Auszug aus dem Hallonomicon: Traptrix Introduction & Deck Building Guide
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- Moment mal! Erzähl mir doch erst einmal etwas über den Archetype
- Die Köder wurden ausgelegt
- Das Buffet gibt es auch in Blau und Schwarz
- Ein Garten voller Zauber… oder auch nicht
- Die Grube schnappt ihre Beute
- Und womit fülle ich jetzt das Loch in meinem Deck?
- Komm zum Schluss, ich habe noch eine Verabredung im Wald
In diesem Artikel lernen wir, was ein gutes Fallenstellerinnen Deck ausmacht und welche Optionen ihr in Betracht ziehen solltet, um die besten Chancen auf dem nächsten Turnier zu haben. Wir werden hauptsächlich die neuen Karten & Ratios sowie die guten nicht-formatspezifischen Karten und Optionen behandeln, um einen möglichst zeitlosen Einblick auf das Thema zu erhalten.
Moment mal! Erzähl mir doch erst einmal etwas über den Archetype
Die Fallenstellerinnen sind eine Reihe von Pflanzen und Insekten Monstern, welche erstmals August 2013 in “Judgment of the Light” erschienen sind. Kurz darauf konnten sie auch schon kompetitiv Erfolg vorweisen in dem Format, welches nach “GOAT” wohl das bekannteste ehemalige Format darstellt. Selbstverständlich reden wir hier von “H.A.T” (Hands, Artifact, Traptrix).
Diese grässlichen fleischfressenden Monster tarnen sich als süße oder attraktive Mädchen, um ihre Beute in verschiedenste Fallen zu locken und sich an dem Fleisch ihrer Opfer zu nähren. Das Ganze spiegelt sich auch exzellent im Gameplay des Archetypen wieder. Während des Duells nutzt ihr verschiedenste Monsterkarten, um euch die Fallgruben eurer Wahl zu suchen, zu setzen oder sogar aus dem Deck zu aktivieren.
Während das Deck vor dem Erscheinen des Structure Decks einen sehr starken Control Style hatte, vergleichbar zu Paläozoisch oder Labrynth, erlauben die neuen Karten einen etwas mehr „Mid-Range“ lastigen Stil. Dieser erlaubt es auch schnell mit meist nur 2 Karten eine große Feldpräsenz in Form der verschiedenen Extradeck Monster aufzubauen und ein Spiel schnell zu beenden, sollte der Gegner es nicht schaffen, euer Feld zu säubern.
Die Köder wurden ausgelegt
Alle Fallenstellerinnen im Main Deck teilen sich denselben Effekt: “Bleibt von den Effekten von Normalen „Fallgrube“-Fallen unberührt.“ Das Ganze ist die meiste Zeit nicht relevant, bis es dann plötzlich zu einem Mirror Match kommt und all eure Fallgruben nicht mehr funktionieren. Aber das Interessante sind die anderen Effekte der Fallensteller Mädchen!
Und hier macht sich leider auch sehr schnell der Powercreep bemerkbar. Die sechs Maindeck Monster mit zwei Effekten sind alle spielbar oder zumindest in Betracht zu ziehen. Währenddessen können die drei verbleibenden, welche jeweils nur einen Effekt haben, nicht mit ihren Artgenossen mithalten.
Fallenstellerin Mantis sucht auf die Normalbeschwörung ein weiteres Fallenstellerin Monster, welches meist Fallenstellerin Arachnocampa als Extender oder Fallenstellerin Dionaea für euren nächsten Zug sein wird. Ihr zweiter Effekt erlaubt eine gesetzte Zauber/Falle zurück auf die Hand zu geben und dann eine Neue von eurer Hand zu setzen. Das Ganze erlaubt euch eure Fallen vor Karten wie Harpyien-Flederwisch zu schützen oder das Wissen eurer Gegner zu invalidieren, falls eine Karte mit Fallenstellerin Sera oder Fallenstellerin Dionaea gesetzt worden ist. Wichtig ist, dass die neu gesetzte Falle nicht im selben Spielzug aktiviert werden kann.
Fallenstellerin Myrmeleo ist das exakte Gegenstück zu Fallenstellerin Mantis. Auf die Normalbeschwörung sucht sie euch eine Fallgrube eurer Wahl und statt eure Backrow zu schützen, zerstört sie im Falle einer Spezialbeschwörung die vom Gegner. Wichtig ist hier, dass der Spezialbeschwörungseffekt „Mandatory“ ist, heißt das sie sich auch aktiviert, wenn der Gegner gar keine Z/F-Karten kontrolliert. Damit kann sie dennoch genutzt werden, um den Effekt von Fallenstellerin Sera auszulösen.
Fallenstellerin Dionaea ist der Recycler des Decks. Mit der Normalbeschwörung belebt sie eine Fallenstellerin aus dem Friedhof in die Verteidigungsposition wieder, während sie auf die Spezialbeschwörung eine Fallgrube aus dem Friedhof setzt. Diese Fallgrube wird zwar während der Endphase deines nächsten Zuges verbannt, kann aber einfach mit Fallenstellerin Mantis umgangen werden.
Fallenstellerin Pudica ist der Feldzaubersucher des Decks, welche zur Normalbeschwörung Ausflug in den Fallensektor sucht. Als wäre es aber nicht genug, den Feldzauber des Archetypen zu suchen, verbannt sie auch noch ein spezialbeschworenes Monster des Gegners auf die eigene Spezialbeschwörung. Der kleine Nachteil, welcher diese Karte ein wenig zurückhält, ist der Fakt, dass der Gegner in der nächsten Standby Phase eines seiner verbannten Monster seiner Wahl zurückholen darf. Aber das ist nichts, womit eine Fallgrube nicht zurechtkommen würde.
Fallenstellerin Arachnocampa ist die obligatorische “Beschwöre mich einfach so, wenn du schon ein [ARCHETYPE] Monster kontrollierst”-Karte und tut dieses auch noch extrem gut, da es sich bei ihr um einen Schnelleffekt handelt. Noch besser wird das ganze durch ihren zweiten Effekt, welcher alle gesetzten Zauber & Fallen auf dem Feld beschützt, falls sie das erste Mal zerstört würden.
Bis hierhin sind alle Monster absolut verpflichtende 3-ofs mit der Ausnahme von Fallenstellerin Dionaea, welche man eigentlich nicht ziehen, sondern suchen oder aus dem Deck spezialbeschwören will. Leider ist der Revival Effekt ab dem 2. Zug viel zu gut und man benötigt regelmäßig eine Kopie im ersten Zug, daher sind 2 Kopien hier zu empfehlen.
Fallenstellerin Vesiculo ist die Letzte der “guten” Fallenstellerinnen, welche ein weiterer Name ist, welcher spezialbeschworen werden kann, indem man eine verdeckte Falle vom Feld auf den Friedhof sendet. Leider ist sie eine schlechtere Version von Fallenstellerin Arachnocampa für die in den meisten Listen kein Platz zu finden ist, da das Main Deck bereits sehr eng ist.
Das Buffet gibt es auch in Blau und Schwarz
Denn was wäre ein Deck nur ohne seine mächtigen Extradeck Monster? Und die Fallenstellerinnen bringen gleich sechs zum Esstisch, oder in diesem Fall der Essgrube.
Fallenstellerin Sera ist das obligatorische Link-1 des Themas, und wahrscheinlich eines der stärksten Link-1, welches jemals gedruckt worden ist. Nicht nur das sie eine Immunität gegen jegliche Fallen besitzt, sie geht auch noch jeden Zug +2-3 in Kartenvorteil. Man würde fast meinen, solch eine Karte hat irgendwelche Kosten oder stark einschränkenden Voraussetzungen. Aber nein, die Aktivierung einer normalen Falle spezialbeschwört ein Monster aus dem Deck, und die Aktivierung einer anderen Fallenstellerin setzt eine Fallgrube aus dem Deck. Einfach so, jeden Zug. Ja, auch in dem vom Gegner.
Nach der 1 kommt das Link-2: Fallenstellerin Cularia ist das vergssene Kind des Themas. Ihr Effekt der Wiederbelebung aktiviert sich erst in der End Phase und kann keine Link Monster spezialbeschwören. Weiterhin kann die erneut gesetzte Fallgrube nicht ein zweites Mal aktiviert werden, bevor sie nicht eine Runde lag. Dennoch ist es zu empfehlen, mindestens eine Fallenstellerin Cularia in jedem Deck zu spielen. Denn sollte es jemals zu einem simplified Gamestate kommen, geht auch Fallenstellerin Cularia jeden Zug +2 in Kartenvorteil durch ständiges recyceln der Ressourcen.
Und damit wären wir bei Fallenstellerin Atypus, dem neuen Link-3. Wie auch schon Fallenstellerin Sera und Fallenstellerin Cularia vor ihr, ist Fallenstellerin Atypus unberührt von Fallenkarten. Dazu löst sie ein großes Problem, welches das Thema bisher hatte. Große gegnerische Monster waren immer eine Hürde, wenn sie bereits auf dem Feld waren und nicht mehr mit einer Fallgrube bewältigt werden konnten. Aber mit dem 1000 Attack Boost von Fallenstellerin Atypus für alle Fallenstellerinnen die man kontrolliert, gehört das der Geschichte an! Und als wäre das nicht genug, kann sie bereits offene Karten des Gegners negieren und sogar eine zerstören. Fast wie ein themeninterner Zugangskodier-Sprecher.
Fallenstellerin Rafflesia ist das wohl bekannteste XYZ-Monster des Archetypen, da sie in der Vergangenheit bereits in anderen Rang 4 orientierten Decks Nutzen gesehen hat. Neben dem von Fallen unberührt sein, schützt Fallenstellerin Rafflesia auch alle anderen Fallenstellerinnen vor Kampf und Karteneffekten. Aber die wahre Stärke liegt darin, eine beliebige Fallgrube aus dem Deck zu aktivieren. Das Ganze zählt dann aber als Monstereffekt und umgeht den Fallenschutz aller Monster in einem Mirror Match.
Mit Fallenstellerin Allomerus haben wir eine weitere Spezialbeschwörung aus dem Friedhof, welche es uns erlaubt, noch schneller mehr Schaden auf das Feld zu bringen. Ihr zweiter Effekt, um ein Monster aus dem gegnerischen Friedhof zu klauen, ist zwar sehr nett, aber selten brauchbar. Denn unser nächstes XYZ-Monster erfüllt eine ähnliche Nische, allerdings in etwas besser.
Das letzte Fallenstellerinnen Extradeck Monster, und eine der neuen Additionen zu dem Deck, ist Fallenstellerin Pinguicula. Im Gegensatz zu den anderen Monstern ist sie nicht nur von Fallen unberührt, sondern auch von allen Monstern, die denselben Typen haben wie ihre Materialien. Manch einer würde davon ausgehen, dass es sich dabei nur um Insekten und Pflanzen handelt, aber der erste Blick täuscht. Denn sobald ein gegnerisches Monster durch einen Karteneffekt im Friedhof landet oder verbannt wird, schnappt sie sich das Monster einfach als ihr eigenes Material. Wenn sie sich also einen Drachen anhängt, dann ist sie plötzlich auch noch unberührt von Drachen. Dazu kommt ihr Effekt einfach nur ein Material abzuhängen und eine Fallenstellerin zu suchen. Fallenstellerin Pinguicula ist definitiv eine sehr willkommene Karte in jedem Fallenstellerinnen Extra Deck.
Ein Garten voller Zauber… oder auch nicht
Bis vor Kurzem hatte das Thema nicht einen einzigen themeninternen Zauber, doch mit den neuen Karten haben die Fallenstellerinnen nicht nur einen, sondern direkt 2 spielstarke Zauberkarten erhalten.
Ausflug in den Fallensektor ist der neue Feldzauber des Themas, welcher gleich nicht ein oder zwei, sondern direkt drei Effekte mit sich bringt. Neben der zusätzlichen Normalbeschwörung, welche es erlaubt, sich noch benötigte Teile zu suchen und direkt Fallenstellerin Sera zu triggern, gibt es auch noch einen Effekt oben drauf, welcher vor Kampfzerstörung schützt. Klar wäre es ein einfaches über eine Fallenstellerin Sera mit ihren geringen 800 Angriffspunkten zu attackieren, aber wenn man plötzlich erst Angriffe auf eine Fallenstellerin Rafflesia mit ihren 2500 Verteidigungspunkten machen muss, und dann auch noch zwei auf Fallenstellerin Sera, um sie vom Feld zu räumen, bleibt nicht mehr viel übrig! Das Ganze wird dann noch ergänzt mit einem Effekt, der eine Fallenstellerin von der Hand oder dem Friedhof beschwört, indem man ein Monster, welches man kontrolliert, verbannt. Und dabei muss es sich nicht einmal um eine Fallenstellerin handeln!
Verlockender Fallensong ist wahrscheinlich die Schlechteste der acht neuen Karten. Zwar klingt ein “ziehe 2” Effekt auf dem Papier immer gut, bringt aber einige Probleme mit sich. Das erste wäre, dass das Abwerfen eines Insekten/Pflanzen Monsters oder einer normalen Falle Kosten sind. Das bedeutet, wenn ihr eine Aschenblüte & Freudiger Frühling als Antwort auf die Aktivierung dieser Karte abbekommt, dann sind die 5 Handkarten plötzlich nur noch 3. Ein Todesurteil für ein Deck, welches versucht, Kartenvorteil aufzubauen, statt ein unbrechbares Board zu etablieren. Das zweite Problem der Karte ist, dass man seine Fallen im Normalfall ja gar nicht abwerfen möchte. Wozu denn auch? Im Friedhof werden sie den Gegner nicht stören, also gibt man eine garantierte Interruption für eine zufällige Karte auf.
Die Grube schnappt ihre Beute
Insgesamt existieren 17 verschiedene Fallgruben Karten, die wir für unser Deck nutzen können.
Selbstverständlich werden wir nicht jede Einzelne einmal in unser Deck mischen, denn optimal sind so 4-7 Fallgruben-Karten. Leider sind diese Karten teilweise so alt wie das Spiel selbst[1], und viele sind ein Opfer der Zeit geworden und können nicht mit dem modernen Spiel mithalten. Welche dennoch infrage kommen und warum möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Wir starten mit dem neuen Die Phantomritter der Schattenbrigandine Ersatz des Decks. Fallgruben-Lutea ist eine Falle, welche sich selbst als Level 4 Monster beschwört. Warum das Ganze nun so relevant ist? Sehr einfach! Fallgruben-Lutea lässt sich bereits in dem Zug aktivieren, in welchem sie gesetzt worden ist, indem man eine normale Falle von seiner Hand abwirft. Zwar haben wir eben erst gelernt, dass wir keine Fallen abwerfen wollen, aber Fallgruben-Lutea bildet hier die Ausnahme. Der Grund dafür ist, dass sie im ersten Zug den Falleneffekt von Fallenstellerin Sera triggern kann, welche dann ein weiteres Monster holt, welches sich aktiviert, und dann den zweiten Effekt von Fallenstellerin Sera ebenso aktiviert. Jetzt haben wir plötzlich 2 Materialien für ein Rang 4 Monster und eine Fallgrube unserer Wahl aus dem Deck gesetzt. Diese Karte ist großartig, und exakt, was das Thema benötigt hat. Wer weniger als 3 Kopien spielt, wirft sich nur selbst Steine in den Weg.
Als Nächstes hätten wir die einzige Fallgrube, welche als Interruption fungiert, während sie gleichzeitig in jedem Format mindestens 1-2 Plätze in eurem Deck einnehmen wird. Dabei handelt es sich um die Fallgrube des Totengräbers, welche erstmalig in "Eternity Code" erschienen ist. Diese Karte findet nicht nur in so ziemlich jeder Meta einen Nutzen gegen jedes Deck, sondern schützt euch auch in eurem ersten Zug gegen verschiedene Handtraps wie Nibiru, das Urwesen, da ihr sie einfach mit Fallenstellerin Rafflesia aus dem Deck aktivieren könnt.
Schrecklicher Fallgruben-Albtraum ist die neue Addition zu dem Fallgruben Thema, welche nicht nur einen Zerstörungseffekt, unabhängig von dem Beschwörungszeitraum hat, sondern auch noch ein Monster aus dem gegnerischen Friedhof verbannt, falls ihr bereits eine Fallgrube im Friedhof habt. Noch viel besser wird es dann, wenn ich euch ein Geheimnis verrate, dass verschiedenste Friedhofs Effekte dadurch nicht aktiviert werden können. Zum Beispiel Spiegeljade der Eisklingen-Drache. Solltet ihr ihn mit dieser Fallgrube zerstören und auch direkt verbannen, kann sich sein Effekt, um das Feld während der Endphase zu zerstören, nicht aktivieren.[2]
Neben diesen beiden Fallgruben gibt es natürlich noch andere gute Optionen. Die generischsten sind der Fallgruben-Albtraum der Fallenstellerin, die Zeit-Raum-Fallgrube, die Wasserloch-Fallgrube und zu guter Letzt die altbekannte Bodenlose Fallgrube.
Und womit fülle ich jetzt das Loch in meinem Deck?
Als ich über Fallenstellerin Vesiculo geredet habe, hatte ich bereits erwähnt, dass das Deck sehr eng ist und kaum erlaubt extra Karten hinzu zufügen. Wer bis hier intensiv aufgepasst hat, wird sich vielleicht ein wenig wundern. Denn je nach Anzahl unserer Fallgruben haben wir in unserem Deck noch 15-18 freie Plätze, also wo liegt das Problem? Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl an guten generischen Karten, die einen exzellenten Platz in der Fallenstellerin Strategie finden können, daher möchte ich die besten hier einmal kurz erwähnen.
Aschenblüte & Freudiger Frühling sowie Unendliche Unbeständigkeit finden wie in fast jedem anderen Deck auch in diesem einen guten Platz. Als normale Falle hat die Unendliche Unbeständigkeit auch viel Synergie mit Fallenstellerin Sera oder Fallgruben-Lutea und ist damit so ziemlich ein Muss. Eine dritte Handtrap hinzufügen lohnt sich nur, wenn die Karte einen starken Einfluss auf die besten Decks des Formates hat. Gute Beispiele wären hier Nibiru, das Urwesen oder auch Dimensionsverschieber.
Als ein Rang 4 XYZ orientiertes Deck findet Parallel eXceed auch bei den Fallenstellerinnen ein schönes Zuhause, welches erlaubt, eine Fallenstellerin Rafflesia als 5. Beschwörung zu bauen. Damit kann man sich dann vor den verschiedensten Handtraps schützen, bevor man anfängt, die Effekte von Fallenstellerin Sera zu aktivieren.
Der Topf des Wohlstands ist auf den ersten Blick gar nicht mal so großartig in diesem Thema. Die Fallenstellerinnen haben nicht diese eine Karte, die sie unbedingt sehen wollen. Aber so lange der Topf weiterhin hilft, viel zu starke Karten aus dem Sidedeck in Game 2 und 3 zu bekommen, ist diese Karte leider in jedem Deck, welches es sich erlauben kann, automatisch verpflichtend.
Als ein sehr starkes Control Deck tauscht man seine Chancen als zweiter Zugspieler ein, um sein “Going First” zu verbessern. Um dennoch nicht automatisch zu verlieren, wenn man mal den Münz- oder Würfelwurf verliert, benötigt besonders ein Deck, wie die Fallenstellerinnen, gute Karten, die ihnen helfen, ein Feld der Gegner zu brechen. Ausgeglichener Zweikampf ist hier eine Karte, welche nicht nur den Job erfüllt, sondern sogar auch als startender Spieler als Aktivierungsbedingung für die Fallgruben-Lutea genutzt werden kann.
Eine honorable Mention geht hier noch an Feierliches Urteil raus. Diese Karte wird normalerweise nie einen Platz in eurem Main Deck finden, aber fast egal wie das Format aussieht, der alte Mann wird immer als Playset in eurem Side landen.
Komm zum Schluss, ich habe noch eine Verabredung im Wald
Selbstverständlich gibt es noch einen Haufen Karten, die man in Betracht ziehen könnte, um sein optimales Fallenstellerinnen Deck zu erschaffen. Daher gilt immer: Sein eigenes Köpfchen ein wenig benutzen, das Format analysieren und so viel Testen wie möglich. Als Belohnung erhaltet ihr hier noch einen sehr groben Rohling, welcher auf ziemlich jedes Format anwendbar sein sollte.
Ich danke euch herzlich für das Lesen. Wenn ihr nun auch nur halb so viel Spaß mit dem Deck haben könnt wie ich, dann ist mein Job hier getan.
Als Abschluss ein frohes -800, euer Schreibteam von Hallohallo Card Gaming

[1] Die OG Fallgrube ist bereits im Jahr 2002 als Super Rare in "Legend of Blue Eyes White Dragon" erschienen.
[2] Seit dem Regelupdate vor wenigen Jahren müssen auch bei uns im TCG/Europa Karten sich an der erstmaligen Trigger-Position befinden, um ihren Effekt zu aktivieren. In diesem Szenario wird Spiegeljade der Eisklingen-Drache zerstört und auf den Friedhof geschickt, wo er seinen Effekt aktivieren könnte. Da er aber darauf hin aber noch in derselben Kette verbannt wird, bevor er seinen Effekt aktivieren kann, ist es nicht mehr möglich, seinen Effekt zu aktivieren.
Alle Fallenstellerinnen im Main Deck teilen sich denselben Effekt: “Bleibt von den Effekten von Normalen „Fallgrube“-Fallen unberührt.“ Das Ganze ist die meiste Zeit nicht relevant, bis es dann plötzlich zu einem Mirror Match kommt und all eure Fallgruben nicht mehr funktionieren. Aber das Interessante sind die anderen Effekte der Fallensteller Mädchen!
Denn was wäre ein Deck nur ohne seine mächtigen Extradeck Monster? Und die Fallenstellerinnen bringen gleich sechs zum Esstisch, oder in diesem Fall der Essgrube.
Fallenstellerin Rafflesia ist das wohl bekannteste XYZ-Monster des Archetypen, da sie in der Vergangenheit bereits in anderen Rang 4 orientierten Decks Nutzen gesehen hat. Neben dem von Fallen unberührt sein, schützt Fallenstellerin Rafflesia auch alle anderen Fallenstellerinnen vor Kampf und Karteneffekten. Aber die wahre Stärke liegt darin, eine beliebige Fallgrube aus dem Deck zu aktivieren. Das Ganze zählt dann aber als Monstereffekt und umgeht den Fallenschutz aller Monster in einem Mirror Match.
Bis vor Kurzem hatte das Thema nicht einen einzigen themeninternen Zauber, doch mit den neuen Karten haben die Fallenstellerinnen nicht nur einen, sondern direkt 2 spielstarke Zauberkarten erhalten.
Insgesamt existieren 17 verschiedene Fallgruben Karten, die wir für unser Deck nutzen können.