Betrug: das finanzielle Cheating

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      Cooler Artikel! Wusste gar nicht, dass "Kiddies beim Tausch abziehen" illegal ist.


      [...]allerdings sei angemerkt, dass es durchaus ungewöhnlich scheint, wegen einem Kartenwert von beispielsweise 5€ vor ein Zivilgericht zu ziehen.
      Ab welchem Wert würde das denn Sinn ergeben? Das heißt, was "kostet" es mich als Privatperson, wenn ich tatsächlich diesen Schritt gehen will?
      Die erste Maßnahme wird wahrscheinlich sein zu seinem Anwalt zu gehen, welcher einen entsprechenden Brief an den Verkäufer schickt. Oftmals bewirkt das ja schon bei einigen Leuten, dann nachzugeben.


      Denn trotz allem ist Yu-Gi-Oh! ein Sammelkartenspiel und kein Schwarzmarkt oder eine Aktienbörse, bei der es nur um Gewinnsteigerung mit allen Mitteln geht.
      Achja? Dann ist das also nur Einbildung, dass es keinen Sinn mehr hat, einen Tauschordner mit zum Turnier/Treff zu nehmen? Seit der Durchsetzung von cardmarket ist Yugioh in meinen Augen sehr krass zur Aktienbörse geworden und es geht nur um Gewinnmaximierung. Keiner tauscht, weil er Karten braucht.
      "Was siehst du die Karte X, was siehst du die Karte Y?" (machen 95% aller Leute, wenn sie deinen Tauschordner durchblicken)
      Es hat daher Null Sinn, seinen Tauschordner mitzunehmen, da jeder nur auf Gewinnmaximierung aus ist. Einzig davon ausgenommen sind Retro - bzw. Sammlerkarten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von "Meister Yoda" ()

      Schöner Artikel, wird aber nichts ändern, weil es einfach zu viele gibt, die damit Profit machen und der Schaden am Einzelnen häufig zu gering ist, um es wirklich auch zu einer Anklage kommen zu lassen.

      Aber wenn man von einigen Leuten hört, die seit Jahren kein Geld mehr ausgegeben haben, aber trotzdem riesige Tauschordner besitzen, braucht man sich eigentlich gar nicht mehr fragen, wie das funktioniert. Es weiß jeder und keiner greift ein, sondern alle, selbst diejenigen, die sich nicht aktiv beteiligen, schauen nur zu.
      Denn trotz allem ist Yu-Gi-Oh! ein Sammelkartenspiel und kein Schwarzmarkt oder eine Aktienbörse, bei der es nur um Gewinnsteigerung mit allen Mitteln geht.
      Im Kern ist die Aussage aber schon richtig. Nur es wird anders gelebt das ist wahr. Wie viel eine Karte wert ist lässt sich halt ohne Referenzen schwer sagen. Selbst den direkten Vergleich C-C R-R SR-SR UR-UR SCR-SCR etc kann man nicht heranziehen. Wenn die Seltenheitsstufe die tatsächliche Seltenheit der Karte widerspiegeln würde, könnte man noch sagen ich tausche SCR nur gegen SCR. Aber selbst in manchen Sets sind die Karten einer "Seltenheit" untereinander anders verteilt. Zwischen den Sets ist es sogar noch krasser, eine SCR aus den Hidden Arsenal Sets läst sich kaum mit einer SCR aus einem aktuellen Hauptset vergleichen. Und hier habe ich Cardmarketpreise noch nicht mal annähernd in Betracht gezogen.

      Keiner tauscht, weil er Karten braucht.
      Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich beschaffe mir Karten nur aus dem Grund, dass ich sie haben möchte und nicht weil ich mit dem Gedanken spiele sie teuer weiter zu verkaufen. Aber aus den oben genannten Gründen ist ein Tausch ohne Referenz schwierig. SCR ist halt nicht gleich SCR. Kaum einer wird Aschenblüte & Freudiger Frühling 1/1 gegen Caam, Durchlaucht von Gusto tauschen und hinterher sagen das war ein Fairer Tausch obwohl beide Karten SCR sind.(Mal abgesehen davon das ich meine Caam eh nicht hergeben würde :D ) Wenn man Karten untereinander tauscht ist es durchaus legitim das man seine Karten nicht unter Wert hergeben möchte. Was man diskutieren könnte ist der Preis mancher Karten... aber das wäre eine andere Diskussion.



      ap pro po andere Diskussion.

      Ab wann lohnt es sich sein Recht zu erstreiten? Gerichte Polizei oder auch nur der Brief vom Anwalt kosten Geld der den Gesamt Wert der Karten oft das mehrfache übersteigt. die Frage wäre wer bezahlt das Ganze und lohnt sich der Aufwand? Natürlich, wer betrogen hat darf nicht ungeschoren davonkommen. Ich habe auch schon Karten nicht erhalten obwohl ich meine verschickt habe. Sicherlich dem Knilch der mich beschissen hat wünsche ich die Pest an den Hals und seit dem Tausche ich auch nicht mehr Online.
      Aber deswegen zur Polizei zu gehen war mir die Mühe nicht wert. Obwohl man ganz klar sagen muss, TCG Karten sind nicht einfach nur ein Stück bedruckte Pappe die ab und an auch noch schön glitzert. Betrug bleibt Betrug und die Karten haben einen gewissen Wert der sich nicht wegdiskutieren lässt.


      Wenn der Brief nicht ankommt ist es leicht den Verkäufer in die Pflicht zu nehmen. Aber Betrug funktioniert auf mehreren Arten. Was macht der Verkäufer wenn der Brief mit den Karten ankommt und der Käufer stumpf behauptet es sei nichts angekommen? Die Beweislage ist kompliziert. Klar lässt sich bei unversicherten Versand nicht beweisen das der Brief nie abgeschickt wurde, genauso wenig kann man beweisen das er angekommen ist.
      Auch das ist mir leider schon in zweierlei Hinsicht auf Cardmarket passiert. Eine Bestellung ist nicht angekommen. Hier war bei mir der Versender zumindest so fair den Wert zu erstatten. Auf der anderen Seite ist einer meiner Verkäufe nicht angekommen, diese habe ich dann einige Zeit später wieder in meinem Briefkasten gefunden. Ein erneuter Versand hat dann (mit der gleichen Adresse) zum Ziel geführt. Man sollte wohl wirklich nicht über Weihnachten Karten versenden...
      Betrug hat aber mehrere Gesichter und die Möglichkeiten sind leider unbegrenzt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lyr05 ()

      Lyr05 schrieb:

      Ab wann lohnt es sich sein Recht zu erstreiten? Gerichte Polizei oder auch nur der Brief vom Anwalt kosten Geld der den Gesamt Wert der Karten oft das mehrfache übersteigt.
      Ist mir neu, dass der Gang zur Polizei Geld kostet, außer die Fahrtstrecke, wenn man nicht fußläufig hinkommt.

      "Meister Yoda" schrieb:

      [...]allerdings sei angemerkt, dass es durchaus ungewöhnlich scheint, wegen einem Kartenwert von beispielsweise 5€ vor ein Zivilgericht zu ziehen.
      Ab welchem Wert würde das denn Sinn ergeben? Das heißt, was "kostet" es mich als Privatperson, wenn ich tatsächlich diesen Schritt gehen will?
      Die erste Maßnahme wird wahrscheinlich sein zu seinem Anwalt zu gehen, welcher einen entsprechenden Brief an den Verkäufer schickt. Oftmals bewirkt das ja schon bei einigen Leuten, dann nachzugeben.
      Die Gerichtskosten ergeben sich aus dem Gerichtskostengesetzt (GKG), Anlage 2. Bei einem Streitwert bis zu 500,- EURO betragen die Gerichtskosten 35,- EURO, soweit nichts anderes bestimmt wird. Die Anwaltskosten sind darin nicht inkludiert und dürften deutlich höher liegen. Aber grundsätzlich kann man sich auch ohne Anwalt vor einem Zivilgericht selbst vertreten. Oder man hat das Glück, eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen zu haben.
      Zum Thema "Abziehen von Kiddies"...

      Wie wurde denn früher getauscht?

      Display IOC...Kiddie zieht BLS, DMOC, CED...die 3 damals gefragtesten Karten
      Display Hidden Arsenal...Kiddie zieht Trishula, Catastor, Brionac...

      Man selbst hat viele Helden im Ordner...Neos-Kram, Fusionen usw...die Serie lief, Kiddie kann mit den Karten selbst nix anfangen, gibt es noch zu...da hält jeder Spieler die Schnauze und wird kaum sagen...ohh, die Trishula ist aber 50€ wert, ich geb dir aber nur was im Wert von 8€

      Früher hieß es dann: deine Trishula/BLS/DMOC/CED gegen meinen Held...Wert hat keiner ermittelt, beide Seiten glücklich..


      Es gab weiter kein market glaub ich...nur ebay, Smartphone-Generation war nicht weiter vorhanden...Kataloge gab es, die Cardmaster mit absurden Preisen... (kann mich auch an der Stelle irren, bitte korrigiert mich da).

      Nun wird bei jedem Deal das Smartphone gezückt, market geöffnet und ach Überraschung "meine angeblich wertlose Karte geht plötzlich 5€ mehr als 1 Woche zuvor, weil Deck X einen Hype ausgelöst hat"...da wird dann noch um jeden Cent gefeilscht...pack mir die Rare, die Common und die Crapholo noch dazu...

      Das wirkliche Tauschen gibt es gar nicht mehr und wurde durch market, ebay komplett zerstört. Nur noch fette Moneycards, fast jeder giert danach.

      Ich selbst kann sogar mit Minus leben und gebe auch gerne für eine Karte mehr aus, als sie eigentlich wert ist. Wenn der Verkäufer/Tauschpartner vernünftig verhandelt, ist das kein Ding. Wer aber gierig auf plus aus ist, bekommt meinen Stuff nicht.
      Eine Anzeige verursacht dennoch Kosten und sei es nur die Arbeitszeit des Polizisten der sich darum kümmert, auch wenn diese der Geschädigte nicht zahlen muss.

      Versteht mich nicht falsch. Ich sage nicht das es Falsch ist eine Anzeige wegen Betrug zu erstatten, selbst wenn es sich nur um "bedruckte Pappe" handelt. Aber man muss halt abwägen, ist der Streitwert den Aufwand wert.
      Ich weis nicht was die Polizei in solch einem Fall unternimmt. Bekommt der Täter eine Vorladung um sich zu äußern? Oder verläuft die Anzeige im Sande? Cool wäre hier mal ein Erfahrungsbericht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lyr05 ()

      Lyr05 schrieb:

      Ich weis nicht was die Polizei in solch einem Fall unternimmt. Bekommt der Täter eine Vorladung um sich zu äußern? Oder verläuft die Anzeige im Sande? Cool wäre hier mal ein Erfahrungsbericht.
      WENN man eine Anzeige aufgibt, dann wird da auch was gemacht.

      Hatte hier selbst schon zu ABT-Zeiten Fälle, die ich nicht lösen konnte. Da habe ich dann immer zur Anzeige geraten. Und wenn das dann noch ein minderjähriger User war, kommt eine Woche später doch auf einmal eine PN "Hilfe, kannst du mir helfen, ich hab Mist gebaut", wenn die Eltern entsprechend Post bekommen haben...
      Durch die Armut an Menschlichkeit
      Wird der Mensch entzweit
      Eine Gestalt, die nur noch Körper ist
      Und seine Gefühle vergisst
      Voll Neid und Gier, so selbstverliebt,
      Von außen nur bestimmt
      Der Mensch wie sein Schicksal
      Ist taub, stumm und blind

      Wie wahr, wie wahr...

      Lyr05 schrieb:

      Ich weis nicht was die Polizei in solch einem Fall unternimmt. Bekommt der Täter eine Vorladung um sich zu äußern? Oder verläuft die Anzeige im Sande? Cool wäre hier mal ein Erfahrungsbericht.
      Da noch niemand bei uns Anzeige wegen dergleichen erstattet hat, kann ich leider keinen Erfahrungsbericht für diesen Fall abgeben. Prinzipiell bekommt der Beschuldigte Gegelegenheit, sich zur Sache zu äußern, egal ob mittels Vorladung zur Vernehmung oder simpel per Anhörbogen. Danach geht die Sache weiter zum Staatsanwalt und wie der entscheidet, kann ich nicht beurteilen, da über diese Entscheidungen nie eine Rückmeldung eintrifft.

      Lyr05 schrieb:

      Eine Anzeige verursacht dennoch Kosten und sei es nur die Arbeitszeit des Polizisten der sich darum kümmert, auch wenn diese der Geschädigte nicht zahlen muss.
      Ja, wie schlimm wäre das denn, dass die Polizei arbeitet, wenn der Bürger ein Problem hat? Versteh meinen Sarkasmus nicht falsch, es kommen aber mitunter täglich Anzeigen wegen nichtigeren Dingen als einem Stück bedruckter Pappe mit einem Marktwert von 60,- EURO rein. Insofern würde ich allein die Anzeige nicht als verschwendete Zeit bezeichnen. Oder gar als „Kostenfaktor“. Es ist wohl noch der einfachste Schritt und für Bezahldienste wie Paypal, wenn beispielsweise bei Ebay gekauft wurde, mitunter notwendig.

      Watapon schrieb:

      Wie wurde denn früher getauscht?
      Nur weil früher so getauscht wurde, heißt es nicht, dass man es allgemein akzeptieren muss, wenn ältere Spieler jüngere Spieler über den Tisch ziehen. Schon gar nicht, wenn mitunter böswillige Absichten dahinter stecken.

      Watapon schrieb:

      Ich selbst kann sogar mit Minus leben und gebe auch gerne für eine Karte mehr aus, als sie eigentlich wert ist. Wenn der Verkäufer/Tauschpartner vernünftig verhandelt, ist das kein Ding. Wer aber gierig auf plus aus ist, bekommt meinen Stuff nicht.
      Wenn man bewusst in Kauf nimmt, dass man Minus macht, ist das Ganze auch kein Problem. Wenn ich mein Auto für einen Apfel verkaufe, weil ich das will, ist es auch kein Problem. Problem ist, wenn der Tauschpartner bewusst in der Absicht, eine teure Karte für Plunder zu bekommen, an den Tausch herangeht, und dann lügt etc.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thergothon ()

      Ja, wie schlimm wäre das denn, dass die Polizei arbeitet, wenn der Bürger ein Problem hat? Versteh meinen Sarkasmus nicht falsch, es kommen aber mitunter täglich Anzeigen wegen nichtigeren Dingen als einem Stück bedruckter Pappe mit einem Marktwert von 60,- EURO rein. Insofern würde ich allein die Anzeige nicht als verschwendete Zeit bezeichnen. Oder gar als „Kostenfaktor“. Es ist wohl noch der einfachste Schritt und für Bezahldienste wie Paypal, wenn beispielsweise bei Ebay gekauft wurde, mitunter notwendig.
      Stimmt die Jungs warten ja nur darauf das wer kommt uns sie aus ihrer Lethargie reist...
      Eben weil jeder Furz heutzutage zur Anzeige gebracht wird, sollte man sich da schon ein paar Gedanken machen.

      60 Euro Karte klares Ja. 10 Cent Karte eher nein. Wo ist aber nun die Grenze? Ich kann das nicht beantworten.
      Wie gesagt versteht mich nicht falsch. Wenn ein Betrüger nur mit Hilfe der Polizei zur Räson gebracht werden kann, bin ich der letzte der den Gang zur Polizei in Zweifel zieht. Und ganz Klar auch YuGiOh Karten sind Gegenstände die ihren eigenen Wert besitzen. Sei es Finanziell oder auch nur der ideelle Wert.


      Wie wurde denn früher getauscht?
      Wenn beide Seiten wissen was die Karten wert ist ist es völlig in Ordnung das nicht jeder bei einem Kauf Plus macht. Aber nur deswegen Plus zu machen weil eine Seite keine Ahnung hat ist daneben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lyr05 ()

      Lyr05 schrieb:


      60 Euro Karte klares Ja. 10 Cent Karte eher nein. Wo ist aber nun die Grenze? Ich kann das nicht beantworten.
      Die Grenze muss jeder für sich selbst setzen. Ab welcher Summe es dieser Aufwand wert, gestartet zu werden? Das kann ich dir nicht beantworten. Es ist ja trotzdem kein Muss, und die Entscheidung liegt bei jedem selbst. Aber wie du so schön formuliert hast, scheint das manchmal schon ein guter Weg zu sein, den Betrüger zur Räson zu bringen, da allein der Schock, dass nun von offizieller Stelle ermittelt wird, oft eine gewisse Wirkung aufweist.
      Was macht man eigentlich aufn Flohmarkt? Da sind öfter auch Kinder und kleinere Händler, die nun kein market/ebay weiter kennen.

      Nun sehe ich bei dem Kind am Stand als Beispiel "Saryuja-Schädelschrecken" in einer Tinbox/Hefter beim Durchschauen und weiß selbst, geht ~ 20€

      Nun packe ich die Karte raus, finde keine anderen Karten und frage, was die Karte kosten soll. Nun sagt das Kind "1€"...ich krame den Euro raus, feilsche gar nicht erst, weil ich für mich weiß "hey, dickes Plus" und übergebe den Euro, bekomme Saryuja.

      Deal beendet für beide Seiten

      Soll ich da nun fairerweise mindestens 10€ geben? Wer würde denn von euch so handeln? Kann mir keiner erzählen, dass ihr mehr als den 1€ gegeben hättet.

      Ist das dann auch schon Betrug?
      Ich würde sagen nein, anhand dieser Texstelle:

      B hat in dem Beispiel absichtlich und rechtswidrig (es lag kein Grund für sein Handeln vor) einen Irrtum erzeugt, indem er bezüglich des Marktpreises von Unendliche Unbeständigkeit gelogen hat, sodass A im Glauben war, die Karte sei nicht mehr wert als die Götterkarten.
      In deinem Beispiel findet meiner Meinung nach kein gezielter Betrugsversuch statt, du nimmst lediglich ein Angebot an, das dir unterbreitet wurde.

      Ich finde auch, das ein Flohmarkt ein,,Sonderfall" ist. Leute nutzen Flohmärkte um eine Menge Ramsch schnell loszuwerden, und verlangen daher niedrigere Preise als üblich. Vor allem Leute die Sammelkarten verkaufen wollen sie nur loswerden, denen ist egal wieviel die wirklich wert sind.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Altaria ()

      Altaria schrieb:

      Ich würde sagen nein, anhand dieser Texstelle:

      B hat in dem Beispiel absichtlich und rechtswidrig (es lag kein Grund für sein Handeln vor) einen Irrtum erzeugt, indem er bezüglich des Marktpreises von Unendliche Unbeständigkeit gelogen hat, sodass A im Glauben war, die Karte sei nicht mehr wert als die Götterkarten.
      In deinem Beispiel findet meiner Meinung nach kein gezielter Betrugsversuch statt, du nimmst lediglich ein Angebot an, das dir unterbreitet wurde.
      Ich finde auch, das ein Flohmarkt ein,,Sonderfall" ist. Leute nutzen Flohmärkte um eine Menge Ramsch schnell loszuwerden, und verlangen daher niedrigere Preise als üblich. Vor allem Leute die Sammelkarten verkaufen wollen sie nur loswerden, denen ist egal wieviel die wirklich wert sind.

      Nun nehmen wir das Beispiel ausn Artikel...

      "Der 11-jährige A hat Glück und zieht aus einem Booster die Karte Unendliche Unbeständigkeit. Der 22-jährige B neidet A und unterbreitet diesem einen Tauschvorschlag: Die Falle im Tausch gegen alle drei äygptischen Götter in Ultra Rare, sogar die spielbare Version. B behauptet, die Falle sei nutzlos, und er will sie nur für seine Sammlung haben. Auf die Frage von A, ob die Falle was wert sei, antwortet B, dass die Götter wertvoller seien und er A gerne einen Gefallen tut. A stimmt ein und freut sich über seine drei neuen Karten, während B seinen Gewinn einsteckt.

      Ein Beispiel, dass bei den aktuellen Kartenpreisen und dem Faktor des Glücks beim Boosterkauf nicht unrealistisch ist. Doch liegt ein Betrug vor?
      B hat in dem Beispiel absichtlich und rechtswidrig (es lag kein Grund für sein Handeln vor) einen Irrtum erzeugt, indem er bezüglich des Marktpreises von Unendliche Unbeständigkeit gelogen hat, sodass A im Glauben war, die Karte sei nicht mehr wert als die Götterkarten. Dies widerspricht den Tatsachen (anhand des Sekundärmarktes nachweisbar). A hatte nach dem Tausch deutlicher weniger Vermögenswert - zuvor war es mit Unendliche Unbeständigkeit ein Wert von knapp 60€, danach nur noch knapp 8€, der Schaden beläuft sich also auf 52€. Mit dem Abschluss des Tausches hat B den Tatbestand des Betrugs erfüllt und das Gesetz gebrochen."

      Ich sehe hier für mich keine rechtswidrige Handlung. Selbst wenn der 22-Jährige sagt, er braucht die Karte dringend für sein Deck, er hat eine wertvolle Karte gezogen...dann bekommt der 11-Jährige die 3 Götterkarten angeboten.

      1. Woher weiß der 11-Jährige, dass seine Karte 60€ wert ist, die Götterkarten zusammen nur 8€ und er einen Verlust von 52€ macht?

      Ich bin doch nicht verpflichtet, hier das Smartphone zu zücken um den Kind zu zeigen, was seine Karte wert ist.

      Für mich ist der Abschluss des Tausches hier voll in Ordnung.

      Nun drehen wir das um

      Der 11-Jährige hätte auch handeln können: "Gibst du mir die 3 Götter für die Falle?"

      Was dann? Noch sagen, die 3 Götter sind mehr wert um noch mehr zu erhaschen? Einfach "ja" sagen?

      Das ist ein heikles Thema...

      Wenn wir ganz kleinlich sind, dürfte der 11-Jährige wegen Geschäftsunfähigkeit gar keinen Deal eingehen.
      Und trotzdem stürzen sich die Geier auf den 11jährigen, weil es ja viel einfacher ist, Kiddies abzuziehen, anstatt irgendwas sinnvolles zu machen, um Geld zu verdienen.

      In der Zeit, die man dann nicht mit irgendwelchen Arbeiten verbringt, kann man ja wunderbar rechtfertigen, wieso es kein Beschiss ist, wenn man einem Kiddie eine Karte für einen Zehntel des Preises abnimmt.

      Was für mich beim Betrug (online) immer mit reinspielt ist die Tatsache, wie dumm die Leute sind, die sich betrügen lassen. Erstmal muss jeder sein Hirn einschalten und dann hat man schon 90% der Betrügereien abgearbeitet. In der Tauschbörse war es z.B. so, dass hier ein bekannter Typ rumlief, der sehr lukrative Angebote gemacht hat. Und man denkt sich in seiner Gier eben nichts dabei - hey cool, ich gebe 20 Euro Kartenwert und bekomme 80 Euro. Und ich muss nur zuerst schicken? Mach ich sofort!

      Und dann am Ende beim ABT rumheulen... Besagter Typ war auch auf Ebay und Ebay-Kleinanzeigen mit Elektronik aktiv. Die Leute haben dann auch den Weg ins Forum gefunden und sich beschwert.

      Einmal wurde ich sogar von jemandem angeschrieben, der hier auf den Kerl aufmerksam geworden ist, als er den Namen über google gesucht hat. Er hat also gemerkt, dass der Kerl hier einen Thread hat, weil er Betrügereien abzieht. Hat mich dann aber noch gefragt, ob ich ihm empfehlen würde, über Ebay-Kleinanzeigen einen Black Lotus von dem Betrüger zu kaufen... Kann ja sein, dass er ihn trotzdem hat und für gerade mal 800 Euro anbietet...

      Da weiß ich dann auch nicht mehr weiter, wenn man sowas schon erwägt, weil die Aussicht auf großen Gewinn da ist, dann ist einem nicht mehr zu helfen.

      Was das tauschen angeht habe ich das nie wirklich betrieben und auch lange vor cardmarket keine Karten-Tauschs mehr gemacht. Nur noch Karten verkauft und gekauft. Wozu sollte ich auch Zeit verschwenden und bei irgendwem in den Ordner reinschauen, wenn ich nichts brauche? Und wieso sollte jemand sich meinen Ordner durchschauen, wenn es für mich einfacher ist, dem das Geld auf den Tisch zu legen und die Karte dann zu haben?
      Durch die Armut an Menschlichkeit
      Wird der Mensch entzweit
      Eine Gestalt, die nur noch Körper ist
      Und seine Gefühle vergisst
      Voll Neid und Gier, so selbstverliebt,
      Von außen nur bestimmt
      Der Mensch wie sein Schicksal
      Ist taub, stumm und blind

      Wie wahr, wie wahr...

      Watapon schrieb:


      Ich sehe hier für mich keine rechtswidrige Handlung. Selbst wenn der 22-Jährige sagt, er braucht die Karte dringend für sein Deck, er hat eine wertvolle Karte gezogen...dann bekommt der 11-Jährige die 3 Götterkarten angeboten.
      Lügen / Täuschen, um in den Besitz einer Sache zu kommen, und die Unwissenheit / den Irrtum des anderen ausnutzen - rechtswidrig. Wenn es für dich nicht rechtswidrig ist, kann ich das schlecht erzwingen, aber der Tatbestand des Betrugs ist in seinen Grundzügen erfüllt.

      Watapon schrieb:

      1. Woher weiß der 11-Jährige, dass seine Karte 60€ wert ist, die Götterkarten zusammen nur 8€ und er einen Verlust von 52€ macht?
      Das braucht er nicht wissen. Wenn er dem 22-Jährigen Glauben schenkt, dass die Karte nichts wert ist (was aber nicht den Tatsachen entspricht), dann wurde er getäuscht.

      Watapon schrieb:

      Ich bin doch nicht verpflichtet, hier das Smartphone zu zücken um den Kind zu zeigen, was seine Karte wert ist.
      Grundsätzlich nicht, nein. Aber das heißt nicht, dass man direkt lügen darf und kann, was den Inhalt des Tausches betrifft.

      Watapon schrieb:

      Wenn wir ganz kleinlich sind, dürfte der 11-Jährige wegen Geschäftsunfähigkeit gar keinen Deal eingehen.
      Was so auch nicht stimmt, mit 11 Jahren ist er beschränkt geschäftsfähig, allerdings sind alle getroffenen Vereinbarungen schwebend unwirksam und bedürfen der Zustimmung der Erziehungsperson.
      Ich denke man kann hier schon differenzieren.

      Wen man dem 11 Jährigen vormacht seine Karte sei nix wert und zieht ihn dann über den Tisch, ist das ein klarer Fall von Betrug. Hier brauchen wir meiner Meinung nach nicht weiter diskutieren.

      Macht das Kind von sich aus das Angebot schaut die Lage schon ein wenig anders aus. Auf den Deal stillschweigend einzugehen wäre grundlegend kein klarer Fall von Betrug, aber hier darf man sich gerne auch von seinem Gewissen leiten lassen und ihn darauf hinweisen das er keinen guten Deal anbietet. Es wurde schon angesprochen. Mit 11 ist er nur bedingt Geschäftsfähig. Als Erwachsener weis man es besser und darf einem Kind auch gerne mal seine Fehler hinweisen. Vielleicht findet man bei dem Jungen ja eine Karte die den Wert der 3 Götterkarten entspricht und tauscht mit diesen. Das wäre die erwachsene Art dies zu lösen.
      Auch auf dem Flohmarkt, die Karte für einen Euro zu kaufen ist erst mal kein Betrug. Plagt einem das schlechte Gewissen darf man dem Kind gerne auch nen Zehner in die Hand drücken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lyr05 ()

      Thergothon schrieb:

      Watapon schrieb:

      Ich sehe hier für mich keine rechtswidrige Handlung. Selbst wenn der 22-Jährige sagt, er braucht die Karte dringend für sein Deck, er hat eine wertvolle Karte gezogen...dann bekommt der 11-Jährige die 3 Götterkarten angeboten.
      Lügen / Täuschen, um in den Besitz einer Sache zu kommen, und die Unwissenheit / den Irrtum des anderen ausnutzen - rechtswidrig. Wenn es für dich nicht rechtswidrig ist, kann ich das schlecht erzwingen, aber der Tatbestand des Betrugs ist in seinen Grundzügen erfüllt.

      Watapon schrieb:

      1. Woher weiß der 11-Jährige, dass seine Karte 60€ wert ist, die Götterkarten zusammen nur 8€ und er einen Verlust von 52€ macht?
      Das braucht er nicht wissen. Wenn er dem 22-Jährigen Glauben schenkt, dass die Karte nichts wert ist (was aber nicht den Tatsachen entspricht), dann wurde er getäuscht.

      Watapon schrieb:

      Ich bin doch nicht verpflichtet, hier das Smartphone zu zücken um den Kind zu zeigen, was seine Karte wert ist.
      Grundsätzlich nicht, nein. Aber das heißt nicht, dass man direkt lügen darf und kann, was den Inhalt des Tausches betrifft.

      Watapon schrieb:

      Wenn wir ganz kleinlich sind, dürfte der 11-Jährige wegen Geschäftsunfähigkeit gar keinen Deal eingehen.
      Was so auch nicht stimmt, mit 11 Jahren ist er beschränkt geschäftsfähig, allerdings sind alle getroffenen Vereinbarungen schwebend unwirksam und bedürfen der Zustimmung der Erziehungsperson.
      Aber wie weiß das Kind überhaupt, dass es betrogen wurde, außer durch den Sekundärmarkt wie market/ebay? Das ist für mich hier die entscheidende Frage. Das Kind wird sich an die gezogene Karte kaum erinnern und daheim nachforschen bei market/ebay, was sie wert ist.

      Wie soll sonst der Betrug auffliegen? Soll ich bei jedem Deal zwischen groß und klein als 3te Person danebenstehen/sitzen und sagen "hey, da fehlen noch 52€?" und wenn er den Wert nicht ausgleicht und er rumgelogen hat, soll ich ihn anzeigen?

      Der 22-Jährige hätte auch direkt seinen Hefter hinballern können, sagt dem Kind "such dir was aus"...Kind nimmt sich aufgrund der tollen Animeserie vielleicht nun 1 Crapholo, weil er sie cool findet (Pendeldrache Ultra, Legendary Decks...nicht mal annähernd 50 Cent wert, alternatives Artwork)...

      Dann wäre das Thema auch schon wieder durch...

      Wegen Geschäftsfähigkeit...da musste ich mich erst mal wieder einlesen

      Unter dem vollendetem 7ten Lebensjahr > geschäftsunfähig
      Unter dem vollendetem 18ten Lebensjahr > beschränkt geschäftsfähig
      danach voll geschäftsfähig (aber auch hier Ausnahmen wie immer)
      @Watapon vlt hilft dir diese Aussage weiter:
      Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

      Nur weil jemand nicht weiß das es verboten es und es trotzdem macht, ist es dennoch eine Straftat.
      Im Umkehrschluss bedeutet es in diesem Bespiel: Selbst wenn der 11 Jährige nicht weiß das er abgezogen wurde, liegt hier dennoch eine Straftatbestand vor.
      Vor der 11 Jährige es dann auch zur Anzeige bringt ist eine andere Sache.

      Wenn du als unbeteiligter daneben stehst, aber weißt das der kleine gerade abgezogen en wirst und nicht eingreifst, könnte man dich in diesem Beispiel übrigens auch als Mittäter zahlen. bestafen Einfach weil du nicht eingegriffen hast.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Voltii ()