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Spreng die Ketten die dich festhalten

von Deckcreator16 am 10.11.2019 um 18:15 Uhr
Seit nun etwa zwei Wochen haben wir das neuste Set, Chaos Impact, im TCG, und anders als es der Name andeutet, hatte dieses Pack keine so große Auswirkung auf das Spiel, wie es das haben sollte. Das liegt unter anderem daran, dass die enthaltenen Legacy-Support-Karten für Gladiatorungeheuer und Aroma(sowie weitere vereinzelte Karten anderer Themendecks) zwar guten Support für die Themen an sich sind, diese aber nicht auf ein neues Level angehoben haben, wie es beispielsweise der Donnerdrachen-Support in Soul Fusion getan hat.
Trotz allem möchte ich heute aber einen Blick auf ein komplett neues Thema aus dem Set werfen, welches zugleich auch zu den teureren Themendecks aktuell gehören mag. Die Rede ist vom "Losgekettet"(im englischen "Unchained") bzw. dem "Losgekettete Seele" Archetyp.
Ein eingesperrter Magier?
Bevor wir uns gleich aber in den weiten der Strategie des Themas verirren, möchte ich ganz kurz auf die Lore eingehen. Denn anders als bei vielen anderen Archetypen ist diese hier doch sehr detailliert erläutert worden:
Unsere Geschichte beginnt dabei mit einem Magier, welcher alle Künste des Taoismus(spezielle Religion aus China) erlernt hat, was die Menschen verängstigt hat. Diese Menschen schlossen sich zusammen und versiegelten den Magier. Über die Jahre sammelte sich Bosheit im Magier an, und seine unbändigende Energie ist langsam aber sicher aus dem Gefängnis gesickert, womit der Magier zwei Shikigami(heraufbeschworene Dämonen) erzeugte, die einen dritten Shikigami, welchen der Magier vor seiner Gefangennahme erzeugt hatte, erwecken sollen und gemeinsam die Fesseln des Magiers brechen sollen.
Und daraus erschließt sich auch der japanische OCG-Name des Themendecks, welcher eine komplexes Wortspiel aus 破壊(für Zerstörung), 破戒(für "das brechen einer religiösen Regel/Befehl", auch übersetzbar als "gefolterte Ketzer") und 械(das kai-Kanji aus 機械 kikai für Maschine, welches die maschinellen Designs visualisiert, zusätzlich getrennt und in kase gelesen auch für Fesseln/Ketten interpretiert werden kann) hat.
Die Spielweise des Decks ist zugleich auch sehr stark an die Lore angelehnt und konzentriert sich auf 2 zentrale Elemente:

  • Ähnlich wie auch in der Geschichte versuchen alle Karten möglichst durch die Zerstörung von (eigenen) Karten neue Verbündete zu erzeugen oder bei ihrem "Marsch" alles um sich zu vernichten

  • Durch die gefürchteten "Zauber" des Magiers gegnerische Monster für die eigenen Linkmonster-Beschwörungen verwenden


Zudem besitzen alle Monster vom Archetyp den Typ Unterweltler und mit Ausnahme der Zwillings-Shikigami haben sie alle durchgängig die Eigenschaft Finsternis.
Die Shikigamis


Name: Losgekettete Zwillinge - Rakea
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Wasser
Typ: Unterweltler/Effekt
Stufe: 3
ATK / DEF: 1500 / 1500
Effekt:
(Schnelleffekt): Du kannst 1 Karte wählen, die du kontrollierst; zerstöre sie, zusätzlich kannst du für den Rest dieses Spielzugs keine Monster als Spezialbeschwörung beschwören, außer Unterweltler-Monstern. Falls diese Karte auf dem Spielfeld durch einen Karteneffekt, außer von „Losgekettete Zwillinge - Rakea“, oder durch Kampf zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deiner Hand oder deinem Deck beschwören, außer „Losgekettete Zwillinge - Rakea“. Du kannst jeden Effekt von „Losgekettete Zwillinge - Rakea“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Losgekettete Zwillinge - Aruha
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Effekt
Stufe: 3
ATK / DEF: 1500 / 1500
Effekt:
Du kannst 1 Karte wählen, die du kontrollierst; du kannst für den Rest dieses Spielzugs keine Monster als Spezialbeschwörung beschwören, außer Unterweltler-Monstern, zusätzlich zerstöre die als Ziel gewählte Karte und falls du dies tust, beschwöre diese Karte als Spezialbeschwörung von deiner Hand. Falls diese Karte auf dem Spielfeld durch einen Karteneffekt, außer von „Losgekettete Zwillinge - Aruha“, oder durch Kampf zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deiner Hand oder deinem Deck beschwören, außer „Losgekettete Zwillinge - Aruha“. Du kannst jeden Effekt von „Losgekettete Zwillinge - Aruha“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Losgekettete Seele des Unheils
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Effekt
Stufe: 8
ATK / DEF: 0 / 3000
Effekt:
Erhält 300 ATK für jede „Losgekettet“-Karte in deinem Friedhof. Du kannst jeden der folgenden Effekte von „Losgekettete Seele des Unheils“ nur einmal pro Spielzug verwenden.
● Du kannst 1 offenes Monster wählen, das dein Gegner kontrolliert; sofort nachdem dieser Effekt aufgelöst wurde, beschwöre 1 FINSTERNIS Linkmonster als Linkbeschwörung und verwende dafür nur diese Karte, die du kontrollierst, und das Monster des Gegners als Material.
● Falls diese Karte auf dem Spielfeld durch Kampf oder einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster in deinem Friedhof wählen, außer „Losgekettete Seele des Unheils“; beschwöre es als Spezialbeschwörung.




Jetzt möchte ich aber endlich mit den eigentlichen Karten durchstarten. Hier möchte ich dann erstmal mit den Shikigami's beginnen, ganz besonders mit dem ersten der beiden Zwillinge Losgekettete Zwillinge - Rakea. Dieses Monster der Stufe 3 hat zwei recht einfache Effekte. Den zweiten Effekt teil es sich mit ihrer Schwester Aruha[1], welche bei der Zerstörung, ausgenommen von Karteneffekten mit dem gleichen Namen wie die Karte selber, ein Losgekettet-Monster aus der Hand oder dem Deck beschwören können. Das alleine sollte schon die Alarmglocken klingeln lassen, da jeder wohl weiß wie stark es inzwischen sein kann, eigene Karten zu zerstören. Und wenn dies dann auch noch mit Spezialbeschwörungen aus dem Deck belohnt wird, sollte man doppelt gefasst sein.

Der erste und zugleich exklusive Effekt von Rakea ist hingegen ein interessanter Schnelleffekt: man wählt eine eigene Karte und zerstört diese, darf aber für den Rest des Spielzuges nur noch Unterweltler-Monster als Spezialbeschwörung beschwören. Alleine schon dass dieses Deck viele Karten spielt, die floaten wenn sie zerstört werden, sollte die Karte schon zu einem Must Have machen. Interessant wird der Effekt aber meiner Meinung nach in Zukunft, falls Themendecks kommen sollten, die nicht unbedingt spezialbeschwören müssen/wollen, aber die nicht-permanente Zauber- oder Fallenkarten besitzen, die bei ihrer Aktivierung und auch bei ihrer Zerstörung Effekte bekommen. Denn so könnte man diese Zauber-/Fallenkarten aktivieren und anschließend Rakeas Effekt anketten, sodass der Zweiteffekt einer solchen Karte direkt dann triggert, wenn der Effekt aufgelöst hat.

Losgekettete Zwillinge - Aruha Kann ihren Effekt zwar nur im eigenen Zug benutzen, doch dafür kann man zum Preis einer eigenen zerstörten Karte sie von der Hand spezialbeschwören, erneut mit der anschließenden Beschränkung auf die Spezialbeschwörung von Unterweltler-Monstern. Man kann also schon erkennen, dass Aruha mehr für den explosiven Spielstart da ist, während Rakea eher die Defensive im gegnerischen Zug erbringt.

Interessant wird es aber mit dem aktuellen "Bossmonster" des Themendecks, welche den Namen Losgekettete Seele des Unheils erhalten hat. Denn während dieses Monster bei seiner Zerstörung "nur" ein Losgekettet-Monster vom Friedhof beschwören kann, ist sein interessantester Effekt der erste. Denn indem man mein offenes Monster auf der Spielfeldseite des Gegners wählt, darf man das gewählte Monster sowie dieses Monster für die Linkbeschwörung eines Finsternis-Linkmonster verwenden. Falls das gewählte, gegnerische Monster also nicht zufällig ein Monster mit Linkrating von 2 oder höher ist, wären die besten Ziele I:P Maskerena oder eines der themeneigenen Linkmonster. Das klingt erstmal nicht so spannend, doch die themeneigenen Linkmonster machen schon einiges wett.
Besonders interessant wird es aber, wenn das gegnerische einen bestimmten Namen besitzt oder ein Link 2 Monster wäre. So kann man nicht nur Galatea, der Orcust-Automat und damit Dingirsu, der Orcust des Morgensterns ohne weitere Orcust-Monster im Extradeck spielen, sondern dürfte mit einem Link 2 unter anderem auch Albtraumritter Einhorn oder Topologische Trisbaena bauen.
Mit spezielleren Link 3 oder sogar Link 4 Monstern wäre es auch denkbar die anderen Topologisch-Monster Topologik-Bomberdrache oder Topologik-Zeroboros zu beschwören. Und allein diese Auswahl schaut schon sehr viel besser aus. Ansonsten bietet die Karte noch einen kleinen aber feinen ATK-Push, welche sich anhand der Losgekettet-Karten mit unterschiedlichen Namen im eigenen Friedhof errechnet. Da dieses Monster aber eine sehr hohe defensive besitzt und meist eh nur durch einen Spezialbeschwörungseffekt beschworen wird, ist es meist sinniger ihn direkt in Verteidigungsposition ins Spiel zu bringen.
verbinden und zerstören


Name: Losgekettete Seele der Raserei
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Link/Effekt
Link-Zeiger: Oben, Unten
ATK / LINK: 1800 / 2
Effekt:
2 Monster, darunter ein „Losgekettete Seele“-Monster
Während der Main Phase deines Gegners (Schnelleffekt): Du kannst 1 offenes als Spezialbeschwörung beschworenes Monster wählen, das dein Gegner kontrolliert; sofort nachdem dieser Effekt aufgelöst wurde, beschwöre 1 FINSTERNIS Linkmonster, außer „Losgekettete Seele der Raserei“, als Linkbeschwörung, indem du nur das Monster des Gegners und diese Karte, die du kontrollierst, als Material verwendest. Falls diese Karte auf dem Spielfeld durch Kampf oder einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 Unterweltler-Monster in deinem Friedhof wählen, außer „Losgekettete Seele der Raserei“; füge es deiner Hand hinzu. Du kannst jeden Effekt von „Losgekettete Seele der Raserei“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Losgekettete Seele der Angst
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Link/Effekt
Link-Zeiger: Oben, Unten-Links, Unten-Rechts
ATK / LINK: 2400 / 3
Effekt:
2+ Monster, darunter ein „Losgekettete Seele“-Monster
Du kannst 1 offenes Monster wählen, das dein Gegner kontrolliert; sofort nachdem dieser Effekt aufgelöst wurde, beschwöre 1 FINSTERNIS Linkmonster, außer „Losgekettete Seele der Angst“, als Linkbeschwörung, indem du nur das Monster des Gegners und diese Karte, die du kontrollierst, als Material verwendest. Falls diese Karte auf dem Spielfeld durch Kampf oder einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 Unterweltler-Monster in deinem Friedhof wählen, außer „Losgekettete Seele der Angst“; füge es deiner Hand hinzu. Du kannst jeden Effekt von „Losgekettete Seele der Angst“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Losgekettete Scheußlichkeit
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Link/Effekt
Link-Zeiger: Oben, Unten-Links, Unten, Unten-Rechts
ATK / LINK: 3000 / 4
Effekt:
2+ Monster, darunter ein Linkmonster
Falls eine oder mehr Karten auf dem Spielfeld durch einen Karteneffekt zerstört werden, außer durch „Losgekettete Scheußlichkeit“ (außer während des Damage Steps): Du kannst 1 Karte auf dem Spielfeld wählen; zerstöre sie. Wenn ein anderes Monster durch Kampf zerstört wird: Du kannst 1 Karte auf dem Spielfeld wählen; zerstöre sie. Während der End Phase: Du kannst 1 Karte auf dem Spielfeld wählen; zerstöre sie. Du kannst jeden Effekt von „Losgekettete Scheußlichkeit“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Doch kommen wir jetzt zum Herzstück dieses Decks, welche wieder einmal die Extradeckmonster, in diesem Falle die drei Linkmonster sind.
Das erste Linkmonster ist das Link 2 Monster Losgekettete Seele der Raserei, welches man aus einem Losgekettete Seele Monster und einem beliebigen zweiten Monster bauen kann. Aus dem Maindeck bietet sich da aktuell nur Losgekettete Seele des Unheils, da speziell der Sub-Archetype Losgekettete Seele und nicht nur ein beliebiges Losgekettet-Monster benötigt wird. Auch dieses Monster hat wieder einen Bonus-Effekt, wenn es zerstört werden sollte, mit welchem es Unterweltler-Monster, außer sich selber, recyclen kann. Das ist dahingehend interessant, um spezielle One-Off-Linkmonster, wie beispielsweise Albtraumritter Einhorn zu recyclen, wenn man dies unbedingt notwendig hat, aber auch um starke Monster wie beispielsweise Fremdenführerin aus der Unterwelt vom Friedhof auf die Hand zu nehmen.
Der interessanteste Effekt ist aber auch hier wieder der erste Effekt, welcher erneut ein gegnerischen Monster als Ziel wählen kann, um dieses dann für eine Linkbeschwörung eines Finsternis-Linkmonsters verwenden zu können. Aber anders als bei Losgekettete Seele der Raserei erfolgt dies nicht im eigenen Zug in der Main Phase, sondern in der gegnerischen Main Phase, verlangt zugleich aber auch dass das gegnerische Monster ein spezialbeschworenes Monster ist. Da aber heutzutage nahezu jedes Deck Monster als Spezialbeschwörung beschwört sind diese Einschränkungen eher ein winziges Detail anstatt ein größeres Problem.

Den Recycle-Effekt vom Link 2 Monster findet man auch beim Link 3 Losgekettete Seele der Angst wieder, während sein Weglink-Effekt wieder dem von der Maindeck-Version entspricht.
Interessanter sind bei den beiden Monstern aber mal wieder die Ziele. Denn während wir beim Maindeck-Monster noch auf maximal Link 2 Monster gebunden waren, wenn die gegnerischen Monster keine Linkmonster waren, so bieten die Link 2 und Link 3-Versionen einige weitere Optionen. So kann man aus dem Link 2 und einem beliebigen Monster des Gegners recht schnell Topologischer Trisbaena oder Albtraumritter Einhorn bauen, was nochmal besonders dadurch stark wird, dass der Link 2 auch im gegnerischen Zug linkbeschworen werden kann. Mit dem Link 3 hingegen werden auch starke Link 4-Monster wie Topologik-Bomberdrache oder Topologik-Zeroboros zu einem Kinderspiel, sowie auch das Link 4 Monster dieses Archetypes(gleich dazu mehr).

Doch rechnen wir mal hoch was die Beschwörung eines einzelnen Losgekettete Seele des Unheils an Kartenvorteil erzeugen "kann". Denn wenn wir mit dessen Effekt ein Losgekettete Seele der Raserei haben wir schon ein +1 erzeugt. Anschließend haben wir im gegnerischen Zug die Möglichkeit über den Effekt von Raserei ein weiteres +1 zu erzeugen, indem wir anschließend in Albtraumritter Einhorn(damit haben wir dann für den Abwurf einer Handkarte ein weiteres Removal und gehen so +-0) oder Losgekettete Seele der Angst gehen.
Dieser kann dann zwar nicht mehr im gegnerischen Zug verwendet werden, doch wenn er bis zum nächsten Spielzug überlebt kann er ein weiteres Monster auf "die Hörner nehmen" um damit beispielsweise erneut zurück in Losgekettete Seele der Raserei zu gehen um das ganze Spiel im nächsten Zug wiederholen zu können. Das bedeutet dass wir allein initial schon +2 erzeugen können und zugleich bis zu drei Karten entsorgen können(über Einhorn, sonst dauert es noch einen Zug länger), im Optimalfall aber über 1 Losgekettete Seele des Unheils, 3 Losgekettete Seele der Raserei und 2-3 Losgekettete Seele der Angst(in diesem Rechenbeispiel 2, da er meist nur auf 2 Kopien gespielt werden dürfte) einen Gesamtvorteil von 6 Karten erzeugen kann.

Doch kommen wir jetzt zum letzten bisher verfügbaren Link Monster: Losgekettete Scheußlichkeit. Und was einem direkt ins Auge fällt: anders als bei seinen beiden Vorgängern hat dieser nicht mehr den Sub-Archetypen Namen enthalten, was ihn zum letzten Element in der Beschwörungskette machen lässt, was aber auch nicht ungewöhnlich dafür ist, dass es das Boss-Monster darstellen soll. Denn ähnlich wie ein Betrunkener auf einer Party haut er alles kurz und klein was ihm in den Weg kommt. Wenn nämlich eine Karte durch Kampf zerstört wird, darf man eine Karte zerstören, während auch die Zerstörung durch einen anderen Karteneffekt als von dieser Karte zu einer weiteren Zerstörung führen kann.
Schlussendlich darf er sogar noch während der End Phasen jedes Spielers eine weitere Karte zerstören. Man muss hierbei bedenken: dieser Effekt beschränkt sich nicht nur auf die Karten auf der gegnerischen Seite, sondern auch auf der eigenen, was wieder zu einer Mengen "Spielspaß" führen kann. Zugleich ist er anders als seine vorherigen Versionen komplett generisch beschwörbar, was ihn noch attraktiver für andere Decks werden lässt.
Die magischen Fähigkeiten der Shikigami


Name: Gefängnis der Scheußlichkeit
Kartentyp: Zauber
Typ: Normal
Effekt:
Füge deiner Hand 1 „Losgekettet“-Karte von deinem Deck hinzu. Falls diese gesetzte Karte durch einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deinem Deck beschwören. Du kannst jeden Effekt von „Gefängnis der Scheußlichkeit“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Heulen der losgeketteten Seelen
Kartentyp: Zauber
Typ: Permanent
Effekt:
Falls du ein „Losgekettet“-Linkmonster als Linkbeschwörung beschwörst: Du kannst 1 Karte auf dem Spielfeld wählen; zerstöre sie. Falls diese gesetzte Karte durch einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deinem Deck beschwören. Du kannst jeden Effekt von „Heulen der losgeketteten Seelen“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Jetzt habe ich mich so lange mit den Monstern beschäftigt, dass ich bisher noch kein Wort zu den relativ grandiosen Zauber- und Fallenkarten verlieren konnte. Denn ähnlich wie auch die beiden kleineren Shikigamis kann jede Zauber-/Fallenkarte bei der Zerstörung, in diesem Falle aber nur solange sie gesetzt sind, Losgekettet-Monster aus dem Deck beschwören. Das alleine ist schon beachtlich genug, da Floating-Effekte, insbesondere Floats aus dem Deck, ungemein spielstark sind. Doch kommen wir zu den individuellen Effekten: Gefängnis der Scheußlichkeit, welche wiederum die einzige Themendeck-Karte ist, die den Themendecknamen nicht enthalten hat, kann bei ihrer Aktivierung eine Losgekettet-Karte aus dem Deck suchen, was wiederum der Grund ist, warum sie eben nicht den Themendecknamen enthält. Schließlich kann man sich so nicht nur die richtige Monsterkarte auf die Hand holen, die einem gerade fehlt, sondern sogar die passende Zauber- oder Fallenkarte, sollte man schon genug Monster besitzen. Ich denke mal das alleine reicht schon aus, da inzwischen jeder wissen sollte wie wichtig Sucher-Effekte in Yu-Gi-Oh! sind.

Spannender ist an dieser Stelle dann wohl eher die permanente Zauberkarte Heulen der losgeketteten Seelen, welche eine der wenigen Karten dieses Archetypes ist, die direkt die beiden Spielweisen dieses Themas harmonierend unterstützt. Denn jedes mal(Achtung, ähnlich wie bei allen anderen Karten dieses Themas hat sie einen harten einmal pro Spielzug) wenn ein Losgekettet-Linkmonster beschworen wird, kann eine Karte auf dem Spielfeld gewählt und zerstört werden. Nehmen wir nochmal unsere Beispiel-Beschwörung von Losgekettete Seele des Unheils: Initial verwenden wir ein gegnerisches Monster für Losgekettete Seele der Raserei, und erzeugen so nicht nur ein +1, sondern über diese Karte direkt ein +2. Wenn wir dann im gegnerischen Zug den Link 3 beschwören wird aus dem +2 ein +4, wovon wir sogar zwei Karten vom Gegner "interruptet" haben. Hält auch Losgekettete Seele der Angst
diesen Spielzug aus können wir den ganzen Spaß im eigenen Zug wiederholen und so langsam aber sicher enormen Kartenvorteil aufbauen.



Name: Flucht der Losgeketteten
Kartentyp: Falle
Typ: Normal
Effekt:
Wähle 1 „Losgekettet“-Monster, das du kontrollierst, und 1 Karte auf dem Spielfeld; zerstöre beide. Falls diese gesetzte Karte durch einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deinem Deck beschwören. Du kannst jeden Effekt von „Flucht der Losgeketteten“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Name: Scheußliche Kammer der Losgeketteten
Kartentyp: Falle
Typ: Normal
Effekt:
Beschwöre 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deiner Hand oder deinem Friedhof. Falls diese gesetzte Karte durch einen Karteneffekt zerstört wird: Du kannst 1 „Losgekettet“-Monster als Spezialbeschwörung von deinem Deck beschwören. Du kannst jeden Effekt von „Scheußliche Kammer der Losgeketteten“ nur einmal pro Spielzug verwenden.




Kommen wir jetzt aber nochmal zu den beiden Fallenkarten. Diese sind ganz besonders wichtig, da wir mit Losgekettet ein eher reaktives statt proaktives Deck besitzen, benötigen wir auch die richtigen Karten um den gegnerischen Spielzug möglichst sicher zu überleben und zugleich möglichst viel Kartenvorteil aufbauen zu können.
Darum haben wir bei der ersten Fallenkarte Flucht der Losgeketteten auch eine abgeschwächte Form von Icarus-Angriff erhalten, welche nicht nur ein losgekettet-Monster unserer Wahl zerstören soll, sondern zugleich eine zweite Karte zerstört. Auch diese muss nicht unbedingt auf der gegnerischen Spielfeldseite existieren, sondern kann auch von unserer Seite stammen, um beispielsweise über weiteres Floating mehr Präsenz erwirtschaften zu können.

Jetzt kommen wir aber mal zu den unangenehmen Situationen: wie vermutlich aufgefallen ist dreht sich sehr viel um Losgekettete Seele des Unheils. Da dieser aber ein hochstufiges Monster ist, und wir ungerne Tributbeschwörungen machen, wenn die entsprechende Deckmechanik dies nicht unterstützt, ist es immer wieder ein Ärgernis wenn man dieses Monster aufzieht. Das wird doppelt ärgerlich wenn man bedenkt, dass die meisten spezialbeschwörenden Effekte dieses Decks nur Monster aus dem Deck beschwören können, während die Hand oder der Friedhof etwas schwerer erreichbar sind. Dafür hilft aber die Karte Scheußliche Kammer der Losgeketteten aus, welche nämlich genau aus diesen Zonen die gewünschten Monster beschwören kann. Das wird besonders dann interessant, wenn man schon längst das themeneigene Link 4 Monster beschworen hat und die Linbeschwörungskette fortsetzen will, da man diese dann einfach über diese Fallenkarte in der Main Monster Zone fortführt. Oder gehen wir mal von aus wir haben uns endlos viel Mühe gegeben das Link 4 Monster zu beschwören und eine Karte zerstört unser großes Bossmonster. Dann können wir ganz einfach dieses in der gegnerischen End Phase vom Friedhof wiederbeleben um anschließend noch eine Karte in der End Phase in die Luft zu jagen, während wir im Folgezug mit ihm das gegnerische Monster über seine 3000 ATK überrennen.
Der Meister erscheint


Name(Fan-Übersetzung): Abominable Unchained Soul
Kartentyp: Monster
Eigenschaft: Finsternis
Typ: Unterweltler/Effekt
Stufe: 8
ATK / DEF: 3000 / 1500
Effekt:
If a card(s) you control is destroyed by battle or card effect: You can Special Summon this card from your hand. If this card is Special Summoned: You can discard 1 card; destroy 1 card on the field. Once per turn, during the End Phase, if this card is in the GY because it was destroyed on the field and sent there this turn: You can Special Summon this card, but place it on the bottom of the Deck when it leaves the field. You can only Special Summon "Abominable Unchained Soul(s)" once per turn.




Bevor ich gleich aber zu den Supportkarten komme, möchte ich noch ganz fix auf die Karte zu sprechen kommen, welche wir im nächsten Hauptset Ignition Assault erhalten werden, und die dem Deck etwas mehr Flexibilität geben wird. Denn wie gesagt hat das Deck das Problem dass ihr Schlüsselmonster nur bis zu drei mal gespielt werden kann, da es sonst keine Main Deck Monster gibt, die "Losgekettete Seele" in ihrem Kartennamen haben, weshalb dem Deck schnell die Puste ausgeht, sollte man alle Losgekettete Seele des Unheils aufziehen oder verbrauchen. Dies wird sich hiermit aber ändern, denn der verloren gegangene Meister Abominable Unchained Soul enthält den Namen "Unchained Soul", welches die englische Übersetzung für "Losgekettete Seele" ist. Doch auch sonst löst er einige Probleme, mit der Losgekettete Seele des Unheils Probleme hat. So kann man ihn von der Hand spezialbeschwören, wenn eine eigene Karte durch Kampf oder einen Karteneffekt zerstört wird.

Zudem kann man bei seiner Spezialbeschwörung(ob durch den eigenen oder einen fremden Effekt) eine Karte als Kosten abwerfen, um direkt eine Karte auf dem Spielfeld zerstören zu können. Dies alleine macht ihn schon attraktiv für einen Einsatz in anderen Decks, da er wie eine der allseits beliebten Handtraps fungieren kann. Dadurch wird es auch möglich, falls man ein bis zwei Slots im Extradeck frei hat, diesen im eigenen Zug von der Hand spezial zu beschwören, ihn mit einem eigenen Monster zu Losgekettete Seele der Raserei verarbeiten und diesen dann als Interrupt im gegnerischen Zug anzuwenden, indem man entweder Losgekettete Seele der Angst oder Albtraumritter Einhorn damit beschwört. Hat man auf dem Spielfeld I:P Maskerena kann man dies dann sogar alles im gegnerischen Zug machen, was all das noch viel ansprechender macht.

Doch auch im eigenen Deck hat Abominable Unchained Soul den gravierenden Vorteil, dass dieser sich selbst von der Hand beschwören kann und somit fast nie tot auf der Hand liegen wird. Aber auch sein letzter Effekt Ist nochmal ein interessanter Bonus, falls man ihn beispielsweise am Ende des gegnerischen Spielzuges über beispielsweise einen der Fallenkarten beschworen hat: Wird er nämlich zerstört, beispielsweise als "indirekte Kosten"[2], darf man ihn in der End Phase wiederbeleben, und sollte er dann das Spielfeld verlassen, legt man ihn unter das Deck. Bedeutet im Grunde dass wir ihn möglichst auf diesen Weg beschwören wollen, da er sich so selbst wieder ins Deck mischt, von wo wir ihn anschließend möglichst endlos wiederverwenden können. Das sorgt dafür dass wir auch nicht mehr automatisch verlieren, weil wir keinen Zugriff mehr auf ein Main Deck Losgekettete Seele Monster haben.
Wer schließt sich dem "Crimson Demon Clan"[3] an?

Jetzt wo wir uns so lange mit den einzelnen Karten des Archetypes beschäftigt haben, will ich noch kurz auf einzelne Karten und Themendecks eingehen die man mit den Losgekettet Karten kann.
Dabei fällt auf dem ersten Blick natürlich auf dass jedes der Losgekettet-Monster vom Typ "Unterweltler" ist. Und wie wir ja wissen dürften haben Unterweltler garnicht mal so schlechten Support die letzten Jahre erhalten. So fängt es beispielsweise schon mit Fremdenführerin aus der Unterwelt an, die alleine schon in der Lage ist, einen der beiden Zwillinge aus dem Deck zu beschwören, um anschließend mit denen ein Linkmonster wie Cherubini, schwarzer Engel des Brennenden Abgrunds oder I:P Maskerena aufzubauen oder ein gutes XYZ-Monster wie Die Phantomritter des Zerbrochenen Schwerts zu schaffen. Dem folgend kann es auch sinnig sein, Sangan zu interagieren, der nicht nur beide der Zwillinge auf die Hand suchen kann, sondern rein theoretisch, wenn auch weniger praktikabel, Losgekettete Seele des Unheils der Hand hinzufügen kann.

Wir können dies aber noch etwas spezieller betrachten. Seit dem Release von Legendary Duelists: Immortal Destiny gibt es ganz speziellen Support, der für Unterweltler-Monster der Stufe 8 gedacht ist. Und wenn man sich Losgekettete Seele des Unheils als auch Abominable Unchained Soul anschaut, wird man sehen das beide die Stufe 8 besitzen. Darum sind sie über Beherrschung des dunklen Geistes suchbar und können mithilfe von Dunkler Geist der Bosheit und Dunkler Geist der Verbannung vom Friedhof wiederbelebt werden. Ansonsten bietet dieses Deck an Fallenkarten gezielt normale Fallenkarten, was auch Fallentrick zu einer interessanten Karte macht, um immer die richtige Fallenkarte kontrollieren zu können.

Bei den Themendecks mit denen man dieses Deck kombinieren kann, fallen beim "Zerstörungspart" wohl gezielt die Feuerkönig oder im modernen Sinne die Wahrer Dracho-Karten ein. Letztere bringen durch ihre große Ziehpower einiges an Konstanz ins Deck, während beide Decks dahingehend harmonieren, dass die Shikigami-Zwillinge nur die Spezialbeschwörung von Nicht-Unterweltlern verbietet, während man weiter ungehindert die zusätzlichen Tributbeschwörungen der Wahrer Dracho-Karten verwenden darf. Doch auch die integrierten Zauber- und Fallenkarten der Wahrer Drachos harmonieren mit dem Losgekettet-Karten. Beschwört man beispielsweise ein Wahrer Dracho-Monster durch Tribut einer der Wahrer Dracho Zauber-/Fallenkarten, so können diese anschließend ihre Zerstör-Effekte entfesseln um gezielt verdeckte Losgekettet Zauber-/Fallenkarten zu zerstören um anschließend die richtigen Monster spezialbeschwören zu dürfen, oder um die Losgekettet-Monster zu zerstören und gegen die besseren ihrer Sorte auszutauschen. Zudem kommt so die Spielstärke von Losgekettete Zwillinge - Rakea erst richtig zur Geltung, weil man mit ihm im gegnerischen Zug eigene Wahre Dracho-Karten zerstören kann, die anschließend die gegnerischen Karten gezielt zerstören können.

Will man hingegen etwas mehr "Spaß" mit den Link-Monstern und dem allgemeinen "geplusse" haben, so kann man über eine Himmelsjäger-Engine nachdenken. denn alleine durch Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff! kann man ordentlich Kartenvorteil erzeugen, und vereinzelte Karten wie Himmelsjäger-Mechmodule - Mehrzweck oder Himmelsjäger-Mech - Witwenanker können weiteren Druck aufbauen. Zudem unterstützt Himmelsjäger-Mech - Adlerdüse die themeneigenen Linkmonster davor, hier ganz besonders der Link 3 Losgekettete Seele der Angst und Link 4 Losgekettete Scheußlichkeit genannt, nicht im Kampf oder durch Karteneffekte entsorgt zu werden. Und auch Himmelsjäger-Mech - Hornissendrohnen erfüllt einen weiteren Zweck als ein kurzzeitiger Zugriff auf Himmelsjäger Ass - Kagari zu sein, indem man im gegnerischen Zug über Losgekettete Seele der Raserei ein Topologisch-Monster zu beschwören, welches anschließend seinen jeweiligen Sprengungseffekt entfesseln kann. Natürlich muss man bei der Kombination dieser beiden Themendecks dann besonders darauf acht geben, dass man sich nicht selber mit der eigenen Main Monster Zone das Spiel blockiert.

Ein weiteres interessantes Thema wäre eine Kaiju Engine. Denn das größte Problem für das Deck sind gegnerische Monster, die nicht als Ziel angewählt werden können, was es verhindert gegnerische Monster für die Linkbeschwörung zu verwenden. Hier kann man dann entweder ein Kaiju-Monster verwenden, um unwählbare Monster "wählbar" zu machen, oder verwendet Karten wie Kaiju-Schlummer als allgemein hilfreiches Removal, welches nicht nur die eigenen Karten triggern kann, sondern weitere Monster aufs Feld befördern kann, mit denen man anschließend linkbeschwört oder OTKt.

Ganz zum Schluss möchte ich dann noch kurz auf das Schrott-Thema verweisen. Denn mit dem kommenden Special Editions zu Chaos Impact, aus denen man auch die Losgekettet-Karten ziehen kann, wird auch das lang erwartete Linkmonster Scrap Wyvern enthalten sein. Und alleine die Integration dieses Linkmonsters sowie von Schrott-Recycler und Mecha-Phantomungeheuer O-Löwon(alternativ Gizmek Orochi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer) führen zu folgender kurzen 1.5-Karten-Kombo(Material: Schrott-Recycler und eine der Losgekettet Zauber-/Fallenkarten):

  1. Normalbeschwöre Schrott-Recycler und sende Mecha-Phantomungeheuer O-Löwon zum Friedhof(oder Gizmek Orochi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer).

  2. O-Löwon nutzt seinen Effekt und beschwört eine Spielmarke. (Alternativ beschwört man Gizmek Orochi)

  3. Aus der Spielmarke und dem Schrott-Recycler baut man Schrott-Wyvern.

  4. Nun benutzt man den Effekt von Schrott-Wyvern, beschwört Schrott-Recyler und zerstört anschließend die gesetzte Losgekettet-Karte.

  5. Nun benutzt man den Effekt der Losgekettet-Karte und beschwört Losgekettete Seele des Unheils aus dem Deck.


Ab hier kann man wahlweise ein generisches Link 2, 3 oder 4 Monster bauen, gegnerische Monster für ein eigenes Finsternis-Link 2, 3 oder 4 Monster verwenden(wieder abhängig vom gegnerischen Monster) oder sonstige Kombination durchführen. Man kann diese "Kombo" auch noch durch andere Karten weiter extenden, was beispielsweise auch zu interessanten Topologik-Zeroboros-Spielfeldern erzeugt werden kann, die man beispielsweise aus diesem Road-of-the-King-Artikel wiederfinden kann.
Explosionsmagie lernen?
Damit möchte ich dann langsam zum Ende dieses Artikels kommen. Doch bevor ich schluss mache, will ich noch kurz darauf eingehen, ob es sich denn überhaupt lohnt, sich das Themendeck heran zu holen, oder ob man besser die Finger davon lassen sollte.
Denn wenn man alleine schon die Raritäts-Verteilung vom Set Chaos Impact betrachtet, schlagen vier Secret Rares und zwei 2 Ultra Rares schon ganz schön auf die Brieftasche. Besonders da das Deck bisher noch absolut gar nix im OCG reissen konnte, trotzdem Support aus Ignition Assault ist eigentlich ein klarer Grund, sich von dem Deck fern zu halten. Doch ich persönlich denke dass das Deck auf kurz oder lang einiges an Potenzial hat, sein Geld wert zu sein.
Alleine schon dass viele Karten schon jetzt das Potenzial zeigen, als vereinzelte Splash in anderen Decks integriert werden zu können, sollte die Alarmglocken aufhorchen lassen. Zudem gibt es massive Unterschiede im TCG/OCG Kartenpool und der entsprechenden Listen der limitierten und verbotenen Karten, die dem Deck recht schnell in die Hände spielen können. So haben wir beispielsweise drei Kopien von Dragonisches Diagramm, während die Spieler im asiatischen Raum nur eine zur Verfügung stehen haben, was den Wahrer Dracho-Splash noch attraktiver macht. Außerdem ist unser Format im Moment langsamer als das OCG-Format, was am fehlen von Crystron Needlefiber sowie der geringeren Präsenz von den Gefahr!-Monstern liegt. Und je nachdem wie die kommende Liste im (voraussichtlich) Januar/Februar aussieht, hat das Deck auch dann die Chance richtig aufzublühen.

Trotz Allem empfehle ich beim Kauf der teureren Losgekettet-Karten zumindest auf den Release von der Chaos Impact Special Edition Anfang Dezember abzuwarten, da so die Preise der teureren Losgekettet-Karten zumindest nochmal um ein paar Euro's sinken dürften.

Doch nun möchte ich Schluss für heute machen. Was haltet ihr von dem Themendeck? Habt ihr nun auch Geschmack auf das Deck bekommen, oder interessiert es euch sogar noch viel weniger als vorher? Habt ihr Karten die ich auch noch als Support hätte erwähnen können? Kennt ihr Spielstile, mit denen man noch mehr aus dem Deck herausholen kann? Schreibt es doch in den Diskussionsthread.




[1] Bevor sich hier gleich noch beschwert wird: meine Recherche hat ergeben, dass der Name "Aruha" in Japan vorzugsweise für Mädchen verwendet wird. Wobei ich beim Namen Rakea nichts finden konnte, und deshalb nicht weiss ob dieser eher männlicher oder weiblicher Natur ist.

[2] Ich habe es jetzt mal "indirekte Kosten" getauft, da es, meiner Erkenntnis nach, keine Karteneffekte gibt die Karten als echte Kosten(sprich als Effekttext vor einem ";") zerstören. Zerstörung ist bisher immer nur innerhalb eines Effektes vorhanden oder allgemein bei permanenten Effekten enthalten(bspw. die Effekte der Brenennder Abgrund Monster, welche "platzen" wenn Nicht-Brennender Abgrund-Monster auf dem Spielfeld liegen). Doch auch wenn es regeltechnisch eine feste Bezeichnung für Effekt und Kosten gibt, ist der "Sinn" von Kosten im modernen Yu-Gi-Oh schon arg verschwommen. Zumindest wenn man darüber nachdenkt dass Karten wie beispielsweise Barrikadborg Blocker nur gespielt werden, weil man durch ihn "Kosten" entrichten kann, ohne dabei wirklich einen Effekt auszulösen. Zumindest wird er nur für diesen Zweck im Orcust oder im Lunalicht-Orcust gespielt...

[3] Wer nicht weiss womit ich hier drauf anspielen will: im Anime "KONOSUBA -God's blessing on this wonderful world!" gibt es einen Charakter mit dem Namen Megumin, welche ein Mitglied des Crimson Demon Clan ist. Sie ist zudem bekannt für ihre "Explosionsmagie", welche auch zu einem eigenen Fan-Phänomen geworden sind, da sie nach einer erfolgreichen Nutzung von Explosionsmagie all ihre Energie verliert und "wertlos" wird.