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Card Rating: Der Mathematiker

Rating von CardLord91 am 10.02.2016 um 21:16

Heute lest ihr über eine Karte, welche erst vor kurzem im Structure Deck: Emperor Of Darkness einen Reprint bekommen und schon seit seinem Release in vielen Decks sich großer Beliebtheit erfreut hat. Die Rede ist von der, bei uns mittlerweile auf 1 limitierten Karte, Der Mathematiker.

Auf dem Bild erkennen wir einen älteren Herren, welcher sich als Professor ausgibt. Mit seiner Brille und seinem zu lang geratenem Bart, verziert mit einer pinken Schleife, hat er ein äußerst lustiges Auftreten. Nicht zu vergessen sein Stab, welchen er in der Hand hält und auch eher als ein zu lang geratener, verkrümmter Kugelschreiber aussieht. Der Hintergrund besteht aus diversen blauen und grünen Farbtönen. Insgesamt ein gelungenes Kartenbild. Hat man ihn damals als Secret Rare aus DRLG gezogen oder als Gold Rare aus PGL2 gezogen, sieht er noch schöner aus als der schlichte Common-Reprint aus dem bereits oben erwähnten Structure Deck.

Als Hexer-Monster kann er auf einigen Support zurückgreifen. So lässt er sich mit Magieartige Dimension verwenden oder durch Kreis der Magier aus dem Deck beschwören. Auch kann man auf Riesenratte zurückgreifen, damit er präsent ist. Durch Gagaga-Schild hat er auch eine abgespeckte Form von Verbotene Lanze. Arbeitet man mit Zauberzählmarken, funktioniert er sehr gut mit Magisches Exemplar. Die Eigenschaft Erde macht ihn ansonsten im Friedhof noch für Gigantes brauchbar oder ist ein Ziel für Grandsoil der Elementarherrscher. Das Attribut Erde hat ansonsten nicht wirklich massenhaft guten Support erhalten. Das Problem haben allerdings auch schon andere bekannte Erde-Monster wie Kartenkavallerist, Goblindbergh, Maxx "C" und Künstlerzauberer Hütchenspieler, welche zwar gute Effekte haben, aber von dieser Eigenschaft auch nur wenig profitiert haben. Als Monster der Stufe 3 sind 1500 ATK ebenso nicht großartig. So schafft er nur einen Doublekill mit Fixsternritter Deneb und über die 500 DEF brauchen wir gar nicht zu sprechen, denn die halten nur sehr wenigen Monstern stand.

Wie immer ist es der Effekt, welcher Der Mathematiker zu einer sehr interessanten Karte macht. Wird er als Normalbeschwörung beschworen, darf ein beliebiges Monster der Stufe 4 oder niedriger vom Deck auf den Friedhof gelegt werden. Sowohl Törichtes Begräbnis, Armageddonritter und seine verschiedenen anderen Formen als auch Drachenschrein und die Spielfeldzauberkarte Drachenschlucht haben gezeigt, wie wichtig es ist, bestimmte Monster vom Deck auf den Friedhof legen zu können. Die bei uns gänzlich verbotene Karte Lavalval-Kette setzte dem noch einen drauf und erlaubte uns sogar Karten (also auch Zauber- und Fallenkarten) vom Deck auf den Friedhof zu legen, was enorm gut ist, weil viele auch noch einen Nutzen im Friedhof haben, wie Durchbruchfähigkeit oder die neue Pantheismus der Monarchen. Zwar beschränkt sich Der Mathematiker, anders als die eben aufgelisteten Karten, auf Monster der Stufe 4 oder niedriger, aber in vielen Decks, wo man mit Törichtes Begräbnis zum Beispiel sowieso kleine Monster vom Deck auf den Friedhof gelegt hat, wird Der Mathematiker einen genauso guten Job erledigen. Spielt man zum Beispiel ein Deck mit Synchromonstern, hat man mit Seuchenverbreitender Zombie, Jetsynchron, Stufenfresser, Löwenzahn-Löwe, Aufblühende Blumenzwiebel und Spore sehr gute Ziele, welche sich durch ihre Effekte aus dem Friedhof als Spezialbeschwörung beschwören, um in einem Spielzug massenhafte Synchrobeschwörungen durchzuführen. Aber nicht nur solche Decks profitieren von Der Mathematiker. Auch im Lightsworn-Themendeck, wo man sich auf sein Glück beim Millen verlassen muss, wäre Der Mathematiker, sofern er nicht selber gemillt wird, eine Option, um gezielt Monster wie Felis, Lichtverpflichteter Bogenschütze, Minerva, Lichtverpflichtete Maid, Regenbogen-Kuriboh, Peropero Cerberus, Todeswache oder Elektromagnetische Schildkröte vom Deck auf den Friedhof zu legen, die man dort eher benötigt als auf der Hand, wo sie unter bestimmten Umständen stören sind. Auch können Zombie-Monster durch Mezuki im Friedhof einen sehr interessanten Spielzug durchführen. Wie bei Löwenzahn-Löwe werden dadurch vor allem Monster sehr stark, die nur irgendwie auf den Friedhof gelegt werden müssen. Verdunklungs-Lindwurm gehört auch zu den Karten, die deswegen sehr gut sind, weil ihnen egal ist, wie oder von wo aus sie auf den Friedhof gelangen. Künstlerzauberer Trick-Clown erfreute sich aus diesem Grund auch in den letzten Monaten großer Beliebtheit, weil man für lächerliche 1000 Schaden eine Möglichkeit bekommt um zusätzliche Exceedbeschwörungen durchzuführen, was vor allem Jigabyte interessant macht. Solche Moves kriegt man schnell hin, wenn man die Schlüsselmonster schnell vom Deck auf den Friedhof legen kann, was am Anfang vom Spiel sehr wichtig ist, weil man ein entsprechendes Set-Up aufbauen muss, um ins Game zu kommen. Das zeigten vor allem die Shaddoll-Monster, die durch Schattenpuppen-Fusion unter bestimmten Voraussetzungen sogar wie Zukunftsfusion ihre Materialien vom Deck auf den Friedhof legen konnten, um ohne Kartennachteil Fusionsmonster wie El Schattenpuppe Konstrukt zu beschwören. Der Mathematiker war hier, als er unlimitiert gewesen ist, neben Armageddon-Ritter eine Möglichkeit, um den Friedhof zu füllen und zum Beispiel mit Schattenpuppe-Falco oder Schattenpuppe-Drache den Spielzug individuell zu gestalten. Auch die Volcanic-Monster profitieren von Der Mathematiker. Beschwört man ihn, legt man zum Beispiel Vulkanische Hülle auf den Friedhof und erhält durch seinen Effekt dann eine weitere Kopie vom Deck auf die Hand. Leider ist das mit Vulkanischer Streuschuss nicht möglich, weil dieser eine Glutbeschleuniger-Karte benötigt. Auch kann man Der Mathematiker theoretisch auch mit Monarch-Monstern spielen. Eidos der Unterweltknappe zum Beispiel eignet sich zum Recyceln seiner Kameraden sehr gut. Spielt man das Deck aus Fun eher klassisch, wären Baumfrosch und der bereits erwähnte Stufenfresser noch sinnvolle Optionen. Mit den Burning Abyss-Monstern lässt sich beispielsweise Scarm, Grimmetatze des brennenden Abgrunds durch Der Mathematiker auf den Friedhof legen, um an die wieder auf 1 limitierteFremdenführerin aus der Unterwelt zu gelangen. Auch gibt es Spielereien mit Scherenkobold oder auch Genex-Veründeter Vogelmensch und Schwarzflügel - Zephyros die Elite, um seinen Effekt erneut aktivieren zu können, was in Anbetracht seiner Limitierung durchaus von Nutzen sein kann. Man merkt also, dass Der Mathematiker mit seinem Effekt ein entsprechendes Set-Up aufbauen kann und das Deck gleichzeitig damit ausdünnt. Sollte er übrigens im Kampf das zeitliche Segnen, funktioniert er immerhin noch als Floater und lässt eine Karte ziehen. Klingt in der Tat nicht Übel!

Leider verbraucht Der Mathematiker die wichtige Normalbeschwörung und sein Effekt funktioniert nur, wenn dieser auf diese Weise beschworen und der Effekt natürlich auch nicht annulliert wurde. Daher kann man Riesenratte und Konsorten schon mal vergessen. Im Hinblick auf die erst vor kurzem in Kraft getretene Änderung bzw. Ergänzung der Liste der verbotenen und limitierten Karten vom November letzten Jahres werden nicht mehr auf allen Events nur Performapal-/Performage-Themendecks uns noch in ihrer vollen Stärke erwarten. Das bedeutet wiederum, dass Monarch-Monster dadurch gestärkt werden und als eine Art Anti-Deck präsent sind. Viele greifen deswegen wieder zu Effektverschleierin, um zu verhindern, dass zum Beispiel Edea der Himmelsknappe im ersten Spielzug durch seinen Effekt die großen Brocken mit mächtigen Effekten holt. Ein Grund, warum man also wieder vermehrt damit rechnen muss, dass Der Mathematiker öfter deswegen von ihr behindert werden könnte. Zwar erhält man auch eine Karte, wenn er durch Kampf zerstört wird und mit 1500 ATK passiert das sehr schnell, aber nicht, wenn er durch Karteneffekte irgendwie das Spielfeld verlässt, was Castel, der Himmelssprenger-Musketier und Erebus der Unterweltmonarch sehr stark macht. So bringt er auch nichts, wenn man ihn nachzieht, falls der Gegner schon eine ganze Monsterarmee liegen hat und man keinen Nutzen mehr aus seinem Effekt zieht. Durch seine Limitierung wird es leider schwieriger ihn auch oft auf der Starthand zu haben. So gibt es in manchen Decks auch Alternativen wie Armageddonritter, welcher zwar auch ausgekontert werden kann, aber nur irgendwie beschworen werden muss. Törichtes Begräbnis nimmt keine Normalbeschwörung und kann jedes beliebige Monster vom Deck auf den Friedhof legen, was relevant wird, wenn man bestimmte hochstufige verwenden möchte.

Der Mathematiker ist immer noch keine schlechte Karte, aber sein Einsatzgebiet hat sich durch verschiedene Faktoren geändert. So wurde er seit dem Verbot von El Schattenpupe Konstrukt etwas uninteressanter, aber erledigt in einer Vielzahl verschiedener Decks seine Aufgabe immer noch sehr gut. Allerdings gibt es ebenso spielbare Alternativen, welche ihm in der Vergangenheit hin und wieder den Weg ins Deck streitig gemacht haben. Man sollte immer beachten, dass er die Normalbeschwörung nimmt, aber zum Beispiel sein Potenzial in Decks mit vielen Spezialbeschwörungen voll entfalten kann, weil er ein Set-Up aufbaut. Insgesamt erhält er von mir 6,5 Punkte.

Ich hoffe, dass ihr viel Spaß beim Lesen hattet. Sachliche Kritik und weitere Anregungen nehme ich gerne im unten verlinkten Thread entgegen.
Bis zum nächsten Rating.

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