- Platz 10: Der Purge hat begonnen
- Überschrift: Platz 9: Sturmkraft durch Legacy Support
- Platz 8: Der Support des Jahrtausends
- Platz 7: Wie, du willst auch mitspielen? Mimimi…
- Platz 6: Niemand erwartet die Xyz-Inquisition
- Platz 5: Hut ab
- Platz 4: Tödliche Gimmicks
- Platz 3: Min „C“
- Platz 2: Neues aus der Meta-Schmiede
- Platz 1: Waldspaziergang mit Folgen
- Dishonorable Mention:
- Honorable Mentions:
- Competitive Mentions (feat. Deckcreator16)
- Schlusswort:
Platz 10: Der Purge hat begonnen

Ich war mal wieder ganz kreativ und habe die einzige Fallenkarte des Rankings auf Platz 10 gesetzt. Wobei Dominus Purge mit traditionellen Fallenkarten kaum noch etwas gemein hat. Denn im Gegensatz zu diesen kann sie zu eigentlich jedem beliebigen Zeitpunkt von der Hand aktiviert werden., Eine dunkle Kunst, die bislang nur Roter Neustart erlernt hat. Okay, eine Bedingung gibt es schon, und jetzt haltet euch fest: Der Gegner muss eine Karte kontrollieren! Das ist schon hart, aber zum Glück sind Situationen, in denen man gegnerische Karten interrupten muss, die nicht existieren, auch im Jahr 2024 noch vergleichsweise selten. Und was macht die Karte jetzt, wenn der man die harten Voraussetzungen erfüllt? Lasst mich das mit einer Gegenfrage beantworten: Kennt ihr Aschenblüte & Freudiger Frühling? Die Karte, deren Babyfresse (oder Füße, falls ihr einen etwas unseriöseren Gegner erwischt) euch seit 7 Jahren jedes einzelne Mal vorgezeigt wird, wenn ihr eure Kombo starten wollt? Soweit bekannt? Also, Dominus Purge macht genau das gleiche: Effekte annullieren, mit denen der Gegner seiner Hand Karten vom Deck hinzufügen will. Dominus Purge kann dabei, solange man eine Fallenkarte im Friedhof hat, die Karten anders als Ash Blossom auch zerstören, dafür kann letztere z.B. auch Effekte annullieren, die Monster vom Deck beschwören würden.
Aber warum sind Ash Blossom 4-6 denn nur Platz 10, würdet ihr euch jetzt fragen, wenn ihr die Karten eh nicht schon alle kennen und diesen Artikel nur der Gags wegen lesen würdet. Denn da ist ja noch der Schwertseelen-Großmeister – Chixiao im Raum, nämlich dass man nach Ausrufung des Purges für den Rest des Duells keine Effekte von Feuer-, Wasser- und Finsternis-Monstern mehr aktivieren kann. Eine zweifellos… interessante Methode, eine Karte zu balancen, indem man sie auf ganz bestimmte Decks begrenzt. Wobei schon das zu viel gesagt ist, denn mal ehrlich: Keine I:P Maskerena und keine S:P Kleine Ritterin, das ist schon bitter. Selbst wenn man beispielsweise Floowandereeze spielen würde könnte man beispielsweise keinen Simorgh, Vogel der Perfektion spielen.
Bei Roter Neustart hat es am Ende fürs Verbot gereicht, ist also auch Ähnliches Dominus Purge zu erwarten? Erstmal nicht. „Erstmal“, das ist hier der magische Zeitraum, in dem noch drei Kopien von Aschenblüte & Freudiger Frühling erlaubt sind. Zu stark ist deren Vorteil, auch Beschwörungen vom Deck aufhalten zu können, selbst in Decks, die den Purge spielen könnten. Was den Blick in eine düstere Zukunft erlaubt. Was, wenn Konami beschließt, dass es nun einen akzeptablen Ersatz gäbe, und Ash Blossom limitiert würde? Dann wären wir alle für immer in dem Paradox gefangen, dass der Gegner immer seine eine Ash Blossom hat, wir jedoch nie. Wobei, wem mache ich hier was vor. Ich wäre der eine Troll, der Floowandereeze oder Naturia mit Dominus Purge spielt.
Überschrift: Platz 9: Sturmkraft durch Legacy Support

Einleitungssatz: Wer jetzt glaubt, ich würde ernsthaft über Blue-Eyes-Support reden, der hat sich vom Artwork täuschen lassen. Geringfügiger Spoiler: Schließlich hängt auch mir der ewige Nostalgie-Bait zum Hals raus und wer trotzdem etwas darüber lesen will, kann gerne zum Dunkler Magier-Support in den Honorable Mentions schauen. Popkulturelle Anspielung die eh wieder keiner versteht: Oh Mann, das nervt, ich klinge ja wie ein Hanar. Abschließende Erkenntnis: Ich sollte mit diesem Gag aufhören.
Also, was macht Spell Card: „Soul Exchange“, außer einen selten dämlichen Namen zu haben? Sie ist nicht weniger als eine Sturmkraft der Monarchen auf Crack, die beides macht, worauf Fans des Originals seit ihrem Erscheinen warten. Erstens: Man kann mehrere gegnerische Monster als Tribut anbieten und zweitens: Man kann danach noch Monster vom Extra Deck beschwören. Die Einschränkung, mit der dies gerechtfertigt werden soll, ist dabei wieder sehr interessant: Der Gegner kann anschließend das gleiche machen. Nur ist unser frisch beschworenes Tributmonster davor geschützt, selbst als Tribut angeboten zu werden. Wenn wir nun davon ausgehen, wir haben die Zauberkarte: Zauberkarte am Anfang des zweiten Zuges aktiviert, auf ein volles Board des Gegners während wir sonst kein Monster kontrollieren, dann kann der Gegner nichts machen. Noch wahrscheinlicher wird das Vorhaben jedoch schon einen Schritt vorher scheitern, nämlich daran, dass er einfach kein Monster auf der Hand hat, das er als Tributbeschwörung beschwören könnte.
Was uns irgendwie zum Krux an der Karte führt: Tributbeschwörungen sind gerade einfach nicht besonders cool. Auch, wenn es wunderschöne Ziele gäbe, von Zungenbrecher über Herrscher der Eitelkeit bis hin zu Obelisk der Peiniger, es sind zwei-Karten-Kombos und damit sowas von 2012. Wenn überhaupt hat Spell Card: „Soul Exchange“ eine Zukunft in Decks, die ohnehin auf Tributbeschwörungen setzen, oder wenigstens einen Haufen zumindest theoretisch normalbeschwörbare hochstufige Monster spielen (Also Kashtira oder so). Etwas enttäuschend für eine so coole Karte, das gebe ich zu. Aber mann, hätte ich die damals in World Championship 2011 auf dem Nintendo DS gerockt…
Platz 8: Der Support des Jahrtausends

Denkt man darüber nach, dass Exodia die Verbotene die Karte ist, mit der Yugi im allerersten Duell des klassischen Yu-Gi-Oh!-Animes gegen Kaiba gewonnen hat, dann stellt man fest, dass sie bislang erstaunlich wenig ausgeschlachtet wurde. Zählt man die Meme-Karte True Exodia nicht mit, kam der letzte Legacy Support im Jahr 2016 heraus. Jetzt aber, in einer Zeit, in der selbst Mokey Mokey und Qualle nicht vor einer Neuauflage sicher sind, ist diese Schonfrist aber sowas von vorbei. Für die neue Supportwelle wird die Verbotene mit ein paar random Vanillas wie Millenniumgolem zusammengeschmissen und ergibt ein erstaunlich solides Rogue Deck.
Die (guten) Monster können sich alle von der Hand als permanente Zauber in die Zauber- und Fallenzone legen, sich dann für 2000 LP beschwören und irgendwas suchen. Anfangend bei Sengenjin Wakes from a Millennium sind die Monster auch eine taugliche Engine, die aus einer Karte drei Monster auf dem Feld macht. Das ganze kostet zwar 6000 LP, aber hey, was sind schon LP?
Mehr dazu vielleicht in den Competitive Mentions, ich möchte jedoch da anfangen, wo die Engine aufhört, nämlich bei Shield of the Millennium Dynasty bzw. Millennium Ankh. Letzteres stellt das Suchziel von ersterem dar, wird aber für die Engine überhaupt nicht benötigt. Dabei ist es erst das Ankh, das sein Deck zusammenhält. Ganz ähnlich einem Eisenkern von Koa’ki Meiru kann man es nämlich vorzeigen, um die unangenehmen Kosten seiner Monster zu umgehen, in diesem Fall das Bezahlen von 2000 LP. Erst so kann man überhaupt mehr als drei Mal eines seiner Monster beschwören. Weiterhin dient Millennium Ankh als Beschwörungszauber für das Bossmonster, The Unstoppable Exodia Incarnate, wofür man nichts weiter tun muss, als alle fünf Exodia-Teile im Deck zu haben. Das Fusionsmonster kann dann nicht durch gegnerische Karteneffekte zerstört werden und Zauber- und Fallenkarten annullieren, beißt sich dafür aber auch mit den zahlreichen LP-Abgaben. Kämpft sie, erhält sie ATK in Höhe der eigenen LP, außerdem hat sie Wartungskosten von 1000 LP pro Standby Phase. Hat man zuvor 6000 für Beschwörungen ausgegeben, wird die Luft da schon dünn.
Mit ihrem letzten Effekt kann [The Unstoppable Exodia Incarnate[/y] in der End Phase eine Exxod-Zauber- oder Fallenkarte oder Auslöschen!!! vom Deck setzen. Letztere kann vereinfacht gesagt einmal pro Zug eine Karte des Gegners bouncen, Exxod Fires of Rage kann das ganze Feld des Gegners sprengen und im nachfolgenden eigenen Zug vom Friedhof aus ein Exodiateil suchen. Das ist ja alles schön und gut, der ultimative Troll Pick ist aber Obliterate!!! Blaze. Mit diesem Schnellzauber können wir unsere The Unstoppable Exodia Incarnate mit allen fünf Exodia-Teilen ausrüsten, um ihr 10.000 ATK (zusätzlich zu unseren Lebenspunkten) zu verschaffen, außerdem Trampelschaden. So kommt endlich auch der random Sieg aus dem Nichts mit ins Spiel, der Exodia nun einmal irgendwo auch ausmacht.
Platz 7: Wie, du willst auch mitspielen? Mimimi…

Schneller Test: Nenne drei TCG-Themendecks, die seit Spyral erschienen sind. Gar nicht so einfach? Das liegt daran, dass die jüngsten Versuche von Konami-TCG, eigene Themen zu entwerfen, bestenfalls spektakulär uninteressant und schlimmstenfalls einfach grottenschlecht waren. Tatsächlich ist das Beste, was sich für mich persönlich daraus ergeben hat, dass nicht zuletzt das War Rock-Thema mich auf die Idee gebracht hat, Dishonorable Mentions einzuführen.
Aber jetzt kommen die Mimighouls und ändern… vielleicht ein bisschen was. Zumindest uninteressant zu sein kann man ihnen wirklich nicht vorwerfen. Es handelt sich um ein Flipp-Deck, dessen Gimmick es ist, dass die kleinen Monster sich selbst als Spezialbeschwörung verdeckt aufs Feld des Gegners beschwören können. Werden sie dann aufgedeckt, aktiviert sich erst ihr negativer Flipp-Effekt, dann geht ihre Kontrolle an den Gegner, also zurück an uns. Am schwächsten ist Mimighoul Cerberus, der die obersten drei Karten des Decks verbannt und ein verbanntes Monster herüber zum Gegner (also zu uns gibt). Aufgedeckt verhindert er außerdem, dass offene Zauberkarten als Ziel für Karteneffekte gewählt werden. Mimighoul Archfiend lässt als Flipp-Effekt den Gegner (= uns) eine ziehen und den Spieler, auf dessen Feld er sich befindet, eine abwerfen. Bei seiner Beschwörung kann er außerdem ein verdecktes Monster aufdecken. Das mit Abstand Beste der drei Stufe-1-Monster, Mimighoul Dragon zerstört als Flippeffekt alle Monster auf seinem Feld, außer Mimighouls, Bei seiner Beschwörung sucht er außerdem eine der themeneigenen Zauber- und Fallenkarten. Da haben wir z.B. Mimighoul Room, eine Art Willkommens-Labrynth, mit der man Mimighouls wahlweise offen aufs eigene oder verdeckt aufs gegnerische Feld beschwören kann, außerdem Monster verdecken oder Mimighouls auf die Hand zurückgeben, sodass man sie wieder dem Gegner unterjubeln kann. Außerdem Mimighoul Maker, unser Tor zum Rest der Flipp-Welt, allerdings ein etwas unsicheres, da wir zwei verschiedene Monster wählen müssen und zufällig entschieden wird, welches wir und welches der Gegner kriegt. Ihm gezielt einen Feuerzauberer oder uns einen Wachhund zuspielen gestaltet sich daher schwierig.
Und dann sind da die beiden Karten, die alle anderen überragen. Das „Bossmonster“ Mimighoul Master sucht bei seiner Beschwörung einen seiner Lakeien, außerdem kann er im nicht durch Kampf oder Karteneffekte zerstört werden, wenn der Gegner ein verdecktes Monster oder wir selbst einen anderen Mimighoul kontrollieren, und in der gegnerischen Main Phase ein verdecktes Monster umdrehen, also vor allem unsere störenden Flippeffekte auslösen. Aber wie ihr seht ist mein Platz 7 eine Zauberkarte, und das völlig zurecht. Gimighoul Dungeon ist das unbestrittene Highlight des Decks, mehr noch: Die Karte, mit der alles plötzlich Sinn ergibt. Zunächst einmal gibt sie Mimighoul-Monstern, die nicht in diesem Zug beschworen wurden, vermeintlich weil sie einen Umweg über das gegnerische Feld gemacht haben, ATK in Höhe ihrer DEF. Dadurch werden aus unserem Kleinvieh respektable Angreifer mit 1900 bis 3000 ATK. Außerdem kann er, wie es inzwischen bei Feldzaubern zum guten Ton gehört, Monster suchen, und das sogar jede Runde. Der wahre Hammer ist jedoch der letzte verbliebene Effekt, mit dem Spieler, die ein verdecktes Monster kontrollieren, keine Normalbeschwörung durchführen und mit spezialbeschworenen Monstern nicht im selben Zug angreifen können. Das klingt schon verdächtig nach Mystische Mine. Einer Mystischen Mine, die mit ihrem eigenen Elementar-HELD Stratos (Mimighoul Dragon) kommt und, sofern man Mimighoul Cerberus kontrolliert, nicht als Ziel für Karteneffekte gewählt werden kann. Im Gesamteindruck ergibt sich das ganze Gimmick des Decks: Wir stellen unseren Gegner unter Zugzwang, die Monster, die wir ihm untergeschoben haben, auch aufzuflippen, sonst hindert unser Feldzauber ihn am spielen. Leider gestaltet diese Entscheidung sich aktuell noch recht einfach, allzu oppressive sind unsere Monster nicht, mal ganz abgesehen davon, dass das Deck keine Antwort darauf bietet, wie man Mimighoul Dragon und Mimighoul Master im gleichen Zug beschwören soll, und außerdem auf Teufel komm raus nicht second gehen kann. Ohne Makel ist also auch dieses TCG-Thema sicher nicht, aber ich bin Fan. Potenzial ist da, die Mechanik ist witzig und die Monster sehen aus wie Gegner aus The Legend of Zelda: The Wind Waker oder so. Mit einer guten zweiten Supportwelle ließe sich da einiges rausholen, aber ja… Wenn Konami-TCG neue Themen schon nicht gut kann, noch schlechter können sie zweite Supportwellen. Meine Erwartungshaltung ist also nicht allzu hoch, aber ich hoffe zumindest auf einen besseren Weg, meinetwegen auch themenextern, dem Gegner beliebige Flipp-Monster unterzujubeln. Lasst mich Leute mit Feuerzauberer und Hiros Schattenspäher trollen und ich bin glücklich. Generell hat das Thema viel Potenzial, durch externen Support groß zu werden. Was wäre zum Beispiel, wenn eine Anti-Denko Sekka rauskommt, die die Spieler daran hindert, verdeckte Monster umzudrehen? Von mir habt ihr es zuerst gehört.
Platz 6: Niemand erwartet die Xyz-Inquisition

Bevor ich versuche, euch die Vorzüge von Heretical Phobos Covos zu erklären, lasst uns einen Moment innehalten, um festzuhalten, wie wunderschön diese Karte ist. Offen gestanden weiß ich selbst nicht, was jetzt was ist, außer die Arme. Hat dieses Monster ein Gesicht? Einen Körper? Beine? Sie sieht dadurch im besten Sinne altmodisch aus, ein bisschen wie eine Mischung aus Jinzo und Jigen Bakudan und strahlt dabei eine erhabene Düsternis aus, die ohne Edginess daher kommt. Das Artwork verspricht feinsten Progressive Death Metal, aber wir reden hier trotzdem noch über Yu-Gi-Oh!-Karten. Aber auch in dieser Hinsicht weiß unsere Schönheit zu überzeugen. Ein Klassiker der Extra-Deck-Staples sind generische Rang-4-Monster. Damals, als ich in dieses Forum gekommen bin, waren die gerade absolut en vogue und Übelschar-Exzitonenritter und Nummer 101: Lautlose Ehre ARK haben neue Maßstäbe gesetzt, was Utility vom Extra Deck angeht. Also, kann sich das erste Illusion-Xyz-Monster da einreihen? Mit seinem Effekt kann man den Effekt eines gegnerischen Monsters annullieren (als Schnelleffekt, wenn er ein Illusion-Monster als Material hat). Soweit praktisch, er erfüllt jedoch das gleiche Paradox wie jedes Extra Deck-Monster, das ohne Schnelleffekt Monstereffekte annulliert: Wenn man es geschafft hat, sie auf das Feld zu bekommen, gibt es im Allgemeinen auch nicht mehr viel zu annullieren. Interessant wird es erst jetzt. Denn wenn man sich den Effekt bis zur Main Phase 2 aufhebt, und ein Monster wählt, das in diesem Zug gekämpft hat, kann man bis zur End Phase die Kontrolle darüber übernehmen. Hier kommt die Eigenschaft zum Tragen, die alle Illusion-Monster gemein haben: Weder sie noch ihre Gegner können in einem Kampf zerstört werden. Man kann also einfach einen Schein-Kampf inszenieren, um den Klau-Effekt garantiert nutzen zu können. Hat es mehr als 2100 ATK, könnte man jetzt mit Glück Super-Sternenschlächter TY-PHON – Himmelskrise daraus bauen. Ansonsten muss halt Phobos Covos selbst hinhalten und den Weg für die Chaosschwestern I:P Maskerena oder S:P Kleine Ritterin freimachen. Oder den Neuzugang Moon oft he Closed Heaven, die in einer neuen Engine eine Rolle spielt, auf die ich vielleicht noch zu sprechen kommen werde. Nun sind Rang-4-Xyz sicher nicht mehr, was sie einmal waren, aber viele Decks kommen weiter gut auf sie. Und mit seiner Fähigkeit, sichere Kämpfe vom Zaun zu brechen, erinnert mich Heretical Phobos Covos doch an den alten Helden Nummer 101: Lautlose Ehre ARK, die es in letzter Zeit wieder öfter in meine Decks geschafft hat. Weil sie eben eine hervorragende Grundlage für Göttliches Arsenal AA-ZEUS – Himmelsdonner darstellt. Diese Nische kann auch Heretical Phoboscobos erfüllen, und muss dabei nichtmal an Funktionalität einbüßen. Denn eine Nummer 101: Lautlose Ehre ARK kann nicht etwas einsaugen, dann einen Kampf unbeschadet überleben und einem AA-ZEUS zwei Materialien zum Sprengen des Felds hinterlassen. Währenddessen verbraucht Phobos Covos interessanterweise überhaupt keine Xyz-Materialien für seine Effekte, sodass er einem ZEUS sogar drei Materialien überlässt. Dann muss der nur einmal seinen Materialsammel-Effekt nutzen, um das Feld gleich zweimal zu sprengen.
Wird sich Heratical Phobos Covos also als Staple durchsetzen? Eher nicht, zumindest nicht, solange Abyss-Bewohner existiert, Decks kaum Platz für mehr als 2 Rank-4s haben, und es kaum wirklich lohnenswerte Methoden gibt, ihn mit einem Illusion-Material auszustatten. Aber spätestens, wenn es ein konkurrenzstarkes Illusion-Deck gibt, das auf Rank 4 kommt, werden wir noch viel von ihm sehen. Ich freue mich schon darauf.
Platz 5: Hut ab

The Infinite Forbidden ist das Set, mit dem die Illusion-Monster das Extra Deck erobern. Okay, die jetzt schon vergessenen Gazelle-Karten haben das Fusionsmonster Schimäre das Illusionsungeheuer beigesteuert, aber jetzt erscheinen das erste Xyz-, das erste Synchro- und auch das erste Link-Monster. Machen wir nun, da Heretical Phobos Covos uns bereits die Ehre erwiesen hat, also mit Silhouhatte Rabbit weiter. Bei diesem possierlichen Kerlchen handelt es sich um ein Link-2-Monster mit denkbar generischen Materialien von zwei Effektmonstern und den üblichen unten-rechts-unten-links-Pfeilen. Wie bei Illusion-Monstern so üblich können weder er noch seine Gegner durch Kampf zerstört werden. Bei seiner Link-Beschwörung kann er außerdem eine permanente Fallenkarte direkt vom Deck setzen, die sich selbst als Monster beschwören kann. Und oh boy, leuchten dabei meine Scrub-Augen! Was darf es denn sein? Verwunschenes Leuchten für einen Extender quasi beliebiger Stufe? Quantenkatze für ein Stufe-4-Monster beliebigen Typs und Attributs? Der erste Monarch für Tributbeschwörungen? Gestaltwandlerin oder Weltall-Dragster als Empfänger? Oder doch Engelsstatue – Azurune, meiner Meinung nach ja eine der coolsten generischen Karten der letzten Jahre, die Beschwörungen annullieren oder ihre Feinde nach dem Kampf zerstören kann.
…Oder halt einfach Silhouhatte Trick, denn ein bisschen nervt es mich ja schon, dass das vielleicht beste Ziel einfach mitgeliefert wird, ohne den alten Packfillern überhaupt eine Chance zu geben. Mit dieser Falle kann man die Effekte von gegnerischen Monstern in Höhe der eigenen Illusion-Monster annullieren (im Normalfall also 2), außerdem kann sie als Monster natürlich ebenfalls nicht durch Kampf zerstört werden und stellt als Randbemerkung eine der einfachsten Möglichkeiten dar, Heretical Phobos Covos mit einem Illusion-Material zu versorgen.
Zum Abschluss kann Silhouhatte Magician, wenn eine Karte von der Zauber/Fallenzone in die Monsterzone beschworen wird, eine Zauber- oder Fallenkarte des Gegners zerstören. Heutzutage ist dies vor allem ein Weg, gezielt gegen die omnipräsenten OP-Feldzauber vorzugehen, außerdem ein Synergieboost mit Decks wie Millennium/Exodia und Kristallungeheuer. Im Allgemeinen werden in der Backrow aber keine Duelle mehr gewonnen, daher ist das eher nett to have.
Platz 4: Tödliche Gimmicks

Auf Platz 4 landet das Themendeck, das einen wie kaum ein anderes die Prioritätensetzung der westlichen Karten-Zensur hinterfragen lässt. Dort ist man zwar sehr darauf bedacht, das mit einer Lupe vielleicht erkennbare Pentagramm auf der Bluse von Dunkles Magier-Mädchen zu entfernen und Harpyien in Neoprenanzüge zu stecken, gleichzeitig wird aber Nightmare Fuel wie die Gimmick-Marionetten fast unberührt gelassen. Aber selbst für die Hartgesottensten Fans von Chucky der Mörderpuppe könnten die neuen Gimmick Puppets für schlaflose Nächte sorgen, wenn nicht durch ihre Artworks, dann durch ihren absurden Power Creep.
Es gibt eine ganze neue Welle von Supportkarten, allesamt gut bis großartig. Da ich aber auch nur ein Deck Profile auf Youtube schauen und das Gesehene wiedergeben würde, verzichte ich mal auf eine Einzelkarten-Betrachtung und konzentriere mich auf die beiden klaren Highlights.
Eines ist der Feldzauber (was sonst?) Mansion of the Dreadful Dolls. Wie es inzwischen eigentlich schon Standard ist, kann das bei Aktivierung erstmal ein Themenmonster suchen. Außerdem sorgt es dafür, dass unsere Gimmick-Marionetten nicht durch Kampf zerstört werden können und von aktivierten Nicht-Xyz-Monstereffekten des Gegners unberührt bleiben, einschließlich Zeug wie Effektverschleierin. Im Grunde besagt der Feldzauber also dass, wenn der Gegner kein Out gegen ihn hat, er dann auch keines gegen unsere Monster bekommen wird. So wird jedes einzelne unserer Monster beinahe zu einem Überfallraptor Ultimativer Falke. Mit dem letzten Effekt kann man außerdem Gimmick-Marionetten vom eigenen Friedhof auf das gegnerische Feld beschwören, was sicher auch irgendwofür gut ist.
Aber dann ist da noch Mr. MVP Gimmick Puppet Fantasix Machinix, nichts Geringeres als das, worauf ZEXAL-Fans seit 10 Jahren (Mann, bin ich alt) warten: Der generische Sucher für alle Rank-Up-Magic-Karten. Okay, man muss irgendwie ein Rang-8-Xyz beschwören, aber es ist ein Anfang. Im wahrsten Sinne, denn neben dem Suchen kommt der mindestens genauso entscheidende Teil zum Tragen, mit dem man ein zweites Maschinen-Monster als Normalbeschwörung beschwören kann. Und wohin eine weitere Normalbeschwörung vom Extra Deck führen kann, haben wir ja damals mit Albtraumritter Goblin gesehen. Aber zurück zu den Rank-Up-Magics. Sucht man den fürs Thema vorgesehenen Rangsteigerungszauber Silberchaoskraft, kann man sofort sein Upgrade CXyz Gimmick Puppet Fanatix Makina beschwören, das einem gleich eine Puppet-Fallenkarte sucht. Auch sonst ist das Rang-9 solide, es kann einmal pro Zug ein frisch beschworenes Monster des Gegners zerstören. Und man kriegt es quasi geschenkt. Nachdem man Makina über Machinix beschworen hat, hat man noch eine Normalbeschwörung, eine Fallenkarte und eine Silberchaoskraft im Friedhof übrig, die sich bei der nächsten Xyz-Beschwörung selbst auf die Hand zurückgibt. Mit anderen Worten: Unsere Ausgangslage hat sich gegenüber dem Vorher-Zustand kaum verschlechtert. Aber noch mehr: Wenn sich Machinix selbst im Friedhof befindet und man ein Gimmick-Marionetten-Xyz beschwört, kann man ihn ebenfalls vom Feld zurückholen und einen Rangsteigerungszauber gleich dazu. So scheint es auf einmal fast möglich, in bester Anime-Schurken-Manier alle drei Gimmick-Marionetten-Chaos-Nummern in einem Duell zu beschwören. Wie eingangs erwähnt ist das Deck mit dem neuen Support spielerisch mindestens so unschön wie seine Artworks. Tatsächlich ist der Feldzauber ein 1-Karten-FTK über die Burn-Effekte gefühlt sämtlicher Bossmonster des Decks, der auch noch aktiv Handtraps unterdrückt. Spaßig, was? Aber wer weiß, vielleicht kriegt man das ja halbwegs gescheit unterbunden, ohne gleich das ganze Deck durch den Riesenfleischwolf zu drücken.
Platz 3: Min „C“

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sage, aber ich hätte schon mal wieder Bock auf eine richtig schöne, neue Handtrap. Was war die letzte wirklich große? Nibiru, das Urwesen? Wir leben schließlich in einer Zeit, in der 10+ Handtraps pro Deck nahezu unverzichtbar sind, nur ist es zwischen Unendliche Unbeständigkeit von 2018, Aschenblüte & Freudiger Frühling von 2017 sowie Kauz & Schlossvogel und Effektverschleierin (beide 2010) irgendwann eintönig geworden.
Aber der Wind steht auf Veränderung, denn endlich wagt man sich an das große Maxx „C“, nicht nur meiner Meinung nach die beste Monsterkarte aller Zeiten und inzwischen seit vielen Jahren im Zwielicht gefangen: Im TCG verboten, im OCG und in Master Duel uneingeschränkt. Aber noch ist die Schonfrist nicht ganz vorbei, denn wie wir inzwischen wissen, ist Mulcharmy Purulia bestenfalls der Support Act für die wirklichen Headliner in den nachfolgenden Set(s?). Aber offenbar ist das quietschbunte Aqua-Monster trotzdem gut genug, um von mir zum Platz 3 der Highlights dieses insgesamt durchaus überzeugenden Sets gewählt zu werden, was macht er also?
Zunächst einmal kann man ihn nur aktivieren, wenn man keine Monster kontrolliert, mit anderem Worten: Im ersten Spielzug, wenn der Gegner anfängt. Dann lässt er einen jedes Mal, wenn der Gegner ein Monster von der Hand als Normal- oder Spezialbeschwörung beschwört, eine Karte ziehen. Ich finde es irgendwie passend, dass sich der größte Albtraum des Floowandereeze-Themas, dem toxischen Anti-Meta-Deck um bunte Vögelchen, die ihre Bros in aller Welt besuchen, sich als ein blauer Blob mit Kulleraugen herausstellt. Aber davon einmal abgesehen ist der Effekt doch recht spezifisch. Eine Normalbeschwörung findet bekanntermaßen im Normalfall nur einmal pro Spielzug statt, und während Spezialbeschwörungen von der Hand für manche Decks Brot und Butter sind, sind sie für andere Brot und Butter in einem veganen, glutenfreien Haushalt. Wenn wir einmal von der realen Gefahr eines Genex-Tier 0-Formats oder eines Sechs Samurai-U.A.-Floowandereeze Dreiecksformats absehen, dürfte Mulcharmy Purulia allenfalls einen Platz in Side Decks finden, wann immer eines der durchaus vorhandenen Decks, gegen die es trumpfen kann, stark ist.
Daran ändert auch der negative Effekt nichts, der eine weitere vorsichtige Abgrenzung zu Maxx „C“ darstellt. Hat man in der End Phase, nachdem man vom ersten Effekt profitiert hat, eine Handkartenzahl, die höher ist als die Zahl der Karten auf dem gegnerischen Spielfeld +6, muss man Karten zurückmischen, um auf diesen Betrag zu kommen. Man kann also „nur“ +6 machen und der Gegner kann unsere Gier nicht mit irgendeinem Infinite Loop ausnutzen, damit wir an Deckout verlieren. Das ist ja gar nicht mal so schade.
Aber wie gesagt, das hier ist nur ein Vorgeschmack. Erinnert ihr euch an die Szene in Findet Nemo, in der Dorie eine Babyqualle findet? Mulcharmy Purulia ist in dieser Metapher ein harmloses, kleines Schwibbelschwabbel, Mulcharmy Fuwaross dagegen ein gewaltiger Schwarm giftiger Medusen. Aber mehr dazu dann sicher in der Top 10 zu Rage of the Abyss.
Platz 2: Neues aus der Meta-Schmiede

Auf Platz 2 schafft es eines der wichtigsten Link-Monster des Sets. Ähnlich wie Silhouhatte Rabbit ist Moon of the Closed Heaven mit zwei Effektmonstern als Material denkbar einfach beschworen und belohnt uns dafür… mit zwei Link-Pfeilen nach oben! Klingt kontraproduktiv, ergibt aber im Zusammenspiel mit dem Effekt Sinn. Damit kann man ein gegnerisches Monster wählen, auf das sie zeigt, und wenn man nachfolgend ein Link-5-Monster beschwört, kann man dieses Monster als Material benutzen. Wenn wir den offensichtlich intendierten Weg gehen und Unterweltgöttin der geschlossenen Welt beschwören, sind das sogar zwei potenzielle gegnerische Materialien! Zusammen mit Moon of the Closed Heaven selbst ergibt das einen zumutbaren Restbedarf von genau einem zusätzlichen Material. Mit ihren strategisch platzierten Pfeilen kann sie jede gegnerische Monsterzone abdecken, außer der von uns aus gesehen ganz linken, sofern der Gegner uns beide Extra Monster Zonen lässt. Insgesamt also nicht so ganz schwer zu umspielen, und das soll Platz 2 der Highlights eines der besten Sets seit Jahren sein?
Ja, denn ich fürchte, ich habe ein nicht ganz unwichtiges Detail vergessen. Moon of the Closed Heaven ist ein Licht-Unterweltler-Monster, mit anderen Worten, sie kann als Material für Fiendsmith’s Requiem benutzt werden. Das ist alles? Sie dient als Material für irgendein Link-1-Monster? Ich fürchte, es ist so. Aber die Fiendsmiths sind nun einmal nicht ohne Grund in aller Munde. Und so funktioniert’s: Zuerst verarbeitet man wie besprochen Moon zu Requiem. Das bietet sich selbst als Tribut an, um den main guy Fiendsmith Engraver vom Deck zu beschwören. Dann baut man aus diesem und einem weiteren Material nach Wahl Fiendsmith’s Sequence. Hier möchte ich die erste Pause einlegen, denn das Link-2-Monster ist nichts Geringeres als eine Wunderfusion für Unterweltler, und darunter gibt es erstaunlich viele Fusions-Decks. Schon der Wert für Fluffals/Frightfurs ist enorm und bereitet mir Kulleraugen. Aber auch Yubel, Dark World, D/D/D, Heroes, Plunder Patroll und Infernoid könnten potenziell von der Karte profitieren. Und dann gibt es noch die ganzen mehr oder weniger generischen Stufe-6-Fusionen, womit wir allmählich wieder bei der Engine wären. Selbstverständlich rein zufällig kommen als World Premier Cards gleich zwei generische Unterweltler-Fusionen der Stufe 6 zusammen mit den Fiendsmiths raus. Aerial Eater benötigt als Material zwei Unterweltler-Monster vom gleichen Attribut, kann Unterweltler-Monster vom Deck auf den Friedhof schicken und sich Märchenschweif – Schnee-style selbst vom Friedhof beschwören. Das OCG hat weiterhin Duke of Demise, der einfach nur zwei Unterweltler und/oder Zombies braucht und eine zusätzliche Normalbeschwörung gewährt.
Jetzt machen wir aber wirklich mit der klassischen Engine und Fiendsmith’s Lacrima weiter. Der braucht zwei Licht-Unterweltler, vorliegend Moon und Requiem, und kann einen weiteren Licht-Unterweltler vom Friedhof beschwören. Dort müsste noch Fiendsmith Engraver liegen, sodass man jetzt zwei Stufe-6-Monster kontrolliert, mit anderen Worten Beatrice, die ewige Dame beschwören kann. Ja, das war alles. Wir betreiben den ganzen Aufwand, um drei beliebige Monster in ein Törichtes Begräbnis umzuwandeln, und es ist absolut game breaking. Natürlich ist das auf verschiedenste Arten anwendbar. Ich könnte jetzt Beispiele aufzählen, aber dann müsste ich ja Recherche betreiben und außerdem ist dieser Beitrag schon lang genug. Zum Abschluss möchte ich lieber noch einen Schritt weiter denken, denn man muss kein großer Schwarzseher sein um zu ahnen, dass Beatrice das Ganze womöglich nicht überleben wird. Wenn wir nun davon ausgehen, dass die restliche Engine vorerst weitestgehend intakt bleibt, dann gibt es immer noch einiges zu tun. Bleiben wir erst einmal bei Rang 6, stellen wir fest, dass der weit mehr als Beatrice zu bieten hat. Nummer 39: Über-Utopia ist ein notorischer OTK-Enabler, Photonenstoß-Rausschmeißer, Nummer 25: Bildschärfe, D/D/D-Wellenhochkönig Caesar, Evolzar Lars, Wollow, Gründer der Arbeitsdrachen und Nummer 24: Dragulas, der blutsaugende Drache sind allesamt respektable Interruptions, Jinzo – Gefächert ist eine Gedankenkontrolle auf Beinen und mit Pilgersensenmann kann man 5 Karten millen. Mit einer geringfügigen Änderung der Kombo kann man jedoch auch mit Lacrima und Sagenhafter Lurrie enden, wodurch einem alternativ der ganze Pool der Stufe-7-Synchros offen steht. Insgesamt also ohne Beatrice vielleicht nicht mehr unbedingt Platz-2-Material, aber für Platz 4 oder so hätte es wahrscheinlich trotzdem gereicht.
Platz 1: Waldspaziergang mit Folgen

Und damit sind wir beim Höhepunkt des Rankings angekommen. Wobei Platz 4 eine gute Überleitung war, denn da stand mein jetziger Platz 1 mal. Es war auch verdammt eng in den oberen Etagen, die Plätze 1-4 sind im Grunde austauschbar, ich hätte für jedes ein mehr oder weniger funktionierendes Argument als Platz 1 gefunden. Nur kam ich in Rücksprache mit dem Team zum Schluss, dass Purulia gepowercreeped werden wird, bevor es laufen lernt, niemand so richtig Gimmick Puppets mag und die Fiendsmiths ohnehin sämtliche Berichterstattung zu dem Set dominieren. Also ist es nach den Gimighouls noch einmal so weit: Ich kann ein neues Themendeck abfeiern, das ich am Ende eh nicht spielen werde. Dieses Mal ist es anders, ich schwöre! Die White Forest-Karten sind ein Synchro-Deck aus Licht-Hexern, die auf irgendeine sich nicht wirklich im Spielstil wiederfindende Art wohl mit Diabellze die Hüterin der Erbsünde verknüpft sind. Vom Main Deck brauchen wir auch nicht groß reden, es handelt sich im Wesentlichen um die üblichen Spezialbeschwör- und Such-Effekte. Zu erwähnen ist aber vielleicht, dass eines ihrer Gimmicks ist, als Kosten Zauber- oder Fallenkarten vom Feld auf den Friedhof zu schicken, was die themeneigenen Karten damit kompensieren, sich in diesem Fall einfach wieder selbst auf Feld zu setzen. Trotzdem möchte ich mich nachfolgend nur auf das Extra Deck konzentrieren.
Zum einen haben wir da Silvera, Witchwolf of the White Woods, die schönste Karte im Bunde. Spielerisch weiß sie aber auch zu überzeugen, sie dürfte sich wohl zukünftig mit Korallendrache einen Kampf um den Posten des generischen Stufe-6-Synchros nach Wahl liefern. Wird sie als Spezialbeschwörung beschworen, kann sie alle gegnerischen Monster in die verdeckte Verteidigungsposition ändern. Das ist praktischerweise formuliert wie bei Schwarzer Rosendrache, funktioniert also auch im gegnerischen Zug, wenn man es schafft, sie dann erst zu beschwören. Außerdem erhöht sie die ATK aller Hexer- und Illusion-Synchromonster um 500, kommt dadurch selbst auf taugliche 2400. Die entsprechenden Monster fügen außerdem doppelten durchschlagenden Kampfschaden zu. Man kann gegnerische Monster also unschädlich machen und obendrauf massiv Schaden drücken. Ein Kein Dunkler Herrscher mehr ist unsere Wolfshexe nicht, aber das wäre von einem Stufe-6-Synchro mit vollkommen generischen Materialien auch viel verlangt.
Rciela, Sinister Soul of the White Forest ist ein weiteres Stufe-6-Synchro, das bei ihrer Beschwörung eine White Forest-Karte suchen kann, oder aber ein beliebiges Licht-Hexer-Monster. Da es sich dabei bekanntermaßen um das zweithäufigste Attribut und einen der überbenutztesten Monstertypen handelt, ist die Auswahl entsprechend. Nennenswerte Ziele sind Dogmatika Maximus, Schweigsamer Magier, Jaugen, der Spiritist, die brandneuen Extender Elzette of the White Forest und Broomy sowie Die Iris-Schwertseele. Oder halt Effektverschleierin, die als Begründung eigentlich auch schon gereicht hätte. Außerdem verhindert Rciela, dass unsere Synchromonster durch Karteneffekte zerstört werden.
Aber das wahre Highlight ist natürlich Diabell, Queen of the White Forest. Das Bossmonster kann, wird sie mithilfe eines Empfänger-Synchromonsters beschworen, eine Zauber- oder Fallenkarte vom Friedhof auf die Hand zurückholen. Erinnert ihr euch noch, als Dunkler Magier des Chaos das beste Monster überhaupt war? Okay, wem mache ich was vor: Nicht einmal ich erinnere mich daran, aber ich schaue den Cross Banlist Cup. Doch es war so, und das ganze kriegt man jetzt vom Extra Deck. Okay, damals gab es auch noch Topf der Gier, Verbrecher-Duo und Elegante Wohltäterin, während das beste Ziel heutzutage… Unendliche Unbeständigkeit ist? Oder halt ein Opferlamm für seinen Quick Effect. Mit dem kann man, wenn der Gegner einen Effekt aktiviert, eine Zauber- oder Fallenkarte von Hand oder Feld auf den Friedhof schicken, um ein Empfänger-Synchromonster der Stufe 7 oder niedriger von irgendwo zu beschwören. Irgendwo, das schließt das Extra Deck mit ein. Fast ein Kristron-Halqifibrax light also, wobei selbst ein zahnloser Halqifibrax immer noch verdammt zubeißen kann. Leider wird die Beschwörung im Gegensatz zu diesem nicht als Synchrobeschwörung behandelt, was die Utility doch stärker einschränkt als ich gedacht hätte. Aber immerhin: Mit Silvera und Rciela kann man im gegnerischen Zug seine Monster umdrehen oder eine Handtrap suchen, und mit T.G. Mächtiger Schläger, Shamisen Samsara Sorgenkatze oder Kristron Quandax stehen einem Quick Synchros Stufe 10 bis 12 offen, einschließlich Abgeheuerlicher Dis Pater, Sternenstaubkrieger, Satellitenkrieger, Psi-Endbestrafer oder Centur-Ion Legatia.
Dishonorable Mention:

The Infinite Forbidden ist ein gutes Set. Ein wirklich gutes Set. So gut, dass es gar nicht so einfach war, eine würdige Dishonorable Mention zu finden. Selbst die verdammten TCG-slots sind weitestgehend überzeugend! Warum also nicht einfach die witzigste Karte nehmen: Interdimensional Matter Forwarder? Das ist eine permanente Zauberkarte mit einem Effekt, der so dermaßen low-impact ist, dass es eigentlich nur Absicht sein kann. Kombiniert mit dem Science-Fiction-thematischen Artwork ergibt dies den Gesamteindruck einer nutzlosen Wundererfindung, die in Cartoons wie Wallace & Gromit oder Phineas & Ferb vorkäme. Einmal pro Zug kann man ein Monster auf dem Spielfeld verbannen und aufs Feld zurücklegen. Sofort, unverzüglich. Ohne über Los zu gehen und 200€ zu erhalten. Am Stand des Spiels hat sich dann… nichts geändert. Na gut, ein paar Nischen-Fälle gibt es schon. Z.B. kann man gegnerischen Xyz-Monstern die Materialien wegnehmen. Und vermutlich (die Regeln werden hier schwammig, weil ein solch unnützer Effekt bislang zurecht nicht existiert hat) if- (aber nicht when!)-Effekte triggern, die aktiviert werden, wenn ein Monster verbannt wird. Gesicht des Todes oder Dragon Rulers zum Beispiel. Ebenfalls vermutlich können die Monster in eine beliebige Position zurückgelegt werden, da die Karte nicht spezifiziert, dass es in die selbe Zone geschehen muss. Auf diese Weise könnten eigene Link-Plays vorangebracht oder gegnerische gestört werden (z.B. indem man Co-Links ruiniert).
Noch rätselhafter wird es im weiteren Verlauf des Effekts. Wenn der Gegner eine Karte oder einen Effekt aktiviert, können wir ein Monster auf dem Feld, dessen Effekt annulliert ist, aus dem Spiel entfernen und, ebenfalls ohne Umwege, wieder aufs Feld legen. Warum die Einschränkung mit dem annullierten Effekt, das weiß nur Konami, und auch darauf würde ich mich nur zu 50% festlegen. Denn es ruiniert schon irgendwie jede halbwegs ernsthafte Utility, die die Karte hätte haben können, sie hätte z.B. (vielleicht?) gegnerische Handtraps ins Leere laufen lassen können, indem man deren Ziel mal kurz Zigaretten holen schickt.
Der letzte Effekte wiederum ist einfach nur witzig. Versucht der Gegner, unsere tolle Karte anzuzielen und (vermeintlich) zu beseitigen, weil ja eine wirklich reale Bedrohung von ihr ausgeht, verbannt sie sich einfach selbst bis zu End Phase des nächsten Zuges. Puh, nochmal Glück gehabt.
Insgesamt ist Interdimensional Matter Forwarder eine Karte, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Und ich fürchte, sie werden unbeantwortet bleiben… weil niemand die Karte spielen wird.
Honorable Mentions:

Wir sind fast am Ende, aber natürlich nicht, ohne auch noch die Karten zu würdigen, die es leider nicht ins Ranking geschafft haben, und das sind in einem so hochkarätigen Set natürlich auch einige. Themendecks, die Support bekommen, sind z.B. Magidolces, die u.A. mit Madolche Mini Meowcaroons ein Link-3-Monster bekommen, das de facto ein Magidolce-Monster vom Deck beschwören kann, und mit Madolche Queen Tiarafraise ein Upgrade der klassischen Magidolce-Königin Tiaramisu, mit der man einfach nochmal zwei gegnerische Monster ins Deck zurückmischen kann, aber als Quick Effect! Durchaus wirkungsvoll, was die Viability angeht, aber Kreativpunkte gibt es dafür nicht. Bereits angeteast habe ich außerdem den dringend benötigten Dark Magician Support, der gleichzeitig Support für das Shining Sarcophagus-Gedöns darstellt. Dark Magician the Magician of Black Magic (der übrigens ein Magician ist!) macht nicht viel, das aber ganz gut. Er kann sich selbst als Spezialbeschwörung beschwören, wenn man Glänzender Sarkophag kontrolliert, ist also ein gut suchbarer Stufe-7-Extender, der auch mal für Ansteckender Ausrottungsvirus herhalten kann. Fast genauso verdient und gebraucht haben Chaos-Drachen den neuen Support. Light End Sublimation Dragon und Dark End Evaporation Dragon (da hat aber wer intensiv im Chemiebuch geblättert…) sind Stufe-8-Extender und damit echte Weltneuheiten, kommen aber mit einem Fusionseffekt daher, um (voraussichtlich) Light and Darkness Dragonlord zu beschwören, das Fusions-Upgrade von Drache des Lichts und der Finsternis, das im Grunde genau dasselbe macht, aber wenigstens nicht als Tributbeschwörung beschworen werden muss. Ragnaraikas bekommen Support in Form von Ragnaraika Wicked Butterfly, eine langsame, aber wunderschön entworfene Karte, die Insekten- Reptilien- oder Pflanzen-Monster von der Hand beschwören kann und, wenn sie von Hand oder Friedhof verbannt wird, in der End Phase wie eine Superverjüngung light eine Karte für jeden dieser Monstertypen ziehen lässt. Zu guter Letzt verdienen Drytrons sich Punkte für gute Führung, da sie sich bemühen, vom Feen-Spam wegzukommen, indem sie mit Drytron Meteonis DA Draconids ihren eigenen Herold der Endgültigkeit bekommen, der sie auf Maschinen festsetzt. Außerdem kann ich Paralyzing Mushroom genauso gut hier schon erwähnen, denn er ist Donnerdrachen-Support in allem außer dem Namen. Das Stufe-5-Donner-Monster kann sich selbst als Spezialbeschwörung beschwören, wenn u.A. ein Donner-Monster von der Hand abgeworfen wird, außerdem ein Token beschwören, wenn ein Donner-Monster seinen Effekt in der Hand aktiviert.
Was die nicht-themengebundenen Karten angeht, haben manche vielleicht eine Nominierung von Vesper Girsu erwartet. Ich gebe zu, ihre Abwesenheit liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass ich die Karte bis zum Ende „falsch rum“ gelesen habe. Aber sie schlägt in eine ähnliche Bresche wie Dominus Purge, nämlich in die Richtung „awesome in theory, kind of a mess in practice“, daher passt es schon irgendwo. Kontrolliert der Gegner mindestens 2 Monster mehr als wir, kann er beliebig viele davon auf den Friedhof schicken, der Effekt basiert dann darauf, wie viele er übrig hat. Entscheidet er sich, eines oder gar keins zu behalten, wird er mit niedrigschwelligen LP-Effekten belohnt. Behält er mehr, wird er hingegen saftig bestraft. Sind es 2, verliert er bis zum Ende des Zuges seine ganze Hand, bei 3 oder mehr kann er keine Monstereffekte mehr aktivieren. Klar ist, im eigenen Zug wird er immer resignieren und höchstens 1 Monster behalten, damit er weiter machen kann. In unserem Zug ist es schon spannender. Dann läuft es darauf hinaus, dass wir sein Feld entweder auf eine Interruption + ggf. Handtraps runterbrechen oder auf zwei Interruptions ohne Handtraps. Nicht schlecht, aber die unblockbaren Kein Dunkler Herrscher mehr und Verbotener Tropfen sind wohl weiter die bessere Wahl.
Ein Extender der Extraklasse kommt mit Lord of the Missing Barrows. Stufe 10, 3100 ATK, Licht-Unterweltler, beschwörbar, indem man ein Monster, einen Zauber und eine Falle vom Friedhof aus dem Spiel entfernt. Mit seinem Effekt kann man weiterhin bis zu einem Monster und zwei Zauber- oder Fallenkarten vom gegnerischen Feld oder Friedhof verbannen. Eher durch Schönheit als durch einen starken Effekt weiß Cosmic Tree Irmistil zu überzeugen. Mit seinem Effekt, der potenziell unendlich LP generieren und anschließend seine ATK auf bis zu 5000 ATK erhöhen kann, hat das Link-5-Monster zwar Troll-Potenzial, aber ohne irgendwelchen Schutz bringt’s das halt echt nicht mehr. Simpel, aber effektiv zeigt sich indes Disablaster the Negation Fortress. Die negiert zwar ziemlich tollpatschig, kann sich aber faktisch ohne jede Restriktion selbst von der Hand beschwören und als Material für Cyber Drache Unendlichkeit herhalten.
Etwas aus der Zeit gefallen, aber sehr sympathisch, ist schließlich Trap Gatherer, ein Ausrüstungszauber, der dem ausgerüsteten Monster 400 ATK pro Fallenkarte im Friedhof verschafft, in der Battle Phase Fallen vom Friedhof zurückholen und außerdem permanente Fallen (aka Floodgates) beschützen kann. Klingt, als könnte ein Inspektor Boarder damit sehr viel Spaß haben, findet ihr nicht?
Competitive Mentions (feat. Deckcreator16)

Heyho Leute,
lange nichts mehr voneinander gehört, fast drei Monate. Dies soll sich aber bald wieder ändern und ihr werdet wieder regelmäßiger was von mir bekommen. Doch das nur am Rande. Ihr seit ja schließlich hier um zu erfahren, welche die fürs kompetitive Play wichtigsten/interessantesten Karten es in INFO gibt.
Hier würde ich einfach nochmal mit Sengenjin Wakes from a Millennium, Golem that Guards the Millennium Treasures sowie Wedju Temple beginnen. Diese bilden eine kleine Engine, mit welcher man für jeweils 2000 bis 4000 Lebenspunkten kinderleicht aufs Board bekommt. Denn diese Monster können sich selbst in die Zauber und Fallenkartenzone als Zauberkarten legen und von dort spezial beschwören, indem man entweder ein [y='Millennium Ankh'] vorzeigt oder 2000 Lebenspunkte zahlt. Dabei sind die Kosten vernachlässigbar, solange man noch genug hat und das Timeout nicht nahe ist und bekommt dafür Link-, Fusion- oder anderweitiges Material (oder stumpfe Beatsticks). Dabei wurden explizit diese drei erwähnt, da sie die beste Such-Kombination haben, ohne dabei Bricks zu integrieren. So sucht der neue Sengenjin den Golem, welcher wiederum den Spielfeldzauber sucht. Dieser kann wiederum für ein Monster von der Hand, welches man in die Zauber und Fallenkarte legt, eines der beiden vorherigen Monster vom Deck in die Zauber- und Fallenzone legen. Beachtenswert sei hierbei auch, dass diese Monster so reingelegt werden, das sie permanente Zauberkarten werden. Somit harmoniert das ganze super mit Schlangenaugen, welche davon auf verschiedensten Wegen profitieren können. Aber auch die anderen können als simple Vanilla-Extender für ihre Stufe, Typen oder Attributskombinationen in Zukunft relevant werden.
Während Leseleff euch einiges über das neue Synchromonster Queen of the White Forest erzählt hat, schnapp ich mir an der Stelle Astellar. Diese kann sich nicht nur vom Friedhof spezialbeschwören, wenn eine Zauber oder Falle durch Monstereffekt-Kosten auf den Friedhof gelegt wird, sie erlaubt auch einmal pro Spielzug zum Preis einer Zauber oder Fallenkarte von Hand oder Feld ein Licht-Hexer-Empfänger aus dem Deck spezial zu beschwören. Und da gibt es nicht nur die themeneigenen Monster, sondern auch eine Vielzahl außerhalb des Themas. Ein kurzer Blick in die Datenbank zeigt mir viele Karten aus der Albaz-Lore (Blazing Cartesia, the Virtuous, Die goldene Schwertseele, Guiding Quem, the Virtuous, Unglaubliche Ecclesia, die Tugendhafte), sondern auch eine Vielzahl von Blauäugig-Karten (Maiden of White, Maid mit den blauen Augen, Meister mit den blauen Augen, Priesterin mit den blauen Augen, Beschützer mit den blauen Augen, Weiser mit den blauen Augen) oder Spezialitäten wie Centur-Ion Primera, Lightsworn Maiden" oder Effektverschleierin. Damit sollte also eine Menge unfug im eigenen Thema als auch außerhabl angestellt werden können. Insbesondere wenn man noch Elzette spielen sollte, die nicht nur extended, sondern auch noch
Astellar suchen kann.
Ansonsten brauche ich hoffentlich nicht erwähnen, dass Fiendsmith Engraver beziehungsweise sein zugehöriges Thema DIE Engine des Sets ist. Ich erspare mir hier einfach mal, noch eine Beispielkombo abzuliefern, da jedes zweite Youtube-Suchergebnis diese wohl rauf und runterkauen dürfte. Spielerisch bin ich mir aber noch unsicher ob sie langanhaltend bleibt, bis sie in Grund und Boden gebannt wurde, oder ähnlich wie die Abenteuer-Engine verschwindet, wenn die Decks/Karten mit der höchsten Synergie verschwinden.
Zusätzlich kriegen wir mit Mulcharmy Purulia die erste von vermutlich einigen verbesserten Maxx „C“-Klonen, die das besser machen sollen, was das verbotene Insekt eigentlich erreichen wollte. Und zumindest diese einzelne Karte halte ich persönlich mit dem heutigen Wissensstand noch für eine sinnhafte und erfolgreiche Umsetzung, da sie zwar stark ist, aber so restriktiv ist, das sie einfach eine Formatsabhängige Side Deck Karte werden dürfte. Klar wird sie dann toxisch sein, wenn sich viele Decks im Format nur auf die Normal- und Spezialbeschwörung von Hand verlassen, zugleich verbessert sie aber die Chance für Decks zu spielen, die nicht in diese Kategorie fallen mit diesen anderen Decks mitzuhalten.
Machen wir aber weiter und verschieben die "Neue Maxx „C“-Diskussion" auf einen anderen Tag und maybe einen anderen Thread, und kommen zurück zum Thema. So liefert INFO mit Genroku und Dora Dora weiteren starken Support für Tenpai sowie Feuer-Drachen-Decks im allgemeinen. Und wenn sie nicht vom aktuellen Fiendsmith Engraver so stark unterdrückt und aus dem Format gemobbt werden würden, wären sie wohl selbst stark dominant und würden das Format stark mitbeherrschen.
Was mich hingegen stark überrascht hat, waren die World Premier Cards sowie die OCG Imports. Denn während wir insbesondere im WPC-Bereich häufig nur Nieten haben, hat dieses Set doch so einige gute zu bieten. So hat insbesondere Necroquip Princess Aufmerksamkeit erregt, da sie aufgrund eines Wordings, welches man zum Beispiel schon bei den Magistus-Monstern kennengelernt hat, und mit dem dieses eigentliche 2-Material-Kontaktfusionsmonster zu einem Pseudo-Link 1 Monster im Unterweltlerschmied-Deck/Engine/Kombo werden kann. Und das sorgt wiederum, das diese zu einer echten 1-Karten-Kombo wird. Aber auch Kochobo's Hinamatsuri empfand ich als erwähnenswerter Extender für zukünftige Maschinen-XYZ-Decks. Und da sie dabei ihre Stufe auch noch anpasst, wird sie umso nützlicher für Maschinen-Decks. Und Maschinen-Decks gibt es ja immer noch recht häufig in YuGiOh. Und selbst Zapper Shrimp ist eigentlich eine recht coole Option. Zwar wird es den Zieh-Effekt von Formelsynchron nicht ersetzen und entsprechend immer die zweite Geige spielen, aber gerade mit Queen of the White Forest" harmoniert er super. Außerdem lässt sich bestimmt noch was dadurch machen, das es eine Karte als Kosten zum Friedhof schickt um eine Zauber- oder Fallenkarte zu zerstören. Und wenn es nur dafür genutzt wird, um spezialbeschworen zu werden, sich selbst wegschickt und damit Kräfte rauben outet, hat es eine Menge gemacht um dem Spielfluss zu helfen. Und die WPCs abschließen wird Aerial Eater. Dieser ist dabei nicht nur als generisches Superpoly-Target anwendbar, sondern kann mit seinem Mill-Effekt bestimmt auch in beispielsweise Yubel- oder Unterweltlerschmied-Deck/Engines einen Platz finden und einen möglichen Ersatz für Beatrice darstellen.
Zwar fielen dafür die OCG Imports mit gerade mal vier Stück recht knapp aus, doch umso stärker sind alle vier. Dabei erspare ich mir die detaillierte Erwähnung von Moon of the Closed Heaven, da sie bereits im Hauptteil starke Beachtung erfahren hat sowie Blazing Bombardment Beast, welche vermutlich nur als Superpoly-Target herhalten wird. Interessant sind dann unsere beiden Zauberkarten, welche passend auch noch Zauberkarte im Namen haben. Und da Leseleff Spell Card: "Soul Exchange" bereits ausführlich erläutert haben dürfte, beschränke ich mich hier auf di verbliebene Spell Card: "Monster Reborn". Dabei steckt so viel mehr in der Karte, als sie auf dem ersten Blick erscheinen lässt. Zuerst einmal haben wir hier eine verbesserte Version von Wiedergeburt, welche zwar die Effektaktivierung der wiederbelebten Monster verbietet, dafür aber als Schnellzauberkarte im eigenen sowie gegnerischen Zug angewendet werden kann. Somit ist sie im schlechtesten Fall einfach nur ein Vanilla-Extender, kann aber besonders gut sein, um gegnerische Monster zu stibitzen, die sich beispielsweise gerade wiederbeleben wollen (zum Beispiel Bestower of Flames") oder ähnlich wie Tränenklage Scheiren anderweitig verwenden wollen. Sie erfüllt also auch die primäre Eigenschaft, welche Abgeheuerlich-Monster gegenüber D.D. Krähe relevant hält: Schlüsselkarten vom Gegner klauen und zugleich einen eigenen Body bekommen. Oder wie wäre ein Format, wo sich die Leute mit beispielsweise Vom Grab gerufen die wichtigsten Handtraps stoppen wollen. Hier kann man die Targets, die Vom Grab gerufen zu negieren versucht einfach beschwören und schützen. Dies ist gerade mit Ghost Ogre & Snow Rabbit interessant, weil dieser im Folgezug seinen Effekt wieder aktivieren kann. Etwas erschreckend sind hingegen die Möglichkeiten, sie mit generischen Millern und Floodgates zu kombinieren. Zwar können keine Effekte des beschworenen Monsters auf dem Feld aktiviert werden, aber kontinuierliche Floodgate-Effekte wie die von beispielsweise Jinzo wären Alive. Genauso könnte man auch Effekte aktivieren, welche ausgelöst werden, wenn sie als Material verwendet und/oder auf den Friedhof gelegt werden (Sangan, [y='I:P Masquerena'][/y], ...). All diese Punkte sollten ausreichen, um ihr zehn von zehn Flexiblitäts-Sternen zu geben. Es handelt sich zumindest um eine Karte, bei der ich vermuten würde, das wir sie noch häufiger zu Gesicht bekommen werden.
Schlusswort:
Wie immer vielen Dank an Deckcreator16 für diese Einschätzung! Schön, dass du wieder da bist. Das also war es zu The Infinite Forbidden, einem echten Highlight-Set. Nicht verboten ist übrigens das Kommentieren im Diskussionsthread, nur so als INFO. Wie gefällt euch das Set? Seid ihr mit meiner Auswahl einverstanden? Wir stark ist euer Crush auf Fiendsmith Engraver? Lasst es uns gerne wissen, ich gebe euch auch ein digitales Bierchen aus. Aber jetzt verabschiede ich mich bis Rage of the Abyss erstmal wieder in die Wortspiel-Hölle. Habt noch einen schönen Sommer!
- Leseleff -