Techs fürs Format
von Deckcreator16 am 06.10.2017 um 21:00 Uhr


Willkommen zum Blick in die Deckbox. Heute möchte ich mal einen genaueren Blick auf Karten werfen, die im OCG einiges an Aufsehen erregt haben und zugleich überdenken, welche Chancen diese Karten in unserem Meta haben werden.
Ein Schwarzflügel kommt selten allein


Name: Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten
Card Type: Monster
Attribute: Dark
Types: Winged Beast / Tuner / Effect
Level: 5
ATK / DEF: 0 / 0
Effect:
Cannot be Normal Summoned/Set. Must first be Special Summoned (from your hand) while you control no monsters. When this card is Special Summoned from the hand: You can Special Summon 2 "Vague Shadow Tokens" (Winged Beast-Type/DARK/Level 1/ATK 0/DEF 0), but they cannot be Tributed or be used as Synchro Material. You can banish this card and 1 or more face-up non-Tuners you control, then target 1 "Blackwing" Synchro Monster in your Graveyard whose Level equals the total Levels the banished monsters had on the field; Special Summon it, and if you do, it is treated as a Tuner.



Die erste Karte die ich betrachten möchte ist eine Karte aus dem gut bekannten Themendeck der Schwarzflügel-Karten und nennt sich Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten. Dieses Empfängermonster der Stufe fünf kann sich ähnlich wie es schon Photonendrescher spezialbeschworen werden, wenn man selber keine Monster kontrolliert. Hierbei muss der Gegner auch kein Monster kontrollieren, wie es bei Cyber Drache die Bedingung ist. Doch das wäre noch lange nicht ausreichend um ihn gut zu machen. Denn wenn seine eigene Spezialbeschwörung, die keine Kette startet, erfolgreich war, so darf man anschließend noch zwei Spielmarken als Spezialbeschwörung beschwören(dies startet eine Kette).
Somit macht die Karte ein virtuellen Kartenvorteil von zwei[1]. Früher hat man das genutzt um zum Beispiel mit Metallfose zwei "Karten" zu erhalten, die man für den Effekt der Pendel-Monster in den Pendelzonen verwenden konnte und anschließend mit dem Gofu einen der spielstarken Synchromonster bauen durfte. Doch speziell durch die neuen Link-Monster, welche man anders als bei XYZ-Monstern auch mit Spielmarken bauen darf, stellt diese Möglichkeit schon einen klaren Vorteil dar, da sie doch jedem Deck zur Verfügung steht. Da es sich bei den Spielmarken aber um normale Monster handelt, und viele Link-Monster noch sehr große Einschränkungen in ihrer Beschwörungsbedingung haben, ist das noch nicht wirklich Optimal. Wobei ich im folgenden drei Kombos zeigen möchte, welche einem mit Gofu zur Verfügung stehen:

Starten wir mit einer Kombo die wohl allen bekannt sein sollte, da es die bekannteste ist:
Benötigt: Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten sowie ein leeres Monsterfeld
Ergebnis: ein Dekodier-Sprecher, welcher zwei verlinkte Monsterzonen generiert
1. Spezialbeschwöre Gofu durch seinen Effekt und beschwöre anschließend die Spielmarken
2. verwende beide Spielmarken, um einen Proxydrache zu beschwören.
3. Da alle notwendigen Monster auf dem Feld nun Effektmonster sind, und mit dem Link Marker dazugerechnet drei Monster kontrolliert, kann man aus Proxydrache und Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten einen Dekodier-Sprecher beschwören.

Gehen wir nun einen Schwierigkeitsgrad höher:
Benötigt: Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten und ein beliebiges, normalbeschwörbares Monster(im folgenden Künstlerkumpel - Schädelkrobat Clown)
Ergebnis: Missus-Strahler sowie ein verlinkter Proxydrache, welche zusammen drei verlinkte Monsterzonen generieren
1. Erneut spezialbeschwören wir Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten mit zwei Spielmarken
2. Nun Normalbeschwören wir Künstlerkumpel - Schädelkrobat Clown und nutzen seinen Effekt um uns eine beliebige, passende Karte zu suchen.
3. Nun verwenden wir einen der Spielmarken und machen daraus Link-Spinne, welche wir so platzieren, dass sie auf eine leere Monsterzone zeigt. Alternativ ginge aber auch die Zone, in der die zweite Spielmarke liegt.
4. Unterhalb der ersten Link-Spinne kann man mit der zweiten Spielmarke eine zweite Link-Spinne bauen.
5. Da es sich bei Link-Spinne um ein Erde-Monster handelt, kann man die zwei Link-Spinnen zu einem Missus-Strahler weiterverarbeiten. Den neu beschworenen Missus-Strahler wird anschließend in eine freie Extra Monster Zone gelegt(bevorzugt die, wo die erste Link-Spinne drinne war). [2]
6. Aus dem verbliebenen Künstlerkumpel - Schädelkrobat Clown und Schwarzflügel Gofu - der vage Schatten baut man anschließend einen Proxydrache in die mittlere Main Monsterzone, auf die inzwischen der Missus-Strahler zeigt. Nun hat man also die zwei Monsterzonen, auf die Proxydrache und die eine verbliebene Monsterzone, auf die Missus-Strahler seinen Pfeil stehen hat.

Speziell wenn man jetzt bedenkt, das man zum Beispiel ein Pendeldeck spielt, wofür der Künstlerkumpel Schädelkrobat Clown sogar schon im Extradeck liegt, kann man das Extra Deck noch mit zwei weiteren Monstern füllen, um das volle Potenzial aus den generierten Zonen zu holen. Prinzipiell sorgt dies also dafür, dass Pendel fast genauso spielen kann, wie vor der Einführung der Linkbeschwörung.

Nun aber zu einer Kombo die die wenigsten schon kennen dürften. Im Prinzip sind die Bedingungen genau die gleichen wie die Kombos zuvor, bis auf die Notwendigkeit von mindestens einer gegnerischen Karte:
Benötigt: Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten und ein beliebiges Monster, was man normalbeschwören kann(erneut Künstlerkumpel Schädelkrobat Clown) sowie muss der Gegner mindestens eine Karte kontrollieren
Ergebnis: Ningirsu, der Weltkelch-Krieger welcher zwei verlinkte Zonen generiert, eine freie Extra Monsterzone, sowie ein nicht zielender, nicht zerstörender Schuss auf eine gegnerische Karte
Schritt 1 bis 3 kann man aus der vorherigen Kombo übernehmen
4. Unterhalb der Link-Spinne legt man nun über Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten und Künstlerkumpel Schädelkrobat Clown nun den Proxydrache.
5. Nun verwendet man die zweite Spielmarke und legt eine weitere Link-Spinne links oder rechts neben Proxydrache.
6. Aus der frisch beschworenen Link-Spinne und dem Proxydrache baut man nun Ningirsu, der Weltkelch-Krieger, welchen man in die Zone platziert, wo die erste Link-Spinne draufzeigt.
7. Anschließend nutzt man den Effekt von Ningirsu, der Weltkelch-Krieger und kann damit die Link-Spinne sowie die gegnerische Karte zum Friedhof senden. Außerdem hat man so erneut drei Zonen frei, in denen Man Monster aus dem Extradeck beschwören kann.

Gerade die letzte Kombo find ich ziemlich beeindruckend, da sie dem Spiel ein Board-brechenden Effekt gibt. Zudem verbraucht dies alles nur eine Normalbeschwörung, was sich auch dann noch ausgezahlt hat, wenn der Gegner die Kombo unterbricht, da man so eines seiner Outs herausgelockt hat.

Und auch wenn diese drei Kombos schon besonders zentral für die Möglichkeiten stehen, gibt es noch hunderte weitere Möglichkeiten, die uns der schwarzgefiederte Vogel bringt. Und genau hier frage ich mich, warum er hier nicht wie im OCG auch auf eine Karte limitiert wurde.

Klar ist es, dass die Karte noch keinen Einfluss auf das Format hatte. Speziell Zoodiak war zu stark, brauchte zu viel Extradeck und konnte die Kombos eines Gofu-Spielers leicht unterbrechen. Doch seit die neue Liste der verbotenen und limitierten Karten bei uns erschienen ist, hat sich das Meta stark gewandelt und Gofu stellt nun eine wichtige Option dar. Zudem ist dieses Argument wenig wert, da in der selben Stellung auch das OCG stand, welche mit dem erscheinen der Link Mechanik direkt eine neue Liste bekam, die den Vogel auf eine Kopie beschränkt hatte.

Zudem wird die Verfügbarkeit von Gofu einiges verändern, da es beispielsweise eine spielstarke Option im Spioral darstellt, große Synchromonster wie Korallendrache oder Antiker Feendrache[3] zu beschwören, während die Spielmarken zu einem Missus-Strahler weiterverarbeitet werden können. Insbesonder da uns noch der Trigate Wizard fehlt, stellt dies eine gute Option für London dar, einige gute Spiefelder aufzubauen.
Ein Fresser fürs Problem-Match


Name: Millionenfresser
Card Type: Monster
Attribute: Dark
Types: Fiend / Effect
Level: 1
ATK / DEF: ? / ?
Effect:
Cannot be Normal Summoned/Set. Must be Special Summoned (from your hand) by banishing 5 or more cards from your hand, field and/or Extra Deck, face-down, and cannot be Special Summoned by other ways. This card gains 100 ATK and DEF for each face-down banished card. This face-up card on the field cannot be Tributed, nor used as Material for a Fusion, Synchro, or Xyz Summon. Once per turn, at the start of the Damage Step, if this card battles an opponent's monster: You can banish that opponent's monster, face-down.



Ein andere Karte die immer mehr Einfluss im OCG zeigen konnte war Millionenfresser. Dieser kann von der Hand spezialbeschworen werden, ohne dabei eine Kette zu starten, indem man fünf Karten in beliebiger Kombination aus der Hand, dem Spielfeld oder dem Extradeck verdeckt verbannt. Dabei werden seine Angriffs- und Verteidigungspunkte ein vielfaches von 100 mal der Anzahl verdeckt verbannter Karten. Somit würde er zwischen 500 und 2500 ATK/DEF haben[4], doch sind diese im Vergleich zu seinen Effekt eher irrelevant: am beginn des Damage Steps verbannt er die gegnerische Karte, mit der er gekämpft hätte. Somit wird er nicht durch einen Kampf zerstört werden und kann einem gegnerische Problemmonster unzielend und ohne sie dabei zu zerstören, entsorgen.
Nun wäre natürlich die Frage was man anschließend mit dieser Karte macht. Da die Karte explizit Nutzungen für einen Tribut(ob nun Karteneffekt oder Tributbeschwörung) oder einer Synchro- oder XYZ-Beschwörung verbietet, und nicht jede Beschwörungsart aus dem Extradeck verbietet, sind neue Beschwörungsarten wie es die Linkbeschwörung ist, ein gefundenes Fressen für solch eine Karte. Im OCG nutzt man an diesem Punkt Linkuriboh, welcher beschworen werden kann, indem man ein Level eins Monster verwendet. Dieses haben wir also in dem Fresser gefunden. Zusätzlich stellt der Kuriboh nicht nur einen Link-Zeiger nach unten, sondern kann er auch im Damage Step als Tribut angeboten werden, um die ATK des anggreifenden gegnerischen Monsters bis zum Ende des Spielszuges auf 0 zu setzen. Hat dieser also vor mit einem seiner Monster in ein anderes Monster hineinzurennen, so kann man den Effekt des Kuribohs nutzen, um anschließend dafür zu sorgen, dass der Gegner sein Monster im Kampf mit einem anderen Monster verliert. Doch im Regelfall wird das Monster den Kuriboh selber angreifen, weshalb man den Kuriboh anschließend selber als Tribut anbieten darf, um den Angriff ins leere gehen zu lassen[5].
Und wenn das noch nicht genug war, so kann man den Kuriboh einmal pro Spielzug(als Schnelleffekt) zurück aufs Spielfeld bringen, indem man ein Stufe 1 Monster als Tribut anbietet.

Hier liegt bloß ein einziges Problem: wir haben den Kuriboh nicht. Und insbesondere, da er inzwischen bestätigt eine Promo der amerikanischen Shonen Jump wird, wird es uns im TCG für eine lange Zeit verboten sein, diesen zu spielen, bis er dann endlich in einem regulären Produkt auch in Europa erscheinen wird. Zugleich entsteht so ein "geographisches" Problem: nun kann man das TCG und das OCG nicht nur als getrennt betrachten, sondern auch Amerika und Nicht-Amerika. Ergebnisse aus Amerika werden wieder weniger Einflüsse auf Europäische Turniere haben, da uns meist ein essentielles Puzzleteil für ein verbessertes Matchup oder einer wichtigen Kombo fehlen wird[6]. Zugleich würde es dafür Sorgen, dass eine nächste Liste der verbotenen und limitierten Karten eine Einschränkung für Karten bedeuten dürfte, die sonst für ein besonderes gutes abschneiden des Kuribohsabschneiden hätten sorgen können.

Aber kommen wir zurück zum Millionenfresser: wofür könnte man ihn noch benutzen? Zuerst einfallen würde mir hier ganz klar Proxydrache, wo er ähnlichen nutzen wie beim Linkuriboh erfüllen kann. Bloß benötigt er im Vergleich zum Kuriboh Setup, was ihn ein wenig schwächer macht.
Ansonsten erfreuen sich auch Extradeck-arme Decks an ihm. Schönstes Beispiel stellt hier Wahre Drachos dar, welche ohne Probleme ihr Extradeck verbannen können und in Fällen wo man den Fresser nicht mehr brauch mit dem Spielfeldzauber Dragonische Darstellung zerstören.

Jetzt stellt sich nur die Frage: wo bringt mir der Effekt von Millionenfresser ein besseres Matchup? Im OCG war dieses Ziel relativ einfach gefunden: Die Effekte der kleinen Wahre Dracho Monster aktivieren sich nicht im Damage Step, weshalb man sie auf diesen Weg gut entsorgen kann, ohne dafür zu Sorgen, dass der Gegner mit Vorteil herausgeht.
Im TCG wird es dahingehend schwerer. Da bei uns Meister-Peace, der Wahre Dracho-Schlachtkönig noch in dreifacher Ausführung verfügbar ist, während all die guten Mini-Drachos eingeschränkt wurden, veränderte das Deck seinen Fokus noch weiter auf den großen Boss, welcher den Fresser einfach im voraus zerstört.
Und schaue man sonst so durch die Runde, wird einem nur sehr wenige Einsatzgebiete im Meta auffallen: Paleozoisch-Monster sind immun gegenüber die Effekte, Pendelmagier bietet auch nicht wirklich viele gute Ziele und macht selber zu viel im Damage Step, Invoked hat entweder einen Beschwörer Mechaba, welcher den Fresser negiert oder einen Raidjin, welcher ihn verdeckt.
Nicht einmal das kommende Spioral wirkt wirklich davon betroffen, wenn es dieses Monster abbekommt.
Aber einige wenige Nutzungsmöglichkeiten gibt es: Zuerst einmal wäre es eine gute Board-Karte für Wahre Dracho-Decks um gegen Beelze von den Diabolischen Drachen im Pendelmagier etwas zu unternehmen. Und auch Trickstar erfreut sich an dem Monster. Entweder weil man es als zusätzliches Link Material verwenden kann, oder weil man es zusammen mit Schwarz Glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs für eine Chaos-Variante verwenden kann. Zudem brauch dieses Deck nur sehr selten sein Extradeck, weshalb die verlorenen Extradeckkarten verschmerzbar sind.
Ansonsten darf man dieses Monster aber im Auge behalten, da es auch für Zukünftige Decks eine gute Möglichkeit darstellt, unwählbare Monster zu entsorgen, schnell höhere Link-Monster freizuschalten, oder um es für kleine Techs zu verwenden.
Das Goat Format kehrt zurück


Name: Instant Fusion
Card Type: Spell
Types: Normal
Effect:
Pay 1000 LP; Special Summon 1 Level 5 or lower Fusion Monster from your Extra Deck, but it cannot attack, also is destroyed during the End Phase. (This Special Summon is treated as a Fusion Summon.) You can only activate 1 "Instant Fusion" per turn.



Die letzten beiden Karten werde ich unter der selben Überschrift nehmen, da sie gerne Scherzhaft mit dem Goat-Format verglichen werden[7]. Zuerst möchte ich dabei auf Instant Fusion eingehen. Dieses erfüllt ähnlich wie der Millionenfresser die Aufgabe, schnell und einfach ein Monster aufs Feld zu bringen, welches man anschließend für eine Link-Beschwörung verwenden kann. Im OCG ist dies bevorzugt Tausendäugiges Opfer, welches nicht nur als Monster-Removal agiert, sondern zugleich auch für den Linkuriboh verwendet werden kann. Aber da das weniger geht, können wir uns noch andere Aspekte anschauen.
Denn anders als Millionenfresser ist das Nutzungsgebiet nicht so stark eingeschränkt. Im Grunde kann man jeden Effekt ausnutzen, der schon als Fusionsmonster erschienen ist:
So ist es beispielsweise möglich Beschwörer Raidjin zu beschwören, um ein gegnerisches Monster zu verdecken und anschließend für eine Rang 5 oder eine beliebige Link-Beschwörung weiterzuverwenden, oder indem man ihn selber verdeckt, damit er in der Endphase nicht zerstört wird und im Folgezug als vollwertiges Monster zur Verfügung steht. Ansosnte kann man die Zauberkarte dafür verwenden, Panzer Drache zu beschwören, welcher zwar erst in der Endphase seinen Effekt bekommt, damit aber eine beliebige Karte zerstören kann, was auch gegen Verdeckte Monster oder Zauber-/Fallenkarten hilft. Oder man verwendet Instant Fusion um Karbonala Krieger oder Seltener Fisch zu beschwören, um damit die beliebten Link Monster Missus-Strahler oder Mister Sternenboy leichter herauszubekommen[8]. Aber es wäre auch denkbar beispielsweise El Schattenpuppe Winda zu beschwören, um sie als Linkmaterial zu verwenden und ihren Recyclings-Effekt zu triggern. Oder man verwendet Seemonster von Theseus um schnellen und leichten Zugriff auf starke Synchromonster wie Antiker Feendrache oder Psi-Hüllenlord Omega zu bekommen.
Im Grunde steigt also der Powerlevel dieser Karte anhand seiner erlaubten Ziele an. Aber auch die Auswahl neuer Linkmonster wird einen großen Einfluss auf die Karte haben.



Name: Scapegoat
Card Type: Spell
Types: Quick
Effect:
Special Summon 4 "Sheep Tokens" (Beast/EARTH/Level 1/ATK 0/DEF 0) in Defense Position. They cannot be Tributed for a Tribute Summon. You cannot Summon other monsters the turn you activate this card.



Und zum Abschluss folgt die wohl defensivste Karte unter den vorgestellten Karten: Sündenbock. Als einzigste Karte, die es nach den Hype in vereinzelte Decks geschafft hat, ist es gerade diese Defensive, die es im Vergleich zu allen anderen Hypekarten zum erfolg geführt hat.
Ihre Funktionsweise nochmal im Schnelldurchlauf: aktiviert man sie, darf man vier Spielmarken beschwören, wenn man dafür zuvor und danach keine Spezialbeschwörung gemacht hat. Als Schnellzauberkarte ist es dieser Karte zugleich erlaubt im gegnerischen Zug zu aktivieren, was ihren Nachteil der fehlenden Spezialbeschwörung ausgleichen kann, und zugleich eine Funktion als OTK-vereitelnde Karte einnehmen kann.
Außerdem haben diese Spielmarken das Attribut Erde, was sie gegenüber die Spielmarken von Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten ohne großen Support und Extradeckplatz nützlich macht. So kann man doch einfach aus zwei Spielmarken direkt den Missus-Strahler bauen.

Aber auch ähnlich wie bei Gofu erlaubt dieses Monster einige Kombos. Im folgenden ein paar Kombos als Auszüge:
Benötigt: Ein benutztes Sündenbock, welche bevorzugt in der gegnerischen Endphase verwendet wurde:
Ergebnis: Ein Missus-Strahler und ein Proxydrache, welche drei verlinkte Zonen generieren.
1. Verwende zwei Spielmarken um Missus-Strahler zu bauen.
2. Verwende die übrigen zwei Spielmarken um einen Proxydrache in die mittlere Main-Monsterzone zu legen.

Wir haben also im Grunde das Feld aufgebaut bekommen, welches man sonst nur über Gofu und einem beliebigen Monster hinbekommen hätte.

Aber auch das wäre möglich:
Bedingung: Ein benutztes Sündenbock
Ergebnis: Ein Firwall Drache
1. Hier benötigen wir keine Zwischenschritte. Einfach alle vier Spielmarken zum Firewall Drache weiterverarbeiten.

Diese Kombo wird auch gerne im Trickstar verwendet, welches anschließend über eine Normalbeschwörung von Trickstar Candina und einer Trickstar Lycoris in einen FTK enden kann.

Möglich wäre auch das:
Bedingung: Ein benutztes Sündenbock
Ergebnis: Ein Borelload Dragon
1. Wir bauen wie im ersten Beispiel Missus-Strahler über zwei Spielmarken
2. Nun brauchen wir nur noch genau zwei Effektmonster. Somit machen wir aus einer Spielmarke eine Link-Spinne und auch aus der anderen Spielmarke eine Link-Spinne, und legen beide in die verlinkten Zonen des Missus-Strahlers

Aber eine letzte Kombo möchte ich noch zeigen. Hierbei handelt es sich um eine etwas komplexere Kombo als die Kombos zuvor:
Bedingung: ein benutztes Sündenbock sowie eine Normalbeschwörung/ein weiteres Monster(es darf kein Ungeheuer- oder Erde-Monster sein)(Nehmen wir doch wieder Künstlerkumpel Schädelkrobat Clown).
Ergebnis: Ib, die Weltkelchpriesterin und Ningirsu, der Welkelchkrieger inklusive einer weiteren Handkarte und der Möglichkeit, anschließend noch eine Karte nichtzielend auf den Friedhof zu senden.
1. Benutze zwei der Spielmarken um Missus-Strahler zu bauen.
2. Wie immer Normalbeschwören wir unseren Künstlerkumpel Schädelkrobat Clown und nutzen seinen Effekt.
3. Nun benutzt man einen der Spielmarken und den Clown und beschwört damit eine Ib, die Weltkelchpriesterin und platziert sie in eine der beiden verlinkten Zonen. Im Regelfall wird dies aber die mittlere Zone sein.
4. Die letzte Spielmarke wird in eine Link-Spinne gehen und in eine beliebige Zone gelegt.
5. Anschließend beschwört man mit der Link-Spinne und Missus-Strahler einen Ningirsu, der Weltkelchkrieger, und platziert ihn Links oder Rechts neben die Ib. In diesem Moment aktiviert sich Ningirsus Effekt und lässt uns eine Karte ziehen. Zusätzlich haben wir zwei verlinkte Zonen und eine Extra Monsterzone, welche wir für 3 Beschwörungen vom Extradeck verwenden können. Die Ib beschützt zudem Ningirsu, während Ningirsu jederzeit nichtzielend auf den Friedhof senden kann.

Bestimmt könnte man die Liste nun endlos weiterführen, doch dann würden wir zu nichts kommen. Fakt ist, dass dies genügend Gründe sind, die die Beliebtheit dieser alten Karte begründet. Zugleich sorgt aber auch der Verbot der Spezialbeschwörung dafür, dass nur die wenigsten Decks sich im Moment auf diese Karte verlassen. Denn im Grunde ist diese Karte nicht sofort nützlich. Sie muss zumindest einen Zug lang liegen, was dafür sorgt, dass sie anders als Schwarzflügel - Gofu der vage Schatten tatsächlich erstmal nur virtuellen Kartenvorteil ist. Zwar ist das Spiel seit unserer letzten Liste der verbotenen und limitierten Karten wieder spürbar langsamer geworden, weshalb man solche Karten gerne mal wieder ausprobieren kann, zugleich kann sich dies aber auch sehr schnell wieder ändern.
Was übrig bleibt
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieses Artikels angekommen. Ich hoffe das er euch gefallen hat, da er zugleich auch ein Ausgleich für die fehlenden Card Ratings darstellt. Falls ihr Interesse daran habt, diesen Posten zu übernehmen meldet euch einfach mal bei beispielsweise Pfannkuchen im Forum.
Ansonsten hoffe ich, dass der Artikel einiges an Inspiration gebracht hat. Habt ihr selber einige Karten, die ihr auch gerne unter diesem gesehen hättet? Oder habt ihr etwas zu den einzelnen Karten noch hinzuzufügen? Falls ja solltet ihr sofort im Diskussionsthread vorbeischauen.




[1] Jetzt kommt bestimmt die Frage was ein virtueller Kartenvorteil ist. Im Grunde ist das ein Vorteil, anders als der reale Kartenvorteil, der einem erst in der Zukunft zu einem Vorteil wird. Ein schönes Beispiel wäre hier die Normalbeschwörung von Zoodiak-Rattpier, welche eine Zoodiak-Combo vom Deck auf den Friedhof legt. Praktisch gesehen macht dies keinen Kartenvorteil, aber man kann sie im nächsten Zug vom Friedhof verbannen, um eine Karte zu ziehen und damit ein realen Kartenvorteil erzielen.

Aber warte mal. Bei der Spezialbeschwörung hat man doch zwei weitere "Karten", ergo hat man doch einen realen Kartenvorteil. Wobei man hier bedenken kann, dass diese Spielmarken alleine gesehen nichts machen, und man sie nicht als realen Kartenvorteil ansehen kann. Aber ihr werdet gleich sehen, wie man daraus realen Vorteil machen kann.
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[2] Einigen sollte es schon aufgefallen sein, dass man bis hier hin mit Missus Strahler die selbe Anzahl an effektiv nutzbaren, verlinkten Monsterzonen hinlegen kann, ohne dabei den Schwarzflügel Gofu verwendet haben zu müssen. Das ist je nach Situation sogar sinnvoller, da man so keine verlinkte Zone dem Gegner schenken kann. Zudem kann man den verbliebenen Gofu noch für andere Beschwörungen weiterverwenden. Doch ist es manchmal auch von Vorteil, wenn man den Gegner dafür bestrafen kann, dass er seine Karten ohne drüber nachzudenken auf das Spielfeld klatscht, indem man den Dekodier-Sprecher so platziert, dass er noch weitere 500 ATK als Push erhält.
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[3] Dieser wird voraussichtlich immer über Koralldrache inklusive einer zweiten Nutzung von Spioral Quik-Fix gebaut werden. Alternativ ginge aber auch eine Handtrap wie Geisteroger und Schneehase inklusive Spioral - Super Agent.
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[4] Inzwischen kann man es wirklich so sagen: Topf der Begierden ist so häufig vertreten, dass man davon ausgehen kann, dass minimal zehn Karten verbannt sind. Und da der Verstärkung auch die Anzahl der gegnerischen, verdeckt verbannten Karten einschließt, könnte er sogar ohne Probleme auf 2500 Angriffs- und Verteidigungspunkte kommen.
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[5] Kurzer Ruling-Check:
1. Im Damage Step können nur Effekt verwendet werden, die die Angriffs- und Verteidigungspunkte verändern, die Effekte annullieren können und die von sich aus in diesem Moment getriggert werden(bespielsweise wenn sich Lila-Toxin Magier selber im Damage Step durch seinen Pendeleffekt zerstört aktiviert sich sein Zerstörungseffekt, welchen der Gegner nur annullieren darf, aber nicht beispielsweise mit einer Karte reagieren lassen darf, die seine Monster vor Zerstörung schützen würde, ausgenommen sie hätte einen ATK/DEF verändernden Effekt wie Pianissimo).
2. Wenn sich die Anzahl der Monster im Kampf verändert, kann man den Angriff Neustarten und ein neues Angriffsziel wählen. Davon ausgenommen ist der Damage Step. Wird eines der nicht-kämpfenden Monster zerstört hat dies keinen Einfluss auf den Kampf.
3. Wenn eines der kämpfenden Monster das Spielfeld verlässt, wird der Kampf an diesem Punkt abgebrochen ohne es dabei zum Kampf kommen zu lassen. Es wird dabei auch kein Neustart des Angriffs ausgelöst.

So. Was hilft uns das nun? Der Kuriboh wird sich also im Falle eines Kampfes mit einem gegnerischen Monsters im Damage Step selber als Tribut anbieten und der Kampf würde nicht zurückgesetzt werden. kämpft der Gegner hingegen mit einem anderen Monster so wird der Kampf auch nicht dadurch zurückgesetzt, dass man den Kuriboh als Tribut anbietet.
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[6] Bestimmt werde ich gleich an den Pranger gestellt, weil ich maßlos übertreiben würde. Schließlich geschieht so etwas ja häufiger als man denken möge. Hier wäre als Beispiel wohl Nummer S39: Utopia der Blitz genannt, welcher damals eine Promo geworden war, und so dass Matchup für Künstlerkumpel-Decks gegen das Kozmo-Deck stark verbesserte, und für ein größere Spielerzahl an Pendel-Decks und eine kleinere bei den Kozmo-Decks sorgte. Doch hat man in den Linkuriboh eine Karte, die nicht nur Extradeck spart, sondern auch eine Karte für eine Menge besserer Kombos und ein besseres Grind Game mit Decks, die stark auf Stufe eins Monster angewiesen sind. Speziell auf Hinblick von Spioral wird man sowas besser im Auge behalten wollen.
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[7] Wobei der Ansatz gar nicht mal so abwägig ist. Erst letztens habe ich mich mit einem Spieler scherzhaft darüber unterhalten, wobei wir dann einige Parallelen entdeckt haben. Denn was das Goat Format so "fair" macht, ist die geballte Menge an "unfairen" Karten, welche zugleich aber in geringer Quantität verfügbar sind, dass man sich gut überlegen muss, wann man sie einsetzt. Lassen wir mal den letzten Punkt außer acht, so konnten wir folgende Karten finden, die im aktuellen Format gespielt werden, und eine starke Ähnlickeit zu einer Powerkarte im Goat-Format aufzeigt:
Instant Fusion: der kleine Bruder von Metamorphose
Karte des Untergangs: Elegante Wohltäterin
Topf der Gier: Topf der Begierden
Kauz & Schlossvogel sowie Trickstar-Reinkarnationelke: Verbrecher-Duo
Man könnte also schon wirklich von einem Goat Format sprechen, wenn man es nur auf diesen Aspekt herunterbricht ;)
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[8] Irgendwo ist es ja schon ein wenig schade, dass normale Fusionsmonster als Nicht-Effektmonster behandelt werden, aber nicht als normale Monster. Wobei man auch zugleich argumentieren kann, dass ansonsten Instant Fusion zu stark wäre, sodass man sie bannen müsste. Und ähnlich wie Emporkömmling Goblin wäre dies ein Hit, den ich garnicht gutheißen könnte.
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