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Top 10 RIRA - Die besten Karten aus Rising Rampage

von Leseleff am 27.07.2019 um 16:09 Uhr
Hallo alle zusammen! Seit Donnerstag ist das neue Set „Rising Rampage“ im Handel erhältlich und äh ja… Top 10 und so, dies das.
Also dann, los geht’s mit Platz 10!
Platz 10: Ikelos, der Traumspiegel-Geist


TCG-Themen. Seit ein paar Sets schmeißt Konami geradezu damit um sich und es wirkt fast, als würde mittels Dartwurf entschieden, welches Thema denn jetzt Support bekommt.
Der jüngste Spross dieser Entwicklung heißt also Traumspiegel und, das muss man schon so sagen: Das ihm zugrunde liegende Konzept ist ziemlich genial. Es gibt einen „guten“ und einen „bösen“ Spiegel als Feldzauber und von jedem Monster eine „gute“ und eine „böse“ Version. Je nachdem, welchen Spiegel man gerade kontrolliert, kann man dann die gute gegen die böse Version tauschen oder umgekehrt, wodurch dann ein Effekt getriggert wird.
Doch hier hört die Begeisterung irgendwie auch schon auf. Denn das Deck wirkt derzeit noch irgendwie „aus der Zeit gefallen“. Der Beschwörungs-Triggereffekt beschwört nur von der Hand, der Removal-Effekt zielt und zerstört, der Schutzeffekt schützt nur vor Zerstörung. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von den Feldzaubern (womit es nicht nur das erste wirklich neue Thema seit der letzten Änderung der Banlist ist, sondern auch dasjenige, das als erstes vom Landformen-Limit geknechtet wird), wobei es sogar darauf ankommt, [i]den richtigen[/i] zu kontrollieren. Denn die Spiegel lassen sich zwar auch gegeneinander austauschen, damit muss man aber bis zur End Phase warten. Insgesamt wirkt das Thema also bislang recht langsam und jetzt schon ein wenig angestaubt. Aber immerhin: Es arbeitet komplett mit Schnelleffekten, wodurch es beispielsweise möglich ist, durch das „austaggen“ der Monster Interruptions des Gegners zu umgehen. Sollte Konami also nicht einen auf Time Thief machen und noch weiteren Support herausbringen, könnte noch Hoffnung bestehen. Deshalb auch der Platz in den Top 10! (und vielleicht ein bisschen, weil das Set allgemein recht schwach ausfällt...)
Ach ja, ich habe übrigens die „gute“ Version von Ikelos für die Top 10 gewählt, weil deren Triggereffekt (der das Deck durchsuchen lässt) als einziger wirklich zeitgemäß ist.
Platz 9: Hexwerker-Golem Aruru


Platz 9 geht an eine Vertreterin eines noch recht jungen Themas, das insbesondere unter Waifu-Liebhabern dennoch bereits zum Fanfavoriten avanciert ist.
Die Rede ist vom Hexwerker-Thema, jedoch ist Hexwerker-Golem Aruru eher als generischer Support für Hexer-Monster einzustufen.
Sie ist eine Art Handtrap, die aktiviert werden kann, wenn der Gegner ein Hexer-Monster, das man kontrolliert, als Ziel für einen Angriff oder einen Karteneffekt wählt. Dann beschwört man sie als Spezialbeschwörung und kann außerdem eine Karte des Gegners auf seine Hand zurückgeben.
Mit ihren 2800 ATK stellt sie dann auch ein solides Hindernis dar und mit ihrer Stufe 8 kann sie als Material für einige der besten verfügbaren Xyz-Monster genutzt werden, etwa Nummer 38: Hoffnungsvorbote Drachentitanengalaxie und Nummer 90: Galaxieaugen-Photonenherr. Außerdem gibt sie sich zu Beginn des nächsten gegnerischen Spielzugs selbst auf die Hand zurück, wodurch sie in der folgenden Main Phase gleich wieder verfügbar ist und als Interruption dienen kann.
Natürlich hält die Karte aber auch noch einen Bonus für das eigene Thema bereit. Dort kann nämlich, statt eine gegnerische Karte, auch eine Hexwerker-Zauberkarte vom eigenen Friedhof auf die Hand zurück gegeben werden, was sicher nice to have ist, aber das Rad auch nicht neu erfindet. Nicht zuletzt, weil das Thema ohnehin schon sehr viele Recycle-Möglichkeiten besitzt.
Platz 8: Schicksalsdame Immer


Sagt Dumbledore zu Snape: „Also ist Lily immer noch deine Schicksalsdame?“, antwortet Snape: „Immer“.
Verzeiht mir diesen Nerd-Kalauer (Wobei, ist es nicht irgendwie mein Job, Nerd-Kalauer rauszuhauen?), weiter geht’s mit Support für ein fast vergessenes Thema, über den ich als großer Fan der 5D’s–Ära mich sehr gefreut habe. Es war schon einer der besseren Handlungsstränge in der Geschichte der Yu-Gi-Oh!-Animes, als die etwas trottelige Reporterin Carly Carmine, weil ihr Schwarm Jack ihre Gefühle nicht erwiderte, als „Finstere Auserwählte“ zurückkam, um Rache zu nehmen. Ihr Deck? Schicksalsdamen. Und die bekommen jetzt neuen Support, der im Gegensatz zu den Verwandten Schicksalsfeen aus Battles of Legend: Hero’s Revenge sogar ganz spielbar ist.
Das Deck mit seiner enormen Drawpower konnte schon immer Spaß machen, und das ganze jetzt sogar halbwegs konstant. Schicksalsvision ist im Wesentlichen eine Art Feuerformation – Tenki für das Deck, Ruf der Schicksalsdame hingegen kann ohne nennenswerte Kosten und Einschränkungen eine Dame vom Deck beschwören, wodurch sich einfach wie nie der Effekt von Schicksalsdame Wasser triggern lässt. Dann gibt es noch den Empfänger Schicksalsdame Vergangenheit, der das größte Problem des Decks angeht und es deutlich vereinfacht, den Effekt von Schicksalsdame Licht durchzubekommen.
Für die Top 10 habe ich mich jedoch für das Synchromonster Schicksalsdame Immer entschieden, da dieses mit seinen unspezifischen Materialien auch generisch einsetzbar ist. Durch den thementypischen Effekt, der die ATK als Vielfaches der Stufe definiert, hat sie von Haus aus schonmal solide 2800 ATK, die in jeder Standby Phase erhöht werden, wobei man gleich ein Monster des Gegners mit aus dem Spiel entfernen kann. Sollte der Gegner es außerdem schaffen, Schicksalsdame Immer loszuwerden, kann sie in seiner End Phase zurück kehren, indem man ein anderes Hexer-Monster vom Friedhof aus dem Spiel entfernt, wodurch sie pünktlich für ihren Removal-Effekt in der eigenen Standby Phase zurückkehrt.
Ein solides Bossmonster für soliden Support also, der ein sehr spaßiges Fundeck ergibt. Ein bisschen Fanservice halten die neuen Schicksalsdamen übrigens auch bereit. Das Outfit von Schicksalsdame Vergangenheit ist an das von Carly als finstere Auserwählte angelehnt und Schicksalsdame Immer entspricht einer „großen“ Version von Solitär-Magierin. Diese kann also gewissermaßen als Schicksalsfee-Gegenstück zu Schicksalsdame Immer angesehen werden.
Platz 7: Tenyi-Geist – Vishuda


Platz 7 geht an eine Karte aus einem ganz neuen Themendeck und zur Abwechslung ist mal wieder der Finsternis-Vertreter generisch am besten einsetzbar und deshalb in der Top 10.
Das Tenyi-Thema ist der chinesischen Mythologie entlehnt und besteht komplett aus Wyrm-Monstern. Sie alle können als Spezialbeschwörung von der Hand beschworen werden, wenn man keine Effektmonster kontrolliert, außerdem hat jedes Main Deck Monster einen Effekt, der aktiviert werden kann, indem man es von Hand oder Friedhof verbannt. Die Synergie mit Nichteffekt-Monstern findet über entsprechende, themeneigene Linkmonster statt.
Als eigenständiges Deck sind sie höchstens mittelmäßig, vor allem, solange Kräfte Rauben limitiert ist. Aber zumindest Tenyi-Geist – Vishuda kann auch als Engine benutzt werden. Für „normale“ Decks übersetzt sich „Falls du keine Effektmonster kontrollierst“ zu „Falls du keine Monster kontrollierst“, wie es zum Beispiel auch Gerümpel vorwärts hat. Man beschwört Vishuda also auf ein leeres Feld und verwendet ihn anschließend als Linkmaterial für Mönch der Tenyi. Nun kontrolliert man ein Nichteffekt-Monster, wodurch die Bedingung für seinen Friedhofseffekt erfüllt ist, mit dem man eine Karte des Gegners auf die Hand zurückgeben kann. Anschließend kann man den Mönch dann weiter verlinken.
Als Wyrm-Monster kann man Vishuda übrigens durch Yazi, Übel des Yang Zing suchen. Mare Mare ist dafür zwar natürlich das stärkere Ziel, jedoch brickt Vishuda dafür nicht ganz so hart. Eine Möglichkeit könnte außerdem sein, die Engine in Drachen-Turbo-Decks (die Dank Destrudo auch leicht auf Yazi kommen) zu spielen, um ein paar Wyrm-Monster in den Friedhof zu bekommen und diese mit Xyz-Röntgendegen zu verbannen, um zwei Drachen der Stufe 4 für Guardragon-Plays parat zu haben.
Platz 6: Gizmek Orochi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer


Weiter geht’s mit einer Karte der Marke „Was gibt’s dazu noch groß zu sagen?“ Und noch schlimmer: „Wie zur Hölle soll man das aussprechen?“
Na ja, der Boy ist jedenfalls ein generischer Extender der Stufe 8. Man kann ihn eigentlich immer als Spezialbeschwörung von der Hand oder vom Friedhof beschwören, sofern man bereit ist, dafür 8 Karten von seinem Main Deck zu opfern, das ganze sogar als Quickeffekt. Wenn man dann noch bereit ist, 3 Karten vom Extra Deck oben drauf zu legen, ist auch noch ein Removal inklusive, allerdings nicht im gleichen Spielzug wie die Beschwörung.
Stufe 8 ist, nach 9, derzeit vielleicht die beste überhaupt. Neben tollen Xyz-Optionen wie Nummer 38: Hoffnungsvorbote Drachentitanengalaxie und Nummer 90: Galaxieaugen-Photonenherr kommt nämlich noch Inzahlungnahme als Support in Frage. Als Maschine ist er außerdem mit Uhrwerk-Geist kompatibel und kann z.B. als Material für Gimmick-Marionette Schimärenpuppe verwendet werden.
Platz 5: Hraesvelgr, der verzweifelte Schicksalsadler


Warum ist dieser Adler denn verzweifelt? Vielleicht, weil er, obwohl sein Name verdammt nochmal mit Hr anfängt und auf lgr endet, vielleicht trotzdem nicht der größte Zungenbrecher im Set ist? (Thanks again, Oroshi Metal Snake!)
Oder, weil er ständig allen Leuten seinen Namen erklären muss? (Etwas, das ich als Person mit Doppel-Nachnamen, wovon der erste auch ein Vorname sein kann, übrigens absolut nachvollziehen kann…)
Okay, genug Namensgags. Wenn niemand was dagegen hat, nenne ich ihn ab jetzt einfach Dat Adler, okay?
Also, aufgrund seines schlechten Effekts kann Dat Adler eigentlich nicht verzweifelt sein, denn der ist durchaus solide. Dat Adler ist ein Link-3-Monster, das für seine Beschwörung 2 oder mehr Wind-Monster benötigt. Dafür gibt es dann einen Schnelleffekt, mit dem im Spielzug eines beliebigen Spielers ein Monster aus dem Friedhof des Gegners in dessen Deck zurückmischen kann. Eine D.D. Krähe aus dem Extra Deck also, wobei hier das zurückmischen anstatt zu verbannen sogar von Vorteil sein kann, da man so vermeiden kann, die Effekte von Donnerdrachen oder Tempest, Drachenherrscher der Stürme zu triggern.
Interruptions vom Extra Deck sind generell eigentlich immer gut, und diesem hier kommt auch das aktuell sehr friedhofslastige Format zu Gute. Denn mit Dat Adler kann man zum Beispiel Orcust-Monster zurück ins Deck befördern, bevor sie ihre Effekte nutzen können, oder aber Himmelsjäger-Ass – Kagari bzw. Grosalamander Sonnenlichtwolf ihre Ziele wegnehmen.
Die größere Baustelle ist seine Beschwörung. Aktuell ist kein Wind-Deck wirklich voll im Meta vertreten und auch Staples dieses Attributs sind quasi nicht vorhanden. Harpyien oder Dragunity könnten jedoch solide Rogue-Optionen für das kommende Format sein. Und immerhin: RIRA liefert mit Wynn, die Windzauberin in grün und Ranryu gleich ein paar solide Wind-Extender mit.
Übrigens: Hat der Gegner keine Monster im Friedhof, werden die ATK von Dat Adler außerdem auf 4800 verdoppelt, das ist allerdings natürlich eher ein Gimmick.
Platz 4: Raus hier!


Die obligatorische Fallenkarte eines jeden Rankings. Denn tatsächlich sind Fallen derzeit der einzige Kartentyp, von dem konstant in fast jedem Hauptset ein mächtiger, generischer Vertreter erscheint.
Und was das immer für Karten sind! Doch wie man sich in Zeiten, in denen Feierliches Urteil wieder auf 3 ist, schon denken kann, haben Fallenkarten allgemein aktuell keinen allzu guten Stand. Vielleicht will Konami deshalb mit immer mehr Neuerscheinungen und Banlist-Geschenken die Spieler wieder dazu verführen, ein echtes Line-Up mit den magentafarbenen Karten zu spielen, statt nur ein paar Pseudo-Handtraps und im Laufe der Kombo suchbare, zusätzliche Interruptions.
Na ja, kommen wir dazu, was die Karte eigentlich macht. Raus hier! ist eine normale Fallenkarten, mit der man zwei Monster des Gegners, die als Spezialbeschwörung vom Extra Deck beschworen wurden, anzielen und anschließend zurück in eben dieses befördern kann. Einfach so, ohne weitere Kosten. Ein +1, wie es im Buche steht. Darüber hinaus war ins Deck zurückmischen lange Zeit aufgrund zahlreicher Immunitäten fast die beste Form von Removal, dies hat sich jedoch inzwischen, zumindest bei Extra Deck-Monstern, vielleicht geändert. Denn aktuell herrscht tatsächlich in sehr vielen Decks eine Situation vor, die es in der bisherigen Geschichte von Yu-Gi-Oh! kaum gegeben hat: Das Extra Deck mit seinen 15 Karten ist so knapp bemessen, dass man echte Abstriche machen muss, was man alles spielt. Und da kann es gut sein, dass man Karten, die man an sich lieber mehrfach spielen würde nur 1x spielt oder schlicht nur ein einziges passendes Monster für bestimmte Beschwörungssituationen parat hat (z.B. nur ein Stufe-8-Synchro).
Auf den ersten Blick mag Raus hier! ähnlich wie Straße zum Sternenlicht wirken: Ein sehr starkes Out auf eine seht spezifische Situation. Doch eigentlich ist sie gar nicht wirklich situationsabhängig, zumindest momentan. Denn bislang war das Himmelsjäger-Deck das einzige wirklich metarelevante Deck, das freiwillig manchmal nur ein Monster kontrolliert hat, das vom Extra Deck beschworen wurde. Nun wurde Raye aber jüngst von der Banlist recht unsittlich angefasst und sie dieses Trauma überstehen wird, muss sich noch zeigen.
Deshalb bleibt der einzige wirkliche Nachteil der Karte, wie schon bei Schwerer Staubsturm und Konsorten, ihre Farbe. Denn ein Zug Wartezeit, um eine gesetzte Fallenkarte aktivieren zu können, ist in einem Spiel, das oft genug nur 3 oder 4 Züge insgesamt beinhaltet, doch ein happiges Hindernis.
Platz 3: Marinzessin Seepferdchen


Wir betreten das Treppchen mit einem weiteren ganz neuen Thema. Die Marinzessinen sind ein Wasser-Thema vom Typ Cyberse und voll auf Link-Beschwörungen ausgelegt. Sie gehören zu der Sorte Thema, die man am besten vorstellen kann, indem man einfach eine Kombo erklärt, also dann mal los. Man beschwört meine Platzierung, Marinzessin Seepferdchen, als Normalbeschwörung. Diese verlinkt man dann zu Marinzessin Blauschnegel, die mit ihrem Effekt Marinzessin Seepferdchen zurück auf die Hand holt. Die kann sich anschließend mit ihrem eigenen Effekt in die Zone als Spezialbeschwörung beschwören, auf die Blauschnegel zeigt. Als nächstes verlinkt man beide Monster zu Marinzessin Korallenanemone, die anschließend Marinzessin Seepferdchen vom Friedhof beschwört. Heiter geht es dann weiter mit Marinzessin Marmorierter Stein. Ein Link-3-Monster aus einer einziger Karte also, noch dazu holt Korallenanemone, sobald man sie verlinkt, Marinzessin Seepferdchen erneut auf die Hand und stellt damit auch gleich Abwurfmaterial für Marmorierter Stein zur Verfügung, die zum Preis einer Handkarte quasi zu Waboku wird, allerdings nur, wenn der Gegner angreift. Im nächsten eigenen Zug kann sie dann ebenfalls Marinzessin Seepferdchen vom Friedhof auf die Hand zurück holen, womit der ganze Spaß dann von vorn beginnen kann. Und übrigens: Eine themeneigene Unendliche Unbeständigkeit die, vorausgesetzt, man kontrolliert Marmorierter Stein, auch noch alle eigenen Monster immun für gegnerische Karteneffekte macht, ebenfalls durch Korallenanemone oder Marmorierter Stein recycled und von der Hand aktiviert werden kann, hat das Thema auch.
Das Ganze wäre hart an der Grenze zu broken, wäre Marmorierter Stein bloß ein bisschen besser oder gäbe es keine Handtraps. Nichtsdestotrotz haben die Karten sehr viel Potenzial, wenn auch, da es derzeit nur ein brauchbares Main Deck Monster gibt, eher als Splash in anderen Wasserdecks. Mermail und Paleofrogs kommen hier in Frage, unter Anderem auch dadurch, dass sie liebend gerne Karten abwerfen und deshalb sehr gut Cynet-Gewinnung spielen können.
Bereits im nächsten Hauptset, Chaos Impact, ist übrigens eine große Welle neuer Support enthalten, vielleicht kann sich das Deck irgendwann also sogar ganz eigenständig behaupten.
Platz 2: Dracheneinheit-Ritter – Romulus


Ach ja, die Link VRAINS Packs. Bereits zwei Ausgaben dieser legendären Packs sind bereits im OCG erschienen, das TCG hat die darin enthaltenen Link-Monster für bestehende Themen dann immer wieder portionsweise auf irgendwelche Packs verteilt bekommen.
War mal ein Hauptset dabei, hatten die entsprechenden Karten aber fast immer einen Platz in meinen Top 10s sicher, so auch jetzt.
Dracheneinheit-Ritter – Romulus heißt also die Karte, auf die wir alle gewartet haben. Oder auch nicht. Denn wessen Support-für-Fundecks-Brille nicht dick genug ist, um Dragon Combo Decks zu übersehen, der mag dieser Karte nicht allzu optimistisch gegenüber stehen. Es ist aber auch ein interessanter Gedankengang seitens Konami: „So, Landformen ist limitiert, also lasst uns dem vielleicht stärksten Deck des kommenden Formats unbedingt einen alternativen Weg geben, um über das Extra Deck Drachenschlucht zu suchen!“
Okay, ein bisschen mehr kann der Bursche dann doch. Seine Materialien sind auf zwei Monster spezifiziert, die Drache oder Geflügeltes Ungeheuer oder eine Kombination aus beidem sein können. Neben Drachenschlucht ist Heilige Lanze der Dracheneinheit ein anderer lukrativer Extender, der gesucht werden kann. Und ein Monster von der Hand als Spezialbeschwörung beschwören kann er auch noch. Aber doch: Eigentlich ist es hauptsächlich Drachenschlucht und für die, die sich erinnern: Das war damals beim Antiker Feendrache schon keine gute Idee.
Doch so fair will ich sein: Dracheneinheit-Ritter – Romulus ist toller Support für sein eigenes Thema und einen Haufen anderer, fairer Drachen- und Geflügeltes Ungeheuer-Decks. Und überhaupt: Das eigentliche Problem heißt hier wieder einmal Wachdrache Elpy oder Wachdrache Agarpain.
Also dann, kommen wir zum Sieger!
Platz 1: Apollousa, Bogen der Göttin


Ein Link-4-Monster also mal wieder. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die sich auch in meinen bisherigen Rankings bemerkbar machte. Da war natürlich Firewall-Drache, Platz 1 in den Rankings zu COTD und den besten Karten aus 2017 sowie kollektives Trauma der Spielerschaft, aber auch noch Kaliberlade-Drache in CIBR (Platz 5, wobei auch locker mehr drin gewesen wäre), Kaliberschwert-Drache in CYHO (Platz 1), Saryuja-Schädelschrecken in EXFO (Platz 2), Albtraumritter Gryphon in FLOD (Platz 1) sowie Topologik-Gumblardrache (Platz 6 in den Top 15 2018).
Die neueste Erweiterung dieser Aufzählung heißt Apollousa, Bogen der Göttin und ist ohne Zweifel die größte Staple Card, die ihr in RIRA finden werdet. Erinnert ihr euch noch an Drache des Lichts und der Finsternis? Also damals, vor ca. 10 Jahren, war das eines der stärksten Bossmonster überhaupt, das alles negieren konnte, das dem Gegner einfiel.
Apollousa, Bogen der Göttin macht das ganz ähnlich, hat sogar zwei enorme Vorteile. Zum Einen muss sie nicht gezogen werden, sondern ist vom Extra Deck dauerhaft verfügbar, aufgrund ihrer generischen Materialien sogar für fast jedes Deck. Zum anderen ist ihr Effekt im Gegensatz zu dem des Drachen optional, es liegt also in eurer Hand zu entscheiden, wann ihr ihn aktivieren wollt, und, was noch besser ist, ihr könnt mit dem Monster auf dem Feld selbst weiter spielen.
Ansonsten sind die Rahmenbedingungen insgesamt sehr ähnlich. Beide negieren zwar, zerstören aber nicht, und beide verlieren mit jeder Annullierung eine bestimme Menge an ATK. Auch sind beide nicht auf einen Einsatz pro Spielzug beschränkt.
Während die Grund-ATK des Drachen feststehen, hängen sie bei Apollousa von der Zahl der verwendeten Materialien ab. Bei 4 hätte sie 3200, bei 3 2400 und bei 2 nur 1600. Um nicht von jeder daher gelaufenen Trickstar Candida überrannt zu werden, sollte man sie daher möglichst nie mit weniger als 3 Materialien beschwören, denn umspielt werden kann sie genauso wie einst der Drache: Ihre Negations provozieren, dadurch ihre ATK senken und dann drüber rennen. Im Fall von 3 Materialien sollte man also davon ausgehen, dass sie nur einmal negieren können wird, bevor sie ein leichtes Opfer ist, Drache des Lichts und der Finsternis schaffte das im Normalfall eher zwei- bis dreimal.
Letzten Endes ist Apollousa, Bogen der Göttin im Grunde nur eine weitere Negation, um potentielle Boards noch mächtiger zu machen, sozusagen der Kaliberschwert-Drache für den ersten Spielzug. Das Spiel revolutionieren wird sie damit nicht, aber sie wird bald sicher in vielen Extra Decks zu sehen sein, und das für eine lange Zeit.
Honorable Mentions


Auch die gibt es natürlich wieder. Sogar jede Menge, denn was man auch sonst von dem Set halten mag, für Fundecks ist Rising Rampage ein Segen. Neben den Schicksalsdamen, die ich für gut genug für eine richtige Platzierung befunden habe, haben nämlich noch einige andere Nischen-Decks absolut soliden Support erhalten. Zum Beispiel B.E.S., die mit B.E.S. Sprengerkanonen-Kern eine leichte Spezialbeschwörung bekommen, die gleichzeitig eine Art Cyber Drache der Stufe 9 ist. Oder ihre kleinen Gegenstücke, die Karten rund um Gradius, die sich über Vic Viper T301 freuen dürfen. Fantastisch ist auch Reptilianische Lamia, die endlich einmal einen brauchbaren Empfänger für das Reptilien-Thema darstellt.
Wynn, die Windzauberin in grün und Ranryu habe ich ja schon einmal kurz erwähnt. Erstere wird wohl nicht so relevant werden wie Hiita, die Flammenverzauberin in Flammen, allein schon aufgrund der mangelnden Präsenz von Wind-Monstern im Meta. Je nachdem, wie gut sich Salamangreat erholt und wie stark Dragunity wird, mag ich mich dabei aber auch irren, aber momentan sieht es eher aus, als würde sie sich höchstens als Alternative für Leute, denen Großfliege zu wenig Waifu-Potenzial hat, etablieren. Ranryu jedoch könnte man als möglichen Extender in Drachenkombo-Decks im Auge behalten. Für das competitive Play ist sein interessantester Partner dabei Crusadia Magius, jedoch lädt auch Königlicher Herr der Drachen zum Experimentieren ein.
An Monstern ohne irgendwelche themenzugehörigkeit sind noch Revierraptor und Umdrehbarer Käfer nennenswert. Ersterer ist ein Monster mit Floodgate-Effekt ähnlich wie zum Beispiel Fossiler Pachycephalosaurier, letzterer kann, irgendwie im Zug des Gegners beschworen, zum Buch des Mondes werden. Beide stellen damit spielbare Monster mit eher ungewöhnlichen Typen dar.
Zu guter Letzt gibt es noch Avida, Wiederaufbauerin der Welten, eine Art finales Bossmonster der World Legacy-Saga, das wohl als Gegenstück zu Sophia, Göttin der Wiedergeburt und Tierra, Quell der Zerstörung angesehen werden kann. Spielerisch ist es jedoch wohl nur als Alibi-Suchziel für Formatschspringer zu gebrauchen.
Schlusswort:
So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank für’s Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was haltet ihr vom neuen Set? Hätte eure Top 10 anders ausgesehen? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen oder, wenn ihr darauf keine Lust habt, habe ich mir wieder ein Wörterspiel ausgedacht. Diesmal gilt es, folgenden Satz zu vervollständigen:
„Um mir Apollousa, Bogen der Göttin in Prismatic Secret Rare leisten zu können, plane ich _______________.“
Viel Spaß und bis bald!

- Leseleff -