Reads

Wer sich heute einen Artikel über das "Microphone Skill Training" erhofft hat (welchen ich euch letzte Woche versprochen hatte), den muss ich leider bitter enttäuschen. Denn ich werde heute über etwas ganz anderes schreiben. Wer aber dennoch nicht dumm sterben möchte und noch etwas über das "Microphone Skill Training" erfahren möchte, der kann alternativ einfach ein Stückchen herunterscrollen und sich nicht etwa durch den gefälschten Diskussionsthread-Link irritieren lassen... [1]


Als ich am Montag die auf Warcraft-TCG.de veröffentlichte Coverage zum Dunkelmond-Jahrmarkt in Köln aus Interesse, wer denn Tommy Crane sei, las, landete ich plötzlich via Link in einem von Edis uralten Artikeln (Edis Ecke: Warum das Mirror Match unfair ist); und wurde gerade durch die vielen darin vorkommenden Szenarien mit verdeckten Karten und der damit verbundenen Frage "Was könnte er haben?" bzw. "Was ist das schlimmste, was mir gerade passieren kann?" inspiriert, einen Artikel über das "Lesen des Gegners" zu schreiben.

Eine, vielleicht zwei Stunden später schrieb mich dann Moderator-Frischling RandomGaara an, ob es dieses Thema unter meinen bisherigen Artikeln schon einmal gegeben habe - ich verneinte dies, woraufhin er mir offenbarte, dass er seinen Artikel darüber gerade fertig gestellt habe! O__o

Hilfsbereit wie RandomGaara ist (oder weil er einfach noch ne Weile Moderator bleiben wollte), wich der weise Mann mir zuliebe auf ein anderes Thema aus, so dass ich euch heute meine zuletzt als Spieler gesammelten und von einigen Helferlein erhaltenen Informationen zu den "Reads" präsentieren kann!




Kannst du lesen?

Yu-Gi-Oh! ist ein viel komplexeres Kartenspiel als manchereiner denken mag und dies nicht zuletzt deswegen der Fall, weil es mittlerweile über 5.000 Karten gibt, die fast jeweils unterschiedliche Auswirkungen und Aktivierungszeitpunkte haben. Wenn nun eine verdeckte Karte im Spiel ist, müsste man - rein theoretisch gesehen - vor jeder Aktion immer ca. 2.000 Karten (man weiß ja nun: es handelt sich entweder um eine verdeckte Monsterkarte, oder um eine Zauber-/Fallenkarte) und somit 2.000 unterschiedliche Ausgänge meiner Aktion in Erwägung ziehen. Und bei zwei verdeckten Karten sind es schon 2.000².

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, gibt es seit Beginn des Kartenspiels Karten, die auch von der Hand eines Spielers aus aktiviert werden können, um unterschiedlichste Aktionen zu verhindern - wodurch die Handkarten schon wieder weitere Optionen darstellen! D.D. Krähe, Herold des orangen Lichts, Aufrichtig oder der fast in Vergessenheit geratene Kuriboh sind nur einige dieser Karten.


Deswegen wird es immer eine Spielergruppe geben, die gegenüber allen anderen Spielern einen Vorteil hat: Die, die ihren Gegner, seine mögliche Spielweise und seine unbekannten Karten "lesen" können!

Wer die Strategie seines Gegners durchschauen und seine einem eigentlich unbekannten Karten erahnen kann, der hat das halbe Spiel in der Tasche. Denn von dort an kann jede Aktion gezielt so eingeplant werden, dass man selbst im "worst case" (also trotz des schlimmsten Falls, der eintreten kann) noch einen "Plan B" auf der Hand hat.

Die Leute, die stattdessen einfach nur gierig spielen und alle ihre Pläne B, C, D, E und F aufs Spielfeld legen anstatt sie sich für den Notfall aufzusparen, können dann entweder sehr tief fallen (und z.B. an einem Torrential Tribute scheitern) oder eben mal sehr viel Glück bei ihrer Aktion haben, weil der Gegner ausnahmsweise keine Antwortmöglichkeit hat.


Letzteres ist übrigens vergleichbar mit Pokern. Man kann nicht einfach mit Assen ganz random "all-in" gehen, wenn man auf dem Flop A, Q, J gesehen hat. Gut, können tut man das schon... so auf gut Glück eben. Entweder, es kommt die Straight für den Gegner, der mit seinem König noch im Spiel ist (oder - noch schlimmer -, er hat sie schon), oder sie kommt eben nicht... und das sind dann eben die Spieler, die auf Dauer wesentlich weniger erfolgreich sein werden als die Spieler, die bedacht mit Reads, Outs und vor allem vernünftigen Bets arbeiten. Aber weg vom Pokern, da hab ich ohnehin zu wenig Fachwissen.


Wenn wir bei YGO von "Lesen" reden, werden eigentlich nur geläufige Karten in Betracht gezogen, damit die Optionen ein wenig eingeschränkt werden. Wenn zum Beispiel 2 Solemn Judgment und 3 Dark Bribe beim Gegner im Friedhof liegen, kann man davon ausgehen, dass mein Solemn, das ich auf das letzte gegnerische Solemn gespielt habe, NICHT von Konterkonter negiert wird. Weil Konterkonter zwar durchaus eine gute Karte sein mag, aber auf keinen Fall als "geläufige Karte" bezeichnet werden kann.




Gesetzte Karten

Es gibt viele Spielereien mit verdeckten Karten auf dem Spielfeld. So ist es eben bei den meisten Spielern von entscheidender Bedeutung, auf die Reihenfolge der gesetzten Karten zu achten - denn in den meisten Fällen wird die wichtigste Karte zuerst gesetzt. Die entpuppt sich nach einem MST dann gerne mal als TT, Mirror Force, Royal Oppression oder ähnlichen saugefährlichen Späßchen. Auch gibt es Leute, die ihr Feierliches Urteil systematisch immer an eine bestimmte Stelle setzen; z.B. von sich aus gesehen immer rechter Hand vom Makrokosmos. Diese Setzvorgänge geschehen meist unterbewusst, lassen sich aber über längere Zeit beobachten, wodurch der Gegner sich quasi stets verrät.

Viele Spieler umgehen die "MST-Falle" mittlerweile dadurch, dass sie eben nicht die wichtigste Karte zuerst setten und Bluffs mit in die Zauber-/Fallenkartenzone legen. Dass die erfahreneren Spieler dann dennoch meist die richtige Karte treffen, liegt an ihrem Einschätzungsvermögen, aber darauf komme ich später nochmal zurück.

Wenn man mit "Weenies" wie Psi-Befehlshaber oder Krebons trotz 3 verdeckter Zauber-/Fallenkarten rundenlang durchkommt, kann man davon ausgehen, dass da mindestens eine tote BTH und daneben halt ein Solemn Judgment liegt, das man auf das kleine Monster eben nicht verschwenden wollte.


Doch wann weiß ich, ob da der TT oder die Mirror Force liegt? Das ist meist sehr schwierig zu lesen. Der Reißende Tribut liegt beispielsweise häufig dann da, wenn der Gegner eine neue Verdeckte setzt und die Runde auf eine Beschwörung verzichtet, obwohl er noch ne Menge Handkarten und somit höchstwahrscheinlich auch Monster hat. Bei der Force ist es ähnlich - denn die liegt entweder schon ewig da und wurde einfach noch nicht aktiviert, oder sie wird ebenso dazugelegt, weil sich eben z.B. ein Krebons an der BTH vorbeigeschlichen hat.


"Sag an, wenn du deine Main Phase verlässt!" ist übrigens auch so ein lustiges Indiz für "gewisse Karten", nämlich für Threatening Roar. Wenn man diesen Satz hört, weiß man entweder, dass da ein verdecktes Gebrüll beim Gegner liegt - oder er sie zumindest gerade im Deck spielt. Natürlich kann das auch ein geschickter Bluff sein, um euch das nur denken zu lassen. Und dazu kommen wir jetzt:



Bluffs

Bluffs spielen - wie auch beim weltbeliebten Poker - selbstverständlich eine wichtige Rolle im YGO TCG. Auf jedem Turnier sieht man Leute ihre verdeckten Karten checken, obwohl die in der jetzigen Situation weder aktiviert wereden können, noch irgendetwas wundersames bewirken würden.

Das tolle an bluffenden Spielern ist allerdings, dass sie sich oftmals lächerlich machen und ihre Bluffs offensichtlich machen: Wenn sie zwei Minuten lange überlegen und unterdessen ihr verdecktes Gladiator Proving Ground mustern (so als wäre es fähig, die 3 in Angriffsposition liegenden Monster zu entsorgen), dürfte jedem Vollspaten klar sein, dass da keine Spiegelkraft liegt. Denn zum einen weiß ich, wo ich meine wichtige Spiegelkraft hingelegt habe, und zum anderen würde die so richtig reflexartig aktiviert werden, weil ich mich so darüber freue, dass ich damit +2 mache.

Bluffs erlaubt auch der gute Morphing Jar. Manche Leute setzen ein verdecktes Monster und dahinter dann 4 der verbliebenen Handkarten. Jeder hat jetzt Angst vor Morphing Jar, und der kommt natürlich auch in 70% aller Fälle, wo das passiert. In 15% der anderen Fälle spielt man gegen ein Chain-Burner und in den letzten 15% liegt da nicht mal einer. Witzig sind dann die Leute, die ihre verdeckten Zauberkarten-Bluffs in Handkarten umwandeln und dann einen Heavy Storm zu spielen, um +3 zu machen - weil der Gegner natürlich auch nur Bluffs in der Hoffnung auf einen MJ gelegt hat.


Als ich am Wochenende auf dem Grand Qualifier in Ravensburg in den Top 8 gegen honkey gespielt habe, habe ich seinen Samnite trotz meiner verdeckt liegenden Mirror Force durchkommen lassen. Ich wusste, dass er Bestiari im Deck hat. Aber naja... welcher Gladi-Spieler geht davon aus, dass ein Spieler seine Force absichtlich nicht aktiviert, um sie dann wegschießen zu lassen?

So zwang ich honkey in die Überlegung, dass da ne BTH sein könnte und sein Bestiari auf Wiedersehen sagen würde. Am Ende hat er die Force dann doch weggeschossen, aber ein interessanter Bluff ist das dennoch.


Auch habe ich mal einen Spieler namens Ingo richtig schön bluffen sehen: Er mischt seine Starthand und ihm fällt hierbei aus Versehen ein Trap Dustshoot herunter. Sein Gegner beginnt, setzt ein Monster sowie 3 Karten und gibt ab. Er ging wohl nicht davon aus, dass Ingo noch Sturm auf der Starthand hatte und die Karte absichtlich fallen ließ...




Mimik/Gestik/Bewegungen

Äußerlichkeiten sind das A und Ypsilon beim Lesen des Gegners. Zum einen werden so eben Bluffs recht leicht enttarnt, zum anderen auch Handkarten ganz eindeutig verraten.

Nur die wenigsten Spieler, gegen die ich in letzter Zeit gespielt habe, hatten ein richtig solides "Pokerface" auf. Jedes Mal, wenn ich ihnen irgendwelche Fragen gestellt habe, konnte man ihnen entweder ein kurzes Grinsen, ein Schulternzucken, eine Unsicherheit oder gar eine aufrichtige Antwort entlocken.

Wenn ich einen Angriff deklariere und mein Gegner schon zum Stift gegriffen hat, bevor er überhaupt seine verdeckte Karte um Rat gefragt hat, hat er entweder vergessen was da lag (passiert oft, wenn viele Karten im Spiel sind) oder er hat eben ganz klar nichts da liegen (ist sehr wahrscheinlich im Lategame, wenn sich beide mit 1-2 Karten im "Topdeck-Duell" durchkämpfen). Eine simple Bewegung hat praktisch verraten, dass unten ein Bluff liegt.


Wenn mein Gegner ganz hippelig wird, wenn ich mehrere Male mit einigen verdeckten Karten über meine Zauber-/Fallenkartenzone streiche, um sie eventuell zu setten, und er mich dann fragt, ob er denn "dann dran" sei - dann hat er in 80% der Fälle Schwerer Sturm auf der Hand und giert darauf, dass ich die Karten einfach unüberlegt setze und ihn plus machen lasse.


Wenn ein Spieler Zeichen von Nervösität oder Stress von sich gibt, also rot anläuft, glasige Augen bekommt, seine Stimme abgehakt klingt und er eventuell ein wenig zittert, ist das fast immer ein Zeichen dafür, dass er gerade das Gefühl hat zu verlieren. Wenn er irgendwann eine ihn rettende Karte zieht, freut er sich - unterbewusst, aber sichtbar - für einen Moment.




Menschenkenntnis

Natürlich spielt die vorher bereits kurz angerissene Menschenkenntnis beim "Lesen" mit rein. Unter "Menschenkenntnis" versteht man grundsätzlich die Fähigkeit, bestimmte Menschen korrekt einschätzen zu können, also ihre Art erahnen zu können. Das ist im Normalfall nichts, das man sich einfach so aneignen kann - man muss einfach oft genug in den Situationen gewesen sein, um Menschen "erkennen" zu können. Zum Beispiel ist es - wenn man sonst nur mit unlustigen Leuten zu tun hat - oftmals schwierig, bei einem Grinsen zu unterscheiden, ob es jetzt "Ja, da liegt ne BTH *freu*" oder "Probier's halt aus!? *hehe* (Nein, da liegt keine)" bedeutet.


Oder wenn jemand ständig an seinen verdeckten Karten herumfummelt: Hat der wirklich ein Solemn unten liegen und überlegt die ganze Zeit, ob er es aktivieren will? Oder ist er nur einer dieser Faker, die das machen, weil sie auch so cool wie die Pros sein wollen?

Hier muss man eben auch erkennen: Ist das eher so ein Noob, dem man diesen Bluff-Skill nicht zutraut, oder ist das eher jemand, der das drauf hat?


Auch erfordert es eine gewisse Spielkenntnis zu wissen, wie gierig Spieler wirklich sind. Wenn man gegen Lightsworn spielt und der LS-Spieler in diesem Spielzug Wulf, Lumina und Lumina beschworen hat; so kann man eigentlich sicher sein, dass er vorher noch die Lyla holen mag, um eine eventuelle Force wegzuschießen. Naja. Dann lässt man den TT halt trotz der 3 Monster risikoreich verdeckt liegen.

Das kann selbstverständlich auch nach hinten losgehen. Vielleicht greift der Gegner dann einfach nur mit 4100 ATK an, man zieht nichts nach und ist die Runde drauf dann tot. Sehr wahrscheinlich ist es dennoch, dass er bereits dachte, da läge ein TT - und da eben keiner aktiviert wurde, holt er dann eben noch Lyla und dann macht er endlos Nachteil.




Handkarten

Wo wir gerade bei den Lichtverpflichteten sind... Honest ist eine Karte, mit der man furchtbare Mindgames veranstalten kann und den Gegner in die totale Konfusion führen kann. Als Merlin kürzlich in einem Lightsworn-Mirrormatch einen Wulf mit 2 Handkarten hatte und sein Gegner nur ne Celestia, und dieser nicht angriff, hat Merlin eiskalt mit Wulf in die Celestia angegriffen, obwohl er nichtmal einen Honest auf der Hand hielt. Sein Gegner entfernte daraufhin Necro Gardna aus dem Spiel, um den Angriff aufzuhalten.

Frech in Angriffsmodus beschworene Luminas bei überlegenem Monsterkartenfeld des Gegners deuten ebenso darauf hin, dass sich da der eine oder andere Honest auf der Hand des Lightsworn-Spielers befinden mag. Oder wenn jemand in einen Synchro reinzulaufen versucht...


Auch kann oft erkannt werden, ob der Gegner eine D.D. Crow auf der Hand hat. Wenn ihr ohne nachzudenken Reborn spielt, um euer stärkstes Monster aus eurem Grave zu packen, habt ihr alles falsch gemacht, was ihr falsch machen könnt. Denn wenn ihr Reborn aktiviert, müsste euer Gegner erstmal eine typische "genervt"-Reaktion zeigen. Tut er das nicht, hat er sicher etwas, um eure Wiedergeburt zu verhindern. In einem solchen Fall schnappt euch besser ein Monster aus dem gegnerischen Grave, damit er es gar nicht entfernen kann.


Der fachmännische Begriff für den Friedhof ist übrigens "Everybody's Judas". Ich kenne niemanden, der/die sich die Karten in (beiden?) Friedhöfen auch nur annähernd auswendig merken kann. Wozu auch - in Zeiten, wo Baumfrosch fast gar nicht mehr gespielt wird, ist das ja auch eigentlich gar nicht mehr nötig. Das hat die einzige logische Folge, dass man reinschauen muss, wenn der Grave plötzlich interessant wird.

Wenn der Gegner eine Karte zieht und er hektisch nach seinem Friedhof greift und ihn durchsieht, hat er ganz klar entweder DAD oder Chaos Sorcerer gezogen und überprüft ihn nun auf DARKs (und LIGHTs). Wenn er sich unmittelbar nach dem Ziehen auch euren ansieht, hat er im Normalfall Reborn gezogen. Spätestens jetzt dürfte sich der Fachbegriff "Judas" erklären... ihr wisst einfach immer, was der Gegner gerade gezogen hat. Gilt auch umgekehrt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand den Friedhof bewusst und/oder sinnvoll als Bluff einsetzen kann, denn wenn ich bluffe, dass ich "alles habe" und dann doch nichts rausspiele, wird es unglaubwürdig.


Sobald jemand fragt, mit welchem Monster man denn zuerst angreifen wolle, hat der Gegner mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit einen Gorz auf seiner Hand! Das lässt sich auch daran erkennen, dass er keine Bluff-Zauberkarten setzt, damit er eben weiterhin freies Feld hat und die Aktivierungsbedingungen für Gorz' Effekt wahren kann.


Sogar die Gladiatorungeheuer verraten sich manchmal selbst! Gegen dieses Deck ist es immer wichtig zu wissen, wann er einen Test Tiger hat, um richtig auf die Beschwörungen zu reagieren - und sei es mit einem Solemn Judgment, das im ersten Moment verschenkt aussehen möchte. Wie man den Versuchstiger erkennt? Nunja... ich bin jetzt nicht so der Mega-Pro, allerdings möchte ich behaupten, dass die Beschwörung eines schwachen Gladiatorungeheuers (1600 ATK oder niedriger) oder eines Prisma ohne erkennbaren Grund immer einen Test Tiger nach sich zieht, da die "Streichelzoo"-Spieler ja nicht umsonst 2-3 Gladiator Proving Ground im Deck haben, um sich nen 1800er Laquari zu suchen oder so.


Man kann soooo viele Karten auf der Hand erkennen - zudem werden mit Stratos, Brigade, Samnite und Proving Ground viele Searcher gespielt (ganz zu schweigen von Monster Reincarnation und Equeste, die Karten auf die Hand holen) - dass man eigentlich die 2 erlaubten Mind Crush pflichtgemäß in jedem Deck spielen müsste. Denn entweder kriegt man Handkarten durch "Lesen" raus oder eben durch nen CCV oder Phoenix Wing Wind Blast.




Übrigens könnt ihr zu guter Letzt noch an der Spielgeschwindigkeit und Redseligkeit eures Gegners super erkennen, wie ihm gerade zumute ist und wie groß seine Optionenanzahl ist. Michel Grüner ist da das beste Beispiel: Wenn der seine Starthand zieht, überlegt er 10, maximal 20 Sekunden, spielt dann irgendwelche Monster raus und gibt ab. Nebenbei erzählt er euch eine Geschichte über den Schaufelbrecher, denn der kann unter LLAB und Messenger of Peace durch angreifen, man kann Limiter auf ihn spielen, man kann ihn mit Sangan und Riesenratte suchen, Common Charity lässt sich mit ihm kombinieren, und so weiter. Er labert einfach in einer Tour - bis das Spiel an einem Punkt angekommen ist, an dem er sich in Bedrängnis sieht. Dann dauern die Spielzüge manchmal 5 Minuten, weil er 8-mal die beiden Friedhöfe checkt, und Geschichten erzählt er üblicherweise dann auch keine mehr.


Ergo: Je mehr Optionen ein Spieler hat, desto mehr trashtalkt er und desto schneller spielt er auch!



PS: Im Diskussionsthread könnt ihr weitere Beispiele nennen, wo ihr den Gegner gelesen habt und wie dies das Spiel geändert hat! :)


PPS: Danke an Umut, Merlin, Tim, Oli und Georgij, und nicht an Michel (der wollte lieber die 234789. Version seines Gladi-Decks testen, damit er mal wieder in die Tops kommt und nicht auf nem 25-Mann-Turnier 2:3 spielt). ^^

Tops und Flops

Top: Harti = qu'ed!

Oh yeah, baby!!


Mehr oder weniger dank Michel konnte ich mich am vergangenen Wochenende am Arsch der Welt aka Ravensburg doch noch für die Deutsche Meisterschaft 2009 qualifizieren. Denn er fuhr gnädigerweise (nachdem ich mich die Woche zuvor mit seinem Gladi nur auf den 20. Platz schlagen konnte) mit mir und einem weiteren Würzburger Homie auf die dortige Grand!

Ganz nach meiner Tradition von 2005 (wo ich mich auf der letzten Open Quali überhaupt qualifiziert habe) habe ich mich auch dieses Jahr somit auf dem allerletzten Qualifikationsturnier qualifiziert und kann euch die Entwarnung geben, dass 1 aufmerksamer Judge weniger durch die Reihen zieht, der eure Cheats aufdecken kann. :P



Flop: Mandelentzündung

Höhö. Seit Freitag ist meine rechte Mandel furchtbar angeschwollen und selbstverständlich habe ich ne fesche Mandelentzündung. Optimal, dass hier seit Montag Ferien sind, die ich natürlich super genießen kann, wenn ich krank bin. ^^


Nun ja... da muss man durch und es dürfte sowieso bald wieder besser sein, dank der heftigen Antibiotika, die ich jetzt nehmen muss. Immerhin bringen sie mich auf gute Artikelideen. *lol*



Greets,

Harti



[1]: Das geschulte Auge hätte übrigens sofort bemerkt, dass da was nicht stimmt - denn da hat natürlich der "Druck-Version"-Link gefehlt!