Spiritistische Wasserkunst - HUG

Willkommen zu einer neuen Ausgabe der spiritistischen Wasserkunst. Der heutige Artikel befasst sich mit einer etwas älteren Deckart, die durch die neue Karte Superflinker Megahamster einen neuen Schub bekommen hat. Ich spreche vom Catsynchro-Deck. Damals hatte das Deck aus den 7-Sterne Monstern Arkanitmagier und Finsterer Jagdbomber seine Kraft gezogen, indem nach einem aufgedeckten Gravekeeper's Spy zwei Spione auf dem Feld hatte und nach dem Opfern einer Rettungskatze 2 X-Säbel Airbellum. Diese konnten zusammen zu den beiden oben genannten 7-Sterne Monstern synchronisieren und je nach belieben die Feldkarten des Gegners zerstören oder dem Gegner die gesamten Lebenspunkte rauben.

Wie sieht so ein Deck heutzutage aus, warum ist es gut und welche verschiedenen Arten existieren, so ein Deck zu bauen? Wie boardet man am besten dagegen, welche Schwächen hat es und sollte man eher passiv oder aktiv spielen? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich im heutigen Artikel.



Die Deckliste



Es gibt natürlich sehr viele verschiedene Arten, so ein Deck zu spielen oder zu bauen, dies sei vorweg gesagt. Hier präsentiere ich nun eine Liste, die sowohl Michel Grüner als auch Claudio Kirchmair vor ein paar Wochen in Paris bei der Dark Leeroy Challenge gespielt haben. Beide kamen in die Tops, Michel Grüner sogar bis ins Finale wo er unglücklich verlor. Dies zeigt, dass dieses Deck wirklich Klasse haben muss.


HUG-Deck (Hamster-United Gosus)



Monsters: 20

3 Grabwächters Spion

3 Ryko, Lichtverpflichteter Jäger

3 X-Saber Airbellum

2 Cyber Dragon

2 Super-Nimble Mega Hamster

1 Caius the Shadow Monarch

1 Dark Armed Dragon

1 Gorz the Emissary of Darkness

1 Grabwächters Abkömmling

1 Plaguespreader Zombie

1 Rescue Cat

1 Summoner Monk


Spells: 12

3 Book of Moon

2 Pot of Avarice

2 Smashing Ground

1 Brain Control

1 Heavy Storm

1 Mind Control

1 Mystical Space Typhoon

1 Scapegoat


Traps: 8

2 Bottomless Trap Hole

1 Call of the Haunted

1 Dimensional Prison

1 Mirror Force

1 Solemn Judgment

1 Starlight Road

1 Torrential Tribute


Extra Deck: 15

2 Arcanite Magician

2 Stardust Dragon

1 Verbündeter der Gerechtigkeit Catastor

1 Armory Arm

1 Black Rose Dragon

1 Brionac, Dragon of the Ice Barrier

1 Chimeratech Fortress Dragon

1 Colossal Fighter

1 Goyo Guardian

1 Magical Android

1 Mist Wurm

1 Thought Ruler Archfiend

1 X-Saber Urbellum


Side Deck: 15

2 Breaker the Magical Warrior

2 Dust Tornado

2 Legendary Jujitsu Master

2 Spiegel der Schwüre

2 Nobleman of Crossout

2 Trap Hole

1 D.D. Krähe

1 Jinzo

1 Starlight Road




Die Strategie



Schauen wir uns zu allererst mal den Grundbuild an. Als erstes fällt auf, dass Michel und Claudio ganze 8 Flippmonster spielen. 3 Spione, 3 Ryko und 2 Hamster. Dies lässt das Deck auf den ersten Blick sehr defensiv wirken. Allerdings sei gesagt, dass das Deck meist nach einem Flip schon zum spielentscheidenden Schlag ausholen kann. Die Spione erzeugen Kartenvorteil und Feldvorteil, der sich durch die neuere Karte Gravekeeper's Descendant noch mehr ausnutzen lässt. Damit machen 3 Spione noch mehr Sinn, dazu hat man wieder mehr Möglichkeiten, störende Karten wie einen Kolossaler Krieger vom Feld zu bekommen. Genauso kann er die Spiegelkraft oder eine Bodenlose Fallgrube mit Leichtigkeit zerstören, wenn er durch einen Spion gesucht wurde. Dies ist deshalb so wichtig, da dann durch eine Rettungskatze unglaublicher Vorteil mit 2 X-Saber Airbellum erzeugt werden kann. Diese können danach 2 Handkarten klauen und dazu zu einem Arkanitmagier oder anderen Monstern synchronisiert werden. Dies lässt dem Gegner kaum noch eine Chance, das Spiel zu wenden.


Der Hamster macht ähnliches, er lässt einem hier die Wahl zwischen Ryko, Lichtverpflichteter Jäger oder X-Saber Airbellum. Der eine zerstört eine beliebige Karte des Gegners, der andere lässt sich leicht synchronisieren oder aber er kann dem Gegner Handkarten klauen. Beides ist eigentlich niemals schlecht, dazu kann man sich sehr flexibel an den Gegner anpassen. Sehr viele Karten im Deck haben einen Zerstörungseffekt, das hilft den 3 X-Saber Airbellum direkt anzugreifen. Und dieser direkte Angriff ist der erste Weg zum Sieg, da man dem Gegner seine Strategien am leichtesten kaputt macht, wenn man ihm Handkarten klaut.

Dann helfen die vielen Flippmonster, dem Gegner keinen Zugang zu den eigenen Lebenspunkten zu geben. Bei schlechteren Händen kann sehr defensiv mit dem Deck gespielt werden, da das setzen eines Hamsters nie Nachteil bedeutet. Selbst wenn der Gegner drei starke Monster auf dem Feld hat. Der Hamster kann einfach einen Ryko suchen, der wiederum ein starkes Monster zerstört. Damit hat man selbst eine Handkarte verloren (Den gelegten Hamster) und der Gegner ein starkes Monster und er kam nicht durch zu den eigenen Lebenspunkten.


Die zwei Cyber Drache unterstützen weiter die X-Saber Airbellum, da sie den Weg entweder mit einem Angriff freimachen können, sich zu einem 8-Sterne Monster synchronisieren lassen oder gegen Maschinendecks den Chimeratech Fortress Dragon holen können. Grade Machina-Decks sind groß im Kommen und da hilft der eigene Drache extrem. Erwähnenswert ist noch der Einbau des Summoner Monk, da er nur ein sehr gutes Ziel hat: Die Rettungskatze. Unterstützt wird der Mönch durch 2 Topf der Trägheit, welche die Katze wieder in das Deck mischen können. Sie ist die absolute Schlüsselkarte im Deck, da sie allein entscheidenden Vorteil oder aber den One Turn Kill verursachen kann. Mit dem Beschwörungsmönch zusammen lässt sich dann ein X-Saber Airbellum sogar noch zu dem bereits erwähnten Arkanitmagier synchronisieren, so dass der zweite X-Saber Airbellum wieder einen direkten Weg auf die Lebenspunkte hat.


Bei den Zauberkarten fallen die 3 Book of Moon auf, die sich natürlich sowohl bei den eigenen Monstern durch die vielen Flippeffekte lohnen als auch den Gegner sehr oft stören können. Dann werden 2 Topf der Trägheit gespielt, welche sich durch die vielen searcher lohnen. Andauernd werden Monster aus dem Deck gesucht oder durch die 3 Ryko Karten vom Deck auf dem Friedhof gelegt. Damit kann ein Topf recht schnell aktiviert werden.


Als letztes kann gesagt werden, dass das Deck recht viele Fallen spielt. Diese helfen, die eigenen Monster sowie die Lebenspunkte zu beschützen und weiter das Feld des Gegners zu räumen. Wie wichtig dies ist, wurde ja schon bei den X-Saber Airbellum erwähnt. Des weiteren helfen sie, die eigenen Monster erst im eigenen Zug zu flippen. Dies kann beispielsweise bei einem Ryko helfen, der danach für einen Caius der Schattenmonarch geopfert werden soll. Man merkt, die Liste ist sehr durchdacht.

Natürlich kann man das Deck auch auf andere Arten bauen, beispielsweise mit 3 D.D. Kriegerin und/oder vielen Monarchen. Allerdings hat dieses Deck schon bewiesen, dass es gut ist. Wenn man Karten bei dieser Version verändern will, lassen sich Chaos Hexer oder Gold Sarcophagus leicht integrieren.




Das Sideboarden


Wie boardet man nun mit dem Deck und was boardet man gegen das Deck? Da das Sideboard aufgeführt ist, wird man gleich erkennen wogegen man viel tun sollte. Je nachdem was der Gegner spielt, kann man dem Deck noch mehr Defensive durch mehr Fallen geben, ihm mehr Karten geben um gegnerische Fallen zu zerstören oder spezielle Antikarten boarden, wenn der Gegner auf Gladiatoren oder auf den eigenen Friedhof spielt.


Aber was boardet man gegen so ein HUG? Das eigene Sideboard ist meist aufs eigene Deck abgestimmt, also stellt man sich lieber die Frage was die Schwächen dieses Decks sind um gerade dort anzufangen, es zu stören. Ein Ansatz wären die vielen Flippmonster. Hier könnte man dem Gegner sehr leicht mit geboardeten Nobleman of Crossout extrem schaden, da alle entfernten Monster unwiederbringlich verloren sind. Genauso kann man versuchen, den Gegner nie dazu kommen zu lassen, Monster aufzudecken, indem man sie vorher immer versucht zu zerstören. Dies kann mit einem Monarchendeck gelingen, welches immer die gegnerischen Monster mit Seelentausch und dem entsprechendem Monarchen oder einfach so einem Caius mit Baumfrosch zerstört. Damit lässt man dieses Deck gar nicht erst dazu kommen, ins Spiel einzutauchen. Weitere störende Karten für dieses Deck sind Battle Fader sowie Light and Darkness Dragon. Der Battle Fader kann jeden erfolgreichen Angriff eines Airbellum doch noch vereiteln, genauso kann er den OTK einer Rettungskatze verhindern. Dann besitzt dieses Deck keine Karten wie Honest, Cyber Valley, Lichtverpflichtetmonster oder Baumfrosch, welche einem Light and Darkness Dragon sofort alleine den Wind aus den Segeln nehmen. Gegen solche Karten kann das Deck auch nach dem boarden nicht extrem viel machen.

Dies alles zeigt, dass man das Deck nicht in Fahrt kommen lassen sollte. Wenn es denn erst einmal im Spiel drin ist, ist es sehr schwer zu stoppen. Damit ist auch die letzte Frage geklärt, nämlich nach aktivem oder passivem Spiel. Spielt man zu passiv und überlässt dem Gegner die Initiative, dann kann er mit seinen vielen Flippeffekten und Monster-removals die eigenen Reihen zerstören und danach alle Handkarten klauen. Spielt man aktiv genug, dann hat man gute Chancen den Gegner in seinem Aufbau stark zu stören. Ein passiver Spieler hat dennoch mit mehrfach integrierten Battle Fader gute Chancen gegen das Deck, da er noch im letzten Moment alles Schlimme verhindern kann.



Ich hoffe, ich konnte euch das Deck inklusive den Vorzügen sowie den Nachteilen ausführlich erläutern. Dies kann euch in künftigen Turnieren helfen, die richtigen Aktionen gegen solche Decks zu finden oder euch ermuntern, selbst so ein Deck auszuprobieren. Ich freue mich auf die Kommentare im Diskussionsthread,


Mit freundlichen Grüßen,

Wassergeist.