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Die besten Karten aus 2019 - Platz 7 bis 9

von Deckcreator16 am 18.12.2019 um 22:16 Uhr
Willkommen Leute. Zwar haben euch Voltii und Leseleff inzwischen schon drei Teile dieser Artikelreihe geliefert, sodass es wirkt als wäre ich zu spät zu dieser Partie hinzugestoßen(die Wahrheit war eher dass die beiden darauf Rücksicht genommen haben, dass ich zuvor ja auf der YCS in Mailand war sowie da ich durch mein normales Artikel-Pensum und zeitgleich meinem realen Leben einiges auf meiner ToDo-Liste hatte), doch nichts desto trotz möchte auch ich einen Teil beitragen. So werde ich euch nicht nur heute die Plätze 9 bis 7 präsentieren, sondern noch mindestens ein zweites mal werdet ihr von mir in dieser Reihe zu hören bekommen. Wann genau lass ich aber erstmal noch im dunklen.

Da ich mich aber an meinen Vorgängern anschließen möchte erzähle auch ich ein wenig über das vergangene Jahr.
Auf der "Yu-Gi-Oh" Seite gab es einiges zu berichten: so habe ich dieses Jahr nicht nur die Deutsche und die Europäiche Meisterschaft besucht, sondern zugleich auch alle vier europäischen YCS's und so viele Regionals, dass man es nicht mehr zählen kann. Trotz allem blieben die Erfolge nur mittelmäßig. Während das Jahr zwar noch mit einem 65. Platz(bei Top 64 Cut) auf der ersten YCS gestartet hat, gab es nur noch paar Topper auf Regios. Und für die, die mich dafür gerne aufziehen: weiterhin keine die besser als T5-T8 waren und daraus folgernd nur die Matte alleine. Zumindest war einer dieser "Tops" noch auf der German Open in Berlin gewesen, weshalb ich nicht komplett enttäuscht sein muss.

Ansonsten gabs im realen Leben jetzt nicht soo viel zu erzählen(bzw. was ich erzählen könnte), eben weil ich halt literally nur auf der Arbeit, in der Uni oder auf Yugi-Events war. Deshalb gibt es von mir an dieser Stelle die notwendige Portion Anime-Fanboy:
in diesem Jahr hatten wir nämlich nicht nur die Fortsetzung des bis dato gerade mal begonnenen Sword Art Online Alicization-Arcs(inklusive der ersten hälfte des Alicization - War of Underworld-Subarcs) sondern auch andere große Reihen wie Attack On Titan, Danmachi, One Punch Man, Food Wars und Fairy Tail bekamen eine Fortsetzung. Welches besonders bei den letzten zwei wichtig ist, da diese sogar ihr Serienfinale bekommen hatte.
Und apropo Serienfinale: auch Yu-Gi-Oh! Vrains fand in diesem Jahr sein (recht verfrühtes) Ende, und anders als gewohnt startete nicht direkt der nächste Anime. Genaueres zum Nachfolger sollten wir aber in den nächsten Tagen und Wochen erfahren.

Abschließend möchte ich an dieser Stelle nochmal auf einen Anime-Neuzugang eingehen, der mich dieses Jahr besonders vom Hocker gehauen hat: Dr. Stone. Während der Anime mir zu beginn sorge gemacht hatte, dass er mit seiner sehr seichten Comedy und seinem recht einfachen Prinzip ein möglicher Rückfaller werden könnte(sprich er startet gut, wird irgendwann aber träge), wurde ich vollends überrascht. Besonders der "Village-Arc", welcher Anfangs eher wie ein Griff ins Klo erschien, hat sich zum Ende dann doch zu einem meiner Meinung nach meisterhaften Teil der Story entwickelt, da er unter anderem auf winzige Details eingeht, die man in der heutigen Welt einfach nicht mehr acht gibt(beispielsweise wenn man als jemand mit "Schwummeritis" das erste mal die Welt in scharf sieht oder so einfache Sachen wie das Licht das eine "Glühbirne" erzeugen kann).

Kommen wir jetzt aber mal zu dem, worauf ihr alle gewartet habt, nämlich die Plätze 9 bis 7:
Platz 9: Topf der Extravaganz

Den neunten Platz hat in unserem Ranking der Topf der Extravaganz eingenommen, welcher eine interessante Ergänzung zum Topf der Begierden darstellt, da er eben genau einen anderen Bereich abdeckt, den sein Vorgänger nicht erfüllen kann.
Dabei unterscheidet er sich zu seinem Vorgänger darin, dass man keine Karten vom Main Deck, sondern dem Extra Deck verbannen kann, um zwischen ein oder zwei Karten zu ziehen(was am Rande erwähnt auch eine Besonderheit ist, da man durch ihn Entscheidungsgewalt bekommt). Zum Ausgleich hat dieser Topf aber die Einschränkung bekommen, dass man ihn nur zu Beginn der Main Phase 1 aktivieren darf und anschließend keine Zieh-Effekte mehr benutzen kann. Dies bedeutet dass es einem wenig bringt in die Karte hereinzuziehen beziehungsweise sie mit anderen Zieh-Karten zu kombinieren.
Zugleich beschränkt die Karte keine Such-Effekte, weshalb er sich grandios in Decks integrieren lässt, die ihr Extra Deck wenig bis gar nicht benötigen, und von Natur aus keine Möglichkeit besitzen, Karten zu ziehen. Dies trifft unter anderem auf das Unterterror- oder das Altergeist-Deck zu, weshalb man ihn hier auch schon als klare Staple interpretieren kann, und auch viele andere Rogue Decks scheinen ihren Spaß mit dieser Karte zu haben. Doch auch wenn diese Karte bisher nur in Decks gespielt wurden, die nicht (mehr) dem Tier 1 zugeordnet werden konnte, ist sie als generische Zieh-Karte jederzeit wieder eine Karte, die gefährlich werden kann. Und wer dafür ein Beispiel brauch, der schaue einfach mal was Karte des Untergangs für Wahrer Dracho ist(ich würde wetten, wäre Karte des Untergangs auf eine oder null Kopien reduziert, Wahrer Dracho wäre komplett aus dem Format genommen).
Platz 8: I:P Maskarena

Auf unseren achten Platz hat es die Karte geschafft, die wir auch auf den Regional-Playmats der aktuellen Season sehen dürfen. Und da ist sie nicht nur alleine wegen ihres "Waifu-Charakters".
Denn als eine der vielen, verfügbaren Link 2 Monster besitzt die Karte mehrere Eigenschaften, die die bisher beliebten generischen Link Monster wie Psi-Hüllenlord - Lambda, Streifenpolizistin aus der Unterwelt oder LANphorhynchus aus dem Rennen kicken konnte.

Zwar bietet sie anders als die drei zuvor aufgezählten Karten viel schwerer zu erfüllende Beschwörungsbedingungen(zwei Nicht-Link Monster sind halt schwerer als 2 Monster), doch macht dies im Regelfall eh keinen Unterschied, da die drei aufgezählten Karten meist eh die ersten beschworenen Linkmonster dargestellt haben. Teilen tut sie dabei die relativ gut platzierten Link Zeiger, welche nach unten-Links und unten-Rechts zeigen sowie die Eigenschaft eines Finsternis-Monsters, welche insbesondere mit Karten wie Chaosdrache Levianier wieder sehr wichtig werden kann.

Jetzt kommt aber der Clou an dem ganzen. Denn während die drei zuvor genannten Karten meist keine Verwendung für ihre Effekte finden konnten oder im falle von LANphorhynchus garnicht erst welche besaßen, so ermöglicht es I:P Maskerena, dass man mit ihr eine "Schnell-Linkbeschwörung" im gegnerischen Zug durchzuführen, so wie man es von Karten wie Formelsynchron für die Synchromonster kennen gelernt hat. Als weitere Kirsche obendrauf werden Linkmonster, die mit ihr gebaut wurden, unzerstörbar von Karteneffekten, was schon ziemlich ekelhaft werden kann, wenn man dies mit Monstern kombiniert die eh schon Unzerstörbarkeiten(wie Kalliberschwert-Drache), Unwählbarkeiten(wie bei Kalliberlade-Drache) oder ähnlichen Konditionen(zum Beispiel bei Mekk-Ritter Crusadia Avramax der nicht nur Unwählbar ist sondern zugleich alle anderen Monster vor der Zerstörung im Kampf beschützen kann).

Diese Karte alleine hat Orcust, speziell der neue Build Orcust-Himmelsjäger, zu dem Erfolg verhofft, den es in den letzten Monaten ergattern konnte. Denn hier kann man die "Einschränkung" des Nicht-Linkmonster-Materials dadurch umgehen, dass man Dingirsu als XYZ-Monster über ein Linkmonster legen kann. Und da Maskarena auch noch "zufällig" ein Finsternis-Monster ist, juckt es sie nicht, dass man nach der Aktivierung eines Orcust-Effektmonsters nur noch Finsternis-Monster beschwören darf...

Alles in allem also eine mächtige Karte. Und wenn man bedenkt dass wir erst einen kleinen Ausflug in ihren Möglichkeiten gesehen haben, und man sie voraussichtlich auch im Folgejahr noch mehrfach sehen wird, haben wir uns dafür entschieden sie in unserer Auflistung der Top-Karten des Jahres mit aufzunehmen. Wäre sie Anfang des Jahres erschienen hätte ich aber schwer vermutet, wäre sie auch noch sehr viel weiter oben in diesem Ranking gelandet.
Platz 7: Grosalamander Gazelle

Der nächste Vertreter in unserem Ranking hat im Grunde alleine dafür gesorgt, dass das Grosalamander-Deck von einem netten Nischen-Deck zum Top Contender des Jahres 2019 aufgelevelt wurde. Was besonders dadurch interessant geworden ist, da es fast ausschließlich aus drei Structure Decks(welche alleine durch den Common-Reprint von Aschenblüte und Freudiger Frühling zu einem der besten Produkte des Jahres geworden wäre) sowie drei Kopien von Grosalamander Sonnenlichtwolf zu einem Funktionstüchtigen Deck geworden ist(wobei sich dies durch kommende Releases und Veränderungen im Format natürlich geändert hat beziehungsweise etwas mehr investiert werden musste).

Dabei ist die Karte simpel wie effektiv. Der erste Effekt erlaubt es der Gazelle sich selber spezial von der Hand zu beschwören, wenn eine Grosalamander-Monster auf den Friedhof gelegt wurde. Dabei ist es der Karte egal ob die Karte von dem Spielfeld, der Hand oder gar dem Deck auf den Friedhof gelegt wurde.
Die Gazelle muss nichtmal auf der Hand gewesen sein, als die Karte zum Friedhof gelegt wurde, sondern konnte auch während des "zum Friedhof geschickt werdens" der Hand hinzugefügt werden, um sich selber als Spezialbeschwörung zu beschwören. Das alleine war schon besonders stark gewesen, da sie dem Deck Geschwindigkeit gegeben hat, und in Kombination mit einem Stufe 3 Monster recht schnell zum XYZ-Monster Grosalamander Wunderhengst weiterverarbeitet werden konnte. Letzter glänzt dabei nicht nur mit der Eigenschaft eines XYZ-Monsters, Karten die sonst beim verlassen des Spielfelds verbannt würden zurück in den Friedhof zu katapultieren, sondern ist als Aufzieh-Träger Zenmeilen noch eine sehr gefährliche Karte.

Um den ganzen aber noch eine Schippe drauf zu legen kann die Gazelle bei ihrer Beschwörung(ob nun Normal- oder als Spezialbeschwörung) eine beliebige Grosalamander-Karte vom Deck auf den Friedhof legen. Da das Deck im Grunde ein riesiges "Friedhofs-Ressourcen-Deck" ist, ist eine solche themeneigene Mill-Maschine natürlich Gold wert. Entweder legt man sich das notwendige Kombo Piece in den Friedhof, extended seine Plays mit weiteren Monstern die sich selber spezialbeschwören können oder setzt sonstige Karten vorbereitend in den Friedhof um noch stärkere Plays zu ermöglichen.

Schlussendlich war das Deck, unter anderem wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, so dominant geworden, dass man bei uns nicht nur Grosalamander Gazelle auf eine Kopie reduzieren musste, sondern auch Grosalamander Kreis auf eine Kopie einschränken musste. Und selbst mit dieser Kürzung der Schlüsselkarte von neun(ich zähle hier mal nur Cynet-Gewinnung als weitere Karte mit) auf fünf Kopien hat nicht ausgereicht, um dem Deck den gar aus zu machen.

Aufgrunddessen ist die Karte als Repräsentant des eigenen Themendecks, aber auch als eigenständige starke Karte, der ideale Vertreter in unserem Ranking.
Schlusswort
Damit wäre auch ich von meiner Seite mit dem heutigen Teil fertig. Welche Karten erwartet ihr unter den verbliebenen 6 Slots? Und wie steht ihr zu unserer aktuellen Verteilung? Wie immer ist der Diskussionsthread für euch offen.