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Card Rating: Zauberbrechender Pfeil

Rating von CardLord91 am 13.04.2016 um 16:14

In der heutigen Ausgabe meiner Retro Ratings stelle ich euch mit Zauberbrechender Pfeil eine von Yugis Karten vor. Was die Karte drauf hat und ob sie eine schöne Option für einige Decks ist, lest ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Das Artwork zeigt uns einen funkelnden Pfeil mit einem Hintergrund aus den Farben blau, rot und lila. Auch kann man eine leuchtende Sphäre erkennen. Insgesamt ein schönes Bild, welches seinem Namen gerecht wird. Im Duelist Pack: Battle City ist mit Antizauber-Pfeile eine Karte herausgekommen, welche sowohl vom Artwork als auch vom Kartennamen an Zauberbrechender Pfeil erinnert. Neben dem Common-Reprint aus King Of Games: Yugi's Legendary Decks ist es seit PGL3 möglich die Karte als ansehnliche Gold Rare zu spielen. Wer als Turnierspieler das nötige Glück hatte, kann sie auch als Ultimate Rare aus dem AP07 spielen.

Was kann Zauberbrechender Pfeil? Erst einmal haben wir eine Schnellzauberkarte hier, was bedeutet, dass sie schon mal flexibler einsetzbar ist. So kann sie jederzeit im eigenen Spielzug aktiviert werden oder man setzt sie, um den Gegner in seinem Spielzug damit zu überraschen.

Der Effet ist simpel. Aktiviert man die Karte, zerstört man so viele offene Zauberkarten vom Gegner wie möglich ist. Dazu bekommt der Gegner für jede zerstörte Zauberkarte 500 Punkte Schaden. Das Ganze ohne irgendwelche Kosten. So gesehen ein Twister ohne Kosten, welcher sich zwar nur auf offene Zauberkarten beschränkt, aber dafür gleich sich um mehrere kümmert. In der heutigen Zeit, wo Pendelmonster im Spiel vorhanden sind, erkennt man sofort, dass man mit dem richtigen Timing so den ganzen gegnerischen Spielzug versauen kann, wenn dem Gegner seine Pendelskalen genommen werden und er keinen Ersatz griffbereit hat. Doch auch gegen Floodgates wie Dimensionsriss, Tal der Toten oder Kaiser-Kolosseum kann Zauberbrechender Pfeil glänzen. So wäre sie ankettbar (Nächtlicher Strahl ist kein Thema aktuell), sollte sie verdeckt liegen und beispielsweise durch Zwillings-Twister oder Mystischer Raum-Taifun auf's Korn genommen werden. Als die Brotherhood Of The Fire Fist-Monster noch ihr Unwesen getrieben haben, war Zauberbrechender Pfeil neben Feenwind durchaus eine Option neben Mystischer Raum-Taifun, um nicht nur den Resolve von Feuerformation - Tenki verhindern, sondern auch Feuerformation - Tensu aus dem Weg räumen. Neben Tal der Toten seien noch weitere suchbare Spielfeldzauberkarten wie Pegasus der Majestät oder Kozmostadt erwähnt, welche man immer wieder sieht. Zerstört man mehrere Zauberkarten, erwirtschaftet man Kartenvorteil und stört die gegnerische Strategie. Selbst gegen de Monarch-Monster mit ihren themeninternen Zauberkarten wie Marsch der Monarchen oder ihrem eigenen Floodgate Domäne der wahren Monarchen kann Zauberbrechender Pfeil in brenzligen Situationen entscheidende Akzente setzen. Klingt alles wunderbar, aber es gibt noch weitere Punkte, die man sich vor Augen halten sollte. Mit der neuen Liste der limitierten und verbotenen Karten ist es durchaus von Vorteil, wenn man auf 1 limitierte Karten wie Künstlerkumpel Affeyboard aus der Pendelskala beseitigt.

Zunächst sollte man bedenken, dass mit der neuen Schnellzauberkarte Zwillings-Twister man noch flexibler gegen Karten in der gegnerischen Zauber-/Fallenkartenzone vorgehen kann. Dazu kann Zauberbrechender Pfeil zwar wunderbare Arbeit gegen Pendelskalen vorgehen, aber die nun verbotene Wirre Augen machte unter Umständen im eigenen Pendel-Deck die Arbeit gegen gegnerische Pendel-Deck dahingehend viel besser, weil sie auch mehrere Effekte aktivieren lässt und gegriffen sich selber suchen kann. Zwar ist Zauberbechender Pfeil insgesamt eher eine Side Deck-Karte, während Zwillings-Twister sowohl gegen Pendel-Decks, als auch gegen normale mit gewöhnlicher Backrow spielbar ist. Z.B. im und auch gegen das Brennenden Abgrund-Themendeck, welches für seine berüchtigte Backrow bekannt ist. Dazu richtet Zauberbrechender Pfeil nichts gegen offene Fallenkarten aus. Da aktuell die Phantomritter-Monster zusammen mit den Brennenden Abgrunds-Monstern ein solides Rang 3-Deck darstellen, wird man immer wieder Permanenten Fallenkarten wie Schwert der Phantomritter oder Nebelklinge der Phantomritter begegnen, die sich mit Zwilings-Twister mühelos ausschalten lassen. Natürlich teilt sich Zauberbrechender Pfeil mit Mystischer Raum-Taifun, Twister und Zwillings-Twister den gemeinsamen Nachteil, dass gegen Zauber-/Fallenkarten, die noch einen Nutzen im Friedhof haben, nichts ausgerichtet werden kann.

Zauberbrechender Pfeil ist an sich keine schlechte Karte gegen Pendel-Decks, wenn es da nicht die neue Liste der verbotenen und limitierten Karten oder die sehr flexible Zwillings-Twister geben würde. Gegen Pendel-Decks allgemein ist sie zwar immer für eine Überraschung gut, aber bleibt in erster Linie eine Karte für das Side Deck, zumal es auch entsprechende Alternativen gibt, die mehr Sinn machen oder einfach flexibler in der Verwendung sind. Mit der aktuellen Liste der verbotenen und limitierten Karten macht das Zauberbrechender Pfeil eher eine Option gegen Floodgtes als gegen Pendel-Decks, weil das relevante Performapal-/Performage-Themendeck nun einen großen Einschnitt erfahren hat. Zumal Wirre Augen nun verboten wurde. Ich vergebe aktuell 5 Punkte, weil die Karte als Schnellzauberkarte an sich nicht schlecht ist und abhängig von gespielten Decks neben Feenwind durchaus eine Überlegung sein kann.

Ich hoffe, dass ihr viel Spaß beim Lesen hattet. Sachliche Kritik und weitere Anregungen nehme ich gerne im unten verlinkten Thread entgegen.
Bis zum nächsten Rating.

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