Entsprechend ist der Zeitraum, welcher dieser Artikel umfasst, der vom 14. und 15. September, welcher damit die 9. Woche seit dem Release des letzten Hauptsets INFO darstellt. Diese Woche umfasste insgesamt 10 Regionals. Hier sollte direkt beachtet werden, das die ersten großen YCS's im neuen Format erst im nächsten Quick Fix Beachtung finden werden, wie halt die YCS Lille an diesem Wochenende. Nichts desto trotz könnt ihr diese ersten Daten als Quelle benutzen, um zu sehen, was euch erwarten wird. Entsprechend kürze ich hier ab und wir gehen direkt ins Deck Breakdown:
Deck Breakdown und erster Eindruck vom Format
Gesamt: 78
- Yubel-Variants: 20
- Yubel Fiendsmith: 18
- Yubel*: 2
- Snake-Eye-Variants: 10
- Fire King-Snake-Eye: 4
- Snake-Eye-Fiendsmith: 3
- Fire King-Kashtira-Snake-Eye: 1
- Fire King-Fiendsmith-Snake-Eye: 1
- Snake-Eye*: 1
- Tenpai Dragon-Variants: 10
- Tenpai Dragon*: 8
- Tenpai Dragon-Kashtira: 1
- Tenpai Dragon-Buster Blader: 1
- Ritual Beast: 7
- Memento-Variants: 6
- Memento*: 3
- Memento-Fiendsmith: 3
- Kashtira-Variants: 4
- Kashtira*: 3
- Kashtira-Heatsoul: 1
- White Forest-Variants: 4
- White Forest-Runick: 2
- White Forest-Toy: 1
- White Forest*: 1
- Runick-Stun: 3
- Voiceless Voice-Variants: 3
- Voiceless Voice-Dogmatika: 2
- Voiceless Voice*: 1
- Other (1-2) 11
- Labrynth: 2
- Spright: 1
- Spright-Fiendsmith: 1
- Chimera: 1
- Purrely: 1
- Lightsworn-Thunder Dragon-Horus-Bystial: 1
- Gimmick Puppet-Salvation-Horus:
- Vanquish Soul: 1
- Pendulum Magicians-Supreme King: 1
- Sky Striker: 1
* = Die tatsächliche Menge der Subvarianten kann aufgrund unbekannter Decklisten abweichen
In dieser ersten Woche des neuen Formates konnten wir 78 Decks erfassen, von welcher 37 Decklisten bekannt sind. Wer sich detaillierte Decklisten oder die erfassten Daten im Detail anschauen möchte, kann dies im zugehörigen Spreadsheet wiederfinden.
Was natürlich direkt ins Auge springt ist eine recht gerine Anzahl an Decks (und Decklisten), obwohl wir mit 10 Regionals eigentlich eine recht solide Anzahl an Events hatten. Dabei lässt sich die geringe Zahl an Decklisten dadurch erklären, das auch die nächsten YCS anstehen und somit ein großes Interesse besteht, diese noch etwas geheim zu halten. Ansonsten ist die geringe Datenmenge vermutlich dadurch geschuldet, das ich bereits eine Woche vor Veröffentlichung dieses Artikels die Daten erfassen musste, um nicht nur Zeit zum interpretieren der Informationen zu haben, sondern auch diesen Artikel anzufertigen.
Kommen wir aber zum interessanten Teil dieses Artikels, nämlich der Bedeutung der erfassten Daten. Hierbei können wir direkt mit dem "Top Dog" des neuen Formates anfangen. Denn den Spitzenplatz, welchen sich seither das Snake-Eye Deck gesichert hatte, hat selbiges nun an Yubel abgetreten. Und dabei muss ich hinzufügen, dass Yubel mit mehr als doppelt so vielen Tops nicht nur zufällig besser ausgestattet ist, sondern signifikant besser aussieht. Dies ist natürlich wenig überraschend, hat es doch nur zwei Kopien von Öffnung der Geistertore verloren, die es mit Leichtigkeit über Finsteres lockendes Ungeheuer ausgleichen kann. Denn Letztere wurde anfangs noch in dreifacher Ausführung integriert und war langsam aber sicher auf wenige Kopien reduziert worden, während einzig das Tor als Playset verblieb. Wichtig ist meiner Ansicht nach auch zu erwähnen, das Phantom of Yubel weiterhin noch auf drei Kopien verfügbar ist und das Herzstück des Decks geblieben ist. Es ist zwar nur in der Lage, Monstereffekte zu negieren, doch kann mehrfach pro Spielzug beschworen werden, und so wie ein "0 Karten Linkmonster" agieren, da es nur nötiges Material vom Friedhof (oder der Hand/Feld) recyceln muss. Damit ist es ein leichtes schnell noch einen zusätzlichen Body aufs Feld zu legen, um weitere Linkmonster beschwören zu können.
Auf dem zweiten Platz sitzen anschließend direkt zwei verschiedene Decks. Und hiebei handelt es sich um das altbekannte Snake-Eye sowie Tenpai-Deck. Letzteres hat zwar "nur" zwei Spielfeldzauber verloren, doch kann diese nicht so leicht ersetzen, wie es Yubel konnte, da der Spielfeldzauber mit seinem "Verschiedosaurier"-like Schutz in der Main Phase Effekt sehr essenziell für die Siegesstrategie des Decks war. Entsprechend sind sie nun sehr stark von ihrer Non-Engine in Form vom Massen-Removal angewiesen, um einen sicheren Kill-Turn zu ermöglichen.
Doch viele mögen verwirrt sein, wieso ich Snake-Eye mit ebenfalls 10 Auftritten würdige, da andere Spreadsheets und Auflistungen sehr viel weniger listen. Dies hat einen recht einfachen Grund: viele der bekannten Auflistungen trennen gezielt Fire King Decks und Snake-Eye Decks. Doch insbesondere wenn man sich die bekannten Fire King Decklisten anschaut, existiert keine, welche nicht zumindest Snake-Eye Ash und Snake-Eye Poplar integriert. Nun mag man sich streiten, ab wann ein Deck als Snake-Eye Deck zählt und wann nicht, doch ich halte es für falsch, die noch recht starke Präsenz von Snake-Eye-Varianten dadurch zu verstecken, das man sie in Fire King und Snake-Eye aufteilt. Schlussendlich kann man also zusammenfassen das die altbekannten Feuer-Decks noch immer auf dem zweiten Platz stehen, auch wenn sie die wohl größten Hits auf der letzten Liste der limitierten und verbotenen Karten einfahren mussten. Ein detaillierter Blick auf die Listen zeigen aber ein sehr interessantes Muster. Denn es existiert keine Liste, die nicht entweder Fire Kings oder Fiendsmiths integriert hat. Dabei zeichnet sich Fire King insbesondere durch den Monster-Effekt-Negierer Feuerkönig Avatar Arvata aus, der einen nötigen Schutz liefert und zugleich in der Lage ist, die Effekte der verschiedensten Feuer-Monster auszulösen. Und auch während die Fiendsmith-Engine den Zugriff auf Beatrice, Lady of Eternal als Bindeglied beider Engines verloren hat, ist sie immer noch in der Lage D/D/D-Wellenhochkönig Caesar zu beschwören und somit Beschwörungen zu negieren. Warum diese Eigenschaften so wichtig sind, will ich später nochmal im Detail erläutern.
Zuerst schauen wir uns den Rest der Platzierungen kurz an. Und damit haben wir echt viele Überraschungen parat. Angefangen wäre hier Ritual Beast, welche mit dem vierten Platz nur ganz knapp das Treppchen verpasst hat. Dieses Deck besitzt zwei Eigenschaften die es sehr viable im aktuellen Format macht. Angefangen wäre hier der Zugriff auf Dimensionsverschieber. Diese anstrengende Handtrap kontert nicht nur Yubel und Snake-Eyes sehr stark, sondern harmoniert zugleich auch mit den Recycle-Effekten des Ritual Beast Themas. Zwar blockiert es den Effekt von Geistungeheuer-Avatar Apelio, doch ist dieser nach der neusten Supportwelle nicht mehr so wichtig wie früher. Und ansonsten besitzt das Deck mit Donnerdrachen-Koloss und Oberster Todfeind Protos Zugriff auf zwei sehr starke Bossmonster mit starken Floodgate-Faktor. Diese Eigenschaften alleine katapultieren das Deck auf fast das selbe Powerlevel wie alle anderen aktuellen Themen. Wobei ich mich nicht wundern würde, wenn es spätestens mit dem kommenden Hauptset Rage of the Abyss Ende Oktober wieder das Metagame verlassen werden muss. Bis dahin sind aber noch einige Wochen hin, und ich hoffe mal, das sich der aktuelle Trend solange anhalten kann.
Nach Ritual Beast kommt mit einer einzigen Deckliste weniger bereits Memento. Dieses Deck hat schon vor der letzten Liste einiges an Aufruhr wecken können, als es doch vereinzelte Tops erringen konnte. Hierbei hat sich das Deck nicht nur über seinen originalen Support aus Infinite Forbidden gut darstellen können, auch dank den Fiendsmithkarten konnte es sich besser behaupten. Doch gerade letztere hat einen starken Verlust erlangt, da für die bestehenden Kombos Fiendsmith Engraver besonders wichtig war. Somit kann sich das Deck aktuell nur dank der unbekannten Format-Landschaft sowie der geringen Vorbereitung auf das Deck behaupten. Hier erwarte ich einen starken Abwärtstrend in den nächsten Wochen, wenn sich das Format stärker etabliert hat.
Interessant empfinde ich auch den Blick auf die meistgespielten Einzelkarten. Hier muss man zwar bedenken, das wir frisch aus einem sehr Handtrap-heavy Snake-Eye Format gekommen sind und gerade nach der letzten Banned List viele die Vermutung aufgestellt haben, das man sich endlich wieder auf Boardbreaker verlassen kann, so sprechen die gezeigten Daten ein vollkommen anderes Bild. So findet man unter den Top 5 ausschließlich Handtraps und selbst in den Top 10 finden sich noch sieben Handtraps, während ein einziger Board Breaker in Form von Ausgeglichener Zweikampf auf dem zehnten Platz (weniger als 37 % Overall in Main und Side Decks) auftaucht.
Hier würde ich insbesondere auf folgende Handtraps genauer eingehen wollen: Platz 1 mit Unendliche Unbeständigkeit, Platz 3 mit Nibiru, das Urwesen und Platz 5 mit Mulcharmy Purulia. Dabei fang ich in aufsteigender Reihenfolge mit der neusten Karte an. Dieser Maxx „C“-Verschnitt konnte direkt nach seinem Release überraschend große Erfolge auf den ersten größeren Events erlangen. Und selbst in dieser Woche konnte sie in über 50 % aller Decklisten einen Platz im Main oder Side Deck finden. Zwar ist die Karte so gebalanct, das sie nur Going Second funktioniert oder nachdem man komplett geboardwiped wurde, als auch nur anwendbar gegen Normal- oder Spezialbeschwörungen von der Hand, doch gerade im vergangenen Format gab es mit Snake-Eye, Yubel und Tenpai Decks, welche im schnitt mindestens zwei bis drei Normal- sowie Spezialbeschwörungen von der Hand ausführen. Dies kommt zwar nicht dem Powerlevel des alten Insektes gleich, kann aber ausreichen, um mit den nachgezogenen Karten zurückschlagen zu können. Denn ähnlich wie auch Maxx „C“ nimmt ihre Stärke zu, je mehr Handtraps oder handtrapähnliche Karten nachgezogen werden. Und auch wenn der Effekt, bei mehr Handkarten als sechs plus der Anzahl gegnerischer Karten die überzählige Menge zurückzumischen eigentlich nie eintreten dürfte, so sagt dieser Effektteil automatisch das jede nachgezogene Boardbreaker-Karte erstmal nur das unnötige Limit anheben kann. Somit sorgt alleine die Existenz von Mulcharmy Purulia in den Decks der Spieler, das Handtraps attraktiver den je sind und zugleich Boardbreaker in ein schwächeres Licht rücken lassen. Entsprechend würde ich an diesem Punkt die Hypothese auftreten, das der Handtrap-Fokus in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur aufgrund neuen Supportes ansteigen wird bzw. Boardbreaker senkt, sondern auch die Spielstärke der Mulcharmy-Karten einen Einfluss darauf haben werden.
Anschließend folgt auch schon Nibiru the Primal Being. Dieser stellte mit einem Spieler-Count von 72,97 % in Main oder Side Deck eine recht solide Position, liegt der erste Platz mit 85,59 % nichtmal so weit davon entfernt. Und dies ist wenig überraschend, ist Nibiru the Primal Being alleine an der richtigen Stelle angewendet ein regelrechter Turnskip. Sollte man ihn zusammen mit einer Handtrap wie Unendliche Unbeständigkeit oder Effektverschleierin gestartet haben, ist sie sogar ein garantierter Boardwipe für den Gegner. Und das ist nicht das erste Format, wo wir dieses Muster wiedersehen. Und gerade das führt mich zu einer Erkenntnis, die ich bereits länger schon erahnt habe, die aber immer relevanter wird. Denn während Maxx „C“ die Karte ist, welche das OCG und Master Duel Format regiert, so nimmt Nibiru seit seinem Release diese Rolle für das TCG ein. Doch hierbei rede ich nicht davon, das wir ihn als Auto-Include seit jenem Tag verwenden, sondern die Qualität eines Decks danach bewertet werden muss, wie gut es um diese Karte herum- oder hindurch spielen kann. Jedes neue Deck, was heutzutage releast wird, muss entweder eine Kombo besitzen, wo es spätestens auf der fünften Beschwörung einen Monster-Negierer bereitgestellt hat, die Beschwörung von Nibiru gänzlich verhindert (beispielsweise Riesen-Spright) oder einfach nach dessen Einschlag ungehindert weiterspielen kann. Sollte ein Deck diese Eigenschaft nicht erfüllen, ist seine Chance im Metagame mithalten zu können nahezu null. Und genau dieses Bild sehen wir auch in dieser Woche wieder. Das stärkste Deck im Format ist Yubel, welches mit Phantom of Yubel einen leicht beschwörbaren Monstereffekt-"Negierer" bereitstellt, um Nibiru aufhalten zu können. Auch führt es dazu, das die Fiendsmith-Engine so relevant ist. Denn nur die wenigsten Decks verlassen sich bei der Fiendsmith-Engine auf Fiendsmith Engraver als Endboard und spielten viel lieber direkt Apollousa, Bogen der Göttin oder D/D/D-Wellenhochkönig Caesar, welche sich um Nibiru kümmern können. Und selbst jetzt wo Erstere gefallen ist, ist die Fiendsmith-Engine weiterhin stark vertreten (8. Platz Fiendsmith Engraver mit 37,84 % in 14 aus 37 eingelesenen Decklisten). Vergleicht man die Anzahl gespielter Caesar (14 aus 37) mit Desirae (11 aus 37) sieht man ein wiederkehrendes Bild. Ähnlich sieht es auch mit der Entwicklung von Snake-Eyes zu Fireking-fokussierten Varianten aus. Diese besitzen mit Feuerkönig Avatar Arvata einen themeneigenen Monster-Negierer welcher zwar nicht genauso leicht zugänglich ist, wie Phantom of Yubel, aber dafür eine signifikante Hilfe gegen Nibiru darstellt. Und selbst das Tenpai-Deck zeichnet sich durch seine integrierte Immunität gegen Nibiru aus, da es vorwiegend in der Battle Phase Beschwörungen durchführt, um so den großen Meteoriten umgehen wollen. Wie sich also zeigt, gibt es auch im TCG eine Eigenschaft, die sich jedes Format wiederholt, und welche man als Spieler immer prüfen sollte, bevor man sich für ein Deck, insbesondere in einem neuen Format, entscheidet. Und das ist die Qualität des eigenen Decks gegenüber Nibiru, auch wenn fast niemand in einem Format Nibiru spielen sollte. Denn einfach die Möglichkeit, ein wichtiges Spiel durch diese Karte zu verlieren, ist Motivation genug, eine Konterstrategie dagegen zu spielen. Somit ist es ähnlich wie im OCG/Master Duel mit Maxx „C“ und dem Zwang auf Ash Blossom & Joyous Spring, Vom Grab gerufen und Auslöschungsinformant.
Abrunden will ich die Diskussion dann mit einem Blick auf die meist gespielte Handtrap, Unendliche Unbeständigkeit. Und diese erfüllt beachtliche Werte, wird sie doch in 85,59 % aller (Main) Decks gespielt. Auch dieser Fakt kristallisiert sich aus der vorherigen Nibiru heraus. Nicht nur, weil sie in Kombination mit Nibiru eigentlich jedes Board brechen kann, sondern auch die Tatsache, das sie genau die Lücke ausfüllt, die Nibiru entstehen lässt. Denn alleine durch die Existenz sind Karten besonders relevant, welche Die Aktivierung des Monstereffektes von Nibiru stoppen können. Dies umfasst fast aussschließlich Effekte, welche deren Beschwörung negiert oder direkt alle Monstereffekte negieren können. Dies sorgt dafür, das Handtraps, welche keine Monstereffekte sind oder keine Beschwörung auslösen, signifikant schlechter sind. Dies führt wiederum dazu, dass Unendliche Unbeständigkeit als Fallenkarte welche kein Monster beschwört genau durch dieses Sieb durchrutscht und entsprechend große Auswirkungen auf vereinzelte Decks ausübt. Dies ist gerade in Hinblick auf die neueren Handtraps Dominus Purge und bald Dominus Impulse relevant, welche ebenso durch dieses gleiche Sieb durchrutscht. Der einzige Grund, warum die bereits existente Dominus Purge wenig Einfluss auf das bestehende Format hat (1 aus 37 Decks), liegt daran, dass ihr einschränkender Effekt, keine Effekte von Feuer, Wasser oder Finsternis-Monster für den Rest des Spiels anwenden zu können, nahezu jedes Deck aus den Top 8 betrifft. Und selbst wenn die bestehenden Decks keine Engine-Karte im Main Deck spielen, die unter dieses Suchkriterium fallen, so schadet es sich häufig in der Verwendung anderer generischer Handtraps (Ash Blossom & Joyous Spring) oder dem Zugriff auf viele der spielstarken Extra Deck Monster (allen voran S:P Little Knight). Solltet ihr aber zufällig ein Deck spielen, welches wenig bis gar nicht von diesen Einschränkungen betroffen sein sollten, ist es empfehlenswert diese Karten zu integrieren.
Deck Spotlight: 2009 klopft an. Sie wollen ihre Bricks zurückhaben!
Nachdem der Quick Fix ja so lange ausgefallen ist, gibt es eine Vielzahl von Decks, die eigentlich mal in einem Spotlight hervorgehoben gehören. Da sich das Format aber zeitnah durch Rage of the Abyss sowie der allgemeinen Format-Entwicklung wieder stark verändern könnte, würde ich persönlich Themen wie Ritual Beast oder Memento erstmal nach hinten schieben. Doch ich komme nicht drum herum das aktuelle Top Deck, Yubel einmal anzusprechen. Hierzu hab ich mir beispielhaft die Liste vom ersten Platz der Copiapo WCQ Regional als Referenz genommen, da sie die wichtigsten Elemente des Yubel-Decks abdeckt. Ein Deck Profile von Michel Esteban Rodriguez, existiert diesmal nicht, doch die Deckliste ist weitläufig bekannt:

Dabei ist die tragende Kraft des Decks nicht unbedingt die Yubel-Spielmechanik der Angriffsschadensreflektion im allgemeinen, sondern viel eher dessen Typ Unterweltler. Denn ähnlich wie schon bei Unchained ist das Yubel-Deck besser zu verstehen als Unterweltler-Pile, ähnlich wie Sunavalon und Rikka auf den Pflanzen-Pile runterreduziert werden kann. Dabei erfüllt die Yubel-Engine einfach nur die Eigenschaft, mit Leichtigkeit viele Monster aufs Feld zu klatschen, welche dann entweder in generische/Unterweltler-Linkmonster gehen oder das Rang 10 XYZ-Monster Varudras, the Final Bringer of the End Times auf das Spielfeld zu katapultieren. Gerade Letzterer glänzt dabei als Verschmelzung aus Blumenbaronin und Losgekettete Scheußlichkeit, mit dem nicht nur gezielt Effekte annulliert werden können, sondern zugleich noch weitere Karten zerstört werden können um zusätzlichen Kartenvorteil aufzubauen. Außerdem besitzt die Yubel-Engine Zugriff auf Phantom of Yubel, welche nicht nur die Beschwörung von Varudras, vereinfacht, sondern dank fehlender Einmal pro Spielzug Beschwören-Klausel mit Leichtigkeiten zwei- bis dreimal pro Spielzug rausgekloppt werden kann. Dadurch das es eine Kontaktfusion mit Karten vom Friedhof fungieren kann stellt es somit ein Pseudo-Link-0-Monster dar, was es besonders gefährlich macht. Gerade dadurch, das die Yubel-Monster alle zerstört werden wollen, um das jeweils nächste Puzzleteil beschwören zu können, sammelt sich so ratzfatz viel Material im Friedhof an, um dieses Monster beschwören zu können.
Abschließend harmoniert in diesem Unterweltler-Haufen nicht nur die bekannte Unchained-Engine, die schon vereinzelt in Labrynth gesichtet werden konnte, sondern auch die neuen Fiendsmith-Karten. Diese steigern nicht nur weiter die Konstanz des sonst etwas brickigen Decks (dadurch das fast alle Yubel-Monster auf der Hand erstmal Bricks sind), sondern beliefern einen mit weiteren Bossmonstern wie D/D/D-Wellenhochkönig Caesar. Außerdem spiegelt die Fiendsmith-Engine und Samsara D Lotus sowie Nightmare Throne die nahezu gleichen Eigenschaften wieder, die auch das Snake-Eye Deck relveant gemacht habe. Die Fiendsmiths sind hierbei als Extender wie Diabellstarr the Black Witch zu vergleichen, während Samsara D Lotus die Snake-Eye Ash des Decks repräsentiert. und auch Nightmare Throne als Sucher für Samsara D Lotus stellt eine ähnliche Rolle dar wie Bonfire. Das einzige was die beiden Decks unterscheidet ist die Tatsache, das es kein eindeutiges Äquivalent für Snake-Eye Poplar gibt. Zwar könnte Gruesome Grave Squirmer diese Rolle beinahe erfüllen, doch ist dieser nicht so stark mit dem Bonfire-Klon kompatibel wie das besagte Monster. Schlussendlich kann man aber behaupten, das der Unterschied zwischen den ehemaligen Snake-Eye und dem aktuellen Yubel-Deck nur marginal ist. Einzig der weitaus geringere Platz für Go Second Karten in Form von Handtraps ist weitaus geringer, was im allgemeinen Auswirkungen auf das Format haben dürfte.
Abschließende Worte
Damit würde ich für heute auch schon wieder zum Ende kommen wollen. Die neue Liste der limitierten und verbotenen Karten hatte zwar einen Einfluss auf das neue Format, doch ich muss gestehen, das ich mit einer größeren Veränderung gerechnet hatte. Wobei ja auch schon in Kürze das neue Hauptset Rage of the Abyss ansteht, welches diese Veränderungen ins Spiel bringen dürfte.
Doch jetzt würde ich den Ball wieder an euch zurückgeben. Was haltet ihr von den Veränderungen, welche die neue Liste eingebracht hat? Oder habt ihr gar Punkte, auf die ich mehr oder eher weniger Wert hätte legen sollen? Falls ja, dann schreibt doch was dazu in den Kommentaren.
-deckcreator16