- Platz 10: Du bist ein Hexer, Medius
- Platz 9: Seid ihr bereit?
- Platz 8: Mind over Matter
- Platz 7: Caius‘ großer Plan
- Platz 6: Heutzutage kostet aber auch alles
- Platz 5: Einen doppelten McRitualbeschwörung, bitte!
- Platz 4: Ich glaube ich werde gaga
- Platz 3: Spiegelkabinett des Drachen
- Platz 2: DER Star des Sets?
- Platz 1: Vielleicht lieber Morgan
- Dishonorable Mention
- Honorable Mentions:
- Competitive Mentions (feat. Deckcreator16):
- Schlusswort:
Platz 10: Du bist ein Hexer, Medius

Den Anfang macht das brandneue Harry Potter-Themendeck. Eigentlich nur eine Frage der Zeit, wo die Kozmos mit Star Wars eigentlich schon vor 10 Jahren das Tor zur IP-Hölle aufgestoßen haben. Es geht um Medius the Pure (der eigentlich gar kein Hexer ist), ein Monster, das so sehr Main Character Syndrome verkörpert, dass er sogar einen Feldzauber hat, der etwas macht, wenn spezifisch er als Normalbeschwörung beschworen wird. Außerdem gehört er, sehr zum Leidwesen seiner Mitschüler von der Artmage Academic Arcane Arts Acropolis dem Namen nach überhaupt nicht dem Thema an, was dieses aber nicht daran hindert, sich komplett um ihn zu drehen. Die anderen Main Deck-Monster ziehen im Wesentlichen das übliche „Du kannst sämtliche Beschwörungsregeln ignorieren solange alle Monster zum Deck gehören“ ab. Whatever, ich wollte mich kurz fassen. Was Medius the Pure vor allem macht ist seinen weißen Eulen-Gefährten Artmage Power Patron vom Deck zu beschwören. Der dann mit beiden eine Fusionsbeschwörung durchführt, um meinen Platz 10, Artmage Diactorus zu beschwören, wobei Power Patron auch noch eine der ebenfalls existierenden Artmage-Zauber-und-Fallenkarten suchen kann. Nun aber zum Fusionsmonster. Artmage Diactorus bietet neben für seine einfache Beschwörung sehr stattlichen 2800 ATK einen einfachen, aber in der Konsequenz recht interessanten Effekt. Solange man Monster mindestens drei verschiedener Typen kontrolliert, wird er zum Omni Negate. Das bedeutet, dass er als Engine prinzipiell überall spielbar ist, wo regelmäßig mindestens zwei Typen außer Fee beschworen werden. Interessant sind aber auch die sich daraus ergebenden Counter-Plays, von gezieltem Removal einzelner Typen bis hin zu Reprodocus oder Zombiewelt. Dass Artmages jemals relevant genug werden, um solche Wackiness zu rechtfertigen, darf angezweifelt werden, aber falls doch habt ihr es zuerst von mir gehört.
Platz 9: Seid ihr bereit?

Wann gab es eigentlich zuletzt guten, generischen Ritual-Support? Ist bestimmt drei Sets her. Zum Glück hält Duelist Advance ein paar Sachen bereit, zumindest für uns im TCG. Allen voran Readying of Rites und Miracle Raven, die eine gemeinsame Engine bilden im sich Platz 9 im Grunde teilen. Weil sie den etwas besseren Starter darstellt und theoretisch auch andere Monster suchen kann habe ich mich einfach mal für Readying of Rites entschieden. Während dessen geistiger Vorgänger Vor-Vorbereitung der Riten sich darauf spezialisiert hat, Ritualmonster und -Zauber aus einer Hand zu sein, macht unsere neue Engine es sich zur Aufgabe, das nötige Material bereitzustellen. Aber zunächst einmal kann man eines der überraschend vielen brauchbaren Unterweltler-Ritualmonster suchen. Konzentrieren wir uns aber auf Miracle Raven. Der ist nämlich auch ein Pendelmonster und damit als bisher einziges Ziel in der Lage, den Zusatzeffekt von Readying zu triggern, um eine Spielmarke zu beschwören. Nun aber zu Miracle Raven. Der hat den einzigartigen Effekt, sich selbst als Ritualbeschwörung von der Pendelzone beschwören zu können. Den dafür benötigten Tribut kann man beispielsweise durch, ihr ahnt es, das Token von Readying of Rites bereitstellen. Einmal beschworen kann Miracle Raven dann selbst den ganzen Tribut für jedes andere Ritualmonster darstellen und -wie sich das für modernen Ritual-Support gehört - dabei noch ein weiteres Ritualmonster suchen. Für Ritual-Liebhaber, nicht jedoch für solche von schönen Artworks, hält die TCG-Sektion außerdem noch einen weiteren Appetithappen bereit: ASHLAN U1000, ein ziemlich generisches Link-2-Monster, das bei Vorzeigen eines Ritualmonster ein anderes suchen und dazu gegnerische Karten bouncen kann.
Platz 8: Mind over Matter

Allgemeiner Typen-Support steht bei mir ja immer recht hoch im Kurs, und Duelist Advance hat einiges für den Psi-Typ in Petto. Klares Highlight: Mind Procedure. Das Update von Gedankenbeschützer kann, wenn es als Normalbeschwörung oder durch den Effekt eines Monsters beschworen wird, eine Teleport-Zauberkarte suchen (Genau genommen einen normalen oder Schnellzauber, wodurch ironischerweise ausgerechnet Teleport ausgenommen ist). Das Ziel nach Wahl ist dabei natürlich der klassische Notfallteleport, aber es werden im Set auch gleich zwei Alternativen mitgeliefert. Parallel Teleport ist in der Theorie nicht schlecht, er kann Monster bis Stufe 7 beschwören, verlangt dafür aber ein Tribut. Leider hat Turboteleporter in einem Fall von frühem, vorsichtigen Kartendesign eine Klausel, dass er nicht als Spezialbeschwörung beschworen werden kann. Und andere gute Ziele, die man nicht genauso gut mit Notfallteleport hätte beschwören können, fallen mir gerade nicht ein. Die andere neue Karte ist Teleport Fusion, eine Wunderfusion als Schnellzauber für Psis. Perfekt als 1-off, wenn man gerade Bock hat, Absolute Axon Kicker zu beschwören, um das ganze gegnerische Feld zu verbannen. Turboteleporter ist auch die wahrscheinlichste coolste Methode, den Effekt von Mind Procedure ohne Normalbeschwörung zu triggern, so hat man ganz schnell mal 4 Monster auf dem Feld. Einfacher, nämlich bloß zum Preis einer Handkarte, geht es mit Serene Pychic Girl, die ihrerseits ein geeignetes Ziel für Notfallteleport ist. So schließt sich der Kreis.
Und auch, wenn das ein schönes Ende gewesen wäre, Prototype Psychic Blaster und Silent Psychic Magician sollten nicht unerwähnt bleiben. Ersterer ist ein weiterer ziemlich guter Extender, der sich selbst abwerfen und dadurch ein Psi-Monster aus der Hand oder der Verbannung beschwören kann, und anschließend beschworen werden kann, indem man ein anderes Psi-Monster vom Friedhof verbannt. Letzterer ist ein generisches Stufe-5-Synchro, das ebenfalls Psis aus der Verbannung beschwören kann.
Die Lebenspunkte-Kosten sind dabei seit den letzten Wellen Psi-Support übrigens inflationär angestiegen. Haltet also besser euer Hirnforschungslabor bereit, oder, was wohl die sicherere Wahl ist, eure Geisterschwester und gruseliger Hartriegel.
Platz 7: Caius‘ großer Plan

Auch unser aller Herren und Meister bekommen in DUAD Support: Die einzig wahren Monarchen. Was habe ich die nicht damals in Tag Force Evolution für die Playstation 2 gerockt! Als dann 10 Jahre später das Emperor of Darkness Structure Deck erschien, wurde ich zum erklärten Hater des Decks. Dass ich der neuen Supportwelle dennoch mit einem gewissen Wohlwollen begegne hat verschiedene Gründe. Zum Einen habe ich seither den Kombo-Decks abgeschworen und bin zum Stun Enjoyer verkommen. Vor allem aber war das, was mich damals so am Monarchen-“Support“ genervt hat, dass er nicht einmal versucht hat, die alten Helden in den Spielstil zu integrieren. Stattdessen wurden sie schlicht ersetzt. Der neue Support versucht, das wieder gut zu machen, zumindest halbherzig. Mit meinem Platz 7, The Monarchs Masterplan zum Beispiel. Dieser Plan beinhaltet zunächst einmal, eine andere Monarch-Zauber/Fallenkarte vom Deck auf den Friedhof zu schicken, namentlich wohl vor allem Pantheismus der Monarchen oder Der primäre Monarch. Letzterer kann auch gleich Phase 2 des Plans einläuten. Wird The Monarchs Masterplan verbannt, kann man ein gegnerisches Monster auswählen, um der Hand ein Monster mit 2400 ATK und 1000 DEF des selben Attributs hinzuzufügen. Anschließend kann man einer einen der sechs OG-Monarchen als Normalbeschwörung beschwören, den man sinnvollerweise zuvor gesucht hat. Am zuverlässigsten sollte man dank seines Finsternis-Attributs wohl Caius der Schattenmonarch durchbekommen können, und man könnte tatsächlich darüber nachdenken, ihn aus diesem Grund als 1-off zu maindecken. Raiza der Sturmmonarch, Thestalos, der Feuersturmmonarch und Zaborg, Monarch des Donners wären je nach Meta vielleicht Kandidaten fürs Side Deck, nur Möbius der Frostmonarch und Grandmarg der Erdmonarch sind wohl für immer abgesetzt. Das alles macht The Monarchs Masterplan zur sympathischsten neuen Karten, aber das Highlight ist er nicht. Diesen Anspruch erheben wohl eher Eidos the Underworld Monarch und Tessera the Primal Squire, deren Spammer-Qualitäten sich im Jahr 2025 viel wohler fühlen dürften.
Platz 6: Heutzutage kostet aber auch alles

Erinnert ihr euch noch an Leo Wizard? Ich auch nicht. Aber auch das scheint eine neue Tradition zu sein: In jedem Set wird mindestens ein längst vergessenes Shitmon aus der Steinzeit des Spiels ausgegraben und als Effektmonster neu aufgelegt. Meist sind diese Karten dann heiße Anwärter auf die Dishonorable Mention, aber Leo Wizard the Dark Fiend ist sogar einigermaßen solid. Und vor allem ist er witzig. Denn er nichts Geringeres als das toxischste Stun-Monster seit Inspektor Boarder, zumindest wenn wir von generischen Monstern sprechen, die man einfach so als Normalbeschwörung beschwören kann. Leo Wizard the Dark Fiend erinnert an Antimagischer Duft, der vor kurzem völlig verdient limitiert wurde, insofern, als dass es Floodgates sind, die grundlegende Spielmechaniken zwar nicht völlig verbieten, aber so dermaßen umständlich machen, dass es das ganze für durchschnittliche Decks schlicht nicht mehr wert ist. Vorliegend werden die klassischen Regeln für Normalbeschwörungen außer Kraft gesetzt, indem Leo Wizard the Dark Fiend einfach mal verlangt, dass jedes Monster mit mehr als 1350 ATK, also jedes, das ihn zerstören könnte, als Tributbeschwörung zu beschwören ist. Tributbeschwörungen wurden nicht ohne Grund zum letzten Mal 2011 in nicht darauf spezialisierten Decks ernsthaft durchgeführt. Und wenn der Gegner keine passende Antwort hat, kann es schon passieren, dass er kein Tribut aufbringen kann und folglich einfach nicht normalbeschwören kann. Das Kartenhaus fällt natürlich zusammen, sobald der Starter weniger als 1350 ATK hat oder der Gegner ganz ohne Normalbeschwörung auskommt. Aber hey, für das durchschnittliche Deck sollte Leo Wizard the Dark Fiend schon ein Ärgernis darstellen. Vor allem, wenn man die weiteren Effekte berücksichtigt! Wird er zerstört, kann man ein Monster mit 1350 ATK suchen. Ist euch klar, was das heißt? Bomber Place wird suchbar! Vielleicht sollte ich die Karte reevaluieren (erledigt. Ist immer noch mies). Und nein, auch Tongyo wird es nicht rausreißen. Aber Leo Wizard the Dark Fiend schließt sich selbst nicht aus. Das Floodgate kann sich also munter selbst ersetzen. Ich meine, es wird immer noch durch Gilasaurus hard-countered, aber es spricht ja auch niemand davon, dass er allein den Gegner aufhalten muss.
Platz 5: Einen doppelten McRitualbeschwörung, bitte!

Habt ihr schon Heißhunger auf die zweite Hälfte des Rankings? Wie auch nicht, wenn der Einstieg schon so köstlich ist wie Angry Burger? Wegen meines Vorsatzes an mich selbst, den heutigen Artikel kurz zu halten, werde ich dessen Zugehörigkeit zum Nouvelles-Thema einfach mal weitestgehend ignorieren, denn auch ohne Menü gibt es zu ihm einiges zu erzählen. Fühlt euch frei, selbst nach Youtube-Videos zum neuen Nouvelles-Support zu suchen. Also, zurück zum Hauptgericht: Angry Burger. Man muss einfach lieben, wie moderner Ritual-Support immer wieder Umwege geht, um mit Vor-Vorbereitung der Riten kompatibel zu sein. In diesem Fall wird es dadurch erreicht, dass er einfach immer, selbst im Deck, als Hungriger Burger behandelt wird, mit dem tragischen Nebeneffekt, dass man von beiden insgesamt nur drei Kopien im Deck haben kann. Die nächste Zutat sind seine für Stufe 6 rekordverdächtigen 2800 ATK. Er sieht außerdem so lecker aus, dass jedes gegnerisches Monster ihn einfach angreifen muss! (whatever). Viel schmackhafter ist der Effekt, mit dem man ihn von der Hand ins Deck zurückmischen kann, um ein Nouvelles-Monster zu suchen. Das ist gut, schätze ich, ich meine wer beschwert sich über eine ROTA? Dass er sich zurückmischt statt auf den Friedhof zu legen hat auch eine angenehme Würze, insofern, als dass man nicht befürchten muss, dass einem irgendwann die Burger ausgehen. Und als Geheimzutat: Wurde er erfolgreich serviert, kann man als Quick Effect ein Monster in Angriffsposition auf einem beliebigen Feld als Tribut anbieten, um für den großen Hunger auch noch einen Hungriger Burger (Den mit 2000 ATK!) beschwören. Also ein auch als Schnellimbiss-Effekt nutzbares Removal mit Rang-6-Option. Wenn das nicht die witzigste Karte aller Zeiten ist, habt ihr keinen Humor. Bleibt nur eine Frage: Wann kommt der Stufe 12 "Hangry Burger"?
Platz 4: Ich glaube ich werde gaga

Okay, nachdem wir uns jetzt zwei Abschnitte lang herzlich amüsiert haben, widmen wir uns wieder ein paar ernsthaften Karten, versprochen. Wobei es gar nicht so einfach ist, Karten ernst zu nehmen, deren Namen vor allem aus Nonsens wie „Gagaga“ und „Dododo“ bestehen. Vor allem, wenn der bevorzugte Weg, anzuzeigen, dass eine Karte neu und besonders ist, ist NOCH MEHR Silben dran zu hängen. Nichtsdestotrotz, das Yuma-Gedöns ist das Aushängeschild des Sets, und es liefert durchaus ab. Weil ich aber nicht den ganzen Tag Zeit habe und will ich mich auf die beiden eindeutigen Highlights konzentrieren. Da haben wir zum einen das abgebildete Gagagaga Girl. Mit einem zu viele sinnlose Silben umfassenden Monster als Material kann sie eines derselben abhängen, um eine Gagaga- Onomat- oder „Xyz“-Karte zu suchen. Höhepunkte sind dabei unter anderem Utopische Onomatopoesie, die mal eben bis zu 4 Monster von der Hand beschwören kann, Onomatopoesie-Paar, das zwei Monster auf einmal suchen kann, Xyz-Änderungstaktik zum Ziehen oder die neue Xyz Unbreakable Barrier, ein Feierliches Urteil-Verschnitt. Wenn Gagagaga Girl ihrerseits als Material Nummer F0: Utopische Dracho-Zukunft benutzt wird kann sie dieser außerdem einen zweiten Angriff verschaffen.
Das andere Highlight Gogogo Goblindbergh, ein fantastischer Starter. Wird er als Normalbeschwörung beschworen, kann man ein Nicht-Krieger-Gogogo-Monster (dadurch wird leider auch Utopische Onomatopoesie ausgeschlossen) als Spezialbeschwörung vom Deck beschwören. Wird er weiterhin als Xyz-Material abgehangen, kann er ein Dododo-Monster vom Deck suchen. Zum Beispiel den praktischerweise ebenfalls neuen Dodododo Warrior, den man ganz einfach als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören und seine Stufe auf 4 reduzieren kann. So ein Zufall.
Platz 3: Spiegelkabinett des Drachen

Ein Dauerbrenner der letzten paar Sets war das Primite-Thema. Es liefert aber auch zuverlässig solide und interessante Karten ab. Ihr mögt euch jetzt fragen, warum ich Primite Fusion so hoch ansiedle, wo doch Spiegel des Drachen seit Urzeiten im Spiel ist ohne jemals nennenswerten Eindruck hinterlassen zu haben. Diese Frage ist… berechtigter, als ich es gerne zugeben würde. Aber ein paar Vorteile hat Primite Fusion schon. Vor allem natürlich, dass man auch Monster aus der Banish pile heraus fusionieren kann, was vor allem in Zeiten der zurückgekehrten Dragon Rulers schmackhaft ist. Dann werden die Monster ins Deck zurückgemischt statt verbannt. Hilfreich zum Beispiel in Blue-Eyes-Decks, die nie im Leben ihre Blauaugen verbannen würden, um Blauäugiger Zwillingsausbruch-Drache zu beschwören, mit Primite Fusion aber stattdessen ihre Engine resetten können.
Vor allem aber ist Spiegel des Drachen so gar nicht suchbar, während Primite Fusion die doppelte Engine-Anbindung erhält, und neben den eigenen Themenkarten auch durch Zeug wie Hüter der Drachenmagie gesucht werden kann. Sie verlangt zwar auch mindestens ein normales Monster als Material aber hey, außerhalb entsprechender Engines würde man eh keine der beiden Karten spielen.
Einmal ganz abgesehen davon ist Primite Fusion der perfekte Kompromiss, um Shoutouts an die gleich drei irgendwie interessanten potenziellen Ziele zu geben, die gleichzeitig rauskommen. Der Themeneigene Primite Dragon Nether Berzelius erinnert irgendwie an Chimeratech-Überdrache und schreit geradezu danach, in irgendwelche unkonstanten Spielereien mit Fortgeschrittene Ritualkunst verwickelt zu werden. Secreterion Dragon verlangt ein Drachen- und ein Hexer-Monster und fungiert als Floodgate gegen dieselben, kann sie aber auch vom Friedhof beschwören. Das ernsthafteste Ziel dürfte aber First of the Dragonlords sein. Der verlangt 3 beliebige normale Monster als Materialien, ist mit seinen saftigen 3700 ATK von anderen Monstereffekten unberührt und kann nebenbei auch noch immer wieder einen Schwerer Sturm heraufbeschwören.
Platz 2: DER Star des Sets?

Geil, neuer Synchro-Spam! Warum mich das immer wieder so in Aufregung versetzt, wo ich doch erst vor 5 Abschnitten erklärt habe, mit Kombo-Decks nichts mehr anfangen zu können, weiß ich selber nicht so genau. Vielleicht ist es der selbe Grund, aus dem ich immer noch Blink-182 höre. Vielleicht ist es die Fantasie einer magischen Zukunft, in der Quasarschnuppen-Drache bauen wieder das beste und einzige ist, was man mit einem Haufen Synchromonster machen kann. In dieser Hinsicht jedenfalls ist THE Star Ham ein Geschenk des Himmels. Er ist ein generisches Synchromonster der Stufe 3. Wird er als Synchrobeschwörung bechworen, kann man zum Preis einer Handkarte eines der Synchromaterialien wieder vom Friedhof beschwören, wobei es als Empfänger behandelt wird. Besonders lustig mit Zeug wie Abstimmgeschirr, das die verlorene Handkarte gleich wieder herstellt. Aber damit hört das Spammen noch nicht auf. Liegt THE Star Ham im Friedhof, vermeintlich, weil er als Synchromaterial benutzt wurde, kann man ihn einfach nochmal beschwören! Okay, das ganze kostet einen noch einmal zwei Handkarten. Für das volle Programm muss man also 3 Handkarten investieren, was durchaus kostspielig ist. Zum Glück haben klassische Synchrospam-Decks Mittel und Wege, das zu kompensieren. Idealerweise sollte beispielsweise T.G. Hyperbibliothekar auf dem Feld sein und für einen ständigen Strom neuer Karten sorgen. Idealerweise sind darunter welche, die die gar kein großes Problem damit haben, im Friedhof zu sein. Viele der alten „Helden“ (oder Schurken?) wie Aufblühende Blumenzwiebel, Löwenzahn-Löwe und Stufenfresser weilen zwar nicht mehr unter uns, aber Jetsynchron, Sternenstaub-Synchron, Stachelschrauben-Igel, Seuchenverbreitender Zombie und Büroboter 001 sind immer noch da und warten auf ihren Einsatz.
Platz 1: Vielleicht lieber Morgan

Mein Platz 1 erfolgt heute mit Ankündigung. Es ist unschwer zu erraten, was meine absolute Lieblingskarte des Sets ist. Tatsächlich kann ich – glaube ich – behaupten, dass ich mich seit sehr langer Zeit auf keine neue Karte so sehr gefreut habe wie auf Morgana the Witch of Eyes. Nicht nur ist sie genau mein Typ verdammt stark, sie etabliert, was bis vor kurzem höchstens ein Gimmick war, endgültig als einen ganz neuen Spielstil. Aber gehen wir erst noch einen Schritt zurück. Denn auch, wenn Morgana einen weitaus ansehnlicheren Platz 1 abgibt, sie ist mindestens auf einer Stufe zu sehen mit dem mitgelieferten Spielzeug Guilt Gripping Morganite. Wie seine Vorgänger Zeitzerreißender Morganit und Unterwerfungslied-Morganit gibt der einem für das ganze Duell zwei Effekte, wenn man dafür vereinfacht gesagt auf Handtraps verzichtet. Nur wirken die anderen zwei Morganites geradezu lächerlich im Vergleich zum neuen im Bunde. Die Effekte: Man braucht keine Tribute für Normalbeschwörungen zu verrichten und keine LP für die Aktivierung von Zauber- und Fallenkarten zu bezahlen. Das heißt volle Kanone Solemn-Brigade. Und noch länger ist die Liste von hochstufigen Monstern, die man dann plötzlich in jedes Deck integrieren kann. Sie schließt beispielsweise Herrscher der Eitelkeit, Majestätsunterweltler, Nebeltal-Goldadler, Lady Labrynth von der Silberburg, Mare Mare, Superantiker Tiefseekönig Coelacanth, Entzauberer und Yamata-Drache mit ein. Fassen wir also zusammen: Mit allen drei Morganites im Spiel spielt man mit folgenden Regeln: Man kann zwei Normalbeschwörungen durchführen. Man zieht in der Draw Phase 2 Karten. Alle Monster können bis zu zwei andere Monster angreifen. Alle Monster fügen doppelten Kampfschaden zu. Monster der Stufe 5 oder höher benötigen keinen Tribut. Man zahlt keine LP für die Aktvierung von Zauber- und Fallenkarten.
Lässt man sich das so auf der Zunge zergehen, erscheinen die Einschränkungen geradezu lax: Man kann immer noch nach Lust und Laune Spezialbeschwören und Monstereffekte auf dem Feld und im Friedhof nutzen. Nur halt nicht von der Hand. Selbst richtige Fallen-Handtraps wie die Dominus-Karten oder Unendliche Unbeständigkeit bleiben zulässig. Im Grunde stellt die Morganite Engine aus allen vier Karten in maximaler Ausführung also wirklich eine Alternative zu Handtraps dar (sie nimmt auch ähnlich viel Platz ein…), solange das Deck von Haus aus ohne Monstereffekte in der Hand funktioniert.
Nun aber mal endlich zu Morgana the Witch of Eyes, denn auch die ist weit über schnöde Waifu-Witze erhaben. Sie ist der Klebstoff, der die Engine zusammenhält. Wird sie beschworen, kann man einen beliebigen Morganite suchen. Das ist wichtig, denn man möchte möglichst schnell alle drei zusammen haben. So sehr, dass man in einem designierten Morgana-Deck unironisch Beschwörermönch spielen könnte, denn überschüssige Morganites haben auch Friedhofs-Effekte. Greift der Gegner an, kann man weiterhin einen Morganite vom Friedhof verbannen, um den Angriff zu stoppen. Ohne once per turn, also so lange, bis einem halt die Ziele ausgehen. Hat man alle drei im Friedhof oder verbannt, werden dann zu allem Überfluss auch noch die ATK aller gegnerischen Monster zu 0.
So schaurig das alles klingt, das Ganze hat auch seine Tücken. Auch wenn sie sich alle Mühe geben, es klein zu halten, doppelte oder dreifache Kopien der Morganites können immer noch schnell zu Bricks zu werden. Und ohne Handtraps könnte es schon schwierig werden, den Gegner going 2nd am Aufbau seines Felds zu behindern (wobei Monster-Handtraps vor dem ersten Stein theoretisch sogar nutzbar wären). Man kann eben keine 15 Kopien von Unendliche Unbeständigkeit und Lieder der Beherrscher spielen. Nichtsdestotrotz sind die Karten für mich ohne jeden Zweifel das Highlight des Sets.
Dishonorable Mention

Nach all dem hochkarätigen Synchro-Support, den ich in dieser Liste und den letzten Jahren immer wieder hochgehalten habe, ist es nur fair, auch mal die Kehrseite der Medaille zu betrachten. Denn auf jeden THE Star Ham oder Mind Procedure kommt ein Psychic Omnibuster oder so. Ich gebe zu, eine Dishonorable Mention zu finden war dieses Mal gar nicht so leicht, es fehlt einfach eine Lineare Gleichungskanone. Aber hey, ist jetzt nicht so, als ob Psychic Omnibuster gut wäre, also los. Es ist ein TCG-exklusives Stufe-7-Synchro, das man sich auch hätte sparen können. Als Material verlangt er einen Empfänger und einen Psi-Nichtempfänger. Er ist also nichtmal generisch. Dazu bietet er überaus mittelmäßige Stats und einen ebensolchen Effekt. Jedes Mal, wenn der Gegner einen Karteneffekt aktiviert, kann man 2000 LP bezahlen, um sich eine zufällige Karte von der gegnerischen Hand anzusehen und zu raten, welche Kartenart es wohl ist. Rät man richtig, kann man einen von zwei Effekten nutzen, wobei uns nur derjenige interessiert, mit dem wir die Karte bis zum Ende des Zuges verbannen können. Trotzdem: Das sind ne Menge Punkte für einen temporären Effekt, der auf Glück basiert! Zwar kann man den Effekt theoretisch zigmal pro Zug triggern, ihn unter Standardbedingungen aber nur dreimal tatsächlich nutzen. Immerhin: Das ist ein ziemlich schneller weg, die LP für Zeug wie Lebensausrichter runterzubrennen, aber das ist nicht unbedingt etwas, das für die Karte spricht.
Und ja: Es gibt mildernde Umstände. Decks basieren heutzutage gut und gerne mal zu zwei Dritteln aus Monstern, die Chance, richtig zu raten, ist also durchaus real (umso ärgerlicher, wenn nicht!). Drei Karten aus der Hand ziehen, wenn auch nur temporär, ist schon ganz beachtlich, und wenn man seine LP vorher mit </span>G<span style="font-family: Calibri, sans-serif;">eisterschwester und gruseliger Hartriegel oder so auf unendlich gesteigert hat, wird es wirklich nervig. Es bleibt trotzdem ein zutiefst mittelmäßiges und aktiv unspaßiges Bossmonster, von daher kann ich mit dieser Platzierung gut leben.
Honorable Mentions:

Uff, die gibt es ja auch noch. Wobei, gibt es sie? Eigentlich bin ich mit meiner Top 10 ziemlich zufrieden, ein Top 10-Set ist es jedenfalls nicht. Aber ja, ein bisschen was gibt es schon noch zu erwähnen. Den Lunalight-Support zum Beispiel. Mal wieder so ein Deck, das mich aktiv abstößt. Ich habe ja an sich nichts gegen Furries, aber ich bin halt keiner. Und der Support ist ganz gut, glaube ich. [y]Lunalight Silver Hound liest sich jedenfalls absurd stark mit seinem floating vom Deck + Omni-Negate vom Friedhof. Lunalight Perfume Dancer ist außerdem ein recht niedrigschwelliges Fusions-Monster, das die beste (?) Supportkarte des Decks, Mondlicht-Parfüm suchen kann. Und auch Lunalight Masquerade liest sich nicht schlecht, mit ihrer Mischung aus Törichtes Begräbnis, König des Sumpfes und Wunderfusion. Weiter im Text. Auch Burning Abyss bekommt neuen Support, wie schon damals mit Fremdenführerin aus der Unterwelt oder Teuflischer Nashornkrieger in allem außer dem Namen. Buio the Dawn’s Light und Luce the Dusk’s Dark widmen sich dabei vor allem der Aufgabe, dem Deck mehr Extender zu geben und dabei die alte Einschränkung auszuhebeln, dass sie sich selbst zerstören, wenn Fremdlinge anwesend sind. Sie kommen zusammen mit Mutiny in the Sky, einer besseren Wunderfusion für die überraschend guten und zahlreichen Unterwelter-Fusionsmonster (und Feen, falls jemand fragt). Mit Ukanomitsune-no-Onari kann Schnellzauber vom Friedhof zurückholen, die Karte leidet aber darunter, nicht völlig generisch zu sein. Sudden Thunder Swamp kann hingegen permanente Fallen, die sich selbst als Monster beschwören, vom Deck oder Friedhof setzen und außerdem einmal pro Zug eine beliebige zerstörte Karte direkt durch eine weitere Kopie ihrer selbst ersetzen. Spirit Hunter ist eine recht interessante permanente Fallenkarte, vor allem deswegen, weil sie jedem Deck, das dem Gegner gerne Monster unterjubelt, die Macht verleiht, ein beliebiges Stufe-4-oder-niedriger vom Deck zu beschwören. Und dann ist da noch das Duo aus Stufe-1-Licht-Krieger-Monstern: Kaibaman the Legend und Steel-Stringed Sacrifice. Letzterer sieht zwar wie ein Depp bei einem Meet & Greet aus, der zum ersten Mal in seinem Leben eine Gitarre hält, ist aber eine recht interessante moderne Baumfrosch-Variante, die sich im selben Zug vom Friedhof auf die Hand zurückgeben, von der Hand beschwören und vom Friedhof verbannen kann, um stattdessen ein Monster der Stufe 5 oder höher vom Friedhof auf die Hand zurückzuholen. Mann muss dafür nur schön brav Monster der Stufe 5 oder höher vorzeigen können. Die meiste Aura besitzt aber eindeutig Kaibaman the Legend. Der kann auf Beschwörung einen Blauäugiger w. Drache vom Deck beschwören, mit dem einzigen Nachteil, dass man drei Stück von ihnen spielen muss. Ich sehe ihn als einen Coolness-Preis für diejenigen Blue-Eyes-Spieler an, die wie Kaiba es gewollt hätte alle drei ultimativen Zerstörungsmaschinen spielen, statt der zwei Kopien, die irgendwelche langweiligen Competitive-Spieler einem empfehlen würden.
Competitive Mentions (feat. Deckcreator16):

Hallo Leute,
wie gewohnt übernehme ich auch diesmal wieder die Competitive Mentions. Und auch wenn das Set auf dem ersten Blick (aus competitiver Sicht) recht schwach wirkt, gibt es doch einige Karten, welche das Potenzial besitzen, sehr gut zu werden. Aber fangen wir einfach direkt an:
Die größte Aufmerksamkeit bekommt vermutlich der neue Vanquish Soul Support, welcher mit Vanquish Soul Hollie Sue als teuerste Ultra Rare des Sets gehandelt wird. Dieses Deck wird spätestens mit dem kommenden K9-Support eines der besseren Decks im Format. Doch dadurch das wir die K9-Karten später erhalten werden, als in Japan, könnte es durchaus passieren das auch pure Versionen nun einige Siege erzielen können. Aber auch Vanquish Soul, Start! ist als Spielfeldzauberkarte nicht nur besonders gut suchbar, sondern hat einen Effekt, mit dem man sich weitere Vanquish Soul Monster suchen kann, wenn man bereits einen kontrolliert und beispielsweise gekontert wurde. Dies erhöht die Konstanz weiter und kann dank eines Zusatzeffektes auch die Zerstörung der eigenen Monster verhindern. Und gerade da die TCG-Variante fürs erste etwas anders aussieht, könnte auch das neue XYZ-Monster Vanquish Soul Rocks eine Chance haben, Platz zu finden, da in den K9-Varianten hierfür einfach der Platz fehlt. Dabei dient er als eine Chaos-XYZ für die eigenen Effektmonster und dem Linkmonster und kann weitere Karten zerschießen (falls ein Erde-Monster verwendet wurde). Oder man greift mit ihm an und wirft anschließend einen Göttliches Arsenal AA-ZEUS - Himmelsdonner darauf, um sofort das komplette Feld einzureissen oder für den Folgezug aufzuheben.
Ansonsten haben auch die neuen Sky Striker Karten große Aufmerksamkeit erregt. Leider muss man hinzufügen, das immer noch Sky Striker Ace - Camellia fehlt, was die Stärke dieses Decks etwas dämpft, da sie dazu dient, nötiges Friedhofs-Setup für Sky Striker Special Maneuver - Lemnisgate! zu erzeugen. Mit diesem Linkmonster wäre die neue Zauberkarte ohne Probleme eine 2- oder 3-off, doch ohne hat sie wohl nur Platz in einfacher Ausführung. Doch auch das neue Link-Monster Sky Striker Ace = Zero hat eine Menge Potenzial, da sie nicht nur sofort suchen kann, sondern mit ihrem Quick Effekt auch noch als Interrupt fungieren kann und so Himmelsjäger-Ass - Shizuku fast vollständig verdrängen wird.
Etwas unter dem Radar laufen zwei Themen: der neue "Gagaga"-Support wird alleine nichts reißen können, doch da es sich um XYZ-Support handelt, könnte es einen Platz in Ryzeal-zentrierten Decks finden, die sich nicht auf die Mitsurugi-Karten verlassen wollen. Das gleiche wird ja bereits mit Heraldic gemacht und nun könnten die vergleichsweise schwächeren Heraldic-Karten mit diesen Karten ersetzt werden.
Auch unter dem Radar fliegen die neuen Lunalight Karten. Dabei tauchen diese bereits jetzt im OCG immer wieder auf den Breakdowns der Road of the Kings Metagame Reports auf. Zwar nur mit einem Prozentsatz zwischen 2 und 5 %, doch sind dies Zahlen die einst auch Memento in Japan eingenommen haben, während es bei uns in einem Format ohne Maxx „C“ besser performt hat. Habt also auch hier ein Auge drauf.
Ebenso ist auch kurzweilig das neue Artmage im OCG als Deck aufgetaucht. Und selbst wenn es nicht jetzt performt kann dies ja noch mit weiteren Supportwellen folgen.
Abschließend würde ich noch kurz zwei Karten erwähnen wollen. Einmal hätten wir hier Vallon, the Super Psy Skyblaster, welcher nicht nur als Common die wohl günstigste Metarelevante Karte sein dürfte, sondern wird sie auch später in Decks mit der K9-Engine einiges an Play sehen. Und die letzte Karte die ich erwähnen möchte ist [y='Miracle Raven'][/y]. Grundsätzlich ist es ja immer besonders schwer die Spielstärke von World Premiere Karten korrekt einzuschätzen, doch dadurch das Mitsurugi zu den aktuelle besten Decks zählt, würde es mich nicht überraschen, wenn dieses Ritual-Pendelmonster, welches auch seine eigene Ritualzauberkarte ist, auch Play in diesen Mitsurugi-Decks finden wird.
Damit soll es dann aber auch von meiner Seite sein. Ich gebe dann wieder zurück an unseren Leseleff und verabschiede mich erstmal.
Schlusswort:
So, das war's erstmal wieder. Wie immer vielen Dank an dich, Deckcreator16, für deinen Sachverstand. Und natürlich an euch alle fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was sind eure Highlights aus Duelist Advance? Glaubt ihr, das Burning Abyss- oder das Sky Striker-Deck wird zuerst sterben? Und was sind eure Top picks für Morganite-Troll-Decks? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
- Leseleff -