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YGO Storys II

von NinoYGO am 20.03.2017 um 14:19 Uhr
Herzlich Willkommen zu einem weiteren Artikel! Diesmal schieben wir die bisherigen Themen meiner Rubrik „Why So Serious“ gepflegt auf Seite und knüpfen an das Thema an, welches Deckcreator16 mit dem „Goblin der Gier“ bereits einläutete. Die Karte, um die es sich in diesem Artikel dreht, gehört zu den Klassikern der ersten Stunde. Mit der Zeit wurden weitere Karten rund um unseren Protagonisten ergänzt, die eine Leidensgeschichte erzählen, die in Doppeldeutigkeit mit dem reellen Spiel stehen. Um den Spannungsbogen aber nicht zu doll aufzuspannen, tauchen wir nun ein in die Erzählung.

Wo zur Hölle steckt Sangan?






Der Ausgangspunkt einer turbulenten Leidensgeschichte beginnt mit einer tiefen Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln. Als Kind der Unterwelt vermisst Sangan den Charme seiner Heimat, sodass er sich voller Tatendrang dazu entscheidet einen kurzen Besuch in diesen Ort der Finsternis abzustatten. Mit Sack und Pack macht sich Sangan also auf den Weg zu einer Plattform, wo der Reisebus aus der Unterwelt ein- und ausfährt. Dort angekommen muss unser zierlicher Protagonist nur noch Umsteigen, die Fremdenführerin aus der Unterwelt sorgt für gewöhnlich dafür, dass Reisegäste dort eine bequeme Weiterreise haben.

Sangan´s Vorfreude ist so riesig, dass er völlig benebelt von einem Cocktail aus Glücksgefühlen an der Plattform des Busses eintrifft. In seiner Sorglosigkeit begeht Sangan einen großen Fehler. Denn während er freudig den vermeintlichen Bus sichtet, verschwindet der Reisebus aus der Unterwelt bereits am Horizont im weiten Nichts. Es wird der falsche Bus sein, den Sangan in seiner ganzen Unachtsamkeit betritt.

Nicht ganz so verwirrt, aber etwas verspätet trifft ein weiterer Passagier an der Plattform ein. Wie üblich macht dieser seinem Namen als Verspäteter Ork aller Ehren. In Windeseile hechtet er dem Reisebus aus der Unterwelt hinterher, aber ob er ihn jemals einholen kann, mag bezweifelt werden. Letztlich sollte der Ork im Gegensatz zu Sangan jedoch, Glück im Unglück behalten.







Statt auf dem Weg in die Unterwelt befindet sich Sangan nun im Reisebus in die verbotenen Reiche, welcher gespickt ist von vielen Bekanntschaften vergangener Jahre. Inmitten von Monstern wie Yata-Garasu, Rettungskatze, Magieforscher und Cyber-Stein wird schließlich aber auch er stutzig, denn das kann keineswegs der Reisebus aus der Unterwelt sein. Zu allem Übel machen sich die Monster aus Stämmeinfizierender Virus einen Spaß aus seinem Fehler und necken Sangan auf wirklich perfide Weise, sodass der Knirps panisch in Tränen ausbricht.

Verzweifelt flüchtet unser Hauptcharakter aus dem Reisebus und findet mit der Eleganten Wohltäterin eine Mitfahrgelegenheit in einem Taxi. Die Elegante Wohltäterin tut gut daran Sangan mit ihrer Fürsorge zu beruhigen. Scheinbar in guten Händen brausen Sie also davon, doch der Spuk soll auch hier kein Ende finden. In den Fängen eines Mitglieds des berüchtigten Verbrecher-Duos stürzt sich Sangan in die nächste Katastrophe.







Keinesfalls ist das eine Taxifahrt ins Glück, denn während die Truppe unterwegs ist, werden sie erstmal für eine routinemäßige Kontrolle aus dem Verkehr gezogen. Als die Behörde den illegalen Besitz eines Topfes der Gier feststellt, machen sie daraufhin kurzen Prozess. Die Elegante Wohltäterin, der rote Unterweltler des Verbrecher-Duos sowie Sangan werden festgenommen. Die Fehlerhafte Verhaftung löst in Sangan erneut einen hoffnungslosen Heulkrampf aus.
Gemeinsam mit der Hexe vom schwarzen Wald folgt die Verwahrung hinter Gintern. Das Elend der Fehlerhaften Anschuldigung ist förmlich in Sangans Gesicht geschrieben und Niemand weiß wie lange dieses Leid noch weitergehen wird…






Die Interpretation


Zum allgemeinen Verständnis möchte ich in diesem Abschnitt eine kurze Interpretation anhängen, da ich wie erwähnt auf eine Doppeldeutigkeit im Bezug auf das reelle Spiel verwiesen hatte. Die Geschehnisse dieses Dramas sind zeitlich erstmal auf den März 2013 einzugrenzen. Ich habe dort selbst noch nicht wieder gespielt, aber Einige hier werden sich vielleicht noch an eine Banned-List erinnern, die zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht wurde.

Unsere behandelte Karte Sangan wurde nämlich genau auf dieser Banned List im März 2013 endgültig verboten und befindet sich auch seither verboten auf der Liste. Der Reisebus in die verbotenen Reiche schickt die Karten in einen Bereich, wo diese nicht mehr benutzt werden dürfen und repräsentiert somit den verbotenen Status auf einer Banned List. Die anderen „Statisten“, die Sangan auf seinem Weg im Reisebus in die verbotenen Reiche antrifft, sind allesamt zu diesem Zeitpunkt bereits verboten. Im Vergleich zu Ihnen genießt Sangan jedoch schon länger den Status einer spielbaren Staple in vielen Decks zu sein, umso mehr trifft ihn der Schritt von der einstigen Limitierung zum endgültigen Verbot.

Das Gute ist, Sangans Geschichte ist nicht zwingend zu Ende. Seine Karte wurde in den Legendary Decks 2 mit einem Erratum ausgestattet und darf auf seine Rückkehr als spielbare Karte auch hier im TCG-Bereich hoffen. Ob die Geschichte, dann mit weiteren Karten ausgestattet wird, bleibt also abzuwarten.



Schlusswort


Ich hoffe euch hat meine Interpretation dieser Geschichte gut gefallen, auch wenn Sie im Vergleich zum „Goblin der Gier“ etwas kürzer ausfällt. Schreibt trotzdem gerne im zugehörigen Diskussionsthread, wie ihr die Geschichte hinter Sangan findet, ob ihr Dinge anders interpretieren würdet und was ihr denkt, wie diese Story noch weitergehen könnte. In diesem Sinn verabschiede ich mich gerne und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen in einem neuen Artikel.