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Card Rating: Castel, der Himmelssprenger-Musketier

Rating von Pfannkuchen am 22.11.2014 um 13:03

Rang 4 Xyz-Monster gehören seit längerer Zeit zu den beliebtesten aller Extra Deck Monster – sie sind in fast allen Decks zu beschwören und haben oft spielstarke Effekte. Eine dieser Monster gelten als „Staple“ und werden in so gut wie jedem Deck gespielt. Während dazu schon länger erhältliche Monster wie Gagaga-Cowboy und Übelschar-Exzitonenritter zählen, gab es in letzter Zeit ein Monster, das seit seinem Release sehr oft gespielt wurde. Inzwischen sieht man es ebenfalls als Extra Deck Staple an. Die Rede ist von Castel, der Himmelsprenger-Musketier, welcher mit der Edition Duelist Alliance zu uns kam.
Doch was macht Castel eigentlich zu einem Staple?

Zuerst wäre da sein Rang. Monster des Rangs 4 sind sehr einfach zu beschwören, da so gut wie jedes Deck Level 4-Monster spielt. Man hat quasi sehr oft die Chance, ihn auf das Feld zu beordern. Er besitzt 2000 ATK und 1500 DEF. Diese Werte sind so gesehen nur Mittelklasse, wenn man bedenkt, dass viele mehr ATK besitzen. Ebenfalls gerne gespielte Karten wie Nummer 101: Lautlose Ehre ARK und Abyss-Bewohner mit entsprechendem Material können Castel im Kampf also überrennen. Vom Attribut her gehört er zu den Wind-Monstern, vom Typ ist er ein Geflügeltes Ungeheuer.

Was Castel, der Himmelsprenger-Musketier so gut macht, ist sein Effekt. Dieser teilt sich zunächst in 2 verschiedene Möglichkeiten auf:

Möglichkeit 1: Wir können für die Kosten eines Xyz-Materials ein Monster auf dem Feld in die verdeckte Verteidigungsposition ändern. So können wir nervige Monster wie Denko Sekka oder Erzherrscherin Kristya verdecken, damit ihre permanenten Effekte nicht mehr wirken. Des Weiteren können wir starke Monster – wie die Monarchen – in ihre oft schwächere Verteidigungsposition legen und dann angreifen. So können wir uns der Monster entledigen.

Möglichkeit 2: Für die Kosten von 2 Xyz-Materialien können wir eine offene Karte auf dem Spielfeld wählen und in das Deck des Besitzers zurückmischen. So können wir bestimmte Karten nicht nur beseitigen, sondern unser Gegner wird sie voraussichtlich nicht mehr so schnell wieder sehen. Abgesehen davon können wir hier, im Gegensatz zum ersten Effekt, auch offene Zauber- und Fallenkarten wählen, wie z.B. Ruf der Gejagten, Dimensionenriss oder Makrokosmos.

In der Praxis wird der erste Effekt von Castel so gut wie nie benutzt. Ich selbst habe beispielsweise nur eine einzige Situation miterlebt, in der mein Gegner den ersten Effekt benutzt hat.

Der Vorteil bei Castel, der Himmelsprenger-Musketier ist, dass man für den zweiten Effekt keine Bedingung erfüllen muss. Bei Nummer 101: Lautlose Ehre ARK muss das Monster als Spezialbeschwörung beschworen sein, damit ARK es „einsaugen“ kann – bei Castel hingegen gibt es keine solche Voraussetzung.

Zudem haben mittlerweile viele Monster einen Effekt, der sich im Friedhof aktiviert. Sei es ein Scarm, Grimmetatze des Brennenden Abgrunds, eine El Schattenpuppe Konstrukt oder Wandelsternritter Delteros – all diese Monster kann man nicht mehr zerstören, ohne dass das Monster floatet. Castel wirkt dem insofern entgegen, dass er solche Monster entsorgt, jedoch unser Gegner ihre Effekte nicht nutzen kann.

Castel, der Himmelsprenger-Musketier ist also keine Karte, die eben mal das ganze Spiel drehen und zum finalen Schlag ausholen kann. Sie ist eher ein Monster für Zwischendurch, mit dem man nervige Karten des Gegners – die einen möglicherweise am eigenen Spiel hindern – entsorgen kann. Er ist aktuell eine bessere Version von Diamant-Direwolf.

Zum Schluss kommen wir wie immer zur Bewertung:

Attribut/Typ (10%): 5 von 10 (Wind und Geflügeltes Ungeheuer lassen sich kaum effektiv nutzen. Lediglich in Decks wie Harpyien oder Schwarzflügeln kann man durch Karten wie Icarus-Attacke oder Harpyie 1 noch etwas rausholen.)
Werte (20%): 6 von 10 (Seine Werte reichen zwar für jedes normale Level 4 Monster, aber auch nicht für mehr. Außergewöhnliches sollte man nicht erwarten.)
Effekt (30%): 10 von 10 (Wir können jede Karte loswerden, die uns stört. Außer das die Karte offen sein muss, liegt uns keine Beschränkung vor. Auch sein erster Effekt klingt nett, allerdings wird dieser nicht oft zum Tragen kommen. Zudem macht sein Effekt – wenn er durchkommt – erstmal +1, wodurch die 10 Punkte letzten Endes gerechtfertigt sein.)
Spielbarkeit und Beschwörungsaufwand (40%): 9 von 10 (Man kann ihn in jedem Deck spielen, welches Level 4 Monster spielt – das ist bis auf Ausnahmedecks wie Brennender Abgrund überall problemlos möglich. Somit bekommt er 9 Punkte, da er ein Allrounder für alle Decks ist.)

Zusammenaddiert ergeben sich so 83 von 100 möglichen Punkten. Dies entspricht normalerweise 8,5 von 10 Sternen. Er ist ein Allrounder und ihm gebühren deshalb auch 8,5 von 10 Sternen, da sein Einsatzbereich sehr groß ist und er flexibel verwendet werden kann.

Das war es für Heute wieder von mir. Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge dürft ihr mir wie immer in den Diskussionsthread schreiben.
Ich hoffe, das Rating hat euch gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Euer
~Pfannkuchen~