Top 10 DOOD - Die Highlights aus Doom of Dimensions

Platz 10: Buch gefällig?

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Anfangen möchte ich mich mit Sphinx of the Cycle, einer unnötig komplizierten Karte, wenn man bedenkt, wie wenig davon wirklich relevant ist. Wird die Kampfposition eines Monsters auf dem Feld geändert, kann man Zeug machen, je nachdem, wo die Sphinx sich gerade befindet. Ist sie auf der Hand oder im Friedhof, kann sie als Spezialbeschwörung beschwören, indem man eine Zauberkarte vom Friedhof verbannt. Ist sie schon auf dem Feld, kann man eine Karte auf die Hand zurückgeben. Außerdem kann man in der eigenen Main Phase, wenn sie auf dem Feld liegt, ein Buch des Mondes oder Buch von Taiyou vom Deck oder Friedhof setzen. Ja richtig, unsere Sphinx kann Buch des Mondes suchen, das ist der relevante Teil. Und während Buch von Taiyou schon vor 20 Jahren schlecht war und damals wie heute höchstens dem Zweck diente, Blödsinn mit Verwandlungskrug und Cyberdose anzustellen, hat sich Buch des Mondes als zeitloser Klassiker erwiesen. Na ja, eine echte Staple wird wohl nicht noch einmal aus ihm werden, aber es ist erstaunlich gut gealtert, vor allem deshalb, weil es als einer von ganz wenigen der alten Schmöker sowohl going 1st als auch going 2nd nützlich sein kann. Goind 1st wie eine Falle in der Backrow gespielt, goind 2nd, um gegnerische Interruptions zu entschärfen (oder zumindest rauszulocken). Mit einem kleinen Bonus: Dank Sphinx of the Cycles erstem Effekt wird das von ihr gesetzte Buch gleich zur doppelten Interruption, da es zusätzlich den Bounce-Effekt triggert.

Nun, da das geklärt ist, ist es die Sache wert? …Wahrscheinlich nicht, aber das hier ist ja auch nur Platz 10. Das Verbannen einer Zauberkarte ist meistens kein Problem, man muss sie halt haben, was aber höchstens ungewöhnlich ist, wenn man Labrynth spielt. Traurigerweise ist genau das das aktuelle Deck, in dem ich die Sphinx noch am ehesten gesehen hätte, da Stufe-8-Extender willkommen sind und man es mit Karten wie Wasserloch-Fallgrube kombinieren könnte. Denn tatsächlich ist das mit der Battle Position ändern das größere Problem. Da die Sphinx das Buch vom Deck setzt ist sie eigentlich nur Turn 1 sinnvoll, und man kann halt nicht mal eben die Kampfposition seiner frisch beschworenen Monster ändern. Ich meine, man kann irgendwelche Extra Deck-Monster dafür spielen, zum Beispiel Photonenfalter-Agent, Kalliberschwert-Drache oder die ebenfalls neue Tri-Brigade Arms „Mouser“… aber will man das? Nein, Sphinx of the Cycle wird wohl in den Mottenkisten verschwinden, zumindest bis mal wieder ein gutes Deck erscheint, das aus sich selbst heraus Turn 1 Kampfpositionen ändert, zum Beispiel als „Kosten“ à la Goblindbergh. Aber eine coole Karte ist sie trotzdem.



Platz 9: Join me in Graveyard

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Auf Platz 1 der Emo-mäßigsten Karten aus Doom of Dimensions haben wir Tragic Twin Twined Jewels, einen Ausrüstungszauber, der mein Herz als alter Fanfiction-Autor höher schlagen lässt. Von der Funktionsweise her erinnert er an eine spicier version von Ring der Zerstörung. Man kann mit ihnen ein eigenes Monster ausrüsten, das als Spezialbeschwörung vom Extra Deck beschworen wurde. Beschwört der Gegner dann ein Monster mit mehr ATK, kann man beide zerstören und beiden Spielern Schaden in Höhe der kombinierten ATK beider zufügen (geworded wie beim Ring, sodass im Fall eines Unterschiedens du verlierst). Mit anderen Worten: Die Zauberkarte kann einem Monster eine zusätzliche Interruption geben, oder einem anderen Monster eine zusätzliche Funktion als solche spendieren. Besonders geeignet sind daher Monster, die beispielsweise eine Extender-Funktion einnehmen, und dabei am besten selbst möglichst wenig ATK haben. I:P Maskerena und S:P Kleine Ritterin, die beiden Stars der Niedrig-ATK Extra Deck-Monster, fallen leider raus, weil sie sich für ihre Effekte vom Feld entfernen, bevor die Zauberkarte wirken kann. Aber ein geeignetes Ziel könnten z.B. Daigusto Emeral oder die diversen Charmer-Links sein.

Bleibt die Frage, warum Tragic Twin Twined Jewels spielen sollte, statt einfach direkt Ring der Zerstörung. Das ist mal wieder eine bessere Frage, als ich es zunächst erwartet hatte. Tatsächlich ich es schwer, offensichtliche Vorteile des Ausrüstungszaubers gegenüber der 20 Jahre alten Falle zu finden, wobei es aber nicht so ist, dass die inzwischen eine schlechte Karte ist. Käme sie in jetziger Form neu heraus, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie es auch ins Ranking schaffen würde. Wie auch immer. Ein Unterschied ist, dass Tragic Twin Twined Jewels deutlich mehr Schaden anrichten können. Das ist allerdings ein Zweischneidiges Schwert, ihr kriegt ja beide den Schaden, was unterm Strich vor allem bedeutet, dass die Chance steigt, dass man den Effekt schlicht nicht benutzen kann, weil er einem sonst das Spiel kosten würde. Dem gegenüber steht, dass sie im Gegensatz zu einer Falle offen einsehbar ist, und dass sie nur gegen Monster etwas nützt, die vom Extra Deck beschworen wurden. Mal ganz abgesehen von awkwarden Fällen, wie dass das entscheidende Monster des Gegners zu wenig ATK hat, oder dass man abwarten muss, bis das eigene Monster seine primäre Funktion erfüllt hat, bevor man die Interruption zünden kann. Wenn die Karte eine Nische hat, dann als brauchbarer generischer Ausrüstungszauber, falls man irgendwelche Ausrüstungszauber im Deck braucht. Das Premium-Beispiel dafür war natürlich bis vor kurzem Isolde, Heldin zweier Edler Rittergeschichten, aber es gibt noch mehr. Beispielsweise Werkzeug-Tapferdrache oder eine neue Kartenserie, über die ich vielleicht noch einmal in den oberen Plätzen zu sprechen komme.



Platz 8: Diese Rituale rocken

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Ach ja, die Themendecks, die machen immer am meisten Arbeit. Eines der Decks, die hier Support bekommen, sind die Megaliths. Aufgrund der coolen Artworks und ihrer ungewöhnlichen Spielweise waren die schon immer auf der langen Liste mit Decks, mit denen ich mich irgendwann mal auseinandersetzen wollte, es aber nie getan habe. Von daher: Warum nicht jetzt? Das ganze funktioniert vereinfacht gesagt so: Die Stufe-8-Ritualmonster können selbst als Ritual-“Zauberkarten“ von der Hand agieren. Die Stufe-4-Ritualmonster können, wenn sie beschworen werden, Zeug suchen, das neue Stufe-12-Bossmonster Megalith Notrah Plura macht Bossmonster-Sachen, Megalith Phul ist der MVP, die Zauberkarten bieten Unterstützung und die Fallenkarten sind einfach nur peinlich. Aber davon abgesehen, man muss auch kein Experte sein, um zu erkennen, dass Megalith Anastasis ziemlich gut ist. Es ist eine permanente Zauberkarte, mit der man einmal pro Zug nicht eines, sondern 2 Megalith-Monster suchen kann. Dann sollte der Ritualbeschwörung nichts mehr im Weg stehen. Wenn die dann gelingt, kann man einen von zwei weiteren Effekten auswählen. Entweder man zieht zwei Karten und wirft eine ab, oder man bietet ein gegnerisches Monster als Tribut an. Die Karte ist also Sucher, Draw-Engine und Removal in einem. Eine eierlegende Wollmilchsau, wie sie jedes Küchentisch-Deck verdient, und mit Sicherheit ein echter Meilenstein für alle drei Megalith-Fans!



Platz 7: +800

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Weiter geht’s mit einer Karte, die ich immer mehr zu schätzen gelernt habe, je länger ich mich mit ihr befasst habe. Beim ersten Überfliegen dachte ich noch, sie wäre vielleicht eine gute Kandidatin für die „Honorable Picture Waifu“, aber hey, hier sind wir: Platz 7 im Ranking. Ichiko Sayori-Hime ist ein Spirit-Monster, das der alten Tradition folgend auf eine Übersetzung im Namen verzichtet. Kontrolliert man ein Monster mit 800 ATK oder DEF kann man Ichiko als außerplanmäßige Normalbeschwörung beschwören. Wie immer, wenn eine Karte verlangt, dass man irgendein bestimmtes Monster kontrollieren muss, bietet sich dabei zuerst der Blick ins Extra Deck an. Und da kann ich mir mal ein ausführliches Durchforsten der Kartendatenbank sparen, denn mit I:P Maskerena verfügt eine echte Ikone der 2020er-Extra-Deck-Staples über genau diese Statline. Neben ihrer Extender-Wirkung kann Ichiko daraufhin dann ein Stufe-4-Licht-oder-Finsternis-Monster mit 800 ATK oder DEF suchen. Neben Aratama und Nikitama, für die es wohl gedacht aber irgendwie gar nicht so geeignet ist (sie ist aber ihrerseits ein ziemlich gutes Suchziel für Aratama), sind potenzielle Ziele unter Anderem random quasi die gesamten Exosister-, Cyberfinsternis- und Gradius-Verschnitt-Themendecks, Neoraum Connector, Schwarzflügel - Bora der Speer, Beschwörermönch, und, über allem stehend, Phantom-Himmelssprenger und ein echter Helm-Klassiker: Donnerkönig Rai-Oh. Letzterer ist auf dem Papier immer noch eine exzellente Karte, und Tokens spammen geht auch immer. Aber fällt euch was auf? Man muss die Karten irgendwie alle als Normalbeschwörung beschwören. Das heißt, so richtig was bringen tut Ichiko Sayori-Hime eigentlich nur, wenn man zuverlässig ein Monster mit 800 irgendwas beschwören kann, ohne die Normalbeschwörung zu benutzen. Oder man baut halt danach noch Saryuja-Schädelschrecken oder so. Ihr generischer Nutzen hält sich daher in Grenzen, sie ist aber eine unironisch großartige Karte für Exosister, wie wichtig für das gesamte Meta das auch immer sein mag.



Platz 6: Der perfekte Sturm

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Es war im Grunde nur eine Frage der Zeit. In Bezug auf Monster bekommt ja schon länger jedes Shitmon aus den ersten paar Sets in irgendeiner Form Legacy Support, aber auch die Zauber- und Fallenkarten ziehen allmählich nach. Nachdem der Legacy Support für Magischer Zylinder sogar eine prominente Rolle im Anime hatte und selbst fucking Spalt eine Supportkarte bekommen hat (ma boi Manticore of Smashing), geht es jetzt heiter weiter mit Radiant Typhoon Chant, der Stellvertretung für sein Thema. Fangen wir mal mit dem Effekt an, der nicht einen ewig langen Rattenschwanz an weiteren Erklärungen nach sich zieht. Man kann der Hand einen Mystischer Raum-Taifun von Deck oder Friedhof hinzufügen. Ja richtig, es geht um MST, einer ikonischen Staple der Superlative. Die meistgedruckte Karte aller Zeiten (meine ich, irgendwann mal gehört zu haben, trust me bro), die einzige Zauberkarte, die je in Ghost Rare gedruckt wurde usw. und so fort. Jetzt bekommt sie also ein eigenes Themendeck, womit der anstrengende Teil des Beitrags beginnt, denn alternativ zum Mystischen Raum-Taifun kann man ein Radiant Typhoon-Monster der Stufe 4 oder niedriger suchen. Die können sich erst einmal alle als Spezialbeschwörung beschwören, wenn man MST im Friedhof hat oder der Gegner keine Zauber- oder Fallenkarten kontrolliert. Gerade letzteres ist nicht allzu schwer. An Zielen ist vor allem Radiant Typhoon Eldam interessant, der die anderen Monster sucht, einschließlich der hochstufigen, wie Radiant Typhoon Fonix, the Great Flame, der, wenn man einen Schnellzauber aktiviert, zwei gegnerische Karten hochgeben kann und Radiant Typhoon Varuroon, the Vibrant Vortex, ein Negate, wenn man MST im Friedhof hat. Beide kann man von der Hand beschwören, wenn man irgendeinen Schnellzauber aktiviert, oder vom Friedhof, wenn es spezifisch MST ist.

Aber auch Radiant Typhoon Chant selbst ist suchbar, durch Radiant Typhoon Swen. In einer möglichen Engine wäre der oder Eldam der Starter. Dazwischen käme Chant, am Ende steht Radiant Typhoon Meghala. Zusammen ergibt das eine 1-Karten-Kombo mit 6 möglichen Startern, die ohne die Normalbeschwörung zu benutzen 3 Monster der Stufe 3 auf das Feld bringt. Einmal ganz abgesehen davon sucht so ziemlich jede einzelne Karte im Deck MST. Wenn schon Legacy Support für irgendwelche 20 Jahre alten Zauberkarten machen, dann gerne so.



Platz 5: Der Quoten-Dino

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Let’s go! Als nächstes habe ich die einzige Karte aus dem TCG-only Segment für euch, und gleichzeitig mein erstes persönliches Highlight. Denn Horned Brute Carnovorus ist Jurassier-Support! Also, in allem außer dem Namen. Er hat sogar das signature Feuer-Attribut. Und er ist ein Synchro-Monster, was gibt es da nicht zu lieben? Als zusätzliche Option ist er zumindest sehr willkommen, weil die neuen Jurassier einen zum Preis ihrer absurden Effekte einschließlich des Beschwörens beliebig vieler Monster vom Deck aufbürden, nur noch Dinos beschwören zu können (don’t threaten me with a good time!). Aber was macht er jetzt? Ich würde gerne mit dem zweiten Effekt anfangen, weil der zur Erklärung einen kürzeren Exkurs benötigt. Erklärt ein Monster einen Angriff, kann man einen Dino von der Hand beschwören. Das klingt zugegeben ziemlich wack, ergibt im Gesamtkonzept aber Sinn. Jedermanns Lieblings-Dino ist nach wie vor Seelenfressender Oviraptor, der jeden beliebigen anderen Dino suchen kann, unabhängig von der Stufe. Der Effekt ist so formuliert, dass auch wir selbst angreifen können, daher lässt er sich relativ einfach absichtlich herbeiführen. Und da er die Beschwörungsbedingungen ignoriert, kann man auch die vorher gesuchten dicken Brocken Ultimativleiter-Tyranno und Overtex-Qoatlus beschwören.

Der zweite Effekt ist eine klassische Abwandlung von Formelsynchron in der Main- oder Battle Phase. Carnovorus selbst ist ein Stufe-6-Empfänger, die Synergie zum ersten Effekt ist offensichtlich. Man kann mit Carnovorus angreifen, ein Monster beschwören, mit dem auch noch angreifen, dann ein Synchromonster beschwören, und mit dem auch noch angreifen! Das mag bisher noch nach Tenpai Dragon auf Temu bestellt klingen, und vielleicht ist es das auch. Aber die Jurassier-Synergie ist noch nicht auserzählt. Der neue Support zielt ja vor allem darauf ab, Jurassier-Meteor im gegnerischen Zug zu spammen. Was man dabei leicht vergisst: Nachdem er das Feld abgeräumt hat, kann er einen Empfänger vom Friedhof beschwören. Da bietet sich ein nettes Dino-Synchromonster mit 2000 ATK doch an! Wenn man es dann noch irgendwie schafft, eine Stufe 4 zu behalten (z.B. durch Jurassier-Vulkan, Untergegangene Welt oder indem ein Baby auf dem Feld war), kann man gleich Jurrac Astero hinterher beschwören, der dann Spezialbeschwörungen aufhalten oder, weil’s so lustig war, einfach nochmal Jurassier-Meteor beschwören kann. Selten haben Aussterbeereignisse so viel Spaß gemacht.



Platz 4: Geliebter Hass

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Und noch so ein cooles Synchromonster! Let’s gooo. Platz 4, wobei wir, wenn es nach mir ginge, eigentlich auch hier schon aufhören könnten. Die Bereiche in unserem Gehirn, die Liebe und Hass steuern, liegen ja, wie wir aus einschlägigen Küchenpsychologischen Quellen wissen, direkt nebeneinander. Da verwundert es nicht, dass meine Gefühle gegenüber Rage Rose Witch (im vorläufig übersetzen Namen noch Hate Rose Witch) sich sehr nach Liebe anfühlen. Kaum zu glauben, aber beim ersten Lesen war ich noch ein bisschen enttäuscht. Wieder Aki-Support, aber wieder kein Majestätischer Rosendrache, kein Schwarzer Rosendrache/Angriffsmodus, kein Rosendrache, der einen nennenswerten Beitrag zum Spiel leistet, nachdem er das Spielfeld betreten hat, stattdessen noch eine botanische Synchro-Waifu. Aber dann habe ich mich näher mit dem Effekt befasst, und ich habe schon wieder mein Herz verloren. Wie unser letzter Beitrag ist Rage Rose Witch einfach mit beliebigen Materialien beschworen, deren Stufen 6 ergeben. Ist das geschafft, kann sie jeweils ein Pflanzen-Monster von Deck und Extra Deck auf den Friedhof schicken. Noch vor ein paar Wochen wäre das jetzt der Zeitpunkt gewesen, wo ich mich in einen intensiven Rant darüber hineinsteigere, dass Aufblühende Blumenzwiebel immer noch verboten ist. Aber nichts ändert sich so schnell wie die Lage, und tatsächlich wurde unserer aller liebste Blumenzwiebel als letzte Geisel der großen Needlefiber-Krise mit der jüngsten Banlist wieder Amnestie gewährt. Was Rage Rose Witch gleich attraktiver macht, auch wenn das kaum möglich erscheint (wobei Aufblühende Blumenzwiebel at home, Fengli das Soldaprom den Job hier im Zweifel auch getan hätte). Aber wozu sich überhaupt damit aufhalten, Bulb direkt in den Friedhof zu schicken. Ebenfalls neu ist nämlich Vengeful Witch, die auch den wesentlichen Aha-Moment des neuen Supports bei mir ausgemacht hat. Nach den vergangenen Wellen Aki-Support hätte ich irgendwie nicht erwartet, dass sie tatsächlich eine Pflanze ist, oder ihr Effekt sich tatsächlich aktiviert, egal von wo sie auf den Friedhof geschickt wird. Jedenfalls kann sie zu vernachlässigbaren Bedingungen ein Pflanzen-Monster mit bis zu 1500 DEF vom Deck beschwören. Klingelt was? Das schließt neben allen relevanten Empfängern auch Einzelfeuer-Blüte mit ein, also de facto schlicht jede Pflanze im Spiel. Man kann also ganz wie Cristron Halqifibrax Bulb beschwören, um sie dann später nochmal vom Friedhof zu beschwören. Was das Ziel vom Extra Deck angeht, so gibt es zwei relevante Ziele, beide aus dem Aki-Kosmos. Gartenrosenmädchen kann sich selbst aus dem Friedhof verbannen, um ein Rosendrachen-Monster oder ein Drachen-Synchro vom Friedhof zu beschwören. Die ebenfalls neue tatsächlich-Pflanze Bramble Rose Dragon macht das gleiche, bloß mit Pflanzen-Empfängern der Stufe 4 oder niedriger. Wisst ihr also, was witziger ist, als Aufblühende Blumenzwiebel zweimal zu beschwören? Sie dreimal zu beschwören! Sollte Bramble Rose Dragon auch mal das Feld betreten, kann er übrigens ordentlich rumtrollen, indem er dem Gegner erst 600 Burn-Schaden für jeden Monstereffekt reindrückt, und sich dann irgendwann gegen den guten alten Schwarzer Rosendrache austauscht, um das Feld zu sprengen.

….Aber zurück zu Rage Rose Witch. Die hat nämlich noch mehr Effekte. Zum Beispiel, das Pflanzen-Monster, die man kontrolliert, nicht durch Karteneffekte zerstört werden können, einschließlich natürlich der eigenen Schwarzer Rosendrachen. Auch hier ergibt sich wieder Synergie mit einer weiteren neuen Karte, nämlich Black Rose Garden, der alle Monster auf dem Feld zu Pflanzen macht. Somit zerstört Schwarzer Rosendrache nur noch das gegnerische Feld und die eigene Backrow, wodurch Black Rose Garden dem Gegner noch einmal 2400 Punkte Schaden reindrückt. Und zu guter Letzt hat unsere Hexe selbst auch noch einen Friedhofs-Effekt. Sie kann sich selbst von dort zurückholen, wenn eine Karte irgendwo auf dem Feld durch einen Karteneffekt zerstört wird. Klingt doch machbar.



Platz 3: We are DoomZed

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…puh, das war lang. Aber nun haben wir es aufs Treppchen geschafft, und wenn Rage Rose Witch es trotz überzeugendem Effekt und Favoriten-Bonus nicht bis hierher geschafft hat, müssen die folgenden Karten wohl gut sein, oder? Ich finde schon. Den Anfang macht der Vertreter eines zweiten komplett neuen Themendecks, DoomZ V Five - Amalthe. Die DoomZs insgesamt sind ein Beispiel für das Erfolgsmodell der letzten Jahre von Deckthemen, die eigentlich nur eine kleine Engine sind, die man in andere Decks schmeißen kann, und bei denen es sich meist um 1-Karten-Kombos handelt, die in irgendeinem überpowerten Bossmonster enden. In unserem Fall ist der Starter DoomZ V Five - Amalthe. Wird der als Normal- oder Spezialbeschwörung beschworen oder durch einen Karteneffekt zerstört, kann man ein anderes DoomZ-Monster vom Deck suchen. Amalthe selbst hat dabei im Gegensatz zu seiner Konkurrentin K9-17 Izuna zwar keine eingebaute Beschwörungs-Methode, aber er ist ein Drache, da fällt einem schon was ein. Und im Zweifel kann das folgende auch durchaus die Normalbeschwörung wert sein. Also, weiter im Text. Für die Kombo sucht man DoomZ XII Zero - Drastea, der dann Amalthe zerstört, um sich selbst zu beschwören und mit einer Equip Spell vom Deck auszurüsten. Ja, irgendeiner, auch wenn mir außer Bambusschwert-Spielereien kann wirklich relevante Wege einfallen, das auszunutzen. Also gehen wir einfach vom themeneigenen Ausrüstungszauber DoomZ Command "D.O.O.M.D.U.R.G.". Dessen Feigenblatt-Effekt als Equip Spell erspare ich euch mal, weil wir als nächstes ohnehin den Schnelleffekt von Drastea nutzen, um mit ihm ein Rang-8-Xyz vom Extra Deck zu beschwören, namentlich DoomZ XII End - Drastrius, wobei Drastea sowie seine Ausrüstung als Materialien verwendet werden. Das Bossmonster saugt dann erstmal ein Monster des Gegners ein, sprich, benutzt es als Ausrüstung. Außerdem kann es einmal pro Zug nicht zerstört werden und, wenn der Gegner einen Monstereffekt auf dem Feld oder im Friedhof verwendet, ein Material abhängen und ihn annullieren. Anschließend kann er sich ein weiteres Monster als Ausrüstung schnappen. Und dann gibt es noch den Effekt, den Doomdurg (no way das ich das nochmal richtig ausschreibe) ihm gibt. Dadurch kann nicht als Ziel für Karteneffekte gewählt werden, wodurch er fast Towers-ähnliche Züge annimmt, außerdem kann eine andere offene Karte zerstören, die man kontrolliert (vermutlich eines der Monster, die ihn ausrüsten), um seine ATK auf 3500 zu erhöhen und es ihm zu erlauben, direkt anzugreifen.

Das ist eine Weise, diese Engine durchzuspielen. Prinzipiell geht das alles genauso auch mit DoomZ VII Seven - Elara als Starter, indem man DoomZ Raiders sucht, Elara damit zerstört, um Drastea so zu suchen, und dann Raiders zu zerstören, um ihn zu beschwören. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man zwischendurch ein gegnerisches Monster mit dem Floating-Effekt von DoomZ-Raiders zerstören kann (falls vorhanden, bringt also nichts Turn 1), dafür wird man in Xyz-Monster gelockt. Und sonst? Schafft man es, drei Ausrüstungen auf Drastrius zu kultivieren, kann man Jupiter the Power Patron of Destruction auf ihn legen. Der sieht wahnsinnig cool aus und betritt das Feld auf diese Weise mit 6500 ATK, ist darüber hinaus aber irgendwie bad. Das gilt auch für das Stufe-1-Monster und das Rang-4-Xyz. Insgesamt sehe ich aktuell noch keinen Weg, wie das Deck außer als Engine relevant werden könnte. Shoutouts gehen aber raus an die Falle DoomZ Destruction, mit der man ein DoomZ-Xyz-Monster ausrüsten kann, um ihm zusätzlich noch einen Floodgate-Effekt in Form eines einseitigen Fehler zu geben.



Platz 2: Das Handtrap-Dogma geht weiter

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Mein Platz 2 geht an eine Weltneuheit (glaube ich). Soweit ich weiß gibt es noch keine Handtrap, die man einfach so mit einer Zauberkarte suchen kann. Aber hier sind wir, mit Dogmatika Fleurdelis, the Thunderbolt und Nadir-Diener. Liegt ein Monster auf dem Feld, das vom Extra Deck beschworen wurde (soll vorkommen), kann man die von der Hand beschwören, um eine Dogmatika-Falle vom Deck zu setzen. Was bei solchen Effekten entscheidend ist, ja, man sie noch im selben Zug aktivieren, solange der Gegner ein Fusions-, Synchro-, Xyz- oder Link-Monster mit 2500 oder mehr ATK kontrolliert. Das ist schon eine kleine Hürde, aber letztendlich übersteigen die meisten modernen Bossmonster diese Hürde. Was mich allerdings überrascht hat, wie viele Suchziele die neue Fleurdelis hat. Ich habe schon einen Haufen Arbeit gewittert, aber letztendlich bleiben zwei wirklich relevante Ziele. Eine ist ein weiterer moderner Klassiker, an den ich natürlich sofort gedacht habe: Dogmatika-Bestrafung, mit der man ein gegnerisches Monster + eine weitere Karte, da man mutmaßlich Ältestes Wesen N’tss als Kosten auf den Friedhof schickt, zerstören kann. Auf diese Weise wird Dogmatika Fleurdelis, the Thunderbolt ihrem Ehrentitel als Handtrap gerecht, da sie aus der Hand heraus im gegnerischen Zug eine Interruption bereitstellt, wenn auch über einen Umweg.

Aber ich möchte auch noch Dogmatikaturgie erwähnen. Damit kann man ein Ritualmonster vom Deck beschwören, wobei Material der Stufe 8 passenderweise schon bereitgestellt wird. Man kann also Weißer Ritter der Dogmatika beschwören, der seinerseits im gegnerischen Zug Kopien von Ältestes Wesen N’tss in den Friedhof schicken und dabei das gegnerische Extra Deck ausdünnen kann.

Das Ganze läuft natürlich, wie man es von den Dogmatikas kennt, ohne dass man selbst Zeug vom Extra Deck beschwören kann. Von einer wirklich generischen Engine kann also nicht die Rede sein, aber für Decks, die ohnehin ohne Extra Deck auskommen, ist es sicher eine Option. Klingt wie Labrynth-Variante in der Mache.



Platz 1: Abwärtsspirale in den Handtrap-Dschungel

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Okay, kommen wir nun zu Platz 1. Es ist Dominus Spiral. Ja, irgendwie sind die Dominus-Karten inzwischen kalter Kaffee. Ist Dominus Spiral nun also die beste von allen? Eher nicht. Aber ist Doom of Dimensions das beste Set von allen? Auch nicht. Und interessant ist sie zumindest, in einem Vakuum betrachtet. Was also macht das neueste Suchziel für Lieder der Beherrscher? Zunächst einmal muss man grollend feststellen, dass die Bedingung, unter man sie von der Hand aktivieren kann, nicht mehr so großzügig ist wie noch bei Dominus-Säuberung und Dominus-Impuls, wo sie ja quasi nichtexistent war. Stattdessen fordert Dominus Spiral, dass der Gegner bereits einen Monstereffekt in der Hand oder auf dem Friedhof aktiviert hat. Das wird im Laufe der Kombo schon früher oder später passieren, aber eben nicht sofort. Mit anderen Worten: Man kann die Handtrap nicht völlig nach Belieben platzieren. Ihr eigentlicher Effekt ist, dass sie ein Monster des Gegners auf zurück auf die Hand bzw. ins Extra Deck schicken kann. Sie ist also ein Zwangsevakuierungsgerät, das von der Hand aktiviert werden kann, was ziemlich solide ist. Das gute alte Compulse ist ähnlich wie Buch des Mondes ein überraschend gut gealteter Kartenklassiker, da man es immer und überall anketten kann und damit kaum Gefahr läuft, dass es abgeräumt wird, ohne zumindest irgendeine Art von Fortschritt gebracht zu haben. Gegen Extra Deck-Monster ist es im Allgemeinen besser als Zerstörungs-Effekte, außerdem erlaubt es Cheese wie eigene Nibirus oder Kaijus zurückzuholen. Ich will nicht lügen, ich habe schon erwogen, Compulse über Reißender Tribut, Verschwundener Wind und Co in Labrynth zu spielen. Und von der Hand aktiviert werden zu können macht das ganze natürlich noch zehnmal besser. Aber es kostet auch. Erstmal kann der Gegner im Anschluss an den Bounce ein Monster von seinem Friedhof beschwören, sofern wir keine anderen Fallenkarten im Friedhof haben. Das klingt meiner Meinung nach schlimmer, als es ist. Zum einen können wir einfach Fallen im Friedhof haben, um es zu vermeiden, zum anderen haben die meisten relevanten Monster dieser Tage hard once per turns, sodass sie bei ihrem zweiten Auftritt nicht viel mehr als ein Vanilla sein sollten. Höchstens Link-Monster könnten ärgerlich werden, wenn der Gegner ihre Pfeile weiterverwerten kann. Zum Anderen werden wir natürlich daran gehindert, bestimmte Attribute zu nutzen. Zur Kompensation für die sonstigen Unzulänglichkeiten sind es bei Dominus Spiral aber nur zwei statt drei. Nette Geste, doof nur, dass es sich ausgerechnet um Licht und Finsternis handelt, beide notorisch übersupportet. Dadurch fällt nicht nur eine Nutzung in Labrynth-Decks aus, der Pool der blockierten Karten ist sogar ohne Witz größer als der von Dominus Purge (laut EdoPro-Kartensuche).

Nichtsdestotrotz ist Dominus Spiral eine solide Ergänzung der Dominus-Brigade für alle Decks, die es sich erlauben können, sie zu spielen. Mit nunmehr 4 Einträgen, also bis zu 12 Karten, könnte man fast darüber nachdenken, ein Dominus-Deck zu bauen, das Monster komplett für Wellenbewegungskanone oder so wegrationalisiert oder nur Floodgate-shit wie Einbildungsunterweltler spielt, die ihre Effekte nicht aktivieren brauchen. Schon ein bisschen Bock.



Dishonorable Mention:

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So viel Auswahl – So wenig Zeit. Zumindest für die Dishonorable Mention hat Doom of Dimensions einiges zu bieten. Wenn man ehrlich ist die schlechteste Karte wahrscheinlich Apocavities, die im Grunde auch nur schlechter macht, was Aufschlagen seit 20 Jahren tut. Dann gibt es da noch Triple-Headed Behemoth, das „Upgrade“ zu Zweiköpfiger Behemoth, dessen claim to fame ist, irgendwann mal verboten worden zu sein, weil er zu viele nervige Ruling-Fragen ausgelöst hat. Dabei hätte sein dreiköpfiger Vetter sogar Potenzial gehabt, wenn er nicht ausgerechnet da bei seinem Vorbild geblieben wäre, dass er ein Monster in der End Phase beschwört…

Dann gibt es mit Gouki Fighting Spirit mal wieder irgendwelchen Anime-Cringe, der einen dazu zwingen will, drei komplett unterschiedliche Themendecks in einem Deck zu spielen (Ähnliches hat schon bei Blazing Vortex zur Erfindung der Dishonorable Mentions beigetragen). Aber ich muss zugeben, G-Golem Kristallherz ist eine okaye Ergänzung für das Deck. Aber nein, ich habe Bock über Mariamne Paradox, the True Dracophoenix Knight zu sprechen. Erst vor kurzem wurden ja Meister-Peace, der wahre Drachoschlacht-König und Dragonische Darstellung wieder in voller Ausführung auf die Allgmeinheit losgelassen, da wäre es doch nett, noch ein bisschen guten, frischen Support dazu zu kriegen, oder? Ja, wäre es. Nur leider hilft Doom of Dimensions in dieser Hinsicht auch nicht weiter. Wie alle True Dracos kann Marianme Paradox auch mit permanenten Zauber- oder Fallenkarten als Tribut beschworen werden. Was sie mitbringt sind sagenhafte – und jetzt haltet euch fest – 1800 ATK! So viele Punkte auf einem Stufe-6-Monster waren schon in Legend of the Blue-Eyes White Dragon peinlich, aber das nur am Rande, denn sicher kann unser 2025er-Monster diese Unzulänglichkeit mit einem großartigen Effekt ausgleichen, oder? Na ja. Man kann sie als Spezialbeschwörung von der Hand auf ein beliebiges Feld beschwören, indem man ein anderes True Draco- oder True King Monster in der Hand oder auf dem Feld zerstört. Das Ding ist, die True Dracos wollen eigentlich gar nicht so gerne zerstört werden, und die True Kings sind ziemlich irrelevant. In seiner unendlichen Weisheit hat Konami diese beiden Kartenserien zusammengeschmissen, die strategisch eigentlich gar nicht zusammenpassen. Was bleibt ist ein Extender der Stufe 6 mit unterirdischen Stats, in einem Deck, das für gewöhnlich ohne Extra Deck spielt. Ach nein da ist noch was: Wird sie beschworen, verbannt sie die obersten 4 Karten des Decks. Wenn wir diesen unglaublich unterwältigenden Extender für ein -1 beschwören, werden wir also auch noch bestraft? Sofern wir nicht noch eine Engine integrieren wollen, die kein bisschen mit dem Rest interagiert, ja. Aber halt! Wir können sie ja auch unserem Gegner geben (der im Gegensatz zu sein sehr wohl ein Extra Deck haben dürfte…), dann muss er nämlich vier Karten vom Deck verbannen! Das wird ihm eine Lektion erteilen.

Derartig enttäuschender Themen-Support ist ein seltener Anblick geworden. Meist geht es inzwischen ja so zu, dass entweder schon etablierte Meta Threats noch mehr Support bekommen, der irgendwo zwischen okay und broken rangiert, und den sie absolut nicht nötig gehabt hätten. Oder es wird irgendein Uralt-Themendeck aus der Duel Terminal-Mottenkiste ausgegraben, und mit Support ausgestattet, der so absurd stark ist, dass er sein Deck auf einen Schlag in die Mittelmäßigkeit katapultiert. Das hat die Karte als Stellvertreterin immerhin zu einer interessanten Dishonorable Mention gemacht, und ich muss auch gestehen, dass mein Mitleid mit den True Draco-Spielern sich in Grenzen hält.



Honorable Mentions:

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Ganz so schlimm, wie es von manchen gemalt wird, finde ich Doom of Dimensions nicht, auch wenn die Competitive Mentions aus Mangel an Redebedarf tatsächlich heute mal ausfallen. Es gibt neue Karten für Yummy (MarshmaoYummy, Dracotail (Dracotail Phryxul) und K9 (K9-04 Noroi), die im Kontext ihrer ohnehin schon erfolgreichen Decks gespielt werden dürften, ohne diese massiv aufzuwerten, aber das war’s eigentlich. Aber es nicht so wie im zuvor erwähnten Blazing Vortex, wo es nicht mal honorable Mentions gab (und Zeug wie Archfiend’s Staff of Despair in den Top 10 war).


Also, welche mittelmäßigen, aber interessanten Karten hat das Set noch zu bieten? Den D/D/D-Support zum Beispiel, der für eines der hässlichsten Covermonster aller Zeiten verantwortlich ist. Boy, habe ich keine Ahnung von dem Deck, aber ich habe mir sagen lassen, dass der Support gut ist. Und ich verstehe genug, um zu wissen, dass es mit Dunkler Vertrag mit dem Tor eine Art Qliphort-Kundschafter in Zauberform gibt, und nun mit D/D/D Zero Doom Queen Machinex ein Pendelskala-0-Monster gibt, dass eben diesen Vertrag sucht, mit anderen Worten eine 1-Karten full scale, was erstmal nichts Falsches sein kann. Ähnlich verhält es sich mit Solfachord Happiness. Keine Ahnung, was das Deck macht, aber mit einer Zauberkarte, die zwei Pendelmonster sucht oder eine zweite Pendelbeschwörung ermöglicht, werden die beiden Solfachord-Spieler sicher etwas anzufangen wissen. An sonstigem Themen-Support gibt es noch Regenesis Overlord, der sich vom Friedhof beschwören kann, indem er zwei andere Monster mit 2500 ATK oder DEF verbannt, und anschließend gegnerische Karten in Höhe der Zahl verbannter entsprechender Monster hochgeben kann, sowie in Zuge der Resteverwertung von Yumas Deck, Onomatokage, der sich von Hand oder Friedhof beschwören kann, wenn man irgendein anderes Silbensalat-Monster kontrolliert oder sich vom Friedhof verbannen kann, um zwei Xyz-Monster von dort zurück ins Extra Deck zu verfrachten. Erwähnenswerte Karten aus Supportwellen, über die ich bereits gesprochen habe, sind vielleicht noch Quadogmatika Beast, ein Verschnitt von Ruf der Gejagten, wobei wie gewohnt die „Kosten“ interessanter sind, nämlich ein Monster vom Extra Deck oder ein Dogmatika-Monster vom Deck auf den Friedhof zu schicken. Und mit Draco Awakening gibt es immerhin eine solide True Draco-Karte. In diesem Fall ein Starter, der die Monster suchen und gleich als Tribut für sie dienen kann. Und es gibt nochmal Psi-Support. Serene Psychic Sorceress wäre sogar fast gut gewesen, wäre da nicht einer dieser weirden Ruling-Stolpersteine. Sie ist ein weiteres generisches Stufe-6-Synchro, das „Teleport“-Schnellzauber vom Deck setzen. Das ist ja inzwischen die übliche Art und Weise, Zauber und Fallen zu suchen, weil damit Ash Blossom umgangen wird. Doof nur, dass Schnellzauber als einzige Zauberkarten nicht in dem Zug aktiviert werden können, in dem sie gesetzt werden. Dennoch gibt es mehrere Wege, trotzdem eine Interruption draus zu stricken. Mit Teleportfusion kann man potenziell Absoluter Axonkicker beschwören, um das ganze gegnerische Feld zu verbannen, oder das neue Axon Kicker Oracle, das Spezialbeschwörungen annullieren kann. Mit Parallelteleport kann man eine random Kozmoll Dunkeldame holen oder PSI-Hüllenlord Zeta vom Extra Deck. Und mit einem guten alten Notfallteleport kann man Kapital aus der early installment weirdness von Geisteroger und Schneehase schlagen, dass dieser einerseits Psi statt Zombie ist, und andererseits auch vom Feld aktiviert werden kann. Jetzt auf den zweiten Blick wäre die Karte vielleicht doch einen Platz im Ranking wert gewesen. Egal, jetzt ist alles geschrieben. Honorable Picture Waifu it is.

Was sonstige Karten angeht, so sei zunächst Kerzebs, the Gaoled Glutton erwähnt, ein ziemlich witziges Rang-7-Xyz. Es kann sämtliche Normalen und Schnellzauberkarten, die aktiviert werden, einziehen (once per chain, baby!) und sich 700 ATK für jede gönnen. Es ist dann zwar unaffected davon, aber die Effekte werden nicht annulliert. In der End Phase kann man sich dann eine davon aussuchen und aufs Feld setzen. Außerdem hatte ich zunächst noch impulshaft Fusion Draft für das Ranking vorgesehen, dann aber festgestellt, dass die im Grunde nichts besser macht als Fusionsentsendung oder Fusionseinberufung. Sie kann aber theoretisch zwei (normale) Monster suchen, hat also einen sehr schmalen niche use case in Decks, die ohnehin gewohnheitsmäßig Polymerisation auf der Hand haben, um Dunkler Magier und Rotäugiger schwarzer Drache zu suchen und zum Abschluss der Kombo Rotäugiger dunkler Dragoner neben das Board zu legen. Ähnlich nischig, aber sympathisch ist Infernal Punisher, der Wasser-Dinos der Stufen 4-6 vom Deck extenden kann oder Schlangenauge Flambergendrache vom Deck beschwören. Letzterer bekommt dann zwar seine Interruption annulliert, kann aber weiter floaten. Ein witziges Gimmick ist zuletzt noch Tao Tao the Chanter, die man in irgendwas reinrennen kann. Schafft man es auf diese Weise, 2000 Schaden zu fressen, kann man ein Illusion-Monster der Stufe 3 oder höher vom Deck oder Extra Deck beschwören.



Schlusswort:


So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was sind eurer Meinung nach die besten Karten aus Doom of Dimensions? Oder eher… die am wenigsten enttäuschenden? Und was plant ihr, mit dem gesparten Geld zu machen? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen! Ansonsten bis zum nächsten Mal.


- Leseleff -