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Warum Pendel mehr geachtet werden sollte

von Deckcreator16 am 14.10.2020 um 15:29 Uhr
Vor wenigen Tagen tauchten die ersten Bilder zu Werbe-Ständern zum kommenden OCG-Hauptset Blazing Vortex, welche neben dem schon bekannten Bewaffneter-Drachen Support auch weitere neue Karten für Metallfose geteasert haben. Und auch das Dinonebel-Thema hatte es im Create-a-Card-Projekt bis ins Halbfinale geschafft. Wie man schnell mitbekommt, teilen sich diese beiden Themen jeweils eine Gemeinsamkeit: Es sind beides Themen, welche sich stark auf die Pendelmechanik fokussiert haben. Und allein die Worte "Pendel" sorgen bei vielen Spielern für ein fieses Ziehen in der Magengegend, da dieser Begriff auch sehr gerne mit Vokabeln wie "unfair", "spielschädigend" und "gehört verboten" in Verbindung gebracht werden. Denn bei der Pendelmechanik handelt es sich wohl um die Mechanik, die am stärksten von der Spielerschaft als "schlimmste Spielmechanik" verteufelt wird.
Ich selber würde mich zwar auch nicht zu der, fast schon fanatischen, Gruppe der "Pendel-Über-Fans" einordnen wollen, trotz allem sehe ich in dieser Spielmechanik nicht die Unfairness, mit der sie assoziiert wird. Darum möchte ich den heutigen Artikel dazu nutzen, um ein wenig hinter die Kulissen des verhassten Themas zu blicken, die Gründe für den Hass zu isolieren und aufzuzeigen, dass dieser Hass komplett falsch ist.
Die Historie der Pendelmechanik

Fangen wir aber zuerst einmal mit der Historie dieser Mechanik an. Diese begann (für Europa) mit dem Release des Super Starter: Space-Time Showdown am 10. Juli 2014, gefolgt vom Hauptset Duelist Alliance am 14. August 2014. Und auch wenn viel Wirbel um diese Mechanik schon vor Release gemacht wurde, hatte diese erst mal gar keinen Einfluss auf das Spiel gehabt. Die ersten Karten waren noch stark eingeschränkt in ihren Effekten gewesen(größtenteils Battle Based) und das einzige "starke" an der Mechanik war die Pendelbeschwörung selbst, welche zu diesem Zeitpunkt auch noch ohne verlinkte Zone in die Main Monster Zone ausgeführt werden konnte.
Zudem waren die Themen, welche das Meta zu dieser Zeit dominierten, noch viel zu stark, um mit solch eingeschränkten Pendelkarten Probleme zu haben. So war das Format randvoll mit Schattenpuppe und Brennender Abgrund-Decks, doch es existierten auch noch Decks aus dem Vorgänger-Format wie Drachenherrscher-Varianten oder das HAT-Deck.
Dies änderte sich aber schon nach drei Monaten mit dem Release von The New Challengers, welche das Qli-Thema ins Spiel einführte. Dieses bestand zwar ausschließlich aus Pendelmonstern, nutzte aber noch primär die Tributbeschwörungsmechanik und verwendete die Pendelbeschwörung nur als Unterstützung, um Tributmaterial zu generieren. Das Thema konnte zwar mit den anderen stärksten Decks mithalten, wies aber weiterhin starke Einschränkungen auf, welche unter anderem die Spezialbeschwörung von Nicht-Qliphort-Monstern verboten und haben sich durchgängig in ihren Angriffspunkten verkleinert, wenn sie nicht als Tributbeschwörung beschworen wurden. Zu ihrer Anfangs- und Hauptzeit spielte man das Qli-Deck deshalb meist als eher grindiges Control-Deck, welches durch die damals aufkommenden Floodgates und entsprechender Immunität bei den Qli-Monstern, einen sicheren Platz im Deck ergattern konnte und sich ebenso im Metagame festigten.
Interessanterweise gab es dann bis zum Release von Crossed Souls im Mai 2015 kein weiteres neues Pendelthema, sondern nur Support für bereits existierende Pendelthemen(welche zum Großteil aus dem Anime stammten und schon in The Duelist Alliance eingeführt wurden). Und auch das in Crossed Souls erschienene Zefra-Thema war erst mal kein metarelevantes Thema und somit blieb das Qli-Deck bis dato das einzig relevante Pendelthema. Schon allein das find ich sehr interessant, da es anders als bei jeder anderen Mechanik keinen aktiven Support für das Thema gegeben hat, während bei Link, Synchro oder XYZ sich die Themendecks regelrecht im Akkord aneinandergereiht hatten. Doch auch wenn das Hauptset wenig Einfluss auf die Pendelsituation an sich hatte, bot zumindest die Special Edition zu diesem Set, welche zu der Zeit ausnahmsweise "Advance Edition" genannt wurde und einem anderen Muster folgte, eine Veränderung. Denn mit der Karte wirre Augen sollte sich das zuvor control-fokussierte Qli-Deck zu einem Turbo-Deck weiterentwickeln, welches zu seiner Zeit einzigartig gewesen ist[2].
Anschließend folgte auch schon eine ziemlich harte Liste der limitierten und verbotenen Karten, welche drei der bis dahin relevanten Decks(inklusive Qli) aus dem Spiel kicken sollte. Unterdessen wurde aber schon das neuste Hauptset Clash of Rebellions releast, welche nicht nur der Dürreperiode der Pendel-Decks ein endgültiges Ende bringen sollte, sondern weitere Lockerungen bei dem Kartendesign dieser Mechanik einbrachte.
So sollte hier nicht nur ein neues Pendelthema mit Namen Feueritter eingeführt werden, sondern sollte sich dies mit jedem kommenden Set des Zyklus fortsetzen. Zudem brachte jedes dieser Themen sehr viel weniger Einschränkungen mit sich und ließ sich wild mit anderen Pendel-Themen kombinieren. Diese Eigenschaften und die zuvor erschienene Liste der limitierten und verbotenen Karten sorgten dafür, dass sich von nun an "Pendel-Mischdecks" im Format behaupten konnten. Und dies war damals sogar noch recht interessant, da die Variation der Pendel-Decks(spätestens zum nächsten Hauptset Dimension of Chaos) durch ihre einzelnen Komponenten eine ganz andere Richtung einschlagen konnten. So konnten die etwas kontrolliert-fokussierten Spieler auf einen großen Anteil der Majespenst-Karten setzen, während der mehr Combo orientierte Spieler sich auf Interaktionen wie den Künstlerzauberern verlassen konnte.
Eine vehemente Veränderung trat dann aber durch den Release von zwei Produkten ein. Bei dem ersten Produkt handelte es sich um das im Dezember 2015 erschienene Structure Deck Master of Pendulum, wo das bis dato eher spaßorientierte Pendel-Magier signifikanten Support bekam. Und da es sich um ein Structure Deck handelte und nur sehr vereinzelte Karten der Pendelmechanik einen hohen Preis hatten, konnte man sich das Deck auch mit einem etwas schmaleren Budget zusammenstellen und trotzdem viele Siege einfahren. Das zweite Produkt, was eine ausschlaggebende Veränderung erzeugte, war das Hauptset Breakers of Shadow, welches am 14. Januar 2016 das Licht der TCG-Welt erblickte. Und während das hier enthaltene Dinonebel-Thema (erst mal) unbeachtet blieb, sorgte insbesondere eine Karte für einen mächtigen Aufruhr: Künstlerkumpel Pendelzauberer. Mit seinem Release war dann auch das schon aus dem OCG bekanntgewordene und gefürchtete PePe komplettiert, bis es kurz darauf schon den ersten Dämpfer durch die Adjusted Banned List 2016 erfahren durfte. Doch auch danach konnte es sich durch den inzwischen gut ausgebauten Kartenpool erholen und im kompetitiven Bereich mithalten, auch wenn es nicht allein vorherrschend war. Dieser Zustand sollte dann für eine ganze Weile anhalten und sich durch weiteren Support für Pendelkarten festigen. Erst zwei Listen der limitierten und verbotenen Karten später, im August 2016, konnte das Thema dann erst malig eingestampft werden, was Platz für das neueste Pendel-Deck, nämlich dem Metallfose-Thema, machte. Dieses war aber zu Beginn noch relativ schwach, da die Schlüssel-Fusionsmonster Vollmetallfose-Alkahest und Metallfose-Mithrilium noch fehlten und es sich somit nur zwischen Blauäugig und brennender Abgrund mit eingliedern konnte. Dies änderte sich aber mit Invasion: Vengeance im November 2016 und das Metallfose-Thema stellte ein Schlüsseldeck im Format dar. Dieser Erfolgskurs endete dann mit dem Release von Raging Tempest im Februar 2017 erst mal, da das D/D/D-Thema als auch das Zoodiak-Thema zu erdrückend gewesen waren und Metallfose erst mal in die zweite Reihe abgerutscht war. Es gab zwar noch einzelne Tops, und selbst das Dinonebel-Thema konnte ab hier immer mal vereinzelte Tops erblicken, doch es war längst nicht so dominant wie die damit releasten Themen. Selbst das bis dato erschienene Nebenset Pendulum Evolution, welche dem Pendel-Magier-Thema neues Leben einhauchen sollte, ging vollständig unter und wurde zu einer Budgetoption.
Als dann auch noch im August 2017 die Spielfeldveränderungen für die neue Master Rule und den Linkmonstern angekündigt wurde, sah sich die Pendelmechanik kurz vor ihrem vermeintlichen Ende. Zwar konnten die neuen Pendel-Magier sich noch recht gut mit der Master-Rule-Änderung arrangieren, aber für das Metallfose-Thema war ab hier das Ende eingeläutet worden, da seine Spielweise zu stark an der alten Regelung gebunden hatte. Außerdem sollte man hinzufügen, dass mit dem Erscheinen der Linkmonster die Menge an Pendel-Support stark reduziert hatte, da der Anime-Support enden sollte.
Überraschend war dann aber die Liste der limitierten und verbotenen Karten im September 2017, welche zumindest dem Pendel-Magier-Deck für kurze Zeit eine weitere Chance gegeben hatte, da alle Problem-Themen durch die Liste vernichtet wurden. Dieser Push sollte aber schon Ende Oktober 2017 wieder vorbei sein, da hier Spioral Doppelhelix im TCG releast werden sollte und für ein Ein-Deck-Format sorgen sollte. Dieses Problem wurde dann zwar schon im November 2017 über die nächste Liste angefasst, doch konnte sich das Pendel-Magier-Deck nur als eines von vielen Decks im Format etablieren, wovon es aber das einzige Pendel-Deck darstellen sollte.
Der nächste Hoffnungsschimmer kam dann in Extreme Force am 1. Februar 2018, welche Schwermetallfose-Elektrumit ins TCG brachte. Dieses eigentlich fürs Metallfose-Thema entworfene Linkmonster passte ebenso sehr gut in die Pendel-Magier-Strategie, und da diese weniger von der Master-Rule-Änderung gebeutelt war, profitierte sie am stärksten von dieser einzelnen Karte. Wobei auch das Pendel-Magier-Thema direkt wieder vier Tage später neue Verluste verzeichnen durfte. Denn direkt am 5. Februar 2018 folgte die nächste Liste der limitierten und verbotenen Karten, welche direkt zwei Pendelkarten aus dem Verkehr gezogen hatte. Trotz allem konnte es sich endlich als einzelnes dominantes Deck durchsetzen, was auch bis zum Mai 2018 weiter funktionieren sollte. Ab hier gab es dann eine weitere Liste der limitierten und verbotenen Karten, welche die nächste Schlüsselkarte für das bis dahin nur noch als "Pendelhaufen" getaufte Pendel-Magier-Thema verbieten sollte. So verabschiedete sich auch Astrografzauberer aus dem Deck, weshalb die Beliebtheit von Pendel wieder stark sank, aber immer noch vertreten war.
Zu diesem Zeitpunkt wurde es sehr still um das Pendelthema. Es gab keinen wirklich nennenswerten Support mehr für das Thema, bis endlich im April 2019 mit dem Structure Deck: Order of Spellcasters das Endymion-Thema sich den Pendel-Archetypen angeschlossen hatte. Doch auch dieser Support reichte nicht aus, das Pendelthema aus seinem Nischen-Dasein als Tier zwei bis Tier drei Thema wieder hervorzuholen. Und im Januar 2020 folgte dann auch der große "Frühjahrsputz", in welcher man Schwermetallfose-Elektrumit, welcher inzwischen schon auf einer Kopie reduziert war, verboten hatte, als auch die zuvor unlimitierte Dienerin von Endymion limitierte. Es folgte danach zwar an sich noch Selene, Königin der Meistermagier als Support in Duel Overload, doch fand diese auch Anklang in anderen Decks.
Und schlussendlich sind wir in der Gegenwart angekommen. Heute ist der "Pendelhaufen", welcher sich stark auf Endymion fokussiert, gerade noch Tier drei, wenn nicht eher Casual, und die Pendelmechanik ist mehr oder minder ausgestorben, was eine Vielzahl von Menschen sogar zu erfreuen scheint. Und erst vor wenigen Tagen(während des Schreibens dieses Artikels) verschwand auch ein weiterer Hoffnungsschimmer, da das Dinonebel-Thema im Create-A-Card-Project-Halbfinale verlor und somit die ganze Hoffnung auf den Schultern des angeteaserten Metallfose-Supportes legte.
Was Pendel so besonders macht

Nachdem wir nun die Historie der Pendelmechanik durchgearbeitet haben, will ich den Fokus auf die Besonderheiten werfen, welche man auch schon in der Geschichte erblicken konnte.
Dabei liegt eine der Schlüsseleigenschaften ganz klar in ihrer Spielmechanik. Denn während andere Themen die Fähigkeit zu floaten oder sonst wie Ressourcen-Aufrechterhaltung durch ihre Effekte mitbringen müssen, ist dies bei jedem Pendel-Deck gegeben, solange diese ihre Pendelskalen gefüllt halten können. Und zusätzlich ist es nicht notwendig, viele Effekte hinzuzufügen, welche die Monster von sich aus spezialbeschwören lassen, da auch hier die auf einmal pro Spielzug beschränkte Pendelbeschwörung da ist, um "Startkapital" zu erzeugen. Dies sorgt dafür, dass man den Karten andere, viel kreativere Effekte verpassen kann, ohne sie direkt komplizierter zu machen[3].
So kann man diese Eigenschaft nutzen, um untersupportete Mechaniken zu stärken, wie man es beispielsweise bei den Zauberzählmarken-Themen getan hat. Durch eine ähnliche Eigenschaft konnte man auch den bis dato ausgestorbenen normalen Monstern eine neue Möglichkeit im Spiel geben. Diese normalen Monster werden heutzutage meist nur als hinzunehmende Bricks integriert, wie man es beispielsweise von Edelstein-Ritter Granat für die Edelsteinritter-Engine kannte oder erst kürzlich für rotäugiger finsterer Dragoner mit dunkler Magier und rotäugiger schwarzer Drache gemacht hat. Da ein normales Pendelmonster aber ein normales Monster und zugleich ein "Effektmonster"/eine permanente Zauberkarte darstellen kann, sind sie meist ein essenzieller Teil des jeweiligen Decks. Ob nun der Qliphort-Kundschafter im eigenen Deck oder als Stufe-5-Maschinen-Engine zusammen mit Qliphort-Monolith, oder Buntäugiger Arc-Pendeldrache im entsprechenden Themendeck, beides sind Karten, die man in ihren jeweiligen Decks nicht missen möchte. Dies geht sogar so weit, dass Karten, die vorher total unnütz geworden sind, wie zum Beispiel Kunst des Beschwörers plötzlich legitime Sucher werden konnten, da diese normalen Pendelmonster gerne mal essenzielle Karten ihrer Decks geworden sind.

Eine andere Stärke liegt in der untereinander herrschenden Kompatibilität der Pendel-Decks. Wie schon im Historien-Abschnitt angesprochen, wurden viele Pendel-Themen ab Mitte 2015 sehr viel offener designt, weshalb es ein Leichtes ist, diese untereinander zu kombinieren. Dies birgt neben einer gewissen Robustheit gegen etwaige Einschränkungen auf der Liste der limitierten und verbotenen Karten auch noch einen sehr komplexen Deckbau und vergrößert die Variantenvielfalt von Pendel-Decks enorm. Wie wir schon in der Zeitspanne von August 2015 bis Dezember 2015 erblicken konnten, bot die Pendelmechanik eine weitreichende Auswahl an möglichen Spielstilen von Majespenst über Künstlerzauberer/Drachoschlächter als auch Pendelmagier und Feueritter waren allesamt Themen, die man beachten musste. Diese wiesen alle einen eigenen Spielstil an, was ihnen andere Stärken und Schwächen einbrachte, die es auszunutzen oder umgehen galt. Und auch entsprechend große oder kleine Splashes dieser Themen als Engines zu einer sehr feinen Granulierbarkeit/Ausbalancierung der existenten Schwächen und Stärken.

Und eine letzte meiner Ansicht nach wichtige Eigenschaft von Pendel ist die Tatsache, dass keine Mechaniken "unterdrückt", sondern das Verwenden weiterer Mechaniken unterstützt. Um das etwas besser zu erläutern, müssen wir ganz kurz ins Jahr 2011 und 2012 springen. In diesem Jahr erschien mit dem Starter Deck: Dawn of the Xyz die XYZ-Mechanik ins TCG. Damit verbunden war von Set zu Set eine immer größer werdende Anzahl an XYZ-Monstern als auch Themendecks, welche sich auf diese verlassen haben. Daraus resultierend nahm langsam aber sicher die Anzahl Decks ab, die sich auf die Synchromechanik verlassen haben, da diese nicht nur keinen weiteren direkten Support mehr erfahren haben und schlichtweg "alterten", sondern auch der Platz im Extra Deck wurde mit jedem guten XYZ-Monster immer weniger, da selbige meist um ein vielfaches besser waren als ihre älteren Synchro-Kollegen. Da es sich bei der Pendelmechanik aber um eine Main Deck Mechanik handelt, ist es fast selbstverständlich, dass sie keine Spielmechanik aus dem Extra Deck verdrängt und aller höchstens Einfluss auf vorhandene Main Deck Mechaniken haben konnte. Darunter fällt unter anderem Ritual, aber rein prinzipiell auch Toon, Spirit, Level oder Flipp. Doch wenn wir ganz ehrlich sind: Keines dieser vier Unter-Mechaniken wurde je von der Pendelmechanik verdrängt, da sie zuvor schon aufgrund mangelnden Supportes verdrängt wurden. Und außerdem teilt die Pendelmechanik eine Eigenschaft, die wir zuvor schon genauer beschrieben haben. Ein Pendelmonster kann nämlich mehr sein als nur ein einfaches Pendelmonster. Zwar gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nur normale Pendelmonster, welche die Mechanik der normalen Monster wieder populär gemacht hat, doch es ist rein technisch machbar, in Zukunft auch Pendelmonster mit direkter Unterstützung der oben genannten oder auch weiterer Mechaniken zu bringen. So haben wir ja auch schon an dem mythische Ungeheuer und Endymion-Archetypes gesehen, dass mit ihrer Hilfe die Zauberzählmarken-Mechanik, welche seit Jahrzehnten unspielbar war, mit einem Schlag wettbewerbsfähiger machen konnte.
Gehen wir aber noch mal darauf ein, welchen Einfluss es auf die Extradeck-Mechaniken hat. Denn wie angesprochen unterstützt sie im Regelfall die Verwendung anderer Extra Deck Mechaniken. So harmonieren Fusion-, Synchro- und Linkbeschwörungen schon "built in" mit der Pendelmechanik, da hierfür verwendete Monster auf dem Spielfeld offen auf das Extra Deck wandern anstatt in den Friedhof. Und auch wenn sie nun nicht so stark mit XYZ-Monstern harmonieren, heißt das nun nicht, dass die Beschwörung selbiger im vorne herein verboten wird. Zusätzlich existiert zum jetzigen Zeitpunkt eine geringe Auswahl an Pendelmonstern, die zugleich auch ein XYZ-, Synchro- oder Fusionsmonster sind, ähnlich wie die normalen Pendelmonster. Diese zeigen erneut, dass nicht nur das volle Spektrum der Pendelmechanik längst nicht ausgereizt ist(anders als meiner Ansicht nach bei den XYZ-Monstern), sondern sind diese eher so zu betrachten wie ein Dante, Reisender des brennenden Abgrunds im brennender Abgrund Deck oder ein Spioral Doppelhelix im Spioral-Deck, nämlich ein Teil des jeweiligen Archetypen.
Doch wir haben das Spiel auch schon umgekehrt gesehen. So haben Decks wie Yosenju oder Lunalicht den Fokus auf eine andere Spielweise gelegt als auf die Pendelbeschwörung. Trotzdem konnte man immer wieder beobachten, wie diese Decks entweder ein einzelnes Pendelmonster oder gar eine vollständige Pendelskala integriert hat, um davon zu profitieren, das Pendelmonster auch eine Funktion als permanente Zauberkarte besitzen. Die entsprechend vollständige Skala wird dann entweder interagiert, um weitere spezielle Interaktionen zu unterstützen[4] oder um für den Fall der Fälle mit einem Schwung von gependelten "normalen" Effektmonstern eine kurze Menge Druck aufzubauen. Einen ähnlichen Effekt konnte man auch beim D/D/D beziehungsweise "modifizierten" Clownblade-Deck erblicken, welche beide zu etwa 50 % herkömmliche Maindeckmonster gespielt haben und 50 %(oder weniger) Pendelmonster, um nicht nur von den Zusatzeffekten der Pendelmonster in der Pendelskala zu profitieren, sondern auch für eine zusätzliche Pendelbeschwörung pro Spielzug.
Woher der Hass?

Jetzt steht natürlich im Raum, was die Hauptargumente sind, warum Pendel gehasst wird. Und dabei fang ich direkt mit dem Argument an, mit welchen man die Pendelmechanik schon bei ihrer Ankündigung verteufelt hat: Die Mechanik an sich sei schon zu "broken". Pendel-Bossmonster, egal wie stark sie sind, teilen sich die Eigenschaft, dass man sie unendlich oft bezwingen muss, da sie jeden Zug wieder über die Pendelbeschwörung wiederbelebt werden können. Und ich sag es vorweg: Ja, ein Pendel-Bossmonster wie beispielsweise Endymion, der mächtige Meister der Magie kann im entsprechenden Pendel-Deck jeden Zug wiederbelebt werden und wäre dementsprechend unendlich oft wiederbelebbar. Doch es gibt zwei "aber":
Das erste "aber" liegt ganz klar in den zugegebenen Bedingungen. Schließlich benötigt man eine volle Pendelskala in der Zauber- und Fallenkartenzone, die zugleich auch noch den Pendelbereich abdeckt. Ja, beides ist bei Weitem keine Unmöglichkeit mehr heute zu bewerkstelligen. Doch dieser Pendelbereich muss jeden Zug erneut aufrechterhalten werden beziehungsweise repariert werden. Im Allgemeinen bedeutet das Auffüllen eines Pendelbereiches, dass man erst mal zwei Karten investieren muss. Und wenn diese Karten nicht zufällig auf Bäumen wachsen oder eher gesagt unberührt vom allem sind, heißt das wiederum, dass diese Investitionskosten jeden Zug erneut gezahlt werden müssen, wenn dies eben auch jeden Zug von der Gegnerseite gezielt entsorgt werden sollte.
Und auch das zweite "aber" spielt stark in dem ersten "aber" rein. Denn in den letzten Jahren ist es keine Besonderheit mehr, wenn man das eigene Bossmonster jeden Zug auf irgend einem Weg erneut aufs Feld bekommen kann. Ich nehme hier jetzt einfach Dingirsu, der Orcust des Abendsterns im entsprechenden Orcust-Deck als Beispiel. Es ist egal, wie häufig man diesen wegräumt, im Regelfall wird er entweder im nächsten Zug mit Karten wie Orcust Beckenskelett wiederbelebt oder es wird eine weitere Kopie aus dem Extra Deck gebaut. Und das ist nicht nur heute so, sondern das war auch schon 2014 bei Schattenpuppen, brennender Abgrund oder Nekroz(dann 2015) nichts Überraschendes mehr.
Und ja, man könne nun behaupten, dass man ja nicht nur ein Bossmonster wiederbeleben würde, sondern ganz viele Bossmonster. Doch auch dieses hat zwei Harken. Der Erste liegt ganz klar darin, dass es nie mehr als ein Pendelbossmonster zur gleichen Zeit existiert hat. Was früher Majespenst Einhorn - Kirin war, ist heute halt mehr oder minder Endymion, der mächtige Meister der Magie, vielleicht noch mit Abstrichen mythisches Ungeheuer Schakal-König. Aber selbst wenn man weitersucht, wird man keine weiteren "Bossmonster" unter den Pendelmonstern finden und erst recht keine Pendelmonster, die man neben diesen drei Monstern noch zusätzlich Runde um Runde auf das Spielfeld platzieren könnte.
Und spätestens mit den Master-Rule-Änderungen zur Einführung der Linkmonster war das Thema mehr oder weniger gegessen, da man nun auch noch neben den Pendelskalen mindestens ein Linkmonster mit guten Zeigern kontrollieren müsse, wenn man mehr als eines dieser Bossmonster aus dem Extra Deck pro Spielzug pendelbeschwören wollen würde.

Ein weiterer, recht häufig in den Mund genommener Grund läge darin, wie "skilllos" die Pendelmechanik doch sei. Schließlich würde man jeden Zug wieder das Feld mit dem gleichen Kram fluten wie zuvor schon, ohne sich anstrengen zu müssen, da ja alles im Extra Deck bereitläge.
Doch wenn ich mich so durch die Historie der letzten sechs Jahre wühle, entdecke ich viel eher das Gegenteil. Das Qli-Thema ist wohl noch das einzige Thema, wo diese Kritik noch am besten passen würde, wobei man auch gesehen hat, dass es sehr wohl in der Lage war, sich zu einem Turbo Deck weiterzuentwickeln. Doch schon die ersten Pendel-artigen Abwandlungen des Clown Blades nutzen neben ihrer Pendelbeschwörung noch mindestens die Synchro- als auch XYZ-Mechanik stark und man musste schon allerlei Interaktionen durchführen, um für diese Monster genug Material zu erzeugen. Oder auch die ganzen Majespenst-Varianten wo man sich schon gut überlegen musste, welche vorm von verteidigender Backrow man sich suchen wollte. Auch das PePe Deck, so unfair wie es erschien mag, war kein leicht zu spielendes Deck, besonders wenn man sich im Mirror Match behaupten wollte. Und auch die danach kommenden Varianten wie das Dracopals oder Metallfose-Thema waren keine Selbstläufer. Gerade Letzteres wird heute noch für seine Komplexität unter den Pendel-Decks gelobt. Und auch bei der Tier 0 Variante von 2018 hieß es nicht einfach nur blind Pendeln oder gewinnen, sondern musste man gezielt mit seinem Schwermetallfose-Elektrumit arbeiten(und im bestmöglichen Fall so spielen, dass man ihn über oberster König Drache Hungergift möglichst oft wiederholt einsetzen kann), wenn man gewinnen wollte.
Doch gerade, wenn man das "skilllos" aus dem modernen Blickwinkel betrachten möchte, wird man wohl ganz gezielt darauf eingehen, wie viele Negates dieses Deck doch hinlegen kann. Schließlich müsse man ja nur ein oder zwei Kombos kennen und wird anschließend mit einer riesigen Auswahl an Negates belohnt, die man nur noch blind aktivieren müsste. Doch auch dies hat meiner Ansicht zwei "aber". Das Erste "aber" liegt darin, dass es meist nicht nur ein oder zwei Kombos gibt, um zu diesem Ziel zu kommen, sondern wie bei modernen Kombodecks üblich mehrere Wege, welche wieder zu zusätzlichen Wegen führen und entsprechend stärker oder schwächer gegen gegnerische Interaktionen sind. Es wird also sehr viel vom jeweiligen Spieler als auch vom Gegner abverlangt, die optimale Route zu finden oder die besten Punkte zu finden, wo man die ganze Aktion stören muss. Und auch das zweite "aber" greift ein wenig in dieselbe Sparte. Denn wie ich schon sagte, sind moderne Kombo Decks meist nicht anders als diese "Kombo Pendel-Decks". Sie legen eine riesige Auswahl an Negates, vorwiegend Extra Deck Monster, welche nicht mal Pendelmonster sind und wo man sich als Gegner durchspielen muss, wenn man gewinnen will und wo man auf der anderen Seite die richtige Auswahl an Negates gegen die richtigen Karten verwenden muss. Dementsprechend sind moderne Auskopplungen von Pendel-Decks, welche traurigerweise fast nur noch Kombo Decks sind, genauso zu handhaben wie andere Kombo Decks, bloß dass ihre Schwächen und Stärken wohl etwas von herkömmlichen Decks abweichen dürften.

Und ich habe es wohl schon kurz im letzten Abschnitt angeteasert, aber es gibt noch einen letzten Grund und da muss ich mich anschließen, was auch ich an Pendel aktuell hasse: ihre Varianz ist vollständig verschwunden. Denn seit Februar 2018 bis heute hat sich das Pendel Thema nicht mehr wirklich weiter entwickelt. Es hat zwar immer wieder vereinzelten Support erfahren, doch eine wirkliche Veränderung hat es nicht mehr gegeben. Auch der Spielstil hat sich seit nun über zwei Jahren festgefahren und wenn die Leute von einem Pendel-Deck reden, gibt es für sie nur noch die Kombo Pendel-Decks. Doch gerade die Zeit von Mitte 2015 bis Ende 2015 hat eindrucksvoll bewiesen, das Pendel-Decks auch andere Strategien verfolgen können und mehr als nur einem Spielstil folgen müssen. Und auch das 2016er Metallfose oder das 2014er Qli zeigen eindrucksvoll, dass viel mehr in der Pendelmechanik steckt, als es der aktuelle Eindruck macht. Und der Grund dafür ist das gleiche Problem, warum andere Mechaniken entweder "broken"(zum Beispiel Link) oder schwach(zum Beispiel Toon oder Spirit) sind: Der Schlüssel steckt in der Menge und der Qualität des Supports. Um das besser zu erläutern habe ich mal eine Grafik erstellt. Dabei habe ich mir alle vorhandenen Themendecks, die seit dem ersten Oktober 2020 angekündigt oder releast wurden, angeschaut und sie in sieben Kategorien unterteilt[5]:
Themenliste

Man sieht, dass das größte Stück vom Kuchen von den Themendecks eingenommen wird, die sich auf gar keine Extra Deck Mechanik verlässt, was einfach daran liegt, dass dies größtenteils Themen von 2004 bis 2009 gewesen sind. Den zweitgrößten Anteil besitzt XYZ, da dieses nicht nur die üblichen drei Jahre von Anime Support erhalten hat, sondern auch in der Pendel- und Link-Ära noch mal ordentlich zugelegt haben. Die beiden nächstgrößeren Beschwörungsmechaniken stellen Synchro sowie Fusion dar. Das liegt daran, dass auch Synchro drei Jahre gezielten Anime Support erhalten hat, während Fusion zumindest in der Anfangszeit eher themenunabhängige Fusionsmonster, wie zum Beispiel Totenkopfritter zum Vorschein gebracht hatte und erst seit 2014 gezielt bessere Fusionsthemen erhalten hat. Ein ähnliches Spiel haben wir auch bei der niedrigst platzierten Mechanik, nämlich Ritual. Auch hier kamen die richtigen Themendecks erst sehr viel später und gerade in der Synchro- und XYZ-Zeit gab es wenig bis gar keine Ritualmonster. Übrig bleiben dann nur noch die Pendel- und Linkmechanik. Und wer die Grafik sieht, wird sehen, das Pendel die zweitgeringste Anzahl an Themendecks besitzt und selbst Link in drei Jahren die Anzahl der Pendel-Themendecks aus sechs Jahren übertroffen hat. Das bedeutet, dass die Pendelmechanik dramatisch untersupportet ist, was auch dazu geführt hat, dass seine Varianz so stark gesunken ist. Denn wie ich schon gezeigt habe, muss Pendel nicht unbedingt nur als Kombo Deck gespielt werden, sondern kann sehr variabel sein, wenn es genug Support erhält.
Im Allgemeinen gilt meiner Ansicht nach, dass jede Mechanik spielbar sein kann, selbst Lvl, Spirit oder auch Toon, wenn sie nur entsprechenden Support bekommt[6]. Außerdem ist es fast selbstverständlich, dass Mechaniken wie Link nur so stark sein konnten, weil sie entsprechend viel Support erhalten haben und zeigt wieder, warum selbst heute noch viele XYZ-Monster besser als manche Linkmonster sind, da diese einfach mehr Support haben und rein statistisch damit auch mehr Karten besitzen, die gut sind.
Jetzt steht natürlich die Frage im Raum, warum Pendel so wenig Support bekommt. Schließlich sollte es ja genauso wie Synchro oder XYZ immer mal wieder Support erhalten, doch wer sich die Statistiken anschaut, wird sehen, dass auf jeden Pendel-Support zwei bis dreimal so viele Synchro-, XYZ- oder sogar Link-Karten erscheinen. Der Grund hierfür ist zugleich auch eine der positiven Eigenschaften der Pendel-Themen: Sie sind zu gut mit anderen Themen oder Karten kombinierbar. Wie ich schon mehrfach angesprochen habe, sind die Pendel-Themen untereinander sehr gut kombinierbar, was ihr Optionsspektrum stark vergrößert. Zudem harmonieren erfolgreiche Pendel-Themen meist sehr gut mit anderen Beschwörungsmechaniken, weshalb auch gute XYZ-, Synchro und/oder Linkmonster in den Pendel-Decks integriert werden können. Gibt man diesen hingegen Beschwörungseinschränkungen, wie man es bei Qli zuvor gemacht hat, kann dies wiederum zu stark einschränken, was insbesondere seit den Master-Rule-Änderungen zu einem Problem wird, da sie einfach Linkmonster benötigen, um mitspielen zu können. Denn ohne entsprechende Linkmonster wäre es nötig, Karteneffekte hinzuzufügen, welche das Recycling der Karten offen auf dem Extra Deck übernehmen können und wiederum zu noch längeren Effekten führt. Im Allgemeinen sieht man schon, dass es sehr schwer ist, Pendel-Themen zu supporten, aber wie schon angesprochen darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass sie untereinander so kompatibel sind. Nicht umsonst hat uns die Historie der Pendelmechanik gezeigt, dass immer, wenn ein Pendel-Deck hohen kompetitiven Status erhalten hatte, diese immer kurz vor oder kurz nach Einführung ins TCG eine entsprechende Schwächung auf der Liste der limitierten und verbotenen Karten erfahren mussten.
Doch ich denke, dass es darum nicht der richtige Weg sein kann, Pendel-Themen wenig Innovatives oder allgemein wenig Support zu vergeben, da sie wie gesagt auch eine Menge Vorteile aufweisen und mit ihrem etwas anderen Spielstil in der Lage sind, andere schwache Mechaniken entsprechend spielbar zu machen.
Was denkt ihr über Pendel
Nun habe ich unvorstellbar viele Worte zu dem Thema hinterlassen, weshalb ich nun euch Frage, was ihr von der Mechanik haltet. Seid ihr eher die Sorte Spieler, die sich zu den Pendel-Hassern zählen oder könnt ihr der Mechanik etwas abgewinnen? Und warum nehmt ihr die Stellung ein, die ihr aktuell habt? Lasst es mich im verlinkten Diskussionsthread wissen.




[1] Ich vermute zu dem Zeitpunkt, wo ihr diesen Artikel lesen werdet, sind die Effekte der Metalfose-Karten längst gespoilert, doch während ich diese Worte hier schreibe, kann man nur Mutmaßungen für dessen Effekte machen.

[2] Ich erspare mir an dieser Stelle einfach mal den Blick ins Detail, da ich dies schon vor einigen Wochen in einem anderen Artikel abgehandelt habe: Der Blick in die Deckbox: die Säulen des modernen Yugioh. Wenn ihr euch nicht den ganzen Artikel durchlesen wollt, empfehle ich euch bis zum dritten Abschnitt/der dritten Säule vorzuspulen.

[3] Wer zückt denn da die Mistgabel mit dem aufgespießten Endymion, der mächtige Meister der Magie? Keine Sorge, auf die Negativpunkte gehe ich später noch ein. Ihr braucht also nicht abschalten und direkt auf Hate-Modus umschalten.

[4] Es war zwar nicht der beliebteste Move, ich erinnere mich aber daran, dass man immer in vereinzelten Lunalicht- oder Orcust-Lunalicht-Decks Lunalicht Wolf integriert hat, um einen schnellen und einfachen OTK über die Fusionsbeschwörung von Lunalicht Löwentänzerin durchführen zu können.

[5] Um ein paar weitere Regeln aufzustellen: Ich habe mich hierbei an der Archetype-Auflistung von Yugipedia gehalten und alle Themen gestrichen, die entweder Subthemen zu Oberthemen darstellen(zum Beispiel ist Himmelsjäger und Himmelsjäger-Ass ein und dasselbe Thema, dafür habe ich edler Ritter und flammedler Ritter einzeln gewertet) oder die zum jetzigen Stand Anime- oder Manga-exklusiv wären. Zusätzlich habe ich Decks danach bewertet, welche Mechanik sie rein vom Prinzip angehören sollen, und nicht, wie sie von der Community verwendet werden/wurden(zum Beispiel ist Lunalicht damit ein Fusions- und kein XYZ-Thema). Zudem wurde auch nicht, wenn ein Thema beispielsweise random ein Linkmonster erhalten hat, dieses zwangsweise bei Link eingeordnet, sondern nur, wenn dies essenziell zum Deck gehört(beispielsweise sorgt Spioral Doppelhelix dafür, das ich Spioral bei Link eingeordnet habe, während Schwermetallfose-Elektrumit nichts daran geändert hat, das Metallfose Pendel und Fusion unterstützt). Außerdem gibt es Themen, die jeweils bei zwei oder mehr Kategorien eingeordnet werden können(siehe Metallfose und Fusion/Pendel), weshalb ich hier jeweils einen Punkt bei allen unterstützten Kategorien vergeben habe.

Es ist zwar eigentlich selbsterklärend, doch ich möchte noch mal hervorheben, dass diese Daten nicht quantitativ zu detailliert betrachtet werden sollen und eher die qualitativen Daten betrachtet werden sollen. Es würde mich wenig überraschen, wenn ich heute das Auszählen wiederholen würde, ich minimal abweichende Zahlen bekommen dürfte.


[6] Wer noch ein allgemeines Beispiel benötigt: Als Maskenwechsel 2012 in Generation Force eingeführt wurde, war sich eigentlich jeder sicher, dass diese Karte sowie die maskierter HELD-Karten im Allgemeinen niemals spielbar sein würden. Schlussendlich hat sich dies 2015 als falsch herausgestellt, als das HERO Strike Structure Deck releast wurde.