Dabei umfasst dieser Quick Fix den Zeitraum vom 17.02. bis 25.02., in welcher 30 Regionals sowie die beiden YCS San José und Las Vegas als auch die Undisputed Ultimate Duelist Series stattfanden. Dies unterteilt sich in 19 Regionals, einer YCS und dem UUDS-Event in Woche zwei sowie 11 Regionals und eine YCS in Woche 2.
Doch beginnen wir erst mal mit den rohen Daten in Form des Deck Breakdowns:
Deck Breakdown
Gesamt: 316
- Fire King-Variants: 110
- Fire King-Diabellstar-Snake-Eye*: 109
- Fire King-Dogmatika: 1
- Snake-Eye-Variants: 70
- Snake-Eye-Diabellstar: 69
- Snake-Eye-Diabellstar-Horus: 1
- Voiceless Voice-Variants: 25
- Voiceless Voice-Pure*: 22
- Voiceless Voice-Branded: 2
- Voiceless Voice-Dogmatika: 1
- Despia-Branded: 18
- Floowandereeze*: 13
- Kashtira-Variants: 12
- Kashtira*: 8
- Kashtira-Heatsoul: 4
- Mannadium-Scareclaw: 7
- Centur-Ion: 6
- Centur-Ion*: 2
- Centur-Ion-Horus: 4
- Other (1-5): 55
- Unchained*: 5
- Purrely*: 3
- Purrely-Dark World: 1
- Purrely-Ghostrick: 1
- Rescue-ACE-Diabellstar: 3
- Rescue-ACE-Diabellstar-Snake-Eye: 1
- Drytron Runick: 2
- Fur Hire-Runick-Spright: 1
- Stardust-Bystial-Runick: 1
- Tearlaments*: 1
- Tearlaments-Horus: 2
- Tearlaments-Horus-Destiny: 1
- Salamangreat*: 3
- Dragon Link-Bystial: 3
- Scareclaw*: 1
- Scareclaw-Adventurer: 1
- Scareclaw-Kashtira-Adventurer: 1
- Chimera Branded: 2
- Vanquish Soul*: 2
- Raidraptor*: 2
- Labrynth*: 2
- Orcust*: 1
- Orcust-Runick: 1
- Virtual World*: 1
- Earthbound-Resonator-Bystial-Horus: 1
- P.U.N.K.-Horus-Therion: 1
- HERO*: 1
- Phantom Knights-Horus-Adventurer: 1
- Horus-Resonator-Bystial: 1
- Swordsoul-Tenyi: 1
- Goblin Biker-Armored-Horus-P.U.N.K.: 1
- @Ignister*: 1
- Superheavy Samurai*: 1
- Marincess*: 1
- Dinomorphia*: 1
- Exosister-Spirit: 1
- Rikka-Aroma-Therion-Sunavalon: 1
* = Die tatsächliche Menge der Subvarianten kann aufgrund unbekannter Decklisten abweichen
Diese beiden Wochen brachten 316 Decks zusammen, wovon 186 aus Woche zwei und 128 aus Woche drei stammten. Für die späteren Einzelkartenanalysen konnten 101 Decklisten aus Woche zwei und 83 Decklisten aus Woche zwei genauer analysiert werden. Wie gewohnt gibt es auch diesmal wieder ein eigenes Deck Sheet, wo ihr die aufbereiteten Daten einsehen könnt.
Woche 2 PHNI - Offiziell ein Tier 0 Format
Wenn wir uns an die erste Woche des neuen Formats zurückerinnern, wissen wir schon das Fire King (Snake-Eyes), gefolgt von (Pure) Snake-Eyes das Format anführen. Daran hat sich auch nichts geändert, nur das die Dimensionen sichtbar zugenommen haben. Zwar hat sich Fire King gegenüber Woche 1 "nur" um 2 % gesteigert, dafür hat sich aber Snake-Eyes um 10,7 Prozentpunkte gesteigert und sich damit mehr als verdoppelt. Zusammen (da wie im letzten Bericht erläutert sie sich die "Haupt Engine" teilen) nehmen sie somit 58,5 % aller Decks ein, die einen Top festigen können. Rechnet man zusätzlich noch den großen prozentualen Abstand zwischen Platz zwei und drei bis folgend ein, wird es meiner Ansicht nach offiziell, das wir ein Tier 0 Format erreicht haben. Dieser dritte Platz in Form von Voiceless Voice zeichnet sich mit gerade mal 8 % aus, was nicht nur minimal gesunken ist, auch der Abstand ist nun mehr als das Doppelte zur nächsthöheren Position. Besonders große Verluste musste Kashtira einfahren, welches vom ehemals dritten Platz und 8,9 % auf 3,7 % mit einem fünften Platz zurückgefallen ist. Gerade diese Entwicklung finde ich sehr interessant, da Kashtira dank Dimensional Shifter ein solides Matchup gegen die friedhofsabhängigen Feuer-Decks besitzen. Außerdem zwingt der Lock von Promethean Princess, Bestower of Flames den Snake-Eye/Fire King Spieler meist recht früh dazu, I:P Maskerenas Effekt anzuwenden. Diese performt wiederum sehr schlecht gegen Kashtira Unicorn oder Kashtira Fenrir, da selbige sofort in der Lage sind, ihre individuellen Trigger-Effekte zu aktivieren. Hier setze ich also eher auf eine schwache Performance gegen die aktuell viel gespielten Handtraps in Form von Unendliche Unbeständigkeit und Nibiru the Primal Being. Die restlichen Vertreter des Pie Charts spare ich mir an dieser Stelle, da diese bis auf Despia so minimal ausfallen, das man sie fast unter Other auflisten könnte. Ich möchte hier aber noch auf die Performance bzw. Nicht-Performance von Labrynth eingehen. Denn dieses Deck konnte gerade einmal zwei Ausführungen in der kompletten Woche zwei aufweisen, und beide stammten auch nur von Regionals. Dies ist sehr interessant, da wir aus vergangenen Berichten wissen, das Labrynth überwiegend auf Regionals schlechter performt als auf YCSs und anderen Großevents, da hier die Schnittmenge an guten Spielern, die Labrynth spielen, höher ist. Doch auch diese Schnittmenge scheint im aktuellen Format gegen null zu gehen. Dies liegt aber auch daran, dass Labrynth kein gutes Matchup gegen Fire King Snake-Eye besitzt. Die wichtigsten Interaktionen in Labrynth zerstören Karten, was dabei die Floating-Effekte der Fire King-Monster auslöst. Selbst Karten wie Kräfte rauben sind nur suboptimal, da sich die wichtigsten Effekte des Feuer-Decks im Friedhof aktivieren. Und auf dem Feld haben sie entweder genau oder überschreiten ohne Schwierigkeiten die 3000er Marke, sodass man ohne Chaos Angel kein Feld halten kann. Und selbst mit Chaos Angel reicht ein einzelner Salamangreat - Raging Phoenix im Friedhof mit einem offenen Feuer Monster aus, um diese mit Leichtigkeit zu schlagen.
Ansonsten hat sich bei den Einzelkarten immer noch nicht viel getan, im Vergleich zur ersten Woche. Zwar tauchen die Feuer-spezifischen Karten wie Snake-Eye Ash, WANTED: Seeker of Sinful Spoils und Bonfire nun auch in den Top 10/11 auf, doch liegt dies primär an der gespielten Zahl der Feuer Decks. Die restlichen Karten sind Handtraps sowie Vom Grab gerufen, Kosmoszyklon und Triple Tactics Talents. Dabei ist insbesondere Vom Grab gerufen erwähnenswert. Es ist zwar durch die große Anzahl an (Monster-)Handtraps wichtig, das sie gespielt wird, doch gerade in Feuer Decks gibt es sinnvolle Argumente, sie nicht zu spielen. Denn wenn man sie beispielsweise Going 2nd anwendet, wird man sie häufig auf Promethean Princess, Bestower of Flames oder Snake-Eyes Flamberge Dragon anwenden müssen, da Handtraps ab diesem Punkt das geringste Übel sind. Leider sind beide sehr wichtige Karten, um selber spielen sowie auch OTKen zu können. Beraubt man sich dieser Option, weil man Vom Grab gerufen angewendet hat, muss man andere Methoden suchen, um dies auszugleichen. Einen interessanten Ansatz hatte hierzu Shunping Xu auf der UUDS geliefert. Denn er entschied sich als zusätzliche OTK-Option mit Kalliberende-Drache mit Pentest-Käfer zu kombinieren. Kalliberende-Drache fungiert hier ähnlich wie ein Ultimativleiter-Tyranno, welcher alle Monster des Gegners angreifen darf. Und Pentest-Käfer sorgte dafür, das Kalliberende-Drache durchschlagenden Kampfschaden macht, sodass man den Gegner zwingt, seinen Snake-Eye Flamberge Dragon bei der Zerstörung nicht floaten zu lassen. Als zusätzlicher Bonus ist Kalliberende-Drache nicht durch Kampf oder Karteneffekte zerstörbar und kann nicht von gegnerischen Monstereffekten gewählt werden. Dies sorgt dafür, dass er auch als Towers fungieren kann, da nur sehr wenige Feuer-Decks direkte Outs wie Sinful Spoils of Subversion - Snake-Eye spielen. Schlussendlich lief es für ihn nicht so wie gewünscht, was aber seiner Aussage nach an einer schlechten Vorbereitung lag. Der Ansatz selbst sollte aber meiner Ansicht nach im Hinterkopf behalten werden.
Theoretisch gilt dies auch für seinen Ansatz mit Parallel eXceed, welcher nicht nur leicht dank Linkuriboh beschwörbar ist, sondern auch noch Zugriff auf Infernal Flame Banshee schafft oder besagte Link Bosse wie Kalliberende-Drache erleichtert. Die Banshee kann anschließend ein Pyro-Monster suchen, welches meist Snake-Eyes Poplar sein dürfte, da die Normalbeschwörung häufig für das Monster der Stufe eins bereits verbraucht wurde, welches Linkuriboh beschworen hat. Außerdem kann Banshee sich selbst spezialbeschwören, sollte sie verbannt werden, was dafür sorgt, dass beispielsweise S:P Little Knight als Extender fungieren kann. Diese Option halte ich persönlich für aktuelle Feuer-Decks nicht für notwendig, da sie genügend Konstanz besitzen und diese Kombo einem erfolgreichen Board nichts wirklich liefern kann und selbst nach starker Handtrap-Interruption genauso gut funktioniert wie andere Extender. Doch es hat zumindest kurz für Wirbel in der Internetwelt gesorgt, für all jene, die das Feuer-Deck mal ausprobieren wollen, sich aber aufgrund der aktuell hohen Preise für die teuersten Einzelkarten sonst dagegen entschieden hätten. Vielleicht sollte dieser Gedanke aber im Hinterkopf behalten werden, falls nicht die starken Board-Plays, sondern die Konstanz des Decks durch eine Banned List angefasst würde.
Woche 3 PHNI - Sollte man lieber auf Handtraps verzichten?
Die dritte Woche schaut auf den ersten Blick wenig spektakulär aus, hat aber einige interessante Merkmale, auf die man ein Auge werfen darf. Zwar haben sich die Prozente der drei besten Decks nicht groß verändert, und auch der ehemals vierte Platz ist nur gefallen, weil ein anderes Deck vorangeprescht ist, doch auch hier drin zeichnen sich interessante Entwicklungen ab. So fällt auf, dass Fire King Varianten 4 % eingebüßt haben, was der Menge entspricht, welche aktuelle Tier 2/3 Deck besitzen. Zugleich haben pure Snake-Eye Varianten um 0,9 % zugelegt, was darauf hinweist, dass Spieler, welche auf das pure Snake-Eye vertrauen, diesem treu bleiben, während selbiges nicht für Fire King gilt. Diese Entwicklung sollte in den kommenden Wochen weiter beobachtet werden, es könnte aber (zusammen mit der ersten Woche PHNI) darauf hinweisen, dass Snake-Eye in naher Zukunft den Platz von Fire King einnehmen könnte, ohne dass dafür Einschnitte auf einer möglichen Liste geschehen müssen.
Die größte Entwicklung gab es aber bei Floowandereeze. Selbiges konnte sich in seiner Zahl an Tops im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt und so den vierten Platz von Despia/Branded eingenommen. Wie schon im letzten Quick Fix Bericht erläutert, hat Floowandereeze ein sehr gutes Matchup gegen die Feuer Decks. Es besitzt nicht nur Dimensionsverschieber, sondern kontert Wanderbrise und Kaisen alle Linkmonster. Und auch Promethean Princess, Bestower of Flames verliert dank der fehlenden Spezialbeschwörungen an vielen Vorteilen wie dem garantierten OTK durch Salamangreat Raging Phoenix oder World Sea Dragon Zealantis. Bei letzteren sei noch erwähnt, dass durch ihn verbannte Floowandereeze-Monster der Stufe eins nicht durch Zealantis Effekt verbannt werden, sondern zuerst die Verbannung durch die Effekte der Vögel greift und somit nicht zurück beschworen werden können. Unter den Tributmonstern gibt es nur Raiza der Megamonarch, welcher erfolgreich verbannt und spezialbeschworen werden kann, während Kaisen und Nebeltal-Goldadler zuvor durch beispielsweise Unendliche Unbeständigkeit annulliert werden müssten. Somit bliebe für einen Zealantis-OTK nur die Möglichkeit, eine vom Gegner verwendete Aschenblüte mittels Hiita, die Feuerverzaubererin in Flammen zu beschwören und später durch Zealantis Effekt offen auf die gegnerische Seite zu beschwören. Doch dies erschwert die Möglichkeit zu OTKen sehr und macht es fast unmöglich, durch einen frühen Beatdown gegen Floowandereeze zu gewinnen. Dies wiederum zwingt einen in das Grind Game. Und das dürfte Floowandereeze gewinnen, wenn es einmal ins Rollen gekommen ist. Doch neben all diesen Vorteilen ist auch die aktuelle Entwicklung der Handtraps optimal für das Deck. Es ist nicht nur fast vollkommen immun gegen Nibiru the primal being, auch zielende Handtraps wie Unendliche Unbeständigkeit, Effektverschleierin oder Geistertrauernde und Mondeskälte sind dank Wanderbrise und der Beginn des Abenteuers und der neuen Schwalbenstreich keine größeren Probleme mehr. Und wenn doch, kann man immer noch Buch des Mondes als zusätzlichen Konter integrieren. Wer im kommenden Format also eine günstige Option sucht, Feuer Decks das Leben schwer zu machen, wird mit diesen Vögeln ein perfektes Budget-Deck gefunden haben.
Bei den Einzelkarten hat sich wiederum wenig verändert. Zwar hat inzwischen Beschwörungslimit gegenüber Antimagischer Duft überhandgenommen als präferiertes Side Deck Floodgate, aber sonst bleibt das Format stark Handtrap getrieben. Dabei fällt insbesondere der Blick auf die drei meistgespielten Handtraps. Während der zweite Platz Unendliche Unbeständigkeit vorwiegend deshalb gespielt wird, weil es am effektivsten gegen das Feuer-Deck ist, erfüllt es zugleich noch den Vorteil, nicht gegen Vom Grab gerufen und Talent der drei Taktiken zu verlieren. Und auch Nibiru als dritter Platz ist durch seine stark zerstörerische Wirkung eine gute Wahl. Doch beide alleine reichen nur selten im Feuer-Matchup aus, aber gerade in Kombination mit weiteren Handtraps ist dies meist genügend, um die Lage zu kippen. Dies führt uns auch zur meistgespielten Handtrap und Karte, welche wir in Aschenblüte & Freudiger Frühling wiedersehen und welche in 97,59 % aller Decks mindestens einmal gespielt wird und 241 Mal in 83 Decklisten auftauchte. Und da bei 83 Decklisten 249 Kopien das Maximum wären, wissen wir also das fast alle Decks drei Kopien im Main oder Side gespielt haben. Und das ist auch wenig verwunderlich, schließlich ist sie in nahezu jedem Matchup mindestens gut und vielen sehr gut.
Dies bringt uns auch direkt zur Frage, die im Abschnitt-Titel bereits gestellt wird. Denn die aktuelle Entwicklung ist ein regelrechter Handtrap-Krieg, welcher zu einem Spiel im Spiel führt. Da nahezu jedes Deck momentan auf 15+ Handtraps setzt, um zwei bis drei Kopien davon zu starten und das gegnerische Spiel zu unterbrechen, um dann im eigenen Zug mit zwei bis drei Karten das eigene Spielfeld aufzubauen und hoffentlich durch die gegnerischen Handtraps durchzupreschen ein regelrechtes Spiel im Spiel. Denn sollten beide Spieler genug Handtraps haben, um die Aktionen des Gegners zu unterbrechen, wird es ein Handkartenvergleich, wem zuerst die Handtraps ausgehen, um den Gegner zu stoppen. Zusätzlich kommt ein Problem hinzu, was insbesondere gegen die Feuer-Decks auftritt. Denn auch wenn Aschenblüte & Freudiger Frühling sehr effektiv gegen das Feuer Deck ist und die Spezialbeschwörungseffekte aus dem Deck stoppen kann, so ist es immer noch ein Feuer Monster. Und als solches wird es nach seinem Abwurf dafür sorgen, dass zwei Monster, wovon eines das Attribut Feuer haben muss, um das eigene Board über den Link Climb durch Hiita, die Feuerverzaubererin in Flammen und Prometheische Prinzessin ein ausreichendes Board hinlegen zu können. Und diesen Fakt hat sich das zweitplatzierte Team der YCS Las Vegas zunutze gemacht. Denn sie haben Sirenengesang gespielt, da diese Karte aufgrund der hohen Beliebtheit und Effektivität von Aschenblüte nicht nur im Mirror Match ein Ziel besitzt. Im Mirror Match kann man, sollte man noch keine Normalbeschwörung gemacht haben, eine sinnige Ansage von Snake-Eye Ash garantieren. Hier wird der Gegner recht sicher das Hinzufügen auf die Hand erlauben und man bekommt so seine 1-Karten-Kombo für "lau". Hat man hingegen seine Normalbeschwörung verwendet und/oder die eigene Snake-Eye Ash wurde bereits gestoppt, kann man mit ihr Snake-Eyes Poplar ansagen und wird auch diese recht sicher auf die Hand geschickt bekommen. Dies triggert aber wieder ihren Spezialbeschwörungseffekt, da es Pappel egal ist, wie oder von wo es auf die eigene Hand hinzugefügt wurde. Und im dritten Szenario, wo beides durchgegangen ist oder man nicht sicher weiß, dass es das Mirror Match ist, kann man Aschenblüte ansagen und bekommt sie entweder auf die Hand, wo sie den Gegner stoppen kann oder spezialbeschworen als weiterer Extender. Sollte man diese nun weglinken, wandert sie in den gegnerischen Friedhof, wo sie dann durch Hiita, die Feuerverzaubererin in Flammen beim Hochklettern hilft. Diese Interaktion sowie der zuvor angesprochene Handtrap-Krieg führte unter anderem zu einer Frage, die auch MBT Yugioh in einem kürzlichen Video interessant erörtert. Dadurch, dass viele Handtraps gespielt werden müssen und gerade Aschenblüte eine ideale Karte gegen fast alle Decks ist, sollte sie eigentlich ein Instant-Add sein. Doch jetzt kann man sich die Frage stellen, ob dies korrekt ist, da sie zugleich auch den größtmöglichen Schaden anrichten kann, wenn sie von einem Feuer Deck wiederverwendet wird. Dies hätte aber zur Bedeutung, man verliere die stärkste Handtrap, die man spielen kann und sie zu ersetzen ist schwer, besonders wenn man auf etwa 15 Stück setzen muss. Das und die Tatsache, das auch viele Talent der drei Taktiken und sogar Auslöschungsinformant gespielt werden, um Handtraps zu bestrafen, lässt einen die Frage stellen, ob es nicht korrekt wäre, einen Schritt voranzuschreiten. Und der würde so aussehen, auf gar keine Handtraps zu setzen und das Ziel auf anderen Wegen zu gehen. Ich möchte nicht sagen, dass dies leicht ist (und ich vermute/behaupte auch nicht das die einzig richtige Antwort Board Breaker sind), aber wenn man nur das nachmacht, was andere bereits erfolgreich gemacht haben, wird man immer einen Schritt zurückhängen.
Um hier mal ein kleines Beispiel zu liefern, bietet sich eine weitere Kartenart an, die in dieser Woche wieder stark an Beliebtheit gewonnen hat. Und die Rede ist von Bystials. Denn mit Beginn des Feuer-Formats wurden die altbekannten Alleslöser Bystial Magnamhut und Bystial Druiswurm als unspielbar verschrien, da sie nur Licht und Finsternis-Karten aus dem Friedhof nehmen konnten. Und da Feuer-Decks bekanntlich aus vorwiegend Feuer-Monstern bestehen, wurden sie als unspielbar in diesen Matchups betrachtet. Dies hat sich jetzt aber geändert, da in dieser Betrachtungsweise vergessen wurde, dass die beliebtesten Kombos im Feuer-Matchup auf I:P Maskerena und Linkuriboh setzen. Im Fall der ersten Karte wird sogar sehr aktiv auf sie gesetzt, indem sie durch Snake-Eye Flamberge Dragon vom Friedhof zurück in die Zauber- und Fallenkartenzone gelegt wird, um von dort spezialbeschworen zu werden. Scheitert dies aber, verliert das Snake-Eye oder Fire King Deck eine gezielte Möglichkeit, den auf dem Feld liegenden Snake-Eye Flamberge Dragon auf den Friedhof zu schicken, um seinen Float-Effekt auch im gegnerischen Spielzug auszulösen. Zusätzlich fehlt dann das Linkmonster, welches I:P Maskerena beschwören würde. Somit sorgt ein einziger Bystial dafür, das der Gegner zwei Interruption weniger besitzt und kann im Optimalfall eine dritte Interruption outen oder schafft eine Chance, den gegnerischen Snake-Eye Flamberge Dragon zu entsorgen, ohne seinen Effekt dabei auszulösen. Und das hat auch zu einem enormen Anstieg der Bystial-Monster gesorgt. In der ersten Woche des PHNI-Formates wurden noch 59 Bystials auf 103 Decklisten gespielt, wobei die nicht eingerechneten 19 The Bystial Lubellion darauf hinweisen, dass die meisten davon in Despia-Branded gespielt wurden. In der Woche zwei waren es dann zwar nur 40 Bystials auf 101 Decklisten, doch dafür wurden nur 10 The Bystial Lubellion, was auf die stark gesunkene Zahl an Despia-Branded hinweist und damit einen leichten Anstieg in den Side Decks der Spieler. Und in der dritten Woche hatten wir auf 83 Decklisten 95 Bystials und nur 8 The Bystial Lubellion. Das heißt, im Durchschnitt hat jedes Deck mindestens 1,1 Bystials gespielt. Es bleibt gespannt, ob diese Zahl in den nächsten Wochen noch weiter ansteigen wird, da Bystials eine ähnliche Rolle wie Aschenblüte einnehmen, da sie in fast jedem Matchup gut sind. Zugleich könnte aber auch hier das Sirenengesang-Szenario eintreten und ein ideales Ziel im Friedhof des Gegners werden. Schließlich spielen viele Feuer Decks auch Dharc, der finstere Zauberer in düster als zusätzlichen Link-Kletterer.
Abschließende Worte
Das soll es dann auch für dieses Update erst mal wieder sein. Wenn ihr weitere Punkte habt, die es zu ergänzen gibt, dann wie immer unbedingt in den Kommentaren erwähnen. Ansonsten muss ich mal schauen, wann der nächste Quick Fix kommen wird. Bei mir privat wird es in den nächsten Wochen auch wieder etwas enger werden, zugleich starten in wenigen Monaten auch die einzelnen Nationals und damit einiges, was man sich angucken kann. Falls ihr hierzu Vorschläge habt, um beispielsweise das Format der Quick Fixes zu optimieren, dann nur raus damit. Mich interessiert sehr, welche Abschnitte und Elemente euch wichtiger sind als andere.
-deckcreator16