Die Macht der Sucher - Der schmale Grad zwischen helfen und schaden
- bvb-fan92
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Es ist inzwischen mehr als ein Jahr her, dass ich die kleine Serie über die "Macht der Sucher" startete. Nachdem ich im ersten Teil das Suchespektrum der sechs Eigenschaftssucher (Mystische Tomate, Riesenratte, UFO-Schildkröte & co.) untersucht und analysiert hatte, ging es mir im zweiten Teil darum, Gründe für den Einsatz der Sucher zu finden (u.a. Flexibilität und Feldpräsenz). Heute möchte ich an diese ältere Serie anknüpfen und noch mehr auf die Sucher im Bezug auf die jeweiligen Decks eingehen. Ich hoffe, dass ihr bei all den schwierigen Situationen und nicht immer positiven Nachrichten der vergangenen Tage den Spaß am Spiel nicht verliert und Vergnügen beim Lesen dieses Artikels habt, der sich nicht mit der aktuellen Lage beschäftigt (davon haben wir ja wohl genug!), sondern eine lockere und informative Lektüre über das eigentliche Spiel sein soll!
Zwar sind es inzwischen nicht mehr Riesenratte & co., die bei den Spielern beliebt sind, doch die Sucher nehmen im aktuellen Metagame trotzdem eine entscheidende Rolle ein und sind weiter verbreitet als man denkt.
So wurde auch das vergangene Format letzten Endes von den Gladiatorungeheuern, also einem Deck, das darauf baut, nach erfolgreichem Angriff die eigenen Monster gegen andere aus dem Deck zu tauschen, sich also neue Monster zu suchen und ihre Effekte zu nutzen. Auch im Moment zählen die Gladiatoren immer noch zu den häufiger anzutreffenden Decks, an Spielstärke haben sie ja auch kaum eingebüßt, denn es waren eher die anderen Decks, die noch besser wurden, und das Metagame, das sich etwas ungünstig für die Gladiatorungeheuer ausgerichtet hat.
Eigentlich sind die Gladiatoren unter den Suchern aber eher als Ausnahme anzusehen, da ihre Effekte und Möglichkeiten nur in einem reinen Gladiatorungeheuer-Deck ausgeschöpft werden können. Mit Verstärkung für die Armee oder Törichtes Begräbnis sind sie beispielsweise nicht vergleichbar und sind auch keine unterstützenden Sucher im eigentlichen Sinne, da sie selbst das eigene Thema darstellen und dieses nicht nur unterstützen, wie es bei Verstärkung für die Armee u.a. der Fall ist. Gerade um diese Supporter soll es heute vornehm gehen, um zu sehen, wie wichtig sie in Wirklichkeit sind.
Die Gladiatorungeheuer brauchen solche Sucher logischerweise kaum noch, da sie sich einfach selbst unterstützen. Dennoch wird ab und zu noch Übungsgelände der Gladiatoren gespielt, um einen Gladiator im passenden Moment parat zur haben, denn irgendwo muss die Austausch-Reihe ja auch anfangen. Dies wäre so ein typisches Beispiel für einen Supporter, der aber im Gladiatorungeheuer-Deck kaum benötigt wird. Gehen wir daher zu einem besseren Beispiel über und widmen uns den Lichtverpflichteten zu!
Diese haben nämlich schon eher Bedarf am Suchen einiger Karten. So ist Angriff der Lichtbrigade nach ihrem Erscheinen in The Duelist Genesis zur Pflichtkarte in den Lightsworn-Builds geworden und wird für gewöhnlich mit drei gespielten Exemplaren auch voll ausgenutzt, denn die Zauberkarte stellt den lange so dringend benötigten Sucher dar, der den Lichtverpflichteten gefehlt hat. Durch die Möglichkeit, jeden Lichtverpflichteten bis zum vierten Level suchen zu können, bringt die Brigade Flexibilität und Stabilität in das Licht-Themendeck. Zuvor waren die am dringendsten benötigten Monster entweder nicht gezogen oder gemillt worden, doch nun kann man sich eine Lumina, Lichtverpflichtete Beschwörerin oder eine Lyla, Lichtverpflichtete Zauberin direkt auf die Hand holen und gerade dann, wenn man sie am nötigsten braucht!
Neben Angriff der Lichtbrigade findet auch Törichtes Begräbnis oft Anklang unter den Licht-Fanatikern, da der Zauber erst in diesem Themendeck wirklich zur Entfaltung kommt, da er eben mehr als nur 2-3 potenzielle "Ziele" hat. Wulf, Lichtverpflichtetes Ungeheuer kann durch das Begräbnis direkt aus dem Deck aufs Feld gerufen werden, womit man einfach mal einen 2100er-Beatstick "for free" erhält, der gerade im ersten Zug mächtig Druck erzeugen kann. Durch Crossroads of Chaos kam nun aber auch die Alternative "Seuchenverbreitender Zombie" ins Spiel, den ich erst in der letzten Woche vorgestellt hatte. Unter Umständen dauert es nämlich eine Weile, bis der Zombie gemillt wird und da bietet es sich doch an, den Empfänger direkt per Törichtes Begräbnis im Friedhof zu platzieren, von wo aus er im passenden Moment beschworen werden kann. Zumindest hilft die Zauberkarte auch hier dabei, ein Monster schneller verfügbar zu machen.
Weiterhin würde sich das Törichte Begräbnis auch dafür anbieten, ein benötigtes viertes Lichtverpflichtet-Monster in den Friedhof zu senden, um danach mit Urteilsdrache zu finishen, oder ein ordentliches Ziel für Lumina, Lichtverpflichtete Beschwörerin bereit zu stellen. Ehren, Lichtverpflichteter Mönch kann hier genauso passend kommen, wie Lyla, Lichtverpflichtete Zauberin. Alles in allem helfen die Sucher den Lichtverpflichteten schon etwas auf die Sprünge. Sie sind zwar nicht hauptverantwortlich für den teilweisen Erfolg der Licht-Monster, unterstützen das Thema aber sehr gut und erhöhen die Spielbarkeit doch um einiges.
Ein anderes Beispiel für die Wichtigkeit der Sucher dürften wohl auch die Zombies darstellen, die zur Zeit wieder im Aufwind sind. Goblinzombie und teilweise auch noch Pyramidenschildkröte sind unerlässliche Hilfen, um schnell an Zombiemeister und Konsorten zu kommen und das Spiel dann schnell zu beenden. Törichtes Begräbnis ist hier aber erneut eine Hilfe, da er eine Spezialbeschwörung ermöglicht, indem Mezuki oder Seuchenverbreitender Zombie in den Friedhof gelegt werden.
Die Lichtverpflichteten- und Zombie-Decks zeigen, wie die Sucher ein Thema gut unterstützen können, ohne dass das Deck von ihnen lebt oder sie eine Deckart zu gut machen. Schauen wir nun, wie das Ganze beim dominierenden Kin-Tele-DAD aussieht! In der bestimmenden Deckart finden sich nämlich massenhaft Sucher wieder, die zum Teil auch von großer Bedeutung für die Strategie des Decks und dem momentanen Erfolg des Kin-Tele-DADs sind.
Dass es wichtig ist, schnell an die wichtigen Karten des Decks zu kommen, zeigt die Beliebtheit von Verstärkung für die Armee und Notfallteleport, die nicht selten gleich 3x gespielt werden. Verständlicherweise gewinnt man so einiges an Speed, für den das Kin-Tele-DAD so bekannt ist und durch den das Deck eben erst diese Maßstäbe in diesem Format setzen kann (dazu aber im nächsten Abschnitt mehr). Durch die je dreifache Ausführung der beiden Zauberkarten kommt man oft schon im ersten Zug an große Teile des Decks, da einerseits mit Elementarheld Stratos eine der Schlüsselkarten oft schon im ersten Zug das Feld betritt und so auch Schicksalsheld - Malicious und Schicksalsheld - Diamond Dude schnell verfügbar werden, andererseits aber auch Abwurfmaterial für Schicksalsziehen & co. bereitsteht, weshalb der Speed noch ausgeweitet wird. Dass Notfallteleport aktuell eine der besten Karten ist und Synchrobeschwörungen so einfach macht, wie keine andere Karte, spricht für sich.
Zusätzlich zu diesen mitentscheidenden Zauberkarten finden auch die Mystische Tomate, Sangan und Finsterer Grepher in den meisten Kin-Tele-DAD-Builds Platz. Während der Krieger als Allrounder wahlweise Schicksalsheld - Malicious, Todeswache oder Seuchenverbreitender Zombie in den Friedhof legen kann und so sehr unterschiedliche Ziele bietet, die auch alle direkt aktiv werden können, ist die Tomate rand0m in viele Decks gelangt, um in erster Linie Jäger im Hinterhalt zu suchen, der mit den Synchros wie Sternenstaubdrache kurzen Prozess machen kann - sofern das Glück mitspielt. Sangan als so ziemlich meistgespielter Sucher benötigt wohl keine große Erläuterung, da er mit Schicksalsheld - Doom Lord, Krebons u.a. sicher genug brauchbare Suchmöglichkeiten vorweisen kann.
Nach der Beschreibung der Sucher in den meistgespielten Decks des aktuellen Formats, stellt sich wohl grundlegend erst einmal eine Frage: Hilft das dem gesamten Spiel überhaupt noch, wenn manche Decks solche Möglichkeiten haben, Karten auf einfachste Weise aus dem Deck zu suchen?
Und diese Frage ist durchaus berechtigt, denn Gleichberechtigung und Balance scheint immer noch ein Fremdwort bei Yu-Gi-Oh! zu sein. Dabei geht es mir in erster Linie nun um das Kin-Tele-DAD, das ja wirklich dominiert, wie kaum ein Deck in den letzten Monaten oder vielleicht sogar Jahren!
Grundlegend kann man sich nun erst einmal fragen, warum das Kin-Tele-DAD so dominierend ist. Die Antwort findet man, wie oben bereits angedeutet, im Speed. Es ist die Geschwindigkeit, mit der eine wahre Monster-Armee aufgebaut werden kann, mit der mal eben 3-4 Monster das Feld betreten. Kaum ein Deck war jemals in der Lage, ein Spiel in einem Zug so herumzureißen. Dabei dann auch noch so erstaunlich konstant zu sein, ist das, was das Kin-Tele-DAD so stark macht. Die Synergie des Decks stimmt einfach. Natürlich kann auch ein Lichtverpflichteten- oder Pflanzen-Deck schnell Synchros aufs Feld bringen. Auch Notfallteleport kann sicher in den meisten Decks benutzt werden. Es ist aber das Kin-Tele-DAD, das die Schnellzauberkarte perfekt ausnutzt und mit Schicksalsheld - Malicious (im Grunde übrigens auch ein Sucher) das perfekte Gegenstück zum Teleport hat und so auf einfachste Art und Weise die Synchrobeschwörungen durchführt. Die Krone des Ganzen ist dann natürlich der Finstere Bewaffnete Drache, der haargenau zum Rest des Decks passt und dieses komplett macht!
Der Grundstein für den Sieg wird aber bereits darin gelegt, schnell an Krebons oder Schicksalsheld - Malicious zu kommen. Und genau hier kommen die Sucher ins Spiel. Durch Notfallteleport hat man quasi 6 Krebons im Deck, sodass man schon viel Pech haben muss, wenn man nicht recht früh im Spiel bereits zwei Empfänger zur Verfügung stehen hat. So kann das Deck in jedem Spiel gleich 2-3 Synchrobeschwörungen MIT den passenden Monstern durchführen, was eben für diese Konstanz sorgt. Viel schlimmer als die Kin-Tele-Engine, die ja noch in einigen Decks genutzt werden kann, finde ich persönlich Verstärkung für die Armee. Man soll mich jetzt nicht falsch verstehen! Natürlich ist es der Notfallteleport, der für einfache Synchrobeschwörungen sorgt und eine der besten, im zweiten Halbjahr erschienenen Karten ist. Und selbstverständlich ist der Teleport auch ein Grund für das Entstehen des Kin-Tele-DADs, doch Verstärkung für die Armee und die dazu gehörenden Karten sind die Karten, die das Ganze schon etwas unfair machen.
Durch 3 Verstärkungen sollte es fast immer machbar sein, bereits im ersten Zug Elementarheld Stratos auszuspielen und so schon früh an Schicksalsheld - Malicious und Schicksalsheld - Diamond Dude zu kommen. Hat man dann noch ein Schicksalsziehen oder eine Verlockung der Finsternis dazu, kann das muntere Ziehen beginnen, denn oft werden die Draw-Karte erst durch Verstärkung für die Armee unterstützt. Hätte man den Krieger-Sucher nicht, wäre es wohl um einiges schwieriger, bereits im ersten Zug an mehrere Synchrobeschwörungen und viele andere Aktionen heranzukommen. Auch Finsterer Grepher gehört zum Suchspektrum der Verstärkung, wodurch sich dieses noch einmal ausweitet, da man ja noch die Möglichkeit besitzt, Seuchenverbreitender Zombie & co. in den Friedhof zu bringen.
Dies ist gerade der Punkt, an dem sich das Kin-Tele-DAD von den übrigen Decks abspaltet. Die Mischung aus Allem macht natürlich das Endprodukt, aber ohne Verstärkung für die Armee (und Elementarheld Stratos) sowie Notfallteleport wäre das Deck jetzt sicher nicht da, wo es ist. Klar, ohne Schicksalsziehen wäre das Deck auch um einiges schlechter, aber man sollte auch die Überlegung anstellen, was schlechter ist: Verstärkung für die Armee ohne Schicksalsziehen oder Schicksalsziehen ohne Verstärkung für die Armee? Ohne die Draw-Karte würde man wohl etwas Speed einbüßen, aber der Sucher bringt erst die benötigten Karten zum Vorschein.
Die Verstärkung hilft dabei, bereits im ersten Zug mehrere Monster zur Verfügung zu stellen, die fürs Synchronisieren verwendet werden können. Notfallteleport stellt dann den Empfänger bereit. Beides zusammen, macht einen Großteil der Synergie des Decks aus. Wichtig zu beachten ist dabei aber auch, dass der Spieler kaum Ressourcen verliert. Nicht selten hat der Kin-Tele-DAD-Spieler nach einem Zug schon zwei Synchros und einen Stratos liegen und dazu immer noch 4 Handkarten.
Festzuhalten bleibt, dass die Sucher allein natürlich nicht für die Stärke des Kin-Tele-DADs verantwortlich sind, aber schon einen großen Anteil an derem Erfolg hat und die komplette Strategie oft erst ankurbelt!
Dass es auch anders geht, zeigen viele andere Deckarten, denn die Sucher können ein Thema nicht nur zu gut machen, sondern auch einfach spielbar und konkurrenzfähig, während dabei die Balance noch gehalten wird. Zumindest sind wir, was das betrifft, auf einem besseren Stand als noch vor ein paar Jahren.
Als Erstes würden mir in diesem Zusammenhang spontan die Pflanzen einfallen, denn es ist mit Sicherheit die Einzelfeuerblüte, die diesen Monstertypen bereits vor Monaten in Europa und Amerika (sprich, in der westlichen Welt) spielbar machte. Durch die Blüte kann ohne große Probleme eine Gigapflanze oder Tytannial, Prinzessin von Kamelien aus dem Deck spezialbeschworen werden. Da die Einzelfeuerblüte auch so einfach zu handhaben ist, kann man bei ihr von einem der besten Sucher überhaupt sprechen, was sich aufgrund des ansonsten gut, aber nicht zu gut, unterstützten Monstertypen nicht negativ auf das Spiel auswirkt, sondern eher eine Deckart mehr konkurrenzfähig macht.
Mit Landformen gibt es auch bereits einen ordentlichen Sucher für alle Spielfeldzauberkarten. Deckarten, die auf diese Spielfeldzauber basieren, können so unterstützt werden, sodass ein Tal der Toten oder ein Schwarzer Garten schnell zur Verfügung steht. Auch hier stellt sich die Frage der Ausgeglichenheit nicht, weil Spielfeldzauber generell Probleme mit Zauber-/Fallenkarten-Removals haben, sodass man als Gegner im Extremfall halt 3 Staubtornados o.ä. reinboarden würde.
Eigentlich kann man nun auch Angriff der Lichtbrigade als gutes Beispiel anführen, da er das Metagame vielleicht doch etwas breiter fächerte, indem die Lichtverpflichteten durch ihn wieder spielstärker wurden und so an das Kin-Tele-DAD heranrücken und die vielleicht beste Alternative darstellen. Dennoch hat sich dadurch auch der Abstand zu den etwas "schlechteren" Decks vergrößert, was auch nicht wirklich im Sinne des Erfinders ist, doch irgendwo müssen wohl die Schwerpunkte gesetzt werden.
Man kann sicher noch eine Reihe weiterer Beispiele anbringen, doch ich denke, dass deutlich wurde, wie solche Sucher das Spiel auch verbessern können, indem sie Deckarten stärken, ohne diese zu gut zu machen. Dies ist meist der Fall, wenn die unterstützte Deckart bzw. Monstertyp nicht schon broken war. So ist es möglich, auch mal eine Karte wie Einzelfeuerblüte herauszubringen, da diese den bis dahin schwachen Pflanzen helfen konnte. Eine Art Einzelfeuerblüte für Maschinen oder Krieger wäre dagegen wohl zu heftig gewesen. Die Ausgeglichenheit ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Abschließend lässt sich festhalten, dass Sucher Deckarten durchaus gut unterstützen können, was sich aber sowohl positiv als auch negativ auf das Spiel auswirken kann. Werden bereits starke Monster-Typen und -Eigenschaften noch unterstützt, kann dies zu einer Einseitigkeit des Spiels führen, da die jeweiligen Typen/Elemente/Deckarten einfach zu stark werden. Dies ist momentan vor allem bei Verstärkung für die Armee und Notfallteleport bemerkbar.
Ändern kann man dies wohl eher durch das Limitieren der Sucher, da die Gefahr eher im Notfallteleport als in Krebons liegt und auch die Verstärkung eher wieder (semi-)limitiert werden könnte, als eine ganze Palette von Kriegern.
Eine andere Möglichkeit zum Ausgleich wäre sicher, dass man noch mehr Support und Sucher für schwächere Deckarten herausbringt, was ja teilweise der Fall ist, doch nie komplett ausbalanciert durchgeführt werden kann. Ein Mittelweg aus beiden Richtungen zum Ausgleich würde wohl den größten Effekt haben.
In diesem Sinne soll es das für heute auch von mir gewesen sein. Hoffen wir wieder auf bessere Zeiten für unser TCG. Wichtig ist nur, im Moment den Kopf nicht hängen zu lassen!
Greetz,
Toby