Käufer kritisiert den Zustand der Karten auf TCGM

  • Guten Tag,


    ich hätte mal eine Frage. Käufer X beschwert sich über den Zustand der Karten und eröffnet deswegen einen Fall.
    Kartenwert über 300€, es gibt Meinungsverschiedenheit über die "NM"- Bezeichnung.


    Käufer schickt Fotos von den "Makeln" und argumentiert damit, dass man nach den offiziellen Regeln von TCGM die Karten einstufen muss.
    Soweit ich weiß gibt es nur einen Leitfaden und keine "offizielle Regelung".


    Käufer wollte nie Fotos haben vor dem Kauf haben. Definiert sich als Sammler. Wie kann man den Zustand der Karten nun objektiv bewerten? Der Käufer könnte theoretisch durch Selbstverschulden den Zustand beeinträchtigt haben.


    Wie wird so ein Fall wahrscheinlich gehandhabt? Geld wird an den Verkäufer gezahlt, jedoch mit einer negativen Bewertung? Oder gar Karten werden zurück geschickt (was doch unrealistisch sein sollte)


    MfG

  • Das klingt so schön nach einem "Winged Dragon of Ra Ghost Rare"-Fall.


    Wenn du die Karte auf Cardmarket hereingestellt hast, so hast du dich an die Card Market Card Condition zu halten, da du auf gar keinen anderen Weg karten einstellen kannst. Schließlich wirst du eine Karte die laut dieser Beschreibung als Poor definiert wird, nicht mit dem Smiley für Near Mint oder Mint hereinstellen können. Es geht grundsätzlich darum dass die CM Card Condition dem europäischen Standard folgt, welche an sich die geringste Einstufungsgenauigkeit besitzt. Du müsstest alternativ deine Karten mit genaueren Gradings (siehe im Text erwähnte Amerikanische Grading Systemen) graden.
    Hast du also bewusst nicht nach CM Condition gehandelt hast du automatisch kein Grading vorgenommen, da dies wie gesagt die niedrigste Einstufung darstellt.


    Aufgrund der geringen Einstufung ist es aber auch nicht ungewöhnlich dass die Meinungen zwischen Käufer und Verkäufer gerne mal auseinandergehen.


    Der Käufer ist an sich nicht verpflichtet vor dem Kauf Fotos zu verlangen. Auch ist es als Verkäufer irrelevant ob der Käufer ein Sammler, ein Casual oder ein Competitive Spieler(oder sonstige Kategorisierungen) handelt. Die Karte muss an sich einer beliebigen Einstufung folgen(die gleich oder höherem als dem EU Standard steht). Objektiv bewerten ist an dieser Stelle schwer, du kannst dich nur an Schlagwörtern aus der oben verlinkten Card Condition halten. Das mit dem "Selbstverschulden den Zustand beeinträchtigen" verstehe ich nicht. Er hat dir einen objektiven Fotobeweis geschickt. (dabei möchte ich hinweisen: mit sinnvoller Beleuchtung und Objektrotation kann man Schäden besser bzw. schlechter erkennen, weswegen man so auch Fehler erkennt, die man selber sonst nie wirklich mitbekommen hat).
    Rein theoretisch bliebe nur die Möglichkeit entsprechende objektive Fotos einer größeren Masse zu zeigen, und schlussendlich würde das subjektive Empfinden neutraler Personen in Masse zum objektiven Ergebnis führen. Falls du jetzt auf die Idee kommst das Foto z.b. hier im Forum reinzustellen, dann informiere ich dich im voraus dass das unnötig ist, da hier keine Befugnis für solche Themen existiert(nach dem Motto "CM Support, ETCG hat gemeint dass wäre OK, also ist das OK und ich fühle mich im Recht" gilt hier nicht).


    Im Regelfall wird selbst ohne Fotobeweis meist für den Käufer entschieden, da CM sich doch stark auf den Käufer fokussiert. Nur in seltenen Fällen wird dem Verkäufer das recht zugesprochen. Grundsätzlich wird aber geschaut wie du dich verhälst. Antwortest du "erwachsen" und human, während der Verkäufer irrational und "kindisch"wirkt, erhöht das deine Chancen. Umgekehrt versalzt du dir die eigene Suppe.
    CM wird niemals(niemals == super super super[...] super selten) aktiv Geld an den Verkäufer zahlen bzw. von deinem verkauf abziehen. Du kannst aber von ausgehen dass du je nach dem Ergebnis des Falls eine negative Bewertung bekommen wirst. Diese liegt nämlich im ermessen des Käufers. Du kannst diese Bewertung zwar zu einem neuen Fall aufmachen, aber auch hier gilt: als vekäufer stehen deine chancen schlecht.
    Im Grunde liegt es also in deiner Hand wie das ganze ausgeht, wennauch du immer das schlechtere Blatt halten wirst.

  • Danke für deinen ausführlichen und sachlichen Beitrag. Um den Fall zu konkretisieren, bei der Bestellung wird die Ankunftsbestätigung nicht vollzogen, daher habe ich das Geld noch nicht. Denn der Käufer ist mit dem Zustand nicht zufrieden. Und eröffnet nun einen Fall. Kann es also theoretisch passieren, dass ich die Karten wieder zurücknehmen muss?
    Wir sprechen ja nicht von einem Unterschied von Poor und NM. Sondern in einem viel engeren Intervall.


    Die Frage, die ich mir also stelle ist: Sogar wenn der Käufer Recht bekommt, weil TCGM käufer-orientiert handelt, bekommt er dann sein Geld zurück und ich meine Karten?

  • Danke für deinen ausführlichen und sachlichen Beitrag. Um den Fall zu konkretisieren, bei der Bestellung wird die Ankunftsbestätigung nicht vollzogen, daher habe ich das Geld noch nicht. Denn der Käufer ist mit dem Zustand nicht zufrieden. Und eröffnet nun einen Fall. Kann es also theoretisch passieren, dass ich die Karten wieder zurücknehmen muss?
    Wir sprechen ja nicht von einem Unterschied von Poor und NM. Sondern in einem viel engeren Intervall.


    Die Frage, die ich mir also stelle ist: Sogar wenn der Käufer Recht bekommt, weil TCGM käufer-orientiert handelt, bekommt er dann sein Geld zurück und ich meine Karten?

    Das mit Poor/NM war nur ein Beispiel. Meist ist die Differenz natürlich nur eine Stufe. Ändert nichts am Sachverhalt.


    Auch wenn er dir die Ankunft nicht bestätigt wirst du dein Geld früher oder später bekommen(spätestens nach einem Zeitintervall, frag mich nicht wie lange das war). Auch wird dich CM nicht dazu zwingen das Geld zu schicken(bzw. gibts nur super super[...] super seltene Ausnahmen) genauso wird er dein gegenüber zwingen die karte zurückzuschicken. Er würde euch aber voraussichtlich anbieten dies zu tun(sprich du die karte zurück und er sein geld zurück). Das wäre von deiner Seite her wohl auch das Angebot was du dem Käufer stellen kannst und womit du am ende am besten herauskommst. da ihr euch aber wohl schon so verkracht habt, dass das zum Support gegangen ist, sieht das schonmal schlecht aus bzw. wirst du selbst danach noch mit einer negativen rechnen müssen.


    Ich muss aber zugeben dass ich die Informationen auch nur von dritten habe und selber niemals so einen Fall am eigenen Leib erfahren habe bzw. es direkt mit Angeboten(zurückschicken oder alternativ Preisminderung) direkt verhindert habe.

  • Wenn der Verkauf Storniert wird. Geld zurück Karten zurück ist eine Bewertung und so mit eine Schlechte Bewertung nicht möglich. Wenn nur mit einem Teil der Karten so verfahren wird schaut das natürlich anders aus.


    Grundsätzlich ist es bei einem Online Kauf aber so das du als Verkäufer dafür zu sorgen hast das die Ware Ordnungsgemäß beim Kunden ankommt. Indem Fall die Karten. Es ist also unerheblich ob er vorher Bilder sehen wollte oder nicht.


    Darum sollte man die Vorgaben zum Kartengrading auch einhalten. Denn nur so spricht mal als Käufer und Verkäufer einigermaßen die gleiche Sprache wenn es um den Zustand einer Karte geht.
    Schließlich möchtest du ja, wenn du eine NM Karte kaufst, auch eine NM Karte bekommen.


    Nu ist es aber so das die Meinung durchaus auseinander gehen kann was ist jetzt NM, EX, GD oder gar PO. Wenn man dann noch Amerikanisch und Europäisches Grading zusammenbringt wird es noch komplizierter. Dazu muß man ja auch noch sagen das viele Verkäufer und auch Käufer auch nicht gerade gut bezahlte Profis sind wenn es um das graden einer Karte geht.


    Auch die Tatsache das viele Karten die Mint sind trotzdem nur als NM eingestellt werden kann die Erwartungshaltung mancher Käufer trüben. NM ist eben nicht Mint das darf man nicht vergessen. Kleine Makel sind erlaubt.
    Jetzt ist natürlich die Frage, was definiert man als kleinen Makel...


    Bleibt nur zu hoffen das der Support eine faire Beurteilung vornimmt. Aber in dem Fall das die 300 Euro zurückgehen würde ich auf jeden Fall darauf bestehen die Karten Ordnungsgemäß zurück zubekommen.

  • Zeig doch mal die Fotos, die der Käufer so gemacht hat.


    Meiner Erfahrung nach sind Karten bei market aber vom Verkäufer generell eher besser bewertet als sie eigentlich sind. Dass man dort meist billig Karten bekommt trübt schon die Qualität.

    Durch die Armut an Menschlichkeit
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    Wie wahr, wie wahr...

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  • Wenn der Verkauf Storniert wird. Geld zurück Karten zurück ist eine Bewertung und so mit eine Schlechte Bewertung nicht möglich.

    Wieso? Ich hatte erst gerade den Fall, dass ich einen Skilled White Magician MFC 1st gekauft habe, der Verkäufer ihn als NM in der Beschreibung anpreist mit einem Foto, wo er NM aussieht. Ich bekomme die Karte und auf der Rückseite sind 2cm² große Scharten. Daraufhin kontaktiere ich den Verkäufer und er sagt mir, ich solle mich nicht so anstellen und ihm die Karte zurücksenden, wenn sie mir nicht gefiele. Gesagt, getan. Nichtsdestotrotz bekommt er von mir aus zwei Gründen eine schlechte Bewertung. Erstens möchte ich andere darauf aufmerksam machen, dass bei diesem Verkäufer Vorsicht geboten ist und zweitens soll bei ihm natürlich ein Lerneffekt auftreten, seine Karten wahrheitsgetreu zu graden.


    Allgemein frage ich bei besonderen, alten oder wertvolleren Karten immer erst nach Fotos der Vor- und Rückseite. Wenn mir keine geschickt werden und auch eine Antwort ausbleibt, gehe ich davon aus, dass das Grading einfach eine Hoax ist. Schon wenn ich sehe, dass bei einer Karte 50€+ von einem Typen mit ~90% positiven Bewertung ein Exemplar für 35€ Near Mint angeboten wird, ringen die Alarmglocken.

  • Wurde die Bestellung storniert oder hat er die einfach das nur Geld zurückgegeben?


    Wenn die Bestellung storniert wird lässt das System eine Bewertung, meines Wissens nach, nicht zu.


    Im Fall das nur das Geld erstattet wird, kann man natürlich noch bewerten. Und sollte man dann natürlich auch, wenn die Karten Mängel aufwiesen.

  • Das ist Quatsch. Wenn eine Karte als NM deklariert ist, hat sie auch innerhalb der gegebenen Toleranzen. NM zu sein.
    Völlig unabhängig ob man sich da vorher ein Bild schicken lässt oder nicht. Ist sie es nicht kann man das reklamieren.

    Das trifft vielleicht auf Karten zu, die man selbst spielen will. Wenn du aber eine Karte für 300+ erwirbst, dann ist das ein grob fahrlässiges Verhalten. Die Abkürzung "NM" impliziert einen zu großen Interpretationsraum. Bestes Beispiel, der Käufer aus diesem Thread (um den es ja geht). Er hat einen Zustand erwartet, der PSA 8+ ist und das ist eben realitätsfremd.


    "innerhalb der gegebenen Toleranzen" ist dann doch nicht präzise genug, wenn um teure und seltene Sammlerkarten geht.

  • Hier musst du aber bedenken, wie groß der Preisverlust ist, wenn du "in einem Zweifelsfall" 1 Stufe runtergradest. Das sind locker mal 50-60€ weniger. Also PSA 7 ist schon das, was man "hier" als NM versteht. PSA 8 ist schon boosterfrisch. Zumal auf der PSA- Seite bei PSA 7 ein NM steht und hinter PSA 8 ein "Near Near Mint". Es gibt viele Youtuber-Videos, wo eine PSA 7 eigentlich schon "fehlerfrei" ausschaut. Auch hier wirkt sogar das Grading von PSA willkürlich.


    Und nach der Tabelle von TCGM und der Beschreibung von NM kann ein PSA 8 niemals das europäische NM sein. Dafür ist die Beschreibung von TCGM zu deutlich.


    Aber du siehst ja selbst, wie sich unsere Ansichten unterscheiden. Meines Erachtens helfen gute Fotos einfach am Besten.

  • Das trifft vielleicht auf Karten zu, die man selbst spielen will. Wenn du aber eine Karte für 300+ erwirbst, dann ist das ein grob fahrlässiges Verhalten. Die Abkürzung "NM" impliziert einen zu großen Interpretationsraum. Bestes Beispiel, der Käufer aus diesem Thread (um den es ja geht). Er hat einen Zustand erwartet, der PSA 8+ ist und das ist eben realitätsfremd.


    "innerhalb der gegebenen Toleranzen" ist dann doch nicht präzise genug, wenn um teure und seltene Sammlerkarten geht.

    Ob ich die Karte spielen möchte oder sie in einem Sammelordner verschwindet spielt fürs Graden erst mal keine Rolle.


    Was sagt den die Toleranz? Mal frei von CM kopiert


    Near Mint
    Minimale Schönheitsfehler sind erlaubt, aber stärkere Abnutzungserscheinungen sollten nicht vorhanden sein. Der Rand einer Near Mint Karte darf ein paar kleine weiße Stellen haben, aber es darf sich dabei wirklich nur um sehr wenige, sehr kleine Stellen handeln. Wenn man die Karte unter hellem Tageslicht betrachtet muss sie sauber erscheinen. Auch hier ist eine geringe Toleranz erlaubt, aber Kratzer sind tabu.


    versus


    Excellent

    Der Schaden darf aber dennoch nur geringen Ausmaßes sein. Excellent Karten haben meist einige weiße Stellen am Rand und an den Ecken. Die Oberfläche darf ein paar kleinere Schrammen haben, diese dürfen bei normalem Licht allerdings nicht direkt ins Auge springen.




    Wenn die Karte oben stehenden Anforderungen für NM erfüllt und keine Merkmale einer EX Karte aufweist, hast du in meinen Augen, erstmal alles richtig gemacht.



    Jetzt hast du aber die besonderen Grading Arten PSA 7 bzw PSA 8 angesprochen. Diese grenzt NM dann noch weiter ein. Der Käufer erwartet PAS8, du selbst würdest die Karte aber als PSA7 einordnen...


    Aber auch da bietet CM eine Lösung um hier Missverständnisse einzugrenzen. Gerade bei Teuren Karten (und 300 € würde ich definitiv da zu zählen) kann man sich mit dem Einstellen bei CM ein wenig mehr Aufwand gönnen. CM bietet zum einen eine Kommentarfunktion wo man weitere Informationen bezüglich des Zustands der Karte hinterlassen kann, zum anderen kann man beim Einstellen einer Karte eigene Bilder einfügen.
    So kann sich der potentielle Käufer ein Bild von der Karte machen. Und die Gefahr das der Käufer etwas anderes erwartet sinkt.



    Ich sehe denn Verkäufer hier durchaus in der Bringschuld. Lässt der Zustand der Karte Zweifel zu, sollte man konkreter werden. Gerade bei teuren Karten. Zu sagen "selbst Schuld" ist da ein wenig Fehl am Platz meiner Meinung nach.



    Aber bitte nicht falsch verstehen, ich möchte dir nicht den schwarzen Peter zuschieben. Da CM nicht mit den PSA Einstufungen arbeitet, ist es meiner Meinung nach nicht falsch, eine NM auch als NM einzustellen. Sei sie jetzt PSA7 oder PSA8.

  • Hier musst du aber bedenken, wie groß der Preisverlust ist, wenn du "in einem Zweifelsfall" 1 Stufe runtergradest. Das sind locker mal 50-60€ weniger. Also PSA 7 ist schon das, was man "hier" als NM versteht. PSA 8 ist schon boosterfrisch. Zumal auf der PSA- Seite bei PSA 7 ein NM steht und hinter PSA 8 ein "Near Near Mint". Es gibt viele Youtuber-Videos, wo eine PSA 7 eigentlich schon "fehlerfrei" ausschaut. Auch hier wirkt sogar das Grading von PSA willkürlich.


    Und nach der Tabelle von TCGM und der Beschreibung von NM kann ein PSA 8 niemals das europäische NM sein. Dafür ist die Beschreibung von TCGM zu deutlich.


    Aber du siehst ja selbst, wie sich unsere Ansichten unterscheiden. Meines Erachtens helfen gute Fotos einfach am Besten.

    Dann zeig doch endlich mal das Bild, was der Käufer dir geschickt hat.


    Ansonsten habe ich stark die Vermutung, dass du etwas sehr großzügig warst mit deiner Kartenbeschreibung (wie leider so viele auf market) und etwas als NM reingesetzt hast, was nicht NM ist und sich der Käufer jetzt (zurecht) beschwert.


    Gerade bei so teuren Karten, wenn man sich unsicher ist, sollte man dann doch eher eine Stufe niedriger ansetzen im Verkauf. Das hast du nicht gemacht, da du sonst weniger Geld bekommst, also bist du auf den besseren Grad gegangen, was der Käufer nun reklamiert.

    Durch die Armut an Menschlichkeit
    Wird der Mensch entzweit
    Eine Gestalt, die nur noch Körper ist
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  • Schlicht und ergreifend mein absolutes Lieblingsthema. Wird jetzt ein sehr fetter rant aber hier gehts um Geld, hier gehts um Nerven und hoffentlich ändert sich mal was.


    Ich schreib das jetzt einfach nur rein, in der Hoffnung das liest irgendjemand von Cardmarket.


    Von, ich sag mal, 25 Bestellungen habe ich 20 Bestellungen zurückschicken müssen.
    Ob Cardmarket, oder Ebay - Online ist die beste Möglichkeit für Betrüger ihren beschädigten bulk für Premiumpreise (weil man muss natürlich auch was verdienen) loszuwerden.
    Hat die Karte keinen Knick o.Ä.? Near Mint und reingestellt!


    Ist jetzt keine Unterstellung an dich, -Life-


    Trotzdem mal ein paar Punkte die mir so aufgefallen sind.


    Ich hab mal bei einem gewerblichen Händler nachgefragt wieso ich immerzu kaputten crap bekomme obwohl ich near mint bestelle (waren auch viele 1-5€ Karten dabei, ja es hat mir Spaß gemacht 6 playsets Reborn Tengu zu bestellen bis ich endlich mal ein near mint set hatte).


    - "Aufgrund von Platzproblemen lagere ich die nicht so teuren Karten bis 20€ ohne Hülle."


    Kann das verstehen. Kann auch verstehen dass die Hüllen was kosten und das Eintüten auch nochmal Zeit kostet. Trotzdem gilt:



    - Auch eine 1€ Karte hat dieselben Grading Standards wie eine 100€ Karte und muss exakt so bewertet werden.
    - Wenn du die Karten nicht Eintütest und verkratzen lässt, kann ich das verstehen, aber dann sei doch kein Betrüger... und stelle die Karte als Excellent rein. Ich hab einfach keine Lust ne total zerkratze Foil zu spielen, wie gesagt Reborn Tengu als 1-2€ Karte das beste Beispiel.




    Das ist jetzt eine Sache. Cardmarket selbst hat zwar einen sehr guten Condition Guide (der zufälligerweise meine Meinung vertritt), jedoch wird aufgrund des Verhaltens von rund 90% der Verkäufer das ganze unnütz gemacht. Hier mal kurz erklärt.


    Ich spiele Retro Decks in Max Rarity und möchte einfach schöne Karten haben. Also Karten ohne dem üblichen Spiderman Kratzernetz. Klar, mal kleiner weißer Rand, 2-3 Kratzer - in Ordnung. Das ist für mich auch zu verkraften, finde das noch near mint, und dann passt das. Einfach eine Karte die noch ihren Glanz hat. Aber jeder kennts, total zerkratze Karten in Near mint.


    Was hab ich denn jetzt für Möglichkeiten:
    - Mint: Stellt keiner so rein, fertig aus. Thema erledigt.
    - Near Mint: Oftmals stark zerkratze Karten. Also nach Bild gefragt, abgewartet, dann kriegst du nen Bild in extrem schlechten Lichverhältnissen, kannst nix mit anfangen da hier halt die Oberfläche nicht zu erkennen ist. Also Near Mint kann man leider auch oft vergessen wenn man was schönes haben will. Für alle die noch nicht wissen wie man gescheit Bilder macht:


    https://i.ebayimg.com/images/g/9KcAAOSwhJlfiiGC/s-l1600.jpg


    - Excellent: Ist klar, dass wird nix.
    - Und dann halt noch 4 oder was an Abstufungen wo man eig. immer das selbe serviert bekommt.


    Kurz: Ein Grading was keiner reinstellt, ein Grading woran sich keiner hält. 5 Gradings für beschädigte Karten. Super klasse.

  • in der Hoffnung das liest irgendjemand von Cardmarket.

    Ehrlich gesagt wünschte ich auch, dass Cardmarket hier den ein oder anderen Thread liest, allerdings glaube ich nicht so ganz daran. Insgesamt bin ich aber auch der Meinung, dass Market den Käufer vor potentiellen Falscheinschätzungen schützen sollte. Ich benutze Market selbst extrem wenig und weiß daher nicht, ob es sowas eine eine "Blacklist von Verkäufern" gibt. Ich meine es gibt bestimmt genug Verkäufer, bei denen sowas nicht nur einmal auftritt, sondern in der von dir vermuteten Regelmäßigkeit. Ich kenne das gleiche Problem von Golfbällen, Sammelstickern und Co, allerdings hat man dort keinen Guide wie bei Market. Da sagt man dann z.B. "leicht gespielt", wobei das für den einen heißt "so gut wie neu" und für den anderen "hat schon einiges abbekommen".


    (Ist nicht direkt auf den Threadersteller bezogen, sondern auf die Thematik generell.)


    Hat Cardmarket denn im Support die Möglichkeit, dass man solche Sachen anregen kann? Und damit meine ich etwas anderes als eine E-Mail an support@wasauchimmer zu schicken, wo man eine standardisierte Antwort erhält und dann wenig passiert. Ich kann mir vorstellen, dass das hier ein größeres Problem innerhalb der Community ist und auch angesprochen werden sollte.


    MfG
    ~Pfannkuchen~

  • Naja mit meiner 100% Quote von 109 Verkäufen kann sich keiner beschweren xD
    Nein ernsthaft ich bin da ziemlich diskret, ich hab schon massenweise Karten bei Cardmarket bestellt, vorallem mussten die alle Near Mint sein weil ich sie für meine Charakter Decks bestellt hatte. Sollten irgendwelche Karten nicht den gewünschten Zustand haben habe ich den Verkäufer oder Cardmarket informiert, zu aller erst natürlich den Verkäufer, manche haben sich gar nicht gemeldet, oder ich habe Cardmarket angeschrieben das ich die Karten zurücksende und mein Geld wieder haben will. Allerdings gibt es da einen Deutschen Großhändler die ich überhaupt nicht leiden kann, von dem habe ich mal "Maske der Beschränkung" 4x bestellt (selbe Edition) der typ hat es tatsächtlich gewagt mit 3x davon andere Editionen zuzusenden, und dann waren sie nicht mal Near Mint sondern schon ziemlich beschädigt, ich fühle mich da als Verkäufer ziemlich verarscht und betrogen, lieber bestelle ich bei jemanden mit 100+ Verkäufen und davon alle Bewertungen Top sind anstatt auf einem Großhändler von dem man sich nicht sicher sein kann. Von meiner Seite aus wurden bereits 394 Einkäufe getätigt. Ich verstehe hier auch nicht wieso du nicht einfach mal ein Bild sendest, dann wäre diese Diskussion wahrscheinlich schon lange beendet.

  • Ehrlich gesagt wünschte ich auch, dass Cardmarket hier den ein oder anderen Thread liest, allerdings glaube ich nicht so ganz daran.

    Cardmarket funktioniert wie jedes andere Unternehmen, "Profite erzielen" ist der höchste Beweggrund, welchen das Unternehmen kennt. Das meine ich auch nicht zwangsweise abwertend.
    Es kann natürlich trotzdem sein, dass Leute von denen hier mitlesen, so wie es bei Konami der Fall war/ist.


    Schwierigkeiten und Probleme hat man immer wieder. Ich bin dort seit fast acht Jahren registriert. Das folgende Muster hält sich immer noch.
    Je mehr Verkäufe ein Händler hat (insgesamt und laufend), desto mehr Macht wird ihm zugesprochen. Dementsprechend fallen die Entscheidungen des Supports aus.


    In meiner "Karriere" hatte ich zwei Mal den exakt gleichen Fall.
    Bevor Cardmarket diese Funktion eingeführt hat, habe ich mich einfach manuell geweigert, mehr als sechs Kopien einer Karte an denselben Menschen zu verschicken. Ich wollte mich weder leerkaufen lassen noch meinen Bestand täglich manuell pflegen à la "ok fünf Luster Dragon sind zum Verkauf, 27 habe ich noch hier".


    Eine Person, damals ein No-Name, heute ziemlich bekannt, hat mal meine Nr. 101 Silent Honor ARK aus WIRA leergekauft. Ich habe mich geweigert, mehr als sechs Kopien zu versenden. Der Fall landete schnell vorm Cardmarket-Support und ich bekam Recht. Ich durfte meine restlichen ARK behalten.
    Einige Zeit später wiederholte sich das Phänomen bei einer lausigen Rare, Spirit of the Fall Wind. Gab mal einen Hype darum, glaube wegen Subterror. Ich wollte wieder mein Recht durchsetzen, schließlich hatte ich einen Präzedenzfall. Sollte einfach sein, oder nicht? Freilich nicht. Der Käufer war damals bereits einer der größten Verkäufer auf Cardmarket und einer der berüchtigten "Powerseller". Nun wurde gegen mich entschieden. Begründung? Fehlanzeige. Präzedenzfall? Unwichtig.


    Wieso ist das also so passiert? Entweder ohne Grund oder sie wollten mir den Grund nicht sagen oder sie haben einfach dem Verkäufer Recht gegeben, von welchem sie in der Zukunft mehr Einnahmen erwarten.


    Darüber hinaus gibt Cardmarket Käufern (Achtung, ich bin als Verkäufer voreingenommen) in meinen Augen überproportional oft Recht. Ähnlich wie bei PayPal.
    Das führt dann dazu, dass ich mich von irgendwelchen Italienern als dumm und blind beleidigen lassen muss, weil der Zustand bei einer Karte nicht gepasst hat. Konsequenzen für den Käufer = Fehlanzeige.


    Extrem witzig fand ich den Fall, bei dem eine angeblich weibliche deutsche Person Karten bei mir gekauft hat, sie nach Berlin schicken ließ, selbst aber in Bremen wohnte und die Karten wären nicht angekommen.
    Diese Person wollte aber partout nur Englisch mit mir schreiben. Warum? Keine Ahnung. Als ich danach gefragt hatte, kamen nur schnippische Antworten, welche der Frage aus dem Weg gingen. Innerdeutsche Briefe gehen nicht einfach so komplett verloren. Da stimmte was nicht. Nach weiterer Korrespondenz war mir klar, dass hier ein Betrüger am Werk ist.


    Aber Cardmarket interessierte mein begründeter Verdacht nicht. Es wurde einfach für den angeblichen Käufer entschieden. Drei Karten im Wert von insgesamt knapp 20 € waren einfach weg.
    Die ultimative Ironie an dem Ganzen war, dass ich Monate nach dem Vorfall eine Gutschrift auf mein Konto erhielt. Ich prüfte meine Transaktionen und die Bestellnummer passte zur Bestellung des Betrügers. Auf Nachfrage hin gab Cardmarket zu, dass das zugehörige Konto gesperrt wurde. Zwar gab es keine direkte Entschuldigung. Wer will auch schon zugeben, dass er falsch liegt? Wobei ich das von einem Unternehmen wie Cardmarket durchaus erwarten würde...


    Also gab Cardmarket nicht direkt zu, dass das ein Betrüger war, aber die Gutschrift war mein Beweis dafür, dass Cardmarket es selbst einsah.
    Ich weiß jetzt nicht, ob es eine Art Entschädigung war oder ob Cardmarket sein System geändert hatte. Aber im selben Moment wurde mir auch der größte Vorteil eines Powersellers zugesprochen, ohne dass ich zum Powerseller erhoben wurde. Ich erhielt endlich das Geld für jede Bestellung bei Versandbestätigung.
    Dieses System finde ich so ungerecht, dass nur Powerseller das Geld sofort bekommen und normale gewerbliche Verkäufer bei Versand mit Sendungsverfolgung auf die Ankunftsbestätigung warten müssen. Man hat so einen großen Nachteil im Bezug auf die Geldströme, vor allem bei Neuerscheinungen. Wenn ich das Geld nicht sofort bekommen würde, könnte ich niemals Tins für 5000€+ in den Vorverkauf stellen, weil die Großhändler irgendwann ihr Geld wollen, ich bei Cardmarket aber ewig auf das Geld warten müsste.


    Wenn ihr euch wundert, wieso Cardmarket etwas tut, dann denkt einfach nur daran, dass sie Geld machen wollen.
    Ich habe von so vielen Leuten gehört, dass sie Cardmarket den Rücken kehren wollen und eine eigene Seite aufbauen werden, aber es ist wortwörtlich nie passiert.
    Die großen Powerseller schert es nicht, die kleinen Verkäufer laufen Gefahr, unterzugehen.