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Top 10 CIBR - Die besten Karten aus Circuit Break

von Leseleff am 26.10.2017 um 17:26 Uhr
Hallo zusammen! Seit Ende letzter Woche ist das neue Set „Circuit Break“ im Handel erhältlich und mit etwas Verspätung kommt heute auch endlich der zugehörige Top-10-Artikel von mir! Entschuldigung für die Wartezeit, aber wer konnte auch schon ahnen, dass ein neues Hauptset erscheint?
Wie auch immer. Auf zu Platz 10!

Platz 10: Ojama-Duo



Los geht’s mit einer kleinen Fallenkarte, die, und das wird noch ein wiederkehrendes Motiv in der heutigen Auswahl sein, eher ein anderes Thema unterstützt als dasjenige, zu dem sie dem Namen nach gehört.
Nun ja, nicht ganz. Ojama-Duo ist im Ojama-Deck schon besser als sonst irgendwo. Im Prinzip ist es ein leicht abgespecktes Ojama-Trio und macht zunächst haargenau das selbe, nur, dass es dem Gegner zwei Spielmarken statt drei unterjubelt. Dies eröffnet die Möglichkeit, zusammen mit Ojama-König oder Ojama-Trio sämtliche Main Monster Zonen des Gegners zu blockieren, aber leider ist dies bei weitem nicht mehr so gut, wie es einmal war. Im Gegenteil: Man muss seit dem Release der Link-Monster sehr genau überdenken, ob man dem Gegner wirklich zwei Spielmarken schenken will, wo er sie inzwischen einfach zu Link-Spinne, Gaia-Säbel, der Blitzschatten oder Firewall-Drache verwursten kann. Entsprechend sollte man sich vorbereiten, indem man beispielsweise Karten zur Hand bzw. in der Backrow hat, die die Beschwörung dieser Karten verhindern, oder die entsprechenden Kopien durch Geisterschnitter und Winterkirschblüten aus dem Spiel nimmt.
Dennoch scheint es, den Link-Monstern sei dank, als sei der erste, Spielmarken beschwörende Effekt nur ein Drawback, um die Fallenkarte in den Friedhof zu bekommen, von wo aus man den zweiten, viel besseren Effekt aktivieren kann. Deshalb wird man wohl eher zusehen, Karten wie Ojamaland, Zwillings-Twister oder einfach Törichte Begräbnisbeigaben zu nutzen, um sie direkt in den Friedhof zu befördern.
Wozu das ganze? Nun, indem man Ojama-Duo vom Friedhof aus dem Spiel entfernt, kann man zwei Ojama-Monster mit verschiedenen Namen von seinem Deck als Spezialbeschwörung beschwören. Wann immer ein Effekttext die Worte „vom Deck als Spezialbeschwörung“ beinhaltet, kann man davon ausgehen, dass sie gut ist. Und natürlich kann das Ojama-Deck jede Menge damit anfangen, nur leider ist es nicht besonders spielstark.
Viel mehr profitiert daher das Paleozoic-Deck von der neuen Karte, wegen dem ich sie hauptsächlich erwähne. Nicht nur kann sie durch ihre Aktivierung zu jedem Zeitpunkt Paläozoisch-Monster vom Friedhof triggern, wobei der Gegner jedoch wieder Spielmarken erhält, auch kann ihr Friedhofseffekt genutzt werden, um schnell und einfach zwei Monster der Stufe 2 für Xyz-Beschwörungen auf das Feld zu bekommen. In den Friedhof befördert werden kann die Karte dabei zum Beispiel durch Paläozoischer Dinomischus.
Die Sache hat dabei nur einen Haken: Um sie als Engine zu spielen, muss ein paar Ojamas im Deck spielen. Kleine Wichte in rotweiß gefleckten Unterhosen, die man eigentlich sowohl aus spielerischen als auch aus ästhetischen Gründen eher nicht auf der Hand halten will…

Platz 9: Beschauliches Leben



Endlich wieder Floodgates! Wobei, wenn man sich anschaut, dass irgendsoein Wombo-Kombo-Deck (aka Spyral) gerade in Japan von knapp 80% der Turnierteilnehmer gespielt wird, nimmt man sie als geringeres Übel vielleicht sogar in Kauf.
Beschauliches Leben heißt die Gute und sorgt dafür, dass jeder Spieler in seinem Spielzug nur entweder Normal- oder Spezialbeschwören kann. Kein Schwein, zumindest, wenn wir von Metadecks reden, kann heutzutage auf Spezialbeschwörungen verzichten, sodass die neue Karte einen wohl in erster Linie lehren wird, wie man ohne seine Normalbeschwörung auskommt. Diese ist nach wie vor eine enorm wichtige Ressource und auch, wenn moderne Decks wie Spyral oder Zoodiaks einigermaßen auf sie verzichten können, der Verlust schmerzt immer, was Beschauliches Leben durchaus zu einer gefährlichen Karte macht.
Aber sie hat auch Schattenseiten. Zum einen stellt der Status als Zauberkarte hier ausnahmsweise eher einen Nachteil als einen Vorteil dar. Fallen wie Kaiserlicher Befehl, Kräfte Rauben oder Rivalität der Kriegsherren können erst dann im gegnerischen Spielzug aktiviert werden, wenn sie gebraucht werden und so eine bereits aktivierte, gegnerische Karte, an die sie angekettet werden, unwirksam machen. Dies geht mit einem permanenten Zauber nicht. Eine solche stellt keinen Bluff dar, bis sie gebraucht wird und der Gegner weiß von vornherein genau, wogegen er spielen muss und kann entsprechend planen.
Zum Anderen kann die Karte nur zu Beginn der eigenen Main Phase 1 aktiviert werden und nur, wenn man keine Monster kontrolliert. Das macht sie zum Einen zu einem schlechten Topdeck, wenn sie im späteren Spielverlauf nachgezogen wird (was aber eigentlich alle Floodgates immer waren), zum Anderen verhindert es, wie schon bei Einmal aussetzen, dass die Karte nur genutzt wird, wenn man bereits ein etabliertes Feld hat und verhindern will, dass der Gegner auch eines zu Stande bringt, wie es früher mit Leere der Eitelkeit und Unterdrückungsherrschaft geschehen ist. Ob die Karte nun deshalb wie schon Einmal aussetzen nach kurzer Zeit in Vergessenheit geraten wird und ob sie überhaupt jemals relevant sein wird, muss sich noch zeigen.

Platz 8: Lyrikliedervogel Vortragender Star



Und es geht weiter in unserer Reihe über Karten, die andere Themendecks stärker weiter bringen als ihr eigenes.
Ich spreche von Lyrikliedervogel Vortragender Star, ebenfalls zwar starker Support, aber für ein weitestgehend unspielbares Deck, der daher eher anderswo gespielt wird. Im Spyral-Deck, um genau zu sein, wo es das wohl wichtigste Xyz-Monster ist. Einfach mit SPIORAL-Schnellreparatur und/oder SPIORAL-AUSRÜSTUNG – Drohne als Material beschworen, verschafft es einem beliebigen Monster dauerhaft 600 zusätzliche Angriffspunkte. Soweit, so gut, bislang nichts Besonderes. Wichtiger ist der zweite Effekt, mit dem man ein Xyz-Material abhängen kann, um seiner Hand ein Monster vom Typ Geflügeltes Ungeheuer der Stufe 1 von seinem Deck hinzu zu fügen. Außerhalb des Lyrikliedervogel-Decks ist das Ziel der Wahl hierbei natürlich D.D. Krähe, die zwar nicht mehr der Crème de la Crème der Handtraps ist, aber schon noch seinen Nutzen hat. Im bei Teilnehmeranteilen von um die 80% nicht gerade unwahrscheinlichen Mirror Match kann man beispielsweise SPIORAL-AUSRÜSTUNG - Großer Roter damit aushebeln oder verhindern, dass SPIORAL-Schnellreparatur seinen Friedhofseffekt benutzt. Und da Lyrikliederliedervogel Vortragender Star in dem Deck geradezu lächerlich leicht zu beschwören ist, hat man die Krähe fast sicher nach seinem ersten Spielzug zur Verfügung.
Und das Xyz-Monster selbst? Nun, das verwurstet man, wenn es seine Aufgabe erfüllt hat, einfach zu einem Link-Monster. Dann stören auch die 0 ATK und DEF nicht.

Platz 7: Venschrecken-Wiedervereinigung



Auch das Venschrecken-Deck erhält im neuen Set einige neue Karten. Stellvertretend für den durchweg guten Support habe ich die Fallenkarte Venschrecken-Wiedervereinigung für die Top 10 ausgewählt.
Diese ersetzt gewissermaßen eine Ritualzauberkarte. Man kann sie aktivieren, indem man ein Vendread-Ritualmonster in seiner Hand vorzeigt. Dann beschwört man beliebig viele verbannte Vendread-Monster in die verdeckte Verteidigungsposition und verwendet diese als Tribut, um das Ritualmonster als Ritualbeschwörung zu beschwören. Aus dem Spiel entfernen kann man die Karten z.B. mit Revenschrecken Herkunft oder den Effekten der beiden Ritualmonster. Venschrecken-Wiedervereinigung erfüllt dann den Zweck, diese Monster über einen kleinen Umweg zurück in den Friedhof zu befördern, wo sie erneut für den Effekt des frisch beschworenen Ritualmonsters aus dem Spiel entfernt werden können. Das Vendread-Thema zeigt also erneut seine Neigung dazu, Kreise zu bilden, die sich selbst wieder herstellen und so eine Wiederholung der gleichen oder ähnlichen Kombos ermöglichen. Und, was noch besser ist: Das beschworene Ritualmonster erhält auch die Effekte, die ihm die als Tribut angebotenen Monster verleihen, was bisher schwierig war, da die Materialien dafür vom Feld als Material verwendet werden müssen.
Doch auch diese Karte hat Nachteile. Zum Einen natürlich, dass es eine Fallenkarte ist, dadurch zuerst verdeckt gesetzt werden muss und entsprechend langsamer ist.
Zum Anderen muss das Level des Ritualmonster genau getroffen werden und es können nur Vendread-Monster beschworen werden, keine anderen Zombies, was die Einsetzbarkeit der Falle einschränkt und sie zu einer Karte macht, auf die man gezielt hin arbeiten muss. Auch ist man dadurch zum aktuellen Stand noch mehr oder weniger auf die ebenfalls neue Karte Venschrecken Striges angewiesen. Um auf Revenschrecken Schlächter der Stufe 6 zu kommen, benötigt man sie und Venschrecken-Rückkehrer, um auf Venschrecken-Chimäre der Stufe 5 zu kommen ihn und Venschrecken-Hundhorde. Die einzige Möglichkeit, eine Ritualbeschwörung ohne Striges mit der Falle durchzuführen, ist derzeit zwei Hundehorden für den Schlächter zu verwenden, der dann jedoch auch nur einen zusätzlichen Effekt erhält.

Platz 6: Unterterror-Behemoth-Unterweltlerin



Wir bleiben bei TCG-Themen, denn zur Feier ihres OCG-Releases erhielt die vorangegangene Generation, namentlich Unterterror und SPIORAL, dort auch jeweils ein eigenes Link-Monster, die hier im TCG mit Circuit Break zu uns kommen.
Gleichzeitig bildet Unterterror-Behemoth-Unterweltlerin auch den Abschluss und das extremste Beispiel aus unserer kleinen Reihe mit Karten, die für andere Themen viel stärkeren Support als für eigenes darstellen.
Denn im Unterterror-Deck ist der Nutzen des Link-Monsters beschränkt. Es benutzt sein Extra Deck nicht oder kaum, weshalb zum Beispiel die hervorragenden Linkpfeile (Unten rechts, unten links) dem Deck wenig Nutzen bringen. Auch liegen seine Schwierigkeiten eher darin, das Spiel solide zu starten. Hat man die zwei Monster, die zur Beschwörung der Behemoth-Unterweltlerin benötigt werden, einmal beisammen, ist man eigentlich schon im Spiel und benötigt nicht unbedingt noch ein Link-Monster.
Da der Bursche außerdem gefühlt eine Million Effekte und ich keine Lust habe, auf alle einzeln einzugehen, fasse ich sie mal kurz zusammen: Zur Beschwörung werden zwei Flipp-Monster benötigt. Er erhält 100 ATK mal der kombinierten Stufe aller als Material verwendeten Unterterror-Monster hinzu. Einmal pro Spielzug kann man ein Flipp-Monster vom Deck auf den Friedhof schicken, um ein beliebiges Monster von seiner Hand in eine seiner verlinkten Zonen verdeckt zu beschwören. Wird außerdem ein Monster in seinen Link-Zonen aufgeflippt, kann man seiner Hand ein weiteres Flipp-Monster vom Deck hinzufügen.
Zwar sind diese Effekte alle irgendwie auf das Unterterror-Themendeck zugeschnitten, z.B. ist die Möglichkeit, die hochstufigen Monster einfach als Spezialbeschwörung zu beschwören, recht gut, aber zwei Monster zur Beschwörung eines dritten zu verwenden, ist in dem Deck einfach nicht ideal. Und auch die Tatsache, dass die Behemoth-Unterweltlerin als Link-Monster selbst nicht verdeckt werden kann, stört.
Anders sieht das in dem Deck aus, das viel mehr von dem neuen Link-Monster profitiert: Die Schattenpuppen. Diese lieben das neue Monster natürlich vor allem für den Effektteil, der an ein Törichtes Begräbnis für Flipp-Monster erinnert und so zumindest teilweise die Lücke füllen könnte, die El-Schattenpuppe Konstrukt hinterlassen hat. Außerdem ist das Schattenpuppen-Deck auf Monster vom Extra Deck angewiesen, weshalb auch ein paar Link-Pfeile ganz gelegen kommen.
Diese Karte, zusammen mit der Semi-Limitierung von Der Mathematiker und El-Schattenpuppen Fusion auf der letzten Banlist könnten helfen, das Schattenpuppen-Deck wieder ein ganzes Stück spielbarer zu machen!

Platz 5: Kalibrierlade-Drache



Wir linken weiter und benennen als nächste Karte in unserer Top 10 Kaibrierlade-Drache, das Covermonster. Dieser ist, nach Firewall-Drache, das nächste mächtige, generische Link-4-Monster.
Auch dieses hat eine ganze Menge Effekte spendiert bekommen. Zum ersten kann kein Spieler ihn als Ziel für Monstereffekte wählen, was ein praktischer Schutzeffekt ist. Als nächstes kann man mit seinem zweiten Effekt ein Monster auf dem Feld 500 ATK und DEF verlieren lassen. An sich ein weniger nützlicher Effekt, der aber dadurch verstärkt wird, dass diese Veränderung dauerhaft ist und außerdem ein Schnelleffekt, also auch im gegnerischen Spielzug aktivierbar. Auch kann der Gegner keinerlei Effekte an seine Aktivierung anketten. Im Rokket-Deck, für das der Drache eigentlich entworfen wurde, kann man außerdem die Effekte der kleineren Monster triggern.
Sein letzter und wohl bester Effekt erlaubt es, ein Monster, gegen das er kämpft, zu Beginn des Damage Steps in eine seiner verlinkten Zonen zu platzieren, von wo es während der End Phase auf den Friedhof geschickt wird. Dieser Effekt erinnert entfernt an Goyowächter, bietet gegenüber diesem jedoch einige Vorteile. Zum einen werden die Monster ohne Zerstörung auf den Friedhof geschickt, was Floater-Effekte wie von den Yang Zing-Monstern umgehen kann. Außerdem wird das Monster nicht zwangsläufig in der Verteidigungsposition beschworen und kann daher nach der Übernahme noch angreifen. Ebenso Kalibrierlade-Drache, der, da sich durch seinen Effekt die Monsterzahl auf dem Feld ändert, ein Replay hervorruft und noch einmal angreifen kann. Er kann seinen Effekt theoretisch sogar mehrfach pro Zug einsetzen, jedoch wird es tatsächlich kaum einmal zu mehr als zwei Einsätzen kommen, da er durch die Anordnung seiner Link-Pfeile nie mehr als zwei Monsterzonen gleichzeitig verlinken kann.
Kalibrierlade-Drache und Firewall-Drache sind, was ihre dramatische Rolle im aktuellen Anime angeht, mit Rotdrachen-Erzunterweltler und Sternenstaubdrache vergleichbar und ich denke, Ähnliches gilt auch für ihre spielerische Rolle. Während Firewall-Drache wie schon Sternenstaubdrache wahrscheinlich die ganze VRAINS-Ära und darüber hinaus eine relevante Karte sein wird, wird Kalibrierlade-Drache, ähnlich wie Rotdrachen-Erzunterweltler wohl eher gegen Anfang der Ära zu sehen sein und mit der Zeit durch bessere Alternativen abgelöst werden. Denn auch seine Beschwörung ist nicht ohne. Da er Effektmonster verlangt, kann man nicht einfach sämtliche Spielmarken von Sündenbock für seine Beschwörung verwenden, außerdem werden mindestens drei Monster verlangt, weshalb man sich die Beschwörung auch nicht mit einem Link-3-Monster oder zwei Link-2-Monstern erleichtern kann.
Insgesamt ein nicht ganz so mächtiges Monster wie Firewall-Drache, aber gerade jetzt am Anfang der Link-Zeit sicher eines, das man auf dem Schirm haben sollte!

Platz 4: Destrudo der Schatten des verschwundenen Drachen



Platz 4 geht an die Karte mit dem, zumindest meiner Ansicht nach, coolstem Artwork des neuen Sets. Gleichzeitig beginnen ab hier die richtig guten Karten, die wahrscheinlich einen großen Einfluss auf das Meta haben werden.
So auch Destrudo, der Schatten des verschwundenen Drachen, der in Japan bereits einige Wellen geschlagen hat.
Was er macht ist schnell erklärt. Zum Preis der Hälfte der eigenen Lebenspunkte kann er sich selbst von der Hand oder vom Friedhof als Spezialbeschwörung beschwören, wobei er seine eigene Stufe um die eines anderen Monsters senkt, das bereits offen auf dem eigenen Spielfeld liegt. Wie es der Zufall, oder eher die Gesetze der Mathematik, so will, läuft dies, sofern man ihn selbst als Empfänger und das andere Monster als Nichtempfänger verwendet, auf ein schnelles Stufe-7-Synchromonster für eigentlich jedes Deck hinaus. Besonders nützlich zum Beispiel in Lichtverpflichtet- und Chaos-Decks, wo Destrudo schnell durch zufällige Mill-Effekte in den Friedhof gelangt, mit einem Licht-Monster als Partner Michael, der Erzlichtverpflichtete bilden kann und außerdem ein Finsternis-Monster darstellt, das man für Schwarz glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs verbannen kann. Daneben kann er jedem Deck mit Karakui-Engine Starthilfe geben, indem man mit seiner Hilfe Karakuri-Shogun mdl 00 „Burei“ beschwört oder einfach jedem Deck bequemen Zugriff auf Starke Stufe-7-Synchros wie Glasflügel-Synchrodrache, Schwarzer Rosendrache oder den neuen Samuraizerstörer geben. Die Hälfte die Lebenspunkte dafür scheinen zwar happig, jedoch habe ich in meinen Artikeln und Card Ratings schon oft genug erklärt, warum heutzutage viele nur noch einen feuchten Furz auf Lebenspunkte geben, solange sie über 0 bleiben, das erspar ich mir und euch also mal.
Den wahren Grund, aus dem Destrudo der Schatten des verschwundenen Drachen in Japan so beliebt ist, habe ich euch aber noch vorenthalten. Dieser ist nämlich, dass er das Herzstück der populären „Field Spell Engine“ ist. Darin wird Drachenschlucht verwendet, um Destrudo in den Friedhof zu schicken, anschließend verwendet man seinen Effekt, um Antiker Feendrache zu beschwören, dieser zerstört Drachenschlucht, erhöht die eigenen LP um 1000 und sucht einem eine beliebige neue Feldzauberkarte auf die Hand. So kann Drachenschlucht gewissermaßen zu weiteren Kopien von Landformen werden, mit dem netten Nebeneffekt, dass man ein Synchromonster beschwört, mit dem man, wenn man auf seine Battle Phase verzichten kann, eine weitere Spezialbeschwörung von der Hand durchführen kann und das anschließend als Link-Material weiterverwendet werden kann. Allein durch diese Engine wurde mein geliebtes Lieblingsdeck (nicht) ABC in Japan zu einem der stärksten Metadecks. Und auch im bereits erwähnten SPIORAL-Deck ist diese Engine weit verbreitet.

Platz 3: Ausgeglichener Zweikampf



Endlich gibt es wieder Gerechtigkeit in diesem Spiel! Oder, um es etwas nüchterner auszudrücken, eine Karte, mit der man dem Gegner, sollte er den fatalen Fehler begehen, ein Kartenspiel zu spielen, gehörig in den Allerwertesten treten kann.
Ausgeglichener Zweikampf heißt die Gute, mit der wir das Siegertreppchen beginnen, und hat im Vorweg einen gewaltigen Hype ausgelöst, denn sie wird als Nachfolger von Übelschar-Exzitonenritter gehandelt.
Die Parallelen sind da. Beide stellen Massenremovals dar, die davon abhängen, dass der Gegner mehr Karten kontrolliert als man selbst.
Ausgeglichener Zweikampf verbannt die Karten sogar verdeckt, was so ziemlich die beste Art von Removal überhaupt ist, da Schutzeffekte gegen Zerstörung und Anzielen wirkungslos sind, keine Floatereffekte getriggert werden und fast kein Zugriff auf die so verbannten Karten mehr möglich ist.
Eine Besonderheit der Falle Ausgeglichener Zweikampf ist außerdem, dass man sie, wenn man sonst keine Karten kontrolliert, mit anderen Worten im zweiten Spielzug, von der Hand aktivieren kann. Dann wird der Gegner dazu gezwungen, Karten, die er kontrolliert, zu verbannen, bis er genau so viele Karten kontrolliert wie man selbst. Um beim zweiten Spielzug-Szenario zu bleiben, also alle bis auf eine. Damit dient sie dem gleichen Zweck wie Übelschar-Exzitonenritter, nämlich den Gegner, der mit seinen Kombos eskaliert ist, dafür zur Rechenschaft zu ziehen und sein hart erarbeitetes Feld zu vernichten.
Doch sie hat auch einige Nachteile. Die Aktivierung ist auf das Ende der Battle Phase beschränkt, die Karte nimmt einem also quasi die Main Phase, da man zum Aktivierungszeitpunkt ja möglichst keine anderen Karten kontrollieren will. Auch kann der Gegner, sollte sie mal verdeckt gesetzt werden, sie problemlos in seiner Main Phase zerstören.
Dann hat sie gegenüber Übelschar-Exzitonenritter den Nachteil, dass nur der Überschuss an Karten verbannt wird, nicht alle, was ebenfalls besonders ärgerlich ist, wenn sie nicht von der Hand aktiviert wird, sondern erst gesetzt. Kontrollierte der Gegner beispielsweise drei Karten, man selbst jedoch inklusive Übelschar-Exzitonenritter zwei, wurden trotzdem alle Karten des Gegners zerstört, in einem vergleichbaren Szenario mit Ausgeglichener Zweikampf würde nur eine Karte verbannt werden, der der Gegner auch noch selbst aussuchen kann. Auch berücksichtigt Ausgeglichener Zweikampf nicht die Zahl der Handkarten, was sowohl Vorteil als auch Nachteil sein kann. Dafür bleiben die eigenen Karten aber vollkommen verschont. Richtig stark ist sie aber dennoch nur im zweiten Spielzug.
Zu guter Letzt muss man die Falle im Gegensatz zum Ritter auch ziehen, was auch der Grund ist, warum ich die Karte nicht allzu positiv sehe. Übelschar-Exzitonenritter konnte man immer beschwören, wenn man das entsprechende Material hatte, folglich musste man auch immer mit ihm rechnen. Ausgeglichener Zweikampf ist bloß eine übertrieben starke Karte, wenn sie im richtigen Moment da ist, und sonst ein unnötiger Brick. Sie macht das Spiel nicht gerechter, nur noch mehr glücksabhängig. Deshalb konnte ich den Hype auch nie ganz verstehen.

Platz 2: Bagooska, der schrecklich müde Tapir



Ich kann mich noch erinnern, wie diese Karte am 1. April geleaked wurde und jeder dachte, es handele sich um einen Aprilscherz. Grund dafür war, neben der Tatsache, dass sie am ersten April veröffentlicht wurde, sein albernes Artwork, sein lächerlich starker Effekt und seine Nummer, die aus den Ziffern 4 und 1 zusammengesetzt ist.
Als die Karte dann einen Artikel im englischsprachigen Wikia erhielt und am nächsten Tag nicht zurückgerufen wurde, wurde klar, dass sie tatsächlich gedruckt werden wird, auch, wenn die Frage, ob es sich bei ihr nur um einen schlechten Scherz handelt, wohl im Auge des Betrachters weiter bestehen bleibt.
Aber es hilft nichts: Aus dem schrecklich besoffenen Tapir wurde ein schrecklich müder, die Schnapsflaschen wurden zu niedlichen Kuschelkissen und aus der Promo wurde ein OCG-Import in Circuit Break.
Rang-4-Xyz-Monster waren schon immer besonders leicht zu beschwören und unsere Nummer 41 ist nichts Geringeres als das wohl stärkste dieser Monster, das jemals entwickelt wurde. Mit gerade einmal zwei beliebigen Stufe-4-Monstern beschworen, besitzt er die Macht, sämtliche Monster auf dem Feld in die Verteidigungsposition zu ändern (außer Link-Monster, die das nicht können) und anschließend ihre Effekte zu annullieren.
Die Fallenkarte Kräfte Rauben ist nicht ohne Grund limitiert und unser Tapir macht im Grunde genau das selbe. Im Gegensatz zum Floodgate ist er sogar generisch einsetzbar, da sein Effekt nur gilt, wenn er selbst ebenfalls in der Verteidigungsposition liegt. Man kann ihn also, um zu verhindern, dass er einem selbst auf den Sack geht, einfach zu Beginn der eigenen Main Phase 1 wieder in die Angriffsmodus drehen, wodurch er vom Floodgate zum durch Schutzeffekte fast unverwundbaren 2100 ATK-Angreifer wird, was allein schon für ein solides, generisches Xyz-Monster gereicht hätte.
Aber okay, ein paar Nachteile hat die versoffene Schlafmütze gegenüber Kräfte Rauben dann doch. Auch er ist, wie jedes andere Monster, ein leichtes Futter für einen Kaiju. Er ist durch Link-Monster verwundbar, jedoch muss man es auch erst einmal schaffen, ohne Monstereffekte auf dem Feld ein Link-Monster zu beschwören, das ihm gefährlich werden könnte. Auch schließt sein Effekt nur aktivierte Monstereffekte ein, also keine permanenten, die im aktuellen Meta jedoch ohnehin kaum eine Rolle spielen und wenn doch, dann auf großen Bossmonstern, die ebenso schwer ohne aktivierte Effekte zu beschwören sind. Zu guter Letzt muss man in jeder Standby Phase ein Xyz-Material abhängen und wird andernfalls zerstört, kann also maximal drei gegnerische Spielzüge überdauern. Aber seien wir ehrlich: Welches Duell dauert denn schon noch so lange? Tatsächlich könnte diese Art des Materialverschleiß sogar ganz praktisch sein, da man ihn dadurch mit Zurück an die Front vom Friedhof holen und den Gegner eine Runde lang ärgern kann.
Insgesamt ein enorm starkes und generisches Monster, von dem wir sicher länger etwas sehen werden als von manch anderer gehypter Karte in dieser Liste (*hustEvenlyMatchedhustDestrudohust* Verzeihung, bin erkältet…) Seine Stärke geht sogar so weit, dass man im OCG seit seinem Erscheinen eher dazu zu tendieren scheint, zwei Kopien von Nummer 41 zu spielen, bevor man irgendein anderes generisches Rang-4-Xyz in die prall gefüllten Extra Decks quetscht.
Und jetzt schnell, bevor ihr auch noch schläfrig werdet. Es ist Zeit für unseren Platz 1!

Platz 1: SPIORAL-Doppelhelix



Beim neuen Set Circuit Break fühle ich mich irgendwie ein bisschen an Breakers of Shadow erinnert, das vielleicht stärkste Set aller Zeiten gegen Mitte der Arc-V-Ära. Zwar ist CIBR nicht ganz so stark, durch die Spielerfreundliche Seltenheitsverteilung sogar recht Geldbeutelfreundlich, aber es gibt gewisse Parallelen. Beide leiten, wie es scheint, ein Tier-0-Meta mit nur einem wirklich konkurrenzfähigen Deck ein und beide wurden erst durch die TCG-spezifischen Setnummern 81-99 wirklich interessant.
Zu diesen gehört auch mein Platz, bei dem es sich, was wohl keine große Überraschung ist, um SPIORAL-Doppelhelix handelt.
Diese erschien im OCG zusammen mit Unterterror-Behemoth-Unterweltlerin, wohl, um das Extra Pack 2017 trotz der Mittelmäßigkeit der aus dem TCG übernommenen Themen zu verkaufen. Und ebenso wie die Unterweltlerin kommt auch die Doppelhelix jetzt ins TCG, auch wenn die Spione den Flipp-Monstern dadurch wie mit dem Raketenrucksack davon ziehen.
Im OCG erreicht das SPIORAL-Themendeck wie bereits erwähnt gerade Teilnehmeranteile von knapp 80% und wie die Ergebnisse der YCSen in Dallas und London vermuten lassen, werden es die Agenten mit der Lizenz zum Meta töten im TCG wohl auf ähnliche Zahlen bringen.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer war zumindest im OCG die neue Banlist, die alles andere als zimperlich mit den bisherigen Top-Decks umging. Dann ist da der Umstand, dass man der Link-Monster sei Dank seine SPIORAL-Schnellreparaturen zu stärkeren Monstern verarbeiten kann als die schwächlichen Rang-1-Xyz-Monster. Und dann gibt es da natürlich noch SPIORAL-Doppelhelix, weshalb diese sich auch den Platz des Siegers in diesem Artikel sichern konnte.
Wie das fehlende Puzzleteil ermöglicht diese eine Karte dem Deck zahlreiche Kombos, die zu benennen sowohl den Rahmen dieses Artikels als auch mein persönliches Wissen übersteigen würde. Jedenfalls enden sie alle in verrückten Feldern aus diversen Link-Monstern, wobei meist 2-3 Kopien von Firewall-Drache involviert sind. Die Doppelhelix nimmt dabei eine Rolle ein, die in etwa mit Aufzieh-Träger Zenmeilen vergleichbar ist, einer Karte, die damals nicht ohne Grund verboten wurde. Einmal pro Zug kann man mit ihm raten, was die oberste Karte vom Deck des Gegners für einen Kartentyp hat. Liegt man richtig, kann man ein SPIORAL-Monster von seinem Deck oder Friedhof auswählen und entweder der Hand hinzufügen oder als Spezialbeschwörung beschwören. Man kann davon ausgehen, dass man diesen Effekt eher nicht ins Blaue einsetzen wird, sondern dass man zuerst mit SPIORAL-Ausrüstung Drohne und SPIORAL-Superagent die oberste Karte des Decks auskundschaften wird, was aber problemlos möglich sein sollte. Dann ist neben der Möglichkeit, die Kombos zu verlängern, indem man SPIORAL-Schnellreparatur beschwört und von seinen nicht vorhandenen Aktivierungsbeschränkungen gebraucht macht, vor allem die Möglichkeit interessant, SPIORAL-Masterplan schnell und unkompliziert zu beschwören, was bisher immer ein Problem des Decks war. Gleichzeitig macht die Linkbeschwörung es ausgesprochen einfach, sie auf den Friedhof zu schicken und so ihren doppelten Sucheffekt auszukosten. Ein netter Zusatzeffekt der Doppelhelix ist außerdem, dass er auf dem Feld als Superagent zählt, was SPIORAL-Schnellreparatur ermöglicht, mit ihm auf dem Feld auf dieses zurück zu kehren, sobald er für die Linkbeschwörung auf den Friedhof geschickt wurde.
Ähnlich wie bei Aufzieh-Träger Zenmeilen ist der Effekt der Doppelhelix also gar nicht so spektakulär, viel eher bietet das Monster eine starke Möglichkeit, seine zahlreichen als Spezialbeschwörung beschworenen Monster zu verwerten und gleichzeitig die Kombos zu verlängern, die jedoch zum Großteil von anderen Karten getragen werden.
Das Ergebnis spricht jedenfalls für sich und auch wir dürfen uns wohl auf ein Monate SPIORAL-Format vorbereiten. Ob das nun ein Grund zur Freude ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Meine Meinung halte ich da jetzt mal ein bisschen zurück, wobei ich glaube, dass mir als Biologie-Student wohl doch eine andere Doppelhelix lieber ist ;)

Honorable Mentions


Wie immer zum Schluss noch einmal ein kurzer Überblick über Karten, die es leider nicht in die Top 10 geschafft haben, die ich aber trotzdem zu interessant finde, um sie zu ignorieren.
Für einen echten Geheimtipp halte ich zum Beispiel Föhntastischer Striborg. Dieser kann nicht nur zum Preis von einer Handkarte bis zu drei Karten des Gegners auf die Hand zurück geben, auch gibt er bei seiner Tributbeschwörung das Tribut automatisch auf die Hand zurück, was praktisch für Monster sein könnte, deren Effekte bei der Beschwörung aktiviert werden. Als Maschine der Stufe 5 ist er außerdem interessant, um Cyber Drachen Unendlichkeit zu beschwören.
Knapp die Top 10 verpasst haben außerdem Akasha-Magier, ein generisches Link-Monster, das ebenfalls gegnerische Karten auf die Hand geben kann und Ersatztrupp, die ähnlich wie Nachschubtrupp funktioniert und einen jedes Mal, wenn man 1000 Punkte Schaden nimmt, eine Karte ziehen lässt.
Dann gibt es da noch Mistar Sternenboy, der tolle Linkpfeile für Wasser-Decks bietet, Feuerkönig Avatar Arvata, der großartigen Support für sein Deck darstellt, Flinker Biber, der wie eine Fremdenführerin aus der Unterwelt für Rang-2-Xyz ist oder Einmal-Passcode, der eine Spielmarke der Stufe 4 mit 2000 ATK und DEF ohne Einschränkungen, was man mit ihr machen darf, zur Verfügung stellt.
Und auch die Sneak-Promo Hallohallo hat als erster komplett Einschränkungsfreier Pendel-Empfänger seine Daseinsberechtigung.
Daneben wurden auch noch einige neue Themendecks eingeführt, etwa Rokket, Metaphys und Crawler, die zwar alle nicht metatauglich sind, aber als Fundeck sicher geeignet.
Das alles macht CIBR meiner Ansicht nach auch zu einem der besten Sets, über die ich bisher einen Top-10-Artikel geschrieben habe.

Schlusswort


So, das war’s erstmal wieder. Wie findet ihr das neue Set? Seid ihr mit meiner Auswahl für die Top 10 zufrieden? Oder hätte eure anders ausgesehen? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen!
Ansonsten liest man sich beim nächsten Hauptset.

- Leseleff -