Top 10 ALIN - Die Highlights aus Alliance Insight

Platz 10: Das geringere Übel

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Den Anfang macht heute einer der merkwürdigsten Removal-Zauber der letzten Jahre. Mit [y]Gordian Slicer[/y] kann man bis zu zwei Karten auf dem Feld auf die Hand zurückgeben, das ganze mit dem berüchtigten „Spell Speed 4“, soll heißen, der Gegner kann keine Karten oder Effekte als Reaktion aktivieren. Soweit so gut, nicht weniger muss eine go-2nd-Karte dieser Tage können, um relevant zu sein. Aber das Ganze kommt natürlich nicht ohne Kosten. Und die sind es, die die Karte so merkwürdig bzw. interessant machen: Man kann entweder für jedes Ziel eine Karte von der Hand ODER 6 Karten vom Extra Deck verdeckt verbannen. Die Karte stellt einen also vor eine Wahl aus 2 Übeln. Was tut mir mehr weh? An sich ist das Extra Deck die bessere Wahl, und der einzige Weg, Kartenvorteil im klassischen Sinn zu generieren (und auch das nur so lange man zwei Extra Deck-Monster zurückgibt). Aber dann müssen wir uns die Frage stellen, ob unser Deck auch mit neun oder gar drei Karten im Extra Deck arbeiten kann. Zumindest letzteres dürften die meisten modernen Decks verneinen, was ein gewisses Problem darstellt, da man, um zwei Karten zu bouncen, zweimal die gleiche Methode anwenden muss. So wird es nahezu unmöglich, mit Gordian Slicer ein klassisches +1 zu erwirtschaften. Aber vielleicht muss man das auch gar nicht. Verbotener Tropfen ist zum Beispiel meist ein fettes Minus, trotzdem war und ist sie der vielleicht beste Board Breaker der letzten fünf Jahre. Tatsächlich ist das auch der Vergleich, dem unser Platz 10 mehr als jedem anderen standhalten muss. Auf der Haben-Seite für Gordian Slicer steht, dass man die Karten nicht nur annulliert, sondern vom Feld nimmt, außerdem hat man die Extra Deck-Option und man muss nicht zwangsläufig passende Kartentypen verbannen. Für Verbotener Tropfen spricht, dass es ein Schnellzauber ist, dass man theoretisch auch mehr als zwei Karten ausschalten kann und dass man die abgeworfenen Karten noch weiter verwerten kann. Alles in allem sehe ich den Vorteil daher weiter bei Verbotener Tropfen, könnte mir aber vorstellen dass Gordian Slicer zumindest in solchen Decks eine echte Option wird, die weitestgehend auf ihr Extra Deck verzichten können. Wenn man nur zwischen beiden Methoden hätte splitten können, dann wäre noch viel mehr drin gewesen.



Platz 9: Die Rückkehr des Königs

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Eine wichtige Tradition meiner Rankings ist, dass wenn Totenkopfdiener-Support erscheint, dass dieser dann aufgelistet werden muss! Die Dinger sind halt immer schön vereinzelt alle paar Sets anzutreffen und meistens zumindest solid. Wobei Alliance Insight in zweifacher Hinsicht eine Besonderheit darstellt: Erstens erscheinen gleich zwei neue Karten, zweitens handelt es sich bei einer davon zum ersten Mal überhaupt um eine Zauber- oder Fallenkarte (Drei Wichte zählen nicht, weil sie nicht spezifisch Totenkopfdiener supporten). Deshalb werde ich mich im folgenden auch vor allem auf Wight Reanimator konzentrieren. Der permanente Zauber kümmert sich zunächst um das in den letzten Jahren immer gravierenderen Problem des Setzens von Monstern in Verteidigungsposition, indem er unseren König der Totenkopfdiener die Fähigkeit gibt, durchschlagenden Kampfschaden zuzufügen. Whatever. Sehen wir uns lieber den zweiten Effekt an, denn der bildet den neuesten heißen Scheiß des Power Creep ab: Senden vom Deck als „Kosten“ für einen weiteren positiven Effekt. In diesem Fall können wir einen Totenkopfdiener oder [y]König der Totenkopfdiener[y] im Friedhof wählen, dann einen seiner Kameraden vom Deck auf den Friedhof schicken und das gewählte Ziel anschließend als Spezialbeschwörung beschwören. Sofern wir die Möglichkeit haben, wollen wir natürlich einen König beschwören und dafür am besten einen Wichtprinz (trotz seiner mittlerweile 10 Jahre immer noch einer der besten Wichte) senden, um dem König sofort 3000 ATK zu geben. Man kann danach zwar nur noch Zombies beschwören, aber wenn es als Totenkopfdiener-Spieler nicht euer erklärtes Ziel ist, mit einem einzigen König der Totenkopfdiener mit um die 20.000 Punkten für game anzugreifen, dann verdient ihr auch keinen neuen Support.

Äußerst solide, wenn auch weniger spannend erzählt, ist auch das neue Monster Moissa Wight. Dabei handelt es sich um einen Elementar-HELD - Stratos mit eingebauter, zweiter Normalbeschwörung. Kann man auch mal machen.



Platz 8: Sonnenschein in der Geisterwelt

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Und heute in der Kategorie „Warum ist das nicht die Coverkarte, statt irgendeines hässlichen Code Talkers, der keine Sau interessiert und der genauso aussieht wie die zwanzig vor ihm?!“ habe ich Ancient Fairy Life Dragon für euch, das längst überfällige Upgrade von [y]Antiker Feendrache[/y]. Seinerzeit nicht nur eine durchaus metarelavente Karte, auch das Covermonster von Ancient Prophecy und ein bedeutendes Monster im 5D’s-Anime. Leute, die genauso alt sind wie ich mögen sich erinnern, dass es damals ein großer Plotpunkt war, dass nicht der selbstbewusste Leo, der als seine eigene Zwillingsschwester getarnt am Fortune Cup teilnahm, der Auserwählte war, sondern die schüchterne Luna selbst. Was Leos Signature-Synchromonster Werkzeugdrache allerdings nicht daran gehindert hat, lange vor Lunas Feendrache ein Retrain zu bekommen, der damit tatsächlich der letzte der titelgebenden 5 Drachen ist, der eines erhält, gerade einmal 14 Jahre nach Ende der Show!

Aber meine alte 5D’s-Fanboy-Saltiness mal beiseite, [y]Ancient Fairy Life Dragon[/y] ist eine durchaus solide Karte. Es ist ein Stufe-8-Synchro mit komplett generischen Materialien, das auf seiner Synchrobeschwörung eine Karte ziehen lässt… und das war’s in Sachen generischer Nutzen im Grunde auch schon. Aber hey: Als Stufe 8 gab es das noch nicht und damit eignet er sich hervorragend für den üblichen Synchro-Spam. Mit T.G. Hyperbibliothekar auf dem Feld kann man beispielsweise erst Sternenstaub-Angriffskrieger beschwören, dann Formelsynchron, und dann aus beiden unseren Feendrachen und so insgesamt 6 Karten ziehen. Auf dem Feld eignet er sich dann zum Beispiel dafür, ihn für Scharlachroter Drache anzuzielen, ein weiteres Stufe-8-Synchro zu beschwören und dann ein Rang-8-Xyz zu bauen.

Was Luna weiter auszeichnete war, dass sie nur einen Haufen willkürlicher Karten gespielt hat, kein richtiges Thema, also nicht einmal annähernd. Entsprechend ist Antiker Feendrache den Weg eines Glänzender Sarkophag gegangen insofern, als dass der zugehörige Legacy Support seine Synergie daraus bezieht, die jeweilige Schlüsselkarte namentlich zu erwähnen. Fangen wir mit World of Spirits an. Der Feldzauber hat den inzwischen schon fast standardmäßigen Effekt, bei seiner Aktivierung ein zugehöriges Monster zu suchen. Außerdem kann er, stark vereinfacht ausgedrückt, in der End Phase des Gegners alle seine Link-Monster zerstören, solange man einen Antiken Feendrachen kontrolliert. Vor allem aber erlaubt er es, mit [y]Ancient Fairy Life Dragon[/y] zu suchen statt zu ziehen, und zwar ein Licht-Monster vom Typ Ungeheuer, Pflanze oder Fee, oder Eternal Sunshine. Die permanente Fallenkarte ist das Herz des Legacy Supports, der einem vergleichbar mit einer Apollousa, Bogen der Göttin für Anime-Fanboys ein Monster-Negate für jedes Themen-Monster gewährt. Die Main Deck Monster sind jetzt auch okay. [y]Spore the Fairy Seed[/y] ist vielleicht generisch noch ganz interessant, weil man sie vom Friedhof beschwören kann, wenn man irgendein ein Licht-Monster vom Typ Ungeheuer, Pflanze oder Fee kontrolliert. [y]Regulus the Fairy Beast[/y] ist die zweite Möglichkeit, Eternal Sunshine zu suchen sowie die einzige für World of Spirits, außerdem kann er weitere Licht-Monster der drei Typen von der Hand beschwören, was ihn vielleicht sogar zu einer ganz guten Engine für Feen-Decks allgemein macht. Und Kuribon the Fairy Spirit… ist auch ein zusätzliches Negate für Eternal Sunshine.



Platz 7: Digitalwelten-Schlange

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Nach harter interner Verhandlung (okay, vielleicht übertreibe ich hier etwas) bin ich zu dem Schluss gekommen, mein persönliches Highlight des Sets immerhin auf Platz 7 setzen. Böse Zungen behaupten, dass Cyber Jormungandr laut selbst ernannten Cyber Dragon Experten shit sei. Das ist eine Lüge! Na gut, wahrscheinlich ist es die Wahrheit, aber die ist in den 2020ern ohnehin ein Auslaufmodell. Aber ich konnte in einer fünfminütigen Recherche auf Youtube und Reddit nichts finden, das die These unterstützt, also kann sie ja gar nicht stimmen. Und ich meine, seht einmal Cyber Jormungandr ins Gesicht und sagt mir, dass es nicht das coolste Monster aller Zeiten ist! In diesem Sinne entscheide ich als diensthabender Noob, dass die Karte fucking awesome ist.

Gut, nun da das geklärt ist, was macht Cyber Jormungandr? Er kann nicht als Normalbeschwörung beschworen werden, sondern nur durch Karteneffekte. Einschließlich seines eigenen, der an die sensationelle Bedingung geknüpft ist, dass der Gegner ein Monster kontrollieren muss. Irgendeines. Man hätte genauso schreiben können „Kann nicht im Turn 1 beschworen werden“. Und dann? Wird Jormungandr mit seinem eigenen Effekt beschworen, kann man einen Cyber Drache vom Deck beschwören oder, warum auch immer man das tun sollte, Jormungandr damit ausrüsten. Ignorieren wir einfach mal die zuletzt genannte Maßnahme, die wohl einen Grund irgendwo im aufgeblähten Anime-Supportpool hat. Egal, wir beschwören einfach. Außerdem kann man einen [y]Cyber Drache[/y] vom eigenen Feld auf die Hand zurückgeben, um Polymerisation zu suchen. An dieser Stelle, bevor ich darauf eingehe, warum das alles gut ist, vielleicht ein Zugeständnis an die Hater. Denn ich sehe jetzt durchaus einige fragwürdige Design-Entscheidungen an der Karte. Warum beispielsweise muss man spezifisch Cyber Drache beschwören, und nicht ein „Cyber Drache“-Monster? Auf diese Weise hätte man beispielsweise [y]Cyber Drachenmark[/y] holen, mit dem zweiten Effekt hochgeben und gleich wieder normalbeschwören können, um noch was zu suchen. Und warum muss man Polymerisation suchen statt Kraftbündnis? Und, am meisten zum Kopfschütteln, warum wird [y]Cyber Jormungandr[/y] nicht wie gefühlt alle anderen Monster des Decks selbst auf dem Feld als Cyber Drache behandelt?

Auf der anderen Seite: [y]Cyber Drache Unendlichkeit[/y]. Ich würde ja sagen immer noch eines der besten Xyz-Monster aller Zeiten. Und Jormungandr kann ihn aus einer Karte beschwören, ohne Normalbeschwörung, auf der 4. Beschwörung. Und das war’s eigentlich auch schon, da der Effekt einen für den Rest des Zuges auf Maschinen beschränkt. Weil [y]Cyber Jormungandr[/y] wie gesagt nicht den Anstand besitzt, selbst als Cyber Drache behandelt zu werden, können wir nicht einmal aus Jux Cyber-Zwillingsdrache beschwören. Wir könnten mit dem Poly-Effekt stattdessen auf [y]Heosvarog die mechanische Dämmerung[/y] gehen, I guess. Weitere Monster, die sofort beschwörbar sind, sind Chronomale Vimana, [y]Cyber Drache Sieger[/y], Qliphort-Genie, Platinfarbener Apparat und Himmelsjäger-Ass – Azalea. Aber ehrlich gesagt habe ich Schwierigkeiten, Gründe zu finden, warum man eines davon beschwören sollte, wenn man auch Cyber Drache Unendlichkeit haben kann. Cyber Jormungandr bleibt also ein One Trick Pony, aber der Trick ist ziemlich gut.



Platz 6: Wie neu geboren

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Weiter geht’s mit einem ganz süßen neuen Control-Deck. Bei den Regenesis-Karten dreht sich alles darum, 2500 ATK und DEF zu haben, wenn es sein muss auch nur eines von beidem. Tatsächlich haben die meisten Monster die Beschwörungsbedingung, dass man entweder ein Monster mit 2500 ATK oder DEF kontrollieren oder eines von der Hand vorzeigen muss. Dadurch sind sie hervorragend kombinierbar, beispielsweise mit Kashtira Einhorn, Bystials oder den „Diabell“-Karten, oder taugen als Engine in Decks wie Blue-Eyes. Weil man außerdem weder Extra Deck noch Normalbeschwörung wirklich braucht könnte man auch darüber nachdenken, haufenweise Karten wie [y]Topf der Extravaganz[/y] oder Gordian Slicer zusammen mit [y]Gizmek Makami, die wilde Reißzahnfestung[/y] zu spielen.

Aber nun gut, fangen wir einen kleinen Rundumschlag an, beginnend mit meinem Platz 6: [y]Regenesis Birth[/y], einer tatsächlich mal guten Fallenkarte. Die ist noch dazu generisch absolut brauchbar, da sie einmal pro Zug ein gegnerisches Monster in die verdeckte Verteidigungsposition bringen kann, zu den „Kosten“ ein Regenesis-Monster vom Deck auf den Friedhof zu schicken. Die haben nun fast alle den Effekt, sich in der gegnerischen End Phase auf die Hand zurückzugeben, wenn sie im Friedhof liegen, entsprechend ist die Falle auch ein sehr langsamer Sucher. Schon jetzt zeichnet sich die Strategie des Decks ab: Ein Grindgame erzwingen, in dem sie mit ihrer ständigen Rückholung im Vorteil sind, wobei die Monster ständig mehr werden. Die Monster selbst stellen dabei mit zwei Ausnahmen die Interruptions dar: Regenesis Warrior ist ein Zwangsevakuierungsgerät, Regenesis Dragon ein Kosmos-Zyklon, [y]Regenesis Sage[/y] ein Omni-Negate. Die besagten Ausnahmen sind [y]Regenesis Archfiend[/y], der beste Sucher des Decks, und das Bossmonster Regenesis Lord, für dessen Beschwörung man ein anderes Regenesis-Monster vom Feld verbannen muss. Er kann dann mit seinen 5000 ATK in der Battle Phase Druck ausüben, außerdem die Zauber- und Fallenkarten vom Deck setzen. Neben Regenesis Birth zu nennen sind dabei Regenesis Pentateuch, mit der man bis zu zwei gegnerische Karten verbannen kann, Regenesis Code, mit der man die Monster vom Deck beschwören kann, und die Über-ROTA Regenesis Lord, mit der man, wenn man schon ein Themen-Monster kontrolliert, sogar irgendwelche Monster mit 2500 ATK und DEF suchen kann, wobei allerdings an nicht-Themenmonstern bisher höchstens Die Iris-Schwertseele oder als Meme-Pick [y]Meklord-Imperator Wisel[/y] in Frage kommen. Außerdem können alle Zauberkarten noch, indem man sie vom Friedhof verbannt, Monster von unterschiedlichen Orten als Spezialbeschwörung beschwören.

Und auch Regenesis Birth hat noch ein letztes Ass im Ärmel: Statt seines [y]Buch des Mondes[/y]-Effekt können wir sie im gegnerischen Zug auch auf den Friedhof schicken, um so viele Regenesis-Monster wie wir können von eigentlich überall (außer dem Deck) zu beschwören. Mit anderen Worten: Wir können die Früchte unseres Grindes ernten und den Gegner hoffentlich mit einer großen Streitmacht überrennen. Die wird dann am Ende des Zuges auf den Friedhof geschickt, nur um sich wieder zurück auf die Hand zu geben. So beginnt der Zyklus von Neuem.



Platz 5: Material für die nächste Dia-Show

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Ja, mir sind auch schon bessere Wortwitze eingefallen. Wissen Leute, deren betagtere Professorinnen nicht einmal pro Semester nichtssagende Dias von irgendwelchen Exkursionen vor 30 Jahren herausgeholt haben überhaupt noch, was ein Dia ist?

Egal, lasst uns lieber über Filia Diabell reden. Ein Zauber, der ein Stufe-8-oder-höher-„Diabell“-Monster vom Deck sucht. Das sind Stand jetzt Schlangenauge Diabellstar sowie die beiden neuen Karten Diabellstar Vengeance und [y]Diabellze the White Witch[/y]. Außerdem kann man das gesuchte Monster gleich als Spezialbeschwörung beschwören, falls ein Cyber Drache Gamestate vorliegt. Das macht sie zu einem ganz interessanten Extender bzw. Starter für Rang-8-Decks. Da man aber beide Primärziele auch so recht einfach von der Hand beschwören kann, gewinnt der Zauber dadurch bisher nicht allzu viel.

Kommen wir also zu den Hauptfiguren, um die es hier eigentlich geht. Da wäre zum einen [y]Diabellstar Vengeance[/y]. Einfach von der Hand oder dem Friedhof als Spezialbeschwörung beschworen, indem man eine Zauber- und eine Fallenkarte von Hand oder Friedhof verbannt. Außerdem kann man als Schnelleffekt zum Schnäppchenpreis von der Hälfte der Lebenspunkte eine Karte des Gegners zerstören. Aber hey, Lebenspunkte-Management ist ja sowas von 2008! Eine zusätzliche Interruption! [y]Gizmek Orochi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer[/y] wurde schon für weniger zu einer metarelevanten Karte. Dabei kommt die Pointe erst noch: Wenn sich eine weitere Diabell-Karte auf dem Feld befindet, während man das macht, kann man ein Illusion- oder Hexer-Synchro-Empfänger-Monster für Umme vom Extra Deck beschwören. Das klingt erstmal seltsam spezifisch, umfasst aber ganze 6 Monster, wobei vor allem die „themeneigenen“ White Forest-Karten bedeutsam sind. Denkt daran: Wir sind immer noch im selben Quick Effect, potenziell also im gegnerischen Zug. Mit [y]Rciela, unheimliche Seele vom Weißen Wald[/y] kann man Effektverschleierin suchen. Silvera, Wolfszähmerin vom Weißen Wald kann alle gegnerischen Monster verdecken, und der ebenfalls neue [y]Poplar of the White Forest[/y] hat den für Synchro-Tuner oft üblichen Schnellsynchro-Effekt, was heißt, dass man sofort [y]Snake-Eyes Vengeance Dragon[/y] für weitere Interruptions beschwören kann. Der einzige echte Nachteil ist, dass man Fallen spielen muss. Aber da kommen dann im Zweifel all die modischen von der Hand aktivierbaren Exemplare zum Einsatz.

Unsere zweite Heldin [y]Diabellze the White Witch[/y] kommt deutlich bescheidener daher, ist aber noch einfacher zu beschwören, zumindest von der Hand. Das geht einfach, indem man eine Zauber- oder Fallenkarte von Hand oder Feld auf den Friedhof schickt. Dann kann sie darüber hinaus auch noch eine andere „Diabell“- oder „Sinful Spoils“-Karte vom Deck auf den Friedhof legen. Das mit Abstand beste Ziel dürfte im Allgemeinen ihre Kollegin Diabellstar Vengeance sein, die man dann auch noch beschwören kann, um die extra juicy Effekte zu bekommen, wenn man zwei Diabells kontrolliert. Im Fall von [y]Diabellze the White Witch[/y] bedeutet das, dass alle unsere Monster nicht mehr durch gegnerische Karteneffekte zerstört werden können. Weitere Möglichkeiten sind GESUCHT: Sündhafte Beutesucherin für eine Metallfose-Fusion-artige Draw Engine, [y]Sündhafte Beute des Verrats – Silvera[/y], um unsere Gurls auch noch gegen Effekte zu schützen, die versuchen, sie zu annullieren und [y]Sündhafte Beute des Schlummers – Morrian[/y] für einen [y]Buch des Mondes[/y]-Effekt.



Platz 4: Donnerwetter!

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Mein Platz 4 geht an eines der besten generischen Synchromonster seit langem. Der Effekt ist, wie ihr gleich sehen werdet, recht schnell erklärt. Umso mehr Zeit bleibt für das Geschwafel eines alten Mannes. Das allererste Set, dessen Release ich so richtig mitverfolgt habe, war Judgment of the Light. Damals war Sternenfresser ein ziemliches Ding. Nicht nur sah er verdammt cool aus und war die Speerspitze des Comebacks der Synchromonster, nachdem diese fast schon in Vergessenheit geraten waren (auch Armades, Hüter der Grenzen sich als das beste Synchromonster des Sets durchsetzen sollte), er war auch unglaubliche 5 Jahre lang das einzige Stufe-11-Synchro überhaupt. Dabei war er selbst damals gar nicht mal so gut. Aber weil er buchstäblich das einzige war, das man aus Trümmerdrache und einem Dragon Ruler bauen konnte, hat man ihn trotzdem gespielt. 12 Jahre später gibt es mit Psi-Endbestrafer und [y]Trishula, Nulldrache der Eisbarriere[/y] zwar ein bisschen Konkurrenz, aber auch die wird von Juraishin, the Cursed Thunder God locker an die Wand gespielt, dem ersten Stufe-11-Synchro, das sich nach echtem Value statt Resteverwertung anfühlt. Wie einst Sternenfresser hat er komplett generische Materialien. Mit seinem ersten Effekt gibt einem jedes Mal 300 LP, wenn der Gegner eine Karte oder einen Effekt resolved. Das klingt erstmal unfassbar schwach, kann angesichts des Umfangs moderner Kombos aber durchaus nervig werden und mehrere tausend Punkte bedeuten. Aber der Haupt-Selling Point ist es sicher nicht. Juraishin hat nämlich auch noch einen Quick Effect, mit dem er im gegnerischen Zug einfach mal 1500 LP bezahlen und sich selbst opfern kann, um entweder zu Raigeki oder Harpyien-Flederwisch zu werden. Ohne weitere Nachteile, er berührt nicht einmal das eigene Feld, man kann ihn also problemlos neben all seine anderen Interruptions legen. Ach ja, seit Sternenfresser ist definitiv einiges passiert.



Platz 3: Kommst du mit zu Rugi?

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Da habe ich gerade geglaubt, ich könnte nach Dia-Show nicht mehr tiefer sinken, da kommt mir dieses gruselige Wortspiel aus den Fingern gekrochen. Konami ist schuld! Weil die ihre Karten nicht mehr übersetzen. Ich bin eben höchstens ein entry-level Weeb, ich kann kein Japanisch. Das sind einfach nur ein Haufen willkürlicher Silben für mich. In diesem Sinne: Willkommen zum Mitsurugi-Abschnitt, ich bereite mich schonmal aufs Copy-Pasten vor.

Ganze sieben neue Karten erhält das beste TCG-Thema seit Kozmo, entsprechend viel habe ich zu tun. Dann mal los. Mitsurugi no Mikoto, Aramasa ist das Gegenstück zu Mitsurugi no Mikoto, Saji, das Monster statt Zauber- und Fallenkarten sucht. Ziemlich gut, aber auch ein bisschen einfallslos. Mitsurugi no Miko, Wousu ist da schon spannender. Es ist ein Extender der Stufe 8, den man beschwören kann, indem man ein anderes Reptilien-Monster von der Hand und ein Monster des Gegners als Tribut anbietet. Dadurch ist er nicht nur ein Pseudo-Kaiju, sondern kann auch die Effekte aller anderen Themen-Monster triggern. Er selbst kann sich dabei selbst auf die Hand zurückgeben, wenn er als Tribut angeboten wird.

Das Ritualmonster [y]Ame no Habakiri no Mitsurugi[/y] kann, indem es sich selbst von der Hand vorzeigt, ein anderes Mitsurugi-Monster vom Deck beschwören, anschließend muss man ein Monster auf dem eigenen Feld als Tribut anbieten. Dieser Effekt ist Once per Duel, das haben wir auch schon länger nicht mehr gesehen. Wenn es selbst als Tribut angeboten wird, kann es außerdem eine weitere Mitsurugi-Karte suchen und sich anschließend selbst als Spezialbeschwörung beschwören (allerdings wohl nur, wenn es vorher korrekt als Ritualbeschwörung beschworen wurde).

Was die Zauber und Fallen angeht ist Mitsurugi Magatama ein sehr vielseitiger Schnellzauber, mit dem man Reptilien als Tribut anbieten kann, um gegnerische Karten zu zerstören, oder im gegnerischen Zug eine Ritualbeschwörung durchführen kann. Mitsurugi Sacred Boundary ist dagegen höchstens ein One-Off, mit man den das Material für Schlangenregen wieder in Umlauf bringen und den Gegner dazu zwingen kann, eigene Monster als Tribut anzubieten. Und [y]Mitsurugi Tempest[/y] hätte es beinahe zur Dishonorable Mention geschafft!

Aber wie ihr seht habe ich mich für Mitsurugi Mirror als repräsentativen Platz 3 entschieden, und das, obwohl es scheinbar die langweiligste Karte der neuen Welle überhaupt ist. Ein Basic Bitch Ritualzauber halt. Immerhin: Man kann damit auch à la Nekroz-Zyklus vom Friedhof beschwören, was etwas wie Inzahlungnahme interessanter machen könnte. Aber auch das ist nicht der Grund, weshalb ich sie ausgewählt habe. Der Teufel liegt im Detail, und Mitsurugi Mirror, statt einfach was zu machen, wenn irgendein Mitsurugi-Ritualmonster als Tribut angeboten wird, macht sich die Mühe, alle drei namentlich zu nennen. Dadurch werden sie mitsamt Zauber zu legitimen Zielen für Vor-Vorbereitung der Riten, was einen enormen Unterschied macht. Ein faszinierendes Beispiel dafür, wie eine Karte die Konstanz eines Decks erhöhen kann, ohne selbst irgendetwas Konstanz-technisches zu machen.



Platz 2: Die zweite Drachen-Dynastie

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Wie bereits erwähnt war mein Einstieg ins Forum und damit ins aktive Mitverfolgen der Entwicklungen des Spiels 2013 mit Judgment of the Light. Ich wurde also gewissermaßen in eine der schlimmsten Terrorherrschaften der Geschichte dieses Spiels hinein „geboren“. Ein Set vorher, in Lord of the Tachyon Galaxy, wurden die Dragon Rulers vorgestellt. Vier Monster von nie dagewesener Macht, die die Competitive Scene in einem großen Staatsstreich komplett übernommen haben. Erbsenzähler weisen zwar gerne darauf hin, dass es kein „Tier 0“-Format im eigentlichen Sinne war, weil auch die Rebellen-Gruppierung rund um Der Magiebuch-Magier der Prophezeiung und die kleine Guerilla-Zelle von Übelschar Ophion einige Tops verzeichnen konnten. Aber das war einzig und allein ihrem guten D-Ruler Matchup und der Tatsache verschuldet, dass in Tachyon Galaxy mit [y]Magiebuch des Urteils[/y] auch eine Karte für Prophecy erschien, die selbst die absurdesten D-Ruler-Spielereien in den Schatten stellte. Ich würde sogar behaupten, dass die schiere Absurdität von [y]Magiebuch des Urteils[/y] bis heute unerreicht ist, nur erreichen moderne Decks ein viel höheres Level an Gesamt-Synergie. Denn das ist das Ding: Kein anderes Deck hat jemals so viele Banlist-Maßnahmen erfordert wie die Dragon Rulers, selbst mit allen Babies und Superverjüngung auf 0 und den großen Rulers allesamt auf 1 haben die als Vasallen des Usurpators [y]Nummer 95: Galaxieaugen-Dunkelmateriedrache[/y] weiter Schaden angerichtet, sodass schlussendlich alle vier verboten wurden. Und jetzt? Das Deck ist wieder in Full Power verfügbar, alles ist zurück, [y]Magiebuch des Urteils[/y] ebenfalls. Und keinen interessiert’s. Ich könnte jetzt viele Analogien über das aktuelle Weltgeschehen ziehen… aber ich bin müde.

Lasst uns einfach über Yu-Gi-Oh! reden. 12 Jahre später wirken die Drachenherrscher fast schon vorsichtig designt. Theoretisch sind sie immer noch absolut zeitgemäß, der einzige Makel ist, dass sie alle nur einen ihrer drei Effekte pro Zug aktivieren können. Man muss sich also für jeden einzelnen entscheiden: Den Hand-Effekt nutzen, ihn vom Friedhof beschwören, oder etwas suchen, wenn er verbannt wird? Schon damals habe ich insgeheim durchaus mit meinen Herrschern sympathisiert, eben weil das Spielen durch diesen Umstand recht anspruchsvoll war. Nur war es damals halt leider auch bei mittelmäßigem Spiel noch genug, zumindest wenn man gegen irgendetwas anderes gespielt hat. Konami hat also beschlossen, dass die Zeit reif ist für die nächste Dynastie und das undenkbare wahr gemacht: Nicht nur ist die Originalbesetzung komplett zurück, sie wird sogar durch neuen Support verstärkt. Der Kronprinz ist mein Platz 2: [y]Spectral, Dragon Ruler of Flickers[/y]. Der kann sich zusammen mit einem anderen Drachen oder einem Licht-Monster abwerfen, um mal eben aus dem Handgelenk zwei andere Drachenherrscher vom Deck suchen. Alternativ kann er sich zusammen mit einem anderen Drachen- oder Licht-Monster vom Friedhof verbannen, um Chasma, Dragon Ruler of Auroras vom Friedhof zu beschwören. Aber alles zu seiner Zeit. Lasst uns erst über den abtrünnigen Zweitgeborenen Nebulus, Dragon Ruler of Mishaps sprechen. Der erhebt nämlich auch einen starken eigenen Anspruch auf den Thron. Aber da er in den allermeisten Fällen durch Spectral gesucht werden dürfte, sehe ich ihn in der Thronfolge trotzdem weiter unten. Mit seinem Discard-Effekt kann man zwei verbannte Rulers beschwören, außerdem hat er auch noch ein zugeordnetes Xyz-Monster. Bevor wir dazu kommen aber vielleicht noch kurz Shoutouts an Here There Be Dragons. Der Schnellzauber und erste „echte“ Zauber- und Fallen-Support für Dragon Rulers kann einen davon aus Hand, Friedhof oder Verbannung beschwören. Wahlweise kann man den Zauber selbst aus dem Friedhof verbannen, um beliebig viele Rulers mit unterschiedlichen Attributen aus der Verbannung zurück in den Friedhof legen.

So, jetzt aber. Jetzt geht es um die Bossmonster. Denn statt dass kleine Ruler wie bisher ein Stufe-7- Main-Deck-Monster mitbringen, werden sie hier zu Rang-7-Xyz. Durchaus gern gesehen, denn vielleicht erinnert ihr euch noch, wie die Rulers in ihrem ersten Run quasi ausschließlich [y]Nummer 11: Großes Auge[/y] und Mecha-Phantomungeheuer Drachossak zur Verfügung. Damals wie heute zwar erstklassige Xyz-Monster, aber etwas mehr Auswahl wäre trotzdem willkommen gewesen. Das Licht-Xyz [y]Chasma, Dragon Ruler of Auroras[/y] springt auf den neuesten Trend auf, als „Kosten“ Monster vom Deck zu senden. In diesem Fall die großen Ruler, um deren Abwurf-Effekt zu kopieren. Man kann als Quick Effekt entweder eine Karte zerstören, ein beliebiges Drachen-Monster suchen, ein Monster vom Friedhof beschwören oder ein beliebiges Monster vom Deck auf den Friedhof schicken. Willkommen zurück, Beatrice, die ewige Dame, immerhin brauchst du dieses Mal Drachen-Monster als Materialien. Zeitlos unterwegs ist dagegen Eclipse, Dragon Ruler of Catastrophes als Omni-Negate, das irgendwo auch Monster aus dem Deck oder der Verbannung beschwören kann. Und dann gibt es auch noch [y]Disaster, Dragon Ruler of All Apocalypses[/y]. Der weiß immerhin mit einer einzigartigen Textzeile zu amüsieren, er ist nämlich garantiert das einzige Monster, das exakt 4600 ATK durch einen Effekt erhält. Aber ansonsten dürfte seine Herrschaft sich vermutlich eher auf repräsentative Aufgaben beschränken.



Platz 1: Meister der Meister

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Okay, ihr habt mich erwischt. Nein, Dragon Master Lords ist nicht die beste Karte des Sets. Wenn es hier noch um reine Stärke ginge, hätte er es vielleicht nicht einmal in die Top 10 geschafft. Aber ganz ehrlich: Ich wüsste nicht, was ich sonst auf Platz 1 hätte setzen sollen. Die Highlights des Sets sind die unterschiedlichen Themendecks, von denen keines eindeutig hervorsticht, echte Staples gibt es auch nicht wirklich. Warum also nicht eine etwas überfällige Nominierung ordentlich überkorrigieren? Seit einigen Sets blockieren diese komischen Jubiläums-Karten mit WM-Preiskarten-Vibe nämlich schon die Setnummer 0, wodurch ich sie jedes Mal zuerst gelesen habe, und sie immer wieder fürs Ranking in Erwägung gezogen habe, um sie dann doch recht schnell zu verwerfen. Dragon Master Lords haben es nun endlich reingeschafft, hauptsächlich, weil sie sich im Vergleich zu ihren Vorgängern deutlich mit dem 25er-Gimmick zurücknimmt. Anfangs dachte ich außerdem, sie würden als erstes generisches Rang-12-Xyz ein Novum darstellt, was aber nur so halb stimmt. Tatsächlich ist es das erste Rang-12-Xyz mit zwei Materialien ohne alternative Beschwörungsmethode, aber auch auf reguläre Weise beschworen macht z.B. Nummer 77: Die sieben Sünden einen recht guten Job. Theoretisch auch [y]Göttliches Arsenal AA-ZEUS - Himmelsdonner[/y] und [y]Super-Sternenschlächter TY-PHON - Himmelskrise[/y], auch wenn man, wenn man die auf regulärem Weg beschwört, dringend seine Entscheidungen überdenken sollte.

Unser Meisterlord macht trotzdem einiges richtig. Zunächst einmal kann er weder von gegnerischen Karteneffekten angezielt noch durch diese zerstört werden. Mit seinen 5000 Punkten auf beiden Stats ist das durchaus bedrohlich und, was am wichtigsten ist: Es geht ganz ohne irgendwelche Bedingungen und Gimmicks. Dann hat er noch weitere Effekte, je nachdem, welcher Spieler mindestens 25 Karten im Friedhof hat. Das ist zwar eine Hausnummer, kommt am Ende einer Kombo aber schon mal vor. Sind wir es, die zu viel gespammt haben, fügt Dragon Master Lords beim Kampf gegen Monster im Verteidigungsmodus doppelten Piercing Damage zu und wird dadurch zu einer monströsen OTK-Maschine.

An dieser Stelle vielleicht noch ein kurzer, letzter Blick zurück. Durch das Artwork und die Stats offensichtlich ist, dass Dragon Master Lords ein moderner Drachenmeisterritter sein soll. Ich halte beide auch für vergleichbar, denn beide wurden überhaupt nicht mit der Absicht entworfen, besonders gut oder relevant zu sein, sondern einfach dazu, ein riesiger Brocken zu sein. Dennoch ist es bezeichnend, wie viel mehr auch ein dicker Ordnerschmuck 20 Jahre später können muss, um kein kompletter Witz zu sein.

Lasst uns in diesem Sinne zum letzten Akt kommen: Dem Effekt, mit dem der Gegner bestraft wird, sollte er derjenige mit 25 oder mehr Karten im Friedhof sein. Dann können wir ein Monster von Deck, Extra Deck oder Friedhof zu beschwören. Irgendeines. Wie könnte also ein Monster nicht Platz 1 sein, wenn es buchstäblich fast jedes andere Monster im Spiel beschwören kann? Schon das macht Dragon Master Lords ihn zu einer der witzigsten und interessantesten Karten des Sets. Und in diesen verrückten Zeiten ist dieses Wertesystem doch im Grunde so gut wie jedes andere.



Dishonorable Mention

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Deutlich einfacher war es, meinen „negativen Platz 1“ auszuwählen, die berühmte Dishonorable Mention, die schlechteste Karte des Sets. Und so sehr ich es Wicked Serpent Night Dragon für sie spürbare Verzweiflung gegönnt hätte, weitere prähistorische Vanillas ausfindig zu machen, die man zu „Retrains“ ausschlachten kann, oder [y]Crimson Firewing Pegasus[/y] für die Dreistigkeit, im Jahr 2025 Chain Burn-Support zu sein, das alles ist nichts gegen Bomber Place. Ich sage euch: Seit langem hat kein Monster sich so wenig Mühe gegeben, zu verbergen, dass es eine grottenschlechte Karte ist. In letzter waren selbst die ganzen Packfiller zwar größtenteils unbrauchbar wie eh und je, aber man konnte immerhin erkennen, was sie versuchen. Aber jetzt lasst euch mal diese Karte auf der Zunge zergehen. Es ist ein Once-per-chain-Effekt, aber auch die kann man ruinieren. Zum Preis von 600 LP kann man einen von zwei Effekten aktivieren. Zumindest theoretisch. Praktisch braucht man aber für den einen sechs Monster auf dem Feld, mit Stufen von 1-6. Brillantes Design, beachte man die Tatsache, dass Yu-Gi-Oh! von Haus aus fünf Monsterzonen hat. Mit anderen Worten: Man muss nicht nur sein ganzes Feld mit irgendwelchen Monstern vollstopfen (welches Deck spielt überhaupt alle Stufen von 1-5?), man muss auch die Extra-Monsterzone irgendwie in diesen teuflischen Plan einbauen. Link- und Xyz-Monster zählen nicht einmal. Es ist wieder die Art von Aktivierungsbedingung, die wahrscheinlich nicht einmal dann angemessen wäre, wenn es sich um einen Instant Win handeln würde. Aber natürlich tut es das nicht. Man kann einfach ein gegnerisches Monster anzielen und dann alle seine anderen Monster der gleichen Stufe zerstören. Man könnte natürlich auch einfach Aufschlagen oder so spielen und wäre meist besser bedient. Was ist also die andere Alternative? Man kann ein eigenes Monster wählen und dann alle gegnerischen Monster mit der gleichen Stufe/Rang/Link Rating zerstören. ALLE gegnerischen Monster? Aber nein! Das wäre dann ja fast viable fürs Jahr 2005 gewesen. Keine Angst, es sind nur alle gegnerischen Monster in der gleichen Spalte! Also im Normalfall genau eins, wenn er nicht gerade zufällig ein Monster mit der gleichen Stufe in der Extrazone liegen hat wie das direkt unter ihm. Und das in unserer Zone, versteht sich. Faustregel: Wenn eine Yu-Gi-Oh!-Karte das Wort „Spalte“ enthält ist sie meist Garbage, es sei denn sie heißt [y]Unendliche Unbeständigkeit[/y]. Und, als Kirsche auf dem Misthaufen: [y]Bomber Place[/y] ist ein Stufe-6-Monster. Ohne irgendeine eingebaute Methode, ihn als Spezialbeschwörung zu beschwören. Also buchstäblich gar keine. Sollen wir also ein Tribut für dieses tolle Monster mit 1350 ATK anbieten? Danke nein danke.



Honorable Mentions

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Damit sind wir fast am Ende angekommen. Zuvor aber natürlich noch die Honorable Mentions. Schon einen Beitrag fertig geschrieben hatte ich beispielsweise über Sinful Spoils Sanctification, mich dann aber doch entschieden, dass eine Diabell-Supportkarte reicht, obwohl die Perma-Falle auch in anderen Kontexten einen Platz hat. Kurz gesagt: Sie kann Monster beschwören, die auf wie auch immer geartete Weise in der Zauber- und Fallenzone liegen, einschließlich Kristallungeheuer oder so. Einmal offiziell nennen, nachdem ich ihn schon mehrfach erwähnt habe, sollte ich an dieser Stelle außerdem noch [y]Snake-Eyes Vengeance Dragon[/y], der als unkonventionalles doppeltes Quick Effect-Removal ein absolut taugliches generisches Stufe-12-Synchro ist.

Noch nicht ganz zu Ende gemolken sind darüber hinaus die Nostalgie-Sammelthemen rund um [y]Glänzender Sarkophag[/y] und Max-Metallwandler. Letztere bekommen Red-Eyes Metal Claws Dragon, mit dem man seine Metallwandler-Verschnitte im selben Zug aktivieren kann wie sie gesetzt wurden und für Nachschub sorgen kann, falls man schon einen Max-Metallwandler auf dem Feld oder im Friedhof hat. Zusätzlich kann man ihn von der Hand beschwören, indem man irgendeine gesetzte Karte auf den Friedhof schickt. Im Zweifel ist er also auch einfach ein Stufe-7-Extender. Ähnlich verhält es sich mit Mrs. Fanservice Dark Magician Girl the Magician's Apprentice. Die kann man als Spezialbeschwörung beschwören, indem man eine Karte abwirft. Dafür kann man Glänzender Sarkophag suchen und der dann wieder irgendwas Anderes. Beispielsweise [y]Archfiend’s Advent[/y] für ein 1,5-Karten Rang-6-Xyz, [y]Schweigsamer Magier Null[/y] für ein Zauber-Negate oder Apparate-Trio für Zukunftsschweigsamkeit-Cheese.

Eine größere Supportwelle, die ich bisher außer Acht gelassen habe, haben die Wappenungeheuer erhalten. Die habe ich damals, als Nummer 18: Wappenhornpatriarch und Felis, Lichtverpflichteter Bogenschütze rauskamen als Lightsworn-Hybrid gerockt, mit dem man überraschend gut spammen konnte (als Spammen noch Spaß gemacht hat). Das lag unter anderem an mächtigen Zauberkarten wie Wappen-Wiedergeburt und Fortgeschrittene Wappenkunst, von denen man jetzt mit Heraldic Beast Stad Whale gleich zwei auf einmal suchen kann. Außerdem erhält Mr. Funny Number Nummer 69: Wappenhorn zwei neue Upgrades, die ein ungewöhnliches (das ist ein nettes Wort für „weirdes“) Gimmick etablieren, die Namen gegnerischer Monster in UNBEKANNT zu ändern, wodurch man u. A. namensspezifischen Support aushebeln kann. Auf immerhin zwei neue Karten bringt es weiterhin das Eldlich-Deck, namentlich Fallen Angel oft he Golden Land, ein leicht beschworenes Fusions-Monster, das ebenso leicht Eldlich-Monster vom Deck oder Extra Deck beschwören kann, und Eldlixir of the Glorious Golden Land, eine permanente Falle, die entweder verbannte Zauber- oder Fallenkarten zurückholen oder selbst als Monster extenden und andere Monster bouncen kann.

Ein bisschen wie Schlangenregen ein paar Evolutionsstufen zurück kommt [y]Fish and Bids[/y] daher, die den Gegner vor die schmerzhafte Wahl stellt, zwei Karten von der eigenen Hand zu verbannen oder uns zwei Fische vom Deck verbannen oder auf den Friedhof legen zu lassen. Weiterer mehr oder weniger willkürlicher Typen-Support sind die Xyz-Monster Sakra Vendirage und Steamed Sabersaurus. Ersterer ist wohl die TCG-Beigabe zum Wappenungeheuer-Support, mit der man Rang-4-Psi-Xyz-Monster vom Friedhof beschwören kann. Letzterer kann sehr gezielt eigene Dinosaurier zerstören oder einem anderen Dino 2000 ATK auf die Kralle geben (pun intended). Insgesamt eher mittelmäßig, vor allem wenn man sich mit Evolzar Dolkka und Evolzar Laggia messen muss. Aber Shoutouts, dass ausgerechnet von Säbelsaurier ein Retrain bekommt.

Zu guter Letzt noch ein paar Random picks, zu denen es mir wirklich schwer fällt, eine Überleitung zu finden. Zum Beispiel Zereort Migrator, der aus einem Wasser-Xyz-Monster ganz einfach zwei macht. Oder Tiki Peace. Diese permanente Falle, die sich selbst als Monster beschwören kann, kann dazu noch eine weitere (irgendeine permanente Falle) vom Friedhof als Stufe-4-Monster beschwören. Ein guter Weg für jedes Deck, das Perma-Fallen spielt, Silhouhatte Rabbit um ein Rang-4-Xyz zu verlängern. Sehr cool finde ich weiterhin Dragolithia Kunzite, ein gelungener Stufe-8-Extender, den man beschwören kann, indem man ein Normales Monster der Stufe 7 oder höher vom Deck auf den Friedhof legt. Gelangt er dann selbst in den Friedhof, kann man besagtes normales Monster vom Friedhof beschwören. Und zu guter Letzt soll auch [y]Seven Stars Slash - Army Annihilator Hagun[/y] nicht unerwähnt bleiben. Ein ziemlich langsamer und umständlicher „Sucher“ für alle Stufe-7-Monster, mit dem unerwarteten Nebeneffekt, Soltite, Metallparasit und Lunatite, Metallparasit irgendwie spielbar zu machen. Zumindest theoretisch, denn es gibt mit [y]Eisjade-Schöpfung Aegirocassis[/y] zufällig eine Karte mit genau dem gleichen Typ und Attribut, aber mehr ATK. Außerdem kann die Karte in Drachen-Decks Fantastischer Drache Phantazmei oder [y]Himmlischer Zephir - Miradora[/y] bereitlegen.


Competitive Mentions (feat. Deckcreator16)

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Hallo Leute,

wie so üblich bin ich mal wieder da, um euch einen kurzen Überblick über die Karten zu geben, die aus Competitive Sicht aus dem Set relevant werden bzw. werden könnten.

Und hier fange ich erstmal mit den Karten an, die primär in den bisher besten Decks gesteckt werden. So gab es für Ryzeal die neue Karte Star Ryzeal als auch eine weitere Ryzeal-Fallenkarte, die aber eher schlecht als recht ist. Darum fokussieren wir uns auf das Monster, welches nicht nur das Extender-Potenzial verstärkt sondern auch die Abhängigkeit zum Duo Drive senken soll. Doch dies löst keine Probleme, welche die Banned List in das Deck geschlagen haben. Eine riesige Supportwelle bekam hingegen Maliss. Diese umfasst nicht nur Maliss <P> March Hare und Maliss in the Mirror als aktiven Support, sondern auch eine Vielzahl an @Ignister-Karten, die das Deck als Extender integrieren kann. So löst March Hare insbesondere die Namens-Mangel-Probleme die das Deck seit der neuen Liste erhalten haben sondern verringert auch den Schaden, den der Verlust von zwei Bystial Druiswurm als Extender geschlagen haben. Maliss in the Mirror löst hingegen diese unangenehme Situation, keine sinnvollen Ziele mit Maliss <Q> Red Ransom zu haben, wenn man bereits mit dem Spielfeldzauber begonnen hat, und kann über dem Spielfeldzauber auch aus dem Deck gebannt werden, um als zusätzlicher Sucher zu fungieren. Also alleine das wäre schon ausreichend gewesen, um den Unterschied von Ryzeal und Maliss auszugleichen. Doch dann kommt noch Backup @Ignister als Extender und Sucher hinzu sowie Allied Code Talker @Ignister als zusätzliches Bossmonster hinzu und schlagen nochmal ganz andere Wellen ein.

Ein bisschen im Abseits aber trotzdem erwähnenswert empfinde ich noch die neuen Diabell/Weißer Wald Karten, die die Lore abschließen und zugleich auch das Weißer Wald Deck vervollständigen. Im OCG hat dieses Deck immer mal wieder einzelne Wins gesehen, da sein Kombopotenzial, insbesondere mit noch vollständiger Unterweltlerschmied-Engine, endlos ist. Hier hätten wir Diabellstar Vengeance als auch Diabellze the White Witch die nicht nur beide über Filia Diabell suchbar/spezialbeschwörbar sind, sondern auch noch ein verstärktes Kombo und Removal-Potenzial in dem Deck erlauben. Diese und andere Engines direkt aus der Lore oder externer Natur (Unterweltlerschmied!) führte unter anderem dazu das im OCG 60 Karten Varianten mit Nachbars Gras ist grüner immer mal wieder gesichtet werden konnten. Und wer sich weniger auf die Azamina-Engine verlassen wollte, durfte auch noch Witch of the White Forest als zusätzlichen Sucher für die Weißer Wald Karten dem Deck hinzufügen.

Auch unsere V-Tuber-Räuber Live/Evil-Zwillinge erhalten neuen Support, was sie womöglich wieder aus der Versenkung holen dürfte. Da wäre unter anderem Live☆Twin Lil-la Sweet[/y] die als Handtrap und Extender fungiert oder Evil★Twin Ki-sikil Deal welches als Link 1 extrem viel Potenzial besitzt, insbesondere da ihr Typ Licht-Unterweltler perfekt für die Unterweltlerschmied-Engine ist.

Und wo ich jetzt schon zweimal auf diese Engine zu sprechen kam, haben wir auch noch das neue Normale Monster Dipity welches einzig dadurch auftrumpft, die Unterweltlerschmied nun sehr gut mit der Urerz-Engine zu einem optimaleren Deck zu verbinden.

Weitere kleine Erwähnungen würde ich hier auch an NT8000 - SIRIUS geben, der unter anderem im zukünftigen Orcust Relevanz finden könnte. Eine weitaus generischere Karte mit Potenzial ist Gordian Slicer, welches einen weiteren neuen Weg schafft, riesige Boards zu brechen. Außerdem folgte mit [y='Songs of the Dominators'][/y] eine Karte, welche adhoc für verschiedenste Stun-Decks attraktiv ist, vielleicht aber auch für zukünftige Fallenlastige Decks im Stile von Paleozoisch oder Eldlich relevant sein dürfte. Und wo wir schon bei Stun-Strategien waren, so könnten sich auch all die neuen Regenesis-Karten als nützlich in Stun- oder Kashtira-Varianten zeigen.

Schlusswort


Vielen Dank wie immer an dich, Deckcreator16, für deinen Sachverstand. Mir ist alles recht, um mich nicht im Detail im dem @Ignister-Deck auseinander setzen zu müssen. Aber wie seht ihr das? Was sind eure Highlights aus Alliance Insight? Und welche Karte habe ich dieses Mal erwähnt, obwohl sie eigentlich schon längst verboten ist? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen! Ansonsten vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. lch melde mich dann wieder zu Morgana the Witch of Eyes Duelist Advance. Let's. Fucking. Go.


- Leseleff -