Betrug: das finanzielle Cheating

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      Nur weil jemand nicht weiß, dass er betrogen wurde, ändert das nichts an der Strafbarkeit.

      Aber schön, dass wenigstens einer wie Watapon hier ehrlich ist und die Meinung von durchaus einem Gutteil der Community wiedergibt. "Macht doch nix, der Kleine weiß doch gar nicht, dass ich ihn abziehe."
      Darauf kommt es aber, wie bereits mehrmals gesagt in keiner Weise an.
      Wenn der Tauschende dem Tauschpartner vorspiegelt, die Karten seien gleichwertig, die eigene äußerst wertvolle Karte sei nichts wert, dann ist dies eine Täuschung über Tatsachen, die einen Irrtum hervorruft. Ob der Tauschpartner den Irrtum erkennt, ist für die Strafbarkeit vollkommen gleichgültig. Es muss auch nicht von dem Tauschpartner angezeigt werden, sondern kann von jedem angezeigt werden, der das als Zeuge mitbekommen hat, da es kein Antragsdelikt ist, also nicht der Verletzte Strafantrag stellen muss.

      Nur mal rein theoretisch gedacht an diese Leute.
      Wie bereits gesagt wurde, ist jedes Geschäft eines beispielsweise 11jährigen schwebend unwirksam.

      Ist euch klar, was das bedeutet?
      Die Erziehungsberechtigten können das Geschäft jederzeit widerrufen. Dann seid ihr verpflichtet, das ganze Geschäft rückabzuwickeln. Habt ihr die Karte da bereits nicht mehr, seid ihr verpflichtet Schadensersatz in Form von Geld zu leisten oder euch die Karte erneut zu besorgen, um sie zurückgeben zu können. Es gibt keine Ausrede in der Form, "Ich habe die Karte nicht mehr."
      Müsste einfach viel häufiger gemacht werden.

      Gleiches gilt für Polizei. Viele Leute, die Jüngere abziehen, sind auch noch keine 18. Wenn die eine Anzeige bekommen wegen Betrug, was ein Offizialadelikt ist, also zunächst von der Polizei verfolgt werden muss, werden auch immer die Eltern des Betrügers benachrichtigt, wenn derjenige sich dazu geäußert werden soll. Vielleicht ist das ja dann heilsam.

      Die Erziehungsberechtigten können das Geschäft jederzeit widerrufen.
      Dann seid ihr verpflichtet, das ganze Geschäft rückabzuwickeln. Habt ihr
      die Karte da bereits nicht mehr, seid ihr verpflichtet Schadensersatz
      in Form von Geld zu leisten oder euch die Karte erneut zu besorgen, um
      sie zurückgeben zu können. Es gibt keine Ausrede in der Form, "Ich habe
      die Karte nicht mehr."
      Müsste einfach viel häufiger gemacht werden.
      Ja, aber welche Eltern kennen sich denn mit dem Spiel des Kindes so gut aus? Die Eltern, die das Spiel gemeinsam mit dem Kind spielen oder wissen, dass für manche Karten hohe Preise existieren, werden ihr Kind niemals allein zu Flomarkt-Verkäufen oder Tauschen schicken.

      Aber es geht ja nicht nur um Kinder. Bei einem ahnungslosen Flomarkt-Verkäufer (18+) ist es doch genau das gleiche.

      Wer würde denn von euch so handeln? Kann mir keiner erzählen, dass ihr mehr als den 1€ gegeben hättet.
      Genau so ist es. Jetzt schreien einige hier wieder auf, wie verwerflich es denn ist, extreme Plus-Täusche einzugehen, aber am Ende macht es jeder! Die einen aktiver, die anderen passiver (und fühlen sich dann weniger schuldig).

      "Meister Yoda" schrieb:


      Wer würde denn von euch so handeln? Kann mir keiner erzählen, dass ihr mehr als den 1€ gegeben hättet.
      Genau so ist es. Jetzt schreien einige hier wieder auf, wie verwerflich es denn ist, extreme Plus-Täusche einzugehen, aber am Ende macht es jeder! Die einen aktiver, die anderen passiver (und fühlen sich dann weniger schuldig).
      Das Flohmarkt-Beispiel passt weniger, denn der Käufer​ hat hier nicht auf den Verkäufer eingewirkt. Wenn der Verkäufer den Preis von 1,- EURO nennt und der Käufer ihn ohne weiteres eingeht, lässt sich der Betrug nicht begründen, da das explizite Erregen des Irrtums fehlt.

      Watapon schrieb:


      Wie soll sonst der Betrug auffliegen? Soll ich bei jedem Deal zwischen groß und klein als 3te Person danebenstehen/sitzen und sagen "hey, da fehlen noch 52€?" und wenn er den Wert nicht ausgleicht und er rumgelogen hat, soll ich ihn anzeigen?
      Theoretisch könnte man ihn auf drauf hinweisen, dass er da gerade keinen fairen Tausch vollziehen würde, und es sich nochmal überlegen soll. Erfordert nur ein wenig Zivilcourage und Empathie für die Mitmenschen.

      Ich erwarte nicht, dass jetzt jeder in seinem Laden bei jeden Tausch zwischen groß und klein gebannt dasteht und alles beobachtet. Es muss trotzdem jeder selbst wissen, wie wichtig ihm seine Mitmenschen, die jüngeren Spieler und sein eigener Vorteil ist.

      Thergothon schrieb:

      Das Flohmarkt-Beispiel passt weniger, denn der Käufer hat hier nicht auf den Verkäufer eingewirkt. Wenn der Verkäufer den Preis von 1,- EURO nennt und der Käufer ihn ohne weiteres eingeht, lässt sich der Betrug nicht begründen, da das explizite Erregen des Irrtums fehlt.
      Wo ist denn nun die Grenze beim Betrug? Was ist z. B. wenn man in dem Artikel-Beispiel NICHT auf das Kiddie einwirkt, sondern nur ein "Angebot" macht und über Werte keine Silbe verliert?
      Wo ich spiele: Dresden: Comic Tempel, TCG Portal und Gemeinschaft der Spaßspieler

      Tauschthread: Wants: 3x BTH CP04 HAVES: 2x Solemn Judgment GHOST DE + RP02, Utopia Lightning OP04, Exodia LCYW, Delteros Ghost, Terrortop ULTI, uvm

      "Ein Deck muss zwingend LÄCHERLICH sein um Meta zu werden!" [Der_Mathematiker]

      R.I.P. Norden, R.I.P. Time-Out-Extra-Züge

      Der_Mathematiker schrieb:

      Wo ist denn nun die Grenze beim Betrug? Was ist z. B. wenn man in dem Artikel-Beispiel NICHT auf das Kiddie einwirkt, sondern nur ein "Angebot" macht und über Werte keine Silbe verliert?
      Das ist schon ein grezwertiger Sachverhalt. Im Grunde hat er nicht aktiv (mündlich) einen Irrtum erzeugt. Zwar reicht schlüssiges Handeln allein auch schon aus, um das Täuschen zu begründen, aber es müsste genau geprüft werden, inwieweit das hier gegeben ist. Sprich: Inwieweit war das Kiddie durch das Angebot getäuscht? Das dürfte ein gutes Beispiel für eine Grauzone sein.
      Ich verliere Regelmäßig den Glauben an diese Community.
      Was ich damit sagen wollte ist das es für manche das normalste der Welt scheint, kleine Kinder zu bescheißen nur weil sie es offenbar nicht besser wissen.


      Wo ist denn nun die Grenze beim Betrug?
      Die Grenze ist die.
      Jan hat ne Ash Wert 30 Euro und Kai die Trickstar Falle Wert 6 Euro

      Sagt Kai Jan seine Ash sei nix wert und er könne dafür die Falle haben ist dies ein klarer Fall von Betrug.
      Auch wenn Kai kein Wort über den Wert verliert und den Tausch anbietet kann man ihn durchaus Betrug vorwerfen, wenn er gegenüber den Ahnungslosen Kai um den Wert der Karten weiß.

      Sagt Jan er möchte unbedingt die Falle haben und bietet dafür seine Ash ist dies grundlegend kein Betrug wenn auch kein Fairer Tausch. Erst recht nicht wenn Jan keine Ahnung hat was die beiden Karten wert sind. Anständig wäre es aber Jan darauf hinzuweisen.

      Der Vorsatz ist hier das entscheidende um zu begründen ist es betrug oder nur ein unfairer Tausch. Wie etwas moralisch zu bewerten ist steht auf einem anderen Blatt Papier
      Und gerade bei Kindern sollte man als Erwachsener ein gewisses Maß an Anstand an den Tag legen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lyr05 ()

      Der_Mathematiker schrieb:

      Thergothon schrieb:

      Das Flohmarkt-Beispiel passt weniger, denn der Käufer hat hier nicht auf den Verkäufer eingewirkt. Wenn der Verkäufer den Preis von 1,- EURO nennt und der Käufer ihn ohne weiteres eingeht, lässt sich der Betrug nicht begründen, da das explizite Erregen des Irrtums fehlt.
      Wo ist denn nun die Grenze beim Betrug? Was ist z. B. wenn man in dem Artikel-Beispiel NICHT auf das Kiddie einwirkt, sondern nur ein "Angebot" macht und über Werte keine Silbe verliert?
      Kommt drauf an:

      Es gibt wie bereits gesagt auch eine konkludente Täuschung. Dadurch, dass du ihm als Tausch für seine Karte die 3 Götter-Karten anbietest, suggerierst du, dass die Karten einen zumindest annähernd ähnlichen Wert haben. Das wäre vollkommen ausreichend.

      Sobald die Handlung von dir ausgeht, ist es möglich, natürlich abhängig vom jeweiligen Einzelfall, dir eine konkludente Täuschung zu unterstellen.

      Deswegen passt das, was zum Flohmarkt hier gesagt wird, auch nicht rein und zeigt, dass der Artikel nicht vollständig oder nicht sinnerfassend gelesen wurde.

      Beim Flohmarkt kommt das Angebot vom Verkäufer. Wenn der die Karten für 1 € anbietet und du das annimmst, hast du durch deine Handlung keinen Irrtum auf der Verkäuferseite hervorgerufen. der Verkäufer wollte schon, bevor du gekommen bist, die Sache für den Euro verkaufen. Strafrechtlich also ein vollkommen anderer Sachverhalt.

      Wie das moralisch zu bewerten ist, muss jeder selbst entscheiden, hat aber mit dem Artikel nichts zu tun.

      BlackBurner1 schrieb:

      Nur weil jemand nicht weiß, dass er betrogen wurde, ändert das nichts an der Strafbarkeit.

      Aber schön, dass wenigstens einer wie Watapon hier ehrlich ist und die Meinung von durchaus einem Gutteil der Community wiedergibt. "Macht doch nix, der Kleine weiß doch gar nicht, dass ich ihn abziehe."
      Darauf kommt es aber, wie bereits mehrmals gesagt in keiner Weise an.
      Wenn der Tauschende dem Tauschpartner vorspiegelt, die Karten seien gleichwertig, die eigene äußerst wertvolle Karte sei nichts wert, dann ist dies eine Täuschung über Tatsachen, die einen Irrtum hervorruft. Ob der Tauschpartner den Irrtum erkennt, ist für die Strafbarkeit vollkommen gleichgültig. Es muss auch nicht von dem Tauschpartner angezeigt werden, sondern kann von jedem angezeigt werden, der das als Zeuge mitbekommen hat, da es kein Antragsdelikt ist, also nicht der Verletzte Strafantrag stellen muss.

      Nur mal rein theoretisch gedacht an diese Leute.
      Wie bereits gesagt wurde, ist jedes Geschäft eines beispielsweise 11jährigen schwebend unwirksam.

      Ist euch klar, was das bedeutet?
      Die Erziehungsberechtigten können das Geschäft jederzeit widerrufen. Dann seid ihr verpflichtet, das ganze Geschäft rückabzuwickeln. Habt ihr die Karte da bereits nicht mehr, seid ihr verpflichtet Schadensersatz in Form von Geld zu leisten oder euch die Karte erneut zu besorgen, um sie zurückgeben zu können. Es gibt keine Ausrede in der Form, "Ich habe die Karte nicht mehr."
      Müsste einfach viel häufiger gemacht werden.

      Gleiches gilt für Polizei. Viele Leute, die Jüngere abziehen, sind auch noch keine 18. Wenn die eine Anzeige bekommen wegen Betrug, was ein Offizialadelikt ist, also zunächst von der Polizei verfolgt werden muss, werden auch immer die Eltern des Betrügers benachrichtigt, wenn derjenige sich dazu geäußert werden soll. Vielleicht ist das ja dann heilsam.

      Wenn Kiddies oder unerfahrene/neue Spieler (auch die können 18 und älter sein) zu einem Turnier kommen. Was passiert?

      Ich gehe sofort auf die Leute zu, frage nach Tauschkarten und ob eventuell auch verkauft wird. Kiddie/neue Person bekommt den/die Ordner von mir zur Durchsicht. Das passiert auf großen Turnieren in Berlin, Bochum usw und auch auf kleinen Locals in der Umgebung.

      Nun wird versucht zu dealen, egal ob nun mit Lügen oder nicht, ich werde am Ende mit Plus dastehen oder es kommt gar kein Deal zustande.

      Deal kommt zustande...ich verschwinde aus Berlin/Bochum, vom Local und freue mich fetten Gewinn gemacht zu haben.

      Nun kommen irgendwie die Eltern des Kiddies auf den Gedanken, den Deal widerrufen zu wollen. Wie wollen sie mich ausfindig machen? Kiddie kennt meinen Namen nicht, kann sich eventuell kaum an mich noch erinnern.

      Bestimmt 99% der erfahrenen Leute werden versuchen abzuziehen, wenn ein Kiddie/Unerfahrener ne fette Moneycard hat. Dazu wird hier gar kein Zeuge einschreiten und auch gar keine Anzeige machen gehen, weil oft der "Zeuge" schon der nächste wartende Geier ist um den Kiddie noch den letzten guten Rest abzuluchsen.

      Vielleicht bekommt Person 1 die wertvolle Karte nicht, aber bestimmt der Nächste/Übernächste...

      So und nicht anders läuft das ständig ab.


      Thergothon schrieb:

      "Meister Yoda" schrieb:

      Wer würde denn von euch so handeln? Kann mir keiner erzählen, dass ihr mehr als den 1€ gegeben hättet.
      Genau so ist es. Jetzt schreien einige hier wieder auf, wie verwerflich es denn ist, extreme Plus-Täusche einzugehen, aber am Ende macht es jeder! Die einen aktiver, die anderen passiver (und fühlen sich dann weniger schuldig).
      Das Flohmarkt-Beispiel passt weniger, denn der Käufer hat hier nicht auf den Verkäufer eingewirkt. Wenn der Verkäufer den Preis von 1,- EURO nennt und der Käufer ihn ohne weiteres eingeht, lässt sich der Betrug nicht begründen, da das explizite Erregen des Irrtums fehlt.

      Watapon schrieb:

      Wie soll sonst der Betrug auffliegen? Soll ich bei jedem Deal zwischen groß und klein als 3te Person danebenstehen/sitzen und sagen "hey, da fehlen noch 52€?" und wenn er den Wert nicht ausgleicht und er rumgelogen hat, soll ich ihn anzeigen?
      Theoretisch könnte man ihn auf drauf hinweisen, dass er da gerade keinen fairen Tausch vollziehen würde, und es sich nochmal überlegen soll. Erfordert nur ein wenig Zivilcourage und Empathie für die Mitmenschen.
      Ich erwarte nicht, dass jetzt jeder in seinem Laden bei jeden Tausch zwischen groß und klein gebannt dasteht und alles beobachtet. Es muss trotzdem jeder selbst wissen, wie wichtig ihm seine Mitmenschen, die jüngeren Spieler und sein eigener Vorteil ist.
      Klar kann ich mich hinstellen, mit hinsetzen und dann sagen "hey, gib dem Kleinen/Unerfahrenem mal nen bissle mehr, ruhig auch Geld, er macht da gerade keinen wirklichen Gewinn.

      Nun kann der "Geier" ja sagen "ey, das Booster hat nur 3-4€ gekostet, er bekommt was im Wert von 8€, hat doch seinen "Einsatz" raus und dazu hier noch 3 geile Götterkarten."

      Oder der "Geier" verzieht sein Gesicht, hört genervt auf zu dealen und verschwindet.

      Was passiert dann? Bestimmt haben das mehrere Leute beobachtet, der "Geier" berichtet seinen Leuten von dem Kiddie/Unerfahrenem und die nächsten Leute tauchen auf. Soll ich das Kind die ganze Zeit "beschützen"? Sobald ich nur auf Klo verschwinde, zu meinen Kumpels gehe, woanders sitze und selbst deale, kommt die Horde "Geier" wieder.

      Es ist nun mal leider Gang und Gebe in der Community, da nehme ich mich sicherlich nicht aus, dass versucht wird, sich einen Vorteil zu erwirtschaften, sei es eben durch eine Lüge.


      Nun können die Moralapostel gerne sich melden und mal bekanntgeben wie vielen "Geiern" sie mit ihrem Einschreiten die Deals schon versaut haben oder ob sie etwas zur Anzeige gebracht haben.

      Wird bestimmt dürftig ausfallen ;)
      Ich wollts eigentlich schon die ganze Zeit schreiben, aber du hast ja ne schöne Vorlage gegeben. Ich hatte jetzt nämlich ein schönes Erlebnis auf Locals. Ein kleiner Junge kam mit nem Borreload, und alle sofort:
      "Wo hast du den her, gibst du den ab?"
      Und er: "von wem aus meiner Schule für ein paar Commons - was bekomme ich denn dafür?"
      Typ setzt sich hin, guckt nach und gibt dem Kind seinen halben Binder. (Was preislich gut passte)
      Mal ab davon wie das Kind drangekommen ist - der war definitiv zu jung um Market zu kennen - fand ich es schön, dass es eben doch sowas gibt und ich denke da darf man sich auch Mal eine Scheibe von abschneiden.




      Für alle die gerne lesen, schaut doch mal hier rein: Class Zero
      Bestimmt haben das mehrere Leute beobachtet, der "Geier" berichtet seinen Leuten von dem Kiddie/Unerfahrenem und die nächsten Leute tauchen auf. Soll ich das Kind die ganze Zeit "beschützen"? Sobald ich nur auf Klo verschwinde, zu meinen Kumpels gehe, woanders sitze und selbst deale, kommt die Horde "Geier" wieder.
      Klar ist es so. Wer etwas anderes behauptet, ist scheinheilig.

      Erweiternd dazu kam der Einwurf, dass man es viel öfter über die Eltern wieder rückgängig machen müsste. Selbst wenn man weiß, wer der Tauschpartner war und derjenige ist regelmäßig im Laden, müssen die Eltern erstmal davon erfahren. Das passiert nur, wenn das Kind weiß, dass es abgezogen wurde (was sogut wie nie der Fall ist) oder wenn die Eltern über die generell hohe Kartenpreise Bescheid wissen und im Nachhinein die Karten prüfen / Preise googlen etc.


      Ich kann von mir zumindest behaupten das ich es bisher nicht nötig hatte, kleinen Kindern ihre "Dicken" Karten für Lau aus dem Binder zu ziehen.
      Nötig hat es keiner. Glaube kaum, dass das jemand hauptberuflich macht.
      Aber: Für die meisten, für fast alle, ist das halt ein nettes Zubrot oder Gier auf mehr oder was auch immer. Die aktionären Preise durch cardmarket verleiden halt zu solch einem Verhalten.

      Und wenn du es nicht machst, macht es jemand anderes.
      Deine Einstellung ist zwar löblich. Aber ich glaube, wenn du selbst mal in so einer Situation wärst, wo der Tauschpartner dir von sich aus einen lächerlichen Tauschvorschlag bereitet, würdest du wahrscheinlich nicht Nein sagen.
      Irgendwie nehme ich dir deine Sichtweise nicht ab, ist mir zu scheinheilig/blauäugig :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von "Meister Yoda" ()

      "Meister Yoda" schrieb:

      Nötig hat es keiner. Glaube kaum, dass das jemand hauptberuflich macht.
      Aber: Für die meisten, für fast alle, ist das halt ein nettes Zubrot oder Gier auf mehr oder was auch immer. Die aktionären Preise durch cardmarket verleiden halt zu solch einem Verhalten.
      Andere Hobbies kosten auch Geld, und trotzdem brechen Hobbyschrauber nicht in Werkstätte ein oder bauen von anderen Fahrzeugen Teile ab. Das Problem beim Abziehen ist die niedrige Hemmschwelle, da die wenigsten rechtliche Konsequenten befürchten und diese leider viel zu selten drohen, da viel zu wenig Aufklärung und behördliche Verfolgung besteht. Es ist das alte Lied: Gelegenheit macht Diebe.

      "Meister Yoda" schrieb:

      Deine Einstellung ist zwar löblich. Aber ich glaube, wenn du selbst mal in so einer Situation wärst, wo der Tauschpartner dir von sich aus einen lächerlichen Tauschvorschlag bereitet, würdest du wahrscheinlich nicht Nein sagen.
      Wenn er von sich aus und ohne Zugerede von dir wenig dafür verlangt, ist es eine Sache. Das fällt mitunter nur unter Ausnutzung eines bestehenden Irrtums. Moralisch fragwürdig und kann zivilrechtlich auch mitunter anfechtbar sein, allerdings wird der Betrug dann nicht erfüllt.

      Watapon schrieb:

      So und nicht anders läuft das ständig ab.
      Und? Muss es deswegen richtig sein? Nur weil das Gros aller Leute es macht? Anstatt wegzusehen und mit der Masse mitzuschwimmen, kann es schon helfen, einfach mal so einem Mensch einen kleinen Dämpfer zu verpassen. Manch einer soll auch lernfähig sein.

      Watapon schrieb:

      Was passiert dann? Bestimmt haben das mehrere Leute beobachtet, der "Geier" berichtet seinen Leuten von dem Kiddie/Unerfahrenem und die nächsten Leute tauchen auf. Soll ich das Kind die ganze Zeit "beschützen"? Sobald ich nur auf Klo verschwinde, zu meinen Kumpels gehe, woanders sitze und selbst deale, kommt die Horde "Geier" wieder.
      Man könnte sich auch die Mühe machen, den Unerfahrenen / das Kiddie aufzuklären und ihm zu sagen, er solle die Karte erstmal nicht weggeben, egal was die Leute ihm anbieten. Aber das würde ja auch wieder voraussetzen, dass man sich Mühe gibt und keiner der Geier ist, der es auch nur auf die Schätze im Binder abgesehen hat.


      Wenn es einem gefällt, Leute abzuziehen, und es ja angeblich alle machen - schön, ist immer die Entscheidung des Individuums, ich will niemandem meine Moral / Ethik aufzwingen (klappt sowieso nicht). Aber Rechtfertigungen sind gegenstandslos und lediglich scheinheilig. Es ist nicht vernünftiger zu rechtfertigen als der Diebstahl eines Fahrrads (und für letzteres findet sich vielleicht sogar noch eher entschuldigende Gründe).
      Aus juristischer Sicht ist es rechtswidrig (und genau das soll der Artikel verdeutlichen), aus moralischer Sicht fragwürdig, und es braucht niemand rumheulen, wenn er eines Tages doch mal Post bekommt, weil irgendjemand aufgepasst hat und das ganze zur Verfolgungsbehörde ging. Der Artikel soll darüber aufklären und bei dem ein oder anderen vielleicht mal zum Nachdenken oder zur Aufmerksamkeit anregen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thergothon ()

      Andere Hobbies kosten auch Geld, und trotzdem brechen Hobbyschrauber nicht in Werkstätte ein oder bauen von anderen Fahrzeugen Teile ab.
      Mir ging es gar nicht mal drum, dass für einzelne Karten extrem hohe Preise existieren, da diese meist konstant teuer sind.
      Mir ging es eher drum, dass sich cardmarket (und damit alle Karten) wie Aktien verhalten. Man kann eigentlich sehr schwer, nur alle möglichen Preise im Kopf haben. Gallis ging vor 2 Wochen wenige Cent, d.h. ich hätte den bei einem kleinen Tausch mit abgegeben. Hinterher stelle ich fest, dass der nun das 20-fache wert ist.
      Und vor solchen Tauschgeschäften ist man nicht mehr gefeit. Mittlerweile muss man bei jeder Karte, die jemand haben möchte, skeptisch sein und den Preis prüfen, eben weil dieses Aktienverhalten seit cardmarket existiert.



      @zum Rest deines Beitrags oder generelle "öffentliche Moralapostel":
      Klar kann ich für mich entscheiden, moralisch zu handeln. Ich bin mit den ganzen Beiträgen ja noch nicht mal von mir ausgegangen und war nie der Meinung "abziehen sei richtig". Es war nur ein realistischer Blick auf die Dinge.
      Wer selbst anders handelt und moralisch ist, hat nicht nötig, dies öffentlich zu bekunden. Er tut es, weil er davon überzeugt ist.
      Es ist halt schon seltsam, wenn jetzt Watapon der einzige "Bösewicht" ist und alle anderen hier sind Weltverbesserer. Das ist löblich, aber spiegelt nicht das Bild der Realität wieder.
      Wer sich jetzt davon angesprochen fühlt oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von "Meister Yoda" ()

      "Meister Yoda" schrieb:

      Mittlerweile muss man bei jeder Karte, die jemand haben möchte, skeptisch sein und den Preis prüfen, eben weil dieses Aktienverhalten seit cardmarket existiert.
      Das stimmt. @Watapon hat es schon treffend formuliert, dass früher anders getauscht wurde (wobei auch da klar war, dass Karten wie BLS, CED und Co. deutlich andere Preise hatten als andere Holos), aber auch damals war Abzocke auch schon Abzocke. Nur scheint mir Cardmarket alles viel extreme geworden zu sein.

      "Meister Yoda" schrieb:


      Es ist halt schon seltsam, wenn jetzt Watapon der einzige "Bösewicht" ist und alle anderen hier sind Weltverbesserer. Das ist löblich, aber spiegelt nicht das Bild der Realität wieder.
      Das glaube ich auch nicht. Nur muss man so ein Verhalten nicht rechfertigen oder irgendwie gut heißen.

      Fallen Jester schrieb:

      Ich wollts eigentlich schon die ganze Zeit schreiben, aber du hast ja ne schöne Vorlage gegeben. Ich hatte jetzt nämlich ein schönes Erlebnis auf Locals. Ein kleiner Junge kam mit nem Borreload, und alle sofort:
      "Wo hast du den her, gibst du den ab?"
      Und er: "von wem aus meiner Schule für ein paar Commons - was bekomme ich denn dafür?"
      Typ setzt sich hin, guckt nach und gibt dem Kind seinen halben Binder. (Was preislich gut passte)
      Mal ab davon wie das Kind drangekommen ist - der war definitiv zu jung um Market zu kennen - fand ich es schön, dass es eben doch sowas gibt und ich denke da darf man sich auch Mal eine Scheibe von abschneiden.

      Ja, das sind aber leider Ausnahmen...

      Ich kann auch jemanden meinen halben Binder geben für nen Borreload...wir können gerne mal spinnen und ich gebe für den Borreload dann 35 Karten á 1€, weil Borreload 35€ momentan geht.

      Ist der Deal dann auch korrekt? Die Karten können ja total nutzlos sein, aber durch eine eventuell erschienene Edition wie einer Legendary Collection seltener/teurer sein.

      Lyr05 schrieb:

      Wenn Kiddies oder unerfahrene/neue Spieler (auch die können 18 und älter sein) zu einem Turnier kommen. Was passiert?
      Ich kann von mir zumindest behaupten das ich es bisher nicht nötig hatte, kleinen Kindern ihre "Dicken" Karten für Lau aus dem Binder zu ziehen.

      So richtig glaube ich dir nicht...dafür ist die Community zu sehr auf Gewinn aus und daher stelle ich solche Aussagen infrage.

      "Meister Yoda" schrieb:

      Andere Hobbies kosten auch Geld, und trotzdem brechen Hobbyschrauber nicht in Werkstätte ein oder bauen von anderen Fahrzeugen Teile ab.
      Mir ging es gar nicht mal drum, dass für einzelne Karten extrem hohe Preise existieren, da diese meist konstant teuer sind.Mir ging es eher drum, dass sich cardmarket (und damit alle Karten) wie Aktien verhalten. Man kann eigentlich sehr schwer, nur alle möglichen Preise im Kopf haben. Gallis ging vor 2 Wochen wenige Cent, d.h. ich hätte den bei einem kleinen Tausch mit abgegeben. Hinterher stelle ich fest, dass der nun das 20-fache wert ist.
      Und vor solchen Tauschgeschäften ist man nicht mehr gefeit. Mittlerweile muss man bei jeder Karte, die jemand haben möchte, skeptisch sein und den Preis prüfen, eben weil dieses Aktienverhalten seit cardmarket existiert.


      So ging es mir die Woche bei einem Deal über Facebook...

      Finsterer Jagdbomber in Common...ich hab den stolze 50 Cent gerechnet (von mir selbst aus)...Tauschpartner bietet mir nen Kartenwert an (Karten hab ich selbst ausgesucht)...ich wundere mich, warum er so viel gibt...gucke auf "cardmarket" nach dem Jagdbomber...4,50-6€ in Common *wtf*...ich frage nach, warum der so gestiegen ist...Antwort folgte und ich so "okayyy"...

      @ all

      Ich stelle mich hier nicht als Bösewicht oder so hin, ich zeige nur die Realität auf, so unschön sie sein mag.

      Wenn halt neue Leute/Kiddies die Locals/Turniere besuchen, werden die zuerst angesteuert. Ist nun mal so.

      Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn ich der Erste bei diesen Leuten bin, versuche ich auch die für mich guten Karten zu sichern, wenn ich einen Teil bekommen oder nichts, steht der Nächste schon parat.

      Ihr könnt das schönreden wie ihr wollt, es wird nun mal abgezogen, betrogen und gelogen und das im großen Stil. Man braucht sich doch nicht wundern, wenn die Leute die ganz fetten Binder haben. Wird über Kleinkram bei Neulingen geregelt oder mit Geld. Egal wo und bei wem. Das ist bei Yugioh so, bei Pokemon.

      Wollt ihr was ändern, dann fragt die Turnierorganisatoren/Lädeninhaber, ob ihr die Moralapostel-Polizei spielen dürft und dann macht das mal auf ner YCS oder nem HDK oder so. Dann ruft ihr die Polizei und los gehts. Dann bekommen 75% oder mehr ne Anzeige (die freuen sich, weil Tag versaut) und die Polizei ne Menge Arbeit. Die werden sich auch freuen^^
      Ich finde es interessant, dass du dein persönliches Erleben als absolute Wahrheit verkaufst. Nur weil du davon überzeugt bist, dass es keine Yugi-Spieler mit Moral gibt, muss das nicht die Realität sein und weder du noch ich haben das Recht anderen Menschen unsere Meinung als Realität zu verkaufen.




      Für alle die gerne lesen, schaut doch mal hier rein: Class Zero
      Deine Einstellung Watapon, ist absolut daneben und sorry das ich das so ausdrücke, einfach nur widerlich. Ich hoffe wirklich das du nie in die Nähe des Tauschordners meines Sohnes kommst.
      Schließ nicht von dir auf andere. Glaub mir es gibt wirklich noch Leute die kennen die Bedeutung des Wortes Anstand und verspüren nicht den Drang jedes neue Kid auf einem Turnier bis aufs Hemd auszuziehen. Das dann auch noch als völlig normal hinzustellen da fehlen mir die Worte...

      Ob man mir meine Einstellung jetzt glaubt oder nicht ist mir ehrlich gesagt auch völlig egal.

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