Dieser Quick Fix umfasst den Zeitraum vom 8.02. bis 16.02., in welcher 23 Regionals und keine anderen Großevents stattfanden. Wie man sieht also ein weitaus kleinerer Zeitraum als gewohnt, auch wenn die Zahl der Regionals in etwa normal für eine einzelne Woche ist.
Kommen wir aber direkt zum Eingemachten und schauen uns das Deck Breakdown an:
Deck Breakdown

- Fire King-Variants: 58
- Fire King-Diabellstar-Snake-Eye: 55
- Fire King-Diabellstar: 2
- Fire King*: 1
- Snake-Eye*: 17
- Kashtira-Variants: 15
- Kashtira*: 8
- Kashtira-Heatsoul: 6
- Kashtira-Mannadium: 1
- Voiceless Voice-Variants: 14
- Voiceless Voice*: 12
- Voiceless Voice-Branded: 1
- Voiceless Voice-Dogmatika: 1
- Despia-Branded: 11
- Rescue-ACE-Variants: 7
- Rescue-ACE-Diabellstar-Snake-Eye: 4
- Rescue-ACE-Diabellstar: 2
- Rescue-ACE-Diabellstar-Snake-Eye-Fire King: 1
- Floowandereeze*: 5
- Mannadium-Variants: 5
- Mannadium-Scareclaw: 4
- Mannadium-Snake-Eye-Scareclaw: 1
- Tearlaments-Variants: 5
- Tearlaments*: 2
- Tearlaments-Horus: 1
- Tearlaments-Horus-Destiny: 1
- Tearlaments-Horus-Danger: 1
- Other (1-4): 31
- Purrely*: 3
- Purrely-Dark World: 1
- Labrynth*: 2
- Labrynth-Unchained: 1
- Dragon Link-Bystial: 2
- Dragon Link-Resonator-Bystial: 1
- Vanquish Soul*: 3
- Chimera-Branded: 2
- Centur-Ion*: 1
- Centur-Ion-Horus: 1
- Rikka-Sunavalon: 1
- Raidraptor-Kashtira: 1
- Orcust-Horus: 1
- Ghoti-Runick: 1
- Virtual World-P.U.N.K.: 1
- Yubel-Unchained: 1
- Unchained*: 1
- Mikanko*: 1
- Swordsoul-Tenyi: 1
- Synchron-Diabellstar-Adventurer: 1
- Bystial-Resonator-Horus: 1
- Stun-Dogmatika: 1
- Runick*: 1
- Spright-Melffy: 1
* = Die tatsächliche Menge der Subvarianten kann aufgrund unbekannter Decklisten abweichen
In dieser Woche wurden 168 Decks erfasst, aus welcher in 103 Decklisten ein tieferer Einblick möglich war. Wie immer findet ihr auch ein eigenes Deck Sheet dafür. Die entsprechenden Daten werden mit denen des vorherigen Berichtes abgeglichen.
Woche 1 PHNI - Das Jahr des Feuers nimmt seinen Anfang
Da wir uns diesmal nur eine Woche anschauen, gibt es diesmal auch kein dediziertes Pie Chart für die einzelne Woche. Was aber nicht heißt, dass wir uns die Entwicklung nicht anschauen. Und die auffälligste Entwicklung ist hier natürlich bei Fire King. Dieses hatte in AGOV Woche 12 bis 14 mit 29 aus 283 Decklisten gerade so noch auf dem Podium mit dem geteilten Platz 3/4 wiederfinden können. Doch jetzt, mit dem Support aus dem neuen Hauptset, konnte es sich mit 58 aus 168 Decklisten und einem Mehrheitsanteil von 34,5 % die Spitze des Treppchens holen. Und das sogar mit einem signifikanten Abstand, weshalb man es offensichtlich als das beste Deck klassifizieren muss. Ich möchte aber viel mehr auf den zweiten Platz hinweisen. Denn Snake-Eye in seiner puren Variante konnte sich mit 17 Decks und 10,1 % direkt auf den zweiten Platz breitmachen. Bevor ich aber gleich auf die anderen relevanten Decks komme, will ich diesmal auch auf die Aufteilung der Untervarianten beider Decks eingehen, welche ich hierzu noch mal kurz wiederhole:
- Fire King-Variants: 58
- Fire King-Diabellstar-Snake-Eye: 55
- Fire King-Diabellstar: 2
- Fire King*: 1
- Snake-Eye*: 17
Wie man also sieht, sind die meisten Fire-King-Varianten diese, die mindestens eine kleine Snake-Eye-Engine aus Snake-Eye Ash und Snake-Eye Poplar integriert haben. Nun gehen wir mal davon aus, dass jedes Deck, welches eine große Snake-Eye-Engine spielt, auch mindestens einen Snake-Eye Oak spielt, so können wir recht viele Informationen aus den Einzeldaten herausziehen. Demnach wurden 39 Decks mit mindestens einen Snake-Eye Oak gespielt (allgemein wurden nur 39 Snake-Eye Oak erfasst, was zeigt, das jedes dieser Decks genau 1 gespielt hat) und uns damit beweist, dass neben den 17 puren Snake-Eye Decks noch mindestens 22 von den 55 Fire King Snake-Eye Decks zur Sorte gehört, die mehr Snake-Eye-Deck als Fire King sind und entsprechend die wirklich meistgespielte Variante ist. Diese Information ist essenziell, da diese Fire King Snake-Eye Decks sich größtenteils wie Snake-Eye Decks verhalten und häufig nur eine kleine Fire King Engine als Topper obendrauf darstellen. Darum ist auch die Art und Weise, wie man diese Decks kontern muss, komplett anders. Dazu aber später mehr.
Jetzt sollten wir aber noch den Rest des Formates überfliegen. Ein weiteres neues Licht ist unser Platz vier, Voiceless Voice, welches mit 14 (8,3 %) gegenüber den 15 Kashtira-Decks (8,9 %) knapp zurückhängt. Trotzdem ist es sehr interessant, dass dieses neue Deck ebenfalls recht gut performen konnte. Damit wirkt Phantom Nightmare ein kleinen wenig wie Power of the Elements. Zwar hatte dieses Set zwei komplett neue Themen enthalten, welche sich direkt an die Spitze katapultieren können, während es hier nur ein komplett neues und ein zweites, welches "seinen nötigen Boost" erhalten hat, doch der Einfluss des Sets ist stark zu verspüren. Dies hat natürlich nicht nur positive Seiten. Denn wenn solche starken Decks ins Format kommen, müssen andere Decks wiederum verdrängt werden. Und bis auf Kashtira hat jedes andere Deck einen Verlust von mehreren Prozentpunkten einfahren müssen. Diese Verluste können natürlich nur initiale Erscheinungen sein, da diese neuen Decks unterschätzt wurden und die nötige Vorbereitung darauf fehlte, welche in den Folgewochen verstärkt werden dürfte, es kann aber auch bedeuten, dass Decks auf natürlichem Wege herausrotieren. An dieser Stelle finde ich vier Punkte erwähnenswert. Da wäre einmal der starke Rückgang von Rescue-ACE, welches sich vom meistgespielten Deck mit nur noch 7 Ausführungen (4,2 %) um seine Existenz im Pie Chart zu kämpfen hat. Diese Entwicklung ist interessant, da es ebenfalls ein Feuer Deck ist, welches eigentlich enorm vom Support profitieren müsste. Zusätzlich haben Decks wie Fire King und Snake-Eye keine In-Engine Outs auf die spielstarken Fallenkarten des Rescue-ACE-Themas. Hier gehe ich davon aus, dass Rescue-ACE inzwischen einfach weniger "frisch" ist. Schließlich handelt es sich bei Snake-Eyes sowie Fire King um die neusten Decks mit Fokus auf den spielstarken Feuer-Karten, während sich Rescue-ACE nun seit einiger Zeit wenig verändert hat. Die Spieler sind also interessiert daran, die neuen Karten auszuprobieren, und fallen womöglich auf die alte Deckwahl zurück, wenn dieses eine Zeit lang im Format ist und beispielsweise auch mit größeren Kontern gegen Snake-Eye/Fire King zu rechnen hat als gegen Rescue-ACE. Auch bereitet mir die immer noch große Anzahl an Floowandereeze und Tearlaments-Decks Sorgen. Beide haben zwar nur jeweils 5 aus 168 Decks repräsentiert (3,0 %), doch handelt es sich bei beiden um Decks, die nicht zu unterschätzen sind. Floowandereeze füllt als zweites "Shifter Deck" eine wichtige Rolle im Format und ist neben seinem recht günstigen Preis eine sehr attraktive Wahl. Außerdem liegt ein großer Fokus auf Link Monster bei den Feuer-Decks, welche Floowandereeze & Empen zu einer ähnlich gefährlichen Bedrohung werden lässt, wie schon einst im Unchained-Purrely-Format im Herbst 2023. Und auch Tearlaments kann sich trotz seiner enormen Vielzahl an Hits wieder im Format sehen lassen. Hierfür setzt es noch mehr auf eine weite Auswahl an Power-Mills wie den Ishizu-Shufflern (welche auch gegen die beiden besten Decks gefährlich sind), Schicksals-HELD - Malicious, Unchained Soul of Shyama und vielen weiteren Karten dieser Art. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob diese beiden Decks weiterhin gefährliche Metagame Contender sind oder dies nur die frühen Auswirkungen auf das Format darstellen. Die letzte Erwähnung möchte ich an Centur-Ion vergeben. Denn seit seinem enttäuschenden Start zum Release konnte sich das Deck Woche für Woche immer weiter oben fixieren. Doch mit Beginn des PHNI-Formats hat es einen enormen Rücklauf von Centur-Ion gegeben, sodass es mit zwei Kopien zurück ins Other verschwunden ist. Damit gehört es zu den größten Verlierern durch den Set-Release. Auch hier stellt sich die Frage, ob es nur die frühen Format-Auswirkungen sind oder ob es sich damit bis zu seinem nächsten Support in Legacy of Destruction oder einer möglichen Bannedliste (voraussichtlich im April) erst einmal ausgespielt hat.
Normalerweise würde ich mir im Folgenden einen Blick auf die meistgespielten Einzelkarten erlauben, doch hat dies hier nicht wirklich einen Sinn. Beim Vergleich mit dem vorherigen Zeitraum von AGOV 12-14 gab es unter den zehn meistgespielten Karten keine Veränderungen. So werden allerlei Handtraps als auch Kosmoszyklon weiterhin am allermeisten gespielt. Einzige erschreckende Entwicklung ist der Anstieg von Antimagischer Duft, die in AGOV 12-14 nicht mal in den Top 50 vertreten war und sich jetzt schnurstracks auf den 12. Platz katapultiert hat. Diese Entwicklung würde ich an dieser Stelle aber der Entwicklung von Fire King sowie Snake-Eyes in die Schuhe schieben, dessen wichtigste Extender in Form normaler, permanenter und Spielfeld-Zauberkarten wiederzufinden ist. Werden diese ausgeschalten, wird es signifikant schwerer, mitzuhalten. Für weitere Entwicklungen bei den Einzelkarten würde ich erst einmal darauf warten, dass sich das Format einspielt und so der Mut zum techen steigt.
Deck Spotlight: Feuer Feuer Feuer!
Schon die letzten beiden Male habe ich mich davor gedrückt, endlich über das neue Fire King zu sprechen. Dies will ich heute in einem 1.5-fachen Spotlight ausgleichen. 1.5, da wir uns neben Fire King Snake Eyes auch das Pure Snake Eyes anschauen wollen, da beide doch große Ähnlichkeiten aufweisen und damit perfekt in einem Spotlight gefeatured werden können.
Entsprechend will ich auch erst mal mit dem Puren Build beginnen. Hierzu hab ich mir die Top 8 Deckliste von Bryan Michael Anguioli der Brainbridge WCQ Regional als Referenz herangezogen. Das Video Deck Profile ist hier verlinkt.

Zuerst einmal beginne ich damit, kurz die Standardkombo zu beschreiben, durch welche man mit nur einer Snake-Eye Ash oder alternativ Bonfire sein Schlüsselboard aufbaut und zugleich ohne Probleme durch Nibiru the Primal Being oder Droll & Lock Bird weiterspielen kann:
Zuerst wird Snake-Eye Ash normal beschworen, um seinen Sucheffekt für Snake-Eye Poplar zu verwenden.
Sofort aktiviert sich der Trigger-Effekt von Snake-Eye Poplar, wodurch sich selbiger specialn kann. In einer neuen Kette darf dieser dann eine Snake-Eye Zauber- oder Fallenkarte suchen. Wird man schon auf den Sucheffekt durch Esche gedrollt, wird dieser Schritt natürlich übersprungen, was auch nicht wirklich schadet. Hier wird meist nämlich nur Divine Temple of the Snake-Eyes gesucht, welcher nur für das Durchspielen durch Nibiru the Primal being relevant ist, aber nicht notwendig, um die Kombo weiterzuführen.
Wurde der Tempel gesucht, kann dieser aktiviert werden, um einen Snake-Eye Flamberge Dragon als permanente Zauberkarte in die Zauber- und Fallenkartenzone zu platzieren. Im Folgenden werde ich diese Aktion der Einfachheit halber als "kristallisieren" bezeichnen.
Nun wird der zweite Effekt von Esche verwendet und er sowie Pappel als Kosten auf den Friedhof geschickt, um Snake-Eye Oak zu beschwören. Dieser kann jetzt als Kettenglied 1 seinen Beschwörungseffekt aktivieren und Esche oder Pappel vom Friedhof spezial beschwören (oder der Hand hinzufügen). Hier ist es sinnvoll, Pappels Triggereffekt anzuketten und das jeweils nicht gewählte Monster zu targetten. Das von Pappel gewählte Monster wird ebenfalls kristallisiert.
Anschließend wird auch Eiche seinen zweiten Effekt anwenden und sich sowie das frisch kristallisierte Monster auf den Friedhof schicken, um einen zweiten Snake-Eye Flamberge Dragon aus dem Deck spezial zu beschwören. Nun kann man Flambergendrache als auch das durch Eiche vom Friedhof wiederbelebte Monster für ein Monster mit Link-Rating 2 auf den Friedhof gelegt. Hier wird indessen bewusst I:P Maskerena verwendet, um dank des Tempel nach einem Nibiru the primal being weiterspielen zu können.
Nun wird der Friedhofs-Trigger-Effekt vom Flambergendrachen angewendet, um zwei der drei Monster mit Stufe eins vom Friedhof spezial zu beschwören. Klappt dies erfolgreich, kann man jetzt einen der beschworenen Monster sowie I:P Maskerena für Promethean Princess, Bestower of Flames auf den Friedhof schicken.
Letztere darf jetzt mit ihrem Zünd-Effekt den im Friedhof liegenden Flambergendrachen wiederbeleben. Anschließend wird das zweite Monster der Stufe eins mit Prinzessin in Amphibisches Schwarmschiff Amblowal oder Salamangreat Raging Phoenix weiterverarbeitet. Dadurch, dass die Prinzessin einen Feuer-Lock besitzt, kann zu diesem Zeitpunkt nur ein Feuer-Link-Monster beschworen werden. Die Wahl des Linkmonsters hängt dabei je nach der späteren Verwendung ab. Der Wal darf bei seiner Zerstörung ein Link drei oder niedriger vom Friedhof spezial beschwören sowie kann er sich im Friedhof verbannen, sollte ein anderes Link drei oder niedriger Monster zerstört werden, um eine Karte nicht zielend zu zerstören. Phönix kann sich hingegen vom Friedhof spezial beschwören, sollte ein offenes Feuer-Monster durch Kampf oder Karteneffekte zerstört werden und bekommt die ATK des zerstörten Monsters hinzu. Somit ist der Wal für ein frühes Powerplay gedacht, während Phönix für seine endlose Rekursion (da er sich jeden Spielzug auf diesem Weg spezialbeschwören kann) verwendet. Da letzterer aber auch für spezielle OTK-Plays benötigt wird, wird der Wal zum jetzigen Stand bevorzugt als Going First Option beschworen.
Bevor wir nun unseren Spielzug beenden, ist es ratsam, ein eigenes Monster im Friedhof für den zweiten Effekt vom offen liegenden Flambergendrachen zu wählen, um es zu kristallisieren. Hier wird bevorzugt das zuvor verwendete Link-2 Monster I:P Maskerena benutzt, aber je nach Szenario bieten sich auch andere Monster an.
Wenn alles bis hierhin erfolgreich abgelaufen ist, kontrollieren wir einen Amphibisches Schwarmschiff Amblowal oder Salamangreat Raging Phoenix, einen Snake-Eye Flamberge Dragon sowie einen Zweiten in kristallisierter Form. Außerdem sollte auch eine I:P kristallisiert zur Verfügung stehen. Jetzt kann in der gegnerischen Draw oder Standby Phase über den letzten Effekt vom Flambergendrachen die kristallisierte I:P Maskerena zu einem Monster zurückverwandelt werden. Zudem kann man, sobald der Gegner ein Monster spezial beschwört, den Friedhofseffekt von Promethean Princess, Bestower of Flames aktiviert werden, um das eigene Link-4 sowie ein Monster des Gegners als Ziel zu wählen und beide zu zerstören sowie die Prinzessin spezial zu beschwören. Im Falle von Amphibisches Schwarmschiff Amblowal könnte man nun ein weiteres Linkmonster mit einem Link-Rating von drei oder niedriger vom Friedhof spezialbeschwören, was aber in diesem Szenario nicht zur Verfügung steht und obendrein vom Attribut Feuer sein muss, da wieder der Feuer-Lock der Prinzessin greift. Deshalb ist es auch sinnvoll, den Effekt von I:P Maskerena an die Aktivierung des Prinzessinnen-Effektes anzuketten oder bereits vorher aufgelöst zu haben. Hier verwendet man dann bevorzugt Flambergendrachen, um beispielsweise eine S:P Little Knight zu beschwören. Denn dadurch kann man wieder zwei Monster der Stufe eins vom Friedhof spezial beschwören und zugleich eine Karte durch den Effekt von S:P verbannen. Netter Bonus liegt in den beiden Stufe eins Monstern: Sollte man sich hier für Pappel und Eiche entscheiden, dürfen beide ihre respektiven Effekte aktivieren und somit eine Snake-Eye-Zauber- oder -Fallenkarte suchen sowie Esche aus dem Friedhof der Hand hinzufügen oder als Spezialbeschwörung beschwören. In letzterem Fall kann man nun ebenfalls Esche aktivieren und sich ein Feuer-Monster der Stufe eins vom Deck auf die Hand suchen. Hier bietet sich Esche selbst an, um ein starkes Follow-up zu erhalten.
Zusammengefasst erkennt man also, dass hier eine riesige Vielzahl an Interaktionen durch eine einzelne Karte entstanden ist. Zudem gibt es eine Vielzahl von alternativen Kombos über Original Sinful Spoils - Snake-Eye, die zum gleichen Ergebnis mit gewissen Risiken kommen. So wie die Normalbeschwörung von Pappel, welche diese Zauberkarte sucht oder eine Spezialbeschwörung von Diabellstar the Black Witch, die im Anschluss diese Zauberkarte vom Deck setzt. Hier sei man aber gewarnt, dass eine einzelne Aschenblüte & Freudiger Frühling oder Unendliche Unbeständigkeit zum schnellen Ende führen könnte. Zugleich werden Karten wie die Erbsündhafte Beute nicht für die Kombo verwendet und können diese extenden, sollte der Gegner diese durch beispielsweise Handtraps unterbrochen haben.
Aber bezüglich des Themas "unterbrechen": Ich habe euch versprochen, dass die zuvor genannte Kombo um Droll & Lock Bird oder Nibiru herumspielen kann, es aber nur für Erstere bewiesen. Zuerst sollte man dabei anmerken, dass die fünfte Beschwörung erst erfolgt ist, sobald im Schritt fünf der zweite Flambergendrache spezialbeschworen wurde. Sollte der Gegner hier bereits den Nibiru werfen, würde der Effekt von Flambergendrachen im Friedhof sowie der Effekt vom Tempel ausgelöst werden. Wir bekämen also wieder die zwei Monster der Stufe eins sowie den kristallisierten Flambergendrachen auf unser Spielfeld. Diese vier Monster reichen aus, um die Kombo wie zuvor auszuführen und den gegnerischen Nibiru auf Wunsch durch Flambergendrachen zu kristallisieren.
Der zweite mögliche Punkt, wo Nibiru vorgezeigt werden kann, ist der, wo die beiden Monster durch Flambergendrachen spezialbeschworen wurden. Anschließend kann man den kristallisierten Flambergendrachen über den Tempel spezialbeschwören. Danach wiederholt man den letzten Schritt der Kombo und platziert I:P in die Zauber- und Fallenkartenzone. Nun wird auch verständlich, warum es explizit I:P sein muss. Denn in der gegnerischen Draw oder Standby Phase kann man diese durch Flambergendrachen spezialbeschwören und in der Main Phase zumindest noch S:P beschwören und ihren Effekt verwenden sowie alle Snake-Eye-Monster der Stufe eins beschwören und auflösen. Das alleine reicht meist aus, um es bis in den eigenen Spielzug zu überleben. Und alle späteren Stellen in der Kombo mit einem Nibiru zu unterbrechen, werden einem nicht weiterhelfen, da ab hier Prinzessin und damit ein noch größerer Rattenschwanz an Interaktionen zur Verfügung steht.
Bis hierhin sieht man also schon ein sehr starkes und konstantes Deck, was zugleich auch viel Platz für Non-Engine in Form von beispielsweise Handtraps besitzt. Auf ein spezielles Detail dieser Liste im Extra Deck möchte ich noch eingehen, welche wir in Form von Kikinagashi Fucho sehen. Zwar ist er auch ein Schlüsselmonster für Göttliches Arsenal AA-ZEUS - Himmelsdonner, doch erfüllt er noch eine zusätzliche Rolle. Denn sollte man irgendwo in der Standard-Kombo über Snake-Eye Ash einen Dimensionsverschieber kassieren, sind nahezu alle Kombos unterbrochen, da nahezu jede Karte im Deck verlangt, Karten als Kosten auf den Friedhof zu senden. Dies kann unter Dimensionsverschieber aber nicht entrichtet werden, was einer vermeintlichen Niederlage nahekommt. Doch bei der Beschwörung von Esche kann Pappel aus dem Deck gesucht und sofort spezialbeschworen werden. Anschließend kann man sich noch eine beliebige Snake-Eye-Zauber- oder Fallenkarte für den Folgezug suchen. Nun überlagert man beide Monster und beschwört Fucho in Verteidigungsposition sowie beendet seinen Spielzug. Dieses Board scheint jetzt nicht wirklich bedrohlich, doch es erfüllt nur ein einziges Ziel: bis zum nächsten Spielzug überleben. Denn Fucho ist unberührt von Karteneffekten und kann somit weder annulliert noch durch Karteneffekte zerstört werden. Und gegen die Zerstörung im Kampf sowie des Kampfschadens kann sein Schnelleffekt angewendet werden. Somit wären nur direkte Angriffe auf 8000 ATK oder Kaijus das endgültige Aus. Und dieses Szenario ist in Kombination mit Dimensionsverschieber ultimativ unwahrscheinlich.
Gehen wir aber weiter und schauen uns die speziellere Ausprägung in Form von Max Frövels Top 4 Fire King Snake-Eye-Decks von der Halle WCQ Regional an. Das Deck Profile findet ihr hier.

Was sofort auffällt, ist die minimal kleinere Snake-Eye Engine, die wiederum für den 9 Karten großen Fire King Core verschwunden ist. Außerdem verschiebt sich der Spielstil des Decks signifikant. Während Einer für einen und Original Sinful Spoils - Snake-Eye im puren Snake-Eyes nicht für die Standard-Kombos verwendet wird und nur als Extender und Problemlöser herhalten, sind sie der Dreh- und Angelpunkt, um Zugriff auf die Fire King Karten zu erhalten. Hier wird bewusst auf den so beschwörbaren Ponix gelegt, der bei seiner Spezialbeschwörung eine Fire King-Zauber- oder Fallenkarte suchen kann. Hier wird meist Fire King Sanctuary gesucht, welche bei ihrer Aktivierung sofort Insel des Feuerkönigs aus dem Deck aktivieren darf. Nun wird Island aktiviert, um Ponix oder ein anderes Feuer-Monster von der Hand zu zerstören und sich Sacred Fire King Garunix vom Deck auf die Hand zu suchen. Letzterer darf sich sofort von der Hand spezialbeschwören und anschließend ein weiteres Feuer-Monster zerstören, was bevorzugt Fire King High Avatar Kirin aus dem Deck wäre (alternativ auch Feuerkönig Avatar Arvata). Letzterer darf anschließend seinen Effekt aktivieren und kann ein anderes Fire King-Monster aus dem Friedhof spezialbeschwören, was in diesem Fall Ponix wäre. Jetzt ist es nur noch notwendig, über die Snake-Eye-Engine weitere Interruptionen auf das Spielfeld zu platzieren. Hierbei hilft unter anderem die Option, Fire King Sanctuary für die Beschwörungseffekte der Snake-Eye Monster wegzulegen. Ziel ist es hier, über Grosalamander Sonnenlichtwolf den zuvor in den Friedhof platzierten Kirin zurück auf die Hand zu geben und die sonst übrigen Interruptionen des Snake-Eye Decks aufs Feld zu platzieren. Als Ergebnis bekommt man also ein ähnliches Board wie das Snake-Eye Deck, nur statt Interaktionen von Flambergendrachen hat man stattdessen die Fire King Interaktionen, die teils durch Kirin im gegnerischen Spielzug ermöglicht werden. Letzterer ist auch der größte Pluspunkt für die Feuerkönig-Karten. Denn Kirin kann sich von der Hand als Schnelleffekt spezialbeschwören, indem er ein beliebiges Feuer-Monster auf dem Spielfeld zerstört. Es sorgt also auch dafür, dass die Snake-Eye Engine viel leichter vor Unendliche Unbeständigkeit oder Effektverschleierin geschützt wird und somit ohne zusätzliche Extender fortgeführt werden kann. Somit unterscheiden sich beide Decks nur darin, wie sie mit den Problemen agieren wollen. Snake-Eye will bewusst alle Interaktionen abbekommen und durch Extender darüber hinaus weiterspielen, während Fire King diese mit Kirin oder alternativ Feuerkönig Avatar Arvata diese zu umspielen, dafür aber den Preis bei seinem Deck bezahlt. Denn außerhalb von diesen Interaktionen ist es nicht möglich, auf die jeweils andere Engine zugreifen zu können, sollte man diese nicht oder nicht genügend ziehen.
Persönlich habe ich abschließend diese Liste ausgewählt, da sie Instantfusion als zusätzliche Option führt (und auch in einem puren Snake-Eye-Ansatz Anwendung finden kann). Diese agiert über Millenniumäugiges Opfer wie eine zweite Kopie von Vom Grab gerufen, kann aber je nach Extra Deck Pool variieren. So gibt es auch Decklisten, die hier stattdessen oder zusätzlich Schlammdrache des Sumpfes spielt. So kann man sich statt vor Monster-Handtraps vor zielenden Handtraps/Effekten schützen, da man Schlammdrache durch seinen eigenen Effekt zu einem Feuer-Monster umwandeln kann. Letztere ist besonders dann interessant, wenn man auch noch Platz für Garura, Flügel des nachklingenden Lebens sowie Superpolymerisation findet. Dadurch, dass diese Feuer-Decks neben Feuer- auch kinderleicht Finsternis-Monster in Form von I:P Maskerena, S:P Little Knight, Linkuriboh und/oder Dharc, der finstere Zauberer in düster beschwören können, gibt es unendlich Möglichkeiten damit oder dagegen Superpolymerisation anwenden zu können. Zwar ist Millenniumäugiges Opfer nur über Instantfusion beschwörbar, besitzt aber einen weiteren Vorteil, der in Betracht gezogen werden kann. Denn als Monster der Stufe eins ist es ideal für XYZ-Plays über Fucho oder Lyrikliedervogel - Versammelte Nachtigall für Zeus-Plays. Die Möglichkeiten sind also endlos, auch wenn es der Platz im Extra Deck nicht ist und somit häufig gegen viele dieser Optionen entschieden wird.
Weitere Extender, die ich an dieser Stelle noch beispielhaft nennen möchte, wären folgende: Wiedergeburt und Nachfolge des Weltvermächtnisses sowie Seelen der Magier. Die ersten beiden werden primär dafür verwendet, um eine Snake-Eye Ash, die Effektverschleierin oder Unendliche Unbeständigkeit gefressen hat, wieder für ihren zweiten Effekt alive zu bekommen. Hierzu linkt man Esche in Linkuriboh und nutzt eine dieser beiden Extender, um selbige zurück auf das Spielfeld zu beschwören. Nun handelt es sich um eine "neue Kopie" von besagtem Monster und kann Esche sowie Linkuriboh auf den Friedhof schicken und weiterspielen zu können. Alternativ hilft insbesondere Wiedergeburt im Feuer-Mirror Match, da man so eine Prinzessin aus dem gegnerischen Friedhof auf die eigene Seite spezialbeschwören kann. Damit verhindert man nicht nur, dass der Gegner den Effekt der Prinzessin anwenden kann, sondern bekommt automatisch einen weiteren Extender für ein eigenes Feuer-Monster. Seelen der Magier ist da ein schon etwas speziellerer Extender, der aber speziell mit dem puren Ansatz besonders stark harmoniert. Denn diese kann man spezialbeschwören, indem man eine Kopie von Diabellstar the Black Witch vom Deck auf den Friedhof schickt. Anschließend kann man tote Zauber- oder Fallenkarten von der Hand sowie kristallisierte Monster als Kosten auf den Friedhof schicken, um zusätzliche Karten zu ziehen. Abschließend handelt kann man mit weiteren Monstern und der Seelen der Magier eine Selene, Königin der Meistermagier als Spezialbeschwörung beschwören und über ihren Effekt im eigenen sowie gegnerischen Spielzug die zuvor zum Friedhof geschickte Schwarze Hexe spezialbeschwören und weitere Powerkarten vom Deck setzen.
Wie man zusammenfassend erkennen kann, haben diese feuer fokussierten Decks einige Ähnlichkeiten, zeichnen sich aber primär dadurch aus, dass sie ihre Interruptionen auf die verschiedensten Zonen (Hand, Feld, Friedhof) aufteilen und so entsprechend schwer zu kontern sind. Zudem lassen sie sich leicht durch Extender wieder zurück ins Spiel bringen, sollte der Gegner sie irgendwie unterbrechen. Alles in allem sind dies Eigenschaften, welche diese Decks nicht ohne Grund zu den momentan stärksten Themen werden lassen. Doch wir beobachten die nächsten Wochen weiter, um zu schauen, ob sich die Decks selbst oder ihre Kontrahenten signifikant verändern, um dagegen ankämpfen zu können.
Abschließende Worte
Und damit wäre ich auch endlich zum Ende gekommen. Auch wenn die erste Hälfte recht schnell zusammenzufassen war, war insbesondere im Deck Spotlight Part einiges nachzuholen gewesen. Den nächsten Quick Fix, den ich aktuell für Anfang März anpeile, sollte dann wieder etwas kondensierter auf die einzelnen Entwicklungen fokussiert sein.
Doch damit würde ich mich jetzt erst mal verabschieden und euch die Chance geben, eure Einsichten zu teilen. Was haltet ihr von dem neuen Set und den Entwicklungen, die sie mit sich führen? Oder seid ihr eher weniger ein Fan von diesem Feuer-Format und freut euch mehr auf die Konter, die in nächster Zeit entworfen werden? Schreibt doch was dazu in den Kommentaren.
-deckcreator16