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Der Blick in die Deckbox - YGO Storys I

von Deckcreator16 am 13.02.2017 um 19:18 Uhr
Willkommen zu einem weiteren Artikel "Der Blick in die Deckbox". Doch statt eines strategischen Themas präsentiere ich euch diesmal eine Karte, welche wir im Verlauf dieses TCGs immer mal wieder erblicken konnten. Und wer genau aufgepasst hat, wird mitbekommen haben, dass diese Figur eine komplette Geschichte erzählt. Die Karte von der ich rede, ist Folgende:





Auch wenn der Goblin der Gier ziemlich böse dreinschaut, beginnt seine Geschichte doch an einem viel früheren Punkt:





Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Königreich, da lebte ein Goblin, dessen Reichtum dem eines Fürsten gleichkam. Doch er behandelte seine Bediensteten und die einfachen Bürger der Stadt schlecht, von denen er mürrischerweise Emporkömmling Goblin genannt wurde. Und so kam es, dass eines Tages ein Fremder ihm einen sonderbaren Krug, den Topf der Gier, in einem Paket überließ, um ihm eine Lektion zu erteilen. Das Geschenk der Gier, wie die Stadtbewohner es nannten.
Gefesselt von der Macht des Topfes verspürte der Goblin ein aufkommendes Gefühl der Gier, dass ihn dazu bewog, mehr Goldmünzen stanzen zu lassen, um noch mehr Geld anzuhäufen.
Leider führte dies dazu, dass die existierenden Münzen immer mehr an Wert verloren, da immer mehr verfügbar waren. Sie hatten Zuviel des Guten und der Reichtum des Goblins verflog sehr rasch.
Schlussendlich verlor er all sein Hab und Gut, bis nur noch der Topf der Gier übrig war, welcher seinen weiteren Lebensweg prägen sollte.





Da er nun verarmt war, suchte er sich einen Job, um den ersten Schritt zurück zu seinem alten Reichtum zu machen. Recht schnell erhielt er eine Anstellung als Gärtner. Obwohl er unter Heuschnupfen litt, versuchte er seine Arbeit gut zu machen. Bewaffnet mit dem Wunderdünger pflegte er die Wiese, sodass das Gras in kräftigem Grün erblühte. Das erkannte auch Snyffuss, welcher nur dachte "Nachbars Gras ist Grüner" und schnurstracks über den Zaun sprang. Dabei warf er den Wunderdünger um, der dafür sorgte, dass die Nesseln zu fiesen, kleinen Gnomen heranwuchsen.
Gemeinsam mit dem Nachbarshund zerstörten sie die Grünfläche und der Goblin der Gier wurde entlassen.
Wieder auf der Straße sitzend kam ihm beim Anblick seines Topfes eine weitere grandiose Idee.
Er schnappte sich einen Turban und eine Flöte und versuchte sich als Schlangenbeschwörer. Leider konnte er nur wirklich schlecht Flöte spielen, weshalb die Unheil verkündende Schlange beim Hören der Misstöne erboste und ihn seinen Schweif um den Körper wickelte. Krächzend und stöhnend rang er nach Luft, während der Golinzirkus die Aufmerksamkeit eines Aristokraten auf sich zog. Unser Goblin der Gier konnte sich befreien, wobei aber sein Topf der Gier zerbrach. Es entstand eine dunkel glühende Scherbe, welche später als Scherbe der Gier bekannt wurde. Die Kraft des Topfes schrumpfte und der Verstand des Goblins wurde klarer.
Da er nun nicht mehr wusste, was er mit einem kaputten Topf anstellen sollte, vertauschte er ihn gegen einen Topf der Gegensätzlichkeit, der zum einen Teil ein Topf der Gier und zum anderen Teil ein Topf der Großzügigkeit war.
Schlussendlich landete er wieder auf der Straße als bettelnder Goblin, wobei er die Macht der Hälfte des Topf der Großzügigkeit verwendete.





Doch unser Goblin sollte Glück haben, da ihm der Aristokrat einen Job als Guter Goblin Hauswirtschafter gab und ihn so von der Straße holte.
Die Regentschaft des reichen Mannes war streng und zeigte ihm, wie schlecht er doch als Emporkömmling Goblin dem Volk gegenüber gewesen war. Er versuchte sein Bestes, aber wie schon damals verkalkulierte er sich und es kam zu einem starken Rückgang. Aufgrund des hohen Verlustes degradierte ihn der Aristokrat zu einem einfachen Sklaven mit Flederwisch und Kehrblech.





Einige Zeit verging und als der Aristokrat auf Reisen war, fand der Goblin bei seinem Reinigungsrundgang einen weiteren Topf der Gier im Trophäen-Schrank des Aristokraten. Kaum hatte er diesen herausgenommen um ihn gründlich zu säubern, explodierte die Wand und eine Gruppe von Dieben, die Dunkler Skorpion-Einbrecher, stürmten den Raum.
Kaum war der Goblin wieder bei Sinnen, sah er, wie die Villa des Aristokraten ausgeplündert wurde. Nur den Topf in Erinnerung behaltend machte er sich auf den Weg, die Dunkler Skorpion-Einbrecher zu fassen und den Topf der Gier zurückzuholen.
Dies gelang ihm, doch befreite er dabei den Geist des Topf der Gier, welcher einen großen Tornado erzeugte und zugleich den Goblin der Gier verhexte.





Der Goblin wütete frei von Sinnen in dem nächstgelegenen Dorf, wo Dharc der finstere Zauberer auf ihn aufmerksam wurde. Dieser erkannte recht schnell, dass das Problem nicht beim Goblin, sondern beim Geist lag, und er vollführte die Finstere Geisterkunst - Gier, um den Geist zu versiegeln und den Goblin wieder normal werden zu lassen.
Der Topf zerbrach und der Goblin, zerfetzt aussehend wie der Goblin aus der Bratpfanne, kehrte zum Aristokraten zurück. Doch anstatt froh über die Rückkehr des Goblins und des Topfes zu sein, war dieser erzürnt über den kaputten Topf der Gier und warf den Goblin hochkantig raus, während er ihm noch eine weitere Rechnung unter die Nase rieb.





Erneut auf der Straße sitzend überlegte sich unser Goblin der Gier, was er nun machen sollte. Während er am Wegesrand saß, verspürte er plötzlich ein ungewöhnliches Gefühl, als ein Marktkarren an ihm vorbei fuhr. Er schaute zu diesem rüber und vernahm eine grinsende Fratze aus dem Karren. Still und wie hypnotisiert folgte er dem Karren. Als sie die Stadt verlassen hatten, näherte er sich dem Wagen und erkannte, dass dieses Grinsen zu einem Topf der Gier gehörte. Er zog ihn hervor, aber musste erkennen, dass es sich nur um einen Krug der Gier handelte. Daraufhin kletterte er in den Karren und suchte leise nach einem richtigen Topf.
Während der Goblin im Karren versteckt war, erreichte der Marktkarren einen Starker Kontrollpunkt, wo der Goblin schlussendlich entdeckt wurde. Mit einem unglaublichen Hechtsprung entkam er aus dem Wagen und flüchtete vor den Wachen. Er versteckte sich auf dem Basar in einem kleinen Antiquitäten-Laden, indem er sich als normaler Kunde ausgab. Wieder ergriff ihn ein unbekanntes Gefühl, während er die Quelle dessen suchte. Und da war er: ein weiterer Topf der Gier. Er schaute sich im Geschäft um und versuchte sich als Krugräuber. Doch erwischte ihn der Ladenbesitzer, woraufhin der Goblin versuchte, den Besitzer zu bestechen und winselte darum, die Wachen nicht zu rufen. Der Besitzer aber schleuderte die Goldmünzen auf den Goblin und ließ ihn von den Wachen festnehmen. So landete der Goblin der Gier im königliches Gefängnis.





Die Zeit verging und irgendwann wurde er wieder freigelassen. Er fand einen Job in der Dunkle Fabrik der Massenproduktion und verbrachte seine Zeit am Fließband bei der Schaffung vieler Mokey Mokeys. Doch auch hier sollte ihn der Topf der Gier nicht in Ruhe lassen. Als lugender Goblin fand er in einem versteckten Raum zwei weitere Töpfe, welche er ebenso stahl. Einen versetzte er als Nebenverdienst auf den Schwarzmarkt, während er den zweiten Topf der Gier behielt und sich an diesem ergötzte, sodass auch in Zukunft sein Leben von diesem bestimmt werden würde...
Schlusswort
Und damit sind wir an unserem vorläufigen Ende angekommen. Vorläufig, da ich hoffe und wünsche, dass die Geschichte schon bald weitererzählt wird.
Wie findet ihr die Geschichte hinter der Karte? Oder würdet ihr einige Stellen der Geschichte etwas anders interpretieren?
Zudem wäre es auch noch schön zu wissen, was ihr von dem Artikelformat haltet. Denn wenn es euch gefallen hat, kann ich mir gut vorstellen, dass wir so etwas häufiger bringen könnten.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich und hoffe, dass ihr auch das nächste Mal wieder reinschaut, wenn es Zeit ist, in die Deckbox zu schauen. Dann vermutlich wieder mit einem mehr Strategie-orientierten Thema.