Angepinnt Neue Timeout-Regelung! (gültig ab dem 01. Juni 2018)

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      Wie oft gibts denn tatsächlich Warning + Extra Zeit wenn ich "einfach so" einen Judge rufe weil ich finde mein Gegner braucht zu lange für seine Spyral Kombo?

      Wenns so leicht wäre könnte man das ja einfach die ganze Zeit machen um den Leuten Strafen reinzudrücken. Realistisch gesehen kannst du absolut nichts dagegen tun wenn ich mich entschließe in meinem Zug 15 Minuten rumzubeschwören bis die Zeit abgelaufen ist. Ein paar Sekunden zwischen jeder Aktion hat man immer, genau wie mich ja nichts davon abhält mein Zeug immer weiter wegzulinken selbst wenn's gar nichts bringt usw.

      Diese Regel gibt dem bloßen Erreichen der 40 Min Marke viel zu viel Bedeutung und das unterstützt stalling und slowplay nur noch weiter. Bisher hat es eben nicht zwangsweise was gebracht sich da irgendwie mit viele Mühe und slowplay reinzuretten weil man oft genug trotzdem verloren hat. Der Spieler der gerade am Zug ist wenn es Richtung 40 Min geht hat damit nun die komplette Kontrolle darüber wie das Match zu Ende gespielt wird und das sollte es nicht geben. Aktuell konnte man bestimmen wer wie viele Züge hat aber man konnte nicht einfach verhindern dass der Gegner überhaupt nochmal in's Spiel eingreifen kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Homer_J ()

      Yugioh-Survival schrieb:

      Das Würfelwurf Aegument zählt nicht wirklich da es keinen Unterschied machen würde.

      Mal angenommen ich Gewinne den Würfelwurf, und ich Gewinne die 1.Runde. Dann Gewinnt der gegner die 2. Runde weil er entscheiden durfte. So dann hab ich verloren und Gewinne wieder die 3. Runde weil ich entscheiden konnte wer Anfängt.
      Doch das Argument zählt, weil jeder Spieler die Chance bekommt mindestens 1 mal First zu gehen. Bei deiner Idee bekommt diese Chance nur 1 Spieler.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Voltii ()

      Das Side Deck ist doch (teilweise) auch dafür gedacht, das first/second gehen zu erleichtern...wenn man so wie du spielt wird es halt blöd, wenn man ein Deck hat, was für eins von beiden deutlich besser eingestellt ist und nicht mal die Chance bekommt, sich auf die Spielsituation vorzubereiten (egal ob es jetzt die first/second Thematik oder die Deckwahl ist). Manche Decks haben nun mal gegen andere einen Vorteil, und Siden spielt hier eine wichtige Rolle.

      Yugioh-Survival schrieb:

      Das Würfelwurf Aegument zählt nicht wirklich da es keinen Unterschied machen würde.

      Mal angenommen ich Gewinne den Würfelwurf, und ich Gewinne die 1.Runde. Dann Gewinnt der gegner die 2. Runde weil er entscheiden durfte. So dann hab ich verloren und Gewinne wieder die 3. Runde weil ich entscheiden konnte wer Anfängt.
      Wenn das Argument nicht zählt, denkst du, dass manche Turnierformate mit Best of 5 oder Best of 7 (ich weiß nicht mehr genau, was von beidem es war) spielen, weil es einfach Spaß macht?

      Nein, das ist dafür da, um den Einfluss des Würfelwurfes zu verringern. Klar, nach deiner Logik kommt es immer noch darauf raus, dass derjenige, der das ganze Match anfängt, dann auch gewinnt, aber je mehr Spiele es gibt, desto weniger Einfluss hat der Würfelwurf.

      Zumal ich mich echt frage, wie das den Deckbau fördern soll. Soll ich mein Deck mit Antikarten vollklatschen, nur um dann zu verlieren, wenn ich gegen ein Deck spiele, gegen das ich keine Antikarten drin habe? Echt mal...

      Homer_J schrieb:

      Wie oft gibts denn tatsächlich Warning + Extra Zeit wenn ich "einfach so" einen Judge rufe weil ich finde mein Gegner braucht zu lange für seine Spyral Kombo?

      Wenns so leicht wäre könnte man das ja einfach die ganze Zeit machen um den Leuten Strafen reinzudrücken. Realistisch gesehen kannst du absolut nichts dagegen tun wenn ich mich entschließe in meinem Zug 15 Minuten rumzubeschwören bis die Zeit abgelaufen ist. Ein paar Sekunden zwischen jeder Aktion hat man immer, genau wie mich ja nichts davon abhält mein Zeug immer weiter wegzulinken selbst wenn's gar nichts bringt usw.
      Zu Punkt 1: Es geht weniger darum, direkt dem Gegner eine Spielstrafe reinzudrücken, als wen zu haben, der aufpasst. Ein Judge rennt dann auch nicht direkt wieder weg, wenn er über das Match drüberschauen sollte (mache zumindest ich nicht)... Wenn mich ein Spieler an den Tisch ruft, weil sein Gegner gerade langsam ist, schau ich mir das an. Und das verleitet ja schon dazu, dass dann schneller gespielt wird.
      Das meiste Slow Play ist ja auch unintentional, also reicht es ggf. schon, den Gegner darauf aufmerksam zu machen. Und das wird man ja können, wenn der Gegner sich erstmal eine Minute seine Hand anschaut und dann sagt "Ich muss mal kurz überlegen".

      Zu Punkt 2: In der Theorie kann man das, aber Judges merken schon, wenn der Zug, den man macht, absolut keinen wirklichen Sinn ergibt. Also wenn ein Spieler sich einen abbricht, ohne Aussicht auf einen OTK da irgendeine Kombo durchzuwursten, die ihm eh nichts bringt, wird es da ggf. schon das Slow Play-Warning geben.
      Durch die Armut an Menschlichkeit
      Wird der Mensch entzweit
      Eine Gestalt, die nur noch Körper ist
      Und seine Gefühle vergisst
      Voll Neid und Gier, so selbstverliebt,
      Von außen nur bestimmt
      Der Mensch wie sein Schicksal
      Ist taub, stumm und blind

      Wie wahr, wie wahr...

      Aven Fallen schrieb:

      Zu Punkt 2: In der Theorie kann man das, aber Judges merken schon, wenn der Zug, den man macht, absolut keinen wirklichen Sinn ergibt. Also wenn ein Spieler sich einen abbricht, ohne Aussicht auf einen OTK da irgendeine Kombo durchzuwursten, die ihm eh nichts bringt, wird es da ggf. schon das Slow Play-Warning geben.
      Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch (wie ein schlechter Gärtner), aber wenn es Aussicht gäbe auf einen OTK, müsste man doch gar nicht extra langsam spielen/es würde doch einem gar nichts bringen,oder?

      Vesta530 schrieb:

      Aven Fallen schrieb:

      Zu Punkt 2: In der Theorie kann man das, aber Judges merken schon, wenn der Zug, den man macht, absolut keinen wirklichen Sinn ergibt. Also wenn ein Spieler sich einen abbricht, ohne Aussicht auf einen OTK da irgendeine Kombo durchzuwursten, die ihm eh nichts bringt, wird es da ggf. schon das Slow Play-Warning geben.
      Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch (wie ein schlechter Gärtner), aber wenn es Aussicht gäbe auf einen OTK, müsste man doch gar nicht extra langsam spielen/es würde doch einem gar nichts bringen,oder?
      Du kannst auch stattdessen sagen, wenn der Spieler dann gewinnen würde. Helfen würde es z.B., wenn es 0:0 steht, sodass das 1:0 dann kurz vor dem Time Out kommt. Also Sinn macht es in manchen Situationen schon, aber wie gesagt, Judges sind halt auch nicht dumm.
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      In der Theorie ja aber es geht halt wirklich nur wenn der Judge zuschaut und das passiert idR halt erst gegen Ende der Runde, wenn noch alle spielen ist das ja für die Judges gar nicht möglich das im Blick zu behalten.

      Ich kann ja schon gut Zeit verschwenden bis mein Gegner was sagt, dann mach ich weiter bis er 'nen Judge ruft. Der gibt mir ja nicht einfach so ein Warning sondern sagt was, schaut etwas zu und muss dann wieder was anderes machen. Damit hab ich ja schon was ich wollte, es lässt sich nicht verhindern außer ich darf ab sofort bei jeder YCS am Beginn der Runde nach Aven schreien und bekomm 'nen privaten Table Judge :D

      Es ist ja auch spielend leicht Unentschieden zu spielen wenn man's provoziert. Klar da sind beide Spieler dabei deshalb wirds schwerer für den Judge wie wenn es einer allein macht und der Gegner es meldet aber das sollte es ja trotzdem nicht geben aber es wird halt gemacht und wenn die Leute sich nicht zu blöd anstellen dann kann man es nur sehr schwer verhindern. Ähnlich das Beispiel mit dem unnötig langen Zug, da darf man sich halt nicht anstellen wie der letzte Idiot aber ob da nun ein paar Beschwörungen und Effekte unnötig waren bzw nicht auf's optimale Feld rauslaufen kann der Judge kaum bestrafen, theoretisch könnt ich ja einfach zu blöd sein es 100% optimal auszuspielen. Und auch hier muss es der Judge ja sehen, durch das so plötzlich abgebrochene Spiel reicht es aber ja schon bei z.B. noch 10-15 Minuten auf der Uhr damit anzufangen um recht sicher bis zum Time zu kommen, zu dem Zeitpunkt spielen halt noch sehr viele Tische. Dadurch dass der Gegner nicht mal einen ganzen Zug bekommt und viele Decks gut 5 Minuten brauchen besonders um mit einem Combo Deck ein bestimmtes Feld zu brechen oder X Schaden zu drücken kann man den Gegner jetzt so sehr unter Druck setzen rechtzeitig in die BP zu kommen dass man es ja nicht mal im eigenen Zug schaffen muss die 40 zu knacken.

      Es war schon immer schwer slowplay konsequent zu unterbinden und die Regeländerung fördert so ein Verhalten eben leider nur noch weiter. Dass es nicht immer Erfolg hat und die Judges grundsätzlich schon helfen (können) stimmt natürlich aber wenn es nicht plötzlich viel mehr Floor Judges gibt wird deren Arbeit ja nur noch schwerer und die Spieler haben (noch) mehr Gründe so ein Zeug abzuziehen wenn Konami es mit dieser Regel deutlich mehr belohnt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Homer_J ()

      Ich werde auch ein paar Bedenken und Einwände einwerfen und dabei auf ein paar Statements hier im Thread eingehen. Aber man sieht hier in den Kommentaren direkt den Unterschied zwischen Competitive Spielern (mir gefallen die Posts von @Der_Mathematiker und @Homer_J, die die Problematik bereits gut geschildert haben) und Hobbyspielern (wie offensichtlich @Yugioh-Survival), sowie eher auf den Staff fokussierten Mitgliedern, deutlich.

      Doch zu allererst empfehle ich sich dieses Video von Alex Cimo anzuschauen, der in direkter Resonanz bereits sehr viele (längst nicht alle) einschneidenen Situationen geschildert hat, die dem Spiel auf Turnierlevel jeglichen Spaß nehmen:

      Yu-Gi-Oh! These New End of Match Procedures Are Terrible

      Smoke schrieb:

      Spieler als auch Judges müssen jetzt stärker auf Slowplay/Stalling achten als zuvor.
      Das müssen sie tatsächlich. Und zwar in einem Umfang, in der es meiner Meinung nach nicht umzusetzen ist. Es wird deutlich mehr Personal benötigt um dem Ermessen von Spielern eine Wegweisung zu geben. Und es wird hier keinen wirklichen Lerneffekt geben, eher ein Trimmen darauf, wie Spieler sich möglichst unauffällig verhalten müssen, um möglichen Spielstrafen aus dem Weg zu gehen.

      Twinmold1986 schrieb:

      Wer seine Spiele in einem angemessenen Tempo spielt sollte nicht selbstverschuldet ins Timeout kommen. Wenn man seinen Gegner bei jedem Search 2 Minuten nachdenken lässt und am Ende des Zuges merkt, dass nur noch 5 Minuten auf der Uhr sind anstatt ihn zum schnelleren spielen zu animieren ist im Grunde selbst Schuld.
      Es wird bei langen Games fast immer nur davon ausgegangen, dass es ins Time Out ging, weil ein oder beide Spieler langsam gespielt haben.

      Es gibt aber auch Grind Games. Als Trickstar Spieler z.B. ist man darauf angewiesen, jede Entscheidung richtig zu treffen, um das Spiel unter Kontrolle zu halten. Das erfordert das regelmäßige Überprüfen der eigenen Ressourcen und der des Gegners. Durch die zahlreichen Interrupts, mit denen man viele Kombos des Gegners unterbindet, zieht sich das Spiel automatisch in die Länge. Und solche Spiele sollen in Zukunft durch eine Regeländerung entschiedenen werden, welche Karten, die direkten Schaden verursachen, praktisch den Wert einer ganzen Exodia geben.

      Smoke schrieb:

      Die Turniere werden immer grosser und somit auch die Zeit die Spieler und Staff in der Halle verbringen. Sollen wir bis 03:00 am Tag 1 spielen?
      Ab einem gewissen Punkt, den wir aus meiner Sichweise längst überschritten haben, sollte man ein Turnier mit dieser Art Turniersystem über 3 Tage durchführen. Dann hätte man mit längeren Zeitspannen zwischen den Runden keine Probleme und kann sogar noch für alle Spieler eine Mittagspause zwischen schieben. Das wäre eine Idee, mit der man das Overtime-Problem in den Griff bekäme. Weitere erwähne ich weiter unten.
      Und desweiteren sollte es nichts zu abusen geben, wenn die Spieler in Eigeninitiative aufpassen und im Fall der Nichteinhaltung mit den Judge's kooperieren. bzw. sie darauf hinweisen das Spieler X langsam spielt.
      Das legt die Judikative ein Stück weit in die Hände der Spieler, die ihre Gegner damit unter Druck setzen. Daraus resultieren nicht nur unzählige Judge-Calls sondern auch lange Diskussionen darüber, ob man denn jetzt wirklich langsam spiele. Das ist bestenfalls kontraproduktiv.

      Aven Fallen schrieb:

      Persönlich finde ich, dass diese Änderung zu kurzsichtig und zu sehr auf den TO zugeschnitten ist.
      Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass diese Änderung ausschließlich auf den TO zugeschnitten ist. Den Spielern hilft das nämlich in keinem Fall, auch die Rundenzeit wird nicht wesentlich verkürzt, worauf ich gleich eingehe.
      Aber hier ist dann auch jeder selbst in der Verantwortung, das eigene Spiel zu beschleunigen, man muss in seiner Wombo-Combo nicht zwischen jedem Schritt 10 Sekunden überlegen, was man nun macht. Das ist nun einmal Fakt. Meist spielt man die Kombo so runter, da muss dann nicht das Deck groß durchsucht werden, was man sich nun auf die Hand sucht, wenn es an sich klar ist, was man sich suchen muss.
      Im Optimalfall kennt ein Spieler sein Deck und spielt alle Kombos flüssig und sieht direkt auf Anhieb, wie er seinen Zug gestalten muss. Im Regelfall muss er nach der ersten Handtrap seinen ganzen Zug überdenken und neu strukturieren, damit er trotzdem Ressourcen-kräftig agieren kann, wenn der Gegner am Zug ist. Das gilt für jede Form der Interruption. Jede gespielte Falle und jede Aktion des Gegners, die vielleicht sogar außerhalb des Erwartungsrahmen liegt, verändert die Spielsituation beträchtlich. Das wird leider von den meisten Judges missachtet, da zugegebenermaßen auch die Mehrzahl der Judges nicht das Spielverständnis haben, das ein Spieler auf Profi-Niveau an den Tag legt.

      Diese einseitige Sichtweise ist die Hauptursache, warum es überhaupt so ein Unbehagen an der Kompetenz von Schiedsrichtern gibt. Bei MtG z.B. gibt es das in diesem Umfang nicht. Das System sieht vor, Judges zu priorisieren, die ein umfassendes Spielverständnis haben, sowie eine kleine Auswahl an "Rookies", die von dem erfahrenen Personal während des Events gezielt trainiert werden. Bei YGO gibt es so ein System nicht.
      ..., aber auf jedem Event ist Zeiteinsparung wichtig.
      Eine der wesentlichen Änderungen von UDE auf Konami war die Tatsache, dass Draws eingeführt wurden und die Extrazüge in den Swiss Runden von 3 auf 5 erhöht wurden. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum hier nicht der Kompromiss gefahren wird, wieder auf 3 Extrazüge zu verkürzen. Und noch wichtiger: Intentional Draws zu legalisieren. Die Tatsache, dass die Spieler nicht die Möglichkeit haben, in den letzten Runden eines Turniers einem für beide Parteien zufrieden stellendem Ergebnis zuzustimmen, sorgt nicht zuletzt durch mehr hart umworbene Spiele und einer daraus resultierenden höheren Intensität von Spielen im Time Out.
      Von Spielerseite bleibt da also nur, das eigene Spiel zu beschleunigen und entsprechend den Gegner zu motivieren, sich zu beeilen, wenn er wirklich (und begründbar!) zu lange braucht.
      Es ist ohnehin schon schwer, Slow Play beim Gegner zu begründen, da die meisten Spieler das Abstreiten. Es wird nur durch den Judge möglich sein, Einfluss auf die Geschwindigkeit des Spielers zu nehmen, was wiederum vorraussetzt, dass dieser am Tisch stehen bleibt. Andernfalls wird es immer auf eine Aussage vs. Aussage-Situation hinaus laufen. Und wie soll das wenige Personal, welches jetzt schon auf Turnieren zeitweise völlig überfordert ist, das noch unter Kontrolle halten?
      Von Judge-Seite muss es mehr Penalties für Slow Play geben und auch entsprechende Upgrades (was ja sowieso schon sein müsste...), sowie klar herausgesehen werden, was nun Slow Play und was Stalling ist. Beides ist ja auch schon vorher vorgekommen.
      Konami setzt keine festen Richtlinien für Slow Play und Judges werden nicht dahin gehend trainiert, dies zu erkennen. Und selbst wenn es klare Richtlinien gäbe, so ist man als Spieler immer dem Ermessen des Judges ausgeliefert. Ich verstehe, dass es an sich schon immer so war, dass die Spieler sich dem Urteil des Schiedsrichters beugen müssen, aber gerade aus der Sichtweise eines kompetitiven Spielers würde ich mich doch mehr als auf den Schlips getreten fühlen, wenn ich in einer äußerst komplexen Spielsituation vom Judge gehetzt werde und damit von einem guten Resultat abgelenkt werde. Ich selbst, der regelmäßig beide Positionen bekleidet, hatte diese Art von Situationen bereits sehr oft und man ist als Spieler einfach machtlos.

      Regeländerungen wie diese ab Juni, provozieren das in einem Maßstab, der so vorher nicht existiert hat und ich bin mir sehr sicher, dass es einen extrem negativen Einfluss auf das Spiel haben wird. Und im Ernstfall sind es die Spieler, die über den Fortbestand des (konkurrenzfähigen) Spiels entscheiden, nicht Konami.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von selfmader ()

      Ich gehe mal auf ein paar Punkte ein, auch wenn ich natürlich jeden deiner Punkte nachvollziehen kann.

      selfmader schrieb:

      Eine der wesentlichen Änderungen von UDE auf Konami war die Tatsache, dass Draws eingeführt wurden und die Extrazüge in den Swiss Runden von 3 auf 5 erhöht wurden. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum hier nicht der Kompromiss gefahren wird, wieder auf 3 Extrazüge zu verkürzen. Und noch wichtiger: Intentional Draws zu legalisieren. Die Tatsache, dass die Spieler nicht die Möglichkeit haben, in den letzten Runden eines Turniers einem für beide Parteien zufrieden stellendem Ergebnis zuzustimmen, sorgt nicht zuletzt durch mehr hart umworbene Spiele und einer daraus resultierenden höheren Intensität von Spielen im Time Out.
      Wenn du meinst, dass man auf 3 Extrazüge und kein Draw (wie früher) umsteigen sollte, dann liegt das Problem daran, dass es bereits da schon lange Overtimes gegeben hat. Ob diese so lang waren wie bei heutigen Turnieren, weiß ich nicht, da ich da nicht wirklich competitive unterwegs war (erstes Major Event war bei mir Bochum 2010) und auch noch kein Schiedsrichter war, aber es gab z.B. auch Fälle, wo es dann 1:0 zum Time Out stand und dann das zweite Spiel im 1:1 geendet ist (mit 20 Minuten Overtime) und das dritte Spiel dann auch nochmal 20-30 Minuten gefressen hat. Ziel der Regelung war ja Zeiteinsparung, dass das am Ende nicht geklappt hat, weiß man ja inzwischen.

      Wenn du meinst, dass es Draws geben sollte, dann denke ich, dass auch 3 Züge länger dauern. Fakt ist nun einmal, dass Spieler (nicht alle) denken, wenn die 40 Minuten Rundenzeit vorbei sind, dass man sich dann ja Zeit lassen könnte. Und wir wissen beide, dass das nicht der Fall ist.

      Was das Intentional Draw angeht, das würde nichts an der Zeitproblematik ändern denke ich. Aber natürlich an einer anderen Stelle, das ist klar und ich persönlich bin auch eher der Meinung, dass entweder das Draw ganz weg sollte oder das Intentional Draw erlaubt werden sollte, auch wenn ich natürlich nach den Policies gehe und es auf Turnieren nun einmal verboten ist. Und wir wissen auch beide, dass es wohl eher nicht dazu kommen wird, dass Spieler sich wirklich auf ein Draw einigen dürfen, wenn sie z.B. sicher in den Tops sind dadurch.

      selfmader schrieb:

      Es ist ohnehin schon schwer, Slow Play beim Gegner zu begründen, da die meisten Spieler das Abstreiten. Es wird nur durch den Judge möglich sein, Einfluss auf die Geschwindigkeit des Spielers zu nehmen, was wiederum vorraussetzt, dass dieser am Tisch stehen bleibt. Andernfalls wird es immer auf eine Aussage vs. Aussage-Situation hinaus laufen. Und wie soll das wenige Personal, welches jetzt schon auf Turnieren zeitweise völlig überfordert ist, das noch unter Kontrolle halten?
      Darum ging es mir ja auch, dass der Judge eben am Tisch steht. Das war ja früher ein Problem, dass man nicht direkt das Warning gegeben hat, sondern erstmal freundlich gesagt hat, der Spieler möge doch bitte schneller spielen. Das klappt dann super, wenn Judge A vorbeikommt und das sagt und sofort weggeht, dann Judge B vorbeikommt das sagt und weitergeht und dann Judge C... Man kann sich denken, wie es weitergeht.

      Nur, ich meinte eben wirklich, dass der Judge dann da am Tisch oder in der Nähe bleibt. Tische bzw. den Floor überwachen geht auch wenn man recht stationär ist. Zumindest hatte ich bisher kein Problem damit, mir das dann etwas genauer anzuschauen, zumal das ja meist in der Phase kommt, wo nicht mehr so viele Leute spielen. Kann aber sein, dass ich mir das zu einfach vorstelle.

      selfmader schrieb:

      Konami setzt keine festen Richtlinien für Slow Play und Judges werden nicht dahin gehend trainiert, dies zu erkennen.
      Da muss ich aber klar sagen, inzwischen werden deutlich mehr Slow Play-Warnings verteilt als früher. Es wird also.

      selfmader schrieb:

      Und selbst wenn es klare Richtlinien gäbe, so ist man als Spieler immer dem Ermessen des Judges ausgeliefert.
      Da kann ich nicht direkt widersprechen, allerdings ist es schon so, dass die meisten Judges auch spielen und dann in etwa wissen, was angemessen ist oder was nicht. Auch ein Grund wieso ich versuche, möglichst wieder mit Metadeck unterwegs zu sein, damit ich auch weiß, was da jetzt genau abgeht. Und ich weiß auch von anderen Judges, die wirklich aktiv im Spiel drin sind.

      selfmader schrieb:

      Ich verstehe, dass es an sich schon immer so war, dass die Spieler sich dem Urteil des Schiedsrichters beugen müssen, aber gerade aus der Sichtweise eines kompetitiven Spielers würde ich mich doch mehr als auf den Schlips getreten fühlen, wenn ich in einer äußerst komplexen Spielsituation vom Judge gehetzt werde und damit von einem guten Resultat abgelenkt werde
      Dazu sei gesagt, dass Judges angehalten werden, am Ende eines Zuges dann das SP-MInor zu geben. Es macht nicht wirklich Sinn, wenn man den Spieler mitten aus seinen Überlegungen holt (als Beispiel jetzt, wenn jemand nach jeder Aktion einer Kombo immer überlegt), sondern kann das dann auch machen, wenn der Spielzug an sich durch ist. Viele verstehen das dann aber auch nicht, darum kommt es teilweise dazu, dass man sich über Slow Play-Warnings wundert, die gegeben werden, auch wenn die Aktion davor sehr schnell durch ist. Aber man merkt dann gar nicht, dass es für vorangegangene Situationen war.

      Also es ist schon jetzt so, dass man nicht direkt aus den Gedanken rausgerissen wird bzw. werden sollte.
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      Wie wahr, wie wahr...
      Ich finde die neue Regelung sowas von schrecklich!!! So krank kann man die abusen....

      Ein Beispiel:

      10 Sekunden bis Time Out; mein Gegner hat eine Set und es ist mein Spielzug; ich muss nur angreifen um zu gewinnen; Ich sage Stand-by Phase an; mein Gegner sagt "muss überlegen", überlegt dann aber die 10 Sekunden durch; Match verloren, da die Zeit abgelaufen ist und am Ende war die Set zum Beispiel nur eine WIedergeburt.......

      Haves & Wants by Sirocco

      I show you my power!!! Its over Nine Thousand!!!! :ssj:
      als turnierorganisator muss man jetzt zusehen, eine stoppuhr anzubringen, die ab etwa 2 minuten vor schluss nicht mehr anzeigt, wie viel zeit noch übrig ist und "verdeckt" weiterläuft. das hat den vorteil, dass die spieler sehen, dass die zeit dem ende näher kommt, aber dabei nicht wissen, wie viel zeit genau noch bleibt. das verhindert abuse.

      einen derartigen countdown hatte amigo damals benutzt und es hat auch schon vor der neuen regelung absolut sinn gemacht. so konnte niemand exakt das timeout planen. irgendwann wurden diese countdowns weniger gesehen - weiß der geier warum. ich hoffe, dass das wieder eingeführt wird.

      Chironomus schrieb:

      als turnierorganisator muss man jetzt zusehen, eine stoppuhr anzubringen, die ab etwa 2 minuten vor schluss nicht mehr anzeigt, wie viel zeit noch übrig ist und "verdeckt" weiterläuft. das hat den vorteil, dass die spieler sehen, dass die zeit dem ende näher kommt, aber dabei nicht wissen, wie viel zeit genau noch bleibt. das verhindert abuse.

      einen derartigen countdown hatte amigo damals benutzt und es hat auch schon vor der neuen regelung absolut sinn gemacht. so konnte niemand exakt das timeout planen. irgendwann wurden diese countdowns weniger gesehen - weiß der geier warum. ich hoffe, dass das wieder eingeführt wird.
      Ich glaube nicht, dass das wirklich was bringt, da viele Spieler eine Armbanduhr tragen und die "Endminuten" ebenfalls mit deren Uhr abusen könnten....

      Haves & Wants by Sirocco

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      wer competetive spielt, macht das sowieso jetzt schon. in zukunft gehe ich davon aus, dass - sollten oben genannte countdowns standard werden - nur spieler einen eigenen countdown stellen, die vor dem spiel schon vor haben, die end-of match-procedure im falle des falles zu abusen. als spieler würde ich genau hinsehen, wenn mein gegner einen eigenen countdown benutzt und als judge hätte ich im falle einer investigation derartige spieler besonders auf dem kieker.

      Chironomus schrieb:

      wer competetive spielt, macht das sowieso jetzt schon. in zukunft gehe ich davon aus, dass - sollten oben genannte countdowns standard werden - nur spieler einen eigenen countdown stellen, die vor dem spiel schon vor haben, die end-of match-procedure im falle des falles zu abusen. als spieler würde ich genau hinsehen, wenn mein gegner einen eigenen countdown benutzt und als judge hätte ich im falle einer investigation derartige spieler besonders auf dem kieker.
      In anderen Spielen ist es durchaus üblich, ne Uhr mitzunehmen. Das heißt nicht direkt, dass es dort nur Cheater gibt. Ich habe auch schon oft auf die Uhr geguckt, um einfach nur zu entscheiden, ob ich jetzt schnell zusammenschiebe, um noch in Spiel 3 zu kommen.


      Generell stimme ich den anderen hier zu: Es wäre gut gewesen, eine Eingewöhnungsphase zu haben. Zum Beispiel, in dem man erst mal auf freiwilliger Basis als TO das neue System testen kann. Mit entsprechenden Anpassungen, wie beispielsweise 50 Minuten Spielzeit, wäre das bestimmt ganz gut angekommen. Denn ich denke, keiner hier mag es als Spieler, 30 Minuten zu warten, bis man endlich die nächste Runde spielen kann. Auch die Vereinheitlichung von Tier 1 und Tier 2 Timeout Prozedur ist top! (Anm. an den Threadersteller - Tier 1, also Locals, existieren natürlich immer noch ;) ).

      Insofern freue ich mich auf die neue Prozedur, allerdings unter der Einschränkung, dass TOs und/oder Konami sich noch etwas einfallen lassen, damit die neue Prozedur auch besser zur Komplexität des Spiels passt. Ob das längere Rundenzeiten oder irgendwas anderes ist, ist mir schlussendlich egal, solange es dazu führt, dass wir nicht zu viele Spiele nur durch Richtlinien statt Spielerischem Können gewinnen können.
      Die Frage ist für mich halt, was man jetzt gegen diese Änderung machen soll? Es ist offensichtlich, dass diese Änderung fast einstimmig als negativ empfunden wird und jeder beschwert sich darüber und über die Auswirkungen, aber was kann man dagegen machen? Ich denke nicht, dass die Turniere jetzt weniger besucht werden, ich denke aber auch nicht, dass eine Beschwerdemail irgendetwas bringen wird. Muss man diese Änderung, die dem Spiel offensichtlich schadet, jetzt einfach so hinnehmen? Ist doch verwerflich wie sonst was. Da muss man doch prinzipiell etwas gegen tun können? Oder muss man da jetzt erst abwarten, bis die Spieler sich nicht mehr nur im Internet, sondern auf einem großen Turnier drüber beschweren? Wie weit will man da jetzt Konami gehen lassen, inwiefern will man das jetzt dulden? Was sind hier jetzt Optionen?

      xImVaas schrieb:

      Die Frage ist für mich halt, was man jetzt gegen diese Änderung machen soll? Es ist offensichtlich, dass diese Änderung fast einstimmig als negativ empfunden wird und jeder beschwert sich darüber und über die Auswirkungen, aber was kann man dagegen machen? Ich denke nicht, dass die Turniere jetzt weniger besucht werden, ich denke aber auch nicht, dass eine Beschwerdemail irgendetwas bringen wird. Muss man diese Änderung, die dem Spiel offensichtlich schadet, jetzt einfach so hinnehmen? Ist doch verwerflich wie sonst was. Da muss man doch prinzipiell etwas gegen tun können? Oder muss man da jetzt erst abwarten, bis die Spieler sich nicht mehr nur im Internet, sondern auf einem großen Turnier drüber beschweren? Wie weit will man da jetzt Konami gehen lassen, inwiefern will man das jetzt dulden? Was sind hier jetzt Optionen?
      Dein Beitrag klingt so, als ob du ganz genau weißt, dass wirklich fast alle Spieler dagegen sind. Im Endeffekt hat man aber bisher nur die Online-Meinung und meist melden sich sowieso eher die, die unzufrieden sind.

      Bin auch kein Fan davon, allerdings bringt rumjammern da auch nichts und für ein genaues Bild müsste ich das erstmal in Aktion erleben.

      Ich meine, signalisieren, wie man das findet kann man, indem man den nächsten Major Events fernbleibt. Eine kleine DM/EM/YCS würde natürlich schon etwas zeigen, auch wenn es denke ich eher der falsche Weg ist. Und im Endeffekt würde das ja nun auch niemand wirklich machen.
      Durch die Armut an Menschlichkeit
      Wird der Mensch entzweit
      Eine Gestalt, die nur noch Körper ist
      Und seine Gefühle vergisst
      Voll Neid und Gier, so selbstverliebt,
      Von außen nur bestimmt
      Der Mensch wie sein Schicksal
      Ist taub, stumm und blind

      Wie wahr, wie wahr...