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Willkommen im El Dorado

von Deckcreator16 am 29.04.2020 um 21:07 Uhr
Vor wenigen Wochen haben wir das neuste Nebenset Secret Slayers im europäischen Raum erhalten und damit offiziell die Möglichkeit, Rikka, Steinbefreier und Eldlich zu spielen. Und wie man schon am Titel vermuten kann, möchte ich mich heute mit Letzterem beschäftigen.

Kommen wir aber zuerst ein ganz kleinen Wenig auf die dahinterliegende Trivia zurück. Denn Eldlich basiert auf dem goldenen Land El Dorado[1], worüber im 16. Jahrhundert und 17. Jahrhundert Geschichten erzählt wurden. Demnach wäre dieses Land eine Stadt, die komplett aus Gold bestehen würde, und führte dazu, dass insbesondere Konquistadoren(Spanische Soldaten, Kolonisten und Entdecker) Südamerika erforschten, um nach dem Gold zu suchen. Dies verknüpft sich auch indirekt mit dem "Goldenen Zeitalter" der Piraterie, welche vom 16. bis 18. Jahrhundert vorwiegend in Südamerika geherrscht hat, da ohne diese Gier der Konquistadoren Südamerika nie so sehr erforscht worden wäre, und stellt somit auch ein wichtigen, wenn auch teilweise grauenvollen Teil der Geschichte dar.
Doch das Eldlich-Thema dreht den Spieß minimal um: Während in der Realität die Muisca, das originale Volk Kolumbiens, in Massen gefangen genommen, gefoltert und getötet wurden, um die sagenumwobene Stadt zu finden, erzählt das Eldlich-Thema die Geschichte eines Herrschers, welche Eindringlinge bezwingen und korrumpieren konnte, und sich so unter anderem durch Nekromantie erhalten hat.
Um dem ein wenig zu entsprechen besteht dieses Themendeck fast ausschließlich aus Zauber- und Fallenkarten, während das bisher einzige Monster des Themendecks vom Typ Zombie ist. Dies unterteilt sich in drei Kategorien, welche jeweils unterschiedliche Namen besitzen und somit anderen Such-Kriterien erfüllen oder eben nicht erfüllen.
Ein geheimnisvolles Eldlixir

Den Anfang machen hier die Eldlixir-Karten. All diese teilen sich eine wichtige Eigenschaft, mit welcher man ein Eldlich-Monster aus einer von zwei Zonen beschwören kann. Kontrolliert man hingegen schon ein Eldlich-Monster, so kann man auch beliebige Zombie-Monster aus diesen Zonen beschwören. Unabhängig ob man ein Eldlich- oder ein beliebiges Zombie Monster beschworen hat, darf man nach dessen Aktivierung für den Rest des Spielzugs nur noch Zombie-Monster spezialbeschwören.
Kommen wir aber noch mal genauer auf die einzelnen Karten. Denn Eldlixir des schwarzen Erwachens erlaubt als normale Zauberkarte ein Monster aus dem Deck oder der Hand in die offene Verteidigungsposition zu beschwören, während Eldlixir des weißen Schicksals das gleiche nur für Monster aus der Hand und dem Friedhof machen darf. Die letzte Karte dieses Tripletts ist Eldlixir des roten Blutmondes, welche als Fallenkarte Monster vom Friedhof oder der Hand beschwören kann. In Summe hat man also jeweils zwei Karten, die aus der Hand, dem Deck und/oder dem Friedhof beschwören können.
Dies wären an sich schon sehr solide Effekte, doch das Ganze wird noch ein ticken interessanter, wenn man ihre letzten Effekte miteinbezieht. Denn jede dieser drei Karten kann sich im Friedhof verbannen, um eine "goldenen Landes"-Zauber- oder Fallenkarte auf das Spielfeld zu setzen. Um das aber vorwegzunehmen: Jeweils beide Effekte sind sehr harte einmal pro Spielzug Effekte, weshalb man von jeder dieser drei Karten einen der beiden Effekte pro Zug aktivieren kann. Doch hier kommen die einzelnen Kartentypen wieder in den Mittelpunkt. Denn während die Friedhofseffekte der beiden Zauberkarten von Natur aus nur in der eigenen Main Phase aktiviert werden können[2], kann man diesen von Eldlixir des roten Blutmondes als Fallenkarte während beider Spielzüge aktivieren. Dies führt dazu, dass man dessen Effekte nicht nur doppelt so häufig aktivieren kann, sondern macht diese Karte ungemein wichtiger als die beiden Zauberkarten. Im Umkehrschluss kann man dies natürlich auch als Gegenüber ausnutzen, indem man gezielt diese Karte aus dem Spiel nimmt.
Jeder bekommt für seine Gier, was er verdient

Das nächste Triplett nehmen nun aber die "goldenen Landes"-Fallenkarten ein. Denn ähnlich wie bei den Eldlixir-Karten teilen sie sich vereinzelte Eigenschaften. Die erste Eigenschaft wäre es, sich als "Normales Fallenkarten"-Monster(Typ Zombie und Eigenschaft Licht) von selber spezialbeschwören zu können. Wenn dann auch noch ein offener Eldlich der goldene Lord auf dem Spielfeld liegt, dann kann man einen individuellen Zusatzeffekt auslösen. Letzteres ist mit einem "then"/"dann" verknüpft, weshalb man beispielsweise als Kettenglied eins eine gesetzte goldenen Landes-Karte aktivieren kann und als Kettenglied zwei eine der Eldlixir-Karten. Wenn diese dann auflösen bekommt man über das Eldlixir einen Lord, und kann anschließend die goldenen Landes als Fallenkartenmonster beschwören und dessen Zusatzeffekt verwenden.
Doch fangen wir mit den Karten an: so kann Wächter des goldenen Landes sich als Monster der Stufe acht manifestieren(ATK 800 / DEF 2500) und mit offenen Lord die ATK eines offenen Monsters auf 0 setzen. Dieser Effekt zielt dabei nicht und kann somit auch Kozmo-Schiffe und andere Monster betreffen. Huaquero des goldenen Landes(ATK 1800 / DEF 1500) wird bei seiner Aktivierung zu einem Stufe fünf Monster und kann, falls der Lord auf dem Spielfeld liegt, eine Karte aus einem beliebigen Friedhof( nicht zielend) verbannen. Letzteres sollte man im Auge behalten, da man diese Karte zukünftig dafür verwenden könnte, eigene Karten zu verbannen. Abgerundet wird das ganze dann von Conquistador des goldenen Landes(ATK 500 / DEF 1800)[3] , welcher bei seiner Beschwörung als Stufe fünf Monster und der Anwesenheit seines Meisters eine offene Karte (nicht zielend) auf den Friedhof schicken kann. Wie man sich denken kann, stellen insbesondere die letzten beiden Fallenmonster ein essentielles Element des Decks dar, weil sie zumindest die gleiche Stufe gemeinsam haben, während der Wächter primär nur gespielt wird, um vereinzelte Problemkarten zu outen und sonst eher als weiteres Suchziel benutzt wird sowie als zusätzlicher Resolve des zweiten Effektes da ist.
Apropos zweiter Effekt. Wie auch schon bei den Eldlixir-Karten haben auch die goldenen Landes Karten einen Effekt, der wiederum Eldlixir-Karten vom Deck setzen können. Auch hier wieder ein besonders Harter einmal pro Spielzug auf beide Effekte. Doch anders als bei den Eldlixir-Karten kann man ihre Friedhofseffekte nur während der End Phase eines jeden Spielzugs aktivieren. Dies hat Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil liegt natürlich auch hier wieder darin, dass sie als Fallenkarten, während beider Spielzüge verwendet werden können, doch auch der Effekt während jeder End Phase Verwendung zu finden, erzeugt ganz interessante Interaktionen, da man, selbst wenn man mehrere Kopien zeitgleich im Friedhof legt, diese eine nach dem anderen über die jeweiligen End Phasen aktivieren kann, ohne davon ausgehen zu müssen, dass diese verpuffen(wie beispielsweise wenn man mehrere Kopien von Scarm, Malebranche des Brennenden Abgrunds mit Dante, Reisender des brennenden Abgrunds millt). Nachteil ist natürlich auch hier, dass sie sich immer noch im Friedhof befinden müssen, wenn die End Phase eingeläutet wird, und können somit vor der End Phase von dort durch Karten wie D.D. Krähe oder auch Huaquero des goldenen Landes verbannt werden.
Alles in allem haben wir mit den beiden Tripletts schon mal eine sehr gute Grund-Engine. Doch auch wenn die Eldlixir-Karten und auch die goldenen Landes-Karten durchgängig in ihren Effekttexten erwähnt werden, habe ich bisher immer noch nicht "die Karte" des Themas erläutert. Nämlich das Bossmonster:
Eine Einladung vom Lord höchstpersönlich

Der Dreh- und Angelpunkt dieses Decks ist natürlich Eldlich der goldene Lord. Dieser ist das (bisher) einzige Effektmonster des Themendecks und ist ähnlich wie es sein Artwork schon verdeutlicht eine Karte, die gerne verschwenderisch mit seinen Ressourcen umgeht. So kann man ihn mit einer weiteren Zauber- oder Fallenkarte von der Hand auf den Friedhof schicken, um eine Karte auf einer beliebigen Seite des Spielfeldes zu wählen und auf den Friedhof zu schicken. Außerdem kann man ihn einmal pro Spielzug eine Zauber- oder Fallenkarte auf dem eigenen Spielfeld auf den Friedhof senden, ihn der Hand hinzufügen und anschließend ein beliebiges Monster vom Typ Zombie aus der Hand spezialbeschwören und dem Monster einen ATK- und DEF-Push von 1000 sowie eine Unzerstörbarkeit durch Karteneffekte bis zur nächsten gegnerischen End Phase zu geben. Da er selber auch ein Zombie-Monster ist, bekommt man ihn so natürlich recht leicht aufs Feld und umgeht Effekte, die die Spezialbeschwörung vom Friedhof verbieten. Außerdem wird er so zu einer regelrechten Wand, da seine ATK/DEF nicht nur astronomisch hoch sind, sondern der Schutz vor Karteneffekten weitere Probleme bereitet. Ansonsten sollte man noch erwähnen, dass seine Stufe von zehn außergewöhnlich ist, und dafür sorgt, dass man ihn gerne mal mit Rang 10-Monstern wie Superkanonen-Panzerzug[4] oder Superkanonen-Panzerzug Juggernaut Liebe kombiniert.
Die entsprechenden Beschwörungskosten werden meist von den Eldlixir- beziehungsweise goldenen Landes-Karten getragen, weshalb diese in bestimmten Decks vernachlässigbar sind. Ansonsten gibts auch jetzt schon vereinzelte Experimente mit dieser Karte, weshalb man sie als vereinzeltes Bossmonster in bestimmten Decks integriert, die davon profitieren, wenn man Zauber- oder Fallenkarten auf dem Friedhof sendet, oder die permanente Zauber- oder Fallenkarten sind, die nach der ersten Aktivierung keinen tieferen Nutzen mehr erfüllen(wie zum Beispiel Feuerformation - Tenki).
Kommen wir aber mal zu den restlichen Karten dieses Archetypes:
Verfluchtes Eldland ist eine permanente Zauberkarte, für die jeden Zug 800 Lebenspunkte zahlen kann, um ein Eldlich-Monster oder eine goldenen Landes-Zauber- oder Fallenkarte auf die Hand zu nehmen. So kann man sich recht schnell einen Eldlich-Lord auf die Hand nehmen und braucht abschließend nur noch eine Zauber- oder Fallenkarte auf der Hand um ihn in den Friedhof zu legen. Denn der permanente Zauber hat noch einen zusätzlichen Effekt. Wenn er von Feld auf den Friedhof gelegt wird, beispielsweise um den Lord aus dem Friedhof spezial zu beschwören, kann man ein Eldlich-Monster oder eine goldenen Landes-Karte vom Deck auf den Friedhof legen. Und anders als bei den beiden Tripletts zuvor ist jeder dieser Effekte nur einmal pro Spielzug anwendbar, weshalb man beide Effekte pro Zug verwenden kann. Doch muss man bei dieser Karte sehr genau abwägen, ob man sie vom Feld weg,sendet oder nicht. Denn solange sie liegt, kann man den Sucheffekt jeden Zug wieder verwenden, was insbesondere im Mirror Match sehr wichtig ist. Dafür verbietet diese Karte aber, dass man mit Nicht-Zombie-Monstern angreifen darf, was gerade in Decks welche die Eldlich-Karten als Engine integrieren, wichtig wird.
Die nächste Karte gehört an sich noch zu den goldenen Landes-Karten, nämlich Ewige Zukunft des goldenen Landes, und kann somit über die Eldlixir-Karten gesucht werden. Doch anders als die restlichen Karten des Sub-Themas, folgen ihre Effekte nicht den bekannten Mustern. So kann man mit ihr keine weitere Karte aus dem Deck suchen, wenn sie im Friedhof liegt. Doch dafür ist sie eine Ewig Infernale Barriere für den Archetyp. Gerade das ist noch mal eine interessante Eigenschaft, da man sich somit vor Karten wie Ausgeglichener Zweikampf beschützen kann. Dafür darf man ihre Aktivierungskosten aber nicht unterschätzen. Schließlich muss man zum Aktivierungszeitpunkt nicht nur ein Eldlich-Monster kontrollieren, sondern auch noch ein offenes Zombie-Monster als Tribut anbieten. Dies ist ein zweischneidiges Schwert, da man ohne ein offenes goldenen Landes-Fallenmonster im puren Deck nur den Eldlich selber opfern kann, und einem so die Zweiteffekte der goldenen Landes-Zauber- und Fallen blockiert, wenn man an keinem Nachschub kommt.
Die letzte Karte des Archetypes wäre dann El Dorado Adelantado. Und diese Karte wird stark in der Community debattiert. Ihr größter Problempunkt ist der relativ situationsabhängige Effekt, weshalb man sie nicht mehr als ein oder zweimal(wenn überhaupt) spielen wollen würde. Doch da die Karte zudem nicht suchbar ist, wird sie häufig nicht integriert. Doch dies dürfte sich auf lange Sicht vermutlich ändern, da die Karte das Mirror Match sehr viel erträglicher Macht.
Dabei ist ihr Effekte relativ schnell verstanden: Wenn man ein Eldlich-Monster kontrolliert, kann man drei verbannte Karten ins Deck mischen, um einen anderen Effekt auszulösen. So werden beim reinmischen von drei Eldlixir-Zauber- und Fallenkarten alle Karten auf dem Spielfeld zerstört. Das ist im Mirror Match besonders in der gegnerischen End Phase attraktiv, da man so alle frisch gesetzten Zauber- und Fallenkarten entsorgen kann, und den Gegner so für einen Spielzug aus den "Interrupts" herausziehen kann, da er im kommenden eigenen Spielzug nur weitere Karten recyceln kann. Wenn man aber drei goldenen Landes-Zauber- oder Fallenkarten reinmischt, kann man die gegnerischen Lebenspunkte halbieren und um den gleichen Wert erhöhen. Dieser Effekt gewinnt ebenso im Mirror Match einige Spiele, da sich dieses durch den harten Grind sehr in die Länge zieht und man so recht schnell im Timeout landet.
Und wie spielt man jetzt damit?

Jetzt bin ich einmal auf jede Karte eingegangen, doch wie kann man dieses Deck nun eigentlich spielen? Der erste und aktuell am weitesten verbreitete Ansatz wäre es, die Karten Pur zu spielen. Hierfür integriert man meist nur Karten wie Handtraps sowie Kuribandit oder Topf der Extravaganz, Letzteres aus dem simplen Grund, dass das Extradeck im Regelfall nur ein nettes Beiwerk darstellt und nicht elementar für den Sieg benötigt wird. Je nach Geschmack wird dies dann mit weiteren Floodgates wie Beschwörungslimit, Kräfte rauben und ähnliche Karten gewürzt oder man versucht über weitere Feierliches Urteil oder Feierlicher Schlag mehr Feldkontrolle aufzubauen. Doch trotz allem verhält sich diese Variante gerne mal "skurril", da sie sehr schnell den Boden unter den Füßen verliert, wenn man nicht an Eldlich der goldene Lord kommt. Dies wird besonders wichtig, wenn der Gegner mit D.D. Krähe oder Aschenblüte und freudiger Frühling erst dafür sorgt, dass man nicht an den Lord herankommt.

Ein anderer Ansatz hat man bisher darin gesehen, es mit anderen Zombie-Themendecks zu kombinieren. An erster Stelle steht hier natürlich die Variante mit Untergangskönig Balerdroch sowie den ganzen Karten rund um Zombie-Welt. Diese bietet nicht nur weitere Zombie-Monster mit dem man auch Vorteil aus Vampir-Saugerin und Mezuki erzeugen kann, sondern leidet zugleich aber unter den gleichen Schwächen, wie für das Zombie-Welt-Deck im Allgemeinen: Ohne Zombie-Welt sieht es dann recht schnell sehr düster aus.
Kürzlich konnte man auch die ersten Varianten in Kombination mit Mayakashi erblicken. Diese Engine zielt ganz speziell darauf ab, die "ungenutzten Ressourcen" vom Eldlich-Thema auszunutzen. So brauch das pure Eldlich-Deck so gut wie nie Zugriff auf das Extradeck sowie bietet es auch keine Normalbeschwörung. Die Mayakashi's ergänzen diese Eigenschaften. Sie bringen nicht nur spielstarke Normalbeschwörungen wie Hajun, der geflügelte Mayakashi, welcher mit Dakki, die anmutige Mayakashi einmal die komplette Mayakashi-Beschwörungskette herauf und herunterklettern kann, sondern nutzt auch das Extradeck optimal aus. Zudem bekommen die Eldlixir-Karten optimalere Ziele, wenn man schon einen Eldlich, der goldene Lord kontrolliert. Dafür unterstützen sich beide Engines wenig, wenn sie zu bricken anfangen(im Gegenteil, solche Brickhände werden von Natur aus häufiger). So sind die meisten goldenen Landes Karten ohne den Lord relativ schwach, während die Mayakashi's wenig Druck aufbauen können, wenn sie nicht an Dakki kommen.

Der letzte bisher stark erforschte Ansatz ist es, die Eldlich-Karten mit den Beschworen-Karten zu kombinieren. Denn der Lord selbst als auch alle goldenen Landes-Fallenmonster sind Lichtmonster, weshalb man sehr schnell Zugriff auf Beschworener Mechaba bekommt, während man im Falle des Lords seinen Wiederbelebungseffekt auch im ersten Spielzug verwenden kann, ohne dafür eigene Karten schießen zu müssen. Zudem bringen die Beschworen-Karten ähnliche Eigenschaften wie auch die Mayakashi-Karten, da sie die Normalbeschwörung als auch das Extradeck optimal verwenden. Außerdem wird diese Kombination gerne noch mit Seelen der Magier sowie der Magiebuch-Engine rund um Magiebuch der Geheimnisse und Magiebuch des Wissens erweitert. Dies hat mehrere Gründe. Zuerst einmal bringt Seelen der Magier nicht nur eine leichte Spezialbeschwörung, sondern kann über ihren Effekt enorm viel Geschwindigkeit aufbauen, indem man Eldlixir- oder goldenen Landes-Karten von der Hand oder vom Feld auf den Friedhof sendet, um dafür weitere Karten zu ziehen. Zudem sind die Seele als auch Aleister der Beschwörer jeweils Hexer-Monster, weshalb auch sie für den Effekt von Magiebuch des Wissens zum Friedhof gesendet werden können, um noch mehr Geschwindigkeit in das ganze Deck zu bekommen und so auch schneller an vereinzelte Schlüsselkarten wie den Lord zu kommen. Und selbst wenn gerade kein Magiebuch des Wissens zur Hand sein sollte, kann man Aleister und Seele der Magier für die Beschwörung verschiedenster Linkmonster verwenden.
Und selbst wenn mal wieder der Zugriff auf Eldlich der goldene Lord oder Seele der Magier fehlen sollte, ist Aleister der Beschwörer eine Ein-Karten-Kombo, um zumindest auf einen Beschworener Mechaba zu enden.
Eine Zukunft ungewissen Support's
Bevor ich jetzt aber zum Abschluss dieses Artikels komme, möchte ich noch sehr kurz auf die Zukunft dieses Decks eingehen. Und dabei kann ich bisher nur sagen, dass das Deck auch die nächsten Monate sehr stark sein dürfte. Schon jetzt nimmt es einen beachtlichen Teil der Online-Turnier Tops ein und dürfte demnach auch keine schlechte Langzeitinvestition sein.
Zudem lassen die vorhandenen Karten sehr viel Spielraum für Support-Vermutungen. Denn wie auch jedes andere Nebenset, welches auf einem Deck Build Pack basiert, dürfte auch das Eldlich-Themendeck noch vereinzelte Karten in den kommenden Hauptsets bekommen. So verlangen beispielsweise alle Eldlixir-Karten sowie auch Ewige Zukunft des goldenen Landes keine offenen Eldlich, Lord des goldenen Landes sondern jeweils Eldlich-Monster. Da die verfügbaren Monster beziehungsweise Fallenmonster aber kein Eldlich im Namen hat, würde es mich nicht wundern, wenn beispielsweise ein zweiter Boss(als Link-/XYZ-/Fusionsmonster) oder eine Mini-Ausgabe vom Eldlich-Lord als weiteres Main-Deck Monster releast wird. Da die goldenen Landes-Karten zugleich aber den Lord verlangen kann es sein, dass diese neuen Monster sich auf dem Spielfeld behandeln, als seien sie der Lord selbst. Außerdem steht aktuell Wächter des goldenen Landes als einziges Stufe fünf Monster ein wenig im Schatten der anderen beiden Fallenmonster. Eine kurze Trivia-Recherche hat dabei ergeben, dass es noch ein "Goldfloß von Eldorado"[5] gibt, welches man beispielsweise zu einem solchen Stufe acht Fallenmonster machen könnte. Doch selbst wenn solcher Support kommen sollte, würde dieser nicht vor Phantom Rising kommen, welches in unseren Gefilden frühestens ende November erscheinen dürfte.
Andererseits bedeutet eine solche Information auch, dass das Deck mindestens bis November, wenn nicht sogar länger, seinen kompetitiv spielbaren Charakter beibehalten wird.

Abschließend würde mich dann noch interessieren, was ihr von dem Deck haltet. Habt ihr es schon ausprobiert oder wollt es noch ausprobieren? Hat es euch zugesagt oder eher nicht? Welche Varianten habt ihr ausprobiert oder vermisst ihr irgend eine Variante? Ihr könnt dazu ja etwas in den unten verlinkten Diskussionsthread schreiben.




[1] Interessanterweise sprechen die jeweiligen Berichterstattungen von "El Dorado" nicht immer von einem Land. Gerade die ersten Überlieferungen bezeichneten einen einzelnen Mann, während später Überlieferungen daraus eine Stadt und anschließend ein ganzes Land daraus machten.

[2] Und das ist zugleich wieder ein Part, den ich nicht verstehe: aufgrund dessen dass es sich bei Eldlixir des weißen Schicksals um eine Zauberkarte handelt, ist es nicht möglich ihren Friedhofseffekt außerhalb der eigenen Main Phase zu aktivieren. Denn im Friedhof verlieren alle Zauber- oder Fallenkarten ihre Eigenschaften die sie über ihre "Symbole"(tut mir leid, im deutschen Regelbuch steht einfach nur "Symbole" für die Gesamtheit aller Zauber- und Fallen-"Subtypen") besitzen. Es ist also beispielsweise nicht möglich, eine Schnellzauberkarte im Friedhof im gegnerischen Spielzug zu verwenden, da sie hier das "Schnell" verliert und zur normalen Zauberkarte wird.
Andererseits wurde es bei dieser Karte explizit hinzugefügt, dass man sie nur in der eigenen Main Phase aktivieren kann. Auch das ist wieder eines von diesen Widersprüchen, wonach es manche Karten gibt, die "Allgemeingültige" Dinge explizit aufschreiben, und welche die dies nicht machen, wie beispielsweise bei Raigeki. Im Allgemeinen finde ich es ja sogar gut, wenn solche Dinge notiert werden, aber dann soll dies konsistent durchgezogen werden meiner Meinung nach.

[3] Wem es bisher noch nicht aufgefallen ist: Die letzten beiden Fallenmonster stellen jeweils korrumpierte Eindringlinge ins El Dorado dar und deuten zugleich auf die historischen Hintergründe. So finden wir auf Huaquero des goldenen Landes Piraten, während Conquistador des goldenen Landes logischerweise einen der spanischen Kolonisten darstellen soll. Ich möchte hier am Rande noch erwähnen, dass die Worte Huaquero und Conquistador beide aus dem Spanischen kommen und Grabräuber(Huaquero) beziehungsweise Eroberer(Conquistador) bedeuten.

[4] Ich möchte noch mal kurz darauf hinweisen, dass es einen OTK mit der Kanone gibt. Alles was man dafür benötigt ist ein Eldlich der goldene Lord im Friedhof sowie eine gesetzte Eldlixir des roten Blutmondes. Letztere muss man im gegnerischen Spielzug aktivieren, um einen weiteren Eldlich aus dem Deck spezial zu beschwören. Im eigenen Zug benutzt man dann den Friedhofseffekt vom Eldlixir und setzt sich eine beliebige goldenen Landes-Karte. Diese schickt man für den Friedhofseffekt des im Friedhof liegenden Eldlichs zum Friedhof und beschwört selbigen aus der Hand. Da er sich selber um 1000 ATK pusht, hat man je ein Monster mit 2500 ATK und 3500 ATK auf dem Feld. Beide müssen erfolgreich direkt angreifen, weshalb der Gegner von seinen vorhandenen 8000 Lebenspunkten nur noch 2000 übrig haben wird. Anschließend geht man in die Main Phase 2 und überlagert die beiden Eldlich-Monster zur Kanone, um die verbliebenen 2000 Lebenspunkte auszulöschen.

[5] Ich hinterlasse hier mal einen kurzen Wikipedia-Link über dieses Goldfloß. Dabei handelt es sich im Grunde um ein kleines Floß aus purem Gold, welche scheinbar einen Muisca-König darstellen soll, welcher auf einem Thron, der auf dem Floß ist, sitzt.