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Die Bedeutung einer Coverage

von soulwarrior am 28.01.2011 um 20:48 Uhr
Das heutige Thema drängt sich irgendwie auf. Zum einen wurde es mir von einem meiner geschätzten Leser vorgeschlagen – danke dafür! Dann habe ich heute noch bezüglich dieses Themas telefoniert und vorgestern bei einem Skype-Gespräch ging es ebenfalls darum. Bevor es also gar nicht mehr aufhört, mich auf diese Weise zu jagen, will ich es mir mal von der Seele schreiben, damit es euch beschäftigt.


Die Bedeutung einer Coverage


Es hat sich mittlerweile ziemlich fest in unserer Community eingebürgert, dass man irgendwelche ganz tollen Sachen, für die manche Leute sehr viel Zeit und Mühe aufbringen, als selbstverständlich erachtet. Das ist dann mitunter sehr schwierig für die Leute, die sich eben so sehr für euch rein stressen – sie haben das Gefühl, es interessiert sowieso kein Schwein, wenn sie sich zwei Tage damit rum schlagen, beispielsweise ein cooles Turnier für euch zu organisieren. Das Ergebnis ist dann irgendwie im Sinne von keiner Person, denn es bleibt häufig bei dem einen coolen Turnier.

Klar, die Jungs von Konami und Amigo werden alle dafür bezahlt, große Turniere wie eine Deutsche Meisterschaft zu organisieren, aber glaubt mir, wenn ich euch sage, dass auch sie da noch jede Menge Herzblut mit rein stecken. Das ist eben häufig nicht nur "irgendein Job".
Fragt man einen privaten Turnierorganisator oder eine TurnierorganisatorIN nach ihren Erfahrungen, so hört man auch oft den Frust durch. [1]

Zwar ist das noch nicht jedem von euch bewusst geworden, doch die wenigsten (coolen) Dinge im Leben sind umsonst. Klar, wenn man 8 Jahre alt ist und mal kurz Straße kehren muss, damit Mama 3 Booster Storm of Ragnarok kauft, schießt nicht instant der Gedanke: "Dafür hat Mama 1 Stunde im Büro gesessen und jede Menge Zeugs erledigt...", in den Kopf. Wenn man jetzt auf einem Turnier ist, dann erwartet man möglichst coole Preise, eine möglichst professionelle Durchführung und natürlich ein niedriges Startgeld. Ich bin auf ein Bild gestoßen, das die Arbeit von Grafikern ein wenig erläuterte und da gab es 3 große Kreise, die "schnell", "günstig" und "gut" bedeutet haben. Die Kreise sind ineinander verlaufen und es stand immer an den Schnittflächen ein Kommentar, was dabei raus kommt. Der Titel der Grafik lautet: "Du kannst dir 2 beliebige aussuchen.", folglich wollte man damit verdeutlichen, dass der Kunde nicht immer alles haben kann. Oder salopp formuliert: Will man Top-Qualität, so muss man in die Tasche greifen. Gerade wenn man es schnell haben will.
Ich habe das mal schnell auf die Yu-Gi-Oh! Turnier-Situation übertragen. Da sieht es dann in etwa so aus:



* wöchentliches Liga-Turnier mit Bazil

Wenn man das mal auf sich wirken lässt, so wird einem klar, WIE gut wir es eigentlich mit so coolen Events mit einer YCS oder eben der DM haben. Gut, das Startgeld auf der YCS ist etwas höher, dafür wird aber auch wirklich sehr viel geboten.

Jetzt habe ich mich wie bereits eingangs erwähnt in der vergangenen Woche mit Nimrod Hellfire unterhalten, der auf die Bedeutung des HDKs einging. Wie Mistress richtig sagte ist der HDK Titel einer der wenigen auf privaten Turnieren ausgespielten, der den Leuten ein Begriff ist. Seiner Vermutung konnte ich sofort zustimmen: Es ist eines der ganz wenigen Turniere, das in jeder seiner Auflagen eine tolle Coverage hatte.

Und ja, so einfach das im ersten Moment klingt, das macht einfach den Unterschied. Es gibt Spieler, die haben schon zahlreiche kleinere Turniere gewonnen, dann kommt jeamnd auf einem größeren Event, bei dem ich im Coverage-Team bin, auf mich zu und erklärt, dass wir den Spieler "unbedingt mal featuren" müssen. Und ich frage nur: "Warum?", in freudiger Erwartung, eine aussagekräftige Begründung zu hören. Manchmal werde ich dann nur mit wenig verständnisvollem Blick angeschaut und man sagt mir: "Aber der hat doch jetzt ganz viele Events gewonnen?!"
Ja, hat er vielleicht, aber davon habe ich nie etwas mitbekommen. Ähnlich wie 80% unserer Community klicke ich mich nicht durch jeden einzelnen Thread im Event-Part und merke mir, wer welches Turnier in Randomhausen gewonnen hat. Im Gegenzug lese ich mir annähernd jede Coverage durch, die auf eTCG.de online geht und schaue, wer das Turnier gerockt hat. [2]

Es macht eben durchaus schon mal den Unterschied, ob man in cooler Gewinner-Pose innerhalb einer Coverage abfotografiert wird oder ob es bei einer Erwähnung im entsprechenden Turnier-Thread bleibt, den größtenteils nur die Leute lesen, die auch auf dem jeweiligen Event waren.

OK, wir haben verstanden, dass eine Coverage sehr gut ist, um einem Event mehr Prestige zu verleihen. Was sich wiederum positiv auf die Teilnehmerzahlen auswirken sollte. Gleichzeitig habe ich darauf hingewiesen, dass die wenigsten Dinge im Leben umsonst sind. Nehmen wir diese beiden Punkte zusammen (oder betrachten wir alternativ noch mal etwas länger das Bild etwas weiter oben), so wird uns klar, dass sich eine coole Coverage auf die Teilnahmepreise auswirken kann. Die große Frage, die ich mir hier stelle: Wie viel seid ihr bereit, für eine professionelle Coverage zu zahlen?
Ist 1,- € pro Spieler eurer Ansicht nach bereits zu viel oder würdet ihr jederzeit bereitwillig einen Euro drauf legen, um einen Schreiber zu bezahlen? [3]

Eine Turnierserie, die wohl nicht ganz die Bedeutung erhalten hat, die wir gerne gesehen hätten, war zweifellos die eTCG.de Pro Challenge. Offenbar hat auch hier das Thema Coverage ganz groß mit rein gespielt – hätte es für jedes größere Qualifier-Turnier eine Coverage gegeben und wären die Sieger beispielsweise in eine "Hall of Fame" bei eTCG.de eingebunden worden, so hätte die ganze Serie wohl viel mehr Prestige bekommen.
Beim Finale selbst ist ja auch nicht alles allzu glücklich verlaufen, da die Coverage nicht bis zum Ende vor Ort war, um so auch den Turnierausgang fast-live auf eurem Bildschirm zu erläutern.

Scheitern könnte so ein Plan wie die Komplett-Begleitung einer Turnierserie mit einer Coverage am Kostenpunkt. Doch wenn die Spieler dafür einfach noch einen Euro beim Startgeld drauf legen, könnte man das wohl relativ einfach umgehen. Jetzt würde ich sehr gerne von euch hören, wie ihr über diese Idee denkt.
Vergesst nicht die andere Frage zu beantworten, in der ich nach einem erträglichen Betrag für eine Coverage gefragt habe.
Und last but not least würde ich noch gerne wissen, ob ihr ebenfalls denkt, dass eine Coverage für ein Event von sehr großer Bedeutung ist. Vielleicht vorher noch mal 5 Minuten auf das Bild starren, das könnte helfen.


soul


Trends der Woche


Abschiedsparties



Gestern war ich auf einer Abschiedsparty (nachdem ich am Montag schon auf einer "Abschieds-Poker-Party" war) und die sitzt mir heute noch gut in den Knochen. Unter anderem frage ich mich, wo der Morgen heute hin ist...
Daher klarer Trend der Woche!


Webseiten-Launches



Wie letzte Woche angekündigt konnte ich jetzt auch meine eigene Webseite online bekommen, die ein wenig präsentiert, was ich mit meiner Firma so machen möchte. Nach wie vor jagt mich das Gespenst Geschäftsplan ein wenig, denn der ist nach wie vor nicht fertig geschrieben. Updates dazu kriegt ihr aber selbstverständlich ebenfalls noch mit.

Meine Seite findet ihr hier: nextab.de


Positiver Stress



Die ganze Woche gab es sehr viel zu tun und meine "Work Life Balance" ist irgendwie krass im Ungleichgewicht. Andererseits ist es sehr viel schöner, viel um die Ohren zu haben, als nicht zu wissen, was man mit der ganzen eigenen Zeit anfangen soll. In der nächsten Woche sollte ich so einige Projekte fertig bekommen, was sich dann erwartungsgemäß auch sehr positiv auf mein Gemüt auswirken wird.





[1] Zuletzt ist mir das im eTCG.de Podcast #10 aufgefallen, wo Mistress ihrem Ärger etwas mehr Luft gemacht hat, als sie wohl wollte. Kein Vorwurf an der Stelle, geht mir nämlich häufiger mal ähnlich, wenn mich jemand auf dem falschen Fuß erwischt und ich womöglich noch gestresst bin...


[2] Selbstverständlich schaue ich mir an, wer die Coverage angefertigt hat, ob man ein paar interessante Ideen für eigene Artikel aufgreifen kann, usw.


[3] Zwar habe ich das noch nie gemacht, aber es wäre auch mal eine coole Idee, den Coverage-Schreiber pauschal über den Eintritt zu vergüten. Ist zwar etwas risikoreicher für den Schreiber als eine Pauschale von x EUR, aber auf der anderen Seite wird er für langjährige gute Arbeit belohnt. Zumindest wenn wir davon ausgehen, dass bei jeder Neuauflage eines Turniers mehr Spieler kommen, weil die Coverage eben so cool ist.