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Die besten Karten aus 2019 - Platz 3 bis 1

von Deckcreator16 am 24.12.2019 um 18:18 Uhr
Willkommen zum letzten Teil unseres kleinen Adventsmarathons mit den Top 15 Karten des Jahres 2019. Heute darf ich, Deckcreator16, euch die verbliebenen drei Karten unseres Rankings präsentieren.
Und es sei mal so viel gesagt: es handelt sich um Karten die unser Spiel(physisch durch ihre Existenz oder geistig im Kartendesign neuer Karten) gegenwärtig und zukünftig beeinflusst.

Doch ich will mich gar nicht in einen riesigen Aufsatz verlieren und direkt ins Thema hüpfen:
Platz 3: Wachdrache Agarpain

Beginnen wir doch direkt mal mit der ersten Karte(zumindest aus diesem Ranking), die in diesem Jahr nicht nur releast wurde, sondern auch in dem gleichen Jahr gebannt werden musste.

Und wie man sich vorstellen kann, liegt es nicht an seinen mickrigen ATK-Werten von 1000 ATK, sondern viel eher an dessen Effekt, den es als Link 2 Monster ausführen kann. Denn seine Beschwörung ist aufgrund von 2 Drache-Monstern nicht wirklich kompliziert, da es einfach zu viele Drachen-Karten im Spiel gibt, die teilweise sogar als Extender oder Kombostarter agieren können. Zugleich erlaubt er es einem aber auch, ein Drache-Monster aus dem Extradeck in eine Zone zu beschwören, auf die zwei Linkmonster zeigen. Da er selber auch ideal dafür ausgelegte Zeiger besitzt, wovon zumindest einer gerade nach unten zeigt, ist die halbe Arbeit schon alleine durch ihn erledigt. Den Rest des Jobs machten dann seine beiden Brüder Wachdrache Elpy und Wachdrache Pisty die nach rechts beziehungsweise Links gezeigt haben. Da diese beiden im Idealfall noch den notwendigen Extender-Drachen aus dem Deck oder Friedhof spezialbeschwören können, um Agarpain noch leichter aufs Spielfeld zu bekommen, ist da ja fast schon ein Beiwerk.
Der Rest des Jobs wurde dann meist nur noch vom generischen Drachen-Linkmonster Drei-Feuerstoßdrache erledigt, den man aus einem zuvor beschworenen Link 2-Monster mit entsprechenden Pfeilen für Unten-Links beziehungsweise Unten-Rechts(damit Elpy und Pisty an der richtigen Stelle sitzen) und einem weiteren Monster beschworen hat, dann in dessen und zugleich auch Elpys/Pistys verwiesenen Zone den entsprechenden zweiten Drachen zu beschwören, nur um das neu beschworene Monster und den Drei-Feuerstoßdrachen zu Agarpain weiterzuverarbeiten. Anschließend brauchte dieser nur noch die sehr starken Drachen-Extradeckmonster wie beispielsweise Glühender Rotdrachen-Erzunterweltler Abyss oder Kristallflügel-Synchrodrache (oder wenn man OTKen will halt auch Kalliberschwert-Drache) beschwören. Um das ganze dann noch abzurunden hatte man ihn und den jeweils übrig gebliebenen Wachdrachen weiterverlinkt, um auf Priesterliches Siegel der Himmlischen Sphären zu enden, um nicht nur einen weiteren Interrupt zu erhalten, sondern auch noch von den Einschränkungen der Wachdrachen-Monster zu befreien (womit man, dank der beiden verlinkten Zonen der Kugel, noch mehr Interrupts aufbauen kann).
Doch um den ganzen noch eine Kirsche oben drauf zu legen, hat Wachdrache Agarpain alleine dafür gesorgt, dass neue FTKs ermöglicht wurden, die beispielsweise dank Superlegierungsungeheuer Raptinus erst möglich geworden sind.

Das alles war der Kern- und Angelpunkt, warum er gebannt werden musste, und hat uns aufgezeigt, dass es nur eine "Mechanik" gibt, die noch viel stärker ist als eine Spezialbeschwörung aus dem Deck: eine Spezialbeschwörung aus dem Extradeck.
Und das ist hoffentlich auch eine Lehre dafür geworden, was man beispielsweise beim bisher nur schemenhaft angekündigten, neuen TCG-Only-Piraten-Themendeck für Ignition Assault angekündigt hat, im voraus beachten sollte.
Platz 2: Apollousa, Bogen der Göttin

Den zweiten Platz hat sich eine Karte ergattert, welche bisher zwar keinen direkten Aufruhr erzeugt hat, trotz allem aber schon eine schleichtende Bedrohung darstellt.

Denn dieses Link 4 Monster zeichnet sich dadurch aus, dass es ähnlich wie auch schon Drache des Lichts und der Finsternis anhand seiner ATK-Punkte, die sich durch die Anzahl der verwendeten Linkmaterialien definieren, Monstereffekte negieren kann. Dafür kann sie zwar anders als ihr vergangenes Gegenstück keine Zauber- und Fallenkarten annullieren und die Karten werden im allgemeinen auch nicht zerstört, dafür kann man es sich aussuchen ob man annullieren möchte, oder nicht, was bei dem alten Effektmonster nicht der Fall war. Somit ist Apollousa sehr viel schwerer zu ködern als Drache des Lichts und der Finsternis.
Die fehlende Zerstörung hingegen hat ihre Vor- und Nachteile.
Auf der einen Seite kann man so keine Karten triggern, die bei der Zerstörung oder beim auf den Friedhof legen einen Effekt aktivieren, dafür wird auch das Problemmonster nicht entsorgt. Letzteres wird halt dadurch problematisch, dass Apollousa, Bogen der Göttin keine allzu hohen Angriffswerte besitzt, wenn sie ein oder gar zweimal annulliert hat, was sie zugleich aber auch wieder soweit balanced, dass man sie als kein größeres Problem empfindet.

Ansonsten ist sie als generisches Linkmonster, was dementsprechend auch leicht zu beschwören ist, die ideale Karte, um einen weiteren Interrupt neben vielen anderen Interrupts darzustellen(was das Problem ihrer "Selbstzerstörung" bezüglich der ATK nicht mehr zu problematisch macht), sondern erzeugt sie mit drei Link-Zeigern nach unten auch eine ideale Basis um weitere gefährliche Monster aufs Board zu bringen. Und letzteres ist zumindest in diesem Jahr und bis April nächsten Jahres noch eine sehr wichtige Eigenschaft.

Das alles macht sie im Gesamtpaket zu einer sehr starken Karte, zugleich aber auch zu eine der fairsten Karten in diesem gesamten Ranking, und insbesondere des Siegertreppchens. Aber apropro Siegertreppchen, lasst uns doch endlich zum Sieger kommen:
Platz 1: Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff!

Und hier habt ihr die Karte des Jahres 2019.
Und ja, ich weiss dass diese Karte eigentlich im Jahre 2018 releast wurde, aber wisst ihr was: die Karte ist so stark, dass ihre Spielstärke sich sogar noch durch das zweite Jahr gezogen hat, und ich verstehe überhaupt nicht mehr, warum es die Karte im letzten Jahr nur auf den vierten Platz geschafft hat. Hoffen wir mal, dass die Karte auch im Jahre 2020 noch den ersten Platz erhaschen kann.

Damit verabschiede ich mich für heute und hoffe ihr freut euch schon darauf wie wir auch im nächsten Jahr vom Himmelsjägerdeck terrorisiert werden.
























Nein, keine Sorge. Das war natürlich nur ein Witz, und hoffentlich hat es einige von euch nicht zu sehr getriggert ;)

Kommen wir jetzt also zum wahren Platz 1 des Jahres 2019:
Platz 1: Nibiru, das Urwesen

Die Karte die in diesem Jahr den wohl größten Aufruhr erzeugt hat, ist natürlich auch ganz klar unser erster Platz des Jahres 2019. Und dabei verfolgt uns die Karte erst seit gerade mal vier Monaten.
Doch alleine diese Karte hatte schon in seiner so kurzen Zeit nicht nur mindestens einen eigenen Artikel bekommen, sondern auch das komplette Format umgeworfen.
Plötzlich ist es nicht mehr gut gewesen, einfach blind ein Kombo-Deck zu spielen und vor sich hin zu spielen, wenn man als erster oder als zweiter Spieler loslegt, sondern kann für das Übetreiben sehr hart bestraft werden. Denn wenn ein Spieler fünf Monster als Normal- oder Spezialbeschwörung beschworen hat(wichtig: dies zählt die beschworenen Monster, nicht die Anzahl deklarierter Beschwörungen) kann man durch dessen Effekt möglichst viele Monster als Tribut anbieten, und anschließend ihn auf die eigene und eine Spielmarke mit der Summe der geopferten ATK/DEF als ATK/DEF auf die gegnerische Seite zu beschwören(dabei kann man die Position auswählen).
Da viele Monster heutzutage wenig bis gar keine DEF besitzen kommen so zwar meist Spielmarken zustande, die eine sehr große Anzahl an ATK besitzen, dessen DEF aber meist unterhalb der 3000 ATK liegen, die Nibiru besitzt. Somit kann meist ein einzelner Nibiru die Spielmarke direkt wieder entsorgen. Wobei es auch Experimente mit beispielsweise Feindkontrolle gab, bei der man ein eigenes Monster geopfert hat, um sich die Spielmarke bis zur End Phase auszuleihen, in Angriffsposition zu drehen und direkt damit zu OTKen.

Außerdem kann man damit nicht nur vor halb etablierte Boards gerettet werden, sondern es ist auch möglich sich selber vor einem OTK zu schützen.
Denn die meisten OTKs benötigen minimal die Beschwörung von fünf Monstern, und so kann man den Stein benutzen um nicht nur selber ein dickes Monster hinzulegen, um dem OTK zu entgehen, sondern auch um die Karten zu entsorgen, die einen sonst OTKt hätten.
Das alleine hat sie schon zu einer enormen Stärke verholfen. Dass es zugleich auch noch Spielereien mit Orcust-Monstern und seinem Tribut-Effekt gibt(sodass er auf der Hand bleibt und jeden Zug wieder tributen kann), wirkt dagegen ja wie ein Gimmick.

Zudem sehe ich in der Karte den Grund, warum Orcust richtig viel Dominanz hinzugewonnen hat. Das lag anfangs daran, dass man auf dem Weg weiterextenden kann, wenn man "nibirut" wurde(indem man in Albtraumritter Phönix/Albtraumritter Cerberus gegangen ist, und anschließend in Albtraumritterin Meerjungfrau), und Orcust Crescendo hat das Feld dann weiter abgesichert, wenn zuvor andere Negater Nibiru aus dem Spiel genommen haben.

Schlussendlich wird Nibiru nicht nur die letzten vier Monate beeinträchtigt haben, sondern dürfte auch in den folgenden Jahren ein echter Threat werden, da er zusammen mit kein dunkler Herrscher mehr und Super-Polymerisation gezielt mit Board Building Decks interagieren wird. Und gerade dieser Fakt wird vermutlich besonders wichtig werden, wenn im April 2020 dann auch die Änderungen der Master Rule eingeführt werden.
Schlusswort
Und jetzt bin ich wirklich am Ende angekommen.

Ansonsten würden mich und meine Kollegen interessieren, wie eure Top 15 ausgesehen hätten. Unter anderem weil uns beispielsweise auch erst nach Fertigstellung der Liste aufgefallen ist, dass wir Cynet-Gewinnung vollkommen vergessen hatten, da wir doch so viele Karten in diesem Jahr erhalten hatten, die wirklich gut gewesen sind.

Doch abschließend wünsche ich( und auch im Namen meiner beiden Kollegen Voltii und Leseleff) euch noch ein schönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage.