwei Dinge bedeuten. Wiedergeburt oder Tod.

      "Tara, pass gut auf dich auf." murmelte er langsam. "Was auch immer für Entscheidungen du in Zukunft treffen wirst, es wird ohne Zweifel große Konsequenzen haben." Dann verließ er auch den Raum.

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      Cäsar rekapitulierte das Duell von eben noch einmal in Gedanken.
      Nummer 4 mit seinem Level-Deck hat durchgehend die Kontrolle im Duel gehabt. Sein Gegner hatte zu keinem Zeitpunkt irgendeine Chance.

      Die Stimme des Ansagers riss ihn aus seinen Gedanken.
      "Nummer 5 und 6, ihr seid dran."
      Nummer 5 war eine Frau, sofern Cäsar das erkennen konnte. Ihr Gesicht hatte Sie hinter einem Schal verborgen. Nummer 6 war vermutlich in einem ähnlichem Alter wie Cäsar. Er hatte aber den einen oder anderen Kilo zu viel auf den Rippen.
      Nummer 4 und Nummer 5 nickten sich kurz zu, als sie die Plätze tauschten. Fast so, als würden sie sich kennen.
      Das Duel war ebenfalls sehr schnell vorbei. Nummer 5 machte mit ihrem Gegner kurzen Prozess.
      Sie hatte einen sehr agressiven Spielstil, für ein Cyberengel-Deck aber nicht unbedingt ungewöhnlich.

      Dnach fanden noch die restlichen 3 Duelle statt. Aber keines des Spiele interessierte Cäsar groß.
      Die 3 Sieger stellten mit dem was sie gezeigt hatten keine große Herausforderung da.
      Bei Nummer 4 und 5 sah die Sache schon anders aus.

      Cäsar verschränkte die Arme und knetete seine Unterlippe, so wie er es immer Tat, wenn er angesträngt nachdachte.
      Beide Decks sind meinem in den Punkten Kraft und Geschwindigkeit überlegen. Spielerisch müsste ich etwas besser sein, als die Nummer 5 und etwas schlechter als die Nummer 4. Das wird verdammt eng.

      Hätte ich doch gestern nochmal etwas mehr geübt.


      Die Stimme des Ansagers riss ihn wieder aus seinen Gedanken.
      "Die erste Runde ist damit abgeschlossen. Nun geht es in die nächste Runde."
      Er holte einen Würfel aus seiner Jackentasche.
      "Ich ermittel jetzt die nächsten Paarungen. Die Augenzahl entspricht der Nummer des Duels von Runde 1."


      Ein paar Würfe später
      "Damit stehen die Paarungen fest:
      8 gegen 11, 4 gegen 2 und den Abschluss machen Nummer 5 und 9."

      Na Klasse, ich hätte die beiden gerne noch eine Runde spielen gesehen.


      Nummer 8 und Nummer 11 lieferten sich ein spannendes Duel. Doch Cäsar achtete nicht darauf, er tat sein möglichtes noch mehr Informationen über seinen Gegner zu bekommen.
      "Jack was kannst du mir über diese Nummer 4 sagen."
      "Viel weiss ich nicht über ihn. Er macht seit ungefähr 3 Jahren bei den Untergrundduellen mit, so wie ich das mitbekommen habe. Das er echt was drauf hat, muss ich dir wohl nicht sagen."
      "Mhhh"
      "Viel meh weiss ich leider auch nicht. Er spielt meistens in der Altstadt, daher habe ich ihn noch nicht oft spielen sehen.
      "Und zu der Frau?"
      "Gute Frage, lass mich nachdenken.... Ich habe sie vlt 2 oder 3 mal spielen sehen. Zu ihr weiss ich absolut nichts."
      Cäsar warf eine Blick zur anderen Seite, die beiden schienen sich zu unterhalten.
      "Dann habe ich mir das doch nicht eingebildet."
      Jack warf ihm einen verwirrten Blick zu.
      "Eifersüchtig?"
      "Wie kommst du da den drauf?"
      "Naja du starrst die beiden verdächtig oft und lange an."
      "Ich habe einfach nur ein mulmiges Gefühl."
      Daraufhin musste Jack lachen.
      "Sowas kenne ich garnicht von dir."
      "Jetzt wo du es sagst. Ich bin wohl doch etwas nervös."
      "Kopf hoch. Du warst immerhin mal Profi das schaffst du schon."

      Er hat gut reden.

      Mitleerweile war das Duel vorbei.
      Cäsar und sein Gegner wurden aufgerufen.

      Jetzt reiß dich zusammen und hör auf zu grübeln! So wirst du das sicher nicht schaffen.



      Beide schnappten sich ihre Dueldisk und dann ging es los.
      "Auf ein gutes Spiel".
      "Danke dir auch."
      "Du darfst gerne anfangen."
      Wenn ich anfänge habe ich die Initiative, sein Deck ist aber besser wenn er den ersten Angriff hat.

      "Nein schon ok. Du hast den ersten Zug."
      "Wie du meinst. Ich ziehe."
      Cäsar warf eine Blick in seine Starthand: Kobaldadler, Bernsteinmammut, Topf der Gier, Kristallsegen und Regenbogen-Schwerkraft. Keine sonderlich gute, aber dennoch spielbar.
      "Ich beschwöre Schweigsamer Schwertkämpfer Lv 3 und sete 2 Karten verdeckt. Du darfst."
      "Ich ziehe. Dann aktiviere ich Topf der Gier."
      Kobaldadler, Bernsteinmammut, Kristallsegen, Regenbogen-Schwerkraft, Seltenheitswert, Landformen und Kristallvorrat. Schon besser.
      "Als erstes aktiviere ich Landformen. Damit füge ich meiner Hand den Spielfeldzauber Antike Stadt - Regenbogenruine hinzu. Diese Spiele ich dann auch direkt aus. Dann beschwöre ich Bernsteinmammut.
      Greife seinen Schwertkämpfer an. Ich setze eine Karte verdeckt und beende meinen Zug."
      "In der Endphase aktiviere ich meine Fallenkarte Ruf der Gejagten. Ich ziehe, meiner Standby-Phase aktiviert sich der Effekt von meinem Schwertkämpfer . In dem ich ihn als Tribut anbiete kann ich einen Schwertkämpfer der Stufe 5 beschwören. Dann aktiviere ich von meiner Hand den Zauber Aufgestiegen."

      Laut Sirenen waren zuhören.
      "Ich denke wir müssen unser Duell verschieben."
      Cäsar starrte seinen Gegner etwas irritiert an. Ihm war gerade nicht bewusst was hier vorging.
      "Wenn du hier weiter rumstehst schnappen dich noch die Bullen."
      Jetzt verstand Cäsar.
      Ausgerechnet jetzt wo es gerade spannend wurde.

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      Cäsar rannte so schnell er konnte. Er musste so schnell hier weg wie möglich.
      Niemand durfte seine Tarnung aufdecken. Zumindest jetzt noch nicht.

      Cäsar getattete sich erst eine Pause als die Sirenen nicht mehr zu hören waren.
      Vollkommen ausser Atem ging er in die Knie und holte tief Luft, dann blickte er sich um.
      "Wo zum teufel bin ich hier?"
      Jetzt führst du auch schon Selbstgespräche.

      Bei diesem Gedanken musst er kurz lächelnd den Kopf schütteln.

      Ein kurzer Blick auf seine UHr sagte ihm das es schon kurz nach 5 Uhr morgens war.

      Ich stehe hier irgendwo in der Stadt mit einer Dueldisk um den Arm, habe keine Ahnung wo genau ich bin und in ca 30 Minuten müssen die ersten Leute zur Arbeit.


      Langsam stieg die Panik wieder in ihm hoch.

      Er war für Undercovereinsätze einfach nicht geschaffen.

      Gan ruhig du verfällst wieder in Panik. Das sieht dir nicht ähnluch. Reiß dich zusammen.
      Cäsar atmete 3 mal tief durch, dann war er wieder er selbst.

      Ich muss als erstes die Dueldisk loswerden. Damit falle ich zu sehr auf. Irgendwo muss man die doch verstecken können.
      Er lies seinen Blick schweifen. Um ihn waren kleinere Häuser. Sie sahen runtergekommen aus, dennoch mussten Leute in ihnen Leben. Vereinzelt konnte er Lichter durch die Fenster erkennen.
      Cäsar zog seine Jacke aus und legte sie über seine Dueldisk. Danach ging er die Straße entlang, auf der Sache nach einem Anhaltspunkt wo er sich befindet.
      Wenn hier nicht alles gleich aussehen würde.

      Mitleerweile hatte er einen kleinen Marktplatz erreicht. Davon gingen insgesamt 5 Straßen ab, von denen ihm keine etwas sagte.
      Wo bin ich hier bloß gelandet?



      Aus einer der Straßen links von ihm hörte Cäsar stimmen.
      Aster lief durch die kalte Straße einer kleinen Stadt irgendwo in Asien, Camulas Königreich. Für Aster sahen alle Städte gleich aus und deshalb war ihm auch egal, wie die Stadt hieß. Sie zogen doch sowieso mitsamt Hauptquartier einmal im Monat um. Er ging zum Marktplatz hinunter, bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenmantel. Der Mantel versteckte seine Widerstandskleidung und ließ ihn wie einen Einheimischen aussehen. Zur Zeit trug jeder diese Kapuzenmäntel. So verbargen die Leute ihre wahren Absichten, wie Aster es nannten. Diese konnten traurigerweise entweder für Gutes oder für Böses verwendet werden. Es konnten verkleidete Mitglieder des Widerstands sein oder auch verkleidete Bösewichte. In gewisser Weise ein zweischneidiges Schwert. Da musste man besonders aufpassen. Obwohl Kagemaru die Welt beherrschte, war der Marktplatz voller Leben, aber Aster hatte schon mehr Betrieb in anderen Ländern gesehen. Sogar hier waren Verkäufe im Gange, obwohl die Leute Angst hatten. Die Vampirherrin soll hin und wieder Menschen verschleppt haben, um deren Blut zu trinken. Oder Aster nahm an, dass es so war. Er hatte es nie gesehen. Man erzählte sich, dass viele Menschen verschwanden. Einige von ihnen kamen nach einer Weile sogar wieder nach Hause zurück. Sie waren zwar geschwächt, aber sie waren am Leben. Anscheinend hatte Camula dafür gesorgt, dass sie nicht starben. Widerständler oder Eindringlinge zählten wohl nicht zu ihren Opfern. Setze nur deinen Fuß in die Nähe von Camulas Schloss in Transylvanien und du bist meistens tot. So waren Gerüchte. Aster sah sich um. Atticus hatte ihn gebeten, etwas Essen in das Hauptquartier zu bringen, seitdem er auf Informationssuche war. Außerdem kannte er die richtigen Orte, um die besten Tauschgeschäfte zu machen. Er seufzte und ging zu einem Stand, wo ein muskulöser Mann, eindeutig Fischer, Fisch und Obst verkaufte. Aster sah sich den Stand genauer an und bemerkte eine Markierung, die in das Holz geschnitten war. Der Buchstabe W. Aster grinste. Es war das Zeichen, das Widerständlern sagte, dass andere Leute auf ihrer Seite waren. Aster suchte den Stand weiter ab. Wenn der Buchstabe K auch hier irgendwo stehen würde, bedeutete das, dass Kagemarus Anhänger sie beobachteten oder von ihrer Unterstützung wussten. Aber er war nicht da. Er legte eine Silbermünze auf den Verkaufstresen.

      "Der Phönix erhebt sich aus der Asche." raunte er dem Verkäufer zu und dieser runzelte die Stirn. Er schaute sich schnell um und legte zwei Fische und zwei Tüten mit Früchten auf den Tresen.

      "Du musst der berühmte A.P. sein, es ist mir eine Ehre dich hier zu treffen." sagte der Verkäufer. "Ich hab schon viel von dir gehört." Aster nickte. Er war auf der ganzen Welt bekannt.

      Schließlich hingen ja überall "Gesucht" Plakate von ihm an jeder Ecke. Auf fast jedes Mitglied des Widerstands wurde ein Kopfgeld ausgesetzt.

      "Wieviel?" fragte er. Der Verkäufer beugte sich zu ihm vor und tat so, als würde die Silbermünze in seine Hosentasche stecken.

      "50 Münzen." sagte er und flüsterte Aster dann zu. "Schlechter Zeitpunkt um in die Stadt zu kommen, A.P.. Camula hat ihr Schloss vor einiger Zeit verlassen, das heißt ihre anderen Vampire kontrollieren jetzt die Gegend."

      Aster runzelte die Stirn. Es war unüblich für Camula ihr Schloss für eine lange Zeit zu verlassen. Sie konnte vielleicht ein oder zwei Stunden durchs Land spazieren. Aber lange Reisen? Das sah ihr gar nicht ähnlich.

      "Irgendeinen besonderen Grund, warum sie das getan hat?" fragte er den Verkäufer flüsternd und bezahlte.

      "Ein Freund von mir, der im Schloss arbeitet, sagte mir, dass die 5 Königreiche wieder eine Versammlung hätten." antwortete der Verkäufer. "Sie ist vor ein paar Tagen zu dieser Insel aufgebrochen und hatte zwei ihrer Leute dabei. Zwei ihrer Lieblings-Vampire. Ich weiß nicht, wer sie waren. Ich weiß nur, das die anderen Vampire, die mich besucht haben, sich darüber beschwerten."

      Aster nickte. Das waren in der Tat interessante Neuigkeiten. Sobald er wieder zurück war, musste er das sofort den anderen erzählen. Er erkundigte sich noch beim Verkäufer, ob er noch andere Geschäfte kennen würde, die daran interessiert wären, ihnen zu helfen. Dann nahm er die Tüten und machte sich auf den Rückweg. Nach ein paar Schritten, hallte eine männliche Stimme durch die Menschenmenge. "Haltet die Diebin auf!" Aster hörte diese Worte, als ein Mädchen mit einer Tüte Essen in den Armen an ihm vorbeirauschte. Sie war in Lumpen gehüllt und hatte lange gelbe Haare und Smaragd-grüne Augen. Aster erstarrte. Er kannte nur eine Person mit solchen Haaren und Augen. Konnte es sein...?

      "Aus dem Weg!" rief eine Stimme und Sekunden später stürmte auch Cliff von den "Dunklen Skorpionen" an ihm vorbei.

      Aster knurrte. Die "Dunklen Skorpione" waren in dieser Welt sowas wie Polizisten. Sie alle arbeiteten einst für Kagemaru, aber die Gruppe trennte sich und arbeitete danach als Polizei-Einheit. Anscheinend fiel Asien in Cliffs Arbeitsbereich und selbst wenn er alleine war, er konnte sofort Verstärkung rufen. Kagemaru hatte einige Duellmonster dazu gezwungen ihren Waffen besondere Fähigkeiten zu geben. Wer sonst würde schon jemals freiwillig diesem Fiesling helfen wollen? Jemandem, der nur mit dem Finger zu schnippen brauchte und schon gehorchten ihm alles und jeder, z.B. auch die anderen Mitglieder der "Dunklen Skorpione" sowie Duellmonster. Wenn Asters Vermutung richtig war, war dieses Mädchen mit den gelben Haaren Freya Lockhart, eine Profi-Duellantin aus alten Tagen. Sie war mal ein Schützling gewesen, genauso einer wie er, als die Welt von Licht erfüllt war. Doch dann erschien Kagemaru auf der Bildfläche und verbot das Duellieren. Viele Profi-Duellanten hatten plötzlich keine Beschäftigung mehr. Aster war einer davon. Wenn der Widerstand und Sartorius nicht gewesen wären, dann wäre Aster genauso arm wie dieses Mädchen. Und genauso ein schmutziger Dieb. Er musste ihr helfen. Ohne zu zögern rannte er Cliff und dem Mädchen hinterher.

      Er fand Cliff in einer dunklen Gasse. Er hatte es geschafft, das Mädchen in die Enge zu treiben und zu fassen. Er hatte ihrem Arm ergriffen und so sehr sie auch versuchte sich loszureißen, konnte sich das Mädchen nicht aus seinem Griff befreien. In seiner anderen Hand hielt er ein High-Tech Walkie-Talkie, mit denen er seine Kameraden kontaktierte. Wie die Waffen war es magisch und hatte so eine große Reichweite um beispielsweise Kagemaru in Nordamerika kontaktieren zu können. Aster hatte das Gefühl, dass dieses Gerät von Banner und seinen Wissenschaftlern stammte. Er war ja für seine seltsamen Forschungen und Geräte bekannt.

      "Lass mich los!" rief das Mädchen. "Lass mich los oder es wird dir noch leid tun!" Cliff schnaubte.

      "In Lord Kagemarus Welt etwas zu stehlen ist ein Verbrechen, Mädchen." sagte er und benutzte das Walkie-Talkie. "Cliff an Basis, wir haben einen Code Grün hier. Nur eine einfache Diebin, was soll ich mit ihr machen?" Das Gerät gab zuerst ein komisches Geräusch von sich, dann war eine männliche Stimme zu hören.

      "Bring sie ins Schloss. Wir sind sehr hungrig." Aster erstarrte. Oh nein! Nicht zu den Vampiren! Er musste etwas unternehmen. Cliff salutierte.

      "Jawohl, Sir, ich werde sie sofort mitbringen."

      Er wurde jedoch unterbrochen, als eine Rauchbombe vor seinen Füssen explodierte und ihn zum Husten brachte. Aster rannte in den Rauch hinein und schnappte sich die Hand des Mädchens. Leider lief es nicht so ab wie geplant. Er hatte geplant, schnell aufzutauchen und wieder zu verschwinden, aber er rechnete nicht damit, dass Cliff darauf trainiert war, seine Opfer festzuhalten - egal was geschieht. Er ließ den Arm des Mädchens nicht los.

      "Wer mischt sich da ein? Das ist ein Verbrechen!" rief Cliff und starrte auf die Person im Kapuzenmantel, als der Rauch sich verzog.

      Aster grinste. Eigentlich hasste er Gewalt. Es gab ihm das Gefühl, dass er nicht besser als Kagemaru und seine Leute war. Aber es musste es leider tun. Er schnappte sich schnell einen seiner Dolche an seinem Gürtel und rammte ihn Cliff in die Hand. Das Skorpionsmitglied stieß einen lauten Schrei aus und ließ sofort das Mädchen frei. Aster packte ihren Arm und wollte gerade losrennen, aber Cliff hatte sich seinen Kapuzenmantel geschnappt.

      "Nicht so schnell, Freundchen, Polizeiarbeit zu stören ist ein Code Gelb. Du bist auch verhaftet." sagte er und schmunzelte. "Und außerdem hast du mich angegriffen und verletzt."

      Aster schnaubte, drehte sich schnell um und trat dem Polizisten mit voller Wucht in den Bauch. Cliff stöhnte vor Schmerzen auf und ließ überrascht den Mantel los, aber vorher schaffte er es noch, Aster die Kapuze vom Kopf zu reißen.

      "Du bist doch Aster! Aster Phoenix!" sagte er erstaunt. Dann grinste er.

      Er hielt das Funkgerät hoch, aber Aster wollte nicht bleiben, bis er mit seinem Gespräch fertig war. Rasch nahm er das Mädchen und lief mit ihr weg. Im Hintergrund konnte er noch Cliffs Stimme hören.

      "Cliff an alle Einheiten! Wir haben einen Code Rot! Ich wiederhole, einen Code Rot! Habe Aster Phoenix in der Stadt gesichtet und warte auf weitere Anweisungen!"

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      Cäsar wachte benommen auf. Sein Kopf fühlte sich an als würde er explodieren.
      Vorsichtig versuchte er sich aufzurichten. Je weiter er sich aufrichtete umso übler wurde ihm.
      Dann bleibe ich halt liegen.

      Sein Blick wanderte durch das Zimmer in dem er lag. Nichts kam ihm vertraut vor.

      Wo bin ich? Mein Kopf...

      Seine Hand wanderte zu seiner Stirn. Irgendwas war ihm um die Stirn gebunden wurden. Der Stoff fühlte sich etwas rau und faserig an. Langsam tastete er sich am Rand entlang. Als er seinen Hinterkopf erreichte durchfuhr ihn ein stechender Schmerz.

      Er zuckte merklich zusammen.


      "Wie fühlst du dich?", fragte ihn eine weibliche Stimme.

      Die Person selbst konnte er nicht sehen. Sie stand vermutlich irgendwo hinter ihm.

      "Es ging mir schon mal besser. Kannst du mir sagen wo ich bin?"

      Dabei versuchte CÄsar sich etwas zu drehen um die Person ansehen zu können.

      "Bleib lieber noch etwas liegen. Du hast ganz schön was abbekommen."

      "Was ist überhaupt passiert?"

      "Du bist überfallen wurden. Vermutlich Mitglieder von Bloodfinger's. Einer von Ihnen hat dir mit irgendwas auf den HInterkopf geschlagen und du bist zusammengesackt."

      "Das erklärt dann auch die Kopfschmerzen und den Verband. Danke für die Hilfe."
      "Ich kann dich schlecht vor meiner Haustür liegen lassen."

      Cäsar hörte das klacken ihrer Schuhe, sie schien näher zukommen.

      "Der Tee wird dir helfen schneller auf die Beine zu kommen."

      "Danke."

      Cäsar griff vorsichtig nach dem Tee. Nebenbei versuchte er noch einen schneller Blick auf seine Helferin zu werfen.

      Sie war vlt Anfang 20, hatte langes dunkelblondes Haar und hatte braune Augen.

      Wow, garnicht übel.

      Cäsar trank vorsichtig einen Schluck vom Tee. Er schmeckte ziemlich bitter.

      Von innen durchfuhr ihnn ein Gefühl der Wärme.



      Ein paar Minuten vergingen.
      Cäsar trank in aller Ruhe den Tee und versuchte sich immer noch verzweifelt dsran zu erinnern was genau passiert war.
      Das Letzte an das er sich erinnerte, war ein alter Marktplatz an dem er stand und nicht wusste wo lang er gehen sollte.
      Vlt klappt es jetzt mit dem sitzen.
      Unter schmerzen versuchte Cäsar sich vorsichtig auf der Couch aufzurichten.
      Einmal wurde ihm kurz schwarz vor den Augen, letztendlich schaffte er es aber.
      Jetzt sah Cäsar sich etwas genauer in der Wohnung um.
      Er saß auf einer hellen Coach in einer freundlich eingerichteten Wohnküche. Vor ihm auf dem Tisch lag noch seine Dueldisk. Vorsichtig griff er danach.
      "Zum Glück Sie sind noch da."

      Jeder einzelne seiner Karten war noch da. In seiner Hosentasche spürte er den Widerstand seines Portmonees. Selbst das Geld war noch drin.


      Was wollten die von mir? Oder kann es sein, dass...? Nein Blödsinn.

      Er war einen Blick zu ihr rüber.

      Nein vollkommen ausgeschlossen.

      "Ich möchte mich nochmal für deine Hilfe bedanken. Ich schulde dir auf jeden Fall etwas."

      "Nein lass nur. Anderen Menschen zu helfen sollte selbstverständlich sein, vorallem in diesen Zeiten..."

      Bei den letzten Worten klang Sie fast schon melanchonisch.
      "Könnte ich vlt noch eine Tasse Tee haben?"
      "Kommt sofort."

      "Danke. Verzeihung ich habe mich noch garnicht vorgestellt, Cäsar Andersen."
      Dabei hielt Cäsar Ihr die Hand hin.
      "Alexis Rhodes. Sehr erfreut. Darf ich ihnen eine Frage stellen Mr. Andersen?"
      "Cäsar reicht vollkommen."
      "Cäsar, wieso läuft ein Angestellter vom Innenministerium der Duellanten verhaftet, nachts mit einer Dueldisk durch London?"
      Warum betont sie Innenministerium so komisch?

      "Ich bin Anfang der Woche entlassen wurden und mein ehemaliger Chef gab mir zu verstehen, dass ich in nächster Zeit keinen anderen Job finden werde. Da jeder Geld zum Leben benötigt, musste ich mir eben etwas einfallen lassen."

      "Früher Duellanten zu jagen und jetzt einer sein, hat schon eine gewisse Ironie."

      "Für mich ist das eigentlich nur ein Schritt zurück. Ich war früher mal Profiduellant.

      "Wie kommt man als Profiduellant zum Innenministerium?"

      "Das ist eine längere Geschichte."

      "Nur zu ich habe Zeit."
      Aster seufzte. Er versteckte sich im Schatten einer dunklen Seitenstraße. Zum Glück gab es Leute, die gegen die Polizei waren, sich aber vor Kagemaru und seinen Leuten fürchteten. Die Menschen wollten die Welt wieder so haben wie früher, aber sie waren nicht stark genug, um etwas zu tun. Oder zu ängstlich. Also taten die Leute nichts! Sie halfen nicht dem Widerstand, aber das bedeutete auch, dass sie Cliff auch nicht halfen und Aster war dankbar dafür. Aster lehnte sich gegen die Wand, als eine Gruppe Monster an seinem Versteck vorbeirannte. Es war erstaunlich, wie schnell Cliff seine Verbündeten herbeigerufen hatte. Die Stadt wurde jetzt von Wachen überrannt. Aster biss sich auf die Lippe. Er konnte sich schon gut vorstellen, was Kaiba sagen würde. "Schau, was du angerichtet hast! Jetzt wissen sie, dass wir hier sind!" Oder Sartorius. "Hab ich dir nicht gesagt, dass du vorsichtig sein sollst?" Aster konnte jetzt nichts anderes tun, als zu lachen. Wenn er ins Hauptquartier zurück käme, würde ihn eine saftige Strafe erwarten. Endlich verschwanden die Stimmen der Wachen und der ehemalige Profi wandte sich dem Mädchen zu.

      "Fürs erste sollten wir jetzt in Sicherheit sein." sagte er und lächelte. Das Mädchen sagte kein Wort. Es nickte nur. Aster schaute sie verwirrt an. Die Freya, die er kannte, war gesprächiger.

      "Du bist Freya Lockhart, oder?" fragte er und sah das Mädchen nicken. "Mein Name ist Aster Phoenix." Das Mädchen nickte erneut und seufzte.

      "Ich weiß. Du gehörst zum Widerstand." sagte sie. Ihre Stimme klang hart. Als ob sie sie nicht so oft benutzt hätte. Aster war verwirrt. Was ist mit ihr passiert? Freya seufzte wieder. Dann sah sie Aster an.

      "Warum hast du mir eigentlich geholfen?" fragte sie. "Du hast einen großen Tumult in der Stadt verursacht, nur um eine Diebin zu retten. Haben alle Widerständler einen Heldenkomplex?"

      "Nicht wirklich." antwortete Aster. "Ich habe dich nur gerettet, weil du mich an mich selbst erinnerst. Mein Leben hätte genau wie deins ausgesehen, wenn ich meine Freunde nicht gehabt hätte." Freya schnaubte.

      "Nein, hätte es nicht." antwortete sie nur. Aster schaute sie verwirrt an und wollte sie fragen, was sie damit meinte, als sie Stimmen hören konnten. Zwei männliche Stimmen.

      "Bist du sicher, dass sie hier lang gelaufen sind?" fragte eine Stimme.

      Aster konnte sich nicht daran erinnern, die Stimme vorher schon mal gehört zu haben. Er konnte Freya murmeln hören. Das Wort "Vampir" wurde ebenfalls erwähnt. Aster lächelte. Natürlich musst einer von Camulas Vampiren auch hier erscheinen. Es war ja auch Camulas Königreich, da war es selbstverständlich, dass hier ein Vampir auftauchte.

      "Ja, Frost, Sir." antwortete eine andere Stimme. Aster wusste, dass das Cliffs Stimme war. "Meine Spione sagten mir, dass sie gesehen haben, wie sie hier runtergelaufen sind."

      Aster grinste und nahm den zweiten Dolch aus seinem Gürtel. Frost war bekannt für seine kalte und rücksichtslose Natur. Er war ein Vampir, der es liebte seine Opfer leiden zu sehen. Er mochte es auch zu kämpfen. Allerdings hatte Aster Gerüchte gehört, dass er nur diese rücksichtslose Persönlichkeit gegen die Menschheit hatte. Seine Vampirgeschwister waren da anders. Aster seufzte und gab Freya einen seiner Dolche. Sie runzelte ein wenig die Stirn.

      "Ist das das Beste, was du bei dir hast?" fragte sie ungläubig. "Kein Wunder, dass der Widerstand noch kein Königreich angegriffen hat, mit diesen Buttermessern." Aster knurrte.

      "Hör auf dich zu beklagen! Wir hatten eben noch keine Gelegenheit, etwas von den guten Waffen aus Kagemarus Versteck zu bekommen!" sagte Aster und seufzte. "Zweitens haben wir keinen Schmied. Wir müssen uns mit dem zufrieden geben, was wir finden können." Freya schnaubte und nahm Asters Dolch. Sie schaute sich noch in der Umgebung um.

      "Na, hallo, wenn haben wir denn da." sagte eine Stimme plötzlich und sie wurden aus dem Schatten gezogen. Aster konnte sich noch auf seinen Füßen halten, aber Freya stürzte zu Boden. Aster stellte sich schnell schützend vor sie.

      "Freya, Lauf!" rief er und sah, wie das Mädchen zögerte. "Jetzt ist keine Zeit zu diskutieren. Er wird dich schon nicht verfolgen. Ich bin derjenige, den er will!" Der Vampir grinste.

      "Ganz genau." sagte Frost. "Ich will den Phoenix, aber Cliff kann sich ja um deine kleine flüchtende Freundin kümmern."

      Aster bemerkte, dass Freya längst über alle Berge war. Cliff salutierte und verschwand Sekunden später. Frost grinste böse und machte einige Schritte in Richtung Aster. Aster wich sofort von ihm zurück. Frost trug eine schwarze Hose, eine schwarze Jacke mit Fellkragen und darunter ein rotes T-Shirt. Er hatte einen kleinen Umhang um die Schultern und eine weiße Mütze auf dem Kopf. In seinen Ohren steckten jeweils zwei Ohrringe und sein Hals zierte eine Halskette. Aster wusste, dass er seine Flügel auf seinem Rücken versteckte und seine Zähne noch nicht gezeigt wurden. Der grauhaarige hob seinen Dolch und war bereit zu kämpfen. Frost grinste und bevor Aster sich versah, wurde er gegen die Wand gedrückt. Er hustete auch, weil sein Rücken mit großer Kraft gegen die Wand gepresst wurde.

      "Bist du wirklich einer vom Widerstand?" fragte Frost und hielt Asters Schultern fest. "Du hast dich nicht einmal gut geschlagen. Und jetzt sag mir, Phoenix-Boy, wo sind deine Kameraden? Die anderen Leute vom Widerstand? Wenn du es mir verrätst, könnte meine Herrin dich verschonen."

      Aster schnaubte und wollte sich aus seinem Griff befreien. Da er seine Arme nicht bewegen konnte, versuchte er Frost zu treten. Der Vampir haute ihm sein Knie in den Bauch. Aster keuchte.

      "Du kannst nicht gegen mich gewinnen, Phoenix-Boy." sagte Frost und grinste. "Ich bin ein Vampir, der von unserer geliebten Herrin Camula ausgewählt wurde und deshalb bin ich unbesiegbar. Aber was mache ich mit dir?"

      Aster versuchte immer noch, wieder frei zu kommen. Er mochte die Lösung, bei der er ihn tatsächlich losließ und ihn entkommen ließ, aber er wusste, dass das niemals passieren würde.

      "Vielleicht nehme ich dich ja gefangen und bringe dich zu unserer Herrin." sagte Frost nachdenklich. "Unsere Herrin ist momentan nicht zuhause, aber du könntest ja im Verließ warten, bis sie zurückkommt. Dann, wenn sie die Informationen hat die sie braucht, können meine Geschwister ein Jadgspiel mit dir machen."

      Aster runzelte ein wenig die Stirn, sagte aber nichts. Wenn er nur gefangen genommen wurde, könnte der Widerstand ihn vielleicht befreien? Aber dann hörte er Frost lachen und er erstarrte. Es war ein kaltes, bösartiges Lachen.

      "Aber wenn ich es tue, muss ich warten und dich teilen, nicht wahr?" fragte Frost kalt und zeigte seine Zähne. "Außerdem bist du vom Widerstand. Es gibt keine besonderen Regeln mit Leuten wie dir außer dem Tod und ich habe Hunger."

      Aster war entsetzt. Verdammt, er will mein Blut! Er wehrte sich noch mehr, aber Frost hielt ihn nur fester. Der Vampir beugte sich vor. Aster schloss die Augen und wartete auf das Schlimmste. Dann war ein lautes "BAMM" zu hören und Aster spürte, wie sich der Griff lockerte. Er öffnete die Augen und sah Freya vor sich.

      "Vampire." schnaubte sie. "Sie denken, dass sie unbesiegbar sind. Aber das sind sie nicht." Aster sah sie schockiert an. In ihren Händen hielt sie eine Bratpfanne und Frost lag auf dem Boden. Er war bewusstlos.

      "Woher...? Wie hast du...?" Aster war wirklich verwirrt. "Du bist wegen mir zurückgekommen?" Freya schnaubte und zuckte mit den Schultern.

      "Ja und? Und spielt es eine Rolle, woher ich die Bratpfanne habe?" fragte sie dann. "Und ich hab dir nur geholfen, weil du mir geholfen hast. Ich schuldete dir was. Lass uns lieber verschwinden, bevor er aufwacht." Aster lächelte und nickte.

      "Du bist etwas ganz besonderes, Freya." sagte er und war für einen Moment nachdenklich. "Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass ich dir vertrauen kann. Deshalb werde ich ein wenig gegen das Protokoll verstossen. Komm mit mir."

      Er nahm ihre Hand und bevor Freya etwas tun oder sagen konnte, eilte er durch die Straßen und aus der Stadt.

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      Weißer Nebel bedeckte den Boden und machte diese dunkle Welt noch gruseliger. Wenn es eine normale Welt mit Sonnenlicht gewesen wäre, wäre die Sonne aufgegangen und das Licht der Sonne würde gerade in die Fenster hinein scheinen und den Beginn eines neuen Tages zeigen. Das war jedoch leider nicht der Fall. Die Welt war dunkel. So dunkel, dass normales Sonnenlicht die dunklen Wolken am Himmel nicht durchdringen und die Vampire und Dämonen, die in dieser Welt lebten, verletzen konnte. Nach ein paar Jahren hatten sich die Menschen jedoch an den Mangel von Sonnenlicht gewöhnt. Als es Tag war, war der Himmel ein wenig heller als in der üblichen kalten und finsteren Nacht. Deshalb lag ein gewisser Junge in einem Heuhaufen und wachte auf, als dieser hellere Himmel gezeigt wurde. Er gähnte und streckte sich ein wenig, bevor er sich zum Mädchen drehte, dass mit dem Rücken zu ihm neben ihm lag und immer noch tief und fest schlief. Der Junge names Jesse lächelte und stupste sie ein wenig mit seiner Hand an. Das Mädchen grummelte, schien aber noch nicht aufzuwachen.

      "Amber." sagte er langsam. "Amber, wach auf." Das Mädchen stöhnte, drehte sich zu ihm um und legte ihre Arme um seine Taille. Sie seufzte.

      "Noch 5 Minuten, Jesse." sagte sie. "Ich träume grade von Einhörnern und Sonnenlicht. So schönes und helles Sonnenlicht."

      Sie seufzte. Jesse kicherte und umarmte sie ein wenig. Es gab nicht viele tolle Dinge in dieser dunklen und gruseligen Welt, aber Amber war eines dieser Dinge. Wer konnte schon ahnen, dass eine dunkle gruselige Welt dazu führen kann das man sich gegenseitig seine Gefühle offenbart. Jesse hatte ihr seine Liebe gestanden, kurz bevor die Sonne und ihr kostbares Licht aus der Welt verschwunden waren. Er dachte es wäre das Ende der Welt und wollte nichts bereuen. Also sagte er ihr, dass er sie liebt und zu seinem Glück hatte sie sein Geständnis akzeptiert und ihm gesagt, dass sie ihn auch liebt. Jesse war so glücklich. Es hatte alles damit angefangen, dass sie an der Nord-Akademie waren. Es war ihr erstes Jahr. Sie waren leider Mitte des Jahres angekommen, waren aber bereit die Schule zu besuchen und die Studien voranzutreiben. Aber dann war dieser Mann erschienen. Dieser Mann mit einem langen schwarzen Mantel und einer Maske. Er sagte, dass dies jetzt sein Königreich sei und dass jeder, der nicht gehorchte, die Konsequenzen tragen würde. Zuerst nahm ihn niemand ernst. Es war Tageslicht und er war nur ein einzelner Mann. Es war nicht das erste Mal, dass ein Spinner etwas Verrücktes versucht hatte. Doch dann veränderte sich plötzlich die Welt und diese Horde von Monstern und Dämonen, wie er sie nannte, griff alles und jeden an. Das brachte die Leute ziemlich schnell dazu, diesem Kerl zu gehorchen. Jesse erinnerte sich, dass er sich als Titan vorstellte und bevor Jesse es wusste, wurden er und Amber zusammen mit den anderen Schülern ins alte Grönland gebracht. Jesse dachte, es wäre dieser Ort, aber die Welt hatte sich so sehr verändert, dass man tatsächlich von Grönland nach Deutschland gehen konnte, ohne einen Ozean zu überqueren. Oder so lauteten jedenfalls die Gerüchte. Sie wurden jedoch gezwungen in dieser neugebauten Burg als Diener zu arbeiten. Es war schrecklich, aber sie haben es überstanden. Bis ihre Schulfreunde verschwanden. Es gab Gerüchte, dass Titan mit Dämonen herumexperimentierte. Nur wenige Versuche waren erfolgreich. Die meisten Freunde starben oder kamen nie wieder zurück. Jesse seufzte. Sie konnten das nicht ertragen und am Ende hatten sie beschlossen wegzulaufen. Von einigen Bauern hatten sie gehört, dass sie dem sogenannten "Widerstand" helfen und das dieser gerade in Asien stationiert ist. Also waren sie auf dem Weg dorthin. Im Augenblick waren sie auf dieser verlassenen Farm in Dänemark, oder Jesse dachte, es sei Dänemark. Jesse seufzte und...dann hörte er etwas. Ein Geräusch! Er machte große Augen. All diese Jahre mit Monstern und Dämonen hatten ihm eines gelehrt: Es war nie falsch, zu vorsichtig zu sein. Er stupste Amber noch einmal an.

      "Amber, steh auf...komm schon!" flüsterte Jesse. Amber öffnete ein Auge und erhob sich schnell, als sie seinen besorgten Gesichtsausdruck bemerkte.
      "Jesse, was ist...?" fragte sie aber er hielt ihr den Mund zu und machte das Zeichen für Stille.

      Sie nickte und er nahm die Hand wieder weg. Sie beide standen schnell auf. Da war wieder ein Geräusch. Jesse sah sich nach einem Versteck um und bemerkte, das auf einem der Heuböden ein winziges Loch war, das für das menschliche Auge kaum zu sehen war. Jesse hatte den Ort gestern gefunden und er war gerade groß genug für sie beide, um sich darin verstecken zu können. Er deutete auf das Loch und Amber nickte. Sie eilten so leise wie möglich dorthin und versteckten sich. Sie hatten das gerade getan, als sie einen Windstoß spürten und das Geräusch einer geöffneten Tür hörten. Jesse biss sich auf die Lippe und hielt Amber dicht an sich. Wenn SIE es waren und sie gefunden werden würden, dann wären es seine letzten Minuten zusammen mit ihr. Auch Amber hielt ihn fest.

      "Ich weiß, dass ihr hier seid!" rief eine Stimme und Jesse hatte schnell eine Hand über Ambers Mund gelegt. Durch den kleinsten Laut könnten sie gefunden werden. Ganz besonders, wenn es sich um SIE handelte.

      "Vielleicht sind sie längst weg, Sergeant, Sir." sagte eine anderen Stimme und seufzte. "Ich meine...es könnte doch sein." Der andere seufzte und Jesse verfluchte sich. Es waren zwei Männerstimmen und konnten nur sie sein.

      "Nun, leider stimmt das nicht so ganz dass...nein, er will nicht, dass ich das sage." sagte der zweite und fluchte leise. Jesse stockte der Atem. SIE waren es.

      "Bleib locker, Sergeant, du weißt, dass du normal mit mir reden kannst, oder?" fragte der Erste seufzend. "Wir sind alleine. Sag mir einfach, was du herausgefunden hast." Der andere seufzte.

      "Das Heu hier ist warm. Sie waren vor kurzem noch hier." sagte die zweite Person.

      Jesse fluchte. Er hatte vergessen, Wasser über den Platz zu verteilen. Durch das Wasser wäre ihr Geruch nicht gefunden worden. Wasser war der natürliche Feinde der Dämonen. Eis konnte ihnen wegen ihrer hohen Körpertemperatur nichts anhaben und sie nicht beeinflussen und sie haben es gegen Eis bemerkt, obwohl es kaltes und gefrorenes Wasser war. Wasser in flüssiger Form dagegen könnte in den Körper eines Dämons gelangen und ihm Wärme entziehen. Sie können ein wenig davon trinken, aber eine größere Menge könnte sie töten. Zum Beispiel durch Ertrinken. Vielleicht war das der Grund, warum Titans Königreich in Skandinavien lag, wegen des gefrorenen Wassers. Wer weiß? Aber aus Sicherheitsgründen hatten Jesse und Amber gestern ihre Körper mit Schlamm bedeckt. Damit konnten sie ihre Körpertemperatur ziemlich gut verstecken. Jesse seufzte.

      "Sie sind gut. Das ist eine tolle Jagd." sagte der erste seufzend und rief dann: "Hört zu ihr zwei, wenn ihr hier seid. Ich schlage vor, dass ihr euch ergebt. Wenn ihr das tut, werden wir euch sicher und schmerzfrei nach Hause bringen. Der Meister möchte nur zurück haben, was ihr ihm gestohlen habt. Vielleicht würde er dann Gnade mit euch zeigen. Wer weiß?"

      Jesse grinste. Er war es gewohnt, keine Geschäfte mit Dämonen zu machen. Obwohl er wusste, dass diese beiden ihr Wort halten und ihnen diese sichere Rückkehr bieten würden, ihr Meister würde ihnen bestimmt nicht vergeben. Jesse sah Amber an, die ihn umarmte und nichts sagte. Jesse wusste, irgendwo in ihrer Tasche versteckte sie ein rotes Juwel. Amber hatte es aus der Burg gestohlen, kurz bevor sie davon gelaufen waren. Gerüchten zufolge hat er diese Juwelen in diesen schrecklichen Experimenten mit Dämonen benutzt und Amber wollte, dass sie aufhören. Und obwohl es nicht die beste Idee war, hatte Jesse ihr dabei geholfen. Er hat es getan, weil er sie liebte. Das war der Grund, weshalb sie verfolgt wurden.

      "Jesse, ich hab Angst." flüsterte Amber und drückte ihn noch fester. Jesse legte seine Arme um sie und flüsterte ihr schützende Worte zu. Wenn sie Amber wollten, müssten sie zuerst an ihm vorbei. Selbst wenn er dabei sterben würde.

      "Komm mit raus, Junge. Wir werden die Gegend absuchen. Wenn sie wirklich hier sind, dann finden wir sie auch." sagte die erste Stimme. "Wenn nicht, dann werden wir gründlicher suchen. Wir werden sie schon finden. Zumal der Meister sie lebend haben will."

      Jesse biss sich auf die Lippe. Er fragte sich, warum ihr Meister sie lebend haben wollte. Damit er sie eigenhändig umbringen konnte? Jesse schüttelte seinen Kopf. Er hoffte nur, dass er es nie herausfinden würde.

      "Verstanden, Sergeant, Sir." sagte der andere und Jesse spürte einen Windstoß und hoffte, dass sie verschwunden sind. Amber klammerte sich immer noch an ihn und Jesse konnte ihr Herz schnell schlagen hören.

      "Sind sie weg?" flüsterte Amber mit ängstlicher Stimme.

      "Das weiß ich nicht. Lass uns für eine Weile bleiben. Nur um ganz sicher zu sein." antwortete er. Amber nickte und sie umarmten sich gegenseitig. Und warteten auf eine Chance zu gehen.

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      Die beiden Männer aus Titans Königreich standen beide vor der Scheune und atmeten tief durch.

      "Was jetzt, Sergeant?" fragte der Jungen. "Du könntest sie doch riechen, oder?"

      "Ja, könnte ich." sagte der Sergeant und seufzte. "Sie sind da drin. Soviel ist sicher."

      "Also, was werden wir jetzt tun? Da reingehen und sie mit Gewalt rauszerren oder die Scheune in Brand stecken?" fragte der Junge. Der Sergeant seufzte tief.

      "Du weißt ganz genau, was ich wünschte dass wir tun könnten." sagte der Sergeant und sah den Jungen an.

      "Das wir sie entkommen lassen können. Dass sie das Königreich verlassen." sagte dieser. "Aber ich wünschte, es wäre so. Warum können wir sie nicht einfach ziehen lassen? Sie waren doch unsere Freunde."

      "Und der Meister? Er wird nicht sehr erfreut darüber sein und ich halte keinen Bestrafung mehr von ihm aus." sagte der Sergeant und ballte seine Fäuste. "Ich kann es nicht mehr ertragen. Was kann er mir sonst noch nehmen? Meine Menschlichkeit? Den Rest meines Willens? Die Stücke, die ich von ihr übrig habe?"

      "Ganz ruhig, Sergeant. Ich verstehe dich. Mach dir keine Sorgen." sagte der Junge und legte eine Hand auf seine Schulter. "Ich habe dasselbe durchmachen müssen." Der Sergeant schnaubte ein wenig.

      "Das ist nicht wahr. Du bist nicht das Lieblingsopfer des Meisters." sagte der Sergeant und seufzte. "Du verstehst das nicht. Aber wie auch immer, wir können den Befehl nicht ignorieren. Wir müssen sie erwischen oder zumindest einen von ihnen. Der andere würde dann bereitwillig folgen. Du wirst von oben suchen und ich werde hineingehen und sie finden."

      "Jawohl, Sir." sagte der andere und salutierte, dann rief er "Formenwechsel! Aerodaktylus-Flügel!"

      Sekunden später war der Junge verschwunden. Der Sergeant seufzte tief. Er wollte gerade die Scheune betreten, als plötzlich etwas piepste. Der Sergeant stockte. Es kam von seinem Handy. Es konnte nur eins bedeuten. Er schluckte und nahm den Anruf entgegen. Es war ein Videoanruf und es dauerte nicht lange und sein Meister Titan wurde auf dem Bildschirm gezeigt. Der Sergeant verbeugte sich unterwürfig.

      "Meister, was kann ich für euch tun?" fragte er monoton.

      "Wie geht die Suche voran, Bursche?" fragte sein Meister in einem kalten Tonfall. "Habt ihr sie schon gefunden?" Der Sergeant erstarrte und dachte nach. Er seufzte innerlich.

      "Ja, wir haben eine Spur. Sie verstecken sich in einer alten Scheune. Sie haben ihre Spur zwar sehr gut mit Wasser überdeckt, aber ich kann sie immer noch schwach riechen, Meister. Ich war gerade auf dem Weg in die Scheune, um sie mir zu schnappen, als ihr angerufen habt." sagte er und blickte zu Boden.

      "Dann ist es ja gut, dass ich dich noch rechtzeitig aufgehalten habe. Schnapp dir nur den Blauhaarigen Jungen." sagte Titan. Der Sergeant schaute einen Moment entsetzt, aber richtete seinen Blick dann wieder auf den Boden.

      "Wie ihr wünscht, Meister. Und warum nur den Jungen?" fragte er. Titan grinste ein wenig.

      "Was hab ich dir übers zu viele Fragen stellen gesagt, Junge!" sagte er und schnaubte. "Aber wie dem auch sein, ich hab gute Laune, also werden ich dir auch antworten."

      "Du sollst nur den Jungen fangen, weil ich will, dass diese kleine Diebin leidet. Sie soll es bereuen, dass sie mich jemals bestohlen hat und ich weiß, dass ihr dieser Junge sehr am Herzen liegt." sagte sein Meister mit kalter Stimme. "Zweitens möchte ich DAMIT fortfahren, bevor ihr mit den beiden zurückkehrt. Verstanden."

      Der Sergeant schluckte. Er mochte das überhaupt nicht, aber er nickte schnell. Sein Meister schnaubte ein wenig.

      "Guter, Junge." sagte er und grinste böse. "Wenn du in dieser Mission Erfolg hast, dann denke ich, dass ich dir eine kleine Belohnung geben werde. Du könntest sogar deinen Freund wiedersehen, wenn du möchtest, also lass mich nicht im Stich, Junge."

      Der Sergeant machte große Augen. Er hatte sofort mit einer Hand das schwarze Lederhalsband berührt, das er trug. Ein grünes Juwel war darin verschmolzen und selbst wenn der Sergeant das Juwel nicht berühren konnte, hielt er seine Hand so nah wie möglich dran, bevor gefährliche Funken und kleine Blitze aus dem Anhänger sprühten.

      "Ich...ich werde euch ganz bestimmt nicht enttäuschen, Meister." sagte der Junge monoton. Titan grinste.

      "Ich hoffe, du kannst dein Wort auch halten." sagte er kalt. "Zu deinem eigenen Wohl."

      Dann schaltete sich das Videotelefon aus und der Sergeant seufzte tief. Er schaute hoch zum Himmel. Er musste jetzt sofort seinen Partner finden. Ihre Pläne hatten sich auf einmal geändert.

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      Titan schnaubte als er sich nach seinem Anruf auf den Herrscherstuhl setzte. Dieser Junge, dieser blöde nervige Bengel musste wissen, wer hier die Verantwortung trug. Er wusste ganz genau, dass er der ehemalige Freund seines Dieners war. Das war der Grund warum er den Bengel und seinen Teamkameraden nach ihnen suchen ließ. Nur um in gewisser Weise zu sehen, ob sie loyal genug waren und seinen Befehlen gehorchten. Diese beiden Bengel wussten nicht, dass er sie beide im Auge behalten konnte, würde und hatte. Er wusste, was sie die ganze Zeit taten. Solange sie beide die Lederhalsbänder trugen, konnte er ihnen rund um die Uhr folgen. Er grinste. Es gab keine Möglichkeit, dass sie sie jemals ablegen konnten. Das wussten die zwei Jungen. Er hatte beobachtet, wie seine beiden Lakaien das kleine diebische Mädchen und ihren Freund durch das Königreich jagten. Er bemerkte, dass die beiden Burschen sie manchmal entkommen liessen, weil sie glaubten, er würde nicht dahinterkommen. Der Satanist grinste nur. Sie verbogen die Regeln so gut sie konnten. Es war eigentlich zu erwarten, da sie Dämonen-Hybride waren und Dämonen nie völlig vertraut werden konnte. Titan war es in diesem Fall egal. Er sah Jagden seiner Dämonen immer als Hobby. Es war vergleichbar mit Camulas und Tanias Rivalität, wenn sie Jagdspiele zum Spaß veranstalteten oder Banners Experimente, wenn er Testläufe hatte. Titan war sich nicht sicher, was Lord Kagemaru als lustiges Hobby hatte, aber das wollte er eigentlich auch nicht wissen. Der Punkt ist, dass sie alle ein Hobby hatten. Ein Klopfen war an der Tür zum Thronsaal zu hören. Der Raum, in dem er sich befand, war eine dunkler und kalter Raum mit ein paar Fackeln an den Wänden als einziges Licht. Es gab ein Fenster, aber im Moment war es von großen schwarzen Vorhängen verdeckt. Ein paar Statuen waren auch hier drin. Eine sah wie er selbst aus und die anderen sahen aus wie dämonische Kreaturen. Titan ginste. Er liebte es hier drinnen dunkel. Dunkel und kalt.

      "Herein!" sagte Titan und zwei Monster vom Typ Unterweltler betraten den Raum. Sie waren beide einmal Duellmonsterkarten und ihre Namen waren "Ceruli, Guru der Finsteren Welt" und "Gren, Taktiker der Finsteren Welt". Sie verbeugten sich beide vor ihrem Herrscher. Titan schnaubte und erlaubte ihnen, sich wieder zu erheben.

      "Gebieter, wir haben Neuigkeiten über den Lagerraum und was das Mädchen gestohlen hat." sagte Gren und verbeugte sich noch einmal. "Sie hat den Rubin, den wir gelagert hatten, mitgenommen."

      "Den roten Stein also." sagte Titan und schnaubte ein wenig. "Warte mal...nur den roten?"

      "Ja, das ist uns auch ein Rätsel, Gebieter." fuhr Gren fort. "Der Saphir war im selben Zimmer, aber nur der Rubin wurde gestohlen."

      "Zweitens, Gebieter, möchte sich niemand diesem Juwel nähern." sagte Ceruli. "Ich habe selbst ein wenig Angst vor ihm. Aber ich vermute, wenn die beiden Diener dich aufhalten hätten wollen, hätten sie ihn auch mitgenommen."

      Titan brummte ein wenig und lehnte sich im Thron zurück. Es stimmte, diese beiden Juwelen, der rote und der blaue, hatten große Kräfte, aber er fürchtete sich nicht vor ihnen. Titan hatte beide in seinen Händen gehalten, aber aus irgendeinem Grund konnte er ihre Kräfte nicht benutzen. Deshalb hatte er sie aus Sicherheitsgründen im Gewölbe des Lagerraums behalten. Er grinste. Je früher er die beiden Diener in die Finger bekam, desto besser.

      "Du scheinst ja ziemliche Probleme zu haben, mein lieber Dämonenlord Titan." sagte plötzlich eine Stimme. Titan und seine beiden Diener schauten verwirrt herum.

      "Wer ist da?" rief Titan. "Zeige dich!"

      Die Stimme lachte und aus dem Schatten sprang eine Gestalt. Sie landete beinahe vor Titan auf dem Boden und die Dunkelheit verwandelte sich in einen seltsamen Nebel, der über dem Boden schwebte. Ein schwarz gekleideter Junge (ähnlich wie Nightshrouds Outfit) stand jetzt dort. Er grinste immer noch. Er hatte kurze Haare bis zu den Schultern und es hatte die Farbe grün. In gewisser Weise wie Seetang. Er trug eine schwarze Maske, die sein Gesicht verbarg und irgendwie an Nightshrouds Maske erinnerte.

      "Ach, du bist es nur, Yusuke. Yusuke Fujiwara." spottete Titan. "Was bringt dich hierher in mein Königreich?" Yusuke grinste wieder ein wenig.

      "Du weißt sehr genau, warum ich hier bin." sagte er und wandte seinen Kopf den beiden Monstern der Finsteren Welt zu. "Die jährliche Überprüfung von unserem Lord Kagemaru ist mal wieder fällig. Unser großer Herrscher, der mich aus der Welt der Dunkelheit herausholte. Als Dank diene ich ihm natürlich. Ich würde es bevorzugen, wenn ich unter vier Augen mit dir reden könnte, außer du willst, das deine Schergen zuhören."

      Titan schnaubte. Also war es für Kagemarus vertrauenswürdigen Spion mal wieder Zeit, um wieder alle im Königreich auszuspionieren. Der Typ, der ihrem Lord geheime Berichte gab, was in den anderen Königreichen vorging, ohne dass sie es wussten. Yusuke war dafür bekannt im Schatten zu arbeiten und die Leute bemerkten ihn nie, es sei denn, er wollte bemerkt werden. So wie jetzt. Titan schnaubte.

      "Raus mit euch beiden! Macht mir eine Stunde später Meldung, von allem was passiert!" sagte er und die beiden Unterweltler verbeugten sich und eilten aus dem Raum.

      "Erbärmliche Schergen, die du da hast, aber es gehört nicht zu meinen Aufgaben, zu hinterfragen, wer deine Arbeiter sind." sagte Yusuke und zuckte mit den Schulter. "Ich bin nur Beobachter. Mehr nicht." Titan schnaubte.

      "Wofür bist du hergekommen, Yusuke?" fragte Titan. "Du zeigst dich doch sonst nicht, außer, es nützt dir oder unserem Lord. Wie lange bist du eigentlich schon hier? Hat er dich geschickt?" Yusuke grinste ein wenig.

      "Oh, du kennst mich einfach zu gut und ich bin hier seit...die Dämonenjagd auf deine Diener begann. Du kannst keinen besseren Platz zum Zuschauen finden." sagte er schulternzuckend. "Kagemaru hat mich gebeten, die Infos abzuholen, die du nach dem Treffen vergessen hast, ihm zu geben. Obwohl dein Favorit gut im Spurenlesen ist."

      Titan schnaubte. Yusuke konnte manchmal ein teuflischer kleiner Code-Sprecher sein. So wie er es jetzt gerade tat. Wenn man mit ihm redet, sollte man immer zwischen den Zeilen lesen können.

      "Ich habe ihm diese Papiere schon gegeben." sagte Titan. "Du bist doch nur hier zum herumschnüffeln und du denkst das mein bester Mann bessere Erziehung braucht, wie kannst du es wagen?!" Yusuke grinste.

      "Mist, das hast du herausgefunden." meine er schulternzuckend. "Naja. Ich denke, alle deine Untergebenen brauchen eine bessere Ausbildung. Nachdem deinen eigenen Diener dich bestohlen haben."

      "Ich habe beide schon gut im Griff." erwiderte Titan. "Ich brauche dich nicht um mir das zu sagen. Kümmere dich lieber um deinen eigenen Kram." Yusuke zuckte mit den Schultern

      "Ich warne dich nur schon mal vor." meinte er. "Nach all der Angst werden dir deine Diener nicht für immer treu ergeben bleiben. Camula, Tania und Banner wissen das. Genauso wie unser Lord. Früher oder später wird man sich gegen dich stellen. Besonders deine Nummer 1. Eines Tages wird er sich von deinen Fesseln lösen und rebellieren." Yusuke drehte sich um und begann wegzugehen.

      "Warte...du bist auch nicht besser dran, Yusuke." rief Titan. "Lord Kagemaru hält dich doch genauso an der kurzen Leine. Also fang nicht an, solchen Unsinn zu reden." Yusuke schnaubte und drehte sich zu ihm um.

      "Nein, tut er nicht. Ich mache das freiwillig." sagte er in einem kalten Ton. "Wir haben eine Abmachung. Ich diene ihm und die eine Sache, die ich will, wird mir gehören." Titan schaute ihn verwirrt an.

      "Und was ist das?" fragte er. Yusuke funkelt ihn böse an.

      "Das hat dich nicht zu interessieren, Dämonenlord. Bis dann." sagte Yusuke und war verschwunden.

      Titan schnaubte. Was meinte dieser Kerl damit? Er zuckte mit den Schultern. Er würde nichts ändern, was seit Jahren funktioniert hatte. Niemand konnte ihn trotzdem schlagen. Er schob Yusukes Worte in den Hintergrund und machte es sich wieder in seinem Thron gemütlich.

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