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Wer suchet, der findet

von Deckcreator16 am 15.01.2020 um 20:57 Uhr
Wir alle wissen das Aschenblüte & freudiger Frühling die wohl stärkste, nicht verbotene und nützlichste Handtrap ist. Dies ist relativ schnell erklärt, da sie Karteneffekte, welche Karten aus dem in eine andere Zone "bewegen", annullieren kann[1]. Und genau um solche Karten soll es heute gehen.
Denn ohne diese sogenannten Sucherkarten wäre das heutige Spiel nahezu unmöglich zu spielen, da wir möglichst schnell die Karten Zusammenkriegen wollen, die unsere Siegesbedingung(Kombos oder Karten, welche die Kontrolle über das Spiel halten können) erfüllen sollen. Aufgrund dessen besitzt heutzutage aber auch jedes Deck mindestens eine dieser Sucherkarten, ob nun als generisch anwendbare Karte oder speziell auf ein bestimmtes Themendeck zugeschnitten. Deswegen ist aber auch die Auswahl an Sucherkarten nahezu endlos. Alleine wenn man in Yugioh Wikia oder auf Yugipedia auf dessen "Searcher"-Listen nachschlägt, wird man mehrere hundert Karten wiederfinden. Doch nicht jede Sucherkarte ist genauso wie eine andere Sucherkarten. Schon durch diese riesige Masse an Sucherkarten ist es selbstverständlich, dass es inzwischen viele verschiedene Arten von Sucherkarten gibt, welche die unterschiedlichsten Vor- und Nachteile aufweisen und sich mal mehr und mal weniger sinnvoll einsetzen lassen:
Die einfachen Sucher

Die simpelste Form der Sucher sind Karten, welche bei ihrer Beschwörung oder bei ihrer Aktivierung suchen können. Das bedeutet man bringt sie auf einen vorgegebenen Weg ins Spiel, sucht sich die aufgeführte Karte und anschließend verlassen sie das Feld oder, im Falle von Monstern, verweilen ohne weitere Auswirkungen auf dem Spielfeld.
Insbesondere Monsterkarten mit solchen Effekten betrachtet man sehr gerne, durch welche Beschwörungsarten sich ihre Effekte aktivieren. Dabei wird besonders darauf geachtet, ob sie auch bei einer Spezialbeschwörung ihre Effekte aktivieren können, oder einzig und alleine auf die Normal- oder Flippbeschwörung beschränkt sind. Nicht nur um zu schauen, ob sie auch verschiedene Beschwörungstypen unterstützen, sondern auch wie ihre Beschränkungen ausschauen. Denn gerade solche Karten, wie es beispielsweise Magidolche Magileine oder Künstlerkumpel Schädelkrobat-Clown beispielhaft zeigen, haben nur recht selten harte Einmal-pro-Spielzug-Beschränkungen. Dies liegt daran, dass man im Normalfall nur eine Normalbeschwörung pro Spielzug hat und sich der Effekt demzufolge selber zu einem harten Einmal-Pro-Spielzug-Effekt wird. Wobei neuere Karten wie Unterterror Guru beweisen, dass solche Karten auch harte Einschränkungen bekommen können, da es inzwischen auch allerlei Karten gibt, die eine zusätzliche Normalbeschwörung vergeben können.

Eine weitere Besonderheit die man insbesondere bei alten "On Summon"-Effektmonstern wiederfinden kann, ist der sogenannte "Selbst-Sucher", sprich Monster welche eine weitere Kopie ihrer selbst suchen können. Insbesondere Elementar-HELD Stratos wäre hier zu erwähnen, welchem nicht nur eine harte Einmal-pro-Spielzug-Beschränkung fehlt, sondern weil er sich auch selber suchen kann. Dies ist zwar aus heutiger Sicht nur noch ein minimaler Nebeneffekt, aber wenn man Stratos beispielsweise über Wiedergeburt vom Friedhof spezialbeschwört, eine Kopie seiner selbst sucht und diesen anschließend als Normalbeschwörung beschwört sowie eine weitere Karte sucht, hat man nicht nur effektiv +2 generiert, sondern erlangt so auch sofort das Material für ein XYZ-Monster des Ranges 4 oder ein Linkmonster mit einem Link Rating von 1 oder 2.
Doch ähnlich wie bei den "On Summon"-Monsterkarten sind insbesondere die "On Activation" Zauber- sowie Fallenkarten interessant, hier ganz speziell die Zauberkarten. Denn während "On Activation" Fallenkarten ähnlich wie Effektmonster, deren Effekt sich nur bei einer Flippbeschwörung aktivieren können, rein durch den Status als Fallenkarten eingeschränkt sind, fehlt diese bei Zauberkarten, welche man im Prinzip nur von der Hand aktivieren muss. Dieses Aktivieren von der Hand ist dabei sogar um einiges leichter zu erfüllen als beispielsweise die Verwendung von "On Summon" Monstereffekten, da man keine anderen Karten benötigt, die diese mehrfach pro Spielzug beschwören können. Auffällig ist dies insbesondere bei alten "On Activation"-Zauberkarten, da denen meist eine harte Einmal-pro-Spielzug-Klausel fehlt und man so mehrere Kopien auf der Hand aktivieren könnte. Wenn diese dann auch noch sehr generisch sind, wie beispielsweise Verstärkung für die Armee, ist ihnen meist ein Platz auf der Liste der limitierten und verbotenen Karten sicher. Hier sind neuere Karten meist besser ausbalanciert, da sie von vorneherein schon eine harte Einmal-pro-Spielzug-Klausel besitzen[2].
Flippedieflip und Suchediesuch

Als Nächstes möchte ich auf zwei Sucher-Kategorien schauen, die sich schon etwas von den einfachen On Summon/On Activation Suchern unterscheiden.
So wurde im Januar 2014 extra ein neuer Begriff eingeführt, um diese Karten klarer beschreiben zu können, nämlich "ausgraben", nach welchen ich diese Kategorie getauft habe: Den "Ausgrabe"-Suchern.
Diese Karten ähneln dabei dem Effekt von Topf der Gegensätzlichkeit, mit welchem man die obersten drei Karten nach einer Karte durchsuchen kann und eine der Karten auf die Hand nehmen kann, während die restlichen zurückgelegt werden müssen. Meist haben solche Karten, wenn sie für ein bestimmtes Themendeck designt wurden, die Einschränkung, dass man unter den aufgedeckten Karten eine Karte des entsprechenden Themendecks aufdecken muss und sie ansonsten keine Karten der Hand hinzufügen dürfen.
Darin liegt auch schon ihr größter Nachteil gegenüber den regulären On Activation-Suchern. Denn anders als bei diesen Karten ist es nicht garantiert, dass man sich Karten heraussuchen kann, was eine geringe Portion Glück integriert. Zugleich sind diese Karten aber auch mehr gebalanct, da es so schwerer wird, sie mit anderen Decks zu kombinieren. So hat sich beispielsweise Himmelsjäger-Mobilisierung-Angriff ganz klar als Engine-Karte etablieren können, während dies bei Himmelsjäger-Luftraum - Nullkoordinate nicht der Fall ist, da sie nur Anwendung findet, wenn etwa ein Drittel aller im Deck enthaltenen Karten dem Archetype angehören.

Zugleich bieten solche Karten(Ausgenommen dessen Ur-Vater Topf der Gegensätzlichkeit) die Eigenschaft, dass man mit ihnen auch ausgraben darf, wenn Karten wie Donnerdrache-Koloss offen auf dem Spielfeld liegen und das Suchen unterbinden. In diesen Fällen ist es dann zwar auch nicht möglich die aufgedeckten Karten der Hand hinzuzufügen, darf aber das Deck mischen und zugleich auch weitere "Nebeneffekte" auslösen. So darf man unter Donnerdrache-Koloss nicht nur Kuribandit aktivieren, sondern auch alle fünf Karten direkt zum Friedhof schicken.
Die andere Sucherkategorie ist eher weniger eine Kategorie, sondern eher eine Spezialisierung der Sucher: Sucherkarten, die wiederum andere Sucherkarten suchen können. Meist teilen "Sucher-Sucher"-Ziele die Eigenschaft wiederum auch Sucher-Sucher zu sein und können so meist Sucher-Ketten oder gar "Sucher-Endlosschleifen" erzeugen, mit denen man rein prinzipiell einen sehr lang anhaltenden Ressourcenstrom erhalten kann. Solche Karten sind im Regelfall aber die Ausnahme und werden meist mit starken Einschränkungen versehen, damit sie keinen zu großen Wert innehaben. So ist eine der bekanntesten Sucher-Endlosschleifen die aus Roter Apparat, Gelber Apparat und Grüner Apparat, welche damals sehr langsam waren und dank geringer ATK-Werten keine Verteidigung von sich aus boten. Ein anderes Beispiel wäre an dieser Stelle Der Magiebuch-Magier der Prophezeiung und Magiebuch der Geheimnisse, welche zwar flexibler suchen können, wo zugleich aber die Zauberkarte mit einer harten Einmal-pro-Spielzug-Klausel ausgestattet wurde, während der Magier diese als Pseudo-Ausstattung über die Normalbeschwörung/Flippbeschwörung verpasst bekommen hatte.
Was ist Ash?

Die nächste Gruppe an Karten haben alle gemeinsam, dass sie Aschenblüte & freudiger Frühling umgehen können. Denn wie schon aus der Eröffnung schnell erkenntlich werden sollte, hat diese Karte ihre Position im Format nur ausbauen können, da sie gezielt gegen Sucherkarten angewendet werden konnte. Dass es dabei wiederum Sucherkarten gibt, die diese Handtrap umgehen können, ist dabei keine große Verwunderung.
So sind hier wohl die bekanntesten Karten solche, die die Karten nicht nur suchen, sondern direkt in gesetzter Position aufs Spielfeld setzen. So macht sich das auch Galatea, der Orcust-Automat zunutze, indem sie die gewünschten Zauber- und Fallenkarten direkt in gesetzter Position ins Spiel bringt. Dies ist meist auch kein wirkliches Problem, da die meisten gesuchten Karten ohnehin kurz nach dem Hinzufügen der Hand ausgespielt werden und man so Karten wie die allseits beliebte Handtrap oder auch Donnerdrache-Koloss umgeht. Dabei ist zu beachten, dass dies nur bei gesuchten Zauberkarten wirklich effektiv ist, da Fallen- oder Monsterkarten, die gesetzt ins Spiel kommen, anschließend mit den mechaniktypischen Einschränkungen(Monster können nach ihrer Beschwörung erst im Folgezug flippbeschworen werden oder Fallenkarten müssen erst einen Spielzug liegen bevor man sie aktivieren kann) versehen werden. Außerdem tauschen Karten, die direkt gesetzt ins Spiel kommen ihre Anfälligkeiten mit anderen Karten. Anstatt gegen Karten wie Aschenblüte & Freudiger Frühling oder Donnerdrache-Koloss zu verlieren, verlieren solche Karten gegen Karten wie Zwangsevakuierungsgerät oder Mystischer Raum-Taifun, welche sie sofort, nachdem sie gesetzt wurden zerstören oder vom Spielfeld entfernen.
Ein anderer Weg solche ungeliebten Karten zu umgehen ist die Verwendung von "Verbannungs"-Suchern, im Speziellen Gold-Sarkophag erwähnt. Dabei bleiben die Stärken identisch, wennauch die Nachteile nicht direkt ersichtlich werden. Diese liegen aber einfach in der Masse an Karten, die das erzeugen können. So gibt es nur eine Handvoll Karten, die über diesen Weg suchen können und davon ist wiederum nur ein ganz winziger Anteil tatsächlich spielbar[3]. Zudem benötigen solche Karten ganz spezielle Ziele, die nicht gerade von jedem Deck gespielt werden können. So müsste man Karten wie Tempest, Drachenherrscher der Stürme oder Riesenrex spielen, damit durch das Verbannen der Monster weitere Effekte ausgelöst werden.

Seit der Einführung der Pendelmonster gibt es zudem noch die Möglichkeit, Karten zu suchen, indem man sie zuerst vom Deck offen aufs Extradeck legt und anschließend von dort mittels anderer Effekte auf die Hand oder das Spielfeld bringt. Dies ist natürlich auch auf einen geringen Kartenpool eingeschränkt und benötigt zudem meist zwei spezifische Karten, da nicht jede Karte diese im Gesamtpaket besitzt. Ein Beispiel für ein solches Gesamtpaket wäre hier Schwermetallfose-Elektrumit, der auch ein wichtiger Eckpfeiler jedes Pendel-Decks geworden ist.
Abschließend für diese Kategorie möchte ich noch ganz kurz die "Activate from Deck"-Searcher erwähnen. Hier fallen mir zum heutigen Zeitpunkt auch nur zwei Karten ein, welche dieser Kategorie angehören und das wären Traptrix Rafflesia und Predaplant Verte Anaconda. Dabei senden beide Karten, die zu "suchenden" Karten als Kosten vom Deck auf den Friedhof und übernehmen anschließend dessen Effekte als ihre eigenen. Dies umgeht Aschenblüte & freudiger Frühling auf mehreren Ebenen, denn das Senden einer Karte als Kosten kann von Aschenblüte nicht aufgehalten werden und selbst wenn eine Karte wie beispielsweise Schattenpuppen-Fusion zum Friedhof geschickt wird, die ganz klar einen Effekt enthält, die Karten vom Deck auf den Friedhof sendet, ist es zum Aktivierungszeitpunkt von Verte Anaconda noch nicht ihr eigener Effekt und kann somit auch nicht "geasht" werden. Man erkennt also recht schnell, dass dies eine sehr mächtige Art des Suchens ist und deshalb wird auch recht schnell deutlich warum wir in den letzten 20 Jahren dieses TCGs gerade mal zwei Karten mit solchen Effekten erhalten haben.
Einmal nutzen reicht wohl nicht

Die nächste Kategorie ist ein wenig kleiner. Bisher haben wir uns ja größtenteils nur Karten angeschaut, die eine einmalige Verwendung hatten und danach für andere Karten oder Effekte weiterverarbeitet wurden/werden.
Darum dreht sich diese Kategorie eher um Karten, die sich etwas länger auf dem Spielfeld halten (sollen) und einen kontinuierlichen Suchfluss erzeugen sollen. Ich spreche hier also insbesondere von Permanenten Zauber- und Fallenkarten, aber auch von Monstern, die man immer wieder zum Suchen verwenden kann. Als Beispiel wäre hier Rückkehr der Monarchen, welche bei ihrer Aktivierung nichts macht, dafür aber jeden Zug wieder ein Monster aus dem Deck suchen kann, welches die "Werte eines Monarchen" besitzt, wenn man zuvor ein Monster als Tributbeschwörung beschwört. Die meisten solcher permanenten Sucherkarten können bei ihrer Aktivierung meist keine Effekte auslösen und rentieren sich über die Zeit, die sie auf dem Spielfeld liegen. Darin liegt aber auch ihre größte Schwäche, denn eines der wichtigsten Eigenschaften, die das Yu-Gi-Oh-TCG seit dem ersten Tag beherbergt, ist die Fähigkeit jede Karte zu nahezu jedem Zeitpunkt wieder zu zerstören, zu bouncen oder sonstwie zu entsorgen. Und dann erhalten solche Karten, die länger auf dem Feld verweilen müssen, meist eher weniger als mehr Verwendung.

Doch selbst wenn eine permanente Sucherkarte nur einmal Verwendung findet und anschließend durch eine Karte vom Gegner zerstört wurde, hat sie im Grunde mehr gemacht, als jede "On Activation"-Sucherkarte, da sie nicht nur mindestens eine Karte gesucht hat, sondern zumindest eine Karte/einen Effekt vom Gegner erzwungen hat, der aktiviert werden musste. Denn auch die andere Seite weiß: je länger die Karte liegen bleibt, je mehr Karten kann sie suchen und darum muss sie so schnell wie möglich entsorgt werden. Hat die entsprechende Karte dann auch noch einen zweiten Effekt, der sich bei dessen Zerstörung aktiviert(wie beispielsweise bei Himmelsjäger-Luftraum - Nullkoordinate[4]), so steckt man den Gegner in eine Zwickmühle, da er sie entsorgen möchte, zugleich aber nicht den Zerstörungseffekt auslösen will.
Eine besondere Ausprägung dieser permanenten Sucher sind Spielfeldzauberkarten wie beispielsweise Dragonisches Diagramm. Diese sind in der Regel auch permanenter Natur und können jeden Zug wieder verwendet werden, besitzen aber selber auch wieder einen großen Pool an Karten, von denen sie gesucht werden können. Rein theoretisch ist hier aber auch der Kartenpool der Karten größer, der diese Karten entsorgen kann, da es auch Karten gibt, die Spielfeldzauberkarten entsorgen können oder es verbieten können, neue Spielfeldzauberkarten ins Spiel zu bringen. Das Ideal-Beispiel für eine solche Karte wäre Setzrotation. Sie kann nicht nur vorhandene Spielfeldzauber entsorgen(und dabei durch eine Spielmechanik und nicht durch Zerstörung/durch einen Karteneffekt auf den Friedhof senden), sondern beim verschlossen lassen einer einzelnen Spielfeldzauberkarte auch das ins Spiel bringen neuer Spielfeldzauberkarten.
Sich Ersatz suchen

Wie eben schon ganz kurz im vorherigen Absatz angesprochen gibt es inzwischen auch immer mehr Karten, die etwas machen, wenn sie Zerstört werden oder sonst wie vom Spielfeld entfernt werden. Und darunter gehört natürlich auch die Eigenschaft, sich direkt neue Karten suchen zu können, die die verlorenen Karten ersetzen sollen. Hier unterscheidet man zwischen Karten, die nur bei der Zerstörung durch gegnerische Karten(ob nun im Kampf oder durch einen Karteneffekt) triggern, oder solche die auch durch das Zerstören oder zum Friedhof senden durch eigene Karten triggern können. Karten welche nur bei der Interaktion mit gegnerischen Karten triggern, wie zum Beispiel die alten Recruiter-Monster Mystische Tomate, Glänzender Elf oder Maskierter Drache, sind vergleichsweise weniger gefährlich, da sie hier wirklich nur den Ersatz-Faktor erfüllen. Anders sieht es hingegen bei Karten wie beispielsweise Babycerasaurus aus, welcher bei einer beliebigen Zerstörung schon triggern kann. Diese erzeugen nämlich nicht nur Ersatz, sondern können heutige "Kosten" zunichtemachen. Denn moderne Karten besitzen gerne mal einen Nachteileffekt durch welchen man eigene Karten abwerfen, zerstören oder zum Friedhof senden muss, um andere mächtige Effekte zu entzünden. Diese Effekte alleine erzeugen meist schon Kartenausgleich, doch wenn dadurch noch Karten getriggert, die einen zusätzlichen Effekt erzeugen, hat man meist nicht nur einen Kartenausgleich, sondern wenigstens ein +1 erzeugt. Und wenn dieses +1 dann auch noch ein Such-Effekt war, dann ist das meist besonders ansprechend. Besonders heftig wird es dann sogar, wenn beide Effekte(der zerstörten Karte als auch der zerstörenden Karte) je einen Sucheffekt auslösen, da man so noch weiter an seine Kombo-Pieces kommt. Nicht umsonst sind Sucherkarten auch immer häufiger ein Teil der gewaltigen Kombos die durchgeführt werden.

Doch bevor ich mit diesem Absatz fertig bin möchte ich noch auf die letzte Kategorie eingehen, die effektiv zu den "Ersatz"-Suchern gehört. Denn immer mehr Karten, insbesondere Zauber- oder Fallenkarten, bekommen Effekte die man aktivieren kann, indem man sie vom Friedhof verbannt. Und diese Effekte können auch wieder suchender Natur sein, wie es zum Beispiel bei Orcust Crescendo der Fall ist. Dies wird aus zwei Punkten sehr interessant: zuerst einmal hat man den Vorteil, dass solche Zauber- oder Fallenkarten meist schon einen Effekt auf dem Spielfeld haben, der nicht unbedingt schlecht sein muss und dessen initiale Aktivierung wett macht(sprich Kartenausgleich), während der Friedhofs-Effekt dann nochmal ein i-Tüpfelchen obendrauf legt und als Bonus gerne mitgenommen wird. Ansonsten bieten solche Karten aber auch den Vorteil, dass man sie beispielsweise über Karten wie Törichte Begräbnisbeigaben direkt vom Deck auf den Friedhof legen kann, um ihre Sucheffekte sofort live zu machen. So hat man also ähnlich wie schon bei den Spielfeldzauberkarten den Vorteil, dass es "Sucherkarten" gibt, welche diese Sucherkarte suchen kann.
Sind das noch Sucher oder sind sie schon mehr?

Eben war ich ja schon indirekt dabei gewesen, denn wie man meiner Ansicht nach schon seit Anbeginn der Yugi-Zeit(durch beispielsweise Zombie) gesehen hat und spätestens mit dem Drachenherrscher-Deck erkennen musste, gibt es in Yu-Gi-Oh im Grunde nicht nur eine Hand. Denn unser Friedhof ist im Regelfall genauso zugänglich wie unsere Handkarten, teilweise sogar zugänglicher, da die meisten Karten generischer auf den Friedhof senden können, als vom Deck der Hand hinzuzufügen. Darum ist es meiner Ansicht nach wichtig auch Karten, die Karten vom Deck auf den Friedhof senden können, als Sucherkarten zu bezeichnen. Und gerade hier scheint es Unmengen zu geben. Ob nun Armageddonritter oder Finsterer Grepher, die speziell für Finsternis-Decks zugeschnitten sind, oder generische "Mills" für Monster der Stufe 4 oder niedriger über Mathematiker bis hin zu Karten, die nur einen bestimmten Typ wie beispielsweise Schrott-Recycler zum Friedhof senden können, ist alles vertreten. Doch die generischste und deshalb auch zurecht auf der Liste der limitierten und verbotenen Karten abgedruckte Karte Törichtes Begräbnis gehört nicht umsonst auch zu den stärksten Millkarten im gesamten Spiel. Man könnte den Effekt der Karte auch übersetzen in "Füge deiner zweiten Hand ein Monster aus deinem Deck hinzu". Den einzigen Nachteil, welchen solche Karten haben, ist das ihre Ziele anfällig für Karten wie D.D. Krähe, Vom Grab herbeigerufen oder Abyss-Bewohner werden.

Die letzte Kategorie, die ich dann heute noch vorstellen möchte ist nicht unbedingt ein Teil der Sucherkarten, sondern stellt einen Effekt dar, der je nach Ansichtsweise sogar stärker als jeder Sucheffekt ist: die direkte Spezialbeschwörung aus dem Deck. Hierbei bleibt das Grundprinzip gleich, wir suchen uns also eine Karte aus dem Deck, doch anstatt sie der Hand hinzuzufügen, bringen wir sie auch schon direkt ins Spiel. Solche Sucherkarten erhöhen also nicht nur die Konstanz, wie es schon die normalen Sucherkarten machen, sondern erhöhen zugleich auch die Aggressivität als auch Power des jeweiligen Decks. Denn damit ein Deck gut ist, benötigt es zwei Komponenten: Konstanz und Power. Denn selbst wenn man das Deck mit der höchsten Power hat, verliert man, wenn dieses keine Konstanz besitzt. Umgekehrt bringt es einen auch nicht weiter, wenn man das konstanteste Deck von allem hat, wenn zugleich gar keine Power dahinter steckt. Hier ist also eine gesunde Mischung notwendig, welche durch eine Karte, die anderen Karten direkt vom Deck spezialbeschwören kann/aktivieren kann, erbringt. Doch aufgrund der sehr großen Power die eine solche Karte mit sich bringt, sind meist auch eine Menge Einschränkungen damit verbunden. So gibt es beispielsweise nur sehr, sehr sehr wenig generische Karten, die gezielt vom Deck spezialbeschwören können und wenn es solche Karten gibt, dann haben diese meist recht intensive Kosten wie es beispielsweise bei Einer für einen der Fall ist, oder sind irgendwie auf der Liste der limitierten und verbotenen Karten eingeschränkt wie es neben Einer für einen auch bei Notfallteleport der Fall ist. Doch dies ist eher der Ausnahmefall und solche Karten sind mindestens auf das eigene Themendeck, wenn nicht sogar einem Sub-Themendeck, beschränkt, was sie aber nicht weniger spielstark machen.
Was noch zu erzählen übrig bleibt
Damit wäre ich dann schon so gut wie am Ende des heutigen Artikels angekommen. Bevor ich diesen aber beende, möchte ich an dieser Stelle noch kurz ankündigen, dass ich zur kommenden(oder davon ausgehend, wann dieser Artikel veröffentlicht wird schon releasten) Liste der limitierten und verbotenen Karten keinen Artikel verfassen werde und allgemein kein weiterer Artikel meinerseits im Januar kommen wird, da ich selber mit der Prüfungsphase voll ausgelastet bin. Darum verzeiht es mir, wenn ihr erst wieder in vier Wochen etwas von mir in einem Artikel zu hören bekommt.
Ansonsten wäre ich jetzt wirklich am Ende angekommen. Was haltet ihr von Sucherkarten? Hab ich eurer Meinung nach noch eine Kategorie vergessen? Hätte ich bei bestimmten Sucher-Typen noch irgendwelche Punkte erwähnen sollen, die euch gefehlt haben? Falls ja, dann schreibt doch etwas in den Diskussionsthread.




[1] Bitte bedenkt, dass obwohl ich hier von "bewegen" spreche, sie nicht so weit gefächert ist, wie beispielsweise Tal der Toten. Ich wollte hier nur eine möglichst kurze Beschreibung für die Karte verwenden. Weiterhin kann sie nur Karteneffekte annullieren, die Karten aus dem Deck spezialbeschwören, Karten aus dem Deck der Hand hinzufügen oder Karten vom Deck auf den Friedhof legen. Das schließt zum Beispiel das Verbannen aus dem Deck oder auch das Setzen aus dem Deck, aus.

[2] Und ja, auch wenn Himmelsjäger Mobilisierung - Angriff eine neue Karte ist und keine Harte Einmal-pro-Spielzug-Klausel besitzt, gilt diese Regel immer noch. Ich würde nämlich behaupten, dass es eine der vielen Gimmicks vom Himmelsjäger-Deck ist, das alle nicht-permanenten Zauberkarten des Themas keine harte Einmal-pro-Spielzug Klausel besitzen.

[3] Ich lasse einfach mal folgende Liste hier. Nicht alle aufgezählten Karten sind "Verbann-Sucher", doch selbst wenn man darunter einzelne davon findet, die das können, so wird man schnell feststellen, dass die meisten davon abseits allem sind, was gut ist.

[4] Hier sieht man nochmal sehr schön, dass Sucherkarten nicht unbedingt einer einzelnen Kategorie angehören müssen. Sie können sogar mehrere Effekte verschiedener Kategorien haben oder gar ineinander übergehen.