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TOP 10 IGAS - Die besten Karten aus Ignition Assault

von Leseleff am 30.01.2020 um 20:13 Uhr

Hallo alle zusammen! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Seit heute ist das neue Hauptset Ignition Assault offiziell im Handel erhältlich und natürlich gibt es wieder einen traditionellen Top 10-Artikel dazu von mir. Und äh ja… mehr habe ich gerade echt nicht zu sagen. Los geht’s!
Platz 10: Alte Krieger – Treuer Guan Yun


Und zwar mit einer Karte, die es aus aktuellem Anlass noch auf den letzten Drücker ins Ranking geschafft hat. Denn mit der Mitte des Monats erschienenen, äußerst umfangreichen neuen Liste der verbotenen und limitierten Karten wurde Dinowrestler Pankratops limitiert, eine höchst generische Karte, die in fast allen Main- oder Side Decks zu finden war. „Praktischerweise“ erscheint jedoch schon jetzt der passende Ersatz.
Denn Alte Krieger – Treuer Guan Yun macht im Grunde alles, was dieser konnte, nur etwas schlechter. Neben der Tatsache, dass er theoretisch durch Zoodiak-Breitbulle suchbar wäre, besitzt er jedoch noch einen entscheidenden Vorteil: Er muss sich, um seinen Schuss-Effekt zu benutzen, nicht selbst als Tribut anbieten, sodass man nicht vor der Wahl steht, eine Karte des Gegners zu zerstören oder sein Monster als Material für irgendeine Beschwörung zu benutzen, sondern man kann einfach beides machen.
Doch die Nachteile überwiegen trotzdem deutlich. Zum Einen ist seine Beschwörung schwieriger, denn statt das der Gegner „mehr“ Monster als man selbst kontrollieren muss, muss er als einziger überhaupt Monster kontrollieren. Situationen, in denen der Gegner z.B. zwei Monster kontrollierte und man selbst (vor Pankratops) nur eines, stellen damit keine gültige Beschwörungsbedingung mehr dar. Auch war Pankratops durch Seelenfressender Oviraptor und dieser durch Fossile Grabung suchbar, und sein Schuss-Effekt konnte auch Zauber- und Fallenkarten treffen. Der mit Abstand größte Vorteil von Pankratops ist aber wohl, dass sein Effekt, anders als der von Guan Yun, ein Quick Effect ist, also auch im Spielzug des Gegners wirksam, was ihn zu einer wirksamen Interruption und solidem Boardschmuck gemacht hat. Deshalb wird Guan Yun Pankratops keinesfalls ersetzen, sondern höchstens die verbliebene Kopie ergänzen.
Ach ja, eine weitere Gemeinsamkeit der beiden ist, dass sie streng genommen zu einem nicht besonders starkem Deckthema gehören. Die Ancient Warriors sind ein Ungeheuer-Krieger-Thema, das unter Anderem deshalb am ehesten an die Feuerfaust-Karten erinnert. Ihnen mangelt es bislang aber in erster Linie an Win Conditions.
Platz 9: Lichtdrache @Ignister


Weiter geht’s mit einer Karte, die es sogar aus zweierlei Gründen ins Ranking geschafft hat. Zum einen als Stellvertreter seines Themas, den @Ignister-Karten. Die sind, würde ich sagen, ein typisches modernes Anime-Thema und weder optisch noch spielerisch wirklich herausragend. Aber auch keinesfalls schlecht. Es gibt einen themeneigenen Elementarheld Stratos, einen Armageddonritter, eine Wiedergeburt und so weiter. Alles Versatzstücke, die man gefühlt aus zwanzig anderen Themen schon kennt und die ein durchaus solides Deck ergeben, das nebenbei bemerkt auch das Thema ist, das derzeit am meisten Nutzen aus Firewall-Drache Dunkle Flüssigkeit zieht.
Interessanter sind allerdings trotzdem teilweise die Effekte der Monster in einem generischen Kontext, so zum Beispiel bei Light Dragon @Ignister, der sogar ein ziemlich gutes Rang-4-Xyz ist.
Sollte Diamant-Direwolf noch ein letztes Bisschen Relevanz besitzen, hat er diese wohl jetzt verloren. Lichtdrache @Ignister ist wie dieser aus zwei beliebigen Stufe-4-Monstern beschwörbar, hat 300 ATK mehr, zielt nicht und außerdem muss er auch nicht sich selbst oder ein anderes eigenes Monster zerstören. Stattdessen kann er einfach offene Monster des Gegners in Höhe der @Ignister-Monster auf dem eigenen Feld zerstören, was außerhalb seines eigenen Themas in der Regel eines, nämlich er selbst, sein wird.
Und es geht noch weiter. Zusätzlich kann er für jedes seiner Xyz-Materialien einmal die Zerstörung von Monstern auf seiner Feldseite verhindern, ein willkommener Schutzeffekt für sich selbst und andere also, auch wenn derzeit wichtige Monsterremovals wie Albtraumritter Einhorn und Nibiru, das Urwesen nicht zerstören.
Schlussendlich kann er noch ein Link-Monster vom Friedhof beschwören, wenn ein anderes Cyberse-Monster dem Gegner Kampfschaden zufügt. Cyberses sind der vorherrschende Monstertyp in Salamangreat- und Marincess-Decks, aber dank dem großen Pool an generischen Link-Monstern des Typs kann auch diese Condition als durchaus generisch angesehen werden.
Platz 8: Verkaufsmasche


Als nächstes haben wir eine Karte aus meiner beliebten Reihe „Karten, die vielleicht gut wären, wenn sie keine Fallenkarte wären“ und gleichzeitig eine Karte, bei der ich mich frage, warum es um sie keinen Hype gab. Mir erscheint sie wie eine typische Karte nach dem Muster von Schlag der Hexe, die erst total gehyped und dann doch nicht ein einziges Mal gespielt wird.
Denn was Catch Copy macht ist nicht weniger als jede f*cking Karte des gesamten Spiels suchbar zu machen. Und das sogar relativ leicht, denn die einzige Bedingung ist, dass der Gegner zuvor ebenfalls auf irgendeine Weise gesucht haben muss, und das kommt ja bekanntermaßen nicht allzu selten vor. Auch kann man die karte für den Rest des Zuges nicht benutzen, was aber, da man sie eh fast immer im gegnerischen Spielzug aktivieren wird, nicht soo dramatisch ist, auch wenn die Karte dadurch ungeeignet ist, Handtraps zu suchen.
Die Nachteile sind eher versteckt. Zum Einen gibt es da die übliche Langsamkeit der Fallenkarten und daraus resultierend der Umstand, dass Catch Copy eigentlich nur im ersten Spielzug nützlich ist, und das auch nur, wenn man nicht gleich im Anschluss einen OTK kassiert. Darüber hinaus ist sie wie jede Fallenkarte, deren Aktivierung an eine bestimmte Bedingung gekoppelt ist, anfällig für Zwillings-Twister und Konsorten. Und zu guter Letzt darf man nicht vergessen, dass inzwischen fast jedes Deck seine eigenen Suchkarten hat, die all diese Nachteile nicht aufweisen, weshalb die derzeit lohnenswertesten Suchziele wohl Board Breaker wie Der geflügelte Drache von Ra – Kugelmodus, Superpolymerisation oder Nie mehr dunkler Herrscher wären. Insgesamt lässt sich sagen, dass Catch Copy wohl nur eine Karte für langsame Formate ist. Davon hatten wir allerdings in letzter Zeit nicht allzu viele.
Platz 7: Scheußliche losgekettete Seele


Platz 7 geht an ein Thema, dass es mir persönlich sehr angetan hat. Schon in meiner Top 10 zu Chaos Impact waren die „Losgekettet“-Monster vertreten, deren Strategie auf Selbstzerstörung und dem Missbrauch gegnerischer Monster als Material für die eigenen Link-Monster basiert.
Wenn eine Karte auf dem eigenen Spielfeld zerstört wird, kann man Scheußliche losgekettete Seele als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören und im Anschluss eine Karte abwerfen, um dafür eine des Gegners zu zerstören. Demnach ist er auch eine durchaus generische Handtrap mit der vorteilhaften Stufe 8, wodurch man sie als Material für mächtige Xyz-Monster wie Nummer 38: Hoffnungsvorbote Drachentitatengalaxie oder Dingirsu, der Orcust des Abendsterns benutzen kann. Wenn sie ihrerseits auf dem Feld zerstört wird, kann sie außerdem in der End Phase zurückkehren und dann erneut eine gegnerische Karte zerstören. Da sie das Feld jedoch in der Regel als Material für irgendeine Beschwörung verlassen wird, ist dieser Effekt weniger relevant.
Während sie jedoch als generische Karte wohl in der Flut der Konkurrenz untergehen wird, bringt sie ihr eigenes Themendeck ein großes Stück voran.
Ihr wesentlicher Vorteil im ihrem eigenen Deck ist, dass sie nicht Losgekettete Seele des Disasters ist. Denn die Link-Monster des Themas verlangen Losgekettete Seele-Monster als Material, wofür aus dem Main Deck bislang nur dieses mittelmäßige Stufe-8-Monster ohne Eingebaute Beschwörungsmethode in Frage kam. Scheußliche losgekettete Seele jedoch kann durch die vielen Selbstzerstörungs-Effekte des Themas leicht absichtlich getriggert und beschworen werden. Damit könnte das Deck als garstiges Rogue-Deck im kommenden Format durchaus gelegentlich auf Turnieren angetroffen werden.
Platz 6: Karakuri-Supershogun mdl 00N „Bureibu“


Mal wieder haben einige alte Themendecks im neuen Set Support erhalten. Eines davon sind die Karakuris, die fernöstlichen Holzroboter mit den umständlichen Namen aus der Synchro-Ära. Damals und in den Folgejahren konnten die Karten, z.B. in Kombination mit dem Getriebria-Deck, mit ihren ausufernden Kombos sogar auf Turnieren hin und wieder etwas reißen, spätestens mit Master Rule 4 hatte sich das dann aber erledigt.
…Bislang. Denn die neuen Karten sind echt gut! Karakuri-Mönch mdl 9763 „Kunamzan“ ist ein Extender, der sich selbst von der Hand spezialbeschwören kann. Der Umstand, dass er dabei zum Empfänger wird, ist dabei eher ein Nachteil, weil es dem Deck sowieso schon an guten Nichtempfängern mangelt. Aber dafür erleichtert sie das Beschwören von Synchromonstern der Stufe 9 sowie von Cyber Drache Unendlichkeit. Dann gibt es noch Karakuri-Geldherberge, die sehr an eine themeneigene Durchbruchfähgikeit erinnert, Karakuri-Gama-Öl, ein themeneigenes Voreiliges Begräbnis, und Karakuri-Gama mdl 4624 „Shirokunishi“. Deren Effekt ist zwar ziemlich belanglos, aber sie ist ein Stufe-1-Empfänger und füllt damit eine gewaltige Lücke im Deck. Denn damit lässt sich Karakuri-Shogun mdl 00 „Burei“ sofort in einen Kristallflügel-Synchrodrachen verwandeln und auch Naturia-Ungeheuer ist jetzt sehr leicht beschworen.
Als Stellvertreter für die Top 10 habe ich mich dennoch für das Bossmonster Karakuri-Supershogun mdl 00N „Bureibu“ entschieden. Ein Stufe-9-Synchromonster, das wie die die beiden Shogune (oder Shoguns? Weebs, lasst es mich gerne wissen) mit einem beliebigen Empfänger und einem Nichtempfänger vom Typ Maschine beschworen werden kann und ebenso wie seine Kollegen bei seiner eigenen Beschwörung ein Karakuri-Monster vom Deck als Spezialbeschwörung beschwören kann. Darüber hinaus hat er noch einen Effekt, der sehr an Karakuri-Stahlshogun mdl 00X „Bureido“, das bisherige Bossmonster, erinnert. Nur dass man statt eine Karte zu ziehen eine Karte des Gegners verbannen kann. Ein grundsolider Effekt, der natürlich besonders gut kommt, wenn man es irgendwie schafft, ihn im Zug des Gegners zu triggern. Karakuri-Geldherberge kann hier Abhilfe verschaffen, oder aber man nimmt Ruf der Gejagten oder Ähnliches, um Karakuri-Stratege mdl 248 „Nishipachi“ vom Friedhof beschwören, oder man beschwört Bureibu mittels Burei und Formelsynchron gleich im gegnerischen Spielzug und beschwört dann Nishipachi vom Deck.
Noch leidet das Deck wohl zu sehr unter Master Rule 4, um irgendwas zu reißen. Aber im Laufe des kommenden Frühjahrs, mit der Master Rule-Ergänzung sowie dem Release von Crystron Halqifibrax könnte sich das noch ändern.
Platz 5: Schwerkraftbeherrscher


Der umgekehrte Fall liegt bei meinem Platz 5 vor, einer Karte, die noch relevant sein wird, solange Master Rule 4 gilt, und danach einiges an Spielbarkeit einbüßen dürfte.
Schwerkraftbeherrscher ist ein Link-1-Monster, das ein Nicht-Linkmonster in der Extra Monster Zone als Material verlangt, also ein Fusions-, Synchro-, Xyz-, oder Pendelmonster. Seine wesentliche Stärke liegt darin, dass man nun solche Monster beschwören kann, ohne vorher ein Link-Monster beschwören zu müssen, seine Extra Monster Zone zu verstopfen oder weitere Materialien aufbringen zu müssen. Besonders gut ist das zum Beispiel, um mit Instantfusion Tausendäugiges Opfer zu beschwören, mit diesem ein Monster des Gegners einzusaugen und dann gleich wieder eine Zone für Beschwörungen vom Extra Deck freizuschaufeln. Das ginge an sich auch mit Linkuriboh, jedoch ist Gravity Controller geringfügig besser. Außerdem kann das Gleiche nun auch mit anderen Instantfusion-Zielen gemacht werden, zum Beispiel El-Schattenpuppe Winda.
Geeignet sind aber auch andere Extra Deck-Monster, die als Starter bzw. Extender oder Removal fungieren, z.B. Ib, die Weltkelch-Justiziarin, Getrieberiese X, Castel, der Himmelssprenger-Musketier oder Tornadodrache.
Nebenher hat er auch noch einen Effekt, der an D.D. Kriegerin erinnert und mit dem er selbst als Removal für allerlei Monster in der gegnerischen Extra Monster Zone fungieren kann. Sicher ein solider Effekt, aber auch kein herausragender, der vor allem dadurch an Stärke gewinnt, dass man ihn als „letzten Ausweg“ in vielen verschiedenen Situationen vom Extra Deck holen kann, ohne ihn ziehen zu müssen.
Aber wie gesagt, seine Relevanz hat ein Ablaufdatum. Denn mit der neuen Master Rule kann man Fusions- Synchro- und Xyz-Monster zum Einen sowieso beschwören, wohin man will, zum Anderen wird es deutlich wahrscheinlicher, dass der Gegner gar kein Monster in der Extra Zone hat.
Platz 4: Plünderpatrouillen-Schiff Moerk


Arrrrr! Nachdem die Dream Mirror-Karten über Bord geworfen wurden, ohne eine Unze Spielbarkeit zu erbeuten, ist es mit Ignition Assault offenbar wieder an der Zeit für ein neues TCG-exklusives Themendeck, in See zu stechen. Und endlich scheint eines davon mal wieder etwas Wind in den Segeln zu haben, weshalb diese Freibeuter auch wie schon ihre wahren geistigen Vorfahren, die Gefahr!-Karten auch den vierten Platz im Ranking ihres jeweiligen Debüts entern können.
Wer schon während des Zoodiac-Formats gespielt hat, sollte wissen, dass Decks, die aus einer einzigen Karte Beschwörungen vom Extra Deck ermöglichen, schnell mal kentern und dann alle Sieben Weltmeere unsicher machen können. Das ganze funktioniert dabei so, dass die Main Deck Monster (bislang nur Weißbart, der Plünderpatrouillen-Ausguck und Rotbart, der Plünderpatrouillen-Matrose) im Spielzug des Gegners als Schnelleffekt eines der Extra Deck Monster direkt von ebenjenem beschwören können und sich anschließend selbst an dieses ausrüsten. Ein Beispiel für ein Monster, das auf diese Weise beschworen werden kann, ist mein Stellvertreter, Plünderpatrouillen-Schiff Moerk, ein Xyz-Monster des Rangs 4. Dieses kann, indem es ein Crewmitglied von der Hand über die Planke gehen lässt, eine Karte des Gegners verbannen. Eine ziemlich gutes Removal also, das wenn der Smutje außerdem mit einem Matrosen ausgerüstet ist, was ja nicht gerade schwer zu bewerkstelligen ist, auch noch zum Schnelleffekt und damit zur Interruption wird. Und, weil nur Ausgleich machen ja jeder kann, kann man anschließend noch eine themeneigene Zauber- und Fallenkarte suchen. Zusätzlich hat er, sollte man ihn korrekt beschwören, auch noch einen Schutzeffekt im Stil von Nummer 101: Lautlose Ehre ARK.
Neben dieser Mechanik haben die Main Deck Monster auch noch Floating-Effekte, die praktischerweise auch getriggert werden, wenn sie für den Effekt eines der Schiffe abgeworfen werden.
Alles in Allem hat das Piratenpack also was es braucht, um zum Schrecken der Meere zu mutieren: Einen Weg, Plus zu machen, starke Bossmonster und die Möglichkeit, im Zug des Gegners zu spielen. Dabei gibt es allerdings noch zwei Hakenhände. Zum Einen ist, welche Extra Deck Monster man beschwören kann, vom Attribut der Karten auf dem gegnerischen Feld und in seinem Friedhof abhängig. Glücklicherweise sind mit Feuer, Wasser und vor allem Finsternis schon jetzt die drei Attribute vorhanden, die der Gegner vermutlich am häufigsten kontrollieren wird. Und selbst, wenn dem nicht so sein sollte, können Karten wie die themeneigene Plünderpatrouillen-Beute, DNA-Transplantant, Zauberschriftrolle und Kaijus helfen. Der zweite ist, dass derzeit schlicht nicht genug Ziele für die zahlreichen Sucheffekte wie Weißbart, Moerk und Plünderpatrouillen-Werft vorhanden sind, weshalb das Deck auf weniger Situationen reagieren kann und ihm schnell die Ressourcen ausgehen dürften.
Noch ist die See nach der Banlist unruhig und es muss sich zeigen, ob die Trolle ihren Beutezug schon im kommenden Format starten können. Spätestens aber, wenn sie noch einmal Support erhalten sollten, steht der Wind gut, dass sie ihre Gegner ordentlich Kiel holen könnten!

Und ja, ich habe es mir für diesen Abschnitt zur Challenge gemacht, so viele Wortspiele wie möglich zu machen.
Platz 3: Gizmek Kaku, der oberste strahlende Himmelshirsch


Wir betreten das Treppchen und ich muss sagen, dass die Top 3 eines Sets selten so unanfechtbar waren und so früh feststanden, wie in diesem. Die Gizmek-Serie von schwer auszusprechenden, generischen Maschine-Monstern hat noch keine wirklich schlechte Karte hervorgebracht, und mit Gizmek Kaku, der oberste strahlende Himmelshirsch erscheint nun das klare Highlight, denn sein Effekt ist bei weitem ernst zu nehmender als sein deutscher Name (Like seriously, das klingt wie eine fantasierte Gottheit aus einer Kiffer-Komödie…).
Cyber Drache war eine der größten Comeback-Karten der Link-Ära, was vor allem Chimeratech-Megaflottendrache, einem starken Removal, zu verdanken ist. Doch Kaku powercreept beide mühelos.
Man kann ihn als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören, wenn eine Karte in einer beliebigen Extra Monster Zone liegt, was zumindest, solange Master Rule 4 noch unverändert aktiv ist, quasi dauerhaft der Fall sein dürfte. Dann kann er sich mit einem Monster in der Extra Zone ausrüsten, was an Tausendäugiges Opfer erinnert und auch ihn zu einem mächtigen Removal für gegnerische Bossmonster macht. Des weiteren kann er, wenn er mit seinen soliden 2750 ATK ein Monster durch Kampf zerstört, ein ihn ausrüstendes Monster als Spezialbeschwörung beschwören, was natürlich auch nicht verkehrt ist, dem Gegner auf diese Weise zum Beispiel seinen Kalliberschwert-Drache zu klauen.
Eine Karte, die also ziemlich „straightforward“ ist (wie sagt man das auf Deutsch?) und an der es nicht viel auszusetzen gibt. Darüber hinaus ist er auch noch Stufe 9, was derzeit die wohl beste Monsterstufe ist. Denn so taugt er als Material für Wahrer König aller Katastrophen, einem der besten Xyz-Monster aller Zeiten, und kann außerdem potenziell von Monstrosität des Weltvermächtnisses profitieren.
Platz 2: Strickschaf


Platz 2 geht an ein Link-Monster, die ja in den letzten Jahren viele Top Spots für sich beanspruchen konnten. Und noch dazu an eines, das rein optisch erst einmal wenig eindrucksvoll erscheint.
Seine Materialien sind zwei Monster mit verschiedenen Namen, was eine der generischsten Beschwörungsbedingungen überhaupt ist, noch dazu hat es die vielleicht besten Link-Marker, die ein Link-2-Monster haben kann.
Darüber hinaus hat es vier Effekte, die sich jeweils aktivieren, wenn ein Monster eines anderen Kartentyps in eine Zone beschworen wird, auf die Strickschaf zeigt. Die Effekte für Synchro- und Xyz-Monster kann man getrost ignorieren. Interessant wird es, wenn man auf die weniger prominenten Kartentypen Ritual und Fusion zugreift. Bei einem Ritualmonster kann man zwei Karten ziehen und muss anschließend zwei abwerfen, man kann also potenziell seine Hand entbricken. Am besten ist jedoch der Fusionseffekt, mit dem man ein Monster der Stufe 4 oder niedriger als Spezialbeschwörung vom Friedhof beschwören kann. Das stinkt natürlich verdächtig nach Ältestes Wesen Norden, im Gegensatz zu dem nicht einmal die Effekte des Monsters annulliert werden. Das Monster ist das vielleicht beste Fusionsmonster aller Zeiten und deshalb inzwischen verboten. Mit Strickschaf kann quasi jedes Fusionsmonster zu einem werden. Nur leider sind, erst Recht nach dem Verbot von Donnerdrache-Koloss, Fusionsmonster im Meta auch recht selten vertreten. Oder wären es zumindest, wenn es nicht Instantfusion gäbe. Diese Karte wird durch Strickschaf um ein Vielfaches aufgewertet.
Das Link-Monster wird sich wohl als Staple in allen Ritual- und Fusionsdecks etablieren, aber auch allein mit Instantfusion eine beliebte Engine darstellen. Damit ist es ein verdienter zweiter Platz!
Platz 1: Blitzsturm


Ich denke, das konnte sich fast jeder denken. Ich erinnere mich noch, wie diese Karte geleakt wurde. Sie schien eine gewöhnliche Zauberkarte ohne Themenzugehörigkeit zu sein, ohne großen Pressetext oder Ähnliches. Dann habe ich sie gelesen und dachte mir: „Moment mal…“. Auch ist es eine Seltenheit, dass eine Karte den ersten Platz in meinem Ranking holt, die kein Monster ist. Tatsächlich weiß ich nicht, ob das in meinen Rankings überhaupt schon einmal vorkam. Gleichzeitig bringt mich das aber auch in die Zwickmühle, eine Erstplatzierung zu einer Karte zu schreiben, zu der es im Grunde nicht viel zu sagen gibt.
Seit dieser im OCG limitiert wurde, ist eine große Diskussion im TCG darüber ausgebrochen, ob Harpyien-Flederwisch auch hierzulande wieder erlaubt werden könnte. Wobei diese Diskussion im Grunde schon viel älter ist, denn seit dem Verbot von Schwerer Sturm gab es immer Streit um die generischen Backrow-Wipes. Die einen sehen in ihnen eine zu gute Unterstützung für OTKs, die anderen meinen, sie helfen, „hirnloses“ Setzen von allem, was man hat, zu bestrafen und damit „Helm-Decks“ zu schwächen.
Nur funktionieren beide Argumente heutzutage nicht mehr wirklich einwandfrei. Unterstützung für OTK-Decks ist wie ein Eimer Wasser in den australischen Überflutungsgebieten, Strafe für fallenlastige Decks ist wie ein Kanister Benzin im australischen Buschfeuer.
Was wäre also, wenn Konami Harpyien-Flederwisch nicht nur auf 1, sondern gleich auf 3 packen würde?
…Nun, sie haben beschlossen, es auszuprobieren. Lightning Storm heißt mein Platz 1 und ist im Grunde genommen nicht einmal nur ein Harpyien-Flederwisch, sondern auch noch ein Raigeki. Beim Resolve kann man sich entscheiden, was von beidem er sein soll, weshalb nicht einmal wirklich das Argument gilt, dass er gegen Decks ohne Backrow tot wäre. Wann immer der Gegner jedoch Ziele kontrolliert, wird man sich wohl trotzdem für den Flederwisch entscheiden. Denn nicht nur würden sonst nur Monster in Angriffsposition zerstört werden, auch sind die meisten Decks ganz gut gegen Zerstörung ihrer Monster gewappnet und haben im Umkehrschluss Tricks integriert, ebendies zu umgehen.
Noch sind wir jedoch nicht an dem Punkt angekommen, an dem solche Karten gänzlich uneingeschränkt erscheinen. Der große Nachteil von Blitzsturm ist, dass er nur aktiviert werden kann, wenn man keine offenen Karten kontrolliert. Faktisch also nur zu Beginn des zweiten Spielzug, was jedoch ohnehin der beste Einsatzzeitpunkt ist und im Grunde nur dafür sorgt, dass er, ironischerweise im Gegensatz zu seinen genau dafür berüchtigten Vorgängern, ein relativ schlechter Topdeck ist.
Es sind schon komische Zeiten, in denen wir leben, oder? Harpyien-Flederwisch ist quasi auf 3, ebenso Feierliches Urteil, und Raigeki in gewisser Weise auf 4. Dafür musste Samsaralotus gebannt werden und ausgerechnet Zwangsevakuierungsgerät ist eine der besten Fallen des Formats.
Um zurück zum Thema zu kommen: Blitzsturm wird sich definitiv schon bald im Side Deck der meisten Spieler wiederfinden, zumindest derjenigen, die ihn bezahlen können. Und die Version in Waifu Rare (Wenn der ne Waifu ist, dann ist sie aber echt thundere…) dürfte Preisrekorde brechen.
Noch darüber hat sie das Potenzial, echte Veränderungen im Spielverhalten der Spieler hervor zu rufen. Möglichst ein paar Monster in DEF liegen zu haben könnte wichtiger werden denn je, und außerdem könnten Karten wie Den Drachen wecken und Straße zum Sternenlicht in fallenlastigen Decks an Beliebtheit gewinnen. Wird Blitzsturm also die nächste Karte sein, die schon wenige Wochen nach ihrem ersten Release auf der Banlist landet? Tatsächlich glaube ich das irgendwie nicht. Und ich weiß nicht, ob ich darüber lachen oder deswegen weinen sollte.
Honorable Mentions


Kommen wir nun also endlich zu den Honorable Mentions. Und ich sage euch, dieses Ranking zu erstellen, war echt eine Herausforderung, weil ich einfach viel zu vielen Karten noch einen Platz gegönnt hätte.
Schon der Posten meines neu eingeführten Beispielbild-Waifus war hart umkämpft. Erst sollten es Hexwerkerin Genni oder Marinzessin Pascalus werden, die beide in Sachen Cuteness schwer zu übertreffen sind und außerdem auch sehr solide Ergänzungen für ihr jeweiliges Thema darstellen. Ebenso Zeitdiebin Perpetua, die in Decks, die zu viele Stufe-4-Monster beschwören können, sogar generischen Nutzen hat, weil sie ihrem Kollegen Zeitdieb-Wiederholer eine Falle vom Deck als Material unterjubeln kann. Für sie hätte ich sehr gerne einen Top-10-Spot übrig gehabt.
Aber wie ihr seht ist es Himmelsjäger-Ass – Roze geworden. Diese hatte eigentlich einen Platz sicher, hat dann aber aufgrund der Banlist spontan mit dem treuen Guan Yun Plätze getauscht. Sie stellt für eigenes Thema allerdings eher mittelmäßigen Support dar und wird die verlorenen Engage!-Kopien wohl nicht kompensieren können.
Dann haben ein paar von euch vielleicht Jack-o-Bolan vermisst. Bei dem muss ich aber offen zugeben, dass ich wohl etwas an ihm übersehe, weil ich ihn echt nicht gut finde. Da halte ich sogar Geist trifft Mädchen – Ein Mayakashi-Manuskript (für deren Namen ich auch nochmal Probs geben wollte) für den besseren Zombie-Support, der es einem erlaubt, Mezuki zu recyclen, wenn man ein schlechtes Erde-Synchromonster spielt.
Auch erscheint hier die Link-Version von Aussa, die Erdverzauberin, Aussa, die unerschütterliche Erdverzauberin, diese wäre jedoch wesentlich besser, wenn es hierzulande, wie im OCG, Maxx „C“ noch gäbe.
Dann gibt es noch einigen Support für die Decks der Vetrix Family (Also Chronomal, Wappenungeheuer und Stufe-9-Maschinen), der durchweg solide aber nicht weltbewegend ausfällt, sowie allgemein für Monster der Stufe 9. Zum einen ist das deren Inzahlungnahme-Äquivalent, zum Anderen ein sehr unheimliches, TCG-exklusives Xyz-Monster namens Katze mit neun Leben.
Zum Schluss seien noch zwei Fallenkarten erwähnt. Zum einen ist das Ruf zur Waffenkammer, die alle Ausrüstungskarten suchbar macht (ohne ätzende Beschränkung der Normalbeschwörung), zum Anderen Porträt des Unterweltlers, eine interessante Karte für Mirror Matches.
Schlusswort
So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was haltet ihr vom neuen Set? Seid ihr einverstanden mit meinem Ranking? Und welche Organe plant ihr für euer Playset Lightning Storm zu verkaufen? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen!
Und natürlich gibt es auch wieder ein Satz-Spiel. Dieses Mal könnt ihr folgenden Satz vervollständigen: „Vor der Banlist hatte Sky Striker neuen Support genauso nötig wie _______________.“
Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

- Leseleff -