Das letzte Update, welches ihr von mir in Form eines Quick Fixes erhalten habt, war kurz vor der YCS Dortmund. Doch inzwischen sind vier Wochen vergangen und damit gab es auch die erste Woche, indem wir das neue AGOV-Format in vollen Zügen kosten konnten.
Dieser Bericht umfasst deshalb nur die Events, welche im Zeitraum vom 19. bis 22.10. stattgefunden haben. Das wären die YCS Indianapolis sowie fünf weitere Regionals.
Darum gehe ich direkt einen Schritt weiter zum allgemeinen Deck Breakdown:
Deck Breakdown
Gesamt: 63
- Rescue-ACE Variants: 18
- Rescue-ACE*: 1
- Rescue-ACE-Diabellstar: 17
- Tearlaments-Variants: 9
- Tearlaments*: 4
- Tearlaments-Ishizu: 2
- Tearlaments-Destiny-Danger: 2
- Tearlaments-Destiny-Ishizu: 1
- Purrely-Variants: 8
- Purrely*: 7
- Purrely Spright: 1
- Unchained*: 4
- Dragon Link-Bystial: 3
- Floowandereeze*: 3
- Labrynth-Variants: 3
- Labrynth*: 2
- Labrynth-Unchained: 1
- Mannadium-Variants: 3
- Mannadium*: 1
- Mannadium-Scareclaw: 1
- Mannadium-Kashtira-Scareclaw: 1
- Runick*: 3
- Other: 9
- Rikka-Therion-Sunavalon: 2
- Mathmech-Firewall: 1
- Exosister-Spirit: 1
- Resonator-Horus-Bystial: 1
- Spright-Adventurer: 1
- Vanquish Soul*: 1
- Tri-Brigade-Spright: 1
- Infernoble Knight-Diabellstar: 1
* = Die tatsächliche Menge kann aufgrund unbekannter Subvarianten abweichen
Da der erfasste Zeitraum nur eine Woche ausmacht, kamen lediglich 63 Decks zusammen, die getoppt haben. Und von diesen waren zum Zeitpunkt der Decklisten-Erfassung nur 43 einsehbar. Diese könnt ihr euch wie immer im passenden Spreadsheet anschauen. Zusätzlich hab ich hier noch die Wochen 9, 10 und 11 von DUNE erfasst, welche alle Events betrachtet, die seit der neuen Liste der limitierten und verbotenen Karten und vor AGOV Release stattgefunden haben, damit ihr ein grobes Gefühl für die Formatentwicklung erhalten könnt und ich saubere Vergleichswerte habe.
Doch beginnen wir einfach mit dem Vergleich:
Woche 1 AGOV - Was hat sich seit dem letzten Format verändert?
Bevor ich mit der genauen Analyse beginnen möchte, folgt ganz kurz noch eine Breakdown-Grafik für die vorherigen drei Wochen, welche noch im DUNE-Format ausgespielt wurden:
Das Auffälligste ist die Platzierung des meistgespielten Top-Decks. Denn während im DUNE-Format noch Tearlament-Varianten die meisten Top-Platzierungen einheimsen konnten, befand es sich im neuen AGOV-Format nur noch auf dem zweiten Platz. Hierbei hat Tearlament aber nur einen einzigen Prozentpunkt eingebüßt, sodass sich das nun aufgestiegene Rescue-ACE-Deck seine rund 28 % von anderen Decks abgreifen musste. Schaut man sich aber die DUNE-Grafik an, bemerkt man, dass auch vor dem neuen Hauptset und darin enthaltenen Feuer-Support, welcher für diesen Wandel zuständig ist, Rescue-ACE schon kleine Erfolge erzielen konnte und so mit 4 Prozentpunkten (11 aus 287 Decks) aufgetaucht war. Und damit war es sogar stärker vertreten gewesen als beispielsweise Spright (2,09 % und 6 aus 287) oder Vanquish Soul (2,43 % und 7 aus 287). Wobei man insbesondere bei Spright argumentieren muss, dass dieses Deck immer noch sehr anpassungsfähig ist, aber sehr schlechte Ergebnisse vorweist, wenn das Format sehr breit gefächert ist. Denn es bietet zwar viel Platz für Non-Engine, aber auch das hilft nicht, wenn es verschiedenste Decks und Spielstile abdecken muss. Schaut man sich die weiteren Top-Platzierungen an, so fällt auf, dass Purrely seine Position weiter ausbauen konnte und sich so weiter auf dem dritten Platz halten konnte, während Unchained sich in der Spielzahl halbiert hat und so vom zweiten auf den fünften Platz gefallen ist. Letztere Entwicklung ist auch ein allgemeiner Trend, welcher sich über die DUNE-Wochen einsehen ließ. Denn mit jeder Woche, die vergangen war, stieg die Zahl der Tearlament-Spieler an, während Unchaineds Spielerzahl sichtbar gesunken ist, aufgrund dessen, dass das Unchained Deck nur sehr schlecht dagegen performt. Zudem hatte es einen großen Side Deck Fokus erfahren und somit weiter im Format zu kämpfen gehabt. Doch hier könnte sich in den nächsten Wochen eine Gegenentwicklung geschehen, da sich schon auf der YCS in Indianapolis gezeigt hat, dass viele Decks nun stärker gegen Tearlaments siden und zugleich weniger Platz für gezielte Outs gegen Unchained aufnehmen konnten. Hier ist denke entscheidend, welche Konter gegen Rescue-ACE in den folgenden Wochen gefunden und gespielt werden. Sollten diese Konter aber auch gut gegen Tearlament funktionieren, besteht eine kleine Chance, dass sich Unchained daraus wieder erheben kann.
Was viel sonst noch auf?
Bevor ich aber gleich weiter zu den meistgespielten Karten komme, möchte ich noch auf einzelne Techs eingehen, die während der ersten AGOV-Woche aufgetaucht sind und eine Erwähnung wert wären.
Hier wäre zuerst die Entwicklung von Talent der drei Taktiken sowie Triple Tactics Thrust in Kombination mit Ken the Warrior Dragon und Gen the Diamond Tiger. Entgegen anfänglicher Sorgen, als diese beiden World Premiere Karten angekündigt wurden, haben sie in der ersten Woche nur einen sehr kleinen Einfluss auf das neue Format gehabt. Aus dem, was man bisher beobachten konnte, liegt es nicht unbedingt daran, dass Ken und Gen weitaus schlechter sind, als die Community erwartet hat, sondern eher der Tatsache geschuldet, dass es kaum Decks gibt, die das volle Potenzial aus beiden Monstern herausholen können. Selbst in dieser initialen Woche hat kein einziges Deck mit Ken und Gen getoppt, wobei ein einzelnes Deck herausgestochen ist, welches in der letzten Runde der YCS Indianapolis on the Bubble verloren hat und somit nur knapp nicht getoppt hat. Die Rede ist hierbei von Ed Acepcions Mikanko Deck, bei welchem zum jetzigen Stand noch keine Deckliste zur Verfügung steht, man aus Feature Matches aber weiß, dass er Ken und Gen integriert hat. Hierbei helfen beide Monster dabei, das Going First Matchup zu verbessern. Denn sie ermöglichen es nicht nur Talent der drei Taktiken und Triple Tactics Thrust im ersten Spielzug live zu bekommen, sondern sind beide auch noch vom Typ Krieger und Stufe drei. Dies harmoniert mit Ha-Re the Sword Mikanko, welche ebenfalls Krieger für Isolde-Plays ist und erlaubt es als Stufe drei Monster recht einfach Nummer 30: Säuregolem der Zerstörung zu beschwören. Letzteres wird dann interessant, wenn man es mittels Geonator-Vertauscherin auf die gegnerische Seite bringt und sich zugleich den jeweils noch nicht benutzten Gen oder Ken zurückholt. Denn der Golem verbietet es Monster spezial zu beschwören und fungiert hier in einer ähnlichen Position wie Iblee oder Gimmick-Marionette Albtraum. Außerdem kann man den so zurück-erhaltenen Gen beziehungsweise Ken noch für seinen Spezialbeschwörungs-Effekt verwenden, um das volle Potenzial aus dem Monster zu schöpfen. Der Golem kann dann zwar ein einzelnes Monster im Kampf erledigen, doch spätestens im nächsten Turn kann man mit bis zu drei Mikanko Monstern in den Golem rennen, um den Gegner über die Spezialeffekte der Mikankos bis zu 9000 Lebenspunkte zu nehmen. Und auch Going Second braucht sich das Deck nicht zu verstecken, da es von der mächtigen Go 2nd Engine von Mikanko in Kombination von Talent der drei Taktiken und Triple Tactics Thrust unterstützt wird. Laut eigener Aussage von Ed (auf Social Media) sei der einzige Grund, warum er verloren habe, nur die eigenen Fehler, die er mit dem Deck gemacht habe.
Und selbst falls sich das Mikanko Deck in seiner aktuellen Iteration nicht durchsetzen sollte, so gibt es spätestens mit dem nächsten Set Phantom Nightmare eine weitere Chance, damit sich Ken und Gen durchsetzen können, da hier ein neues Stufe drei Thema eingeführt wurde, welches ebenfalls perfekt mit diesen WPC Promos harmoniert.
Eine weitere interessante Tech hat sich mit Infernal Flame Banshee und den Nemeses-Karten gezeigt. Denn dieses Monster mit Rang vier, welches leicht in Rescue-ACE und/oder Tearlaments beschworen werden kann, kann Todfeind Flagge suchen. Dieser darf sich wiederum spezialbeschwören, indem man ein verbanntes Monster wählt und zurück unter das Deck legt. Dafür eignen sich insbesondere die Beschwörungsbedingungen für Tearlaments Kashtira oder Rescue-ACE Preventer und Rescue-ACE Turbulence, welche zuvor Karten verbannen. Abschließend kann Nemesis Flag einmal pro Spielzug ein Nemeses-Monster vom Deck auf die Hand suchen. Da Oberster Todfeind Protos im TCG gebannt ist, bietet sich hier stattdessen Oberster Todfeind Eschatos an, welcher speziell gegen Mono-Typ-Decks wie Unchained oder Labrynth tödlich sein kann. Doch auch die anderen Nemeses-Monster könnten je nach Kompatibilität mit dem eigenen Deck einen Blick wert sein. Es hat zwar nur eine Deckliste (welche erfasst wurde) damit getoppt, aber zumindest auf der YCS Indianapolis selbst wurden mehrere Spieler damit gesichtet.
Doch schauen wir uns nun die nackten Zahlen der meistgespielten Karten der ersten Woche AGOV im Vergleich zu den drei Vorwochen DUNE genauer an. Zumindest auf den ersten beiden Plätzen, mit Ash Blossom & Joyous Spring, gefolgt von Unendliche Unbeständigkeit, hat sich nichts bewegt. Dies ist weniger verwunderlich, ist das Format doch fast genauso breit gefächert wie zuvor. Und auch wenn beide nicht unbedingt Decks im Alleingang stoppen, sind sie solide Karten, die einen im Spiel halten. Der vorherige dritte Platz, Talent der drei Taktiken ist hingegen auf den zehnten Platz gefallen, obwohl es nur acht Prozentpunkte eingebüßt hat. Zwar setzen immer noch über die Hälfte aller Spieler auf mindestens eine Kopie, doch wird sie nur noch selten im kompletten Playset gespielt. Interessant ist auch der initiale Einzug von S:P Little Knight. Denn in 90 % aller getoppten Decks findet sich mindestens eine Kopie dieser Karte und es gibt auch einige Decks, welche sich entschieden, zwei oder drei Kopien zu spielen. Zwei Kopien gelten dabei fast ausschließlich für Rescue-ACE Decks, welche bei Control-fokussierten Builds meist auf eine zweite Kopie angewiesen sind[1] und drei bei den wenigen Extravagance-Decks. Alles in allem hat die Karte eine sehr gute erste Woche erfahren und übertrifft damit sogar Schicksals-HELD - Destroyer Phoenix Enforcer und Rotäugiger dunkler Dragoner in ihren besten Zeiten bei weitem.
In eine ähnliche Kerbe greift auch Super Starslayer TY-PHON - Sky Crisis. Dieser hat zwar nur in 23 von 43 einsehbaren Decklisten einen Einzug gefunden, doch ist immer noch sehr stark vertreten. Denn während S:P Little Knight das Going First und Going Second gehen merklich verbessert, dient TY-PHON nur dafür, das Going Second zu verbessern. Denn er wird beschworen, wenn man sich durch alle Interaktionen des Gegners gefressen hat und den letzten notwendigen Push benötigt, um das Board zu brechen.
Ansonsten fällt auf, dass Handtraps und Board Breaker etwa gleich verteilt gespielt werden. Dies liegt vorwiegend an der großen Varianz der vielen Decks. So harmoniert Unchained beispielsweise besser mit vielen Board Breakern statt Handtraps, da es doch sehr von Triple Tactics Thrust Fallen-Suche profitiert. Auf der anderen Seite steht Purrely, welches aufgrund des Zieheffekts von Purrely Sleepy Memory besser mit Handtraps harmoniert. Umgekehrt sind Board Breaker insbesondere gegen Rescue-ACE oder Purrely gut einzusetzen, primär auch welche gegen Zauber- und Fallen funktionieren wie Blitzsturm, Ausgeglichener Zweikampf oder Harpies Feather Duster. Und auch Unchained oder Mannadium hat Probleme gegen Board Breaker, hier aber eher solche, welche massenhaft Monster negieren (zum Beispiel Verbotener Tropfen, Kein Dunkler Herrscher mehr). Und gegen Labrynth, Floowandereeze und Tearlaments bewirken Handtraps wie Ash Blossom & Joyous Spring und Ghost Belle & Haunted Mansion (Unendliche Unbeständigkeit bei Floowandereeze) wahre Wunder. Diese riesige Varianz führt auch zu enormen Problemen bei dem Deckbau, worunter speziell Decks wie das zuvor angesprochene Spright stark darunter leiden. Doch ein ähnliches Problem hat man auch mit allen anderen Decks. Nicht nur, weil man die womöglich suboptimale Mischung an Handtraps/Boardbreakern/etc. spielen muss, sondern jede einen anderen Effektivitätsgrad aufweist als andere.
Haben wir ein neues bestes Deck?
Nachdem ich nun lang und breit die wichtigsten Staples und interessanten Engines betrachtet habe, möchte ich zum Abschluss noch auf das Deck eingehen, was am meisten von AGOV profitiert hat. Und selbiges hat es auch mit entsprechenden Top-Zahlen in diesem Bericht bewiesen. Die Rede ist natürlich von Diabellestar Rescue-ACE. Als Beispiel-Deckliste hab ich mir Steven Santolis Liste geschnappt, mit welcher er den ersten Platz auf der YCS Indianapolis ergattert hat. Wenn ihr euch für das Video Profile und seinen Gedanken zu dem Deck interessiert, könnt ihr diese hier nachholen:
Bevor wir uns aber die Deckliste im Detail anschauen können, will ich kurz auf die wichtigsten Elemente des Decks eingehen. Dabei ist der Dreh- und Angelpunkt Rescue-ACE Turbulence, welcher durch seinen eigenen Effekt bis zu vier Rescue-ACE Zauber- und Fallenkarten vom Deck setzen kann, welche bis auf Rescue-ACE HQ den Themennamen durch eine Zeile im Effekttext erhält. Dieses Setzen von vier Karten schafft enormen Kartenvorteil, da jede Karte entweder dabei hilft, weitere Monster zu beschwören, oder den Gegner beim Spielen stört. Um dieses Bossmonster zu beschwören, gibt es im Regelfall zwei verschiedene Wege: Entweder beschwört man ihn durch seinen eigenen Effekt von der Hand, indem man zwei Rescue-ACE Karten vom Friedhof verbannt, oder nutzt den Beschwörungseffekt von EMERGENCY!, welche getreu seines Namensvettern Notfallteleport das besagte Monster aus dem Deck spezial beschwört. Entscheidet man sich für den regulären Weg, muss man Turbulence erst mal auf die Hand bekommen, was durch Rescue-ACE Hydrant ein leichtes ist. Dieses Feuer-Monster der Stufe eins besitzt einen Zündeffekt, mit dem man jeden Spielzug ein Rescue-ACE Monster auf die Hand suchen kann und erlaubt es zusätzlich, solange es auf dem Spielfeld liegt, eine frisch gesetzte Rescue-ACE Schnellzauberkarte oder Fallenkarte direkt zu aktivieren, anstatt einen Spielzug zu warten. Wichtig ist aber die angesprochene Stufe von 1, mit welcher es nicht nur kinderleicht für Linkuriboh zum Friedhof geschickt werden kann, um für Turbulence oder Rescue-ACE Preventer herzuhalten, sondern kann als Feuer-Monster auch über Original Sinful Spoils - Snake-Eye aus dem Deck beschworen werden. Somit hat man neben den initialen drei EMERGENCY! noch eine Original Sinful Spoils - Snake-Eye, eine Diabellestar the Black Witch und drei WANTED: Seeker of Sinful Spoils, mit denen man getreu nach Notfallteleport Schlüsselmonster aus dem Deck beschwören kann. Abschließend wird diese riesige Anzahl von Monstern dafür verwendet, eine von drei Zielen zu verfolgen:
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[li]Man beschwört mit all diesen Monstern eine Vielzahl von effektiven, aber (halb-)generischen Linkmonstern. Beliebteste Monster sind Grosalamander Sonnenlichtwolf, S:P Little Knight, Apollousa, Bogen der Göttin und/oder Dekodier-Sprecher Heißseele. Letzterer wird beschworen, indem man Linkuriboh und Grosalamander Sonnenlichtwolf weiterverarbeitet. [/li]
[li]Die zweite Option ist das Ausnutzen des relativ spielstarken Cyberse-Linkmonster-Pools. Denn durch Karten wie Reprodocus kann man neben generischen Cyberse-Linkmonstern auch auf die spezielleren Cyberse-Linkmonster zugreifen (hier: Link Decoder), um das Board auf Firewall Dragon Darkfluid - Neo Tempest Terahertz zu beenden. Dieses Monster erlaubt es anschließend als Schnelleffekt während beider Spielers Züge, ein Cyberse-Monster vom Extradeck auf den Friedhof zu legen und selbst 2500 ATK Push zu geben. Und wenig überraschend gibt es hierfür die verschiedensten Schlüsselmonster. Benötigt man einen Zauber- oder Fallenkarten-Negierer, so entscheidet man sich für Cyberse Desavewurm. Benötigt man eine Unendliche Unbeständigkeit, wirft man sich Mereologic Aggregator in den Friedhof. Und wenn man es dann geschafft hat, den gegnerischen Vorstoß zu verhindern, hat der Firewall solch hohe ATK, dass der Gegner garantiert verloren hat, wenn er erfolgreich angreift. Und zumindest Letzteres ist garantiert, da er auch noch Monstereffekte in der Battle Phase verbietet. [/li]
[li]Original Sinful Spoils - Snake-Eye kann nicht nur Rescue-ACE Hydrant aus dem Deck spezial beschwören, sondern alle Feuer Monster der Stufe 1. So gibt es vereinzelte Varianten, welche starke Stufe 1 Empfänger-Monster wie beispielsweise Jetsynchron oder Infernoble Knight Ricciardetto, welche Zugriff auf starke Synchromonster wie Blumenbaronin über Rescue-ACE Turbulence oder Kalliberlade-Wilddrache über Diabellestar the Black Witch erlaubt. [/li]
[/ol]
Wie man an der Deckliste erkennen kann, handelt es sich bei dem Deck um eine Mischung aus den ersten beiden Kategorien. So wurde die Engine für die Firewall-Kombo auf sein Minimum reduziert, um möglichst viele der guten Utility-Linkmonster spielen zu können. Im Maindeck wurde sich hingegen für neun Handtraps gefolgt von drei Feindkontrolle als Going Second Engine entschieden, während er das komplette Paket an Rescue-ACE Zauber- und Fallenkarten entschieden hat. Denn schon vor der YCS wurde mit dem Gedanken herumexperimentiert, die Anzahl der One-Off Zauber- und Fallenkarten zu reduzieren, um den notwendigen Platz für die Go 2nd Non-Engine vergrößern zu können und zugleich das Brick-Risiko zu minimieren. Denn auch wenn das Deck ein grandioses Going First Board aufstellen kann, so hat es gerade Second ohne externer Karten meist schwere Probleme, sich durch die Boards anderer Decks zu fressen. Betrachtet man sein Side Deck, so sieht man weitere Karten, die das unterstützen. Während er keine Karten für das Going First siden muss, welches ohnehin schon sehr solide ist, entschied er sich dafür, im Side Deck weitere Handtraps und Board Breaker zu spielen, um seine Non-Engine je nach Gegner anpassen zu können.
Alternativen, die gerne im und gegen Rescue-ACE gespielt beziehungsweise gesidet werden, wäre beispielsweise Superpolymerisation. Hier sei insbesondere das Fusionsmonster Gilti-Gerfried der magische Stahlritter zu erwähnen, welches beliebte Boards aus Rescue-ACE Air Lifter, S:P Little Knight und/oder Blumenbaronin weg fusioniert. Hat der Gegner hingegen nur Finsternis-Monster auf dem Feld, zu denen auch I:P Maskerena oder S:P Little Knight gehören, beschwört man stattdessen Schlammdrache des Sumpfes oder wahlweise Garura, Flügel des nachklingenden Lebens. Da Rescue-ACE kein von der Engine vorbelegtes Extradeck besitzt, eignet es sich besonders gut für die Integration von Super Poly-Targets.
Abschließende Worte
Damit wäre ich auch schon am Ende angekommen und ihr solltet wieder auf dem neusten Stand sein. Im nächsten Bericht, den ich in zwei Wochen geplant habe, sehen wir dann, wie viele neue Elemente dieses frischen Formats erhalten bleiben oder ob wir noch mal einen größeren Wandel erleben dürfen.
-deckcreator16
[1] Dies soll jetzt zwar kein "Market Watch" oder dergleichen werden, aber ich möchte an dieser Stelle alle Leute ermahnen, welche nur eine einzelne Kopie gekauft haben, in diesem oder kommenden Jahr aber vorhaben, Competitive engagiert zu sein. Denn auch wenn zum heutigen Stand nur Rescue-ACE mehr als eine Kopie von S:P Little Knight spielt, solltet ihr beachten, dass die Karte frühestens in den Tins 2024 einen Reprint erhalten dürfte. Und da sie insbesondere in Mid Range Control Decks sehr wichtig ist, ist sie gerade in solchen Decks auch gerne zweimal vertreten. Sollte sich also bis zum Release der Tin noch weitere Mid Range Decks etablieren, kann es schnell passieren, dass ihr die zweite Kopie benötigt. Und auch wenn sie jetzt schon einen inhumanen Preis hat: Was denkt ihr, wird wohl passieren, wenn dieser "Spiele 2 Kopien" Trend anhaltet und ihr später noch ein Deck findet, wo ihr zwei Kopien benötigt? Sie dürfte noch weiter im Preis steigen und euch somit noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Also womöglich kann es sich rentieren, schon jetzt eine zweite Kopie zu besorgen, bevor sie noch weiter steigt. Dies ist natürlich eine reine Spekulation von mir, die auf einer logischen Schlussfolgerung zurückzuführen ist, aber ihr solltet euch zumindest überlegen, ob ich damit nicht recht haben könnte.