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Decks bauen ist gar nicht so einfach

von Deckcreator16 am 03.10.2018 um 09:21 Uhr
Inzwischen sind zwei Wochen seit der 200ten YCS vergangen und anhand dessen Ergebnisse und Decklisten wird fleißig im Competitiven Bereich gewerkelt. Denn aus den Event ist eine klare Dominanz vom Himmelsjäger-Deck zu entnehmen, was auch die Decks geprägt hat, die das Event getoppt haben. So wurde nicht nur das Himmelsjäger-Deck durch mehrere Himmelsjäger-Mecha - Adlerdüse im Main Deck sowie Zwillings-Twister dazu getrimmt, Backrow-Decks härter zu treffen sowie das Mirror Match eher zu gewinnen, sondern auch enorm starke Anti-Decks aufgebaut um puren Himmelsjäger-Decks das leben schwer zu machen. An dieser Stelle würde ich einfach mal die Kaiju-lastigen OTK-Decks(Als Beispiel hier einfach Mekk-Ritter-Beschworen oder das Crusadia-Deck) oder die Floodgate-lastigen Backrowdecks(Altergeist, Wahre Dracho und Paleozoisch als Beispiele) aufzählen. Doch besonders interessant empfand ich dann doch eher das Deck des Zweitplatzierten Dinh-Kha Bui. Dieser hatte nämlich ein stark gegen Himmelsjäger getechtes Brennender Abgrund Deck gespielt gehabt, welches auch die Quelle dieses großen Erfolgs sein dürfte.
Denn ein elementarer Kern seiner guten Platzierung lag in seinem Deckbau, wobei natürlich auch die Konzentration und Erfahrung des Spielers nicht ausgelassen werden darf. Doch allgemein find ich es sehr interessant dass die letzten Jahre bestimmte "Card Choices" einen signifikanten Unterschied auf den großen YCSs ausgelöst hatten.
So fällt mir Spontan die Europameisterschaft 2017 ein, bei welcher Mischwiedergeburt ein elementarer Grund war, weshalb Barberi sich den Sieg einholen konnte. Und auch im Spioral-Format war irgendwann Geistertrick-Väterchen-Frost als hilfreiches Mittel entdeckt worden. Man sieht also dass der Deckbau eine sehr elementare Rolle im Spiel einnimmt. Doch da ich parallel auch im Deck-Bau-Team bin sehe ich auch die vielen Deckbauanfragen, die immer wieder gestellt werden, und aufzeigen dass viele Spieler eben nicht alleine Decks zu entwickeln oder weiterzuentwickeln.

Und nachdem diese endlos lange Einleitung schon so viel eurer wertvollen Zeit gefressen hat möchte ich einfach zum Punkt kommen: im heutigen Artikel soll es primär darum gehen wie der gängige Weg aussieht, Decks zu bauen sowie auch Möglichkeiten diese gezielt zu verbessern. Aber auch alternative Wege sein Deck zu bauen möchte ich ansprechen, damit auch die erfahreneren Spieler etwas aus diesem Artikel mitnehmen können, um damit ihren Deckbau zu optimieren und zu verbessern.
Die Basics: von "Oben nach unten"

Wahrscheinlich steht nun die Hälfe von euch auf dem Schlauch, weil ich von "Oben nach unten" spreche. Im Grunde will ich damit aber nur auf ein Design-Schema abspielen welches man in der Programmierung verwendet. Dieses beschreibt nämlich dass man mit einem einfachen Grundgerüst beginnt(also beispielsweise dem obersten Ziel das erfüllt werden soll) und dieses dann in immer kleineren Details auslaufen lässt(beispielsweise könnte das Programm nicht nur das Primärziel erfüllen, sondern ggf. noch irgend eine Sonderfunktion). Und dieses kann man auch beim Deckbau verwenden.

Hierzu ziehe ich einfach mal folgendes Ziel als Beispiel: "Wir wollen ein Deck bauen, welches sich um Kuriboh und Vervielfachen dreht"[1].

Zuerst suchen wir uns also erstmal unsere Karten(in diesem Falle allerlei gute Karten aus dem Kuriboh-Thema, da es inzwischen auch ein sinniges Themendeck geworden ist) für das primäre Ziel heraus und packen sie in unser Deck. Das wären dann diese hier:

Monster: 6
3x Kuriboh
3x Geflügelter Kuriboh


Zauber: 6
3x Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung
3x Vervielfachen


Extradeck: 2
2x Linkuriboh

Wahrscheinlich kommt bei euch sofort die Frage auf, warum ich denn noch Geflügelter Kuriboh und Linkuriboh integriert habe. Dies habe ich gemacht da mir bei der Betrachtung von Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung auffiel, dass ersterer damit beschworen werden kann. Linkuriboh hingegen kann einfach beschworen werden indem man eines der beiden "Kuriboh"-Monster oder eine Spielmarke von Verfielfachen als Beschwörungsmaterial verwendet.

Normalerweise haben wir an diesem Punkt schon viel mehr Karten im Deck, da "echte Themendecks" meist schon mehr Karten hergeben und verpflichtend sind. Doch gerade weil sich auch diese Eigenschaft immer mehr verändert und die Anzahl Pflichtkarten eines Themendecks immer weniger werden, habe ich dieses Beispieldeck ausgewählt gehabt.

Der nächste Schritt ist schon etwas kniffliger, da man hier meist schon eine Menge Erfahrung mit vergangenen oder gegenwärtigen Decks und Karten benötigt. Denn jetzt suchen wir uns Karten heraus, die die primäre Strategie unterstützen, aber nicht zum eigentlichen Themendeck gehören. Dafür müssen wir uns aber erstmal die grundlegenden Eigenschaften unserer ausgewählten Karten heraussuchen.

So fallen zwei Elemente meiner Meinung nach besonders ins Auge:

  1. Kuriboh ist ein Finsternis-Monster, während Geflügelter Kuriboh ein Licht-Monster ist. Dies eröffnet die Wege natürlich für Chaos-Decks bzw. Karten aus dem Chaos-"Thema". Aber auch allgemeine Karten die mit Finsternis und Licht arbeiten sind nennenswert

  2. Alle gespielten Kuriboh-Monster haben die Stufe 1, weshalb sie ja auch so gut mit Linkuriboh harmonieren. Auch der allgemeine Support für Stufe 1 Monster ist nicht zu unterschätzen.

  3. Durch Verfielfachen lassen sich schnell und einfach viele Spielmarken generieren, die zwar nicht für eine Tributbeschwörung, dafür aber für Tribut-Effekte und/oder Synchro- und Linkbeschwörungen verwendet werden können.



Wenn ich mir nun die ersten beiden Punkte so anschaue muss ich sofort an das alte Chaos Piper Deck von 2011/2012 denken[2]. Dieses versuchte über gute Stufe 1 Monster und mystischer Flötenspieler Kartenvorteil zu generieren um anschließend große Chaos-Monster wie zum Beispiel Chaos Hexer beschwören zu können. Letzterer nutzte damals immer seinen Effekt und wurde anschließend über Formelsynchron zu starken Stufe 8 Synchromonstern weiterverarbeitet. Da aber der mystische Flötenspieler ein wenig in die Jahre gekommen ist(benötigt die Normalbeschwörung, zieht gezielt erstmal nur eine Karte, etc.) wird im folgenden auf ihn verzichtet aber Kernelemente des Deck übernommen.
Der letzte Punkt hingegen ist wieder ein interessantes Element. So sind nicht nur Kombinationen mit Dunkelster Diabolos, Herr der Höhle möglich(insbesondere weil auch Linkuriboh den Diabolos triggern kann), sondern auch Linkplays über starke "Mini-Themendecks" wie den Albtraumrittern möglich.

Auch bei diesen Schritt würde man sich in der "oben nach unten"-Methode alle passenden Karten heraussuchen und dem Deck integrieren:
Maindeck: 31
Monster: 18
3x Schwarz glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs
2x Dunkelster Diabolos, Herr der Höhle

3x Kuriboh
3x Geflügelter Kuriboh
3x Effektverschleierin
2x Albtraumritterin Beschädigerin Iblee[3.1]
1x Aufblühende Blumenzwiebel
1x Jet Synchron


Zauber: 13
3x Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung
3x Vervielfachen
3x Wau bist du?
3x Feindkontrolle
1x Einer für Einen


Extradeck: 7
2x Linkuriboh
1x Albtraumritter Einhorn
1x Albtraumritterin Meerjungfrau
2x Albtraumritter Phönix[3.2]
1x Albtraumritter Zerberus


Bis hier hin sind wir nun ziemlich weit gekommen. Der Rest des Decks wird dann mit Staples sowie Extradeckmonstern, die mit der Mechanik harmonieren oder den Gegner stören. Bis hier hin ist wohl auch schon aufgefallen dass das Deck schnell in Richtung eines Extralink-Decks ausgeartet ist, weshalb Karten die in modernen Gouki- oder anderen Extralink-Decks gespielt werden sinnvoll wären. Aber auch Handtraps die mit den Attributen und anderen Eigenschaften harmonieren wären plötzlich sehr sinnvoll, um den Gegner nicht nur zu stören, sondern auch die eigenen Karten voranzubringen. Wobei man sich an diesem Punkt erstmal mit Störelementen möglichst zurückhalten sollte(Erklärung dazu im nächsten Abschnitt).

Maindeck: 42
Monster: 22
3x Schwarz glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs
2x Dunkelster Diabolos, Herr der Höhle
3x Kuriboh
3x Geflügelter Kuriboh
3x Effektverschleierin
3x Geisteroger und Schneehase
2x Albtraumritterin Beschädigerin Iblee
1x Aufblühende Blumenzwiebel
1x Jet Synchron
1x Schleifgolem

Zauber: 20
3x Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung
3x Vervielfachen
3x Wau bist du?
3x Feindkontrolle
2x Sündenbock
1x Einer für Einen
1x Törichtes Begräbnis
1x Wiedergeburt
1x Seelenlast
1x Instantfusion
1x Topf der Begierden


Extradeck: 15
2x Linkuriboh
1x Linkspinne
1x Albtraumritter Einhorn
1x Albtraumritterin Meerjungfrau
2x Albtraumritter Phönix
1x Albtraumritter Zerberus
1x Proxydrache
1x Akasha-Magier
1x Firewall-Drache
1x Kalliberschwert-Drache
1x Topologik-Gumblardrache
1x Drei-Gatter Zauberer
1x Millenniumäugiges Opfer


Und damit wäre die erste Version schon fertig. An dieser Stelle merkt man auch schon dass man mit dem Deck in viele andere Richtungen gehen kann. So könnte man beispielsweise den Handkartenklau fokussieren, da alleine durch Verfielfältigen und Kuriboh über Topologik-Gumblardrache schon zwei Handkarten geklaut werden können. Oder man geht eher defensiv an die Sache, integriert noch Kaijus, spezialbeschwörungen im gegnerischen Zug wie Himmelsjäger-Mech - Hornissendrohne und/oder Topologik-Monster um ähnlich wie Din-Kha Buis Deckliste einen starken Anti-Himmelsjäger-Build zu bekommen sowie eine kontinuierliche Möglichkeit besitzt über Topologische Trisbaena oder Topologik-Bomberdrache Kontrolle auszuüben. Doch diese Punkte sind eher etwas für den nächsten Teil, nämlich dem "testen".
Testen auf Herz und Nieren - Anpassungen ans Meta(?)
Nun wo wir eine fertige Deckliste haben denkt ihr bestimmt wir würden damit direkt auf die nächste Regional gehen und diese damit toppen. Doch leider ist es nicht so einfach. Denn bisher wissen wir noch gar nicht wie gut dieses Deck performen würde. Wir müssen sie also mal auf Herz und Nieren testen. Dazu gibt es die verschiedensten Wege. Der simpelste Weg wären einige "Goldfisch-Tests" zu machen. Simpel ausgedrückt ziehen wir einige Starthände(bei diesem Deck 5 Karten, da man ) damit und schauen was sich damit anstellen lässt. Wenn man es sogar auf die Spitze bringen will schaut man auch wie gut das Deck um Handtraps herum spielen kann, und gibt dem Goldfisch beliebig viele Handtraps, mit denen er versuchen soll den Spielfluss möglichst stark zu unterbinden.
Ansonsten kann man diesen ersten "Build" gegen Freunde, auf Locals oder Online testen, um die Schwächen auszumachen. Wichtig ist hierbei dass man anders als beim "Goldfischen" besser mehrere Spielzüge beobachten kann. So kann man beispielsweise auch sehen wie die Ressourcen in mittellangen bis sehr langen Matches Entwicklung annehmen können, und wie gefährlich mögliche "Garnets" werden können.
Doch gerade das spielen gegen Freunde beziehungsweise auf Locals erfüllt hier einen weiteren Wert: man kann hier nach dem Spiel den Gegner darüber Fragen wie er das Deck empfunden hat, wo er die Schwachstellen sieht die er hat leicht angreifen können und an welchen Sachen er sich wirklich die Zähne ausgebissen hat.

Ich habe eine Vielzahl dieser Tests mal im voraus mit unserer Deckliste gemacht und dabei sind mir folgende Sachen negativ aufgefallen:

  1. Die Möglichkeit an Kuriboh zu kommen sind relativ gut ausgebaut. Problem stellt eher Verfielfachen dar, welcher Hart gezogen werden muss. Deshalb müssen wohl Stufe-1 Sucher gehen und dafür mehr Ziehkarten integriert werden.

  2. Wenn man die Kombo "Möglichkeit an Kuriboh zu kommen" und Verfielfachen

  3. Sündenbock war an sich keine schlechte Karte, bringt den Fokus auf 1st gehen nicht wirklich weiter. Also muss entweder der Fokus vom Extralink entfernt werden oder Sündenbock fliegen.

  4. Aufgrund von Geisteroger && Schneehase sowie Effektverschleierin ist der Anteil an Lichtmonstern sehr viel höher als der von Finsternis. Zwar wird dies durch das Extradeck ausgeglichen, aber sollte das beobachtet werden.

  5. Die Engine aus Feindkontrolle und Dunkelster Diabolos, Herr der Höhle standen zu sehr im Weg, da sie dem First-Charakter nur Minimal unterstützt haben. Gleiches galt auch für den Schwarz glänzenden Soldat

  6. Der zweite Linkuriboh kam nie zum nutzen. Hier wäre ein anderes Linkmonster optimaler gewesen.



Anhand dessen habe ich mir wieder die Deckliste genommen und sie etwas angepasst. Das wird vermutlich etwas überraschen, aber anders als es in meinen Kritikpunkten aufkommt habe ich den Fokus des Decks von einem "Going 1st"-Extralink-Deck zu einem "Going 2nd"-Deck umgerüstetm, welches über Topologig-Bomberdrache und Topologische Trisbaena die Karten des Gegners gezielt wegsprengen, oder überraschend über Kalliberschwert-Drache OTKen kann. Dies habe ich gemacht, da mir persönlich diese Spielweise mehr liegt und ich auch darin Möglichkeiten gesehen habe, den zweiten Kritikpunkt zu umgehen. Es werden einfach viel zu viele Karten in ein Extralink investiert, während ein "Topo-Feld" weniger Karten benötigt. Zudem: was bringt mir das Weltbeste (Kuriboh-)Deck wenn ich dessen Spielstil nicht mag[4]?

Maindeck: 42 40
Monster: 22 17
3x Schwarz glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs
2x 0x Dunkelster Diabolos, Herr der Höhle
3x Kuriboh
3x Geflügelter Kuriboh
3x Effektverschleierin
3x 0x Geisteroger und Schneehase
2x 1x Albtraumritterin Beschädigerin Iblee
1x 0x Aufblühende Blumenzwiebel
1x 0x Jet Synchron

1x Schleifgolem
3x Aschenblüte & Freudiger Frühling

Zauber: 21 23
3x Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung
3x Vervielfachen
3x 0x Wau bist du?
3x 0x Feindkontrolle

2x Sündenbock
1x Einer für Einen
1x 0x Törichtes Begräbnis
1x Wiedergeburt
1x Seelenlast
1x Instantfusion
1x 2x Topf der Begierden
3x Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff!
1x Himmelsjäger-Mecha - Hornissendrohne
1x Himmelsjäger-Mecha - Haikanone
1x Himmelsjäger-Mecha - Adlerdüse
1x Himmelsjäger-Mecharsenal - Herkulesbasis
1x Nachfolge des Weltvermächtnisses
1x Emporkömmling Goblin


Extradeck: 15
2x 1x Linkuriboh
1x Linkspinne
1x Albtraumritter Einhorn
1x 2x Albtraumritterin Meerjungfrau
2x 1x Albtraumritter Phönix
1x Albtraumritter Zerberus
1x 0x Proxydrache
1x Akasha-Magier
1x 0x Firewall-Drache
1x Kalliberschwert-Drache
1x 0x Topologik-Gumblardrache
1x 0x Drei-Gatter Zauberer

1x Millenniumäugiges Opfer
1x Raumisolator
1x Saryuja-Schädelschrecken
1x Topologische Trisbaena
1x Topologik-Bomberdrache
1x Himmelsjäger-Ass - Kagari


Was habe ich nun effizient verändert? Zuerst einmal habe ich mich wie gesagt entschieden den Fokus vom U zu legen und stattdessen eher die vereinzelten Link-4 Monster zu fokussieren. Denn ein Extralink braucht im günstigsten Fall 8 Monster, welches selbst bei einer Hand aus Kuriboh und Verfielfachen noch eine Menge Zusatzmaterial benötigt. Deshalb habe ich mich an eine Kombo zurückerinnert, welche man im Himmelsjäger-Deck eine Zeit lang gesehen hat. Diese benötigt nur die Möglichkeit ein Link-2-Albtraumritter zu beschwören ohne seine Normalbeschwörung zu verbrauchen benötigt sonst nichts aus dem Himmelsjäger-Deck. Das Endergebnis ist dann je nach Wahl ein Link-4 Topologik-Bomberdrache oder Kalliberschwert-Drache, ein Link-3 Topologische Trisbaena oder ein solides Feld aus Albtraumritter Phönix mit Albtraumritter Einhorn Kreuzgelinkt in der Main Monster Zone[5]. Und selbst die Kombination Verfielfältigen + "Weg um Kuriboh zu bekommen" ist stark verbessert worden. [6]
Und selbst wenn man mal wieder nicht an Kuriboh beziehungsweise Verfielfachen kommt, lässt sich einiges mit den kleinen Link Engines anstellen. Entweder versucht man über massig Zauberkarten und Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff! hereinzuziehen(und zugleich einen Schutz für die Topologik Bossmonster über die Adlerdüse zu suchen) oder kann auch über Schleifgolem massig Karten erzeugen. Selbst Sündenböcke können unter einen topologischen Monster ähnlich wie auch Himmelsjäger-Mech - Hornissendrohne und Himmelsjäger-Mech - Haikanone aggressiv genutzt werden.
Eine andere Art des Deckbaus: das Maximum-Prinzip
Die obere Methode ist generell gesehen die simpelste Methode um ein Deck zu entwerfen. Doch es gibt noch eine andere, eher weniger verbreitete Variante. Bei dem regulären Weg suchen wir ja gezielt erstmal nur die Karten die uns als erstes einfallen und wir hören sofort auf wenn wir einen Wert zwischen 40 und 45 Maindeckkarten erreicht haben. Dies ist an sich auch gut so, doch gerade wie man es an meinem Beispiel sieht fallen einem erst während des testens auf, dass die eingeschlagene Richtung scheinbar nicht optimal war und muss somit nochmal große Umbauarbeiten am Deck vornehmen. Außerdem kann man so bei einem komplett neuen Deck das man zuvor noch nie gespielt hat schnell verheddern und die eigentliche Spielweise übersehen. Deshalb gibt es noch eine weniger bekannte Variante die ich "Maximal-Prinzip" nenne. Bei dieser sucht man nicht nur nach synergierenden Karten bis man ein vollständiges 40 Karten Deck zusammen hat, sondern sucht solange bis einem absolut nichts mehr einfällt. Besonders interessant sind an dieser Stelle Karten die auch nur mit einem Bruchteil der Themeneigenen Karten synergieren, welche man ansonsten überhaupt nicht bedacht hätte. So erhält man im optimalen Fall an die 200 oder mehr Karten, falls man nur Online testet wären aber auch 60 verschiedene Karten denkbar. Diese packt man bestmöglich in einem Deck und beginnt dann mit den Tests. Das erscheint ungewöhnlich, da man so sehr merkwürdige Starthände und allgemein Hände bekommt. Dies sollte man dann bestmöglich herunterspielen und man wird schnell erkennen welche Karten recht schnell zu "Bricks" verkommen. nachdem man dies einige male probiert hat entfernt man schlussendlich die Bricks und nähert sich somit schlussendlich Stück für Stück dem Wunschdeck an(falls man sich hingegen für 60 verschiedene Karten entschieden hat ist es sinnvoll erstmal alles auf volle Playsets rausrotieren zu lassen und erst dann auf das Minimum zu reduzieren).
Vorteil dieser "Technik" ist es dass man sich mehr mit seinem Deck vertraut macht und zugleich auch aus den minimalsten Händen den größten Wert herausziehen kann. Außerdem kann man sich, wenn man das Deck dann abschließend auf 40 bis 45 Karten optimiert hat sicher sein, dass man alle Karten bedacht hat, die man spielen wollte und hat zugleich auch Gründe warum man diese nicht spielt.
Problem an der Sache ist natürlich dass auf diese Art viel mehr Testing betrieben werden muss, bis man zu einem spielfertigen Deck gelangt ist. Daraus folgt natürlich auch dass man mehr Zeit benötigt um etwas funktionstüchtiges auf die Beine zu stellen.
Auch wenn es anfangs etwas ungewöhnlich erscheint kann ich diese Deckbaumethode nur jedem ans Herz legen einmal auszuprobieren(gegebenenfalls auch in einem weniger extremen Ausmaß). Ich selber habe diese Technik lange Zeit verwendet und würde sie wohl auch heute noch häufiger benutzen, wenn ich noch die entsprechende Zeit aufopfern könnte.
Der Böse Netdeck - Oder ist er doch hilfreich?
Das beliebteste Streitthema in der Community ist und bleibt natürlich der Netdeck. Netdecken bezeichnet im Grunde dass man kein Deck, wie oben beschrieben, vom Kern auf selber baut, sondern sich eine vollständige Deckliste von irgendwem, bevorzugt aus dem Internet (sieh dem Namen "Net" in Netdecken), zu kopieren und diese zu verwenden.
Für viele ist das netdecken aber meist negativ geprägt, da ein Deck ja nur 1:1 von jemand anderen kopiert wurde und weder Zeit noch Engagement in die Deckliste des Netdeckers von sich selbst aus eingeflossen ist. Doch hier sehe ich eher das Problem dass die meisten nur den komplett negativen Eindruck erkennen (wollen). Doch auch hier gibt es eine Menge Vorteile die man gerne mal übersieht.
Einer davon ist es, "dass man das Rad nicht immer wieder neu erfinden muss". Gerade die anderen beiden Methoden neigen dazu, dass man viel Zeit damit verschwendet genau dieses Rad was tausende andere vor einem schon gebaut haben in all seinen Elementen neu zu erfinden. Das fängt schon bei gewöhnlichen Deck Cores an. Denn insbesondere wenn man das Maximum-Prinzip häufig genug auf ein einzelnes Deck anwendet wird man im Regelfall zu den selben Ergebnissen kommen, den auch andere Leute mit deren "Standardlisten" erreicht hat.
Zudem hilft es enorm, wenn man ein genetdecktes Deck austestet, wenn man das Deck im Grundprinzip nicht verstanden hat. Hierfür ziehe ich einfach mal mich selber als Beispiel heran:
Als damals 2012 Nixenrüstung im TCG releast wurde habe ich selber absolut nicht verstanden was eigentlich so toll an dem Deck sein soll. Für mich war es damals nur ein Deck was sehr schnell einen leichten OTK aus Nixenrüstung Abyssmegalo und Tiefseetaucherin machen konnte. Schließlich konnte man mit Abyssmegalo die beiden Atlantisch-Monster abwerfen, welche gezielt Karten des Gegners zerstören konnten, die einem OTK im Wege standen und anschließend über die Taucherin und dessen beschworenen Monster 8000 Schaden drücken. Erst nachdem ich mir eine Deckliste von Alpay Engine genetdeckt habe und einige Runden gespielt habe, merkte ich erst dass sich das Deck nicht um die anderen beiden Atlantisch-Monster drehte sondern eher um Atlantischer Dragoner und allgemein die enorme Konstanz die einem das Deck durch Sucher wie beispielsweise Nixenrüstung Abysshecht gegeben hat[7].

Ein anderer Faktor der gerne übersehen wird sind die Mikro-Anpassungen der jeder bei einem Deck durchführt. Denn nur selten wird ein Deck so jungfräulich angefasst wie es kopiert wurde. Es gibt immer einzelne Karten über die ein jeder Spieler anders denkt als von denen, wo er sich hat inspirieren lassen. Und auch wenn es meist nur minimal erscheint sind es schon kleine Anpassungen der Techs oder Side Deck Karten die ein Deck enorm verändern können. Nehmen wir einfach das Doppel-Iblee-Beispiel:
Die Wahrscheinlichkeit mit einer Iblee im Deck eine davon auf der 5-Karten-Starthand zu ziehen liegt bei etwa 12,50%, also etwa jedes 8. Spiel. Erhöht man Iblee hingegen auf 2 Kopien so steigt diese Wahrscheinlichkeit auf 22,44%, also etwa jedes 4. Spiel, während der Start mit zwei Iblees bei etwa 1,28% liegt und somit gerade mal in jedem 100. Spiel auftritt. Wir haben also nur eine minimale Sache verändert und rein von der Wahrscheinlichkeit die komplette Dynamik verändert. Man stelle sich jetzt nur vor man erhöhe beispielsweise die Anzahl der gespielten Topf der Begierden um eine Karte oder integriert eine Karte, die man sonst eher im Side Deck spielt direkt im Main Deck(so erhöht man Die Wahrscheinlichkeit sie in minimum eines von drei Spielen zu ziehen enorm).

Doch netdecken hat einen anderen besonderen Fakt: je länger man es fabriziert, je mehr Ideen vergangener und gegenwärtiger Decks kann man in ein neues Deck investieren.
Ich erkläre dass einfach mal anhand dieses Kuriboh-Decks. Zuerst hatten wir den Grundbaustein des Decks anhand des alten Chaos Piper Link inspiriert gebaut und es mit modernen Karten aufgefrischt. Dies konnte ich nur machen weil ich dieses "damalige Under Dog Deck" kannte und sogar selber eine Zeit lang gespielt habe. Aber auch moderne Einflüsse aus anderen Decks wurden in das Deck integriert. Angefangen bei der doppelten Iblee wo ich mir die Inspiration aus einem der neueren Gouki-Decks genommen habe oder auch das abkupfern der Iblee-Kombo des Himmelsjäger-Decks. Selbst der Schleifgolem, von welchem die Kombos ja auch einige Zeit lang im OCG gewütet haben, konnte ich so integrieren. Selbst aus dem (degenerierten) Gouki-FTK habe ich eine interessante Facette übernommen: die Möglichkeit mit Albtraumritter Zerberus unter einem Topologik-Bomberdrachen weiterzulinken.
Dies war alles nur möglich da ich meinen Wissensdrang offen gehalten habe und mir nicht nur angeschaut habe, wie die gegnerischen Kombos funktionieren um ihre größten Schwachstellen zu finden, sondern um sie auch abgewandelt in mein Deck zu integrieren. Denn das fatalste was man machen kann ist es sich NICHT mit einem Deck zu beschäftigen, ob man es nun leiden kann oder nicht, oder ob es nun Meta ist oder einen FTK darstellt oder nicht, und somit solche möglichen Interaktionen zu übersehen. Und wenn man sich schlussendlich nur bei den Side Decks anderer Themen inspirieren lässt um damit die besseren eigenen Side Deck Optionen zu finden: Wissen ist enorme Macht und ich denke aus meiner Einleitung ist hervorgegangen dass der Deckbau, zudem auch solche Recherchen gehören, das A und O sind, um erfolgreich zu sein oder einfach nur ein gut funktionierendes Deck zu bauen. Und auch wenn man dieses Wissen noch nicht hat, weil man beispielsweise erst vor kurzen wieder in das Spiel eingestiegen ist: es gibt nichts sinnigeres als über das beobachten und verstehen anderer Decks und Decklisten diesen Wissensmangel aufzuholen und so sein Reperteur stetig zu erweitern.
Fazit: Wie wäre es mit einem neuen Deck?
Schlussendlich ist es jedem selber überlassen wie man sein Deck baut und wie man die Probleme analysiert und zu beheben versucht. Dies sollte nur einen kurzen Einblick bringen wie ich teilweise den Deckbau angehe aber auch wie man es anders angehen kann als auch mit dem alten Klischee des Netdecks ein wenig aufzuräumen.
Was denkt ihr über den Deckbau? Kennt ihr noch andere Methoden ein Deck zu bauen? Wie steht ihr zu Netdecken beziehungsweise "Adaption" anderer Ideen? Oder habt ihr gar noch einen anderen Blick auf die Dinge? Dann schreibt es doch im Diskussionsthread.




[1] Lustigerweise nehm ich dieses Deck nicht nur aus Zufall als Beispiel. Ich habe vor kurzen genau ein solches Deck gebaut, einfach weil mich einige Freunde darauf aufmerksam gemacht haben, wie interessant doch multiplizieren durch die Linkmechanik geworden ist. Zudem ist es ganz sinnvoll ein Deck zu nehmen welches als "ungelöst" bezeichnet werden kann. Denn da zeigen die Techniken meiner Meinung nach den meisten Erfolg.

[2] Gut. An dieser Stelle muss ich noch hinzufügen dass selbst 2012 das Chaos Piper eher ein Underdog war und deshalb nicht so geläufig ist, selbst unter den älteren Spielern. Deshalb verlinke ich Hier einfach mal deren Thread.


[3] Nein, das war volle Absicht mit der doppelten Iblee. Die Begründung ist relativ simpel: Iblee ist im Regelfall eine One-Off die man nicht auf der Hand sehen will, da man ohne sie nicht mehr den mächtigen Effekt von Albtraumritterin Meerjungfrau verwenden kann. Deshalb habe ich zwei Stück integriert. Zwar sind dann Starthände mit 2 Iblee auf der Starthand sehr sehr schwach, und es passiert häufiger dass man auch minimum eine Kopie auf der Hand hat, doch dafür ist die Wahrscheinlichkeit genau zwei zu ziehen und gelähmt zu sein sehr viel geringer. Doch um fair zu sein ist diese Idee nicht von mir: schon diesem Deckprofile von Marcello Barberi mit Gouki von der YCS in Utrecht wurde die doppelte Iblee verwendet, um das Brick-Risiko zu vermindern.
Und außerdem habe ich mich für 2 Albtraumritter Phönix entschieden. Denn seit dem Verlust von Albtraumritter Goblin benötigt man mehr von den anderen beiden Albtraumrittern, um stattdessen diese in Albtraumritterin Meerjungfrau umzuwandeln. Doch ob man nun mehr Phönix oder Albtraumritter Zerberus spielt ist eher Geschmackssache beziehungsweise von den Matchups abhängig.


[4] Hahaha. Tut mir leid, aber selbst ich kann diesen schlechten Scherz nicht ernst durchziehen... Es gibt bestimmt noch einige bessere Wege um mit dem Deck zu experimentieren.


[5] Auch hier will ich euch die Quelle geben. Zudem sieht man in dieser sehr schön die Kombo, sodass ich mir das abtippen sparen kann:
Link zum Video
Einziger Unterschied zu vorher: anstatt einen Kalliberlade-Drache zu bauen wird man in diesem Deck eher einen Kalliberschwert-Drache hinlegen.


[6] Ach mist, jetzt muss ich ja doch wieder Kombos schreiben:
Starthand: Verfielfachen + Die Flöte der Kuriboh-Beschwörung(oder eine andere Möglichkeit Kuriboh spezial zu beschwören) + 1 Handkarte
1. Beschwöre Kuriboh durch die Flöte aus deinem Deck. Benutze Verfielfachen und erzeuge fünf Kuriboh-Spielmarken.
2. Nun verwende eine der Spielmarken die unter eine Extra Monster Zone liegen für Linkspinne. Lege sie wenn möglich in eine Extramonsterzone die auf der gegnerischen Main Monster Zone blockiert wurde. Es ist wichtig dass diesmal die andere Main Monster Zone auf der gegnerischen Seite "frei" ist.
3. Aus der Spielmarke unter der anderen Extra Monster Zone machst du Linkuriboh.
4. Die mittlere Spielmarke und Linkuriboh werden zu Albtraumritter Zerberus und er kann wahlweise eine Karte zerstören oder nicht, da man ja eine Karte zieht.
5. Aus Linkspinne und einer weiteren Spielmarke(Falls Zerberus Linksseitig liegt MUSS die linke Spielmarke verwendet werden) wird Albtraumritter Phönix gebaut um wahlweise eine weitere Karte zu zerstören und eine Karte zu ziehen(falls man den Phönix neben den Zerberus baut).
6. Der Phönix wird anschließend dafür benutzt um damit Albtraumritterin Meerjungfrau zu bauen. Diese nutzt ihren Effekt um Albtraumritterin Beschädigerin Iblee zu beschwören und wieder eine Karte zu ziehen.
7. Iblee wird anschließend zu einer weiteren Meerjungfrau umgewandelt, während Iblee unter die noch freie Extra Monster Zone beschworen wird.
8. Nun vereinigt man die beiden Meerjungfrauen und beschwört damit Akasha-Magier die in die Extra Monster Zone beschworen wird, unter welcher Iblee aber nicht Zerberus liegt. Damit bekommt man Iblee wieder auf die Hand.
9. Anschließend beschwört man Iblee als Normalbeschwörung, sodass man damit erfolgreich Phönix wiederbeleben kann. Wahlweise kann der "Sucheffekt" von Akasha-Magier verwendet werden, sollte Phönix genau unter Akasha beschworen worden sein.
10. Aus Phönix und Akasha-Magier baut man nun Topologik-Bomberdrache, wahlweise und je nach Situation aber auch Topologische Trisbaena oder Kalliberschwer-Drache sind denkbar. Oder, falls man Zerberus optimalerweise unter die rechte Extra Monster Zone gelegt hat und Phönix dadurch unter die Rechte kann man aus Akasha-Magier und Albtraumritterin Beschädigerin Iblee Albtraumritter Einhorn bauen und genau zwischen die beiden Albtraumritter platzieren um erneut eine Karte abzuwerfen, eine Karte vom Gegner weg zu mischen und eine Karte zu ziehen.
Am interessantesten ist an diesem Punkt aber Topologik-Bomberdrache oder Kalliberschwert-Drache, welche man so beschwören sollte, dass sie über den Zerberus liegen. Denn dadurch sind beide Monster kreuzgelinkt, weshalb der Bomber keine eigenen, kreuzgelinkten Linkmonster umbringt sowie selber nicht durch Karteneffekte zerstört werden kann, oder im Falle von Kalliberschwert dieser weder durch Kampf noch durch Karteneffekte entsorgt werden kann.
11. Falls man sich für einen der Topologik-Monster entschieden hat, wird man an diesem Punkt noch eine Kuriboh-Spielmarke haben, um den Linkuriboh im gegnerischen Zug genau in die Zonen des Topologik-Monsters beschwören zu können und damit die entsprechenden Karten in die Luft jagen kann.

Was macht man aber wenn der Kuriboh die Normalbeschwörung schon verbraucht hat? Das ist dann zwar schon um einiges schwächer, aber immer noch nennenswert:
Verfielfachen + Kuriboh + 1 Handkarte
1. Beschwöre Kuriboh als Normalbeschwörung. aktiviere Verfielfachen und erzeuge aus dem Kuriboh 5 Spielmarken.
2. Beschwöre aus eine der Spielmarken Linkuriboh. Aus der zweiten Spielmarke wird dann Linkuriboh erzeugt.
3. Eine weitere Spielmarke und Linkuriboh werden zu Albtraumritter Zerberus oder Albtraumritter Phönix weiterverarbeitet. Wahlweise können dessen Effekte verwendet werden, nur dass man dadurch keine Karte zieht(beachten, da man minimum noch 1 Handkarte benötigt). Außerdem muss zu diesem Zeitpunkt eine Extra Monster Zone von Spielmarken frei sein.
4. Aus Zerberus wird eine Meerjungfrau gebaut die wiederum ihren Effekt verwendet um Albtraumritterin Beschädigerin Iblee zu beschwören. Auch Iblee wird für eine zweite Meerjungfrau verwendet und direkt unter einer komplett freien Extra Monster Zone auf der gegnerischen Seite platziert.
5. Erneut werden beide Meerjungfrauen zu Akasha-Magier weiterverarbeitet um so Iblee auf die Hand zu nehmen.
6. Jetzt wird der Effekt von Linkuriboh verwendet, eine Spielmarke als Kosten angeboten und aus dem wiedergeborenen Kuriboh sowie einer weiteren Spielmarke das jeweils andere Albtraumritter-Link-2 gebaut werden. Falls man es möchte kann hier auch der Effekt von Akasha-Magier verwendet werden um das Deck auszugraben.
7. Nun wird Akasha-Magier und der entsprechende Albtraumritter zum gerade notwendigen Topologic weiterverarbeitet. Ab diesen Punkt hat man noch eine letzte Spielmarke um den Topo wieder im gegnerischen Zug zu zünden.
8. Die nun auf der Hand befindliche Iblee kann nun entweder dafür benutzt werden um aus einem gebrochenen Board wieder zurückzukehren, oder im Falle von Topologik-Bomberdrache ist es möglich Iblee in die linke, verlinkte Main Monster Zone vom Bomber Drachen beschworen zu werden. Anschließend muss sich der Bomberdrache als Kettenglied 1 aktivieren, während Iblee ihren Effekt als Kettenglied zwei(Optional) anketten kann und somit den Albtraumritter Zerberus direkt unter den Bomber Drachen zu beschwören. Anschließend löst der Effekt vom Bomber auf und zerstört einzigst Iblee, da der Zerberus kreuzgelinkt ist. Wenn man Clever ist beschwört man anschließend Iblee auf die gegnerische Seite und kann so dafür sorgen dass der Gegner keine floatenden Spezialbeschwörungen mehr verwenden kann, während man dessen neues Board bricht.

Diese beiden Kombos sind bisher nur ein Anfang. Vermutlich findet man noch einige andere Wege diese Kombos zu bauen oder sie sogar noch zu optimieren. Doch soll dies erstmal nur als erste Idee dienen.


[7] Ich denke hier muss ich für die jüngeren Spieler noch etwas mehr erläutern: Damals gab es noch nicht so viele Sucher-Effekte wie heute. Deshalb war es eher eine Überraschung wenn ein Deck einen themeneigenen Sucher hatte, der auch noch mit der Mechanik synergierte.