The Dark Illusion-Preview: Metalfoes

The Dark Illusion-Preview: Metalfoes


Willkommen zu einem Preview-Artikel von The Dark Illusion!


Gestern wurde auf der ComicCon in San Diego offiziell das komplette Set vorgestellt dessen Karten wir in wenigen Tagen auch selbst in unseren eigenen Händen halten dürfen. Man ließ sich nicht lumpen und wir bekommen eine Menge frische Themen zum Spielen und Experimentieren. Mein persönlicher Favorit sind ganz klar die Metalfoes, ein Feuer/Psi-Pendelthema welches sich bereits schon in Japan als Metadeck etabliert hat und auch bei uns sicherlich längere Zeit die Tische bevölkern wird. In dieser Preview werde ich euch alle einzelnen Karten vorstellen und strategische bzw. deckbautechnische Kniffe und Winkelzüge erläutern die diese normalen Monster ermöglichen.


Duelle auf Motorrädern und anderen Vehikeln



Die Namen der Vanillas enthalten jeweils ein Metall/eine Legierung die in unserer Welt vorkommen, in diesem Fall sind es Stahl, Gold, Silber und Wolfram. Alle verfügen über ein Vehikel auf dem sie fahren bzw. fliegen.













Alle Maindeck-Monster des Archetyps sind normale Pendelmonster und verfügen zusätzlich zu unterschiedlichen Stufen über die Pendelskalen 1 und 8. Einschränkungen was man pendeln darf sind hierbei nicht vorhanden, somit kann man Pendelbeschwören was man möchte. Dies ermöglicht es Metalfoes mit verschiedenen Themen und Techs zu kombinieren. Alle verfügen ebenfalls über folgenden Pendeleffekt:


Once per turn: You can target 1 other face-up card you control; destroy it, and if you do, Set 1 "Metalfoes" Spell/Trap Card directly from your Deck.







Diese Mechanik erinnert an Feuerfaust, welche ihre themeneigenen Karten ebenfalls aus dem Deck direkt aufs Feld suchen konnten sofern bestimmte Bedingungen erfüllt wurden. Hier ist die Bedingung stets dieselbe, eine eigene, offene Karte auf dem Spielfeld zerstören. Man tauscht hier 1:1 eine Karte gegen eine neue ein und bekommt idealerweise durch die gerade eben zerstörte Karte einen weiteren Vorteil zurück, was relativ schnell außer Kontrolle geraten kann, doch darauf werde ich noch später genauer eingehen. Widmen wir uns nun den durch diesen Effekt suchbaren Karten.









Zuerst möchte ich hier anmerken, dass wir es hier mit einem Fusionsthema zu tun haben, wie Metalfoes Fusion illustratorisch festhält. Sie funktioniert wie die gute, alte Polymerisation und erlaubt es nur in ein Metalfoes-Fusionsmonster zu fusionieren, jedoch werden wir später sehen, dass dies eine nur geringe Restriktion ist. Die Zauberkarte hat zusätzlich einen Friedhofseffekt der sich wie eine Mixtur aus Gishki Wasserspiegel und Fusionsersatz ließt jedoch ohne die Nachteile. Man mischt diese im Friedhof befindliche Karte ins Deck zurück und zieht eine Karte, simpel und einmal pro Spielzug durchfürbar. Durch diesen Effekt wird auch sichergestellt, dass sich stets ein Ziel finden lässt für die Pendeleffekte der Feuer-Psis.


Combination ist die Verstärkung für die Armee des Decks. Wenn diese offene Permanente Falle vom Feld in den Friedhof gelegt wird sucht sie ein Metalfoes-Monster vom Deck auf die Hand. Dieser Effekt ist mit einer bereits vorhandenen Skala leicht zu triggern und endet in einem +1 welcher in einer weiteren Combination münden kann um im nächsten Zug dies zu wiederholen. Der Feldeffekt gibt einem ein Metalfoes-Monster vom Friedhof zurück aufs Feld wenn ein Fusionsmonster mit einem höheren Level (egal auf welcher Seite) beschworen wurde. Momentan wird dieser Effekt nicht zu oft zum Tragen kommen, jedoch sollte sich dies mit dem kommenden Support ändern.




Counter ist eine im Grunde defensive Falle, welche sich nach der Zerstörung einer eigenen Karte nutzen lässt und einen themeneigenen Vanilla als Verstärkung aufs Feld verfrachtet. Dies kann auch offensiv genutzt werden indem man im eigenen Zug eigene Karten über die Skalen entsorgt. Auch diese Karte besitzt einen Friedhofseffekt. In diesem Fall verbannt man Counter vom Friedhof und kann sich einen offen auf dem Extradeck liegenden Metalfoe auf die Hand nehmen. Dies erlaubt es, eine zerbrochene Pendelskala im Handumdrehen wieder zu reparieren oder die zusätzliche Handkarte für andere Sachen zu nutzen.












Alle Fusionsmonster beinhalten Namen von fiktiven Metallen/Legierungen. Hier haben wir es mit Orichalkum, Adamant und Hihi'irokane (hierbei handelt es sich um ein legendäres, rotes Metall aus japanischen Legenden). Die Fahrzeuge werden für die Fusionen in Exopanzer/-rüstungen umgewandelt.



Adamante und Cardinal sind die beiden Hauptgründe warum eine Metalfoes Fusion nahezu immer brauchbar ist. Beide verlangen als weiteres Material neben mindestens einem Metalfoe ein Monster mit 2500 respektive zwei Monster mit 3000 oder weniger ATK, man kann also nahezu jedes Monster in diesen Fusionen verwerten und somit einigen Leichen auf der Hand eine Bedeutung zukommen lassen. Sollten diese Materialien vielleicht sogar noch hierbei Effekte erzeugen kann man noch mehr Vorteil hierdurch erwirtschaften. Beide Monster verfügen über keinerlei Effekte.

























Orihulc hingegen verfügt über welche. Um ihn aufs Feld zu bekommen muss man zunächst 2 Metalfoes fusionieren. Dann kann man sich über einen 2800er Beatstick erfreuen der alle Metalfoes doppelten durchschlagenden Kampfschaden verursachen lässt und bei seinem (vielleicht absichtlich herbeigeführten) Ableben eine Karte auf dem Feld zerstört. Orihulc kann somit Pattsituationen relativ schnell und vorteilhaft auflösen.










Auf Zerstörung folgt Erneuerung


Da wir nun alle Karten durchgegangen sind stellt sich nun die Frage wie man all diese Fähigkeiten sinnvoll nutzen und erweitern kann. Betrachten wir erstmal das Thema an sich. Es bietet durch die Pendelbeschwörung einen Strom aus Monstern welcher eine verlässliche Defensive als auch Offensive aufstellt und es schwer macht das Deck in einem längeren Spiel zu zermürben. Man kann sich stets neue Puzzleteile suchen und relativ schnell Kartenvorteil aufbauen um seine Position stets zu verbessern. Zusammen mit Counter, welche eine gebrochene Skala schnell wieder auffrischt und den Fusionen hat man ein in sich bereits grundsolides Thema welches zusätzlich den Vorteil hat frei mit anderen Themen und Techs mischbar zu sein.


Generell bietet sich dieser Archetyp für Themen an, die ihre Karten zerstört sehen wollen, die Pendelbeschwörung sinnvoll nutzen können und von den Fusionsmöglichkeiten profitieren können. Man könnte Metalfoes als das geistige Kind von Zünderittern und Shaddolls betrachten, mit nahezu allen Vorteilen die beide Themen boten plus den Zerstörungstriggern. Die beiden soeben genannten Archetypen harmonieren beispielsweise mit den feurigen Vanillas. Shadolls triggern ihre Effekte sowohl bei Zerstörung als auch bei einer Verwendung als Material in einer Fusion. El Schattenpuppe Grysta ist locker mit Schattenpuppen Fusion beschwörbar und kontert gegnerische Pendelthemen. Zünderitter können ihre Combos um viele weitere Kniffe erweitern um noch bessere Felder zu legen.


Drachoherrscher/-Bezwinger lassen sich als weiterer Splash implementieren. Pendelthemen als Ganzes können die Zerstöreffekte und Skalen bestens nutzen. Mit Leitende Ariadne beispielsweise eine Konterfalle für +1 zu suchen und eine Metalfoe Zauber/Falle zu legen ist eine lukrative Interaktion. Viele Metalfoe-Decks in Japan nutzen auch den zur Zeit überall in Pendeldecks vertretenen Majespenst Einhorn–Kirin der mit Stufe 6 problemlos pendelbar ist. Amorphage Faulheit schlägt dort als Tech große Wellen um den Gegner vom Extradeck abzuschneiden und lässt sich durch eine Metalfoeskala leicht auschalten um den eigenen Zug ungestört durchführen zu können, nur um anschließend wieder aufs Feld zurückgependelt zu werden.


Da wir gerade bei Floodgates sind, auch diese harmonieren wie am Beispiel von Amorphage Faulheit aufgezeigt bestens mit den Metalfoes. Große Stoppschilder wie Antimagischer Duft, Leere der Eitelkeit, Gozen Match, Rivalität der Kriegsherren lassen sich umstandslos spielen ohne das eigene Deck aus dem Spiel zu werfen. Hier ergeben sich viele Möglichkeiten das Sideboard darauf auszurichten, falls es den Spieler hierzu verleiten mag.


Feuerkönige lieben es wenn ihre Karten zerstört werden und bekommen durch die motorisierten Edelmetalle einen frischen Anstrich. Antiker Antrieb sollte sich stets freuen wenn die Antike Antriebsstadt das Zeitliche segnet und ein fehlendes Zahnrädchen im Getriebe herbeiruft. Und ja, da die Zerstörung und das Suchen zeitgleich geschehen verpasst die Stadt nicht das Timing.


Apropos Timing, hier kommen wir auf Yang Zing zu sprechen, vermutlich einer der Besten Archetypen zum Mischen. In Japan erfreut man sich mittlerweile an Invasion of Venom, welches den Wyrms sowohl einen Synchro-Tuner als auch eine Konterfalle geschenkt hat. Dort kann man mit wenig Aufwand ein nahezu unzerbrechliches Feld hinlegen bei dem Metalfoes eine tragende Rolle als Initiator spielen. Aber auch jetzt im TCG mit unserem vorhandenen Kartenpool kann das an Feng Shui angelehnte Thema bereits eine Menge anstellen. Wie oben bereits festgestellt, verpassen die chinesischen Drachen nicht das Timing wenn sie unter die Räder der Metalfoes geraten. Somit lässt sich mit jedem beliebigen Wyrm + einer Skala ein Jiaotu, Finsternis des Yang Zing spezialbeschwören welcher weitere Spielzüge befeuern kann sofern die restliche Hand stimmt. Die ansonsten vorhandene Schwäche stets zu passiven Spiel gezwungen zu sein wird durch die Edelmetalle aufgehoben und zu einem Turbostart umgewandelt. Ich denke, dass vor allem diese und die Pendelvariante recht oft zu sehen sein werden in den kommenden Wochen.



Beispieldeck: Fullmetalfluffs


Als Abschluss dieser Preview möchte ich noch eine eigene Deckliste in den Ring werfen die alle drei Vorteile die Metalfoes anderen Decks bieten kann in einem Deck vereint, ein Hybrid mit Kuscheltier.


3 Kuscheltier Hund

3 Kuscheltier Eule

3 Kuscheltier Katze

3 Kuscheltier Bär

1 Kuscheltier Flügel

3 König des Sumpfes

3 Kettenkobold

1 Scherenkobold

3 Metalfoes Goldriver

3 Metalfoes Silvern

3 Metalfoes Steelen

2 Metalfoes Volflame

1 Archfiend Eccentrick


3 Polymerisation

2 Schreckenspelz Fusion

1 Metalfoes Fusion

3 Spielzeugspender

3 Parallel Twister


3 Metalfoes Combination

3 Metalfoes Counter


2 Metalfoes Adamante

2 Metalfoes Orihulc

1 Metalfoes Cardinal

2 Schreckenspelz Tiger

3 Schreckenspelz Schaf

2 Schreckenspelz Scharfzahn

1 Schreckenspelz Leo

1 Schreckenspelz Wolf

1 Der Erste Drache


Ja, das Main umfasst 50 Karten. Jedoch spürt man dies durch die hohe Suchfrequenz kaum und da alle wichtigen Karten maximiert sind bzw. man von fast jeder Karte zusätzlich virtuelle Kopien im Deck spielt hat man sehr häufig das Richtige zur Hand. Kuscheltier ist bisher ein Deck gewesen das daran krankte eine mehr als schwache Defensive zu haben. Metalfoes bieten diese und geben dem Archetyp massenhaft weitere Optionen. Spielzeugspender ist mit 9 virtuellen Kopien vertreten und lässt sich von einer Skala schießen um einen Hund zu suchen der sich beispielsweiße für seinen Effekt pendeln lässt um noch ein weiteres Teil des Puzzles auf die Hand zu bekommen. Eine Fusion mit Katze zu Adamante über Metalfoes Fusion bringt zum Beispiel eine verbrauchte oder mit Spielzeugspender abgeworfene Polymerisation wieder auf die Hand zurück und zieht eine weitere Karte. Mit Polymerisation und zwei Foes lässt sich auch Der Erste Drache aufs Feld rufen der Pendeldecks häufig dazu zwingt in ein nicht suchbares Out ziehen zu müssen und somit Zeit gewinnt. Tiger kann auch eine Combination schießen die man gerade erst gesucht hat und verkürzt somit die Wartezeit. Combination kann nach einer geglückten Fusion eines Schreckenspelzes auch einen im Friedhof liegenden Foe zurückbringen und die Offensive verstärken. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.


Obwohl es sich bei diesem Hybrid vermutlich eher um ein Deck handelt das nicht Tier 1 werden wird zeigt es sehr schön auf wie Metalfoes bereits bestehende Themen positiv beeinflussen und unterstützen kann.


Fazit


Metalfoes sind ein sehr interessantes Pendelthema welches sich in den nächsten Wochen in verschiedensten Variationen auf den Spieltischen erblicken lassen wird. Es hat definitiv das Zeug dazu ein großer Wettbewerber im Metazirkus zu sein und lässt große Freiheiten im Deckbau zu. Weiterer Support in INOV ist bereits bestätigt und wird den Archetyp auch in Zukunft stark halten. Da sämtliche Karten auch maximal Super Rare sind haben auch Spieler mit einem knappen Budget die Möglichkeit ein strategisch interessantes und abwechslungsreiches Deck zu spielen.