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Top 10 FLOD - Die besten Karten aus Flames of Destruction

von Leseleff am 04.05.2018 um 19:28 Uhr

Hallo alle zusammen! Seit gestern steht das neue Set „Flames of Destruction“ in den Läden und hui, da hat sich Konami mal wieder ordentlich gegönnt!
Das mit Abstand beste Set der VRAINS-Ära bislang enthält massenhaft mächtige Karten und da ich sonst eh immer den gleichen Einleitungssatz schreibe, können wir das Ranking hiermit auch schon beginnen!
Platz 10: F.A. Dawn Dragster


Wer hätt’s gedacht, dass ich zum finalen Support der aktuellen TCG-Themen F.A. und Vendread ausgerechnet die kleinen, ungeliebten Rennfahrer in den Top 10 erwähnen würde?
Aber es ist nun mal, wie es ist: Der F.A.-Support in diesem Set ist einfach besser. Insbesondere F.A. Tagesanbruchs-Dragster, der seine Platzierung jedoch eher seiner generischen Stärke als seinen Diensten für das Themendeck zu verdanken hat. Denn ich behaupte: Wenn man nicht zwingend auf den Drachen-Typ angewiesen ist, können Glasflügel-Synchrodrache und Schwarzer Rosen-Mondlichtdrache einpacken, denn ein neues, bestes defensives Synchromonster der Stufe 7 hat die Rennstrecke betreten. Das Monster, das keinerlei besondere Materialien verlangt, kann neben einem süßen, kleinen Piercing-Effekt nämlich einmal pro Spielzug die Aktivierung einer Zauber- oder Fallenkarte verhindern und die Karte zerstören. Eine Finstere Bestechung auf Rädern also, die das eigene Board noch ein Stück unbrechbarer machen kann. Beschwören kann man ihn dabei ganz bequem mit Destrudo der Schauer des verschwundenen Drachen oder z.B. im Pendelmagier-Deck mit einer überschüssigen Handtrap als Tuner. Sein Nachteil: Mit der Aktivierung seines Effekts reduziert er seine Stufe um 2, wodurch seine ATK auf 1500 sinken. Immerhin: Dann kann man ihn im eigenen, darauf folgenden Spielzug als Material für Sternzeichen-Kundler Pleiaden oder Cyber Drache Unendlichkeit verwenden oder mit einem weiteren Empfänger der Stufe 3 Kristallflügel-Synchrodrache bauen.
Ach ja, speziell für sein eigenes Thema macht er nix, hat dort aber die Möglichkeit, durch das Aktivieren der Themeneigenen Zauber- oder Fallenkarten Stufen zurück zu gewinnen, wodurch er zu einem mächtigen Bossmonster wird.
Platz 9: Sorge des Weltvermächtnisses


Wir negieren weiter, diesmal aber ganz klassisch in Fallenform. Die Liste der Rip-Offs von Feierliches Urteil, der vielleicht besten Falle, die das Spiel zu bieten hat, ist inzwischen lang. Meist handelte es sich dabei um Konterfallen mit dem gleichen oder einem sehr ähnlichen Effekt, die als Bedingung für ihre Aktivierung ein Monster mit bestimmten Eigenschaften auf dem Feld erfordern.
Sorge des Weltvermächtnisses ist vom gleichen Schlag, gleichzeitig aber der bisher generischste Vertreter dieser Gattung.
Denn anstatt Beispielsweise ein Monster zu erfordern, das zu einem bestimmten Thema gehört wie Sternennova-Alpha oder ein Monster, das ansonsten eher wenig erstrebenswert ist wie Wachsamkeit des Champions, verlangt sie nur ein Monster, dass co-verlinkt ist. Dies ist der Fall, wenn zwei Link-Monster mit ihren Pfeilen aufeinander zeigen und von jedem Deck, das über die nötige Spezialbeschwörungs-Power verfügt, ohne weiteres machbar, z.B. wenn Link-Spinne auf Dekodier-Sprecher unter sich zeigt. Wenn der Gegner ein Monster in seiner Extra Monster Zone kontrolliert, das nach oben zeigt, reicht theoretisch auch ein Link-Monster, das ebenfalls nach oben zeigt, um die Karte aktivieren zu können. Dann kann man mit ihr ohne Kosten einen beliebigen Effekt des Gegners, egal ob Monster, Zauber, oder Falle, annullieren und die Karte zerstören. Das macht sie zu einer extrem mächtigen Fallenkarte in eigentlich allen Link-Decks!
Platz 8: Topologische Trisbaena


Auch die Coverkarte hat es wieder ins Ranking geschafft, wenn auch nur auf Platz 8, was aber mehr an der allgemeinen Menge guter Karten im Set liegt als an seiner mangelnden Stärke.
Denn Topologische Trisbaena ist ein großartiges Link-Monster. Als Material verlangt er nur „2+ Effektmonster“, ist also in eigentlich jedem Deck spielbar. Und auch sein Effekt hat es in sich. Dieser bewirkt, dass, wenn ein Monster in eine Zone als Spezialbeschwörung beschworen wird, auf die er zeigt, dieses sowie sämtliche Zauber- und Fallenkarten auf dem Spielfeld aus dem Spielfeld aus dem Spiel entfernt. Ein Schwerer Sturm auf Crack also, der den Friedhof umgeht, mehrmals pro Zug aktivierbar ist und dem Gegner zu allem Überfluss auch noch 500 Punkte Schaden für jede seiner Karten, die dran glauben mussten, reinwürgt.
Beachtenswert ist, dass einer seiner Link-Pfeile nach oben zeigt, weshalb er, sollte er in der Extra Monster Zone liegen, schonmal eine Main Monster Zone des Gegners so gut wie unbrauchbar macht. Wirklich interessant wird das aber erst, wenn er nicht in der Extra Monster Zone liegt, sondern in der Main Monster Zone unter der anderen Extra Monster Zone, während die erste mit einem eigenen Monster belegt ist, was den Gegner faktisch daran hindert, Monster vom Extra Deck zu beschwören, da diese sofort verbannt werden würden. Dies ist beispielsweise möglich, indem man zuerst ein Link-Monster mit Pfeilen unten rechts und unten links beschwört, z.B. Missus-Strahler, dann ein Link-Monster mit Pfeilen nach rechts und links, z.B. Albtraumritter Goblin, in die mittlere Main Monster Zone und anschließend Topologische Trisbaena in eine Zone, auf die dieses zeigt. Oder aber, man schickt Topologische Trisbaena, nachdem man sie beschworen hat, irgendwie auf den Friedhof und nutzt dann Wiedergeburt oder Nachfolge des Weltvermächtnisses, um ihn in die gewünschte Zone zurück aufs Feld zu bekommen.
Man kann den Effekt des Monsters aber auch bewusst selbstständig auslösen, indem man die Trisbaena in der Extra Monster Zone lässt und im eigenen Zug beispielsweise Instanfusion nutzt, um gezielt ein Monster in eine seiner verlinkten Zonen zu bringen, oder im gegnerischen Zug, indem man Fallen wie Zurück an die Front nutzt. Ein weiterer fieser Trick ist, ein Kaiju zu nutzen, um ein gegnerisches Monster als Tribut anzubieten, das in einer Zone liegt, auf die die Trisbaena nicht zeigt, um das Kaiju in ebendiese Zone zu beschwören, sodass der Effekt getriggert wird.
Eine ganze Menge Unsinn also, den man mit der Karte machen kann, aber auch nicht ganz ohne Nachteile. Denn dadurch, dass der Effekt beliebig oft pro Spielzug aktiviert werden kann und nicht-optional ist, werden auch die eigenen Zonen, auf die er zeigt, quasi unbrauchbar (also, außer um den Effekt gezielt zu triggern). Aber na ja, wenn er stört, kann man ihn ja auch einfach als Material nutzen, um beispielsweise Firewall-Drache oder Saryuja-Schädelschrecken zu beschwören. Also halb so wild.
Platz 7: Eisendrache Tiamaton


Da Topologische Trisbaena unter die gegnerische Extra Monster Zone zu beschwören allerdings mit Aufwand verbunden ist und der Duellant von Welt es sich heutzutage natürlich nicht erlauben kann, seinen Gegner mitspielen zu lassen, bietet Flames of Destruction auch diese possierliche Alternative.
Eisendrache Tiamaton ist eine Karte, deren Stärke mir erst lange, nachdem ich den Effekt zum ersten Mal gelesen habe, bewusst wurde, nachdem ich gelesen habe, wie ein eTCG-User im Spoiler-Forum auf eine Besonderheit darin hingewiesen hat. Doch dazu später mehr. Mit seinem Effekt kann er sich als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören, wenn drei oder mehr Karten in der selben Spalte des Spielfelds liegen. Anschließend werden alle Karten in der selben Spalte wie er zerstört und die betroffenen Zonen können bis auf Weiteres nicht genutzt werden.
Seine Beschwörungsbedingungen ähneln dabei stark der der Mekk Knight-Karten und folglich ist es naheliegend, dass er wie diese in die Spalte beschworen werden muss, die seine Bedingung erfüllt. Dies ist aber, und nun kommt der eTCG-User, dessen Identität mir entfallen ist, ins Spiel, überhaupt nicht der Fall. Tatsächlich kann man ihn in eine beliebige Spalte beschwören, was ihn auf so viele Weisen besser macht.
Erstens ist er dadurch auch im eigenen ersten Spielzug, bevor der Gegner irgendwas gemacht hat, spielbar. Denn dadurch, dass die Main Monster Zone in der betroffenen Spalte nicht frei bleiben muss, kann man seine Bedingung auch erfüllen, indem man die Extra Monster Zone, die darunter liegende Main Monster Zone und irgendeine gesetzte Zauber- oder Fallenkarte darunter verwendet.
Zweitens kann er dadurch gezielt als Removal für bestimmte gegnerische Karten verwendet werden, ohne dass diese notwendigerweise mit zwei weiteren in der selben Spalte liegen müssen.
Drittens müssen so nicht die eigenen Karten, die man verwendet hat, um eine Spalte voll zu kriegen, zwangsweise dran glauben.
Und viertens ermöglicht oder vereinfacht es das taktische Platzieren in einer bestimmten Spalte, um diese zu blockieren. Auch hier wird es meist wieder das lohnenswerteste sein, ihn unterhalb der zweiten Extra Monster Zone zu platzieren, während die erste durch einen selbst besetzt ist. Aber man könnte ihn z.B. auch ganz links oder ganz rechts platzieren, um den Gegner daran zu hindern, eine Pendelbeschwörung durchzuführen.
Aus einem ziemlich willkürlichen Removal wurde durch diesen kleinen Nebensatz, bzw. das Fehlen des selbigen, also ein „Extra Link für Arme“, der eigentlich nur den Nachteil hat, gegen fast alles an Removal, außer gegnerische Tiamatons, anfällig zu sein.
Dafür ist er aber ein hochflexibles Monster mit soliden 2000 ATK, das aufgrund des Umstands, dass sein Effekt ein Schnelleffekt ist, sogar als Handtrap eingesetzt werden kann. Auch sollte dies erlauben, ihn an normale Zauberkarten anzuketten, die in ihrer Spalte die dritte Karte bilden. Interessant dürfte er insbesondere für langsame, Backrowlastige Decks sein, die ihn auch beschützen können.
Platz 6: Altergeist Multitäuscher


Alter, was ist denn mit dem Altergeist-Support los? Das Deck ist nämlich deutlich besser als dieser Witz, was zu einem nicht kleinen Teil durch diesen Dude gewährleistet wird.
Denn wenn ein Monster ein anderes als Spezialbeschwörung vom Deck beschwört, kann es schonmal nicht so ganz schlecht sein und dies ist auch definitiv bei Altergeist Multitäuscher nicht der Fall. Aktiviert wird der Effekt, wenn Multitäuscher selbst als Spezialbeschwörung beschworen wird, was beispielsweise durch Altergeist Marionetter, Altergeist-Manifestation, den themeneigenen Ruf der Gejagten, oder, Multitäuschers Attribut und Typ nutzend, Dunkler Magischer Schleier einfach möglich ist.
Oder halt durch seinen eigenen Effekt. Diesen kann man nämlich aktivieren, indem man ihn an eine Fallenkarte ankettet. Und davon spielt das Deck reichlich, und verfügt sogar über ein paar hervorragende eigene Kandidaten. Denn neben der bereits erwähnten Manifestation gibt es noch Altergeist Protokoll, das wie eine ründlich benutzbarer Feierlicher Schlag funktioniert und darüber hinaus verhindert, dass die Effekte von Altergeist-Karten annulliert werden.
Mit dieser Konstellation kann man nun süße, kleine Plays machen, z.B. irgendeine Fallenkarte aktiveren, Multitäuscher beschwören, seinen Effekt nutzen, um Altergeist Melusuche zu beschwören, dann beide zu Altergeist Hexstia verlinken, den Effekt von Melusuche nutzen, um Altergeist Marionetter zu suchen, diesen als Normalbeschwörung beschwören und dann Altergeist Protokoll suchen. Dann kann man theoretisch jeden Effekt des Gegners annullieren, was seinerseits nicht annulliert werden kann.
Oder noch besser: Man beschwört Multitäuscher im gegnerischen Zug, holt mit seinem Effekt Altergeist Silquitär auf das Feld, der eine Art Majespenst Einhorn – Kirin im Kleinformat ist, der dann den eigenen Multitäuscher und eine Karte des Gegners bounct, sodass man dann im eigenen Zug den Unsinn mit Hexstia machen kann.
Es gibt nur zwei kleine Nachteile: Zum Einen ist Multitäuscher an Fallenkarten gebunden und entsprechend langsam. Aber hey, wozu schmeißt Konami derzeit sonst mit Fallenkarten wie Ausgeglichener Zweikampf um sich, die man von der Hand aktiveren kann? Auf diese Weise kann man die Altergeists (oder Altergeister?) auch dann halbwegs gescheit spielen, wenn man als zweiter ins Duell startet. Zum Anderen kann man, nachdem man Mulitäuschers Effekt genutzt hat, in diesem Zug keine Monster als Spezialbeschwörung mehr beschwören, außer themeneigene. Aber das fällt bei einem so langsamen Deck kaum ins Gewicht, schon gar nicht, wenn es über in hervorragendes Link-Monster wie Hexstia verfügt.
So oder so ist das Deck ein schönes Beispiel für ein zeitgemäßes Control-Deck, das in Japan bereits einige Achtungserfolge erzielen konnte. Und auch hier im TCG werden sie zusammen mit den Paleozoics schon dafür sorgen, dass die magentafarbenen Karten nicht ganz aus dem Metagame verschwinden!
Platz 5: Vom Grab gerufen


Weiter geht’s mit einer Karte, die bereits seit einer Weile im TCG erhältlich ist, weil sie bereits als Promo in der Extreme Force: Special Edition enthalten war.
Vom Grab gerufen heißt die gute und stellt gewissermaßen das Gegengift zu einer der größten Geißeln des modernen Yu-Gi-Oh! dar: Handtraps, also (bisher meist) Monsterkarten mit den Gegner unterbrechenden Effekten, die aktiviert werden, indem man die Karte selbst während dessen Spielzug von der Hand abwirft. Im Vergleich zur konventionellen Backrow haben diese den Vorteil, auch im ersten Spielzug wirksam zu sein, da sie nicht erst gesetzt werden müssen.
Da gerade dieser erste Spielzug aber so unfassbar wichtig geworden ist, sind Handtraps unfassbar beliebt und teilweise mit bis zu 10 Karten in den Main Decks vertreten. Sollte der Gegner während eures ersten Spielzugs das schreckliche Verbrechen begehen, seinen Anspruch auf Teilnahme am Spiel mit einer dieser Karten durchzusetzen, bedeutet dies bei gut gewähltem Aktivierungszeitpunkt oft das Ende der Kombo und schränkt euren Spielraum im weiteren Verlauf des Spielzugs stark ein. Bis jetzt! Denn während es als Antwort auf die skilllosen Moneycards bisher nur Psi-Hüllenpanzer Gamma gab, der jedoch nur bei leerem Feld wirksam ist und deshalb beispielsweise nicht verhindern kann, dass euer Schwermetallfose Elektrumit von Geisteroger & Schneehase zerstört wird, gibt es nun mit Vom Grab gerufen eine bessere Alternative, die Handtraps den Kampf ansagt. Der Effekt der Schnellzauberkarte besagt, dass man ein Monster im gegnerischen Friedhof aus dem Spiel entfernen kann, worauf sein Effekt sowie der sämtlicher Monster mit dem gleichen Namen in diesem Spielzug annulliert werden. Was das mit Handtraps zu tun hat? Nun, bei den meisten sind das Abwerfen Kosten, was heißt, dass die Karte sich schon im Friedhof befindet, bevor die Kette startet und der Effekt aufgelöst wird. Nun kettet man Vom Grab gerufen an und verbannt die Karte, wodurch der Effekt annulliert wird.
Ach ja, ganz nebenbei wird übrigens D.D. Krähe als Out auf Karten wie Wiedergeburt komplett gepowercreept. Aber hey, warum sollte man Vom Grab gerufen für sowas verschwenden? Dafür gibt’s doch Handtraps…
Platz 4: Geistermädchen & Spukhaus


…die hier zum Beispiel. Tatsächlich macht Geistermädchen & Spukhaus eigentlich alles, wofür man irgendwann mal D.D. Krähe gespielt hat, nur halt besser.
Sie ist der jüngste Spross aus einer Reihe von Handtraps rund um Geisteroger & Schneehase, die für ihre süßen Artworks bekannt und ihre Spielstärke berüchtigt sind. Und tatsächlich ist ihr Effekt fast der gleiche wie der von Ascheblüte & Freudiger Frühling, der mit Abstand stärksten Karte der Reihe, nur dass das Wort „Deck“ durch „Friedhof“ ersetzt wurde. Mit anderen Worten: Sie kann eigentlich alles annullieren, was irgendwie eine Karte vom Friedhof an einen anderen Platz bewegt. Was gibt’s da im aktuellen Metagame so? Nun, z.B. Wiedergeburt, Nachfolge des Weltvermächtnisses, Schwarzzahn-Magier, Ein wahrer König kehrt zurück, Trickstar Lilybell, Beschwörung, sämtliche Paleozoics, SPIORAL-AUSRÜSTUNG – Der große Rote, Verschiedosaurier und []Cir, Grimmetatze des brennenden Abgrunds]] (das man den immer noch erwähnen muss…). Zugegeben, das sind alles keine First Class-metadefinierenden Karten, was auch der Grund ist, aus dem Geistermädchen & Spukhaus sich wohl vorerst nicht in den Main Decks etablieren wird und in ihrem Ranking nur Platz 4 erreichen konnte, während ihrer Vorgängerinnen Ascheblüte & Freudiger Frühling und Geisterschnitter & Winterkirschblüten Platz 1 erringt haben. Nichtsdestotrotz ist sie eine ausgesprochen generische Karte, deren Zeit kommen wird, sobald das Meta wieder Friedhofslastiger wird, was nebenbei bemerkt in nicht allzu ferner Zukunft schon der Fall sein könnte. Denn Mit Palladion und Sky Striker sind schon zwei heiße Kandidaten für Metarelevante Decks unterwegs, die wieder mehr in diese Richtung gehen.
Platz 3: Nachfolge des Weltvermächtnisses


Wir betreten das Siegertreppchen mit einer Karte, in der ich schon fast ein Indiz für einen neuen Trend sehe. Denn während seit Galaxiezyklon in gefühlt jedem Hauptset ein neues, generisches Zauber- und Fallenremoval es bis zu den höchsten Plätzen in den Rankings geschafft hat, geht es in der jüngsten Zeit ganz ähnlich mit generischen Reborner-Karten weiter.
Bereits in CIBR kam mit Übetriebenes Begräbnis eine entschärfte Version von Voreiliges Begräbnis, und nun, in FLOD geht es mit Wiedergeburt der Wiedergeburt heiter weiter. Und natürlich mit Nachfolge des Weltvermächtnisses, meinem Platz 3, den ich bereits in dem Abschnitt über Geistermädchen & Spukhaus kurz erwähnt habe. Die Wiedergeburt der Generation Link steht dem Original in kaum etwas nach, auch wenn es ein paar kleine Nachteile gibt. Erstens, man kann keine Monster des Gegners wählen, was jedoch ohnehin, seit das Spiel so sehr von Themendecks dominiert wird, die viel besser mit sich selbst als mit anderen Karten interagieren, eher selten vorkommt. Zweitens, sie hat ein „hard Once per Turn“, also kann nur eine Kopie der Karte pro Zug aktiviert werden. Und drittens, sie verlangt ein Link-Monster mit freier verlinkter Zone, in die das Monster beschworen werden kann.
Dies ist als Bedingung nicht allzu schwer zu erfüllen, dreht sich das ganze Spiel derzeit doch darum, möglichst schnell ein Link-Monster heraus zu bringen, macht Nachfolge des Weltvermächtnisses jedoch im Gegensatz zu „echten“ Wiedergeburt zu alles Anderem als einem göttlichen Topdeck, es sei denn, der Gegner kontrolliert zufällig ein Link-Monster, das auf unser Feld zeigt.
Dennoch: Das beschworene Monster darf seine Effekte behalten und auch sonst kennt Nachfolge des Weltvermächtnisses keine Kosten oder Ähnliches. Das macht die Karte zu einem Enhancer der Extraklasse, von dem sicher noch lange zu hören sein wird.
Platz 2: Unendliche Unbeständigkeit


Platz 2 sowie der Ehrenpreis für den coolsten Kartennamen geht an diese Karte. Denn es ist DER Sommertrend 2018: Fallenkarten, die man auch von der Hand aktivieren kann! Erneut lieferte CIBR den Startschuss, wo mit Ausgeglichener Zweikampf die erste der neuen Multifunktions-Fallen erschien. Und nun folgen mit Red Reboot und Unendliche Unbeständigkeit die nächsten Vertreter dieser Gattung.
Und während erstere das Kunststück verbringt, Abhören und Fallenbetäubung gleichzeitig zu powercreepen und in jedem normalen Set sicher einen Platz in den Top 10 erreicht hätte, es hier aber nicht rein geschafft, kommt man um Letztere kaum herum.
Unendliche Unbeständigkeit macht im Prinzip das gleiche wie Durchbruchfähigkeit, einst eine absolute Staple: Monstereffekte annullieren. Ich denke, ich habe inzwischen oft genug geschrieben, warum das gut und wichtig ist und möchte deshalb nicht weiter darauf eingehen. Der Clou, weshalb sie es so auch in meine Top 10 geschafft hat, ist, dass man sie wie schon Ausgeglichener Zweikampf auch von der Hand aktivieren kann, wenn man keine Karten kontrolliert, mit anderen Worten also im ersten Spielzug, wenn der Gegner anfängt. Eine Handtrap im wahrsten Sinne des Wortes also, die Effektverschleierin insofern eine Nasenlänge voraus ist, dass sie an keinen besonderen Aktivierungszeitpunkt gebunden ist und außerdem nicht durch Vom Grab gerufen aufgehalten werden kann.
Und wenn man dann doch mal Karten kontrollieren sollte, ist sie trotzdem nicht tot, weil man sie dann setzen, als „normale“ Backrow nutzen und von ihrem zugegebenermaßen ziemlich irrelevanten Zusatzeffekt profitieren kann, der die Effekte von Zauber- und Fallenkarten in der selben Spalte wie sie selbst annulliert. Insofern könnte sie auch in langsameren Formaten ihren Platz finden, in denen die Monster-Handtraps zunehmend aus den Decks verschwinden würden. Wobei, dann würde man wahrscheinlich doch eher wieder zum klassischen Feierlicher Schlag greifen.
Platz 1: Albtraumritter Greif


Und auch mein Platz 1 kann als Beispiel für einen Trend im modernen Yu-Gi-Oh! gesehen werden: Das Themendeck, das nur aus einem Main Deck-Monster und dafür diversen Extra Deck-Monstern besteht. Ich mein, man braucht ja auch Platz für seine 10 Handtraps.
So auch die Knightmares, der jüngste Spross der World Legacy-Reihe. Auf Albtraumritterin Beschädigerin Iblee kommen Sechs Link-Monster, die alle entweder gut, sehr gut, oder broken sind. Ihre Link-Pfeile sind rechtwinklig angeordnet, was sie ideal zum Aufbauen eines Extra Link macht. Gehen wir jetzt mal vom Übelsten aus, was man mit den themeneigenen Karten machen kann: Ein Extra Link beginnend mit Albtraumritterin Meerjungfrau oben rechts, Albtraumritter Cerberus darunter, Albtraumritter Goblin daneben in der Mitte, Albtraumritter Greif in der unteren, linken Ecke und Albtraumritter Einhorn in der zweiten Extra Monster Zone, sowie Albtraumritterin Beschädigerin Iblee, die sich durch ihren eigenen Effekt auf dem gegnerischen Feld platziert hat.
Nun kann der Gegner keine Monster außer Link-Monster spezialbeschwören, was aber auch nicht ohne weiteres geht, weil beide Extra Monster Zonen besetzt sind. Sollte es ihm dennoch gelingen, Iblee loszuwerden und ein Monster als Spezialbeschwörung zu beschwören, kann dieses seine Effekte nicht aktivieren, da Gryphon dies für Monster verhindert, die nicht verlinkt sind, was aber unmöglich für den Gegner ist, da der ja keine Link-Monster beschwören kann. Des Weiteren können Co-gelinkte Monster, also alle, auf dem eigenen Feld nicht als Ziel für Karteneffekte gewählt (Goblin) oder durch diese zerstört werden (Cerberus) und man kann in der Draw Phase, sollte man das Board halten können, was durch die ganzen Floodgate- und Schutzeffekte natürlich erleichtert wird, 5 Karten statt einer von seinem Deck ziehen. Mit Karten wie Drei-Gatter-Zauberer oder Firewall-Drache kann das ganze außerdem nochmal brokener gemacht werden. Sounds Fun, right?
Doch unfaire Monsterboards sind nicht alles, was das neue Link-Thema kann. Mit ihrer, mit Ausnahme von Albtraumritterin Meerjungfrau, von allen Link-Monstern geteilten Beschwörungsbedingung „2+ Monster mit verschiedenen Namen“ sind sie hochgenerisch und auch in kleineren Boards stark. Cerberus und Phoenix etwa sind schnell vom Extra Deck beschworene Removals, und Albtraumritter Goblin eröffnet einem ähnlich wie Edelsteinritter Seraphnit eine zusätzliche Normalbeschwörung. Dazu haben Goblin und Cerberus brauchbare Schutzeffekte. So kann man beispielsweise Albtraumritter Einhorn mit Cerberus darunter beschwören, wodurch beide nicht durch Karteneffekte zerstört werden können und man in der Draw Phase 2 Karten ziehen kann. Erweitert um Goblin können sie zusätzlich nicht angezielt werden und man kann sogar 3 Karten ziehen, sollte man das Board halten.
Und dann gibt es da noch Greif, der ein Floodgate für Jedermann ist, weshalb ich ihn stellvertretend für sein Thema zum Platz 1 gekürt habe. Mit ihm können die Effekte der als Spezialbeschwörung beschworenen Monster des Gegners verhindert werden, die nicht verlinkt sind, was zum Beispiel praktisch ist, um den Schwermetallfose-Elektrumit des Gegners aufzuhalten.
Die Knightmare-Karten heben die Link-Mechanik auf ein ganz neues Power-Niveau und machen Extra Links noch viel lukrativer, bilden aber auch zu Wenigen eine starke Engine für’s Extra Deck. Dafür gibt es den verdienten Platz 1 in diesem Ranking!
Honorable Mentions
Wie immer gibt’s am Schluss noch ein paar Karten, die es nicht ins Ranking geschafft haben, auch wenn ich sie gerne erwähnt hätte.
Und was das für welche sind! Denn an dieser Stelle kann ich verraten, dass ich, wenn die TCG-Onlys und Importe etwas besser gewesen wären, wahrscheinlich wie damals bei BOSH eine Top 15 statt einer Top 10 geschrieben hätte.
Roter Neustart z.B. hätte es in jedem „normalen“ Set locker unter die ersten 5 geschafft, denn immerhin handelt es sich hierbei wie schon bei Unendliche Unbeständigkeit um eine Handtrap im wahrsten Sinne des Wortes, die Abhören und Fallenbetäubung gleichzeitig powercreept und wahrscheinlich der Hauptgrund sein wird, weshalb Altergeist kein dominierendes Metadeck sein wird.
Auch Sekkas Licht war für viele sicher ein Kandidat für eine Spitzenplatzierung, auch wenn ich persönlich sie für etwas overhyped halte. Dennoch ist sie DIE Karte für Monster Mash-Decks schlechthin und verhilft beispielsweise dem Nixenrüstungs-Deck in einer neuen Variante zu neuer Spielbarkeit.
Mit den Elementsäbeln erscheint des Weiteren ein neues Themendeck rund um die „Elementarherrscher“-Karten, die nicht nur diese, sondern auch „Big Daddy“ Finsterer Bewaffneter Drache deutlich besser spielbar machen durch ihre Effekte, mit denen sie im Friedhof ihr Attribut ändern können.
Besonders gefreut habe ich mich außerdem, als bekannt wurde, dass der fehlende Kristallungeheuer-Support aus dem OCG mit diesem Set endlich den Weg in den Westen schafft, wobei insbesondere das Pendelmonster Kristallmeister und die Fallenkarte Kristallkonklave mit ihren Sucher-Effekten positiv hervor stechen.
Support für ältere Themen in Form von Link-Monstern ist ebenfalls im Set zu finden. Bereits im aus Japan übernommenen Set-Core enthalten sind Vampirsaugerin und Aufzieh-Zenmei-Wartung, die mächtigen Support für ihre jeweiliges Thema, bzw. ihren Monstertyp darstellen, hinzu kommen mittels OCG-Import weitere Karten aus dem fernöstlichen Link VRAINS Pack, auch wenn es sich dabei mit Schattenpuppe Konstrukt, Insektor Minimotte und Magidolce frische Schwestorte um weniger gefragte Karten dieses Produkts handelt.
Schlusswort
So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was ist eure Meinung zum neuen Set? Ich bin ja der Meinung, dass es enorm gut ist und Potenzial hat, als eines der Sets mit dem größten Einfluss auf das Spiel überhaupt in der Erinnerung der Spieler zu verbleiben.
Umso schwerer war es für mich, eine angemessene Top 10 aufzustellen, bei der möglichst wenig zu kurz kommt. Seit ihr trotzdem zufrieden mit meiner Aufstellung oder hättet ihr es anders gemacht? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen!
Ansonsten bis zum nächsten Mal.

- Leseleff -