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Erwartungen fürs Jahr 2020

von Deckcreator16 am 31.12.2019 um 12:50 Uhr
Es ist wieder soweit und das aktuelle Jahr, als auch die aktuelle Dekade, neigt sich dem Ende. Und zu dieser Zeit macht man ja immer Vorsätze für das nächste Jahr, die man direkt zu Neujahr wieder verwirft, beziehungsweise bei denen man dann schon gescheitert ist.
Heute habe ich sowas ähnliches auch für unser Spiel vor[1].
Denn ich muss ehrlich sein. Wir hatten in diesem Jahr eines der besten Jahre, die dieses TCG je gesehen hat. Und hier stellt sich mir die Frage: wie kann man dieses nochmal übertreffen?
Deshalb werdet ihr in den folgenden Zeilen erfahren, was meiner Ansicht nach notwendig ist, um unser Spiel noch ein gutes Stück besser zu machen.
Bessere und günstigere Karten

Die erste Erwartung, die ich an das TCG habe, ist noch mehr gute Produkte herauszubringen. Dabei ist die Beschreibung "gute Produkte" etwas sehr vage, weshalb ich es genauer erläutern möchte.

Zuerst bedeutet dies meiner Ansicht nach, dass wir endlich wieder einige Themendecks bekommen, die im Meta mithalten können. Denn egal wie toll das Jahr war, eine Sache hat viele Leute aufgeregt: Wir haben effektiv das ganze Jahr dasselbe Format gespielt.
An der Spitze des Metagames standen nur Grosalamander, Orcust, Donnerdrachen und Himmelsjäger sowie zig andere Decks, die sich auf der nächsten Ebene breit gemacht haben. Hier war keines dabei, welches erst in diesem Jahr zum Spiel hinzugekommen ist, nicht einmal auf der Tier 2-Ebene.
Und auch wenn Grosalamander sowie Orcust erst in diesem Jahr ihren Support erhalten haben, um im Metagame mithalten zu können, war es nicht wirklich so, als wären sie in diesem Jahr hinzugekommen. Doch wenn man so in die ersten beiden Hauptsets fürs nächste Jahr schaut, scheint sich zumindest dieser Punkt nicht zu ändern, da Ignition Assault sowie Eternity Code für viele Decks interessante Karten bieten wird, sowie auch neue Themendecks beherbergt, diese bisher aber weniger lohnenswert erscheinen und es erneut danach ausschaut, als würden wir dieses Format, welches wir seit über einem Jahr haben, ein weiteres Jahr spielen werden.

Bei dem nächsten Punkt schau ich mehr auf Fans alter Themen. Denn wie auch schon in diesem Jahr soll weiterhin so viel Legacy-Support gebracht werden wie bisher. Meiner Ansicht nach kann es sogar gerne mehr werden. Denn auch wenn nur ein geringer Bruchteil des Legacy-Supports Verwendung im Metagame findet, so ist dieser doch notwendig um auch den Spielern, die kein Interesse an Turnieren haben, einen Ansporn zu bieten, die Karten aus den neueren Produkten haben zu wollen. Und auch Sammler interessieren sich mal mehr und mal weniger für solche Karten, da sie häufig besondere Erinnerungen mit den alten Themendecks, oder Einzelkarten die nun zu Themendecks werden, verbinden.
Doch man sollte bedenken, dass Karten für alte Themendecks mehr Zeit fürs R&D-Team(Research & Development, sprich die "Testing-Abteilung" von Konami) bedeuten, da solche Karten zwar hilfreich fürs Themendeck sein sollen, diese zugleich aber nicht übermäßig broken sein dürfen. Denn eine Eigenschaft alter Themendecks, wie man es beispielsweise auch bei Lunalicht gesehen hat, macht uns immer wieder Probleme: fehlende Harte Einmal pro Spielzug-Effekte, die durch die neuen Karten zu wahrhaften Problemträgern werden. Doch ist dies eher die Ausnahme und nicht der Regelfall, unter anderem weil man solche Themendecks besonders vorsichtig supportet.

Das letzte Element meiner Bezeichnung für "mehr gute Produkte" liegt bei den Short Prints. Ich weiss nicht, ob es nur an unserer inzwischen starken Nähe zu den Drittanbietern liegt oder wirklich daran, dass Konami da immer mehr Hand anlegt, aber in diesem Jahr hat sich das Short Print Problem weiter verschlimmert. Denn während die Produkte in diesem Jahr von Produkt zu Produkt (aus competitiver Sicht) immer unattraktiver wurden, so stieg die Short Print Rate immer weiter an.
Angefangen bei Savage Strike, welches mit Fantastischer Drache Phantazmai und Topf der Extravaganz eine Rate pro Case( im folgenden RPC) von 2,4[2] besaß, und fortgeführt mit dem nebenset Infinity Chasers welches vier Secret Rares mit einer RPC von 5 beinhaltet hat( Endloskette Mähdrescher, Serziel, Wächter des Bösauges, Hexwerkerin Madam Verre und Hexwerker-Schöpfung). In Dark Neostorm hatten wir dann sehr viele gute Secret Rare Karten, doch trotz allem hatten fünf der acht Secret Rares einen beachtlichen Unterschied zu den restlichen Secret Rares von 2,5 zu 3,8 RPC. Und auch die erste Ultra Rare Dingirsu, der Orcust des Abendsterns hatte eine ähnliche Pull Rate wie eine der seltenen Secret Rares.
Mit Rising Rampage hatten wir dann gnädigerweise nur vier Karten gehabt die einen RPC unter 3 besaßen, während Chaos Impact wieder vier Secret Rares enthalten hat, die mit 2,6(Marinzessin Doktorfisch) 2,2(Grosalamander Pyro-Phönix), 2,2(Sternenvasall Seyfert) und schlussendlich 1,5(Gefängnis der Scheußlichkeit) auftrumpften.
Doch speziell Mystic Fighters hat dann das Fass zum Überlaufen gebracht. Denn während alle anderen Secret Rares zwischen 17 und 19 mal gezogen wurden, waren hierbei zwei Drachenmaid-Karten sowie vier weitere Karten, die weniger als 7 mal pro Case gezogen wurden. Besonders ernüchternd war hierbei die Pull Rate von Primathemech D'Alembert welcher gerade mal 3 RPC besaß. Wenn man dann noch bedenkt, dass keines der enthaltenen Themendecks aus Mystic Fighters auch nur den Hauch einer Chance hatte, ins Metagame einzuziehen, macht das ganze dann eher schlechter als besser.
Wenn man bedenkt, dass ich hier Nichtmal all die Spezialsets wie Battles of Legend oder Duel Power mit betrachtet habe, sind diese Zahlen schon sehr erschreckend. In der Community hat sich inzwischen auch schon ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Produkte ohne Short Prints gar nicht mehr existieren können. Das ist aber eine grauenhafte Entwicklung, da Produkte wie Duel Devastator oder das Structure Deck: Soul Burner gezeigt haben, dass Verkaufsschlager nicht durch Short Prints geschaffen werden, sondern durch eine Vielzahl attraktiver Karten.

Doch auch wenn es bisher danach ausschauen mag, dass sich auch dieses Jahr nichts daran ändern wird, sollte man nicht vergessen, dass wir mit dem Beginn von Yu-Gi-Oh Seven und Rush Duel voraussichtlich eine neue Verteilung in den Hauptsets bekommen werden. Denn anders als die vorherigen Animes dreht sich Yu-Gi-Oh Seven nur noch um die neue Spielweise Rush Duel, dessen Karten eine eigene Produktreihe bekommen werden.
Dies bedeutet, dass wir voraussichtlich keine Anime-Karten mehr in unseren normalen Hauptsets bekommen werden und so die vorhandene Set-Verteilung(zuerst 7-10 Anime-Karten, dann die zwei neuen Themendeck-Monster, dann generische Monster und Legacy Support, gefolgt von Extradeck-Monstern, Zauber- und Fallenkarten und schlussendlich TCG World Premiers und OCG Imports) umgeworfen wird. Die fehlenden Anime-Karten schaffen Platz für mehr neue Themendecks(was die Chance auf Competitive erfolgreiche Themendecks steigert) oder weiteren Legacy-Support.
Und da die neue Serie keinen Fokus auf eine neue Spielmechanik setzt, können die enthaltenen Extradeck-Monster auch ausgeglichener releast werden(anstatt 10+ Linkmonster und paar vereinzelte Fusion/Synchro/XYZ-Monster könnte man so ausgeglichene Mengen bringen).
Somit ist zwar noch nichts bestätigt, aber man bekommt eine Chance, das sich zumindest zwei der oberen drei Punkte verbessern könnten.
Ein faires Spiel

Die nächste Erwartung, die ich an das Spiel habe ist das wir trotz der Regeländerungen ein faires Spiel erhalten beziehungsweise behalten können.

Denn wie inzwischen wohl jeder weiss, wird im April 2020 die aktuelle Master Rule "aufgeweicht", und wir können wieder XYZ-, Synchro- und Fusionsmonster ohne Link Zeiger in die Main Monster Zone beschwören. Und diese Änderung ist seit ihrer Ankündigung das Gesprächsthema Nummer 1, wenn man sich im World Wide Web umschaut. Auch wenn bisher die allgemeine Haltung eher positiv ist, sollte man auch nicht vergessen, welche Probleme damit einhergehen.
Man kann nämlich nicht leugnen, das viele alte Problem-Karten wie zum Beispiel Bahamut-Hai oder Ultimaya Tzolkin von Master Rule 4(oder wie man sie im OCG nannte: New Master Rule) "In Check" gehalten wurden. Und das ist leider nur ein Bruchteil an Karten, die wieder eine enorme Gefahr für die Fairness im Spiel darstellen kann.
Auch gibt es Karten die erst in der Master Rule 4 releast wurden und nun von fairen/weniger dramatischen Karten zu sehr gefährlichen Karten mutieren werden. Als vereinzelte Beispiele hätte ich hier Donnerdrachen-Koloss oder Kein dunkler Herrscher mehr welche plötzlich enormes Potenzial dazugewonnen haben und teils sogar so stark erscheinen, dass man sie auf kurz oder lang auf die nächste Liste der limitierten und verbotenen Karten bringen müsse.

Und wo ich schon beim Thema der Liste der limitierten und verbotenen Karten bin, gehört sie hier auch ganz klar mit dazu. Denn ein weiterer Grund, warum wir das letzte Jahr das immergleiche Format gespielt haben, lag auch an der Liste, welche die einzelnen Decks zu zaghaft angefasst hatten[3].
Die Listen müssen aber nicht unbedingt dramatisch härter zugreifen, sondern sollten meiner Ansicht nach, ein faires Format zu erzeugen, in welchem möglichst viele Decks auf dem gleichen Powerlevel stehen.

Es ist natürlich selbstverständlich, dass dies alles ein sehr schwerer Balance-Akt wird, und gerade die Anpassungen in der Master Rule werden mehrere Listen der limitierten und verbotenen Karten benötigen, um mögliche Ausrutscher wieder beheben zu können. Doch ich denke, dass dies im gesamten gar nicht so schwer werden wird, wenn der Support dies entsprechend unterstützt.
Bessere Bedingungen für die Turnierteilnahmen
Um diese Erwartung für das nächste Jahr auch denen besser verständlich zu machen, die nicht so tief im Turniergeschehen mitwirken, muss ich denke ich etwas weiter ausholen:

Schon seit einiger Zeit steigt die Anzahl der Spieler immer weiter ins Unermessliche. Doch speziell in diesem Jahr hat es Maße angenommen, die einen aufhorchen lassen. So hatten wir auf der ersten YCS im Jahre 2019 die Kapazitäten der Eventhalle um etwa 500 Spieler überschritten, und Konami wurde gezwungen, eine zweite YCS am anderen Ende der Stadt auszurichten. Dies hatte zur Folge, dass wir bei allen anderen Events in diesem Jahr eine "Maximale Spielerzahl" hatten, da es nicht mehr garantiert möglich war, jedem Spieler das mitspielen zu ermöglichen.
Dieses Problem hat sich dann über das Jahr weiter verschlimmert und wir hatten pünktlich zur YCS in London das erste Mal ein Event gehabt, bei welchem nicht mehr alle Spieler mitspielen konnten, die es gerne wollten. Dies schürte natürlich Panik in der Community, da jeder Angst hatte, der nächste zu sein, der auf einem Event nicht mitspielen könnte, oder hatte es mit London selber miterlebt, wie man eine teure Reise bucht, und plötzlich nicht mitspielen kann.
Aber auch auf regionaler Ebene hatten diese Veränderungen ihre Auswirkungen. Gerade die letzten Regionals in diesem Jahr waren meist drei Monate vorher ausgebucht(also meist eine Woche nach dessen Ankündigung), da die Leute sich aus Panik davor, nicht mitspielen zu können, direkt vorangemeldet haben, nur um schlussendlich doch nicht hinzufahren. Da Spieler, die sich nicht mehr Voranmelden konnten schlussendlich auch nicht zum Event fahren, aus Sorge umsonst hinzufahren, wird schlussendlich seltener die maximale Spielerzahl ausgereizt.

Daraus resultieren aus meiner Sicht zwei Kernelemente, die sich verbessern müssen. An erster Stelle steht hier natürlich die Anmeldung an Großevents wie einer YCS. Dabei halte ich es für Unsinnig die maximale Teilnehmerzahl zurück auf unbegrenzt zu setzen, da dies nicht nur unmöglich ist, sondern auch schädlich für Konami selber, sondern viel eher am Anmeldeprozess, beziehungsweise dem Voranmeldeprozess anzusetzen.
Dieser läuft aktuell nämlich folgendermaßen: Die Spieler, die zuerst auf dem Event sind, haben die sichere Chance teilzunehmen, während alle Spieler die beispielsweise durch ihre Anbindung keine Chance haben Freitag vor 19 Uhr anzureisen, ein Glücksspiel spielen müssen[4]. Hier gibt es meiner Ansicht nach nur einen Weg das Problem zu beheben: eine Online-Pre-Registration. Mithilfe einer solchen Pre-Registration sollte zumindest abgesichert werden, das Spieler, die sich angemeldet haben, auch eine Chance haben, bei dem Event teilzunehmen. Dabei ist es nahezu egal, ob die Pre-Registration nur die Cossy-ID inklusive Spielernamen auflistet, oder ob sie auch detailliertere Funktionalitäten besitzt(beispielsweise die Abgabe einer Online-Deckliste, Teilnahmekosten-Vorüberweisung/Bezahlung, ...). Doch ich halte es für sinnvoll direkt einen Abuse-Schutz einzubauen, damit dies nicht von Spielern ausgenutzt werden kann, um die Teilnehmerzahlen drastisch zu reduzieren, indem beispielsweise Bots geschrieben werden, die sich als Fake-Spieler anmelden. Um dies abzusichern, gäbe es beispielsweise die Möglichkeit nur Cossy's anzunehmen, die auf der offiziellen Seite angemeldet[5] wurden.

Das zweite Kernelement betrachtet hingegen die Problematik regionaler Events, wo die Problemlösung weniger von Konami direkt, sondern eher von den einzelnen Shops angegangen werden müssen. Denn um dafür zu sorgen, dass "Voranmeldung" nicht nur innerhalb der ersten Woche nach Anmeldung des Events möglich bleiben, während die Spieler schlussendlich eh nicht zum Event fahren, ist es notwendig eine Art "Blackliste" einzuführen, auf welchem Wiederholungstäter aufgelistet werden. Spieler auf einer solchen Liste verlieren anschließend ihren Status, sich Voranmelden zu dürfen.
Dieses "Blacklisting" wird bisher nur von vereinzelten Shops auf eigenen Wegen gehandhabt, was natürlich wenig effizient ist. Hier wäre es notwendig eine übergeordnete "Blacklist"-Instanz zu besitzen, die von Konami vergeben wird, und auf die alle Shops zugreifen können und entweder Spielerzustände einsehen können oder diese direkt melden können.

Wer sich meine beiden Vorschläge anschaut wird schnell merken, dass diese nicht so leicht umzusetzen sind, da sie alles eine entsprechend technische Grundbasis besitzen und somit Zeit, diese zu entwickeln. Doch wer sich die offizielle Seite genau anschaut, wird sehen, dass viele der Funktionalitäten schon existieren und gegebenenfalls nur noch etwas modernisiert werden müssen, um wieder Verwendung zu finden.
Zudem weiss ich aus Gesprächen mit Offiziellen wie beispielsweise Paulo Ribeiro(aktueller Organized Play für Yugioh) das zumindest im Hintergrund daran gewerkelt wird, die aktuelle Turnierteilnahme-Situation zu verbessern. Genaueres dürften wir aber im Laufe dieses Jahres erfahren.
Kann Yugioh diese Bedingungen erfüllen?
Nun komme ich schon wieder ans Ende dieses Artikels. Und wie man sieht habe ich einige Erwartungen an das TCG, die es zu erfüllen gilt. Da stellt sich einem natürlich die Frage, ob man all diese auch erfüllen kann. Und auch wenn sich eine ganze Menge Bedingungen angesammelt haben, erscheint es mir nicht so, als wäre es unmöglich diese zu erfüllen. Im Gegenteil, bei einigen wissen wir sogar das in dem Bereich sehr viele Erfahrungen die letzten Jahre gesammelt wurden, und es vergleichsweise ein leichtes sein dürfte, diese umzusetzen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr noch Erwartungen für das TCG im Jahre 2020? Oder schließt ihr euch meinen Erwartungen an oder habt bessere Vorschläge für diese? Schreibt dazu doch etwas in den Diskussionsthread.




[1] Also das mit den guten Vorsätzen aufstellen, nicht das mit dem verwerfen/scheitern bei den Vorsätzen...

[2] An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich für die Case Ratios die Daten verwendet habe, die man auf dem Youtube Channel von "House of Champs" wiederfinden konnte. Denn diese Daten sind aufgrund ihrer Vollständigkeit eine ideale Quelle. Trotz allem können diese minimal von der Realität abweichen, die ein spezieller Händler aufgefunden hat.

[3] Ihr dürft mich nicht missverstehen. Die Liste der limitierten und verbotenen Karten darf niemals als Allheilmittel betrachtet werden, um das Format zu verändern. Hierzu gehört wie gesagt auch ein guter Stamm an neuen Themendecks oder Supportkarten für ältere Themen. Denn sonst rutschen wir bloß ein Format zurück in die Vergangenheit. Und das kann ja auch keine Lösung sein. Deshalb "konnten" wir im letzten Jahr auch gar keine zu harten Listen bekommen, da der Support einfach nicht gut genug war.

[4] Um ein Beispiel heranzuziehen: dieses Jahr zur YCS Mailand bin ich mit zwei verschiedenen Gruppen gefahren: mit der einen Gruppe habe ich die Unterkunft gebucht und mit der anderen Gruppe bin ich angereist. Dies hatte folgenden Grund: Die erste Gruppe bestand aus einem Vater und dessen Sohn. Beides sind auch Personen, die im Main Event teilnehmen wollten, auch wenn der Sohn am Sonntag immer das Dragon Duel mitnimmt. Da der Sohn aber schulpflichtig ist, hat dieser auch an einem Freitag regulär in der Schule zu sein. Dies bedeutete aber wiederum, dass es unmöglich ist, für Vater und Sohn rechtzeitig bei der Voranmeldung am Freitag anzukommen, da die Anbindung eben nicht sehr gut ist. Deshalb habe ich mich der anderen Reisegruppe angeschlossen, um nicht nur günstiger zu fliegen, sondern auch um rechtzeitig am Freitag da zu sein.

Naja, wie es dann so kommen musste, war am gleichen Freitag wo die Ankunft war auch noch ein Streik der Bahn gewesen(aus Erzählungen meiner Mitreisenden gab es diese auch im Vorjahr), weshalb wir uns dann mit allerlei alternativen Verkehrsmitteln bis zum Hotel durch gequält. Denn wir wussten sofort: Die Voranmeldung am Freitag können wir uns dank des Streiks abschminken.

Zugleich hatte sich aber auch herausgestellt, dass meine "Übernachtungs"-Gruppe spontan dazu entschieden hatte, einen früheren Flug zu buchen, für welchen der Junge die Schule "schwänzen" musste, nur damit sie nicht in die mögliche "Nicht-Mitspiel-Falle" zu tappen.

Schlussendlich kann man aber auch nur von Glück reden, dass es in Mailand anders gekommen ist, als bei der YCS in London, und es somit keine Probleme bei der Anmeldung am Samstag gegeben hatte. Doch wenn man sich vorstellt, dass das gleiche Szenario für andere Spieler auch in London hätte sein können, so gruselt es einen schon für die YCS's des kommenden Jahres.


[5] Um das etwas weiter auszuführen: habt ihr euch schonmal eure Cossy-Karte genau angeschaut? Wenn diese nicht aus der Zeit vor dem Internet stammt, sollte sie einen riesig langen Aufdruck-Text beinhalten, in welchem man gebeten wird, seine Cossy zu registrieren(für Leute mit einer Cossy die älter als 2016 ist: Die URL existiert nicht mehr. Ihr müsst die Anmeldung inzwischen hier machen). Anschließend kann man dort allerlei Dinge einsehen, wie beispielsweise die zuletzt mitgenommenen Events(auch Lokale Events) als auch das aktuelle Spieler-Ranking(wie dieser berechnet wird, kann ich aber nicht sagen). Leider handelt es sich auch hierbei um ein "relativ totes" Tool, da viele eingebaute Funktionen nicht gepflegt beziehungsweise je verwendet wurden.