TCGMarket.eu

Yu-Gi-Oh Karten Shop

eTCG.de Partner: FanTrade.de

Top 10 EXFO - Die besten Karten aus Extreme Force

von Leseleff am 09.02.2018 um 20:57 Uhr

Halloha alle zusammen! Ich würde ja Helau sagen, aber ich bin Norddeutscher und würde deshalb lieber von einem Fischkutter aus ins offene Meer springen, als auf den Karneval zu gehen.
Falls es euch da wir mir geht, hätte ich da eine Alternative fürs Wochenende parat: Meinen neuen Top 10 Artikel lesen! Garantiert Jeckenfrei.
Platz 10: Mekk-Ritter Violetter Nachteinbruch


Los geht’s mit einem Vertreter des neuen Themendecks der „Weltvermächtinis“-Reihe: Den Mekk-Rittern. Und ja, die sind jetzt nicht gerade das, was man übermäßig stark nennen würde, und würde es sich bei EXFO nicht um ein tendenziell relativ schwaches Hauptset handeln, hätten sie es wohl nicht in Ranking geschafft.
Aber hey, statt über die mangelnde Stärke der Karten des Sets zu mekkern (Wortwitz: check), sehen wir uns die Dudes mal an.
Bei den bisherigen Mekk-Rittern handelt es sich allesamt um Licht-Monster vom Typ Psi der Stufe 5 oder höher. Man kann sie als Spezialbeschwörung von der Hand in eine Spalte des Spielfelds beschwören, in der schon mindestens zwei andere Karten liegen. Auf dem Feld besitzen die Monster dann zumeist Schnelleffekte, die darauf aus sind, im Zug des Gegners dessen Spiel stören, was das Thema zu einem recht control-lastigen Thema macht, das stark mit den Positionen der Karten auf dem Spielfeld arbeitet.
Als Repräsentanten für sein Thema habe ich den violetten Nachteinbruch gewählt, der nicht nur einen recht schönen Namen hat, sondern auch mit Sicherheit eines der wichtigsten Monster des Themas ist. Denn ähnlich wie Bujin Yamato stellt er einen Sucher dar, der jede Runde von Neuem benutzt werden kann. Wie gut Sucher sind brauche ich hoffentlich nicht erklären, deshalb gehe ich lieber gleich auf den praktischen Übelschar-Donnervogel-mäßigen Teil seines Effektes ein. Denn bevor er seine Suche startet, muss man ihn als Schnelleffekt erstmal bis zu seiner nächsten Standby aus dem Spiel entfernen. Klingt erstmal nach einem Dämpfer, ist aber in Wirklichkeit ganz praktisch, denn so kann man ihn zum Beispiel in der gegnerischen Standby Phase bis zur eigenem aus dem Spiel entfernen, wodurch er in der folgenden Main Phase erstmal sicher vor seinen Versuchen ist, ihn mit einem Removal zu entsorgen und man hat ihn sicher im nächsten Zug wieder zur Verfügung.
Oder aber, man verbannt ihn gleich in der eigenen Main Phase, um seinen Beschwörungs-Spot frei zu räumen, den man dann gleich wieder mit dem gesuchten Monster füllen kann. Kehrt der violette Nachteinbruch dann wieder zurück, kann man ihn in eine andere Zone verfrachten, wobei die Beschwörungsbedingungen nicht erfüllt werden müssen.
Außerdem ist seine Stufe ganz nützlich, da man ihn so, wie auch Mekk-Ritter Indigoblaue Sonnenfinsternis, eine andere Schlüsselkarte, mit Inzahlungnahme abwerfen oder mit Spielereien wie Wächter der Ordnung zu mächtigen Rang-8-Xyz-Monstern überlagern kann.
Nichtsdestotrotz muss man ihn erstmal beschwören, was sich insbesondere im ersten Spielzug als schwierig gestalten kann. Dort hat man zwei Möglichkeiten: Entweder, irgendwie vor dessen eigenem ersten Spielzug eine Karte auf das Feld des Gegners bringen oder eine der Extramonster-Zonen besiedeln, was dann neben der beliebigen gesetzten Zauber- oder Fallenkarte die zweite Karte in der Spalte wird. Deshalb sind Karten wie Schleifgolem (Noch ein Inzahlungnahme-Ziel) oder Instantfusion für das Deck obligatorisch.
Und dort liegt auch das größte Problem des Decks begraben: Eigentlich will man als zweiter Spieler ins Duell starten, um nicht auf solche Karten angewiesen sein zu müssen. Gleichzeitig will man den Gegner im aktuellen Format aber auch nur bedingt anfangen lassen, da dieser einem ja, wenn man nicht gerade eine Armee von Handtraps zur Hand hat, einfach ein volles, unbrechbares Board hinrotzen könnte. Deshalb wird man die Mekk-Ritter trotz solider Effekte und anspruchsvoller, spaßiger Spielweise wohl vorerst nicht allzu oft auf größeren Turnieren erblicken können.
Platz 9: Isolde, Heldin zweier Edler Rittergeschichten


In Zeiten, in denen selbst ein Star Wars-Film als positives Beispiel für eine hohe Frauenquote in Fantasy-Medien herangezogen wird, darf ich das mit meinen Yu-Gi-Oh!-Artikeln doch wohl auch.
Denn nachdem nun mit Synchro, Xyz und Pendel drei Spielmechaniken fast ohne starke Frauenfiguren vorbei gegangen sind, sieht das mit den neuen Link-Monstern selbst so kurz nach Beginn der neuen Ära schon ganz anders aus.
Trickstar Holly Engel und Akasha-Magier haben wir schon, Summon Sorceress, Mermail Abyssalacia und Aromaseraphy Jasmine verschimmeln noch auf unbestimmte Zeit im OCG und nun, in EXFO, kommen mit Bauchrednerduo Clara & Rushka sowie meinem Platz 9, Isolde, Heldin zweier Edler Rittergeschichten, zwei dynamische Duos hinzu.
Doch während erstere Karte außer einer Menge Waifu-Potenzial tatsächlich nicht allzu viel zu bieten hat, kann letztere sogar mit ihrem Effekt überzeugen. Für ihre Link-Beschwörung braucht sie mindestens zwei Krieger-Monster. Wird sie dann beschworen, kann man sich mit ihrem ersten Effekt erstmal ein Krieger-Monster auf die Hand suchen.
Eine Verstärkung für die Armee auf vier schlanken Beinen also, mit der man auch mächtige hochstufige Monster wie Schwarz-glänzender Soldat, Gesandter des Anfangs, einst eine der besten existierenden Karten (good times…), suchen kann und die dazu auch noch zwei neue Extra-Zonen eröffnet. Leider (oder zum Glück) hat sie aber die selben Einschränkungen verpasst bekommen wie schon Sangan und Hexe vom schwarzen Wald, die es einem faktisch verbieten, das gesuchte Monster noch in diesem Spielzug zu benutzen.
Mit ihrem zweiten Effekt kann man einmal pro Zug Ausrüstungszauber vom Deck auf den Friedhof schicken, um dann einen Krieger vom Deck zu beschwören, dessen Stufe der Zahl geschickter Zauberkarten entspricht. Theoretisch ist diese Zahl unbegrenzt, jedoch wird niemand, der noch bei ganz Sinnen ist und kein Noble Knight Deck spielt (Wobei, kann man Noble Knights spielen und dabei noch ganz bei Sinnen sein?), mehr als zwei verschiedene Ausrüstungszauber spielen wollen, weshalb die praktische Höchststufe 2 ist, mit generischen Ausrüstungszaubern wie Mondspiegelschild, Übertriebenes Begräbnis oder Autonome Eingreiftruppe. Insgesamt werden diesen Effekt aber wohl eher wenige Decks nutzen. Deshalb möchte ich im Folgenden zwei Decks vorstellen, die von ihm profitieren könnten.
Das eine sind Monarchen (yay…), die nur einen einzigen Ausrüstungszauber schicken müssen, um Edea der Himmelsknappe zu beschwören, dessen Effekt sich aktiviert, Eidos der Unterweltknappe beschwört, der dann die Grundlage schafft, zusätzlich zu ersten Normalbeschwörung noch ein Monster als Tributbeschwörung zu beschwören. Neben den Monarchen, die passenderweise im kommenden Set Flames of Destruction ihren eigenen Ausrüstungszauber erhalten, könnte man dies sogar als Engine in anderen Tributorientierten Decks spielen. Ich meine, wer hätte denn nicht Bock, mal wieder Drache des Lichts und der Finsternis zu beschwören?
Das andere sind Synchro Heavy Decks, wie zum Beispiel Junk Doppel (ja, ich habe die Hoffnung noch nicht verloren…) oder Morphtronics. Diese können effektiv Ausrüstungszauber wie Übertriebenes Begräbnis oder D.D.R. – Reinkarnation aus einer anderen Dimension spielen und haben lukrative Ziele wie beispielsweise Doppelkrieger, der auch für Link-Plays nützlich sein sollte. Generell könnte Isolde in Zukunft genutzt werden, um Empfängermonster vom Deck zu holen, die als Material für Crystron Needlefiber genutzt werden können, sollte dieser einmal zu uns kommen.
Insgesamt bin ich ein Fan von Isolde, auch wenn das Edle Ritter Deck sonst zu meinen absoluten Anitfavoriten zählt. Doch viel mehr als Support für ihr eigenes Deck ist sie absolut fairer und gut designter Support für alle Kriegerdecks. Und einmal ganz abgesehen davon ist sie ein gutes Beispiel für ein schönes Artwork für weibliche Monster, das ganz ohne nackte Haut auskommt und außerdem in der deutschen Version die wahrscheinlich kreativste und beste Einbringung des Namens des Themendecks in den Kartennamen überhaupt!
Platz 8: Venschrecken-Angriff


Mal eine Frage: Wieso zensiert man im TCG eigentlich jedes Dekolleté, das man finden kann und färbt den Rotwein in der Hand von Dunkler Herrscher Ha Des grün, damit man ihn nicht mit Blut verwechseln kann, und bringt dann TCG-exklusiv (!) Karten wie die knackige Space-Fee Kozmo-Guthexe oder Venschrecken-Kern heraus? Ich mein, das Vieh sieht ungefähr aus wie das, was in meinem Studium nach der Ratten-Sektion übrig geblieben ist, zwei Augäpfel inklusive!
Aber die geistig-moralischen Mechanismen von Konami sind hier wohl mal wieder mysteriös und komplex, und überhaupt ist es nicht meine Aufgabe, über Zensurpolitik herzuziehen, zumal es hier gar nicht um Venschrecken-Kern geht.
Sondern um den Schnellzauber Venschrecken-Angrifff, meiner Meinung nach Highlight der neuen Supportwelle.
Ihr Effekt hat es in sich: Indem man ein Zombie-Monster von seiner Hand oder seinem Feld auf den Friedhof schickt, kann man ein Venschrecken-Monster von seinem Deck als Spezialbeschwörung beschwören. Wenn ein Effekt beinhaltet, ein Monster vom Deck als Spezialbeschwörung zu beschwören, kann er in der Regel schonmal nicht allzu schlecht (*hust scramble egg hust*) sein. Und auch die Kosten sollten jetzt nicht allzu tragisch sein, denn als Zombie-Spieler hat man ja bekanntlich ganz gern mal ein paar Karten im Friedhof. So kann man beispielsweise Mezuki von seiner Hand loswerden oder aber, wenn man die Option des vom-Feld-schickens wählt, den Effekt von Goblinzombie triggern.
Das beschworene Venschrecken-Monster kann man dann als Material für eine Synchro-, Xyz-, Ritual- oder Link-Becchwörung nutzen oder was einem sonst so einfällt. Wenn man sie für eine Ritualbeschwörung nutzt, erhält das beschworene Monster dann sogar einen praktischen Zusatzeffekt.
Jedoch liegt der Nutzen von Venschrecken-Angriff auch noch weit außerhalb der Grenzen des eigenen Themendecks. Ich denke, spätestens mit dem Erscheinen von Vampire Sucker in Flames of Destruction wird die Karte sich zusammen mit einem oder zwei Zielen als Engine in eigentlich jedem Zombie-Deck etablieren. Und allein dafür hat sie den Platz in den Top 10 verdient!
Platz 7: Overtex-Qoatlus


Leute, es ist endlich so weit! Eine Dino-Karte hat es in die Top 10 geschafft! Seid ihr auch so aufgeregt wie ich? Nicht?
Nachdem Verschiedosaurier vor fast genau einem Jahr es nicht ins Ranking geschafft hatte, da zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste, was für genialen Support Dinos im selben Jahr noch bekommen würden, kann Overtex-Qoatlus nun endlich einen Platz ergattern.
Der gute Bursche ist ein Monster der Stufe 7 mit grundsoliden 2700 ATK und einem noch grundsoliderem Effekt. Aktiviert der Gegner eine Zauber- oder Fallenkarte (auch in seinem eigenen Spielzug) kann er die Aktivierung annullieren und die Karte zerstören. Eine Art Norito der moralische Führer für Dinos also, mit dem er sogar fast exakt die Werte teilt. Als „Kosten“ muss man dafür nur ein Dino-Monster von seiner Hand oder seinem Feld zerstören. Die Tütelchen deshalb, weil das eigentlich eher ein weiterer Vorteil des Effekts ist, da sich so die kleinen Baby-Dinos oder aber Untergegangene Welt triggern lassen, sollte man ein Normales Monster auf dem Feld als Ziel wählen.
Doch ein Monster kann noch so stark sein, wenn man es nicht konstant beschwören kann. Und das ist tatsächlich eher die Schwäche unseres Qoatlus. Man kann ihn mit seinem eigenen Effekt beschwören, indem man 5 seiner verbannten Dinosaurier-Monster ins Deck zurückmischt. Das kann zwar ganz praktisch sein, um Verschiedosaurier und Baby-Dinos zu recyclen, allerdings sind 5 Monster schon eine Hausnummer, die man nicht mal eben verbannt kriegt, wenn dann erst im sagenumwobenen Zustand namens „Late Game“. Selbst, wenn man Verschiedosaurier nutzt, um ein Monster der Stufe 4 zu beschwören, sind das nur 4 Karten, man braucht also immer noch Hilfe von Ultimativer Leitertyranno und Konsorten. Mit seinem eigenen Effekt wird man ihn also kaum jemals beschwören.
Gut also, dass es noch Doppelte Evolutionspille gibt, die im Sommer heimlich, still und leise in Battle of Legends: Light’s Revenge erschien. Mit dieser braucht man einfach einen Dino und einen Nicht-Dino (z.B. eine Handtrap) von seiner Hand oder seinem Friedhof verbannen, und schon kann man entweder Qoatlus oder Ultimativer Leitertyranno bequem von seinem Deck beschwören.
Und es kommt noch besser, denn mit seinem zweiten Effekt kann der Flugsaurier, wenn er durch einen Karteneffekt auf den Friedhof geschickt wird, ebendiese Pille (oder eine der beiden anderen, lange nicht so guten Evolutionspillen) vom Deck auf die Hand befördern. Um das zu erledigen, kann man einfach Seelenfressender Oviraptor oder Armageddonritter zur Hilfe holen, um ihren fliegenden Kameraden auf den Friedhof zu schicken.
Im OCG hat dieses große Synergie-Gefüge schon zu einem Trendwechsel in turnierfähigen Dino-Decks geführt, die dort jetzt total auf die Pille gehen. Einen Nachteil hat das ganze jedoch: Weder mit seinem eigenen Effekt noch durch Doppelte Evolutionspille kann man den Qoatlus vom Friedhof beschwören. Dieser Kreis schließt sich also nicht so ganz, was es leider nötig macht, mindestens zwei Kopien des Flugsauriers zu spielen, wenn man ihn mit der Pille beschwören können will.
Und übrigens: Quetzalcoatlus, die Vorlage zu dieser wunderbaren Karte, war der vielleicht größte Flugsaurier aller Zeiten mit einer Flügelspannweite von etwa 12 Metern, und wurde nach einem Aztekengott benannt. Außerdem sind Flugsaurier streng genommen gar keine Dinosaurier. Also, falls es irgendwen interessiert.
Platz 6: Qliphort-Genie


Was wollen wir? Qli-Support! Wie, wollt ihr nicht? Egal, ihr kriegt ihn trotzdem. Und zwar jetzt, passend zu den Hochstufungen von Apoqliphort Türme und Qli-Opfer auf der neuen Banlist, oder, wie es wohl eher der Fall ist, die Veränderungen auf der Liste passend zur Neuerscheinung,
Doch nicht nur das, denn das Qliphort-Genie ist in der Tat genialer (ja, dieser Witz musste mindestens einmal kommen) Support für sein Thema, und da dieses ja bekanntlich nicht so ganz schlecht ist, auch der Platz in den Top 10.
Aber sehen wir uns ihn mal genauer an, denn natürlich hat Qliphort-Genie einen ganzen Haufen Effekte. (Gott, muss das Leben als Artikelschreiber einfach gewesen sein, als Karten noch nur einen Effekt hatten…)
Den ersten kennt man so oder so ähnlich schon von den anderen (Apo-)Qliphort-Monstern. Erfolgreich als Link-Beschwörung beschworen ist der Dude nicht von den Effekten von Zauber- und Fallenkarten sowie von den Effekten anderer Linkmonster betroffen. In letzterem ist er seinen Kollegen schon einen Schritt voraus und natürlich sind solche Immunitäten immer praktisch, jedoch schließt der Effekt die Effekte von allen anderen Monsterarten nicht mit ein, sodass er zur leichten Beute für Karten wie Castel, der Himmelssprenger-Musketier, Geisteroger & Schneehase oder einfach einen Kaiju wird. Und auch im Kampf ist er mit seinen 1800 ATK nicht unbedingt eine besonders große Hürde.
Mit dem zweiten Effekt kann er einmal pro Spielzug die Effekte von einem Monster auf jeder Spielfeld annullieren, außer sich selbst. Auch dies ist ein netter Gedanke, kann man doch so die Angriffspunkte seiner Qli-Monster erhöhen, indem man ihre ATK-verringernden Effekte negiert, aber auch hier ist es ein entscheidendes Detail, dass den Effekt deutlich schwächer macht, nämlich, dass er kein Schnelleffekt ist, also nur im eigenen Zug aktiviert werden kann. Was unpraktisch ist, da die einzigen gegnerischen Monstereffekte, die einem im eigenen Zug gefährlich werden könnten, ebensolche Schnelleffekte sind, die der Gegner in der Regel einfach an den von Qliphort-Genie anketten kann. Deshalb stufe ich auch diesen Effekt eher als Gimmick ein.
Also ruht alle Hoffnung auf dem letzten. Mit diesem kann das vermeintliche Genie einem ein Maschinen-Monster der Stufe 5 oder höher auf die Hand suchen, wenn in seine beiden verlinkten Zonen gleichzeitig Monster beschworen werden, zum Beispiel, und ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme, durch eine Pendelbeschwörung. Das Problem dabei ist, dass es gar nicht so einfach ist, das Genie im Qli-Deck zu beschwören, ohne seine Pendelbeschwörung bereits genutzt zu haben. Aus diesem Grund ist der früher grottige Feldzauber Qli-Lasertreffer inzwischen fester Bestandteil des Decks, da man das Link-Monster so über zwei Normalbeschwörungen oder den Effekt von Qliphort-Disk beschwören kann. Das Material landet dann praktischerweise direkt im Extra Deck, von wo man es direkt als Pendelbeschwörung holen kann und so den Effekt des Genies triggern, um den begehrten Qliphort-Kundschafter oder eine andere Schlüsselkarte zu suchen. Eine andere Variante wäre übrigens, das Genie über eine Pendelbeschwörung zu beschwören und dann den Effekt von Qliphort-Disk zu nutzen, um es zu triggern.
Aber auch in anderen Maschinen-Decks ist es aufgrund seines Materials (zwei beliebige Maschinen) und seiner guten Link-Pfeile spielbar. Besonders beliebt ist es zum Beispiel in ABC-Decks, die über ABC-Drachenbuster sogar eine Möglichkeit haben, seinen letzten Effekt zu triggern. Suchen könnte man sich zum Beispiel Galaxiesoldat, um zusätzlich noch Cyber Drache Unendlichkeit zu beschwören. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Andere Möglichkeiten, das Genie zu triggern, sind übrigens Seelenlast oder ein beliebiges Rettungs-Monster. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle mal einen Aufruf an eure Kreativität starten: Erfindet eine lässige Kombo mit Qliphort-Genie und Rettungsfrettchen und postet sie im Diskussionsthread. Also ich hätte da ziemlich Bock drauf.
Platz 5: Curious, Lichtverpflichteter Herrscher


Und noch ein weiterer Spielerliebling bekommt in EXFO seinen Support aus dem Link Vrains Pack nachgereicht. Wobei, die Zeiten, als das Lightsworn-Themendeck als „skillloses Lucker-Deck“ den Groll der Spieler auf sich gezogen hat, sind eigentlich vorbei. Der ehemalige Überboss Urteilsdrache ist in modernen Builds, sofern er überhaupt gespielt wird, nur ein Win More, und es kommt eigentlich gar nicht so sehr darauf an, was man millt, hauptsache, man millt.
Oder man macht es direkt gezielt, was die subtile Überleitung für meinen Platz 5 ist.
Auch Curious, Lichtverpflichteter Herrscher hat einen Haufen Effekte. Der erste wirkt, wenn er durch Kampf oder einen gegnerischen Karteneffekt auf den Friedhof gelegt wird. Dann kann der neugierige Herrscher einem eine Karte vom Friedhof auf die Hand zurück geben. Zum Beispiel den guten alten Urteilsdrachen, der ungewollt auf den Friedhof geschickt wurde. Allerdings sollte man Notiz davon nehmen, dass hier „Karten“ gefragt sind und nicht „Monster“, also auch Zauberkarten in Frage kommen. So könnte man zum Beispiel beim Ableben seines Monsters Wiedergeburt zurück holen, um dann gleich im Anschluss damit sein Monster wieder zurück zu holen. Aber leider ist dieser Effekt vom Gegner abhängig und deshalb nicht zuverlässig und wieder eins dieser berühmten „Gimmicks“. Und ein Monster mit 2400 ATK und zwei nützlichen Linkpfeilen will man in der Regel nicht einfach in irgendwas reinrennen.
Deutlich besser und für die hohe Platzierung hauptverantwortlich ist der zweite Effekt. Mit dem kann man nämlich bei seiner Link-Beschwörung eine beliebige Karte vom Deck auf den Friedhof schicken.
Es würde ziemlich lange dauern, alle Möglichkeiten aufzuzählen, diesen Effekt effektiv zu nutzen. Deshalb mache ich es kurz. Im eigenen Themendeck sind die Ziele der Wahl wohl Wulf, Lichtverpflichtetes Ungeheuer und Felis, Lichtverpflichteter Bogenschütze, um so ein weiteres Monster auf das Feld zu holen. Weitere Lohnenswerte Ziele wären zum Beispiel Künstlerzauberer Trick-Clown, Künstlerzauberer Schadensjongleur, Heroischer Herausforderer – Tausendklingen, Aufblühende Blumenzwiebel, Destrudo der Schauer des verschwundenen Drachen oder Verschwundener Wind.
Die Möglichkeit, alle Karten gezielt vom Deck auf den Friedhof zu schicken macht den Lichtverpflichteten Herrscher zusammen mit seinen generischen Beschwörungsbedingungen zu so etwas wie dem legitimen Nachfolger von Lavalval-Kette, jedoch mit ein paar offensichtlichen Nachteilen. Zum Einem aktiviert sich sein Effekt nur einmal bei der Beschwörung, während Lavalval-Kette ihren Effekt theoretisch bis zu zwei Mal aktivieren konnte.
Und auch die Beschwörung gestaltet sich doch um einiges schwerer. Dafür braucht er nämlich drei Monster mit dem selben Attribut, aber unterschiedlichen Typen. Im klassischen Lightsworn-Deck ist das Attribut der Wahl natürlich Licht, vorzugsweise wohl mit den Typen Hexer, Krieger und Ungeheuer-Krieger.
Doch interessanterweise ist es nicht sein eigenes, pures Themendeck, das ihn bisher am effektivsten nutzt, sondern ein anderes, an das ehemalige Clown Blade Deck erinnerndes, das nur eine vergleichsweise kleine Lightsworn-Engine spielt. Das bevorzugte Attribut ist hier auch eher Erde, welches durch Monster wie Der Mathematiker, Heroischer Herausforderer – Tausendklingen, Künstlerzauberer Huttrickser, Edelsteinritter Seraphnit oder Aufblühende Blumenzwiebel repräsentiert wird.
Aber auch abseits davon lässt sich bestimmt einiges an kreativen Spielereien mit ihm durchführen. Zum Beispiel könnte man ihn auch im Mermail-Deck mal ausprobieren. Dort hat man mit Fisch, Seeschlange und Aqua theoretisch ja schonmal genug verschiedene Typen beisammen.
Ach übrigens, oberste Karten vom Deck millen kann er als Lightsworn-Monster natürlich auch. Um genau zu sein, einmal pro Zug, wenn eine Karte vom Deck auf den Friedhof geschickt wird, was seinen eigenen zweiten Effekt mit einschließt.
Platz 4: Inspektor Boarder


Hände hoch oder ich hindere dich am Spielen! So oder so ähnlich könnte es in kommenden Wochen von einigen notorischen Anti-Spielern zu Hören sein.
Grund dafür ist eine neue Karte, der meiner Meinung nach viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird, handelt es sich doch um nichts Geringeres als den legitimen Nachfolger von Donnerkönig Rai-Oh als das wahrscheinlich beste Monster für Anti Meta Decks aller Zeiten.
Inspektor Boarder heißt der Gute und gleich das Erste, was ich hervor heben will, sind seine absurd hohen Werte. 2000 Punkte auf beiden kann Mr. Robocop bei seiner Stufe 4 vorweisen, und das ganz ohne negative Effekte oder eine Klausel, die es generell verbieten würde, ihn als Normalbeschwörung zu beschwören, was mit Sicherheit ein neuer Rekord ist.
Doch auch sein Effekt hat es echt in sich. In zweierlei Hinsicht. Denn neben seiner Stärke ist er auch sensationell kompliziert formuliert und wird mit Sicherheit einige Kinderhirne verwirren. Deshalb im Folgenden mal möglichst einfach erklärt: Solange Keine Ritual-, Fusions-, Synchro-, Xyz-, Pendel- oder Linkmonster auf dem Feld liegen, kann kein Spieler Monstereffekte aktivieren. Das stimmt so zwar nicht 100%ig, aber in den meisten Fällen läuft es darauf hinaus. Im Grunde geht Inspektor Boarder sogar noch einen Schritt weiter: Der „Fluch“ ist nicht einfach gebrochen, sobald ein entsprechendes Monster auf dem Feld liegt. Stattdessen kann ein Spieler nur so lange Monstereffekte aktivieren, bis die Anzahl bereits aktivierter Monstereffekte der Anzahl verschiedener der genannten Monsterkartentypen entspricht. Doch da der Gegner im Allgemeinen zusehen wird, den einen Monstereffekt, den er sich „freigeschaltet“ hat, dafür zu verwenden, das nervige gegnerische Monster zu entsorgen, macht dies wohl in Wirklichkeit kaum einen Unterschied.
Die wahre Herausforderung besteht also darin, Ein Synchro-, Xyz- oder Whatever-Monster zu beschwören, ohne einen Monstereffekt zu aktivieren, was in einem Format, das so extrem auf Monstereffekten basiert, durchaus schwierig sein kann.
Die einzige Einschränkung des Boarders, nämlich dass er nur beschworen werden kann, wenn man keine Monster kontrolliert, fällt dabei kaum ins Gewicht, da Anti-Decks, für die er offensichtlich geschaffen wurde, sowieso meist nur ein Monster zur Zeit kontrollieren.
Ich erinnere mich noch, wie ich irgendwann kurz nach Bekanntwerden des japanischen Komplettspoilers diesen durchgesehen habe, und am Ende der Monsterkarten, bei den Monstern ohne zugehöriges Themendeck, auf den Boarder gestoßen bin und erstmal ewig den Effekttext nach dem Haken abgesucht habe. Mit dem Ergebnis: Es gibt keinen! Warum also redet niemand über diese Karte? Warum bin ich erst beim Durchstöbern des Komplettspoilers auf sie gestoßen?
So ganz klar ist mir das immer noch nicht, aber zumindest habe ich inzwischen eine Idee, warum er nicht das komplette Meta umkrempeln wird.
In einem Kommentar zu einem Youtube-Video, in dem er vorkommt, habe ich gelesen, wie er als „Power Creep Incarnate“ bezeichnet wird. Und das ist er wirklich. Schon seine Werte wären vor ein paar Jahren niemals ohne größere Einschränkungen möglich gewesen, und dann noch so ein Effekt? Donnerkönig Rai-Oh war eine Zeit lang so stark, dass er limitiert werden musste. Inspektor Boarder ist diesem in eigentlich jedem Belang zumindest ebenbürtig, und doch interessiert sich kaum jemand für ihn. Er hat keine Resistenzen gegen irgendwelche Karteneffekte und macht kein direktes Plus. Für solche Karten ist im Spiel wohl einfach kein Platz mehr.
Platz 3: He, Trunade!


He, wann war eigentlich das letzte Mal ein Backrow-Removal in den Top 10? Echt mal Konami, lasst euch mal was Neues einfallen, allmählich wird der Witz langwierig!
Aber das ändert nunmal nichts daran, dass es wieder eine Karte, die sich gegen die Zauber- und Fallenzonen des Gegners richtet, geschafft hat, eine der besten des neuen Sets zu werden. Was mich als Artikelschreiber immer in die Bredouille bringt, über eine Karte, deren Effekttext oft gerade mal eine Zeile lang ist, zumindest annähernd genauso viel zu schreiben wie zu Monstern wie Qliphort-Genie mit ihren hunderttausend verschiedenen Effekten, sodass ich mich dann gerne mal in langen Anekdoten über vergangene Top 10-Listen und meine Arbeit als Autor derselben verliere. (Moment mal…)
Ein weiterer Klassiker zum Zeilen schinden sind übrigens Ausführungen über die deutschen oder englischen Namen einer Karte. Und auch da hat unser Platz 3 einiges zu bieten, trägt er doch den jetzt schon legendären TCG-Namen „Hey, Trunade!“, womit ich der Karte hiermit den inoffiziellen, krötelig umwerfenden Award für Namensübersetzungen verleihe, die so lächerlich sind, dass es schon wieder lustig ist!
Okay, okay, ich rede ja schon über den Effekt. Kennt ihr noch Riesen-Trunade? Ja, also He, Trunade! macht genau das gleiche, bloß dass nur verdeckte Zauber- und Fallenkartena auf die Hand zurück gegeben werden.
Das klingt jetzt vielleicht irgendwie gelangweilt, aber was will man über einen Einzeiler-Effekt schon groß schreiben?
In Wirklichkeit bin ich jedoch ein großer Fan der Karte, denn so kann man sich freie Bahn für seine Plays verschaffen, dabei aber keinen Unsinn mit Karten wie Feuerformation – Tenki, Ruf der Gejagten oder Teuflische Kette machen, womit der Hauptgrund für das Verbot des Originals erfolgreich ausgehebelt wird. Gleichzeitig muss man aber damit rechnen, dass die Karten des Gegners nicht ganz aus dem Spiel sind und man sie im nächsten eigenen Spielzug wieder konfrontieren muss. Also, sollte ein Duell tatsächlich mal länger als drei Züge dauern, versteht sich.
Platz 2: Saryuja-Schädelschrecken


Wir nähern uns weiter Platz 1 und auch unsere nächste Karte hat ein paar Dinge mit He, Trunade gemeinsam. Zum einen stellen sie beide eine alte Nemesis für mich als Top 10-Autor dar. Während He, Trunade der generische Backrowhate des Sets war, geht es nun mit dem obligatorischen Riesenmonster aus dem großen Komplex der „Draco“-Karten weiter, die, wie meine regelmäßigen Leser vielleicht wissen, nicht gerade zu meinen engsten Freunden zählen.
Wobei, der Draco-Aspekt ging dem TCG verloren, denn, und das ist die zweite Brücke zu He, Trunade, beide Karten wurden, wie soll man sagen, „unkonventionell“ ins Westliche übersetzt. Und so wurde „Skull Deat, the chained Dracoserpent“ (bis zum TCG-Release die gängige Fan-Übersetzung) „Saryuja-Schädelschrecken“, also etwas, das eher wie ein Bossgegner aus einem The Legend of Zelda-Spiel klingt.
Bosskampfmäßig sind auch seine Effekte, die davon abhängen, wie viele Monster man für seine Beschwörung benutzt hat.
Der erste, der ab zwei Monstern gilt und somit immer vorhanden sein wird, solange er als Link-Beschwörung beschworen wurde, schenkt jedem Monster, das in seine verlinkten Zonen beschwören wird, 300 zusätzliche Angriffs- und Verteidiungspunkte und ist mehr so als „nice to have“ einzustufen. Außerdem muss beachtet werden, dass er auch einen Link-Pfeil nach oben besitzt, sodass theoretisch auch der der Gegner davon profitieren kann.
Doch dann geht der Kampf weiter und sobald der Held die Schwachstelle des Bossmonsters einmal erwischt hat, beschwört dieses erstmal ein paar kleinere Monster, um den Helden abzulenken. So auch Saryuja-Schädelschrecken, mit dessen zweiten Effekt, der ab drei Materialien wirkt und mit dem man ein beliebiges Monster als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören kann. Das ist schon ziemlich gut und erinnert doch stark an Firewall-Drache, auch wenn der Effekt bei Schädelschrecken „leider“ eine Beschränkung auf einmal pro Spielzug hat, dafür aber nicht an irgendeine Aktivierungsbedingung gekoppelt ist.
Doch sobald der Held es geschafft hat, dem Monster einen zweiten kritischen Treffer zuzufügen, betritt es den Rage Mode und packt einen neuen, noch viel stärkeren Angriff aus.
…So auch unser Schädelschrecken. Denn sollte man es tatsächlich schaffen, ihn mit mit vier Monstern zu beschwören, kann er seinen mächtigsten Effekt entfesseln, der gleichzeitig der einzige jemals auf einer Yu-Gi-Oh!-Karte gedruckte Effekt ist, der die Worte „Draw 4 Cards“ enthält. Okay, danach muss man auch wieder drei Karten von der Hand unter das Deck zurücklegen, aber trotzdem. Man darf eine mehr ziehen, als man zurückmischen muss, netto zieht man also immerhin eine Karte. Ein generisches Feueritter nachladen also, das man nicht erst ziehen muss, und damit die perfekte Gelegenheit, Ziegelsteine wie Edelsteinritter Granat, Psi-Hüllentreiber oder Raubpflanze Lilienkobra zurück ins Deck zu befördern.
Aber 4 Monster sind auch schon eine Hausnummer, die Beschwörung mit allen Effekten könnte sich also als Schwierig erweisen. Wobei, eigentlich braucht man nur Raubpflanze Ragwurzskorpion, der Raubpflanze Lilienkobra holt, die Brillante Fusion sucht, mit der man Edelsteinritter Seraphnit beschwört und dabei Künstlerzauberer Trick-Clown in den Friedhof schmeißt. So schwierig also auch nicht.
Das alles, zusammen mit seinen hochgenerischen Beschwörungsbedingungen (die Materialien müssen einfach verschiedene Namen haben) und den sehr guten Link-Pfeilen (er schaltet nach unten drei Extrazonen frei) hat ihn im OCG zu einem der mächtigsten Link-Monster gemacht. Und das wird uns hier wohl auch erwarten.
Platz 1: Schwermetallfose Elektrumit


Und so geht diese Link-lastige Liste zu Ende. Mit einem hämischen Grinsen in die Vergangenheit zu den Leuten, die nach Ankündigung von Master Rule 4 dachten, Pendel sei tot.
Denn heute, drei Hauptsets später, steht sogar eine Pendel-Karte auf Platz 1 der Top 10-Liste. Okay, faktisch gesehen ist es keine Pendelkarte, sondern ein Link-Monster, das für Pendel-Decks entworfen wurde, aber der erste Platz ist hochverdient.
Schwermetallfose Elektrumit war der mit Abstand am heißesten erwartete Import aus dem Link Vrains Pack. Streng genommen gehört sie dem Metalfoes-Thema an, aber eigentlich stellt sie Support für alle Pendeldecks gleichermaßen dar. Das fängt beim Material (zwei Pendelmonster) an und setzt sich in den Effekten fort.
Dabei sind die eigentlich so simpel. Und da sie alle irgendwie ineinander greifen, gehe ich jetzt mal nicht alle Effektteile der Reihe nach ab, sondern fasse sie erst alle zusammen: Wird Schwermetallfose Elektrumit beschworen, kann man ein Pendelmonster von seinem Deck offen auf dem Extra Deck platzieren. Wird eine Karte in der Pendelzone zerstört, kann man einmal pro Zug eine Karte ziehen. Und außerdem kann man einmal pro Spielzug eine andere offene Karte, die man kontrolliert, zerstören, um seiner Hand ein Pendelmonster, das offen auf dem Extra liegt, hinzu zu fügen.
Mit dem ersten Effekt kann man schonmal seine folgende Pendelbeschwörung vorbereiten und sich das zu beschwörende Monster aussuchen. Das könnte zum Beispiel Hallohallo sein, der im Anschluss mit irgendeinem Stufe-4-Monster zu Buntäugiger Meteordrache verarbeitet wird. Dieser kann dann eines der Pendelmonster aus den Pendelzonen für weitere Plays als Spezialbeschwörung aufs Feld holen, und dann zu einem Rang-7-Xyz überlagert werden. Dies könnte Nummer 42: Galaxie-Tomahawk für den totalen Link-Overkill sein oder Buntäugiger Absolutdrache, den man anschließend zusammen mit Elektrumit zu Dekodier-Sprecher oder Zefra Metaltron verarbeitet, um dann den mächtigen Allesnegierer Buntäugiger Wirbeldrache zu beschwören.
Die anderen beiden Effekten harmonieren außerdem hervorragend miteinander, da man, sollte man eine Karte in der Pendelzone zerstören, gleich durch den zweiten Effekt eine Karte ziehen kann. Außerdem kann man so Karten wie Lilatoxin-Magier triggern und gleichzeitig eine Karte vom Extra Deck auf die Hand holen, was wohlgemerkt auch genau die gleiche sein kann, die man zuvor mit dem ersten Effekt dort platziert hat. So kann man sich eine Scale nach Wahl aussuchen, oder aber die Notwendigkeit einer freigeschalteten Extra-Zone umgehen, wenn man das Monster später als Pendelbeschwörung beschwört, bzw. die Möglichkeit eröffnen, den Effekt von Harmonisierer-Magierin zu nutzen.
Doch all diese schönen Möglichkeiten werden von einer anderen Karte überschattet und ganz ehrlich: Ich wünschte, Astrografzauberer wäre statt einer der anderen Pendelkarten verboten worden, einfach, damit die Pendelmagier-Spieler erkennen, was für ein Wunderwerk an Kombinationsmöglichkeiten sie da in den Händen halten, statt immer nur auf die gleiche Karte zu gehen. Aber Astrografzauberer ist in den meisten Fällen einfach besser. Durch Elektrumit aufs Extra Deck gelegt, durch Elektrumit zurück geholt, anschließend durch die Zerstörung, die seine eigene Rückkehr ermöglicht hat, sofort getriggert, aufs Feld befördert und dabei die Scale, die für seine Beschwörung geopfert wurde, zusätzlich zu der Karte, die man schon dafür gezogen hat, sofort ersetzt. Um also das Zusammenwirken der beiden Karten kurz und bündig zusammenzufassen: „Solange du ein Pendelmonster in deiner Pendelzone kontrollierst: Beschwöre 1 Monster mit 2500 ATK als Spezialbeschwörung von deinem Deck und ziehe 1 Karte“. Kaum eine andere Kombo kommt derzeit im Kosten-Nutzen-Vergleich so gut davon und hätte die Liste der verbotenen und limitierten Karten nicht rechtzeitig eingegriffen, hätten wir sicher eine Pendelmagierlastige Zeit vor uns. Doch so oder so: Egal, welches Pendeldeck es jetzt sein wird, das am meisten von Schwermetallfose Elektrumit profitiert und deshalb auf Turnieren triumphiert: Wir werden noch einiges von ihm sehen.
Honorable Mentions:
Ja, auch die gibt es wieder. Ein knappesten eine Platzierung verfehlt hat wohl Es kann nur Einen geben, ein Floodgate und sozusagen der Gegenentwurf zu Rivalität der Kriegsherren, das verhindert, dass ein Spieler zwei Monster mit gleichen Typen kontrolliert.
Des Weiteren kommen z.B. mit Stahlschar-Herkunft, Geisterungeheuer Ulti-Kimunfalcos und Edelstein-Ritter-Phantom Quartz weitere Importe aus dem Link Vrains Pack, die ihren jeweiligen Themen allesamt einen ordentlichen Spielbarkeits-Push verschaffen. Letzterer eröffnet sogar einige fiese FTK-Kombos.
Ein komplett neues Themendeck, dass sich eine kleine Fanbase erarbeitet hat, sind außerdem die Mythischen Ungeheuer, die ein Pendeldeck darstellen, das auf Pendelbeschwörungen verzichtet und stattdessen die alte Mechanik der Zauberzählmarken aufgreift.
Und auch die F.A.s, das zweite aktuelle TCG-Deckthema erhält mit F.A. Navigationssystem und F.A. Werkstatt auf Rädern seinen bisher besten Support.
Schlusswort:
So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Seid ihr mit meiner Auswahl zufrieden? Was hättet ihr anders gemacht? Konnte ich euch von dem Glauben abbringen, EXFO sei so ein miserables Set? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen! Ansonsten sieht man sich zur nächsten Top 10 ;)

- Leseleff -