The Vanguardian #9: Spielweisen und Clans #6

Ich heiße euch herzlich willkommen zur neunten Ausgabe des „Vanguardian“. Wie gewohnt wird heute ein weiterer Clan in den „Spielweisen und Clans“ besprochen. Letztes Mal haben wir den Clan der Feuerdrachen besprochen, nämlich Kager?, und wie letztes Mal schon angekündigt, kommt heute der Clan der Blitzdrachen. Hierbei handelt es sich natürlich um

Narukami

Narukami ist einer der neueren Clans, welcher sein Debüt in sechsten Boosterset feiern konnte. Dabei war Narukami der Clan, der Kager? zeitweise ersetzen sollte, genauso wie es bei den Gold Paladin in Bezug auf die Royal- und die Shadow Paladin war.

Während Kager? vielmehr auf des Retiren und die Kontrolle über das gegnerische Feld aus war, hebt sich Narukami davon etwas ab. Retiren ist zwar weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Clans, dennoch lag der Hauptaspekt viel mehr auf einem kontrolliertem Spiel.

Narukami wurde seit dem sechsten Boosterset in fast jedem nachkommenden Set unterstützt, mit Ausnahme des siebten Sets.

Dabei haben sich für Narukami zwei verschiedene Spielweisen ergeben, die geläufig sind, wobei Mittlerweile nur eine davon wirklich in Gebrauch ist. Hierbei wird explizit auf den Subclan der „Eradicator“ gesetzt, welcher mit dem zehnten Boosterset zu uns gefunden hat.


Die Eradicator bieten uns nicht nur eine Bossunit, sondern gleich mehrere. Hierzu zählen der Eradicator, Dragonic Descendant, Eradicator, Gauntlet Buster Dragon und der Eradicator, Sweep Command Dragon.

Sweep Command ist als Bossunit eher ungewöhnlich, da die anderen Beiden wesentlich effektiver sind. Dennoch werde ich ihn hier zur Rede stellen.

Doch bevor Sweep Command erläutert wird, kommen wir erst zu den anderen beiden Bossen, welche gerne zusammen gespielt werden, neben dem Breakrider natürlich.

Dragonic Descendant ist als Bossunit weit weniger abhängig vom Support, an sich aber dennoch keineswegs zu unterschätzen. Im Late Game raubt er dem gerne mal einiges an Handkarten. Sein Limit-Break lässt ihn schließlich mit einem zusätzlich Critical erneut standen, aber nur falls der Angriff nicht getroffen hat. Da nichts im Leben umsonst ist, müssen wir für den Effekt CB1 bezahlen und drei Units mit „Eradicator“ im Namen von der Hand abwerfen.

Sein anderer Effekt beschert ihm für CB2-Eradicator eine zusätzliche Power von 5000, was den Handkartenverbrauch beim Gegner ordentlich steigen lässt.

Jedoch ist der Dragonic Descendant nur im Late Game wirklich nützlich, weshalb er meist eine Wachablösung für den Gauntlet Buster darstellt.

Gauntlet Buster an sich ist weit mehr vom Support abhängig. Der Limit-Break gibt dem Drachen ebenfalls einen weiteren Critical und zusätzliche 3000 Power, falls eine Unit des Gegners retired wurde. Mithilfe des Effektes versuchen wir das Feld des Gegners zu dezimieren und ihn dabei noch von seinem Limit-Break abzuhalten, bis uns die Ressourcen zum Retiren ausgehen, wonach der Dragonic Descendant einspringt. Da Gauntlet Buster für CB2-Eradicator den Gegner nur eine beliebige Unit retiren lässt, greifen wir zu anderen Units die uns den Limit-Break kostengünstig aktivieren lassen.

Hierbei ist Fiendish Sword Eradicator, Cho-Ou die beste Option. Mit seinem On-Call Skill lässt er uns einen Rearguard von uns mit „Eradicator“ im Namen in unsere Soul verfrachten und lässt uns dabei einen gegnerischen Rearguard in der Frontrow retiren. Durch den Effekt können wir unnütze Drawtrigger der Eradicator verwerten und aktivieren zusätzlich noch den Limit-Break des Gauntlet Buster. Aber der Drache ist nicht die einzige Unit die vom Retiren profitiert.

Die Grade 1 Unit Steel-blooded Eradicator, Shuki erhält jedes Mal 3000 Power dazu, falls wir mit einem Karteneffekt eine gegnerische Unit retiren. Mit standartmäßigen 7000 Power kann sie eine Unit mit einer Power von 10000 boosten, falls ihr Effekt aktiviert wurde.

Doch was ist mit dem Rest des Decks? Bei den Grade 2 Units haben wir den üblichen Beatstick, welcher mit einer Power von 12000 angreifen kann und einen besonderen Damage Unflipper, welcher uns noch eine Karte Soulchargen lässt, falls der Angriff den Vanguard trifft.

Im Grade 1 Bereich haben wir ebenfalls einen Eradicator Beatstick, welcher sich hervorragend für das Early-Game eignet. Außerdem wird gerne mal der Rising Phoenix in merfacher Ausführung gespielt, welcher uns beim Callen für SB2 eine Karte ziehen lässt.

Da noch ein wenig Platz ist, können wir gerne mal zu dem Kartenrecycler der Eradicator greifen oder zu dem Vanguard-Booster.

Im G3 Bereich sind Gauntlet Buster und Dragonic Descendant nicht die einzigen Units welche wir spielen. Die beiden Bossunits werden schließlich nur 2-3 Mal gespielt, da wir noch etwas Platz für eine andere Unit behalten möchten. Hierbei handelt es sich um den Breakrider, welcher uns beim Breakride eine gegnerische Unit aus der Frontrow retiren lässt, neben dem üblichen Powerboost natürlich.

Doch wie stehts um den Starter? Hier verwenden wir üblicherweise Ambush Dragon Eradicator, Linchu. Sein Effekt ist für einen Starter recht stark, schließlich kann er eine gegnerische Unit des Grade 1 oder niedriger Retiren, falls er einen Eradicator boostet und der Angriff den gegnerischen Vanguard trifft.


Jetzt kommen wir nun zu dem Sweep Command. Im Gegensatz zu den anderen Bossen hilft er uns nicht Druck auf dem Gegner auszuüben. Dieser Drache ist einzig und allein auf das Retiren fokussiert. Sein Limit-Break erlaubt es uns für CB2 und SB2 eine gegnerische Unit in der Frontrow zu retiren und zusätzlich noch eine Karte zu ziehen. Außerdem erhält er bis zum Ende des Zuges weitere 5000 Power. Doch um diesen Effekt aktivieren zu können, muss erst eine gegnerische Unit retired werden.

Es gibt einige effektive Möglichkeiten das zu bewerkstelligen. Hierzu zählen neben dem bereits erwähnten Cho-Ou noch der Breakrider und Sweep Command selbst. Sweep Command besitzt beim Riden den selben Effekt wie auch Cho-Ou. Somit können wir über den Breakride mithilfe jener Effekte den Gegner bestenfalls drei Züge in Folge seinen Frontrow Units entledigen.

Zusätzlich können wir noch die üblichen Units spielen, welche auch oben erwähnt wurden. Vorallem der Damage Unflipper sorgt in diesem Deck ordentlich für Druck, da man den Limit-Break vom Sweep Command ungern ein weiteres Mal ertragen möchte.

Dieser Boss hat sogar seinen eigenen Starter, nämlich den Eradicator, First Thunder Dracokid. Dieser kleine Drache kann dafür sorgen, dass wir an unseren Sweep Command kommen, falls wir einen Grade 3 Eradicator als Vanguard haben und eine gegnerische Unit durch einen Effekt retired wird. Unter diesen Umständen kommt der kleine Drache in unsere Soul, wir suchen die obersten zehn Karten unseres Decks nach unserem ersehnten Boss und riden diesen. Dadurch können wir eventuell früher unseren Breakride erreichen und dem Gegner früher einheizen.

Da die Effekte des Breakrides, unseres Bosses selbst und von Cho-Ou nur auf die Frontrow abzielen, wäre diese Combo Verschwendung des Potenzials, falls wir sie mithilfe von Cho-Ou aktivieren würden. Deswegen empfiehlt sich auch Dragonic Deathscythe in diesem Deck. Er lässt uns beim Callen für CB2 eine gegnerische Unit des Grade 2 oder niedriger retiren, was in den meisten Fällen eine Unit aus der Backrow wäre. Somit wäre die Frontrow für den Breakride und Sweep Commands Effekt noch unversehrt.


Alles in Allem machen diese Effekte und Units aus den Eradicator ein Deck, welches sowohl gezielt Retiren kann, aber auch mit hohen Powerwerten zuschlagen kann und dem Gegner nicht nur wichtige Units raubt, sondern auch einiges an Handkarten.

Schlusswort

So viel zu Narukami bzw. vielmehr zu den Eradicator an sich. Zwar gibt es andere Narukami Spielweisen, jedoch sind diese seit dem Auftritt der Eradicator nicht mehr wirklich zu sehen.

Nach dem heutigen Artikel haben wir knapp einen Drittel aller spielbaren Clans abgeschlossen und nächstes Mal können wir uns mehr den kleinen Clans aus dem Dragon Empire widmen.

Bis dahin immer schön die Finger weg von den Steckdosen, selbst wenn ihr auf Blitze Steht.


Euer NEoShocK