The Quick Fix: INFO Woche 10 und 11

Doch wie immer beginne ich erstmal mit den trockenen Daten: Dieser Bericht umfasst die beiden Wochen vom 16.09. bis 22.09. als auch 23.09. bis 29.09. Dabei beinhaltete die zehnte Woche ganze 18 Regionals während die elfte Woche mit 10 Regionals und zwei YCS Eindruck schinden konnte. Aus diesen Informationen hat sich folgendes Deck Breakdown gebildet:


Deck Breakdown und erster Eindruck vom Format


Quick Fix Woche 10 und 11 INFO


Gesamt: 284 (142 in Woche 10 + 142 in Woche 11)

  • Yubel-Variants: 86 (39+47)
    • Yubel-Fiendsmith: 82 (35+47)
    • Yubel*: 2 (2+0)
    • Yubel-Bystial-Fiendsmith: 1 (1+0)
    • Yubel-Unchained: 1 (1+0)
  • Tenpai Dragon-Variants: 52 (23+29)
    • Tenpai Dragon*: 48 (22+26)
    • Tenpai Dragon-Buster Blader: 1 (1+0)
    • Tenpai Dragon-Kashtira: 2 (0+2)
    • Tenpai Dragon-Fiendsmith: 1 (0+1)
  • Snake-Eye/Fire King-Variants: 34 (17+17)
    • Snake-Eye-Fiendsmith,Kashtira: 12(2+10)
    • Snake-Eye-Fiendsmith*: 8 (6+2)
    • Fire King-Snake-Eye*: 7 (4+3)
    • Fire King-Fiendsmith-Snake-Eye: 3 (2+1)
    • Snake-Eye*: 2 (2+0)
    • Fire King-Kashtira-Snake-Eye: 1 (1+0)
    • Snake-Eye-Adventurer-Fiendsmith: 1 (0+1)
  • Ritual Beast*: 17 (8+9)
  • White Forest-Variants: 14 (4+10)
    • White Forest-Runick: 8 (2+6)
    • White Forest-Toy: 2 (1+1)
    • White Forest-Millennium-Fiendsmith: 1 (1+0)
    • White Forest-Centur-Ion: 1 (0+1)
    • White Forest-Toy-Runick: 1 (0+1)
    • White Forest-Bystial-Runick: 1 (0+1)
  • Chimera-Variants: 8 (4+4)
    • Chimera-Fiendsmith*: 7 (3+4)
    • Chimera*: 1 (1+0)
  • Voiceless Voice-Variants: 7 (4+3)
    • Voiceless Voice-Dogmatika*: 3(1+2)
    • Voiceless Voice*: 3 (3+0)
    • Voiceless Voice-Fiendsmith-Dogmatika: 1 (0+1)
  • Memento-Variants: 6 (4+2)
    • Memento*: 4 (4+0)
    • Memento Fiendsmith*: 2 (0+2)
  • Purrely-Variants: 6 (5+1)
    • Purrely*: (4+0)
    • Purrely-Spright: (1+0)
    • Purrely-Kashtira: 1 (0+1)
  • Spright-Variants: 6 (5+1)
    • Spright-Fiendsmith: 4 (3+1)
    • Spright*: 2 (2+0)
  • Other (1-5) 48 (30+18)
    • Despia-Branded*: 5 (3+2)
    • Melodious*: 5 (3+2)
    • Bystial*: 2 (2+0)
    • Bystial-Fiendsmith: 2 (1+1)
    • Labrynth*: 4 (2+2)
    • Runick-Stun*: 4 (2+2)
    • Unchained-Fiendsmith*: 3 (2+1)
    • Unchained-Fiendsmith-Yubel: 1 (1+0)
    • Centur-Ion-Bystial: 1 (1+0)
    • Centur-Ion*: 1 (1+0)
    • Centur-Ion-Fiendsmith-Horus: 1 (0+1)
    • Kashtira*: 2 (1+1)
    • Kashtira-Adventurer: 1 (1+0)
    • Rescue-ACE*: 1 (1+0)
    • Rescue-ACE-Diabellstar-Kashtira: 1 (1+0)
    • Rescue-ACE-Fiendsmith-Diabellstar: 1 (1+0)
    • Plant Link-Ragnaraika*: 2 (0+2)
    • Mimighoul-Bystial-Kashtira: 1 (1+0)
    • Dinomorphia*: 1 (1+0)
    • Floowandereeze*: 1 (1+0)
    • Gimmick Puppet*: 1 (1+0)
    • Magical Musketeer-Fiendsmith-Unchained*: 1 (1+0)
    • Infernoid*: 1 (1+0)
    • Orcust-Fiendsmith-Horus: 1 (1+0)
    • Dragon Link-Bystial: 1 (0+1)
    • Orcust-Horus-Bystial: 1 (0+1)
    • Exodia-Millennium: 1 (0+1)
    • Salamangreat*: 1 (0+1)

* = Die tatsächliche Menge der Subvarianten kann aufgrund unbekannter Decklisten abweichen


Während dieser beiden Wochen konnten 284 Decks erfasst werden, wo jeweils 142 in beiden Wochen vertreten waren. Zwar sind nur 90 dieser 142 Decklisten aus Woche zehn einsehbar gewesen, als auch 84 in Woche elf, doch übersteigt dies beiweiten die Datenmenge aus der ersten Woche nach der neuen Liste der limitierten und verbotenen Karten aus dem letzten Bericht. Wie immer hab ich auch ein Spreadsheet erzeugt, in welcher ihr Verlinkungen zu den einzelnen Decklisten findet.


Woche 10 INFO - Yubel zeigt Dominanz


Quick Fix Woche 10 INFO


Schaut man sich die Prozente an und vergleicht sie mit dem vorherigen Bericht springt natürlich sofort ins Auge, dass die Zahl der Yubel-Decks trotz der größeren Zahl an Decks signifikant angestiegen ist. Nun übernimmt es nicht nur minimal mehr als ein viertel des Diagramms ein, sondern nähert sich langsam aber sicher der ein drittel-Marke. Und auch wenn sich die geteilte Fraktion aus Snake-Eye und Fire King noch immer mit fast 12% Anteil wacker hält, wurde es in dieser Woche von Tenpai Dragon überholt. Ansonsten mussten die übrigen Decks im Pie Chart enorm Prozente einbüssen, um den Aufstieg der anderen drei Decks zu ermöglichen. So ist Ritual Beast von 9% auf 5,6% gefallen, während Memento von zuvor 7,7% auf 2,8 Prozent gefallen ist. Ähnlich schaut es auch beim Rest aus. Decks wie Purrely und Spright schaffen sich mit fünf Decks über Wasser zu halten und den fünften Platz (3,5%, 6 Decks) einzunehmen, während Chimera, Memento, Voiceless Voice und White Forest sich mit 2,8% oder 4 aus 142 Decks gerade noch so unter den Non-Others halten können. Es zeigt aber auch, wie riesig die Auswahl an Tier 2 Decks momentan ist. Leider ist aber auch der Abstand nach den Tier 1 Decks mit 5 bis 8% recht groß.


Bei den Einzelkarten gab es dann weniger starke Veränderungen zu berichten. So tauschten Unendliche Unbeständigkeit und Ash Blossom & Joyous Spring die Plätze, dadurch das Aschenblüte fast 10% häufiger gespielt wurde, als in Woche 9. Ein ähnliches Bild sieht man bei Kosmoszyklon und Nibiru the Primal Being. Dabei kann der Anstieg von Aschenblüte meiner Ansicht nach dadurch erklären lassen, dass etwa 10% aller Decks Aschenblüte im Side statt dem Main Deck gehalten hatten. Hierfür möchte ich nochmal auf ein Thema hinweisen, worüber ich bereits im Quick Fix zu PHNI Woche 2/3 zu sprechen kam. Damals gab es eine Argumentation unter anderen von MBT Yugioh, ob es so falsch sei, Aschenblüte blind als Main Deck Staple zu betrachten. Seither hab ich auch für mich persönlich die Entscheidung getroffen, diese im damaligen Feuer-Format einzig zu siden statt zu Mainen, da das Risiko zu groß war, im Mirror Match dank seiner eigenen Aschenblüte von Hiita, die Feuerverzaubererin in Flammen geschädigt zu werden. Diese Entscheidung hatte ich seither nicht bereut, da die Spielstärke doch enorm abgenommen hat und das Risiko auf besagtes Play zu groß war. Interessanterweise schlug dieser Effekt erst jetzt im Meta Game ein, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass das Yubel-Deck recht häufig sehr früh ihr Phantom of Yubel aufs Feld platzieren, sodass es gar nicht erst zum suchen kommt. Andererseits ist das Format abseits der oberen Decks recht breit gefächert, und Aschenblüte findet in all den anderen Matchups eine Angriffsfläche.

Ansonsten werfen einen die Entwicklungen von Kosmoszyklon und Nibiru the Primal Being vereinzelte Fragen auf. Während sich der sichtbare Abstieg von ca. 13% bei Nibiru noch dadurch erklären lässt, dass dank Fiendsmith-Engine und allgemein hoher Resistenz der Top Decks gegenüber den Meteoriten, dessen Beliebtheit weiter sinkt, hat sich der Zyklon einzig um fünf Prozentpunkte verringert. Dies erscheint unnatürlich wenig, da sich im neuen Format nicht unbedingt mehr oder weniger Backrow-Decks auffinden lassen. Und auch gegen die Top Decks gibt es wenig bis keine Auswirkungen, wenn man Zyklon reinsidet. Einzig Tenpai besitzt einen wichtigen Spielfeldzauber, der ein optimales Ziel für dieses Removal darstellt, wobei selbiges auch noch sichtbar in seinen Prozentpunkten gestiegen ist. Dies kann natürlich eine natürliche Reaktion sein, welche erst der Auslöser dafür ist, weshalb Tenpai besser performt hat. Aber trotzdem hätte ich hier mit einem größeren Abstieg gerechnet.


Woche 11 INFO - Welcome Back, Kashtira-Engine


Quick Fix Woche 11 INFO


In der elften und letzten Woche des INFO Formates hatten wir dann endlich die ersten YCS's seit der neusten limitierten und verbotenen Karten. Entsprechend gab es auch einige Veränderungen bei den meistgespielten Karten und Decks.


So war die wohl größte Veränderung auch hier am Anteil der Yubel-Decks zu sehen. Während es in den Regional-Only Wochen nur ein Viertel bis fast 30% der meistgespielten Decks ausgemacht hat, hat es nun die ein Drittel Marke überschritten und erreicht mit 33,1% die absolute Format-Dominanz. Und auch Tenpai konnte seinen Vorsprung auf dem zweiten Platz ausbauen und so auf 20% Metagame-Kontrolle gehen. Zusammen nehmen diese beiden Decks also über die Hälfte des gesamten Metagames eins. Unterdessen hat sich bei den Snake-Eye und Fire King-Decks nur sehr wenig bewegt. Diese halten sich mit ihren zwölf Prozentpunkten immer noch wacker auf ihrem dritten Platz. Hierbei muss man explizit den Blickwinkel der beiden YCSs trennen. Denn während auf der YCS in Lille nur zwei Feuer-Decks in die Top 32 gekommen sind, gab es bei der Team YCS in Santiago acht Snake-Eye und ein Fire King in den Top 16. Schaut man auf die Spielernamen, haben sich vorwiegend bekannte Namen auf die Feuer-Decks eingelassen, während in Europa die Topspieler eher Tier 2 Decks ausgepackt hatten. Es beweist also, dass das Feuer Deck zumindest in diesem Snapshot-Format mehr von einem guten Piloten abhängig gewesen ist, als in keinem Format vorher. Was mich hingegen mehr überrascht hat, war die Entwicklung unter den verbliebenen Decks. Zwar neigen YCS-dominierende Wochenenden dazu, einen weitaus geringeren Anteil an Tier 2 Decks zu garantieren, doch der Stream zur YCS Lille hatte einen anderen Eindruck erweckt gehabt, wo doch sehr viele Tier 2 Decks sich gut präsentieren konnten. Schaut man sich aber die Verteilung auf den Pie Chart an, so fallen diese Tier 2 Decks doch weitaus geringer und weniger Artenreich aus. So hatten wir auf dem vierten Platz nun White Forest mit 7%, während Ritual Beast wie von mir prognostiziert auf 6,3% und damit den fünften Platz abgerutscht ist. Übrig geblieben sind dann nur noch Chimera und Voiceless Voice welche ebenfalls mit immer geringeren Deckzahlen zu verschwinden drohen.


Ansonsten hat sich bei den Top Spots der Einzelkarten nur sehr wenig verändert. Zwar konnte sich Mulcharmy Purulia nun auf den dritten Platz hochkämpfen (vom sechsten Platz) mit einem sehr starken Anstieg von 25%, doch haben sich die restlichen Felder diesbezüglich nur wenig verändert. Was aber auffälliger gewesen ist, als ich die Decklistenarten ausgezählt habe, war der Anstieg von Decks mit einem "Kashtira-Tag". Und dieser war sogar weitaus stärker, als ich erwartet hatte. Während in Woche 10 gerade mal 7 Kashtira Birth und 15 Kashtira Unicorn gespielt wurden, so gab es in Woche 11 14 Kashtira Birth 25 Kashtira Unicorn. Das bedeutet, obwohl die Anzahl einsehbarer Decklisten in etwa identisch blieb, hat sich die Zahl der Kashtira-Karten in den Decks verdoppelt. Dies hat man insbesondere bei den Feuer-Decks gesehen, welche diese vorwiegend als zusätzliche Extender gespielt hatten, aber auch andere Decks wie Tenpai oder Purrely haben begonnen sie zu integrieren. Ich habe auch Erläuterungen gehört, wo die ersten Kashtira-Engines im Yubel gesichtet werden konnten. Und dies ist wenig überraschend, sind die Karten doch gut um sein eigenes Board zu verbessern zugleich aber auch Going Second dabei helfen, nervige Boards zu brechen. Außerdem werden immer häufiger wichtige Schlüsselmonster im Extra Deck nur noch auf eine Kopie gespielt, da Engines ala Fiendsmith den nötigen Platz rauben. Dies sorgt wiederum dafür, das eine schlecht geworfene Monster-Handtrap dazu führen kann, das man womöglich selber weniger Möglichkeiten besitzt, um zurückschlagen zu können. Hier würde ich auch einen kurzen statistischen Vergleich mit der Fiendsmith-Engine ziehen wollen. Denn es stellt sich heraus, das 39 Decks mindestens eine Kopie von Fiendsmith Engraver integriert hat. Dies ist identisch mit der Zahl der Fiendsmith Engraver und Fiendsmith Engraver, sodass man von ausgehen kann, das genau 39 Decks auf diese Engine gesetzt haben. Der selbe Vergleich bei Kashtira zeigt, das 14 Decks die Kashtira-Engine gespielt hatten, da keine einzige andere Kashtira-Karte außer eine vereinzelten Kashtiratheosis in der Auflistung aufgetaucht ist. Allgemein wurden in Woche 11 84 Decklisten eingelesen. Ich habe die folgenden Daten nochmal tabellarisch und grafisch festgehalten, damit man sich ein Bild davon machen kann, wie groß der Anteil dieser Engines im Format aktuell einnehmen:


Fiendsmith 14 39 39
Kashtira 1 6 14
None 22 45 33


Wer das ganze etwas grafischer mag, der kann sich hingegen das hier anschauen:



EngineDiagram.png


Wie man erkennen kann, war der Anteil der Fiendsmith- und Kashtira Engines in der ersten Woche nach der neusten Liste der limitierten und verbotenen Karten mit ca. 25% Fiendsmith und unter 3% Kashtira noch recht human. Doch kaum stieg die Zahl der Decks in der zweiten Woche an, haben beide Engines einen Sprung gemacht. Zwar hält sich Kashtira mit etwa 6,6% noch im Rahmen, doch Fiendsmith hat mit 43% ordentlich zugelegt gehabt. In der abschließenden Woche 11 war der Anteil der Fiendsmiths nur minimal gestiegen (gleich viele Fiendsmith-Engines, aber minimal weniger Decks), doch dafür hat Kashtira 16,2% ordentlich zugelegt. Die Grafik schließt natürlich nicht aus, das beide Engines in einem Deck integriert wurden, doch dies zeigt, das 62% des Formates von diesen beiden Engines bestimmt werden.


Theme Spotlight: Vorhersage über den Einfluss von Rage of the Abyss!


Anstatt mir heute ein Deck anzuschauen, will ich mir heute die Zeit nehmen, um kurz darüber zu sprechen zu kommen, welche Auswirkungen ich mit Rage of the Abyss auf das Metagame erwarte. Dadurch dass das neue Produkt, zum Zeitpunkt wo ihr den Artikel lest, bereits erschienen ist, wäre es Unsinnig nicht auch einen kurzen Blick in die Zukunft zu werfen.


So gibt es drei Punkte, die den vermeintlich größten Einfluss auf das TCG haben werden/sollen:

Die neue Karte Mulcharmy Fuwalos wird den Slot auffüllen, den vor langer Zeit Maxx „C“ eingenommen hat.

Die bestehende Fiendsmith-Engine wird dank der Einführung von Lacrima the Crimson Tears an noch mehr Spielstärke hinzugewinnen.

Die neu erscheinende Azamina-Engine wird nicht nur mit Fiendsmith als Engine konkurrieren, sondern das stark geschwächte Feuer-Thema wieder zu alter Stärke führen.


Hier würde ich bisher einen etwas anderen Trend prognostizieren, als was die breite Mehrheit erwartet. So sehe ich zwar auch die Chance groß, das Mulcharmy Fuwalos eine ähnlche toxische Reaktion wie damals Maxx „C“ fördern wird, doch ich sehe noch nicht, das wir zukünftig, ähnlich wie im OCG oder Master Duel eine Pflicht-Integration von Karten wie Vom Grab gerufen oder Auslöschungsinformant erwarten müssen. Zwar ist Vom Grab gerufen auch generisch gut im aktuellen Format, doch erscheint es mir bisher sinnvoller, sich eine Plan B Strategie im eigenen Deck zu überlegen, statt Karten wie Auslöschungsinformant zu integrieren, die Going Second fast ausschließlich keinen effektiven nutzen mehr haben werden. Natürlich wird dies dafür sorgen, das Decks, welche mit einer oder weniger Beschwörungen aus dem Extra Deck auskommen können, stark profitieren werden und vermutlich häufiger in den nächsten Wochen auftauchen werden. Dies schließt nicht nur Decks rund um Fire King ein, sondern auch Engines wie beispielsweise die Kashtira-Engine.


Beim zweiten Punkt muss ich hingegen zustimmen. Ich persönlich hoffe zwar immer noch, das Fiendsmith früher oder später als halbwegs eigenes Deck bestehen kann, doch durch Lacrima the Crimson Tears wird die Engine ebenfalls stark geboostet. Hierzu ziehe ich einfach nochmal die Standard 1 Kartenkombo aus einem Licht-Unterweltler (hier Sagenhafter Lurrie) heran:

  1. Beschwöre auf einen beliebigen Weg Lurrie.
  2. Linkbeschwöre mit Lurrie den Fiendsmith Engraver.
  3. Benutze den Effekt von Fiendsmith Engraver um Fiendsmith Engraver zu beschwören.
  4. Nutze den Friedhofseffekt von Fiendsmith Engraver um Fiendsmith Engraver auszurüsten.
  5. Benutze die alternative Beschwörungsbedingung von Necroquip Princess um sie spezialzubeschwören, indem das ausgerüstete Monster sowie dessen Aurüstung zum Friedhof geschickt wird.
  6. Nun verwendet man den Friedhofseffekt von Fiendsmith Engraver um diesen spezial zu beschwören. Hier kann wahlweise Requiem oder Lurrie zurückgemischt werden.
  7. Ab hier kann man beliebig variieren. Wir gehen dem Beispiel halber davon aus, das D/D/D-Wellenhochkönig Caesar XYZ-beschworen wird.
  8. Nun besitzt man eine doppelten Negierer für Beschwörungen, und ein abgehangener Fiendsmith Engraver kann wiederum als Extender im Folgezug verwendet werden, indem Lurrie/Requiem zurückgemischt wird. Sollte der Gegner es hingegen schaffen D/D/D-Wellenhochkönig Caesar zu entsorgen oder lahmzulegen, und den Fiendsmith Engraver vom Friedhof zu entsorgen, ist dies nicht gegeben.


Nun fügen wir in die gleiche Kombo Lacrima the Crimson Tears hinzu.

  1. Beschwöre auf einen beliebigen Weg Lurrie.
  2. Linkbeschwöre mit Lurrie den Fiendsmith Engraver.
  3. Benutze den Effekt von Fiendsmith Engraver um Lacrima the Crimson Tears zu beschwören.
  4. Dadurch das Lacrima spezialbeschworen wurde, können wir Fiendsmith Engraver vom Deck auf den Friedhof legen.
  5. Nutze den Friedhofseffekt von Fiendsmith Engraver um Lacrima auszurüsten.
  6. Benutze die alternative Beschwörungsbedingung von Necroquip Princess um sie spezialzubeschwören, indem das ausgerüstete Monster sowie dessen Aurüstung zum Friedhof geschickt wird.
  7. Nun verwendet man den Friedhofseffekt von Fiendsmith Engraver um diesen spezial zu beschwören. Hier sollte nun Lurrie statt Requiem zurückgemischt werden.
  8. Ab hier kann man beliebig variieren. Wir gehen dem Beispiel halber davon aus, das D/D/D-Wellenhochkönig Caesar XYZ-beschworen wird.

Schaut man sich nur das Endboard an, hat sich nichts verändert. Doch was sich verändert hat, sind die Monster im eigenen Friedhof. Dies hat insbesondere bei der Beschwörung von Caesar einen riesigen Vorteil, da dieser keine zusätzlichen Karten im Friedhof benötigt. Denn im gegnerischen Spielzug sind wir so jederzeit in der Lage, Lacrima im Friedhof zurück ins Deck zu mischen, um Fiendsmith Engraver erneut vom Friedhof spezial zu beschwören. Dieser kann anschließend seinen Effekt in der gegnerischen Main Phase aktivieren, um Lacrima erneut aus dem Main Deck spezial zu beschwören. dadurch kann man einen weiteren Fiendsmith Engraver in den Friedhof zu schicken. Dies hat zwei sehr wichtige Vorteile: zuerst ist man vor Friedhofs-Shufflern wie die Ishizu-Monster oder Friedhofs-Verbanner wie Kashtira Birth geschützt, auf der anderen Seite kann man aber Lacrima jederzeit beschwören, um einen Angriff zu blockieren, was gerade im Tenpai-Matchup wichtig sein kann.


Sollte man aber statt D/D/D-Wellenhochkönig Caesar auf Fiendsmith Engraver für Fiendsmith Engraver oder Aerial Eater setzen, sollte hingegen ein Weg gesucht werden (beispielsweise durch Extender-Plays), um Fiendsmith Engraver in den Friedhof zu verfrachten. Denn Lacrima kann nur Fiendsmith-Link-Monster mit ihren Effekt spezialbeschwören, welche voraussichtlich für Fiendsmith Engraver Fusionseffekt bereits zurückgemischt werden könnten.


Ansonsten gibt es noch zig andere Kombos, die aufzeigen, wie ihr Effekt das Deck um andere Kombomöglichkeiten erweitert. Schlussendlich muss man auch festhalten, das sie selbst aufgezogen keinen allzu großen Schaden anrichtet, da sie selber als Normalbeschwörung beschworen werden kann, um nicht nur ihren Effekt zu aktivieren, sondern auch für die Beschwörung von Fiendsmith Engraver herhalten kann. Somit ist der einzige "Preis" denn man zu zahlen hat die Normalbeschwörung.


Beim letzten Punkt habe ich hingegen die Vermutung, dass die Azamina-Engine nicht so sehr dominieren wird, wie es manche vermuten würden. Der Grund hierfür liegt in dem bereits stark geschwächten Feuer-Decks, da diese vorwiegend auf Diabellstar the Black Witch setzen können. Zwar zeigt sich ein Trend, wonach Feuer-Decks langsam wieder stärker werden, doch diese Karten haben eine gewisse Antisynergie im OCG bewiesen mit den Fiendsmiths. denn wie in Road of the King 2024-07 Metagame Report 5/6 hervorgehoben, erhöhte die Azamina Engine die Anfälligkeit für Droll & Lock Bird. Dies wiederum führt dazu, das Karten wie Fiendsmith Engraver, Bonfire, Fiendsmith’s Tract, Snake-Eye Ash oder Snake-Eye Poplar unbenutzbar werden. Zwar gilt dies auch für die anderen aufgezählten Karten, aber ist die Azamina-Engine noch die Engine, die am meisten darunter leidet, da so auch Azamina Mu Rcielago lahmgelegt wird. Außerdem förderte die Existenz von Maxx „C“ und Mulcharmy Fuwalos die Attraktivität von Droll & Lock Bird, was wiederum kontraproduktiv für die Azamina-Engine ist. Daraus resultiert die Frage, wie sinnvoll es ist, diese neue Engine in das Deck zu integrieren. Schlussendlich zeigt es aber, das abzuwarten bleibt, wie stark sich Mulcharmy Fuwalos etabliert, und wie aggressiv Konterstrategien dagegen angewendet werden. Und je nachdem wie diese sich entwickeln wird es auch einen Einfluss auf die Azamina Engine haben. Zwar besteht die Möglichkeit, das die Azamina-Engine in einem anderen Deck ein zuhause findet (oder gar selbst zum eigenständigen Deck wird), doch wäre dies an dem Punkt nur eine sehr heiße Spekulation.


Zumindest gedenke ich mit den nächsten Reports nicht nur die Kashtira- und Fiendsmith-Engine weiter zu beobachten, sondern auch die Azamina-Engine im Auge zu behalten. Und dann können wir sehen ob ich mit meiner Vorausahnung recht hatte, oder komplett daneben gelegen habe.


Abschließende Worte


Das soll es dann wieder für heute erstmal sein. Wie immer bedanke ich mich, das ihr bis zum Ende dabei geblieben seit und ich hoffe, ich konnte euch einen interessanten Rückblick auf dieses recht kurze Format bringen bzw. Sorgen und Ängste gegenüber das nächste Format zumindest vermindern. Ansonsten dürft ihr natürlich immer Feedback oder Verbesserungsvorschläge geben. Soll ich noch weitere Engines im Auge behalten, die sich gegebenenfalls zu erwähnen lohnen? Oder habt ihr sonstige Punkte, die es zu ergänzen gilt? Schreibt sie einfach unten in die Kommentare.


-deckcreator16