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Das richtige Accessoire zum Erfolg

von Deckcreator16 am 10.04.2019 um 19:45 Uhr
Einen Gegner, zwei Decks und schon kann eine gute Partie YGO beginnen. Denkste! Denn wenn man so über die Tische der vielen kleinen Locals, aber auch auf den größeren Events schaut, wird meist ein halber Haushalt mitgeschleppt und auf dem Tisch verstreut. Und da Konami ja kürzlich angekündigt hatte, dass die nächste Liste der limitierten und verbotenen Karten nicht direkt am Anfang des Monats kommen würde, habe ich mich dazu entschieden das heutige Thema etwas vorzuziehen.
Daher waage ich mich heute aus meiner kuschelig warmen Deckbox heraus und schaue mir mal genauer an, welche Gegenstände das alles sind, die die Spieler auf ihre Turniere mitnehmen. Dabei möchte ich sie aber nicht nur kurz vorstellen und erläutern, warum diese verwendet werden, sondern auch deren Einschränkungen aus dem Regelbuch und/oder Policies kurz hervorheben und aufzeigen bis zu welchem Grad sie die Spieler-Persönlichkeit aufzeigen können. Denn Dinge die wir viel mit uns herumschleppen passen wir auch sehr Häufig unserem eigenen Denken und Vorlieben an.
Die Basics - Hüllen


Fangen wir aber erstmal klein an, beziehungsweise bei den Dingen an, die wir als Spieler an Accessoires am häufigsten einkaufen müssen. Denn Hüllen sind die aus Plastik bestehenden Ummantellungen, mit denen wir unsere Karten vor allerlei äußerlichen Auswirkungen beschützen wollen. Denn gerade wenn vereinzelte Karten im Deck etwas teurer sind, ist es doppelt so ärgerlich wenn diese beschädigt werden. Zwar können auch Hüllen nicht all diese Einwirkungen abhalten, doch der Großteil aller Schäden können so vermieden werden.
In den Policies steht drinne, dass man nicht unbedingt Hüllen verwenden muss[1], doch falls man diese nutzt, müssen alle Hüllen identisch sein, sowie dürfen sie weder doppelt gehüllt noch ZU holografisch sein. Außerdem sind Aufdrucke auf der Vorderseite verboten und Hüllen, die beschädigt sind, müssen ausgetauscht werden. Dabei ist es wichtig dass das Main- und das Side Deck die selben Hüllen verwenden, während das Extradeck variieren kann. Zudem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass "identische" Hüllen mit einbezieht dass die Hüllen unbedingt aus der selben Verpackung stammen muss. Denn auch wenn man beispielsweise von je her nur weiße Hüllen kauft, so kann es minimale Unterschiede bei diesen geben. So gibt es offensichtlichere Unterschiede wie beispielsweise bei den verschidenen Marken, oder ob die Vorder- beziehungsweise Rückseite Matt/nicht Matt sind, aber auch weniger offensichtliche Unterschiede wie minimale Fabrikats-Unterschiede. Denn selbst wenn ihr zum Beispiel drei Verpackungen vom selben Hersteller und des selben Produktes kauft, so kommt es häufiger dazu dass, falls man die einzelnen Hüllen vergleicht, diese Unterschiede in ihrer Größe, ihrem Schnitt oder sonstige Auffälligkeiten aufweisen können.
Ansonsten bieten Hüllen aber eine große Auswahl an "Customizing". So kann ein Spieler nicht nur seine Lieblingsfarben wählen, sondern auch die Hüllenwahl an sein Deck abstimmen oder entgegen seiner Deckwahl auswählen um zum Beispiel seine Gegner zu verwirren(Beispielsweise bei einem Feuerdeck wie Grosalamander Blaue Hüllen wählen, welche ein Wasserdeck andeuten könnten). Doch insbesondere beim Extra Deck sind bisher mehr Freiheiten erlaubt, da man sein Extra Deck offensichtlich nicht so oft mischt, wie sein Main Deck, und man diese Hüllen dementsprechend nicht so oft austauschen muss. So kann man schnell mal daran erkennen, falls ein Spieler schon auf der Europameisterschaft war, und dementsprechend Hüllen von diesem Event benutzt, er gar nicht so ein schlechter Spieler sein dürfte oder falls der Spieler beispielsweise gerne Himmelsjäger spielt, er sich dazu passende Himmelsjäger-Ass - Raye-Hüllen oder Himmelsjäger-Ass - Hayate-Hüllen aus dem OCG besorgt hat.
Apropo OCG: hier schwanken die Policies hingegen enorm zu unseren. So ist es beispielsweise im OCG erlaubt sein Main, Side und Extra Deck doppelt einzuhüllen, als auch viele andere Restriktionen sind weniger stark ausgeprägt, einfach weil es drüben traditionell dazu gehört, gut erhaltene Accessoires zu besitzen und benutzen zu dürfen. Da solche Dinge aber erhebliche Auswirkungen auf mögliches Cheating haben können(beispielsweise dadurch dass man leichter Stacken bzw. Karten markieren kann), sind diese "Details" bei uns verboten.
Das Spielfeld im eigenen Design - Spielmatten und Field Center

Nun haben wir unsere Karten schon sicher eingepackt, doch weiterhin spielen wir noch auf einem "nackten" Tisch, welches meist ein einfacher Holztisch ist. Da man so auch schnell dafür sorgt, dass die eigenen Hüllen durch die glatte Oberfläche des Tisches zerkratzen, benutzen viele Spieler neben Kartenhüllen auch noch eine Spielmatte aka. Playmat, welche nicht nur als rutschfeste Unterlage dient, sondern auch vor diesen Kratzern auf den Hüllen schützen soll.
Anders als bei den Kartenhüllen sind Spielmatten sehr viel freier in ihrer Gestaltung. So dürfen diese keine direkten Beschädigungen an Karten oder Turnier-Equipment verursachen können(mir würde spontan nur einfallen, dass keine Spielmatten mit Klebestreifen etc. verwendet werden dürfen, die Kleberückstände auf den Tischen verursachen könnten), und dürfen weder offensive Bilder noch offensive Texte aufgedruckt haben(sprich Beleidigungen, Pornografie etc.).
Diese freie Gestaltbarkeit sorgt unter anderem dafür, dass man anhand der Spielmatte noch viel eher sieht, wie der Spieler denkt oder was seine Hintergründe sind. So ist es nicht ungewöhnlich wenn Anime-Charaktere zu sehen sind, wenn es sich um einen Anime-Fan handelt, oder dass die Spielmatte übersäht mit Unterschriften bekannter Spieler ist. Auch in der Form oder dem Material unterscheiden sich Matten enorm. So gibt es die bekannten "Rubber Mats", welche eine Gummierte Unterseite besitzen, als auch "Cloth Mats", welche aus einem weichen Textilstoff gemacht sind, der sich auch dementsprechend gut anfühlt. Zudem gibt es Spielmatten nicht nur als "One-Player-Playmat" sondern auch für zwei Spieler als "Two-Player-Playmat". Auch werden gerne die Turnier-exklusiven Spielmatten verwendet, welche man auf einer Sneak Peek, einer Regional oder YCS gewinnen kann, um zu zeigen, was man schon alles erreicht hat. Und auch bei Teams werden gerne Team-exklusive Spielmatten gedruckt da diese idealerweise das Team promoten können, und zugleich auch als Werbeplattform für die Sponsoren dienen können.
Doch seit neuestem wird ein weiteres Accessoire verwendet, welches auch den spielerischen Fluss stark vereinfachen soll. So sind die so genannten "Field Center", speziell als Markierungen für die Extra Monster Zonen gedachte Plastik-Karten, nicht mehr wegzudenken. Sie helfen dabei, insbesondere wenn man Spielmatten ohne Spielzonen oder wenn man gar keine Spielmatte verwendet, aufzuzeigen wo sich die einzelnen Spielzonen befinden. Da Field Center in der Regel so gebaut sind, dass sie drei der Fünf möglichen Spalten aufzeigen, sorgen das Main Deck und das Extra Deck/Spielfeldzauberkartenzone im Idealfall dafür, dass jederzeit ersichtlich ist, wo sich alle Fünf Spalten befinden.
Ähnlich wie bei den Spielmatten sind auch die Policies bei diesem Punkt nicht sehr strikt. Auch hier gilt dass Field Center keine Karten oder Turnier-Equipment beschädigen dürfen, und nicht obszön sein dürfen. Darum gilt auch bei Field Centern eine ähnliche Freiheit wie bei den Spielmatten.
An dieser Stelle möchte ich nur noch darauf hinweisen, dass die Verwendung von Field Centern in den Policy-Dokument explizit empfohlen wird. Dies hat folgende (aus meiner Ansicht nach ersichtliche) Gründe:
Anders als eine Spielmatte können Field Center auch bei wenig Platz so angeordnet werden, dass jeder erkennt, wo sich alle fünf Spalten befinden. Dies ist bei einer Spielmatte schwierig, insbesondere dann wenn so wenig Platz zur Verfügung steht, dass die Spielmatten des Sitznachbarn die eigene Spielmatte überdecken.
Ein anderer Grund ist die Fairness gegenüber dem Gegner. Selbst falls man selber keine Karten spielen sollte, die ein korrektes Zone Placing benötigen, so helfen sie auch dem Gegner, falls dieser solche Karten spielt, diese korrekt einsetzen zu können. Aufgrunddessen ist es mehr als nur unhöflich wenn man zu Beginn des Matches das verwenden eines Field Centers verneint[2].
Der Transport der wichtigen Karten - Deckbox und Ordner

Jetzt kommt natürlich die Frage auf wie man sein Deck und seine Spielmatte am besten zum Turnier transportiert. Und nein, ich meine jetzt keinen Rucksack und ich meine jetzt auch nicht deine Hosentasche.
Im Idealfall sollte man nämlich eine Deckbox verwenden, um sein Deck herum zu schleppen. Denn in einer Deckbox hat man direkt alle Karten verstaut und kann sichergehen, dass auch nur die Karten drinne sind, die auch zu dem Deck jeweils gehören.
Zur Deckbox selber gibt es kaum Anmerkungen in den Policies. So ist dessen Verzierung, Form und Farbe vollkommen frei wählbar aus Sicht der Policies. Falls ein Head Judge diese als zu anstößig empfindet kann er einen aber trotzdem darum bitten diese wegzupacken/nicht zu benutzen. Wichtiger als die Deckbox von außen sind die Bestimmungen des Inhaltes einer Deckbox. So dürfen keine Karten in der Deckbox verstaut sein, die nicht Teil der Deckliste sind. Dies wären beispielsweise Übersetzungen oder ähnliche solcher Dinge. Außerdem kann man sein Side Deck während des Matches darin verstauen, doch dann muss die Deckbox die ganze Zeit sichtbar auf dem Tisch bleiben und darf zum Beispiel nicht zurück in den Rucksack gepackt werden.
Trotz allem sind die "Designbestimmungen" auch hier sehr lasch, weshalb es freie Gestaltungsmöglichkeiten gibt, auch wenn dies selten zur Kenntnis genommen werden. Dies liegt nicht nur daran, dass die Deckbox im Regelfall aller äußerlichen Auswirkungen ausgesetzt ist(beispielsweise eine enger Rucksack mit Stifte und dergleichen), sondern auch weil diese nicht wirklicher Bestandteil eines Matches ist. So gibt es neben "normalen" und einfach Plastikdeckboxen, welche man auch als "Wegwerf-Deckboxen" bezeichnen könnte, nur eine Handvoll an Deckboxen die etwas mehr sind. So gibt es beispielsweise die Flip-'n'-Tray-Deckboxen von Ultimate Guard[3], welche nicht nur einen Platz für beispielsweise Würfel bietet, sondern auch sehr schön verarbeitet sind. Aber auch die Doppel-Deckboxen werden gerne verwendet, da sie mit ihren beiden Fächern eine Ideale Trennung von Main und Extra/Side Deck bieten[4]. Es gibt sogar Deckboxen, die nicht nur Platz für ein Deck und einigen Würfeln bietet, sondern auch welche die eine ganze Spielmatte verstauen können.
Doch ein anderes Element, welches man vermutlich auf jeden Turnier mitnimmt, ist ein Sammelordner, oder auch Trade Binder genannt. Dieser beinhaltet wie der Name schon andeuten lässt nichts was ihr für eure Matches benötigt, sondern dient dazu um zwischen den Runden mit anderen Spielern zu Tauschen und seine "Ware" Ordnungsgemäß auszustellen. Dahingehend dass der Sammelordner nicht teil des Turnieres ist, gibt es für diesen auch keinen Eintrag in den Policies, wobei es weiterhin verboten ist, diesen während eines Matches auszupacken und/oder Karten/Gegenstände darin zu verstauen, die für das Match benötigt werden.
Ähnlich wie auch bei der Spielmatte kann ein Sammelordner den persönlichen Wünschen angepasst sein. So ist nicht nur dessen äußere Erscheinung an den Spieler angepasst, sondern findet man auch als Inhalt meist "Trophäen" die dieser Spieler jeweils sammelt. Ob es nun eine Sammlung von Schwarzes Magier-Mädchen-Karten sind, oder das nächste/das zuletzt gespielte Deck, der eigene Ordner sagt sehr viel über den Spielertyp aus. So ähnlich sieht es auch bei der Größe des Ordners aus. Kommt beispielsweise jemand mit 10 Ordnern um die Ecke weiss man sofort, dass er sehr viel und sehr fleißig am tauschen ist, während ein einzelner, kleiner 4-Karten-Ordner eher für den weniger-Tauscher spricht und eher den Sammler-Typ. Aber auch die Anzahl an Spielern ohne einen Tauschordner werden immer mehr. Da ich selber auch einer ohne Tauschordner bin kann ich dies recht schnell erläutern, warum wir keinen haben. Nicht nur weil wir kaum Karten besitzen die man tauschen könnte, sondern auch weil es schon anstrengend genug ist, auf einem Turnier sein aller bestes zu geben und konzentriert zu bleiben. Wenn man jetzt auch noch versucht zwischendurch zu tauschen, anstatt seine Konzentration und seine Stamina oben zu halten, macht man es sich selber nur unnötig schwer.
Der Kleinkram auf den man nicht verzichten kann

Nun möchte ich gerne noch auf die "kleinen Helferlein" eingehen, die man während eines Matches verwenden darf und/oder muss.
So ist das wichtigste Helferlein wohl der Lebenspunkteblock gefolgt von einem guten, einfachen Stift. Und wie es der Name schon andeuten lässt ist der Lebenspunkte-Block im Regelfall dafür gedacht die eigenen Lebenspunkte und die des Gegners aufzuzeichnen.
Doch so kurz und einfach die Beschreibung des Blockes ist, umso länger sind die Regelungen was man alles darf und was nicht. So fängt es schon damit an, dass es nicht erlaubt ist, einen Gegenstand als Lebenspunkte-Zähler zu verwenden, wovon man aufgezeichnete Informationen löschen kann. Im Grunde heißt dies dass Taschenrechner, "Life Points Pads", Tablets, Smartphones, oder sogar ein einfacher Bleistift(oder alle andere Stifte wo man die Schrift löschen kann) absolut Tabu sind. Solche Dinge dürfen gerne als zusätzliches Hilfsmittel verwendet werden, beispielsweise der Taschenrechner zum berechnen der Lebenspunktedifferenz nach einem Angriff, aber darf nicht als ausschließliches Werkzeug verwendet werden. Zudem sollen beide Spieler ihre Lebenspunkte aufzeichnen, da ansonsten im Streitfall immer der gewinnt, der die Lebenspunkte nach dem oben erwähnten Regelwerk aufgezeichnet hat.
Zudem darf der Lebenspunkteblock nur dafür verwendet werden Lebenspunkte, die Zahl der Spielzüge oder Mandatory-Effects festzuhalten. Und all dies soll auch noch in einer annehmbaren Zeit geschehen. So ist es beispielsweise verboten den End Phase Effekt von zum Beispiel Scarm, Malebranche des brennenden Abgrunds zu notieren, damit man dies nicht vergisst. Hingegen ist es zum Beispiel erlaubt die Anzahl Züge seit der Aktivierung von Gold-Sarkophag oder Tollkühne Gier zu notieren oder welche Monster in der End Phase durch beispielsweise Begrenzer-Entferner auf den Friedhof gelegt werden[5].
Bei der Gestaltungsmöglichkeit des Lebenspunkteblocks wird man hingegen wohl eher selten Variation finden. Zwar werden häufiger mal auf lokalen Events oder sehr kleinen Regionals Lebenspunktezähler auf unerlaubten Gegenständen verwendet(beispielsweise dem Smartphone), doch wird man bei den meisten Spielern einen Lebenspunkteblock aus Papier wiederfinden. Und auch hier gibt es meist wenig Variation. Der am weitesten verbreitete Blocktyp ist wohl der kleine "Card Market Block", welchen vereinzelte Shops nicht nur als Werbung zugeschickt bekommen, sondern welcher auch durch seine Größe Ideal in eine Deck Box passt. Ansonsten gibt es die nächstgrößere Stufe welche man als Konami-Block auf größeren Events oder Spezial-Events wie der World Celebration bekommt, kennt als auch die komplett neuen "Speed Duel"-Blöcke welche sich in ihrer Größe kaum von den normalen Blöcken unterscheiden. Etwas kreativer sind da dann schon die echten Notizbücher, die man hin- und wieder bei den Spielern sehen können. Dabei habe ich einmal in meinem Leben sogar ein sehr cooles und zugleich auch sehr verstörendes Notizbuch zu sehen bekommen. Aber ich denke das würde wohl jeder denken wenn das gegenüber ein "Death Note" als Lebenspunkteblock verwendet und man anschließend nach seinem Namen gefragt wird...
Der nächste Gegenstand ist der Würfel. Und auch wenn man zuerst denkt man bräuchte ihn nur wenn man Karteneffekte verwendet, die eine Würfelwurf erfordern, so nimmt unser regelmäßiger Hexaeder viele weitere Funktionen an. So nimmt er beispielsweise die Rolle für ein zufälliges Auswahlverfahren an, um den Spieler zu bestimmen der Anfangen darf, sondern wird auch als Ersatz für Münzwürfe verwendet, oder wenn eine zufällige Handkarte ausgewählt werden soll. Dies liegt daran, dass ein Würfel sehr viel schwieriger zu manipulieren ist, als eine Münze oder viele andere Zufallsmethoden.
Auch wenn es verwunderlich erscheint sind die Restriktionen in den Policies für Würfel ähnlich schwach ausgeprägt, wie bei Deckboxen. So dürfen diese nur nicht unnötig groß sein(sodass sie Dinge verdecken können oder sie Karten oder Equipment beschädigen könnten) und alle Zahlen sollten gut sichtbar und lesbar sein. Zudem muss dieser Turnierlegal sein und darf deshalb nicht manipuliert, verändert oder ein "Scherzwürfel" sein. Zudem gilt auch hier der Standardmäßige Punkt dass er nicht obszön sein darf.
Dabei gibt es bei Würfeln nur wenige Merkmale, die ihren Spieler aufzeigen könnten. So sieht man neben den "Würfel-Drückebergern"[6] meist nur die 0-8-15 weißen Würfel mit schwarzen Punkten und in seltenen Ausnahmefällen Spieler die die komplette Collection der "Attribut"- oder "Milleniumsgegenstände"-Würfel besitzen.
Als letztes möchte ich noch ein paar Worte zum letzten Gegenstand fällen, der gerade in den letzten Monaten wieder häufiger Verwendung gefunden hat. die Sprache ist hier natürlich von Spielmarken, welche man benutzt, wenn man selber oder der Gegner einen Karteneffekt verwendet, der Monster-Spielmarken generiert und womit man anschließend diese "Karte" repräsentieren kann.
Spielmarken besitzen eine relativ genaue Beschreibung, was man bei diesen beachten muss. So muss eine Spielmarke eine identifizierbare Angriffs- und Verteidigungsposition besitzen können, was den Würfel als Subsitut mit seinen sechs gleichgroßen Seiten direkt verbietet, als auch durch irgendwelche Markierungen als "Token" klar erkennbar sein. So reicht der Name "Token" auf einem mittelgroßen Zettel schon aus, um auch eine Pokemon-Karte als Spielmarke verwenden zu dürfen. Dies gilt aber nicht für andere Yu-Gi-Oh-Karten oder OCG-Karten, welche missverständlich als echte Karten verwechselt werden könnten. Und auch hier gilt wieder der bekannte Satz, dass diese nicht offensive Texte oder Bilder enthalten dürfen, und auch nicht unnötig groß sein dürfen. Zudem sollte man diese zu beginn offen vorzeigen und offen liegen lassen, um dafür zu sorgen dass dies nicht als Extradeck oder dergleichen verwechselt werden kann.
Doch ansonsten besitzt man auch hier wieder die komplette "Narrenfreiheit", wie man es auch bei der Spielmatte besitzt. So sieht man nicht nur die normalen "Konami-Spielmarken" oder YCS-exklusive Spielmarken mit ihrem grauen Hintergrund, sondern werden auch vereinzelt Karten aus anderen TCGs als Spielmarken verwendet, um eine gewissen Fan-Status aufzuzeigen. Aber auch Tokens rund um den eigenen Freundeskreis oder das eigene Team sind nichts mehr neues. Ganz besonders legendär ist die Quietscheente geworden, die Marvin Weber 2016 in Prag als Spielmarke für seinen Kozmo DOG Fighter verwenden wollte, und ihm dies schlicht untersagt war, da die Ente unter anderem keine Angriffs- und Verteidigungsposition einnehmen konnte. Interessant sind aber auch kleinere Psycho-Spielchen die man mit Tokens anstellen kann. So deutet eine offen liegende "Himmelsjäger-Ass"-Spielmarke schnell auf ein Himmelsjäger-Deck hin, und führt teils zu Mind Games innerhalb von Mind Games("Zeigt mir mein Gegner jetzt die Spielmarke damit ich glaube er spiele das Deck und versucht mich herein zu legen oder nicht? Oder will er nur dass ich so darüber nachdenke wie ich gerade darüber nachdenke?"). Ähnliche Auswirkungen haben sehr viele oder auch sehr wenige Spielmarken die dann darauf hindeuten können, dass man Karten spielt, die viele oder sehr wenige Spielmarken generieren können. Alles in allem zwar lustige Spielereien, aber gerade wenn man etwas erfahrener ist, sollte man sich von sowas lieber nicht blenden lassen und es gar nicht beachten. Denn dieser vermeintliche Vorteil einer gezückten Information kann sich genauso als sehr schlechte Falltür herausstellen.
Und welche Accessoires nutzt ihr?
Und damit bin ich auch schon am Ende dieses kleinen Ausflugs "außen und um die Deckbox herum" angekommen und möchte nun eure Gedanken hören, die ihr zu dem Thema habt. Seit ihr auch "Würfeldrückeberger" oder habt ihr auch immer das ganze Equipment mit? Hat euch ein wichtiges Utensil gefehlt oder ein besonderes Augenmerk das ich ausgelassen habe? Schreibt es doch in den Diskussionsthread.
Ansonsten verabschiede ich mich fürs erste und der nächste Artikel wird entweder spontan mit einer Verspätung oder früher als gewöhnlich veröffentlicht. Hier hängt halt alles vom Release der Liste der verbotenen und limitierten Karten ab.




[1] Trotzdem muss man aber immer zusätzliche Hüllen zum auswechseln auf einem Turnier mit sich führen. Siehe dazu unter II. Duelist Responsibilities, D. Tournament Materials in dem offiziellen Dokument für die Policies: img.yugioh-card.com/ygo_cms/yg…Tournament_Policy_2_0.pdf

[2] Hierfür beziehe ich mich erneut auf die Policies(IV. Tournament Play, Part H Tournament Materials, Tabellenzeile Field Center Marker): "You are encouraged to use a Field Center Marker, to clarify the position of cards on the field.[...]Both Duelists should agree on the Field Center prior to the start of the Match."
Dies bedeutet dass sie nicht verpflichtend sind, aber es unbedingt empfohlen wird, diese zu verwenden. Außerdem sollen sich beide Spieler zu beginn des Matches einigen einen Field Center zu verwenden, oder nicht.

[3] Dieses Produkt ist meiner Meinung nach auch der Grund, warum Ultimate Guard als Hersteller von TCG-Supplies, erfolgreich sein konnte. Und das nicht ohne Grund. Ich persönlich verwende auch dessen Deckbox und bin mehr als zufrieden. Und das sieht man meiner inzwischen ganz schön schmutzig gewordenen Deckbox denke ich auch an...

[4] Achtung. Nur weil eine Deckbox Platz für zwei oder mehr Decks bietet, heißt es nicht dass man diese auch mit so vielen Decks auffüllen soll. Weiterhin steht immer noch in den Policies drinne, dass sich neben dem einen Deck nichts in der Deckbox befinden darf, was nicht auf der Deckliste steht. Alleine schon Spielmarken in der Deckbox aufzubewahren wäre rein von den Policies gesehen kritisch anzusehen, da sie nicht auf der Deckliste stehen und als Nicht-Spielmarken verwechselt werden könnten. Und was denkt ihr wohl wenn ihr in eurer Deckbox mehr als nur ein Deck herumschleppt?

[5] Interessant wird dieses Thema bei Karten, die eine Eigenschaft besitzen, die es ihnen erlaubt etwas "Mandatory" fest zu halten, dadurch aber auch als "Reminder" für optionale Effekte dienen können. So ist es beispielsweise verboten die Anzahl aktivierter "Himmelsjäger"-Zauberkarten für Himmelsjäger-Mechmodule - Mehrzweck fest zu halten, da dies dafür sorgen könnte, das der Spieler(oder auch dessen Gegner) den optionalen Recycle-Effekt nicht mehr vergessen könnte.
Und wenn man sich so umschaut wird man nur eine handvoll Spieler finden, die ihre Mehrzweck-Zauberkarte nicht "mittracken".

[6] Ich bezeichne solche Leute jetzt einfach mal mit diesem Namen. Denn zumindest mich regen die Leute auf, die gefühlt überall sind, aber niemals einen einzigen Würfel mitschleppen und sich immer einen von irgendwem leihen müssen. Wobei es auch die selben sind, die es meist nichtmal schaffen einen Stift und Papier mitzubringen. Ich glaub ich war noch bei keinem Event wo es nicht minimum einen Spieler gab, der sich erstmal an meinen Würfeln bedienen muss. Vielleicht sollte ich ja mal Geld dafür nehmen...