Wie gesund das aktuelle Format wirklich ist

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      Dragonfreak28 schrieb:

      Den Drang danach, ein Deck vollgestopft mit Anti-Meta Karten und Fallen, die verhindern, dass sich die eigentlichen Decks messen, wie manche hier es anscheinend wollen, kann verschiedene Ursprünge haben.
      Ich denke du hast hier nicht ganz verstanden, was die Leute mit einem vielseitigen Meta meinen. Es geht nicht darum, dass jeder Anti-Meta-Decks spielt (die genauso viel Spaß machen wie Meta-Decks und imho genauso "langweilig" sind), sondern das jeder das Deck spielt was er am meisten mag. Und das Spiel wäre sogar noch besser, wenn alle Decks so fair wären, dass man gar keine Floodgates mitnehmen müsste. Aber das ist nochmal eine ganz andere Ebene. Aber je mehr Decks es gibt, desto mehr Leute können auch an Turnieren teilnehmen (wie man in Bochum gesehen hat). T0 Decks grenzen halt bestimmte Leute aus, da sie entweder nicht das Geld für haben und/oder nicht die Lust haben ein gezwungenes Deck zu spielen, das ihnen gar nicht gefällt (ist ja auch logisch, überlegt mal ihr gebt 500+Euro für ein Deckthema aus, das euch vom Artwork und der Spielweise gar nicht gefällt. Das wäre mehr als nur dumm. Es sei denn man hat das Geld).

      Dragonfreak28 schrieb:

      Trotzdem wird mir wohl jeder zustimmen, dass es schwieriger ist, erst seine Combos korrekt durchzuführen und bereits zu wissen, was am Ende rauskommen soll, und danach auch noch zu entscheiden, welche Karte man jetzt annuliert, als einfach nur Strike zu setten und zu entscheiden, welche Karte man annuliert.
      Der Satz ist so zwar richtig, aber kein Spieler setzt nur ein Strike und gibt ab. Dein Gegenspieler macht genausoviele Kombi oder gar mehr als der Metaspieler und am Ende liegt dennoch ein schwächeres Feld, weil das Deckthema einfach zu alt oder nicht Meta ist.

      Zoodiak habe ich mal Spaßeshalber online Metamäßig gespielt, bei YouTube konnte man die nötigen Kombi auswendig lernen. Das braucht kein können oder Feingefühl, das ist stupides auswendig lernen. Genauso ist Geistungeheuer-Deck ein Deck wo man viel auswendig lernen muss, aber wenn man es einmal beherrscht ist es auch nicht anspruchsvoll. Skillig sind für mich vor allem die Decks, die wenig Konstanz haben, aber sehr viele Möglichkeiten haben. Das heißt die soviel Kombi-Potential und Synergien haben, dass jede Starthand zu einem starken Feld führt, aber der Weg dorthin immer unterschiedlich ist. Solche Decks können aber nie Meta sein, da Meta Konstanz braucht, um gezielt die nötigen Felder zu legen die man gerade braucht. Was ich damit sagen will: auswendig gelernte Combos haben (aus meiner Sicht) nicht viel mit Skill zu tun, noch mit dem Meta. Sowohl nonmeta Decks haben ihre auswendig gelernten Züge, als auch die Metadecks. Genauso gibt es Metadecks die ansatzweise skillig sind als auch nonmetadecks und genauso gibt es no-Brainer Metadecks und no-Brainer non-Metadecks. Und es gibt zig skillige Formate in Yugioh, welche ihre eigenen strategischen Schwerpunkte haben. Sogesehen ist Yugioh eigentlich sehr vielfältig.


      Übrigens sehr schöner Artikel, der sehr neutral und sachlich die verschiedenen Formate vorstellt. Solche Artikel sind immer sehr lesenswert.

      Ich persönlich bin mit dem Meta sehr zufrieden, es ist wirklich extrem vielseitig und wenn selbst World-Chalice toppen kann scheint auch alles gut zu laufen. Einige unfaire Linkmonster oder Themen werden das Format aber bald wieder stark einschränken. Außerdem ist auch jetzt noch nicht alles perfekt, da es mit ein paar Änderungen in der Bannliste möglich wäre noch viel mehr Themen ins Meta zu holen und noch viel mehr in den T2 Bereich. Aber die Entschleunigung durch das Link-Format hat imho dem Spiel extrem geholfen.

      T0 Formate scheinen für Turnierspieler fairer zu sein, aber für mich war Yugioh noch nie ein Spiel wo man sich wirklich ernsthaft messen konnte oder gar sollte. Dafür spielt das Glück eine zu große Rolle.Ob im Goat-Format (was für mich auch ein T0-Meta war), im Zoo, Spyral und sonstigen T0 nahen Metas, letztendlich wird das Spiel immer bis zu einem gewissen Grad durch Glück entschieden. Ob es darum geht wer den ersten Zug hat, wie die Starthände aussehen, wer die Ash/MaxxC/Verbrecher-Duo und co im rechten Moment hat, wer am besten topdeckt oder einfach die richtigen Karten im Side-Deck hat und diese auch sieht. Am nächsten käme es tatsächlich wenn alle Leute das selbe Deck spielen. Daher empfinde ich das Goat-Format noch fast am skilligsten, da hier alle Leute nahezu das selbe Deck spielen und das Spiel doch sehr lange geht, so das jeder die Chance auf ein Come-back hat und dementsprechend auch die Power-Karten ziehen kann. Aber wer schonmal Goat-Format gespielt hat weiß, dass es auch Momente gibt die wirklich nicht sehr skillig sind. Wer also wirklich ein Spiel spielen möchte, wo man seine Fähigkeiten messen kann, dem kann ich Schach nahe legen. Ein sehr schönes Spiel, welches (mit der Ausnahme das weiß beginnt) sehr fair ist, leicht zu erlernen ist und extrem viel Spaß macht. Dafür fehlt die Vielseitigkeit von Yugioh (obwohl Märchenschach auch zig neue interessante Figuren erlaubt und es auch Spielweisen gibt, wo man seine eigene Aufstellung nutzen kann, was das Spiel auf ein anderes Level hebt und besonders für starke etablierte Spieler teilweise zu starken Verwirrungen führt, da fest gelernte Züge wenig Erfolg bringen. Dann hilft wirklich nur noch die echte Kompetenz)

      Umgekehrt kann man natürlich auch sagen, dass der Deckbau zum skill gehört (solange man nicht netdeckt). Dann wären besonders vielseitige Formate sehr skillig, da man sowohl ein Thema finden muss, welches mit der Vielzahl der Deckthemen klar kommt (also möglichst wenig Schwächen hat) und das Deck dann auch noch so gestalten und splashen muss, dass man auf alles eine Antwort hat. Und das dies schwer ist bemerkt man ja daran, dass es Leute gibt, die diese Vielseitigkeit nicht mögen. In diesem Sinne wäre vielleicht auch das 500-Format von Leseleff am skilligsten, da Netdecken noch nicht möglich ist und der Kartenpool sehr fair und ausgeglichen scheint. Dementsprechend könnte das auch ein Format sein, was für Leute die eine Herausforderung suchen oder mal beweisen wollen das sie Skill im Deckbau besitzen eine gute Möglichkeit ihre Kompetenzen zu beweisen.

      Zusammengefasst: Ich glaube vielfältige Formate tun Yugioh sehr gut, was man auch durch den hohen Andrang in Bochum sehen konnte (und das obwohl wie bei jedem Wechsel sehr viele Spieler durch die Linkeinführung aufgehört haben). Wäre Cyberse sofort T0 geworden mit Einführung von Link und hätten die alten Strategien und Themen kaum Support bekommen (gäbe es also nicht die Vielfalt) wären bestimmt deutlich weniger Leute erschienen und noch mehr Leute wären ausgestiegen. Das was Yugioh rettet und am Leben erhält ist die Vielfalt, die ständig mit neuen Themen und Support erweitert wird und die Freude die das Spiel trotz der Schnelligkeit und den vielen negations immer noch zu haben scheint. Gäbe es nur T0 Formate wäre das Spiel definitiv schon tot.

      Viele Grüße
      Jack

      Jack_Kabotcha schrieb:

      Das heißt die soviel Kombi-Potential und Synergien haben, dass jede Starthand zu einem starken Feld führt, aber der Weg dorthin immer unterschiedlich ist.
      Meinst du damit so ein Deck wie D/D/D? Selbst bei dem Deck sollte ein Auswendig lernen der Combos möglich sein, auch wenn es viel mehr Zeit dauert als z.B. bei Zoodiak.
      Ansonsten verstehe ich das so, dass man durch das Spielen von vielen 1-offs die größt mögliche Vielfalt erreichen würde, was aber den grundlegenden Deckbauregeln widerspricht.

      Jack_Kabotcha schrieb:

      Wer also wirklich ein Spiel spielen möchte, wo man seine Fähigkeiten messen kann, dem kann ich Schach nahe legen.
      Das Problem daran ist, dass man auf Turnieren (zumindest bei den Turnieren mit langer Bedenkzeit) maximal 2 Spiele an einem Tag spielt. Das bedeutet, dass man entweder nur in der Umgebung spielen kann oder viel Geld für Hotelkosten bezahlen muss.

      Das Zoodiak-Format war bis auf die Fusion-Sub Combo völlig ok. Ist nur blöd, wenn man dann auf der DM startet nachdem der Gegner 5 Karten bzw. 7 Karten im ersten Zug Vorteil erzielt hat (hatte ich gegen True Draco Zoo an Tag 2).
      Bitte keinen Needlefieber für das TCG.
      Auswendig lernen kann man Kombis in jedem Deck. Selbst mit Mermail, Deskbot und was weiß ich noch hat man immer die gleichen "Standardzüge" gespielt, solange man anfangen durfte und die passenden Karte hatte. Finde hier kann man alle Decks auf eine Ebene setzen, selbst Anti-Meta (da spiel ich halt Normal Summon, Set 4, Go - wenn ich die Karten habe).

      Mit dem Skill-Faktor sollte man mMn erst argumentieren, wenn auf die Standardkombo eine Interruption kommt bzw. wenn die Standardkombo nicht möglich ist. Oder aber wenn man abwägen muss, wann man diese Standardkombo unterbindet. Denn es gibt auch massig "schlechte Spieler", die zwar ein High-Level-"Ich hab 500€ ausgegeben"-Meta-Deck spielen, aber dennoch nicht mal annähernd gut ihre Interruption timen bzw. ihre Optionen abwägen können. Ich finde das macht viel mehr einen "guten" Spieler aus. Auswendiglernen kann man immer und überall mit jedem Deck, aber Plan B auspacken bzw. parat zu haben ist genau so wichtig und skillig. Deshalb gewinnen besonders in Tier 0 Formaten oft die besseren Spieler, da ein Bruchteil der Spieler nicht jenseits der Standardzüge hinaus denken kann. Ob man ein T0 nun mag oder nicht (wie @Jack_Kabotcha schon sagte), ist dann wieder persönliche Präferenz.

      MfG
      ~Pfannkuchen~

      yanmega7 schrieb:

      @PfannkuchenMeinst du damit so ein Deck wie D/D/D? Selbst bei dem Deck sollte ein Auswendig lernen der Combos möglich sein, auch wenn es viel mehr Zeit dauert als z.B. bei Zoodiak.
      Jap sowas meine ich. World Chalice, Lichtverpflichtet-Zombie kommen auch nahe ran. Alle anderen Decks sind eher im Low-Metabereich.
      Theoretisch könnte man tatsächlich alles auswendig lernen, aber zu dem meisten gibt es keine YouTube-Videos, also müsste man dann um die X Starthände testen und selbst überlegen, was man mit welchen Ressourcen machen kann und das in Abhängigkeit von den Y möglichen Felder die der Gegner gerade haben oder nicht haben kann. Und eb man das geschafft hat, befindet man sich schon im nächsten Meta. Daher sieht es dann meist so aus, dass man vor Ort entscheiden muss wie man seine Ressourcen richtig einsetzt. Kennt ihr Yugioh-Rätsel? Das zeigt manchmal sehr deutlich wie viel in manchen Situationen möglich wäre. Im freien Spiel hätte man sicherlich ganz anders gespielt und dennoch war auch die Möglichkeit eines OTKs dabei. Und je weniger Konstanz ein Deck hat und desto mehr verschiedene (starke) Karten, desto komplexer ist es die optimal passende Kombination zu finden. Und je mehr ich im Duell selbst denken muss, desto größer ist in der Regel mein Spaß (auch wenn ich nicht die optimale Kombi gefunden habe). Decks die ich auswendig runter spielen kann fangen schnell an langweilig zu werden, daher liebe ich den Prozess, inden man versucht das Deck zu verstehen und immer wieder neue Möglichkeiten entdeckt. Das macht selbst dann Spaß wenn man durch einen Spielfehler mal verlieren sollte.


      @Pfannkuchen
      Deskbot ist auch nicht so komplex, abgesehen von den vielen rechnen ist es auch ein nettes und preiswertes Einsteigerdeck. Mermail wird umso komplexer zu spielen (und ist leider auch umso schwächer) je weiter man es pur spielt. Ansonsten ist es aktuell auch eher ein Alles oder Nichts Deck.

      Beim Rest gebe ich dir definitiv recht. Das gehört auch mit zu dem was ich meine, wenn ich sage, dass ich Situationen mag, wo netdecken und festes Auswendiglernen von Combos nicht mehr helfen. Dann muss überlegt werden: Was geht noch und wie kann ich die Ressourcen noch optimal nutzen. Und auch umgekehrt: Wo kann ich den Gegner am besten stören um ihn aus dem Konzept zu bringen. Und auch hier finde ich ein vielseitiges Meta herausfordernder, denn hier ist es wichtig möglichst viele Decks zu kennen, um genau zu wissen, wo was bei welchem Deck unterbrochen werden muss. In einem T0 Format spielt man das selbe Deck und kennt dadurch die Schwächen, aber von 100+ Themen die Schwächen zu kennen, bedarf schon deutlich mehr Wissen und Erfahrung. Auch das kann herausfordernd sein.

      Viele Grüße
      Jack

      Jack_Kabotcha schrieb:

      Dragonfreak28 schrieb:

      Den Drang danach, ein Deck vollgestopft mit Anti-Meta Karten und Fallen, die verhindern, dass sich die eigentlichen Decks messen, wie manche hier es anscheinend wollen, kann verschiedene Ursprünge haben.
      Ich denke du hast hier nicht ganz verstanden, was die Leute mit einem vielseitigen Meta meinen. Es geht nicht darum, dass jeder Anti-Meta-Decks spielt (die genauso viel Spaß machen wie Meta-Decks und imho genauso "langweilig" sind), sondern das jeder das Deck spielt was er am meisten mag. Und das Spiel wäre sogar noch besser, wenn alle Decks so fair wären, dass man gar keine Floodgates mitnehmen müsste. Aber das ist nochmal eine ganz andere Ebene. Aber je mehr Decks es gibt, desto mehr Leute können auch an Turnieren teilnehmen (wie man in Bochum gesehen hat). T0 Decks grenzen halt bestimmte Leute aus, da sie entweder nicht das Geld für haben und/oder nicht die Lust haben ein gezwungenes Deck zu spielen, das ihnen gar nicht gefällt (ist ja auch logisch, überlegt mal ihr gebt 500+Euro für ein Deckthema aus, das euch vom Artwork und der Spielweise gar nicht gefällt. Das wäre mehr als nur dumm. Es sei denn man hat das Geld).

      WIRKLICH GUTE Spieler würden in so einem Fall auch nicht zum Deck greifen, welches ihnen absolut nicht gefällt. EIn gutes Beispiel sehe ich in Prag 1 2017, wo eben nicht das "Tier 0" Deck Zoodiak gewonnen hat, sondern Paleozoic Frogs von Joschua Schmidt. Er selber hat sich zwar vorher auch daran versucht, aber hat es schlussendlich als nicht sein Deck empfunden. Und so hat er halt auch zu Paleozoisch gegriffen.
      Und selbst den Rest des Jahres war der Griff eher zu dem Deck gegangen das ihm gefallen hat. in RImini wars z.b. True Draco, was er zwar nicht so sehr gemocht hat wie Paleozoic, dafür aber einigermaßen gemocht hat und ein guter Metacall/Deck Choice war. -> man muss jetzt nicht immer direkt zum Lieblings-Deck seit 20XX greifen, sondern ein Deck was man akzeptabel mag und GUT spielen kann.
      Wenn man halt nicht das Deck spielt, was alle spielen, muss man es an die oben sitzenden Decks anpassen. Und ich gehe mal darauf wollte Dragonfreak hinaus. Noch jetzt gibt es Leute die Blackwing Competitive spielen. Schaut man sich die Decks aber an ist es zweifelhaft, ob das noch Blackwing ist, da es halt meist aus 50% Anti Karten, 30% Staples und rest halt Blackwings besteht. Das Deck wirkt dann der schnell gezwungen(In Form von "ich spiel das jetzt seit 2009 ununterbrochen und werde es nicht weglegen") und nicht wirklich angepasst.



      Dragonfreak28 schrieb:

      Trotzdem wird mir wohl jeder zustimmen, dass es schwieriger ist, erst seine Combos korrekt durchzuführen und bereits zu wissen, was am Ende rauskommen soll, und danach auch noch zu entscheiden, welche Karte man jetzt annuliert, als einfach nur Strike zu setten und zu entscheiden, welche Karte man annuliert.
      Zoodiak habe ich mal Spaßeshalber online Metamäßig gespielt, bei YouTube konnte man die nötigen Kombi auswendig lernen. Das braucht kein können oder Feingefühl, das ist stupides auswendig lernen.


      Da hasst du es dann falsch gemacht. So wie du gerade beschreibst guck ich mir ein Deck bei der ersten Berührung an. Interessant wird dann erst der weitere Fortschritt: was mach ich wenn Standard Play X nicht geht(etwa in 95% der Fälle im High Competitive Bereich. Weil das Spiel spielen halt noch zwei Spieler)? Was mach ich wenn ich Wunsch Start Y nicht bekomme? Wie sieht es nach dem Siden aus? Was passiert wenn meine Kombo/Board gebrochen wurde?
      Ich weiß noch wie ich auf der DM saß und wusste wie ich meine Kombo(bzw. alle abgehenden Zweige. Es machte ja schon einen Unterschied ob man Tigermortar oder Broadbull als 1. XYZ hingelegt hatte) mit dem Deck durchziehen konnte und zeitgleich maxx C, Lock bird, ash UND Oger umspielen konnte, ohne wirklich Miese dabei zu machen(Ich weiß zwar noch dass ich damals all diese Szenarios umspielen konnte, aber wie weiß ich inzwischen auch nicht mehr... man wird wohl doch langsam alt...) sowie hab ich es geschafft mich mit nur 2 HK(nahezu nicht-Zoo-Karten) durch fast alle Boards brechen zu können falls ich 2nd musste.

      Erst an diesem Punkt beginnt "Meta wirklich spielen"




      Zum Thema Tier 0 Formate vs. vielfältiges Format:
      Wieso ist ein Tier 0 Format "skilliger"?
      Kombos lernen muss man immer, egal in welchem Format.
      Bei einem Tier 0 Format muss man zusätzlich viel intensiver die Mirrormatches und verschiedenste Situationen innerhalb dieser Mirrors spielen und dies immer wieder und wieder. Dieses "Training/Üben" ist also sehr zeitaufwändig.

      Bei einem vielfältigen Format muss man sein Deck und Sidedeck anders studieren und gegen möglichst viele Decks spielen. Man kann sich aber gar nicht gegen alle Decks gleich absichern, d.h. man muss auf dem Turnier viel mehr "lernen", sich an verschiedene Situationen anzupassen. Hier sieht man relativ deutlich, wer nur die aktuellen Metadecks kennt und gegen jedes "seltsame" Themendeck verliert. Mit seltsamen Themendeck meine ich nicht Decks wie Gravekeeper oder andere Uralt-Decks, sondern Decks wie zB Phantasmal, Paleo (als es noch Toad noch nicht gab), Burner (zur Zeit von Zoodiac angebliches Tier 0 Format).

      Fazit:
      Tier 0 Format: Viel Vorbereitung im Vorfeld gegen das immer gleiche Deck, da auf dem Turnier nix anderes relevant sein wird.
      Vielfältiges Format: Viel Absicherung gg. verschiedene Decks und "lernen" auf einem Turnier, neue unbekannte Decks an entscheidenden Stellen zu stören.



      Zum Thema Card of Demise:
      Argument: True Draco ist zu krass.
      Schlussfolgerung: Demise verbieten. Klingt logisch.
      Für welches Deck des Metas ist die Karte denn noch relevant? Maximal im Paleo, wobei die Karte dort gar nicht so gut ist und kaum darin gespielt wird.
      "Ich verliere, weil mein Gegner durch Demise +2 macht, als ich ihm bereits alle Ressourcen genommen hatte"-Argument gegen Demise. Ach so, jo. Weil ein Ziehen einer Sucherkarte (Terraforming -> Spyral Resort -> Drohne, etc.) aus dem Nichts ja fairer ist?
      Was ist der Unterschied zwischen Themenkarte X (Kombostück 1) und Demise, wenn sie am Ende beide +2 etc. generieren? (Wobei selbst bei dem Vergleich Demise fairer ist, da man nie durch Demise sofort stirbt (keine Special, keinen Schaden)).

      Zum Thema Norden:
      Argument: Zoo ist zu krass.
      Ich finde nicht mal, dass die Argumentation bei Norden beginnen sollte, denn diese Karte "war nicht anfangs da" (wie zB Card of Demise vor True Draco). Wenn man diese Diskussion so führen will, sollte man auch hier vorher anfangen, nämlich bei Instantfusion. Diese Karte ist absolut fair und balanciert. Norden macht aus ihr eine viel zu krasse Karte, gerade weil es als erfolgreiche Fusionsbeschwörung zählt und Norden anschließend immer wieder fröhlich aus dem Friedhof beschworen werden kann. Die Loops sind einfach viel zu heftig, auch weil er nicht auf "once per turn" beschränkt ist, wie zB Card of Demise. Weiß echt nicht, wie man Norden als fair balancierte Karte ansehen kann. Er musste auf die Liste und ist dort auch perfekt aufgehoben.
      Danke an @Deckcreator16, dass du meine Meinung nochmal klar gestellt hast. Natürlich kann man auch die Combos auswendig lernen, auch wenn das mit steigender Komplexität auch schon von gewissem Können zeugt sich mehrere 50 Schritte Combos zu merken. Jedoch wollte ich, wie @Pfannkuchen angedeutet hat, eher darauf hinaus, dass in längeren Combos größere Variationsmöglichkeiten bestehen. Auf NS Foosil Dyna, set 4 kommt keine Handtrap und ohne Heavy Storm im Format (den ich schädlich finde) gibt es hier auch nichts zu überlegen. Sobald aber die Möglichkeit besteht, sein Feld an die Meta anzupassen und dieses Anpassen schon früh geschehen muss (dies inkludiert Umspielen der Handtraps), findet man die Lösung ganz sicher nicht auf YouTube. Ein guter Spieler ist selbstverständlich schon vor dem Turnier verschiedene Szenarien durchgegangen, doch diese Vorbereitung führen nicht viele durch.
      Außerdem ist es jetzt echt keine Kunst die Zoodiac-Combos in maximal 5 Minuten zu lernen. Wenn man sich jedoch SPYRAL (vor allem im OCG, wir durften ja nicht) oder meinetwegen auch D/D/D anschaut, dann benötigt man doch Wochen an Vorbereitung, um alles perfekt zu meistern.
      Und weil vorhin Schach vorgeschlagen wurde, ich empfehle besseres: Ein Full Power Dragon Ruler Mirror Match, das wird von den meisten wie ein Schachspiel betrachtet.
      Bei Zoodiac verkennen die Meisten meiner Meinung nach die feinen technischen Nuancen abseits jeglicher Combos. Ja, das Deck war im Grunde leicht zu lernen und auch die größeren Combos gingen vielen leicht von der Hand. Das technische Spiel jedoch war ein komplett anderes Biest. Wie locke ich Stück für Stück die Antworten des Gegners raus, welche Reihenfolge an Beschwörungen bietet die beste Absicherung, bringe ich lieber safe 1200 oder 1600 Schaden nach Hause oder versuche ich mit Tiger noch mehr Schaden zu drücken bei gleichzeitig höherer Chance einen Konter drauf zu kassieren? Wer nur Standard-Combos hirnlos heruntergespult hat hat nicht wirklich alles aus dem Deck herausgekitzelt was geht und ist zudem in die ganzen Fallen gerannt die Spieler zu dieser Zeit ausgelegt hatten, ein guter Spieler war in der Lage durch eigenes gutes Spiel sich selbst durch schwierige Boardstates durchzufriemeln. Ich für meinen Teil hatte eine mehr simple Hybrid-Variante ohne die großen Combos gespielt, dafür mit deutlich mehr Fallen und sehr hart auf Grind ausgelegt, ich hatte selten ein so geiles Deck in der Hand gehabt. Zudem war das Powerlevel niedrig genug sodass Zoo im Grunde gut beantwortet werden konnte wenn man es im eigenen Deckbau berücksichtigt hat.
      “Your living is determined not so much by what life brings to you as by the attitude you bring to life; not so much by what happens to you as by the way your mind looks at what happens.”

      “Out of suffering have emerged the strongest souls; the most massive characters are seared with scars.”

      Respect yourself. Respect others. Take responsibility for your actions.

      "Meister Yoda" schrieb:

      Zum Thema Card of Demise:
      Argument: True Draco ist zu krass.
      Schlussfolgerung: Demise verbieten. Klingt logisch.
      Bei mir und bestimmt auch bei anderen Spielern ist nunmal die Erfahrung gegen True Draco, dass von den 3 Duellen 2 Spiele relativ normal ablaufen und dann steht es 1:1. Dann grindet man seinen Gegner in Spiel 3 aus und er hat keine Ressourcen mehr. Was passiert? - Richtig! Er topdeckt Demise und zieht damit optimal nach, um einen Master Peace hinzulegen, mir 2 Karten wegzuschießen und dann noch anzugreifen. Da ich dann nicht mehr viel habe, da ich ja vorher schon ein Feld outen musste, gewinnt der Gegner dann noch.

      Die meisten meiner Duelle gegen True Draco wurden so entschieden. Auf der EM hatte mein Gegner (in Runde 4) auch Demise getopdeckt und damit 2 Barrieren nachgezogen, sonst hätte der mein Feld niemals wegbekommen (hat er sogar selber gesagt).
      Bitte keinen Needlefieber für das TCG.
      Demise wird doch effektiv nur in 2 "Metadecks" gespielt. Einmal True Draco, da hier keiner der Nachteile von Demise greift und im Paleo. Hier sorgt sie für weiteres Setup, da man im Firstturn nicht aktiv spielt.

      Für meinen Geschmack hat Demise für
      True Draco nicht genug Nachteile. Für Paleo ist hingegen fairer. Hier muss man die Entscheidung treffen ob man 3 zusätzliche Karten haben möchte, oder aktiv auf Dupe und die Paleos zugreifen möchte.
      Statt nur den Schaden zu verhindern, sollte sie meiner Meinung zusätzlich als Bedingung bekommen, dass man keine Battlephase durchführen darf.
      So würde man Demise ausserhalb von Turn 1 deutlich schwächer machen.

      Die ganze Diskussion geht aber schon sehr weit am eigentlichem Artikel vorbei....

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Voltii ()

      @yanmega:
      Versuche deinen Beitrag doch mal bitte ohne True Draco zu schreiben und du wirst sehen, dass nicht Demise, sondern True Draco das Problem ist.

      Auf das Argument, warum es fairer ist, ein Demise in einem normalen Deck (True Draco gehört nicht dazu) zu ziehen und damit Kartenvorteil zu generieren, statt eine x-beliebige Sucherkarte für Kombos (zB Terraforming, etc.) zu ziehen und dann aus den etlichen Kombos +2 (oder mehr) zu machen, wurde auch nicht eingegangen.


      @Volti:
      Hast du dich mal ausgiebig mit Paleo beschäftigt? So gut ist Demise dort drin nicht. Im ersten Zug ist sie auch nicht immer gut, da man oftmals, vor allem, wenn man 2nd geht, darauf angewiesen ist, Swap Frog zu specialn. Im mittleren oder späteren Spielverlauf ist Demise auch nicht so geil, weil man in jedem Zug drauf angewiesen ist, einen Paleo zu specialn. Mit "set 3, go" gewinnt man schon lange keine Blumentöpfe mehr. Daher wird sie in Paleo auch kaum bis gar nicht (mehr) gespielt.
      Einzig True Draco profitiert zu krass davon, weil sie jede ihrer Z/F-Karten tributieren und mit Masterpeace alles weg schießen können.
      @"Meister Yoda"
      Ich bin definitiv alles andere als ein Paleo-Experte.
      Mir war es aber zu blöd nur auf den Abuse von True Draco einzugehen.
      In Paleo ist die Karte definitiv fairer, da man hier aktiv eine Entscheidung treffen muss, wie von dir erwähnt. Hier ist die Karte definitiv fair.
      War leider in meinem Post weiter oben falsch geschrieben. Sry...
      Ich werde das ganze jetzt nochmal editieren damit es verständlicher ist, was ich eigentlich sagen wollte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Voltii ()

      "Meister Yoda" schrieb:

      @yanmega:
      Versuche deinen Beitrag doch mal bitte ohne zu schreiben und du wirst sehen, dass nicht Demise, sondern das Problem ist.
      Gegen andere Decks mit Demise spiele ich ja kaum. Ich hatte mal ein Match gegen Chain Burn, wo mein Gegner nichts mehr hat, Demise topdeckt und dann doch noch gewinnt.

      Mir kann zumindest keiner erzählen, dass die True Dracos das Problem sind, wenn es kein Match gibt, in dem der Gegner nicht mindestens 2x Demise in einem Duell aktiviert, um zu gewinnen. Es gibt zu viele Momente, in denen Demise die einzige Rettung für den True Draco-Spieler ist.
      Bitte keinen Needlefieber für das TCG.

      yanmega7 schrieb:

      Mir kann zumindest keiner erzählen, dass die True Dracos das Problem sind, wenn es kein Match gibt, in dem der Gegner nicht mindestens 2x Demise in einem Duell aktiviert, um zu gewinnen. Es gibt zu viele Momente, in denen Demise die einzige Rettung für den True Draco-Spieler ist.
      Das Argument verstehe ich schlicht und ergreifend nicht. Wenn er das Match nach Demise OHNE jegliche True Draco Karte gedreht hat, dann macht deine Argumentation Sinn. Ansonsten imho nicht.
      Wo ich spiele: Dresden: Comic Tempel, TCG Portal und Gemeinschaft der Spaßspieler

      Tauschthread: {W}: 3x BTH CP04 {H}: 3x Rivalität der Kriegsherren NM, Solemn Strike OP04, Solemn Judgment GHOST + RP02, Utopia Lightning OP04, Exodia LCYW, Delteros Ghost, Terrortop ULTI, uvm

      "Ein Deck muss zwingend LÄCHERLICH sein um Meta zu werden!" [Der_Mathematiker]

      R.I.P. Norden, R.I.P. Time-Out-Extra-Züge

      yanmega7 schrieb:

      Der_Mathematiker schrieb:

      Das Argument verstehe ich schlicht und ergreifend nicht. Wenn er das Match nach Demise OHNE jegliche True Draco Karte gedreht hat, dann macht deine Argumentation Sinn. Ansonsten imho nicht.
      Ohne Demise hätte er verloren. Was ist daran so schwer zu verstehen?
      Ohne die nachgezogenen True Draco Karten hätte er auch verloren. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? xD
      Wo ich spiele: Dresden: Comic Tempel, TCG Portal und Gemeinschaft der Spaßspieler

      Tauschthread: {W}: 3x BTH CP04 {H}: 3x Rivalität der Kriegsherren NM, Solemn Strike OP04, Solemn Judgment GHOST + RP02, Utopia Lightning OP04, Exodia LCYW, Delteros Ghost, Terrortop ULTI, uvm

      "Ein Deck muss zwingend LÄCHERLICH sein um Meta zu werden!" [Der_Mathematiker]

      R.I.P. Norden, R.I.P. Time-Out-Extra-Züge

      Der_Mathematiker schrieb:

      Ohne die nachgezogenen True Draco Karten hätte er auch verloren. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? xD
      Also sorry aber ich glaube du verstehst das game teilweise einfach nicht. Es ist doch schlicht weg egal was er mit demise nachzieht, das Problem ist die Karte selbst.

      Als Beispiel: Master Peace + diagram sind die besten Karten im Deck.

      Ich habe 0 Hand + Feld Karten, da der Gegner das Board wipen konnte.

      Nun ziehe ich von oben master oder diagram und habe verloren. Ziehe ich ggf ne disciples und shuffle 3 back und ziehe maiden, komme ich wieder ins game und das recht fair.

      Ziehe ich desires, kann das schon ganz schön stark sein, da man mit 2 Karten im Draco noch ne Menge anstellen kann.

      Ziehe ich aber demise nach, gibt mir das instant 3 neue Karten, welche mich definitiv zurück ins Game bringen, und das ohne das ich irgendeinen Aufwand habe. Ich ziehe einfach 3. Und das ist nicht einfach so zu stark?

      Und da ist es egal welches Deck ich spiele, ob ich das im chain burn mache und 3 fallen ziehe die dann game sind, ob das nen anti Deck ist womit ich 1 Monster + 2 fallen ziehe oder was auch immer.

      Der Gegner muss oft ne Menge Ressourcen investieren um sich durch ein board zu schneiden. Danach ist das game oft ziemlich ausgeglichen, dann kommt card of demise und pushed das game wieder in ein unglaubliches Match Gefälle.

      Draco treibt es mit der Karte nur auf die Spitze, aber unfair ist sie in jedem Deck, in dem sie gespielt wird.

      Außerdem finde ich, da besteht auch überhaupt keine Diskussionsgrundlage drüber, da man im ocg ja schon so schlau war sie semi limitierten zu lassen. Das zeigt ja schon, dass die Karte ein wenig zu Stumpf designed ist um auf 3 sein zu dürfen. +2 for no reason und das ggf. 3x pro game ist halt einfach dumm. Nehme ich jez mal Draco als Beispiel ist die Karte in diesem Themen deck sogar ein besserer top Deck als es topf der gier wäre, und der ist verboten, da man sagt, dass das stumpfe +1 ohne restriction zu stark ist. Das gewisse Decks mit demise +2 machen ohne restriction ist ja nicht zu gut... Demise hat einfach nur Glück gehabt bis jez, dass die Menschen, die das tcg meta game designen offensichtlich defensive decks mögen (siehe awesome auf 3 oder flederwisch immer noch auf 0...)
      Havez & Wantz

      So glaubt mir doch ich bin das RESCUE RABBIT... :knuff:


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hunter89 ()

      Der Kerngedanke dahinter ist: Solange eine Karte nur in EINEM einzigen Deck brocken ist und sie zig anderen Decks hilft mithalten zu können, ist es doch logisch das EINE Deck einzugrenzen, anstatt x deutlich schwächeren Decks zu schaden. Generische Karten sollten erst dann gebannt werden, wenn mehrere Decks durch sie zu stark werden. Aber so sollte man das Übel an der Wurzel packen.

      Würde man bei TrueDraco die meisten gebannten und limitierten Karten wieder auf drei setzen und nur MasterPeace auf 0, wäre das Deck auch mit Demise gut spielbar und immer noch sehr stark. Aber Demise ist nicht der Grund warum das Deck stark ist. Ansonsten wären alle Decks die Demise spielen genauso stark. Es ist also klar wo nach der Ursache zu suchen ist und dort muss man den Fehler beheben.
      Wenn ich mich recht erinnere, ist True Draco derzeit das stärkste Deck? Zumindest habe ich da was gehört, das in einem größeren Turnier der Anteil bei 50% lag. Dann wird es wohl eh nicht mehr lange überleben.
      True Draco ist zu stark? Ja, Master Peace ist schon ein Problem...
      ... hitten wir einfach Card of Demise, damit wir etlichen anderen Decks, die sowieso nicht mithalten können, auch noch einen Dämpfer verpassen. Warum auch die Problemkarte hitten, womit wir nur dieses eine Deck stoppen würden, wenn wir gleich 25 Decks, die nichts können, auch gleich mit verkrüppeln können hahahaha